Bezugnehmend – in weiser Voraussicht – auf die üblichen Kommentare: „Selber schuld“, es waren halt Deutsche- verdient“ – Sowas, kommt von so was“ … u. s.w. (mal wieder) möchte ich ein paar nicht ganz unwichtige Details erwähnen, die dem Grauen und dem unermesslichen Leid der Deutschen vorausgegangen sind.
Wie kam es zum Einmarsch Deutscher Soldaten in die von Polen besetzten deutschen Gebiete?
Polnische Gräueltaten, Bromberger Blutsonntag, Polens Landraub, der widersinnige Korridor, der Kampf gegen das Deutschtum, der Terror war unerträglich.

Schon 1918, gleich nach Entstehung des Staates Polen aus deutschen Gebieten errichteten die Polen sogenannte „Lager“ in Szcypiomo u. Stralkowo (im Posener Gebiet) und sperrten 16.000 Deutsche in diese ein. Durch Verdrängung und Vertreibung kamen 1 Mill. Deutsche ins Reich. In der Zeit von März bis September 1939 wurden 50.000 Deutsche in Polen interniert und schweren Misshandlungen ausgesetzt.
Auch 1939 wurde ein KZ in Chodzen (zwischen Leslau und Kutno) in einer ehemaligen Zuckerfabrik errichtet. Dort wurden 8000 Deutsche, darunter Frauen und Kinder, Greise und auch Krüppel inhaftiert und malträtiert. In Bromberg wurden 5437 Deutsche Opfer der viehischen Morde von Polen.

(Die Protokolle sind im Aktenstand des Bundesarchivs/Militärarchivs in Freiburg/Brg .nachzulesen !)
Das ist nur eine kurze Zusammenfassung zur Vorgeschichte zum Einmarsch in Polen.
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Hier noch etwas ausführlicher zum besseren Verständnis
Wenn heute von Konzentrationslagern gesprochen wird, werden darunter meist nur die der NS-Zeit verstanden. Im Rahmen der Umerziehung wurde die Kenntnis früherer und in anderen Ländern betriebener Lager für unerwünschte Personen weitgehend verdrängt.
Die ersten als solche bezeichneten „Lager“ richteten die Spanier 1896 auf Kuba ein, denen die Briten im Burenkrieg (1889-1902) in Südafrika folgten, um mit der Internierung von Frauen und Kindern den Widerstand der Buren zu brechen.
Die Sowjets deportierten nach ihrer Machtübernahme 1917 Oppositionelle und >Klassenfeinde< in sibirische Arbeitslager, den Beginn des Archipel Gulag, in dem in den folgenden sieben Jahrzehnten Millionen Gefangener zu Tode kamen. Während des Zweiten Weltkrieges wurden solche Internierungseinrichtungen auch in den USA für dort lebende Deutsch- und Japanischstämmige oder in Großbritannien für Deutsche und deutschfreundliche Engländer geführt.
Die ersten solcher „Lager“ in Europa wurden nach Gründung des polnischen Staates im ehemaligen deutschen Posener Gebiet von Polen für Deutsche errichtet: noch im Herbst 1918 das Lager Szcypiorno und 1919 Stralkowo. Mehr als 8000 Deutsche sollen dort in der ersten Nachkriegszeit interniert worden sein. Viele überlebten die Lager nicht. Mehr als eine Million Deutsche verließen angesichts der Unterdrückungs- und Enteignungsmaßnahmen von 1919 bis 1938 ihre ostdeutsche Heimat, eine erste Vertreibung.
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Mit Blick auf die Gräuelaten unter polnischer Gewaltherrschaft muss man auch das wissen: Nach dem Versailler Diktat hat Polen mehrmals – sowohl zur Zeit der Weimarer Republik als auch kurz nach HITLERS Machtantritt – Frankreich zu einem gemeinsamen Angriffskrieg gegen Deutschland zu gewinnen versucht. Die Verwirklichung scheiterte nur an Frankreichs Zögern.
Als Beispiel polnischen Kriegswillens sei aus der dem damaligen polnischen Ministerpräsidenten PILSUDSKI nahestehenden Zeitschrift Die Liga der Großmacht von Anfang Oktober 1930 zitiert: »Der Kampf zwischen Deutschland und Polen ist unausbleiblich. Wir müssen uns dazu systematisch vorbereiten. Unser Ziel ist ein neues Grunwald, aber diesmal ein Grunwald in den Vororten Berlins. Unser Ziel ist ein Polen im Westen mit der Oder und Neiße als Grenze. Preußen muß für Polen zurückerobert werden, und zwar das Preußen an der Spree. In einem Krieg mit Deutschland wird es keine Gefangenen geben, und es wird weder für menschliche noch kulturelle Gefühle Raum sein. Die Welt wird zittern vor dem deutsch-polnischen Krieg. In die Reihen unserer Soldaten müssen wir übermenschlichen Opfermut und den Geist unbarmherziger Rache und Grausamkeit tragen. Vom heutigen Tage an wird jede Nummer dieses Blattes dem kommenden Grunwald in Berlin gewidmet sein.“
Aus einem Gebet des polnischen Priesters Mieszko USZERSKI, 1939, zitiert in:
Deutsche Wochenzeitung, 22. 1. 1971.
