Dänemark – Schweden – Norwegen – Dänemark: Unsere Auszeit über drei Wochen in skandinavischen Gefilden

„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen. Drum nähme ich den Stock und Hut und tät das Reisen wählen“. ((frei nach Matthias Claudius (1740-1815) ))

Eindrücke, Erfahrungen, Inspirationen, und  Begegnungen, die nachdenklich stimmen. Wir nehmen euch mit.

Teil I

So, fertig eingeräumt. 2. August 2024: Gleich nach dem Frühstück starten wir gen Norden. Kühlschrank ist voll, (vor allem mit Buttervorrat, weil‘s in Skandinavien wieder nur gesalzene Butter gibt), die Garage wurde vom Göttergatten nochmal inspiziert, Bierkiste passt.

Wasser ist auch bis zum Rand aufgefüllt.

Ab Dänemark gibt’s das Trinkwasser wieder kostenlos.

3. August: Soeben haben wir im strömenden Regen Dänemark „erobert“. Also zumindest die ersten Kilometer des Landes. Bei gutem Wetter gestartet, Hamburg überwunden und nu so was… Aber da hinten blinzelt uns schon wieder die Sonne entgegen. Über etwa fünf Kilometer Strecke hat es wie aus Eimern geschüttet.

Kartenwechsel, und nun geht’s weiter zum Schlafplatz. Schön gelassen, ohne Gedrängel auf den Straßen. Auf einer kurzen Rast haben wir auch schon gegessen.

Mal schaun, wo es uns hin verschlägt.

Wir haben ein lauschiges Plätzchen gefunden. Es tröpfelt zwar immer wieder ein bisschen von oben, aber das ist nicht schlimm.

Lobenswert sind die Wasserstellen, die man hier nahezu auf jedem Parkplatz vorfindet.Die Trinkwasserentnahne in Deutschland kostet für 80 l, maximal 100 l mindestens 1 Euro. Reist man durch die skandinavischen Länder, muss man dafür nicht bezahlen.

Aber das nur zur Info, im Falle es den einen oder anderen von euch in die nordischen Gefilde verschlägt..

Wir machens uns jetzt im Bert gemütlich und genießen die Ruhe.

Morgen geht’s weiter gen Schweden..

4. August: Und so war unsere „Überfahrt“ nach Schweden.

Unsere erste Begegnung mit „Frau Schnecke“, auf dem Weg zur ältesten Steinkirche Skandinaviens.

Dazu später mehr.

Wir fahren jetzt weiter in Richtung schwedisches Schärenreich.

Unser Tag Im Schnelldurchlauf…

Alles dabei, von Idylle über Pannen bis hin zu einem wundervollen Abschluss am See.

5. August: Wir sind gut in den Tag gestartet, mit Blaubeeren und Preiselbeeren direkt vor der Tür. Anschließend zur Autowerkstatt, Ventilwechsel kein Problem, 20 Euronen auf die Hand und weiter geht’s nach Karlshamn.

Achim hat ja gestern den Reifen wechseln müssen, weil wir uns den Ventilschlauch auf den holprigen Nebenwegen kaputt gefahren haben.

Eigentlich wollten wir größere Städte meiden, aber wir haben es dann doch getan und bitter bereut. Karlskrona, ein ehemals schönes Städtchen hat seinen Charme völlig verloren. Eine Schande, was wir hier sehen mussten.

Nix wie weg hier, und zurück zu den abgelegenen Landstrichen.

5. / 6. August: Heute Morgen haben wir bereits die ersten Blaubeeren und Preiselbeeren sammeln können, und ich habe im See ein wohltuendes Bad genommen.  

Wer hat`s gewusst? Alte Märchen und Sagen lassen darauf schließen, dass die Blaubeere (Heidelbeere) einst als eine geheimnisvolle Pflanze angesehen wurde. So soll sie dort wachsen, wo sich die Eingänge des unterirdischen Reichs der Zwerge befinden und diese samt ihren Schätzen vor Bösem bewahren. Mittelalterliche Quellen belegen, dass die Beeren und Blätter schon seit langer Zeit als wertvolle Heilmittel beschrieben werden.

