möchte man mit den berühmten Worten (quo-usque tandem) des römischen Redners Cicero ins Plenum rufen.
An manchen Tagen auch hinausschreien…

Wenn Propaganda ins Uferlose auszutreiben droht, sowie wir es aktuell wieder erleben müssen, muss man sie näher betrachten.
Das Wort Propaganda steht seinem Ursprung nach für ausbreiten, verbreiten.
Im Allgemeinen bezeichnend für eine Anstalt, die Ansichten zu verbreiten sucht, besonders die Anstalten für die Heidenmission.
Congregatio de p. Fide wird die von Gregor dem XV. 1622 in Rom gegründete Gesellschaft zur Verbreitung des Katholizismus unter den Heiden und zur Ausrottung der Ketzerei genannt.
Urban der XIII verband damit 1627 das Collegium de Propaganda zur Ausbildung eingeborener Missionare in den Heidenländern. Berühmt ist das Fest vom 6. Januar, an welchem Reden in den verschiedensten Sprachen von diesen Zöglingen gehalten werden.
Die Propaganda ist die oberste Behörde in allen Missionarsangelegenheiten.
Doch wenn man aus der Geschichte lernen will, ist die Voraussetzung dafür die Kenntnis der Wahrheit und nicht der Propaganda.
Bereits vor dem Ersten Weltkrieg machten die Alliierten Stimmung gegen das deutsche Reich. Doch reicht dieses niederträchtige Prozedere noch viel weiter zurück. Zumindest musste ein Germanenstamm herhalten, um mit dem Namen Propaganda zu betreiben und das Geschehen mit Lügen zu füttern.
In den Massenmedien wird häufig von >Vandalismus< geschrieben und gesprochen, wenn eine besonders große Zerstörungswut – insbesondere von Kunstwerken – angedeutet werden soll, und meist heißt es dann: »Sie hausten wie die Vandalen«. Hier wird – bewusst oder unbewusst – ein Stück auch unserer Vorgeschichte belastet, und das noch ohne Grund. Die wirklichen Tatsachen sind: Das Wort >Vandalismus< wurde von Henry Graf GRÉGOIRE (1750-1831), Bischof von Blois (Frankreich), nachweislich 1794 erstmals benutzt, als er in seinem Bericht an den Konvent in Paris die Plünderungen im Gefolge der Französischen Revolution von 1789 beschrieb. In seinen Memoiren hielt er fest: »Ich schuf dieses Wort, um die Sache zu töten.«
Siehe Foto: Dieser Holzstich von Heinrich LEUTEMANN

»Die Plünderung Roms durch die Vandalen«) entstand um 1865 und zeigt die Eroberung der Ewigen Stadt durch GEISERICH im Jahre 455. Auf dieses Ereignis geht der schlechte Ruf der Vandalen zurück. In seriösen Geschichtsbüchern wird die Eroberung Roms durch GEISERICH und die damals übliche Plünderung, die 14 Tage dauerte (15.-29. Juli 455), beschrieben, bei der die Vandalen zwar Beute machten, aber keine Kunstwerke mutwillig und sinnlos zerstörten. Wertvolle Beutegüter wurden nach der neuen Vandalenhauptstadt Karthago mitgenommen. Es blieb der Neuzeit vorbehalten, ungerechtfertigt einen Germanenstamm mit dem Schlagwort vom >Vandalismus< herabzusetzen.
Mit dem Namen Propaganda bezeichnet man auch geheime politische Gesellschaften, die seit der französischen Revolution meist von Paris aus durch Emissäre revolutionäre Grundzüge in andere Länder zu verpflanzen suchten.
Ähnliche Gesellschaften bildeten sich von der Verbindung Aide-toi et le ciel tai`dera ausgegangen nach der Julirevolution 1830 in Paris und fanden namentlich in Belgien, Italien und Polen ein ergiebiges Feld der Wirksamkeit.
Was erreicht man mit Propaganda? Nun das ist einfach erklärt und gegenwärtig sichtbar. Dem Unwissenden erscheint die Lüge (oder auch das Böse) als willkommen und gut. Er darf sich sogar in der Lüge suhlen und für ihre Verbreitung erntet er viel, sehr viel Lob und oft auch einige Taler.
Bereits über das Mönchslatein erfuhr die Lüge Bestand, mittels Fälschung zahlreicher Schriften, und es fanden sich genug Missionare und Prediger diese nach außen zu tragen.
Die Aufnahmen /Fotos zu dem Beitrag zeigen typisches Propaganda-Material. Es hat nie aufgehört!














Übrigens: Als Cicero, bekannt durch seine Reden gegen Catilina und Antonius, den Satz „Wie lange noch?“ aussprach, dauerte es nicht lang bis zu seinem politischen Tod.
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Quelle
Rolf Kosiek: „Der große Wendig“
Meyers Konversations-Lexikon