Deutschland hat ab geflaggt!

Da waren sie wieder, diese kurzen Momente eines Deutschen, der sich daran erinnert ein Deutscher zu sein. Dazu bedarf es allerdings eines Aufhängers, wie dem einer Fußball-Europameisterschaft, wo eine deutsche Nationalmannschaft offiziell unter dem Namen „Mannschaft“ antreten darf.

Dann ist der Deutsche für eine gewisse (recht überschaubare ) Zeit stolz auf sein Land. Mancher traut sich sogar den Satz „Ich bin stolz ein Deutscher zu sein“ auszusprechen, was natürlich medial sofort verarbeitet wird, um das ach so „böse Deutschtum“ aufrechtzuerhalten. Der Knüppel aus dem Sack ist aktiviert, der Deutsche wieder stumm. In die Ecke mit dir Deutscher“ Schäm dich“ , lautet die Devise. Und der Deutsche schämt sich.

 Vorweg: Das wird jetzt keine Fahnenkunde, sondern vielmehr ein Nachtrag zum Trauerspiel einer einst so starken Nation.

Ich möchte also nicht den Ursprung und die Geschichte der deutschen Fahne erläutern, oder näher auf das, was diese Fahne tatsächlich verkörpert, eingehen. Das ist ein anderes Thema, dem ich mich schon vor einiger Zeit mal gewidmet habe.

 Ich möchte etwas anderes aufzeigen. Etwas, was über Jahrzehnte hinweg in Vergessenheit geraten ist. Viele der Deutschen haben vergessen, wer sie wirklich sind.  Es ist wie ein Trunk, den man einem ganzen Volk verabreicht hat, mit der teuflischen Wirkung, alles, was an seine Herkunft, sein Wesen, sein Charakter, erinnert,  auszulöschen.

In der Tat. Der Trunk zeigt seine Wirkung: Viele wichtige Erinnerungen sind mit diesem Trunk versiegt. Dabei ist es so wichtig, diese Erinnerungen endlich wieder lebendig werden zu lassen. Möge der Deutsche seine Lippen nicht mehr an diesen Trunk legen, möge er das Gift  nicht mehr schlucken, möge er seiner reinen Seele wieder Klarheit schenken, das Klare, und das Reine, was das deutsche Wesen über einen vieltausendjährigen Kulturstrom auszeichnet.

Vielleicht verhält es sich so ein bisschen wie bei der „Schneekönigin“, ihr kennt es sicher, das Märchen von Hans Christian Andersen: Dem Jungen Kai wird das Herz gestohlen (vereist) und nur Gerda, seine Spielgefährtin, verstand, wie es gelingen kann, das Gute, die schönen und wichtigen Erinnerungen aus der Vergangenheit in ihm wieder lebendig zu machen. Auf dem Weg dorthin, musste sie viele Proben bestehen. Aber dank ihrer Erinnerungen an vergangene Zeiten , an das was ihre Wesen ausmacht, entwickelte sie enorme Kräfte und schaffte das Unglaubliche.

Warum wir Deutsche so sind, wie wir sind. Die Eigenschaften und Tugenden eines Deutschen muss ich nicht im Einzelnen aufzählen, sie sind weltweit bekannt.

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Und? Seid ihr jetzt neugierig geworden? Dann spulen wir, über wenig Text, aber in vielen Bildern im Schnelldurchlauf zurück. Das kann man eigentlich nicht oft genug tun.  

Erinnern wir uns in Wort und Bild:

An die nordische Bindung des niederdeutschen Raums, hin zur kulturellen Ausstrahlung  und geistigen Haltung der Hanse, und weiter zu einem einheitlichen Kulturwillen: Steinerne Symbole stolzer Macht und Größe zeugen heute noch davon, so auch die kulturelle Sendung des Deutschen Ordens.

An Heldentum und tragischer Untergang > siehe die Schlacht von Tannenberg

An einen Spruch aus der großen mittelalterlichen Siedlungsepoche. Ein Spruch, der mit Recht die drei größten und mächtigsten Maunnet jener Zeit preist.

„Hinrik de Leuw und Albrecht de Bar,

Darto Frederik mit dei rode Har

Det waren dri Here,

De kunden de Werld verkeren.“

(Als Inbegriff deutscher Kaiserherrlichkeit erscheint uns Friedrich Rotbart, der Hohenstaufe, der alte Barbarossa.)

An die Pioniere der Kolonialgestaltung in der Welt und deutsche Siedler: Wohin immer in der Welt der Deutsche als Siedler seinen Fuß setzt seine herzhafte und arbeitsame Zwiesprache mit dem Grund und Boden, den er sich aussucht, oder der ihm gewiesen wurde, beginnt – überall hat ihm die Erde, wenn auch oft erst nach harten Mühen, mit Dank und Segen geantwortet, und kein zweites Volk kann sich rühmen, von seinen Siedlungserfolgen soviel dem eigenen Schweiß und der eigenen Liebe zur bebauten Scholle zu bedanken – sei es in der Heimat, sei es in der Fremde.

