
Das tausendjährige Reich deutscher Nationen ging vor Napoleon in Trümmern. Getrennte Staaten, deren Oberhäupter volle Selbstherrlichkeit bekamen, schreibt das Jahr 1806, und Deutschland war seitdem nur ein geografischer Begriff. Das Land der Deutschen blieb es allerdings. Jedoch brach auch mit dem Zusammensturz des Reiches die schwere Gefahr herein, als Volk ausgelöscht zu werden.
Dann brach der Erste Weltkrieg herein …
Es war der Wunsch Deutschland für immer zu schwächen und als wirtschaftlichen Konkurrenten auszuschalten. 269 Milliarden Goldmark Reparationsleistung sollte anschließend ein Volk aufbringen, das total am Boden lag, deren Bevölkerung hungerte. Kriegsmaterial aber auch sämtliche Maschinen aus den Fabriken mussten an Frankreich und England abgeliefert werden. Dazu kamen die Gebietsabtretungen:
(ohne Abstimmungen) :
Elsaß Lothringen bekam Frankreich. Da Deutschland nicht mehr zahlungsfähig war, besetzten die Franzosen und Belgier 1923 das Ruhrgebiet, sie raubten das Geld der öffentlichen Kassen, erhoben Grenzzölle und Steuern und besetzten Gruben, Hüttenwerke und Fabriken und wie schon in den anderen besetzten Gebieten (Rheinprovinz, Rheinpfalz, Saarland) bestraften die Okkupanten willkürlich Männer, Frauen und auch Kinder mit Schlägen, Misshandlungen, Verurteilungen zu Geldstrafen, Gefängnis und Ausweisungen und vielerorts geschahen auch Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen, Reiter jagten die Deutschen von den Bürgersteigen und schlugen sie mit Peitschen. Ausgewiesen wurden mehr als 120000, die nichts mitnehmen durften und denen sofortige Hilfe gegeben werden mußte, geschehen im Westen durch Franzosen und Belgier und im Osten durch Polen. (Das Versailler Diktat ist ein Dokument des Hasses und Neides. Unterschrieben von den Deutschen, unter der Drohung der Sieger die Kriegshandlungen wiederaufzunehmen.)

August 1945 zum „Ende“ des Folgekriegs: Frankreich, das Deutschland am 3. September 1939 den Krieg erklärt hatte, schließt sich dem Potsdamer Abkommen an. Frankreich besetzt das Rheinland, Rheinhessen, das Saargebiet, die bayerische Pfalz sowie den Süden Württembergs und Badens. Die französische Regierung übt ihre Herrschaft direkt aus und unterhält einen aufwendigen Verwaltungsapparat.

Dieses Frankreich, historisch eine der kriegerischsten Nationen Europas, meldete 1945 erhebliche Bedenken gegen die Absicht seiner Verbündeten an, Deutschland auch in Zukunft als wirtschaftliche Einheit zu betrachten.
Paradox: Nach 1945 wandelte sich Frankreichs Rolle hin zur Friedenssicherung, doch Militäreinsätze (z.B. in Kolonien,) blieben Teil der Geschichte.
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Zur Erinnerung – Infotafel:
• 1806 löste Frankreich das Römische Reich Deutscher Nation auf. Napoleons Truppen brachten über Deutschland Not und Elend, zerstörten Städte, verwüsteten Dörfer u. Felder, stahlen den Bauern das Vieh. Die eroberten Gebiete formte Napoleon zu kleinen Staatsgebilden und zersplitterte das Land. Deutschland musste die Hälfte seiner Staatsgebiete unter französische Herrschaft stellen, alles Land westlich der Elbe abtreten. Große Unterstützung bekamen die Franzosen von Polen. Von den Eroberungen und den verheerenden Zerstörungen, die Frankreich unter Napoleon über Deutschland brachte, den grausamen Vorgehen der französischen Truppen in den Städten und Dörfern berichten die niedergeschriebenen Berichte in den Stadt- Archiven und in Geschichtsbüchern. Napoleons Größenwahn brachte die vollkommene Zersplitterung des Deutschen Reiches.
• 1792 – Nachdem die Revolution in ihrer Heimat die alte Ordnung mit Mord hinweggefegt hatte, fielen die Franzosen plündernd und mordend ins Deutsche Reich ein, besetzten die Gebiete um Mainz, Köln und Aachen.
So wurden die Deutschen wie schon Jahrzehnte vorher von den Franzosen überfallen. Goethe nahm in der Gefolgschaft des Herzogs von Weimar an dem Verteidigungsfeldzug teil, die Verbündeten wurden von Frankreich geschlagen.
• Die Französische Revolution fand anfangs in Europa begeisterten Widerhall, auch bei Goethe, später verurteilte er sie hart, Schiller schrieb: “Mich ekelt vor diesen elenden Henkersknechten “.
• Drei Raubkriege gestattete sich der französische König Ludwig der XIV. (1638-1715). Gegen Spanien, Niederlande und auch gegen Deutschland. Neun Jahre lang mussten die Deutschen die Verheerung ihrer schönen Städte und Dörfer ertragen!
• Die Franzosen nahmen Flandern mit den Städten Lille u. Dünkirchen, die Grafschaft Burgund sowie Elsaß mit Straßburg ein, dann begann die Verwüstung der Pfalz. Es kam zum Widerstand des Römischen Reiches Deutscher Nationen.
• 1688 mußten sich die Franzosen zurückziehen, fielen aber immer wieder im Land ein, wurden 1693 endgültig geschlagen. Auf dem Rückzug hinterließen sie eine schreckliche Spur der Verwüstung, zerstörte Städte, Burgen und Schlösser, abgebrannte Dörfer, nicht nur in der Pfalz, auch in anderen Regionen. Zerstört wurden auch Mannheim, Speyer mit dem Kaiserdom, alle Burgen an Mosel und Mittelrhein, die Stadt Heidelberg wurde in Schutt und Asche gelegt auch das Schloss. Seit 1693 ist die Anlage eine Ruine.
• Frankreich hat seine Grenzen ostwärts auf deutsches Gebiet in den Jahrhunderten verlegt, deutsche Gebiete und Städte vereinnahmt.
• Im Dreißigjährigem Krieg fielen Schweden und Franzosen ins Reich ein. Die Franzosen okkupierten im Westen deutsches Land, die Schweden sahen die Chance ihr Land auf Nordosteuropa zu erweitern. Die geschwächten deutschen Truppen, waren nicht mehr in der Lage Widerstand zu leisten. Die Besatzer eigneten sich große Gebiete des Reiches an Schweden: Vorpommern mit Rügen und einem Teil Hinterpommerns.
• Als 1805 die Schweden sich im Kriegszustand mit den Franzosen befanden, besetzte, plünderte und verwüstete Napoleons Heer diese Gebiete. Erst im Zuge der Befreiungskriege wurde Pommern 1815 von den Franzosen befreit und kam zu Dänemark, die es für 3.,5 Mill. Dollar Preußen zurückgaben.