»Im Namen dieser Liebe, mit der Du uns liebst, möge der Feind dahinsinken wie das Gras, das von der Sense Deiner Gerechtigkeit berührt wird. Mögen ihre Frauen und ihr Land unfruchtbar werden, mögen ihre Kinder betteln gehn und ihre Töchter der Schändigung anheimfallen. Mögen ihre Kugeln und Geschosse ins Gras fallen wie die Lämmchen und mögen die unsrigen aus ihnen wie die Tiger das Herz herausreißen, und mögen sie endlich erblin-den. ..«
Nach der Besetzung Polens durch die Rote Armee wurden von Polen ab 1944 mehr als 1250 KZs für Deutsche im altpolnischen und im Oder-Neiße-Gebiet eingerichtet. Die schlimmsten waren Lamsdorf bei Falkenberg in Oberschlesien, wo nachweislich 1945/46 mehr als 6000 Menschen auf brutalste Weise umgebracht wurden, Tost und Myslowitz ebenfalls in Ober-schlesien, Potulice bei Bromberg, Granow bei Lissa, Sikawa bei Lodz und Jaworno bei Tschenstochau.
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Quellen
Im Bericht des Deutschen General- konsuls in Posen an das Auswärtige Amt vom 12. 4. 1923 in: Auswärtiges Amt (Hg.), Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges,
Carl Heymanns, Berlin 1939, S. 10. 6 Posener Neueste Nachrichten 12. 4. 1923;
Auszug in: Aus- wärtiges Amt (Hg.), ebenda, S. 10.
Zit. in: Alfred SCHICKEL, Deutsche und Polen, Gustav Lübbe,
Bergisch Gladbach 1984, S. 193. Ebenda, S.206.
Einzeln aufgeführt in: Auswärtiges Amt (Hg.) aaO. (Anm. 5), S. 307-311.
RICHTHOFEN und OHEIM, aaO. (Anm. 3), Teil 2: Polens Marsch zum Meer, S. 229.
http://lexikon-erster-weltkrieg.de/friede_von_brest-litowsk/
Vgl. A. Rhode, evangelische Kirche, S. 51; Ders., Geschichte der evangelischen Kirche im Posener Lande, Würzburg 1956, S. 199; G. Rhode, Deutschtum in Posen, S. 93 f.; P. Hauser, Die deutsche Minderheit in den Wojewodschaften Posen und Pommerellen 1919–1939, in: Deutsche und Polen zwischen den Kriegen. Minderheitenstatus und „Volkstumskampf“ im Grenzgebiet (1920–1939), S. 273–282, 274; Lamla, S. 42.
7 Vgl. A. Rhode, Geschichte, S. 200.
Laut dem Deutschen Bundesarchiv sollen insgesamt 1.255 polnische „Lager“ existiert haben. Die ersten Konzentrationslager in Europa wurden nach Gründung des polnischen Staates im ehemaligen deutschen Posener Gebiet von Polen für Deutsche errichtet.
Bild Wikipedia
Ein Kommentar unter dem Beitrag auf fb
BIRGER DAHLERUS beschreibt in seinem Buch „Der letzte Versuch“ einen vielsagenden Vorfall:
Er besuchte noch am ersten Kriegstag (1. Sept. 1939) zusammen mit einem englischen Diplomaten den polnischen Botschafter in Berlin, Jozef Lipski.
Dieser war dabei, zu packen, ließ sich aber trotzdem auf ein Gespräch ein. Sein Tenor war zuversichtlich. Denn er war der Meinung, daß schon bald wichtige Funktionsträger des Dritten Reiches gegen Hitler putschen würden, wodurch der Krieg einen für Polen günstigen Verlauf nehmen würde und er, Lipski, bald nach Berlin zurückkehren würde.
Das bestätigt das, was Annelies von Ribbentrop in ihren Büchern – z. B. „Kriegsschuld des Widerstands“ – schreibt, nämlich eben, daß der „Widerstand“, der sich ja nicht außerhalb, sondern innerhalb der Führungseliten von Wehrmacht und Verwaltung/Ministerialbürokratie des Dritten Reiches befand, ein gerüttelt Maß, ja ein ENTSCHEIDENDES Maß an Verantwortung für den Kriegsbeginn trug.
Denn die Auffassung Lipskis beruhte im wesentlichen auf „Informationen“, d.h. VERSPRECHUNGEN, die prominente Mitglieder des „Widerstandes“ in den Jahren 1938-1939 regelmäßig den Briten übermittelt hatten und diese an die Polen weitergegeben hatten. Und bei den agierenden REGIERUNGEN war gerade das Verhalten der polnischen Regierung DIE .n.o.t.w.e.n.d.i.g.e. Voraussetzung für den Kriegsausbruch, und zwar insofern, als Hitler den Krieg ja überhaupt nicht wollte, aber von der polnischen Führung dazu gezwungen wurde, nämlich durch die polnische Mobilmachung und offene Kriegsandrohung (bereits Ende März), Diskriminierung, Enteignung und Mißhandlung der in den polnisch kontrollierten, ehemaligen deutschen Gebieten verbliebenen deutschen Restbevölkerung, einer offenen Kriegspropaganda („Marsch auf Berlin“ u.ä.) von regierungsnahen Organisationen und z.B. auch unter Beteiligung des Staatspräsidenten, u.s.w., u.s.f.
Eine Antwort zu “Wie kam es zum Einmarsch Deutscher Soldaten in die von Polen besetzten deutschen Gebiete?”
Die Aggressionen der Russischen Föderation verstoßen gegen die Menschenwürde.
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