Weil wie so oft in der Geschichte der Aufwiegelung eine Aufwiegelung nach der anderen folgt… Frei dem Credo: Das „Gegeneinander“ muss unbedingt aufrecht erhalten werden…, Wahrheit wird vertuscht….

(Es funktioniert immer wieder) – Ein Beitrag aus dem Jahr 2023…
Vor wenigen Wochen habe ich über Lamsdorf, eines der „hergerichteten“ Lager für Deutsche nach dem Krieg berichtet.
Mancher erinnert sich vielleicht noch, andere finden den Beitrag in der Kommentarspalte.
Von Personen, die mich immer wieder persönlich angreifen (zuletzt auf mein Fazit zu den schlesischen Bädern), kam keinerlei Reaktion auf Berichte dieser Art, wie dem in der Kommentarspalte. Das Geschehen nimmt man also einfach hin. Hingegen teilt man lieber aus: „Ihr seid doch selber schuld“, oder weiter: „Wer Wind sät,… da müsst ihr euch nicht wundern.“ Man muss seine Schulden bezahlen (auch die aus dem Ersten Weltkrieg), das gehört sich doch so. Und zu allem Überfluss muss ich gestern in der Schlesier-Gruppe (von einem polnischen Mitglied) lesen: „Wer hier kommentiert, sollte immer mit „Wir Deutschen sind schuld beginnen“. Und so weiter und so fort.
Kollektivschuld ist das Ergebnis einer jahrelang aufrecht gehaltenen Propaganda-Kampagne. Doch lässt sich nicht alles auf Propaganda zurückführen. Meines Erachtens ist das Ausblenden der Tatsachen, über eine Geschichte, die gezielt vernachlässigt wird, auch eine Frage des Charakters und der daraus resultierenden Ideologie. Nachplapperer haben wir zur Genüge. Aktuell erleben wir es.
Doch hier spreche ich von Überzeugten. Überzeugt von der alleinigen Schuld der Deutschen, begleitet von dem Wunsch nach Rache und untermalt von Hass – ein trauriges, ja, menschenverachtendes Bild.
Mir persönlich gelingt es nicht, Taten, die nachweislich erbracht wurden, einfach auszublenden.
„Es gibt keinen Nobelpreis für das Opfersein. Es darf keinen Wettbewerb unter den Opfern geben! Es gibt eine kollektive Sittlichkeit, die uns alle verbindet, und die verlangt, dass wir die Menschen nicht in Opfer-und Täterkategorien aufteilen. Wir müssen alle gegen das Prinzip der Kollektivschuld kämpfen. Wir müssen alle für den Respekt vor den Opfern – gleich welcher Nationalität oder Glaubensrichtung – wirken, vor allem dafür, dass das Leiden von jeden, der gelitten hat, anerkannt wird.“
Um es mit den Worten von Alfred de Zayas (gesprochen auf seiner Kundgebung am 3. Juli 2007 in Nürnberg) zu sagen.
Und es liegen mir weitere Berichte vor: So aus dem Städtchen Jedwabne aus dem Jahr 1940. Dort sollen für die Ermordung von 1600 Juden, nicht, wie bisher angenommen, deutsche Nazis verantwortlich gewesen sein, sondern die Menschen aus dem Ort. Hierzu folgen in den nächsten Wochen weitere Beiträge. Auch die Greueltaten von Nemmersdorf werden darin aufgeführt. Neben den Verbrechen von Katyn, sind es Taten, die gerne unter Verschluss gehalten wurden und zu großen Teilen immer noch werden. Über einen langen Zeitraum wurden sie als Propagandaschwindel abgetan.
Wie viele Menschen vor mir, haben schon versucht dazu Gehör zu finden? Wie viele Menschen sind daran gescheitert? Eine traurige Bilanz.
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Infotafel:
(Auszug Wikipedia)
Die Psychological Warfare Division unternahm eine psychologische Propaganda-Kampagne, um eine deutsche kollektive Verantwortung zu entwickeln. Das wichtigste politische Dokument, das Elemente der Kollektivschuld und der kollektiven Bestrafung enthält, ist JCS 1067 von Anfang 1945. Dabei formulierte sie klare Grenzen für sein Verhältnis zu den Deutschen:
Unter 52 Paragrafen nannte die Direktive JCS 1076 das oberste Ziel
„Deutschland wird nicht besetzt zum Zwecke seiner Befreiung, sondern als ein besiegter Feindstaat. Ihr Ziel ist nicht die Unterdrückung, sondern die Besetzung Deutschlands, um gewisse wichtige alliierte Absichten zu verwirklichen. Bei der Durchführung der Besetzung und Verwaltung müssen Sie gerecht, aber fest und unnahbar sein. Die Verbrüderung mit deutschen Beamten und der Bevölkerung werden Sie streng unterbinden.
Eine „abgeschwächte“ Form dieser Direktive (JCS 1779) vom 15. Juli 1947 (geprägt vom kalten Krieg) behandelte später den Wechsel der Besatzungspolitik „zu Gunsten der Bevölkerung“ ohne die sowjetische Seite.
Der weitere Verlauf, das Hangeln von Besatzungsstatut zu Besatzungsstatut ist bekannt.
Fest steht: Hier wurde ein Gerüst installiert, dass den Deutschen bis heute eine „gewisse“ Handlungsunfähigkeit attestiert. Darauf möchte ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen, weil dieses Kapitel ganze Bände füllen würde.