Das Flüchtlingslager Windmühlenberg – entdeckt von einer lieben Bekannten auf einem Spaziergang. Ein Hinweis – ganz unscheinbar am Wegesrand

Ich bin dankbar für den Hinweis. Denn von diesem Ort mit dieser Geschichte habe ich noch nie etwas gehört. Enttäuschend war die Suche nach noch mehr Informationen. Erst nach Eingabe bestimmter Schlüsselwörter bin ich überhaupt zu dem Ort gelangt, der am Nord-Ostsee-Kanal liegt. Auf der Seite Dorfmuseum Sehestedt wird diesem Vorgang im Jahr 1945 lediglich eine Zeile gewidmet: „Nach dem Kriege wurden in den alten Wehrmachtsbaracken Flüchtlinge untergebracht. Waren sie nur formal Bewohner der Gemeinde?“ So steht es da. Und auch das ist wieder wie ein Schlag ins Gesicht. Kein Wort des Gedenkens an die deutschen Vertriebenen, die aus ihren Heimatorten Pommerns und Ostpreußens vertrieben wurden. Kein Wort über die Untaten der Alliierten, über die Verbrechen der Polen. Statt dessen der Verweis darauf, das seit 2010 der (sanierte) Windmühlenberg Sitz der Firma Denker & Wulf ist . Dort werden Windräder geplant, ihr Bau vorbereitet und ihr Betrieb betreut. Und noch viel mehr steht darüber… Aber eben nur darüber.

Immer und immer wieder erleben wir es. Nahezu sämtliche (ehemalige) Gedenkstätten für unsere Deutschen werden „uminterpretiert“, Todeszahlen herunterkorrigiert, mit der Absicht diese Gedenken an unsere deutschen Soldaten auszulöschen. Von der Erlebnisgeneration ist kaum noch jemand am Leben. Darauf haben sie gewartet, das mit ihrem Fortgang auch alles andere, also die Verbrechen und das große Unrecht an unserem Volk in Vergessenheit gerät. Es redet ja keiner mehr drüber. Und so haben sie nahezu freie Hand, die Geschichte ins falsche Bild zu setzen. So stehen die betrogenen Deutschen vor angeblichen Gräbern der Polen und tun Buße, schämen und entschuldigen sich, und zahlen, und zahlen, und zahlen…. Die großen Gedenkfeiern für Russen, Polen und andere sind bekannt. Die Kniefälle der Regierenden auch. Das macht alles so furchtbar wütend. Deshalb ist es ja so wichtig, solche Stätten aufzugreifen und zu dokumentieren. Gegen das Vergessen! Das sind wir unseren Vorfahren schuldig.

Siehe auch Beitrag im Kommentar von unserem Besuch im letzten Jahr auf dem Golm (Kriegsgräberstätte auf Usedom)

Außerdem seht ihr eine Aufnahme vom Wegweiser zum Friedenshügel Flensburg.

Solche Hinweise und Beiträge sind wirklich wertvoll, weil wir darüber die Nähe zu unserer Geschichte bewahren und das wahre Geschehen nicht in Vergessenheit gerät. Also Augen auf! Und wenn ihr so etwas entdeckt, einfach festhalten, dokumentieren und weiterreichen.

———————————

Aus einen Reisebericht übernommen: Friedenshügel Flensburg

Dieser Friedhof ist die größte belegte Gräberfläche in Schleswig-Holstein. Man findet mehrere Gräberflächen mit beigesetzten Soldaten des 1.Weltkriegs und 2.Weltkriegs.1518 gefallene Soldaten des Zweiten Weltkriegs sind hier beigesetzt.

Auch die Gräber  der Opfer aus 1919 sind hier zu finden. Gefallene Soldaten des Zweiten Weltkriegs sind im östlichen Teil des Friedhofs angelegt.   Auf dem Weg zum Rundbau für die gefallenen Marineangehörigen des 1.und 2.Weltkriegs sind zwischen den Zivilgräbern einige Gräber für deutsche Gefallene des Ersten Weltkriegs zu finden.
Die Grabkreuze zu den deutschen Gräbern waren schon recht „zugemoost“ und man konnte bei einigen die Inschrift nicht mehr lesen.

————————-

Es ist schon bezeichnend, ein solcher Kniefall, mit dem Wissen über die Taten derer, denen er gilt. Ich kann mich noch sehr gut an die Reaktion meiner Mutter  dazu erinnern. Bezeichnend ist auch der Verweis auf polnische Grabfelder des Friedenshügels, die wohl, im Gegensatz zu den deutschen Gräbern, gut gepflegt werden…   

Um uns die „Taten“ noch einmal in Erinnerungen zu rufen, füge ich entsprechende, bereits verfasste Beiträge aus dem letzten Jahr hinzu

————

Zudem einzelne Kommentare (übernommen aus dem Social Media Beitrag), weil viele Fragen  zu den polnischen Gräbern auf dem Friedenshügel in Flensburg aufkamen.

„Das verstehe ich nicht, wieso sind auf dem Friedenshügel Flensburg ein Polnisches Grabfeld vom 2.WK angelegt? Dort hinten, so weit im Westen bei Flensburg, waren doch keine polnischen Soldaten? Vielleicht habe ich da auch etwas mißverstanden.“

1946, während des Völkermordes am deutschen Volk wurde das polnische Gräberfeld errichtet… Das muss man sich mal vorstellen.“

Die Toten wurden vielfach umnationalisiert“

Die Frage habe ich mir auch gestellt. Ich habe recherchiert, und dem entnommen, dass es dort einen polnischen Friedhof gibt, einen jüdischen wie auch muslimischen Friedhof. Die polnischen Grabfelder werden besonders „hervorgehoben“. Die Gräber stehen in Zusammenhang mit „verstorbenen polnischen Zwangsarbeitern“… Davon haben 170 hier ihre letzte Ruhestätte gefunden… so heißt es auf der „Wir sind die Reserve-Seite“ Die Frage, die sich mir hier stellt, welcher Herkunft waren diese „Zwangsarbeiter“ tatsächlich?“

Danke für die Aufklärung.  Das ist ja die gleiche Vorgehensweise wie mit den sogenannten russischen „Ehrenfriedhöfen“ hier in meiner Heimatstadt. Dort sind angeblich Soldaten der Roten Armee begraben. Was aber nicht stimmt, wie ich vor längerer zeit von einem ehemaligen Abgeordneten der Stadt erfahren habe. Diese Gräber werden jedes Jahr zum Volkstrauertag von den hiesigen Angestellten des Mecklenburger Landtages besucht und sie legen dort Kränze nieder. Dabei habe ich erfahren, daß hier in Westmecklenburg die Rote Armee niemals war. Hier fielen die Engländer ein. Wie fast überall in Westmecklenburg. Die Gräber sind von verstorbenen russischen Leuten, die hier wohl nach Gründung der DDR verstorben sind.“


Eine Antwort zu “Das Flüchtlingslager Windmühlenberg – entdeckt von einer lieben Bekannten auf einem Spaziergang. Ein Hinweis – ganz unscheinbar am Wegesrand”

  1. Kirche und Krieg gehörten schon immer zusammen. Denke gerade an einen U Boot Kommandanten und Stelle fest, seine Nachfolger stehen schon wieder „Gewehr bei Fuß“ (natürlich nicht die Würdenträger, die müssen ja für den Sieg beten).

    Gefällt 1 Person

Hinterlasse eine Antwort zu juru80 Antwort abbrechen