Vom Ausverkauf zum Ausverkauf… der Absturz vom Sockel der Hoffnung in das Tal der Tränen..

Alles Zufall, oder was? Das nie enden wollende Drehbuch – eine Fortsetzung… (Beitrag dazu im Kommentar)

Wir schreiben das Jahr 2024

o … wenn sich eine (Firmen) Pleite an die nächste reiht,

o wenn die Bauern bedenkliche Ernteausfälle verzeichnen,

o wenn die Lebenshaltungskosten ins Uferlose steigen,

o wenn man durch Arbeitslosigkeit immer weiter ins soziale Abseits gerät,

o wenn die Arbeitsagentur bizarre Tipps gibt (z. Bsp: finanziell absichern mit Bürgergeld),

o wenn schließlich das über Jahre mühsam ersparte Haus futsch ist – (denn Eigentum gilt nun mal als Vermögen und muss in Schieflagen eingebracht werden),

… ja dann, hofft so mancher auf eine Veränderung, und selbst der „eingefleischte“ Traumtänzer, beginnt Fragen zu stellen.

Von den allgegenwärtigen Kriegsgebärden mal abgesehen.

Unter vielen Dächern in Deutschland herrscht große Not. Doch ein Gros der Deutschen schweigt. Sie ziehen sich zurück, in ihr stilles Kämmerlein. Die Leidensfähigkeit ist hoch – das Credo: es wird schon irgendwie weiter gehen. Das war so, das wird immer so sein.

All diese „Zwischenfälle“ bilden einen Nebenkriegsschauplatz, gemäß der Richtlinien der amerikanischen Besatzungspolitik für Deutschland. (Zum Ende des Beitrages nehme ich noch Bezug auf den Marshall-Plan).

Es handelt sich also um Ereignisse, die man zunächst als nebensächliches Vorkommnis wahrnimmt, weil man vielleicht nicht selbst betroffen ist, oder weil es einem einfach schlichtweg egal ist, was sich da draußen, vor der eigenen Tür tatsächlich abspielt.

Ganz aktuell: Ford in Köln steht erneut vor einem massiven Stellenabbau. Es ist das dritte harte Restrukturierungsprogramm in nur fünf Jahren, das die US-Konzernmutter seiner europäischen Tochter verordnet.

Insgesamt baut Ford rund 5000 Arbeitsplätze ab, die meisten davon in Deutschland (2300),

Noch vor wenigen Tagen habe ich über das Ende der Ära Waggonbau Görlitz/Niesky berichtet.

Es häufen sich die Blicke auf verwaiste Gelände, Ein Betroffener traurig: „Das nimmt einen ganz schön mit. Wir waren eine super Truppe über Jahrzehnte, haben unsere Arbeit hier top gemeistert und das ist jetzt alles zerschlagen worden.“ Er sei im Rückblick immer noch enttäuscht, dass sich die Politik zu wenig der Sache angenommen habe.

Nun könnte ich hier endlos über weitere Schließungen und Firmenpleiten auf deutschem Boden berichten. Aber was nutzt es, alles dazu aufzuzählen?

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Wir blättern erneut, in diesem nie enden wollenden Drehbuch.

Durch gezielte Vernichtungsstrategie ist Deutschland heute in eine kulturell-wissenschaftliche Zweitrangigkeit und unüberbietbare moralische Verkommenheit gestürzt worden, man wird das Ziel erreichen Deutschland zu einem unterentwickelten Land hinabzuwirtschaften. Wer mit Scheuklappen herumläuft und zu den angeordneten Berichten der Historiker steht, kann natürlich den gewollten Untergang nicht erkennen, oder man tut es mit den Worten ab. “Es sind schon andere Länder untergegangen”.

Der Geistertanz zwischen dem Erbringen finanzieller Leistungen ( unter dem Mäntelchen von Steuern, versteckter Reparationsleistungen, humanitärer Hilfen) und materiellen Verlusten geht in die nächste Runde…

Interessant zu wissen: Der Marshall-Plan aus dem Jahr 1948, der gewiss kein Akt der Nächstenliebe war, sondern ein auf kapitalistischen Interesse beruhender politisch-wirtschaftlicher Kalkül, schuf eine wesentliche Grundlage für die Errichtung der BRD als eines vom Deutschen Reich abgetrennten eigenen Weststaates. Er diente der USA als Steuerungs- und Einflussinstrument zur Durchsetzung der in der BRD nach amerikanischen Vorstellungen zu errichtenden Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung. Damit war der Grundstock gelegt, dafür, dass die Westdeutschen ideologisch näher an die USA gebracht wurden. Letztendlich legt der Marshall-Plan den Aktionsradius für eine westdeutsche Außenpolitik fest und war damit auch für die Westbindung der BRD von wesentlicher Bedeutung. Doch für den wirtschaftlichen Aufschwung war er unbedeutend. Lediglich der uns mittlerweile „vertraute“ propagandistische Grundtenor schummelt diese „Wirklichkeit“ eines angeblich großmütigen Plans der Amerikaner herbei.

So suggeriert man: Kapital schaffe Arbeit.

In Wirklichkeit verhält es sich jedoch genau umgekehrt: Arbeit schafft Kapital! Dazu genügt der Blick auf den gewaltigen Wirtschaftsaufschwung und die Sozialpolitik im Dritten Reich. Für die Nachwelt dokumentiert, unter anderem auch durch die Erlebnisberichte meiner Mutter.

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Übrigens: Die offizielle Bezeichnung des Marshall Plans lautet European Recovery Program (ERP). Es trat 1948 in Kraft. Seine Umsetzung lag in Händen der im gleichen Jahr geschaffenen Organisation für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit (OEEC), der Vorläuferin der 1960 gegründeten Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Darüber schuf man die Voraussetzungen für die 1957 erfolgte Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), die später in der EG und 1992 in der EU aufging.

Heute verwaltet die KfW-Bankengruppe im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums das ERP-Sondervermögen in Höhe von zwölf Milliarden Euro und finanziert damit Programme zur Wirtschaftsförderung.

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Nicht unerwähnt bleiben sollte in diesem Zusammenhang, der bereits vorangegangene Ausverkauf von Mitteldeutschland, dessen Auswirkungen bis heute spürbar sind.

Angesichts der gegenwärtigen Situation im Land, darf man festhalten: Es war ausgerichtet, nun wird wieder angerichtet…


2 Antworten zu “Vom Ausverkauf zum Ausverkauf… der Absturz vom Sockel der Hoffnung in das Tal der Tränen..”

  1. … wenn ich mir diese Brille aufsetze, verstärke ich meine Depression.. 😦 ich versuche selbstverständlich Perspektivwechsel .. aber es scheint doch sehr um Big Global Money zu gehen.. die erlaubten Wörter und Framings, um eine erschreckende Realität (ungestraft) zu beschreiben, sind vertauscht, verboten – eine große Verunsicherung, Verwirrung und Schwächung ist geschaffen ..

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  2. „Ausverkauft“ sieht man ja sogar bei der EM. Die farbigen Lappen bei der Eröffnung ersetzten Nationalflaggen. Die Franzosen haben dagegen beim Start des 24 h Rennens in Le Mans einen Event gezaubert, gegen den die EM Zeremonie an einen Tuntenball erinnerte. Und in der Politik wird noch nicht einmal ausverkauft, da wird verschenkt. Manchmal wohl auch „freiwillig gezwungen“ durch unsere amerikanischen Befreier..

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