Das Schild der Humanität ist die beste, sicherste Decke der niederträchtigsten öffentlichen Gaunerei.

Es ist auffällig und doch fällt es kaum jemandem auf.

Warum nur ist das so?

Es waren stets die Wenigen, die ganze Völker in den Abgrund getrieben haben. Vermeintliche Befreier schaffen eine Wüste und nennen es Frieden. Die Welt wird ins Chaos gestürzt und die Retter stehen bereit.

Aus einem solchen Chaos heraus resultieren dann unsinnige und völlig überflüssige Wortspiele mittels eingeübter Kunstwörter. Das beliebteste darunter ist zweifellos „Nazi“. Ohne den eigentlichen Ursprung und die Herkunft dieses in Umlauf gebrachten Namens zu kennen, wird es immer dann benutzt, wenn man sein Unwissen noch untermalen möchte, um anderen einen Stempel aufzudrücken und sich darüber einen eigenen Vorteil zu verschaffen.

Einzelne historische Begriffe machen Karriere, als Allzweck-Schimpfwort. Ich denke dabei auch an die Sprachstämme, die heute in einem völlig anderen „verquerten“ Kontext sprachliche Verwirrung schaffen und Menschen kategorisieren /einteilen.

Eingeübt, weil vorgekaut. Menschen, die so leichtfertig im Umgang mit unserer Sprache agieren und eine vorgefertigte Ausdrucksweise übernehmen, kann ich nicht ernst nehmen, denn sie sind längst zum Spielball derer geworden, die nur eines im Sinn haben: Menschen und Völker gegeneinander aufzuwiegeln. Sie legen Symbole vor, sie schmücken ganze Straßenzüge mit Fahnen, die diese Symbolik innehaben, sie propagieren, definieren, diktieren!

Und die Mehrheit saugt es auf, ja, sie ist nahezu gierig danach, ein Teil dessen zu sein. Hier stecken sie all ihre Energie hinein und definieren sich darüber, doch nie über ihren eigenen Geist oder über das eigene Wissen. Eine über Jahrzehnte andauernde Umerziehung trägt Früchte.

Es ist auffällig und doch fällt es kaum jemandem auf.

Eben die, welche die Völker gegeneinander aufgewiegelt haben, rufen später zum gegenseitigen Verzeihen auf. Ungeachtet der Tatsache, dass dabei großes Unrecht geschieht. Doch das fällt zunächst nur den Wenigsten auf. Das Täter-Opfer-Bild steht längst fest.

Man ruft also zur Freundschaft auf, faselt etwas von Verzeihen, appelliert für ein gutes Miteinander und vergisst darüber (bewusst) das Leid der einen Seite, während die fein säuberlich unter den Tisch gekehrten Verbrechen von anderer Seite nie aufgearbeitet worden sind. Über den Schuldkult lässt man ganze Völker am langen Arm „verhungern“, und hält das Täter-Opfer-Bild aufrecht (unter anderem auch mit den eigens dafür geschaffenen Worten wie oben erwähnt), schürt Hass und zeigt mit dem Finger auf andere. Und das wie so oft, unter dem Mäntelchen der Humanität.

Und wie wir wissen: Das Schild der Humanität ist die beste, sicherste Decke der niederträchtigsten öffentlichen Gaunerei. Wusste schon Gottfried Seume seiner Zeit zu sagen.

Menschen werden kategorisiert, kontrolliert und umorientiert. Und kaum jemandem fällt es auf.

Auch das unweigerlich daraus Folgende wird unverändert in Fortsetzung gehen: Vermeintliche Befreier schaffen eine Wüste und nennen es Frieden. Die Welt wird ins Chaos gestürzt und die Retter stehen bereit.

Das gegenwärtige Geschehen über einen Rückblick betrachtet: Es war vermutlich noch nie leichter, den eigenen Kriegsfall auszulösen. Der Übeltäter (Weltbrandstifter) ist gefunden.

Die eigentlichen Brandstifter zündeln nicht mehr, vielmehr entfachen sie mit einem Fingerschnipp den Flächenbrand.

Dennoch besinne ich mich auf die Worte von Thomas von Aquin:

„Mag auch das Böse sich noch so sehr vervielfachen, niemals mag es das Gute ganz aufzuzehren“.


Eine Antwort zu “Das Schild der Humanität ist die beste, sicherste Decke der niederträchtigsten öffentlichen Gaunerei.”

  1. Die Empörungslust und Abschreckung ist wohl ähnlich, wie beim Zuschauen der Todesstrafe durch die Guillotine. Öffentliche Folter, Hinrichtung, wie leider heute anderswo noch üblich (Bsp. Steinigung von Frauen).. Die Masse wird mit starken Emotionen und Feindbildern geködert und „zusammengeschweißt“..

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