An die Weltgeltung des deutschen Soldatentums: Karl von Klausewitz (1780-1831), Gerhard Johann David von Scharnhorst (1755-1813), Helmuth von Moltke (1800-1891), Alfred von Schlieffen (1833-1913)

An unsere Denker im Geistesleben der Nationen ( Begründer einer Naturphilosophie) Ähnlich wie in den skandinavischen Ländern haben Kant, Schelling, Fichte und Hegel auch die Philosophie in England, Frankreich, Italien, Polen, Russland, Amerika und bei den übrigen Kulturnationen beeinflusst, überall anders, überall mit typischen Abweichungen.

An die deutsche Leistung in der Mathematik Wollen wir also die deutsche Leistung in der Mathematik schildern, so werden wir uns vor allem unserer Großen erinnern. Von Leibniz bis Hilbert hat das deutsche Volk eine solche Fülle führender Mathematiker hervorgebracht wie kein anderes. Wir denken an Gauß, Riemann, Kummer, Plücker, Graßmann, Dedekind, Weierstraß, Klein, und wenn es gestattet ist, auch Euler und Steiner, die dem deutschen Stamm der Schweizer zugehörten.  

An die Weltgeschichte der deutschen Kunst

An die Erfindung der Buchdruckerkunst: Die Kunst mit beweglichen Lettern zu drucken, durch Johannes Gutenberg, wird uns bereits durch sichere Zeugnisse des 15. Jahrhunderts gemeldet.

An die deutsche Musik im Leben der Völker

An das deutsche Schrifttum und seine Sendung im Abendlande

An die Auswirkungen der deutschen Musik auf die Welt

An die deutsche Chemie und Optik /Fernrohre für drei Erdteile (Blick in die astronomischen Montagehallen der Zeißwerke)

An deutsche Kulturwörter in fremden Sprachen

An Weltleistungen der deutschen Chemie und Optik /drei deutsche Riesendampfer der Vorkriegszeit und Spitzenschiffe der deutschen Handelsflotte

An die deutsche Seeschifffahrt im Weltverkehr – Deutsche Schiffe – technische Wunder, Muster von Ordnung und Sicherheit

An die Straßenfahrzeuge der Deutschen Reichsbahn und den deutschen Schnelltriebwagen – ein Vorbild für die Bahnen aller Welt

An den allgemeinen Fortschritt im Wagenbau – Deutschland hat die modernsten Bahnen der Welt

An die Pioniere des Fluges und ihre Taten in der Weltluftfahrt,  an Lampen, Messinstrumente und Bremsen und an den ersten Start des „LZ I“ auf dem Bodensee am 2. Juli 1900

An die deutsche Mitarbeit an der Bau und Maschinentechnik der Erde – Zwei Deutsche – die Väter der Mobile

An Auto und Motorrad – deutsche Erfindungen, die die Welt mitgestaltet haben, Dynamo und Dieselmotor

An die Giganten deutscher Technik im Dienste fremder Völker

An die Weltgeltung der deutschen Funkindustrie

Überall sind da die Zeugnisse deutschen Fleißes und deutscher Arbeit in aller Welt

Lernt, wieder stolz auf euer Volk zu sein, auf eure Vorfahren, Urgroßeltern, Großeltern und Eltern. Die Deutsche Geschichte begann nicht erst 1933 und endete 1945, nur weil es ein Syndikat so haben möchte, und dabei ungerechterweise ein ganzes Volke im Schuldkult hält und es auf nur wenige Jahre seines Daseins reduziert.

Es lohnt sich, zurückzublicken, um zu verstehen, was andere  auszulöschen versuchen.

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Noch etwas zur Quelle dieser Ausführungen: Die Inhalte und Bilder stammen aus dem Buch von Karl Bömer „Deutsche Saat in fremder Erde“ (erschienen 1936).

Dieses Buch wird aktuell bei der Deutschen Digitalen Bibliothek  (Kreisarchiv des Landkreises Rastatt) unter dem Aufhänger Propaganda-Buch  geführt. Man mag es immer nicht glauben, wie hartnäckig die Errungenschaften (in Schriften festgehalten)  aus unserer langen Geschichte deklariert und mit Füßen getreten werden. Ich nehme mir die Freiheit, und greife es wieder auf.


Eine Antwort zu “Deutschland hat ab geflaggt!”

  1. Am Deutschen Orden klebt mehr Blut, als es uns die Missionierer glauben lassen. Christianisierung bedeutete Abschlachtung, Raub und und. (Zufällig bereite ich gerade einen bescheidenen Beitrag über Bernstein vor). Aber die Nationalflagge habe ich als Radrennfahrer auch schon mit Ringen erlebt. Bei der Nationalhymne hat sich damals trotzdem keiner im Keller verkrochen. Mittlerweile darf man aber ohne Regenbogenbeigabe gar keine Flagge mehr zeigen (kommt mir wenigstens so vor). Ob das Wort Deutschland noch lange Bestand hat – wer weiß?

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