Ehrendes Gedenken, Trauern und Erinnerungen unerwünscht?

Kommentare wie: „Die Gustloff war ein legitimes Ziel,“ oder „Verdient! Es waren ja Deutsche“ bis zu : „Hätten sie den Krieg nicht angefangen, würden sie noch leben“,… und so weiter und so fort, naja, ihr wisst schon, das „Übliche“ halt, um den Schuldkult unseres Volkes aufrechtzuerhalten.

Ich bin mir natürlich bewusst darüber, dass diese Art der Kommentare zumeist aus „Nicht-Echt-Profilen“ stammen. (auch Trolle genannt). Denn in der Regel folgt auf das Gesagte nichts mehr, ein niveauvoller Austausch findet also nicht statt.

Wer meine Beiträge kennt, weiß, dass es mir in erster Linie darum geht, Erinnerungsarbeit zu leisten, das heißt, insbesondere die Ereignisse und Vorgänge aus unserer deutschen Geschichte aufzugreifen, die wenig bis gar nicht in der großen medialen Welt publiziert werden. Ich denke, das sollte erlaubt sein. Denn es geht um das Gedenken an das Erlebte unserer Eltern, Großeltern, Urgoßeltern, Onkel, Tanten, Cousins, unserer Vorfahren.

Ehrendes Gedenken, Trauern und Erinnerungen unerwünscht?

Nun, das könnte man bei einigen der hinterlassenen Kommentare durchaus annehmen.

In dem Zusammenhang erinnere ich mich an diesen Kommentar der letzten Tage, der mittlerweile von dem Ersteller selbst gelöscht wurde, und damit auch meine Antwort darauf.

Einige werden sich vielleicht (schwach) daran erinnern. Der Beitrag behandelte, die aus den Tagebüchern meiner Mutter übernommenen Vorgänge von 1939 bis 1943. (Den Beitrag findet ihr im Kommentar).

Der Kommentator warf mir zu diesem Beitrag vor, dort eine Zeile vergessen zu haben, nämlich die, zu Buchenwald, Auschwitz und Dachau. Nun, ich weiß natürlich um seine Bemühungen der Erinnerungsarbeit dahingehend.

Selbstverständlich habe ich ihm erklärt, wie das passieren konnte, und zwar mit den folgenden Worten:

„Wissen Sie, ich erinnere mich noch gut an die Zeit meiner Kindheit /Jugend, als wir im Rahmen von Klassenfahrten mehr als fünf Mal Buchenwald besichtigt haben. Nein, diese Zeile ist gewiss nicht vergessen. Auch in Hinblick auf die Erinnerungsarbeit, die wir aus unserem Einkommen bis zum heutigen Tage regelmäßig bestreiten, lässt sich diese Zeile nicht vergessen.

Noch bis zum Jahr 2023 zahlten wir 13 Millionen Euro für die Erinnerungsarbeit, diese wurde erhöht auf 22 Millionen Euro. »Jüdisches Leben sichtbar machen, Erinnerungsarbeit und Sicherheit von jüdischen Gemeinden verstärken. ( Bericht vom 25.04.2023)« Nein, diese Zeile ist nicht vergessen.

Sowie auch erbrachte Zahlungen in Höhe von 19,7 Milliarden Euro bis zum Jahr 2022 für NS-Verbrechen. Nein, diese Zeile gerät nie in Vergessenheit.

Ungeachtet der nie abebbenden Gedenkfeiern, Kniefälle, Schuldbekenntnisse und Projekte wie die der „Stolpersteine“ über das gesamte Jahr, dürfen Sie sicher sein, auch unsere Enkel und Urenkel werden diese Zeile immer in Erinnerung behalten. Machen Sie sich also keine Sorgen, um diese Zeile, denn sie bleibt uns ewig in Erinnerung.“

Bis in alle Ewigkeit …

Ja, schade, dass der „gute Mann“ seinen Kommentar gelöscht hat, dabei wollte er doch erinnern.

Oder hat ihm gar meine Antwort nicht gefallen? Wer weiß das schon?

Wer ausführlich erfahren möchte, wie sich neben den zahlreichen Gedenkstunden und Bußgängen, die deutsche Erinnerungsarbeit „beziffern“ lässt, der findet auch dazu einen Beitrag im Kommentar


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