Gestern haben wir die älteste noch benutzte Steinkirche in den nordischen Ländern besucht. Die Kirche ist vermutlich im Jahr 1060 entstanden, als damals König Sven Estridsen (1047-1074) das damalige Bistum von Roskilde teilen ließ. Mit Hilfe von Steinmetzen aus Deutschland wurde ein dreischiffige , turmlose Basilika mit einem mit Blei belegten hölzernen Dach errichtet.

Spannend war der Gang durch das Gewölbe. Der Taufstein stammt vermutlich aus 1150. Es wird angenommen, dass er von dem Gotlandmeister Byzantios gehauen sein soll.

Von der mittelalterlichen Ausstattung sind zwei Chorstühle aus dem 15. Jahrhundert erhalten geblieben. Ihr heutiges Aussehen erhielt die Kirche 1758 und 1936.

Anschließend sind wir über einen abenteuerlichen Weg entlang des Blekinger Schärenreichs „geholpert“. Es war idyllisch, aber für Bert nicht der beste Platz. Holprig ging es weiter. Als wir endlich eine „Straße“ erreichten, hatte unser Bert leider schon Schaden genommen. Der Befüllungsschlauch für den hinteren Zwillingsreifen war defekt. Demzufolge hatte dieser Reifen keine Luft mehr – platt. Mein Göttergatte musste also „Hand“ anlegen. Gut, dass er das alles so kann.

Wenige Kilometer weiter haben wir dann den bereits oben erwähnten Platz entdeckt, mit den vielen Blaubeeren, also ein Platz in den Gefilden der Zwerge. Es herrschte eine gute Atmosphäre.

Vom „Reinfall“ Karlskrona haben wir auch schon berichtet. Eine traurige Entwicklung, die sich unseres Erachtens durch sämtliche europäische Länder zieht.

Dann haben wir dem malerischen Städtchen Kristianopel noch einen kurzen Besuch abgestattet. Es liegt direkt am schönen Ostseestrand.

Nun haben wir ein herrliches Plätzchen in einem Naturreservat gefunden. 24 Stunden darf man hier stehen. Ansonsten verbietet es sich eigentlich von selbst, in dern Reservaten zu übernachten. Aber das wurde hier wunderbar gelöst. Mensch und Tier stören sich nicht. Es ist hier wunderbar still, und vielleicht nehmen wir euch später noch einmal zum Sonnenuntergang mit hinunter an die Meeresbucht.

Und sooo viel Schafgarbe wächst hier, ich habe schon mal angefangen zu „ernten“.

So, das war’s jetzt das erste Mal etwas ausführlicher von unserer Reise. Aber eigentlich beginnt sie ja ohnehin jetzt erst richtig.

Jetzt aber erst einmal: Gute Nacht! Morgen geht’s auf die Insel.

6. August: Auf Öland angekommen, haben wir erstmal bei unseren Vorfahren vorbeigeschaut. Auf dem Weg südwärts trifft man nördlich von Glömminge auf die 27 Meter lange „Arche Noah“ eine Schiffssetzung aus der Wikingerzeit.

Unser Tag im Schnelldurchlauf !

Verrückt, was man so alles an einem Tag erleben kann.

– eine runde Steinkirche in Hagby

– Das Kalmar Slot

– das Gräberfeld mit Wikinger -Schiffssetzung

– einen der größten Runensteine

– Das mächtige Borgholm Slot – eine beeindruckende Ruine

– ein schöner Strand, aber mit bösen spitzen Steinen (wir sind schon von den Stränden Usedoms verwöhnt.)

– und nun irgendwo im Nirgendwo, direkt am Meer

Und eigentlich sind wir platt, immer noch auf der Insel und verdammt neugierig, wie es wohl hinter dem Leuchtturm aussehen mag. Denn wir stehen direkt davor.

Und weil‘s so schön war, und wir offensichtlich nicht genug bekommen können, nehmen wir euch nochmal mit, auf unserem Abendspaziergang.

Hier endet Teil I des Reiseberichtes. Es folgen noch zwei Teile. Und ich verspreche euch, es bleibt spannend. Also bleibt dran!


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