Die Versuche des Vernichtens und des Ausverkaufes des deutschen Landes mit seinem Volk, ist ein uraltes Prozedere.

Ein Beitrag aus der Zeit zwischen 1618-1648:

Das Gesamtergebnis des Dreißigjährigen Krieges auf deutschem Boden war furchtbar.

Der einzige Gewinn war die Gleichberechtigung der Bekenntnisse – diesmal einschließlich der Kalvinisten. Im übrigen aber gab es nur Trümmer. Das Reich war gänzlich vernichtet. Die Fürsten waren völlig souverän geworden, der Kaiser hatte alle wirkliche Gewalt im Reich verloren.

Die Schweiz und die Niederlande schieden endgültig aus dem Reichsverband aus. Umgekehrt traten Frankreich und Schweden ein als Garanten des Friedens, beide führten künftig die Oberaufsicht über die deutschen Dinge. Frankreich erhielt Teile des Elsaß (ohne Straßburg) und die Bistümer Metz. Toul, Verdun – Schweden die Odermündung mir Vorpommern und Rügen sowie die Elber- und Wesermündung mit Bremen und Verden. Brandenburg erhielt Hinterpommern und einige Bistümer, Bayern behielt die Kurwürde und die Opferpfalz, der Sohn des Winterkönigs erhielt die Rheinpfalz und die Kurwürde zurück.

Das Elend und die grauenhafte Zerrüttung des deutschen Landes und Volkes wirklich zu schildern, ist unmöglich. Manche Gegenden haben erst im 19. Jahrhundert wieder den Wohlstand und die Bevölkerungszahl erreicht, die sie vor dem großen Krieg besaßen.

Ein neues Europa war entstanden, in der Zeit, in der andere Völker ihren Staat fanden, verloren ihn die Deutschen völlig. Während England, Frankreich, Schweden, die Niederlande und Spanien dastanden als nationale Mächte mit festen Grenzen war die Mitte Europas eine politische Wüste.

Das Reich war tot. Nacht war es geworden über Deutschland, tiefe, schauervolle Nacht. Aber die deutsche Seele träumte einen schönen Traum: einst werde die Sonne wieder aufgehen über den deutschen Landen und über dem deutschen Volk, und ein neuer Tag werde erscheinen und mit ihm ein neues Reich.

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Aus: Albert Thümmel: „Deutsche Geschichte Band I“

Anmerkung: Um die darauf folgenden (herbeigeführten) Kriege richtig einschätzen zu können, müssen wir in der Zeit weit zurück gehen


Eure Kommentare:

Einige deutsche Seelen träumen noch immer, den Glauben ans ewige Reich!

Der Verrat der Fürsten an Volk und Reich sollte nie vergessen werden.

Am Wiederaufbau nach dem 30-jährigen Krieg haben sich die Finanziers eine goldene Nase verdient. Bis zum Verlöschen des alten Reiches und auch danach hatten Finanziers die Fürsten durch Schulden fest im Griff.

In dem Beitrag – „Eine Million für die Kaiserkrone“- lässt sich einiges „herauslesen“, was die Beteiligung betrifft. Am Ende des Beitrags gibt es einen weiteren mit einer Übersicht zur Entwicklung des „Geldmarkts“ über die Jahrhunderte hinweg. 

Der Verrat kam nicht „zufällig“. Die Fürsten waren durch die Ereignisse hoch verschuldet. Das heilige römische Reich Deutscher Nationen, war ja kein Staat, sondern ein großer Kulturraum mit Hunderten kleiner autonomen dezentralen freiheitlichen Strukturen – nur so sind eine solche Fülle an Literatur, Kunst und architektonischer Schöpfungskraft überhaupt möglich.

Der Untergang des alten Reiches lässt sich direkt auf die Machenschaften der Anhänger des Sabbatianers Jakob Frank zurückführen – Aufklärung und Wissenschaft klang oberflächlich legitim, doch die Bewegung wurde missbraucht, um die hoch verschuldeten Könige, Fürsten und einflussreiche Persönlichkeiten von moralischen Bindungen jeglicher Art zu lösen und ihnen eine Rechtfertigung für unethisches Verhalten zu liefern. So kam es dann auch zum Verrat.

Wir werden doch gerade wieder verraten, verlieren den Wohlstand und unsere Souveränität. Wir erleben gerade eine Invasion von Terroristen, Vergewaltigern, Drogendealern und Mördern! Wir müssen uns wehren, es ist schon 5 nach 12!

Aktuell bestes Buch zur Zeit: Herfried Münkler, Der Dreißigjährige Krieg. Europäische Katastrophe, deutsches Trauma, Berlin 2017, 984 Seiten. – Leider blieb es nicht bei dieser Katastrophe. Es folgten die napoleonischen Kriege (mit einem glücklichen Ende für die deutschen Länder), und der Erste Weltkrieg, dessen Ausgang verglichen mit dem Zweiten Weltkrieg im Nachhinein betrachtet noch zu verschmerzen war.

Die sog. ‚Garanten des Friedens‘ haben die Gunst der Stunde genutzt, sich zu bereichern. Und da ist an 1. Stelle die spätere ‚Grande Nation‘ Frankreich zu nennen, welche schon immer ‚gut‘ war, von inneren Zwistigkeiten im Reich bzw. auf deutschem Gebiet zu profitieren, um sich ebendieses einzuverleiben. Aber nicht minder die anderen Welschen, jenseits der Alpen.


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