Im Anschluss an die schmerzenreiche Zeit des neuen Europa, https://undinepeter.blog/…/eine-schmerzenreiche-zeit…/ Wikinger auf großer Fahrt und der Anfang der eigentlichen deutschen Geschichte, betreten wir nun das Feld der „Sächsischen Kaiser“.

Durch die edle, hochherzige Tat Konrads ging somit das Königtum vom Stamm der Franken auf den Stamm der Sachsen über. Die Sage berichtet, Eberhard habe Heinrich gerade beim Vogelfang im Harz angetroffen.
Konrad hatte recht: eine glücklichere Wahl hätte man nicht treffen können. Heinrich war es, der das deutsche Reich vor dem Verfall rettete, gegen furchtbare Feinde siegreich verteidigte und seine künftige Größe vorbereitete. In seiner ganzen äußeren Erscheinung ein Bild männlicher Schönheit, war er zugleich der geborene Herrscher. Mut und Entschlossenheit, Großmut und Milde waren Hauptzüge seines Wesens.
Im Innern gelang es Heinrich vor allem, einen losen Staatenbund zu schaffen, der sämtliche Stämme in freiwilligem Gehorsam zusammenhielt. Er war das Fundament, auf dem sein Otto I. den straffen Einheitsstaat errichten konnte
Nach außen schützte Heinrich die Ostgrenze des Reiches, indem er vor allem den Einfällen der Ungarn ein Ende machte, die 924 raubend und mordend bis nach Thüringen vorgedrungen waren. Als es gelang, einen hohen ungarischen Häuptling gefangen zu nehmen, gab er ihn nur unter der Bedingung eines neunjährigen Waffenstillstandes frei.

Die folgenden Jahre nutzte er, um sein Heer auf die große Entscheidungsschlacht vorzubereiten. Er gründete feste Burgen, aus denen später Städte erwuchsen (Quedlinburg, Goslar. Merseburg, Nordhausen, Hersfeld u. a.), und schuf ein Reiterheer; denn nur mit einem solchen bestand die Aussicht, gegen die flinken berittenen Horden der Ungarn anzukommen. Dieses übte er in Feldzügen gegen die Slaven. 933 wurden dann die Ungarn an der Unstrut vernichtend geschlagen und wagten es nie wieder nach Norddeutschland zu kommen.


Nach solchen Erfolgen nahm Heinrich eine fast kaiserliche Stellung ein, aber die Kaiserkrone holte er sich nicht – haben ihn die Umstände daran gehindert oder wollte er sie nicht aus nüchterner Einsicht?
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Bereits erstellte Beiträge aus der Reihe „Deutsche Geschichte“ nach Albert Thümmel findet ihr hier> https://undinepeter.blog/deutsche-geschichte-von-den…/