Udo Jürgens, seine Kindheit, seine Herkunft, die Zeit nach 1945, und warum wir uns einen Zeitungssauschnitt näher betrachten sollten

Wie komme ich gerade jetzt auf Udo Jürgens? Auslöser ist sein letzter Auftritt mit dem Lied „der gläserne Mensch“ aus dem Jahr 2014, der gerade im „Netz“ die Runde macht (siehe Kommentar). Man wird sich wohl kaum daran erinnern, dass das Lied jemals im Radio oder anderswo im Rundfunk zu hören war. Dem Inhalt des Textes nach zu urteilen, hat das wohl seine Gründe.

14 Tage nach diesem Lied starb Udo Jürgens plötzlich bei einem Spaziergang an einem Herzinfarkt. Was für ein seltsamer Zufall. Wir werden sein mutiges Wirken für die Menschheit immer in unserem Herzen als Andenken bewahren.

Ich denke, es tut gut an dieser Stelle, sich mit dem Leben und der Herkunft des beliebten Sängers ein wenig zu befassen, aber auch mit dem historischen Hintergrund. Dann wird das, was er uns in seinen Liedern, insbesondere „der gläserne Mensch“ mitteilen möchte, noch schlüssiger.

14 Tage nach seinem Aufritt in Zürich im Jahr 2014, als er genau dieses Lied präsentiert, starb er plötzlich bei einem Spaziergang an einem Herzinfarkt.

Ich bin gewiss, dass er ein mächtiges Wissen in sich trug und bewahrte.

Udo Jürgens erzählte in einem Interview 2011:

„Ich war ein schwächlicher Junge. Als kleiner Bub litt ich nicht nur unter allen möglichen Kinderkrankheiten. Ich leistete mir auch 14 Mittelohr Entzündungen. Am meisten quälten mich aber Albträume, die mich jahrelang jede Nacht mit so schrecklichen Geräuschen verstörten, dass ich in Schreikrämpfe ausbrach. Mama musste dann in meinem Zimmer alle Lampen anzünden und mir vorsingen. Musik war das Einzige, was mich zur Ruhe brachte.“

All diese Symptome hatten eine Ursache.

Der geschürte Hass und die Wut auf Deutsche und alles was mit der deutschen Nation zusammenhing, lösten Hassorgien bis zu Folter und Ermordung aus, und Udo Jürgens wurde als Kind Zeuge dieser Massaker. (Siehe Foto im Beitrag / Bericht aus der Freizeit Revue)

Hintergrund: Eine bekannte Tatsache ist die Beteiligung von kleineren mit den Alliierten verbündeten Armeen bei der Besetzung Deutschlands im Jahr 1945. Einige dieser Armeen partizipierten außerdem weit über das Kriegsende hinaus an der nachfolgenden Besatzung. Hierbei stellten die belgischen Truppen das größte Kontingent. Sechzig Jahrelang blieben sie zwischen 1945 und 2005 im Rheinland und in Westfalen stationiert. Die Ursprünge reichen in die Kriegsjahre und führen geradewegs zu den Nachkriegsplänen der belgischen Exilregierung. Letztere beinhalteten schon früh die Fragestellungen nach der Rolle eines besiegten Deutschland in der zu schaffenden Nachkriegsordnung, aber auch die Formulierung von Reparationsforderungen an die Besiegten.

Nun zurück zu Udo Jürgens

Denn die wohl interessanteste Figur der Sippe ist Udos Großvater Heinrich Bockelmann (1870-1945), ein Banker, der als Geheimdiplomat für Kaiser Wilhelm II. agierte.

Udo Jürgens hat in seiner autobiografisch gefärbten Familiensaga „Der Mann mit dem Fagott“ Großvater Bockelmann ein Denkmal gesetzt. Dem Enkel zufolge trieb den Bankdirektor allein die Liebe zum Frieden an.

Bei Beginn des Ersten Weltkrieges wurde Bockelmann wie viele andere Deutsche nach Sibirien verbannt, denn das Deutsche Reich und das Zarenreich kämpften auf unterschiedlichen Seiten. Eine offiziell genehmigte Reise nach Moskau nutzte er jedoch zur Flucht. 1915 tauchte der Banker im neutralen Stockholm auf.

Schon bald knüpfte er Kontakte zur dortigen deutschen Gesandtschaft. Bockelmann verfügte über zahlreiche Verbindungen ins Zarenreich.

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Noch ein paar Infos:

Die belgische Gesellschaft müht sich mit einer Vergangenheit, die bis heute nicht abgeschlossen ist. Immer noch schwelt der Streit zwischen Flamen und Wallonen.

Noch immer sind Hunderten von Belgiern die bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt, weil sie vor etwa einem halben Jahrhundert mit den deutschen Besatzern kollaboriert hatten. Sie dürfen nicht wählen, haben keinen Anspruch auf Pensionen oder eine Reihe anderer Sozialleistungen, und ein paar Dutzend müssen im Exil bleiben. Sie dürfen Belgien noch immer nicht betreten.

Nach dem 3. September 1944 mussten sich 450.000 Menschen wegen Kollaboration vor Gericht verantworten. Das war nahezu jeder zehnte Belgier. 50.000 wurden schließlich verurteilt, 2.340 zu lebenslanger Haft, 2.940 zum Tod. 242 Todesurteile wurden vollstreckt.

>Siehe auch Leon Degrelle (der ganze Beitrag im Kommentar)

Auszug: „Aufgrund der Aktivitäten in Verbindung mit dem Flämischen Verband, wurden von belgischer Seite die Häuser sämtlicher Mitglieder des Verbandes verwüstet, Listen mit ihren Namen verbreitet und am 8. Juli 1944 wurde Léon Degrelles Bruder ermordet.

Am 14. Dezember 1945 wurde Léon Degrelle in Belgien in Abwesenheit zum Tode verurteilt.

1946: Die Alliierten kidnappen Degrelles Familie und foltern ein Mitglied nach dem anderen zu Tode, um ihn zur Aufgabe zu erpressen, u.a. seine Mutter, seinen Vater, seinen Schwager und seine Ehefrau Marie-Paule, die wegen des „Verbrechens“, mit ihm verheiratet zu sein, von einem „ordentlichen“ belgischen „Gericht“ zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt worden ist. Degrelles jüngere Kinder werden einer brutalen Gehirnwäsche unterzogen und unter fremden Namen in alle Welt zerstreut.

1992 erscheinen seine Memoiren „Denn der Hass stirbt“ – Erinnerungen eines Kriegsfreiwilligen aus Belgien.


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