Schlesien, Ostpreußen, Westpreußen und Pommern sind Gebiete, die sieben Jahrhunderte und mehr von germanischen Stämmen bewohnt waren.

Als diese west- und südwärts zogen, kamen Slawen ins Land. Doch diese Slawen waren nicht in der Lage, den Boden zu bewirtschaften, Wälder zu roden, um Anbaugebiete zu schaffen. Deshalb übergaben sie das unbewohnte Land und die unbewohnbaren dichten Wälder den Deutschen.
Aus den alten germanischen Stämmen kamen Franken, Thüringer, Flamen und viele andere nach Schlesien. Unter schwersten Bedingungen schufen diese Deutschen Dörfer und Städte und brachten eine Wüste zum Blühen, und ließen auf altem germanischen Boden neues Leben erwachsen.
Und noch etwas: Unser Volksstamm, soweit wir zurückblicken können, besaß dichterische Begabung. Er wusste, die bunte Menge von Gestalten und Handlungen zu erfinden, die den Inhalt einer Mythenreihe ausmachen. Später, als die Germanen lange Zeit bei den südlichen Nachbarn in die Schule gegangen waren, erhob sich ihre bildende Kunst zu freien, großen Schöpfungen.
Wusstet ihr, dass allein aus der Provinz Niederschlesien mit der Hauptstadt Breslau 13 Nobelpreisträger stammen?
1908 Paul Ehrlich
1912 Gerhart Hauptmann
1918 Fritz Haber
1931 Friedrich Bergius
1934 Otto Stern
1950 Kurt Alder
1954 Max Born
1963 Maria Goeppert-Meyer
1964 Konrad Bloch
1987 Georg Bednorz (Kind schlesischer Eltern)
1994 Reinhard Selten
1999 Günter Blobel(geb. 1936, er kam mit seinen Eltern als Vertriebener aus Sohrau-Niederschlesien- nach Dresden, ging nach Abitur und Studium nach Amerika – da er in der DDR keine Unterstützung zur Forschung bekam).
Auch das deutsche West- und Ostpreußen hat Nobelpreisträger:
1920 Walter Nernst
1901 Emil Behring
1911 Wilh. Wien
1956 Werner Forssmann
1963 Fritz Lippmann
Aus dem deutschen Sudetenland: 1905 Philipp Lenard
Weitere größere Persönlichkeiten aus dem zum deutschen Reich gehörigen Ostdeutschland sind Imanuel Kant, Kopernikus, Knobelsdorf, Schopenhauer, Virchow,
Borsig, Langhans, Fahrenheit , A. Menzel (Maler) , B. Grzimek Zoologe)
Kurt Masur (Dirigent).
Eine Antwort zu “Zu den Anfängen des 11. Jahrhunderts, die der Wiedergewinnung alten germanischen Bodens.”
Danke für die wertvollen Informationen, die mir eine ganz andere Welt eröffnen.
Eigenartig…
Ich lese, dass „…unser Volksstamm voller dichterischer Begabung und in der bildenen Kunst zu großen Schöpfungen imstande war…“
Meine Wurzeln liegen in Ostpreußen, die mütterliche Linie stammt von dort, mein Vater war Berliner.
Beim Lesen dieser Zeilen stieg plötzlich eine große Emotion in mir auf.
Ich bin Autorin und Malerin.
Zufall ?
LG Petra Stöhr
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