Manche Figuren aus unserer langen Geschichte waren oder sind nicht zufällig da, stets schafften sie Verwirrung, stifteten Unfrieden, arbeiteten aus niederen Beweggründen heraus, waren Zuträger und Steigbügelhalter für die Mächtigen und ein undurchsichtiges Konstrukt.
Ich bin gewiss, wenn man unsere Historie aus seinen Anfängen heraus begriffen hat, würden bestimmte Figuren in der Gegenwart kaum Beachtung finden. Die Parallelen sind zu offensichtlich, das Spiel leicht zu durchschauen und das Vermögen zwischen wahr und falsch unterscheiden zu können ausgeprägter.
Da man am heutigen Tag aus den bekannten Reihen wieder Gestalten wie der einer Rosa Luxemburg huldigt, macht vielleicht ein Rückblick Sinn.

Wer war eigentlich diese Rosa Luxemburg und welche Absichten vertrat sie?
Unter den Führern der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und den Anführern marxistischer Aufstände im Reich tummelten sich ab 1918 so einige nicht ganz Unbekannte, – just da, wo sich eben auch Organisationen wie die Antifa manifestierten. Genannt seien:
Rosa LUXEMBURG, Oskar COHN, Karl KAUTSKY als Theoretiker, Otto LANDSBERG und Hugo HAASE als »Volksbeauftragte« in Berlin,
Kurt EISNER mit LEVINE, Ernst TOLLER, Erich MÜHSAM bei der Räteherrschaft 1919 in München,
EPPSTEIN, RUBEN, HAMMER, OCHEL und WOLFSTEIN beim roten Aufstand an der Ruhr 1920.
So auch die große Frau der KPD, Klara ZETKIN, die als Alterspräsidentin am 30. August 1932 den Reichstag eröffnete und dabei ihre Hoffnung ausdrückte, noch ein »Sowjetdeutschland« zu erleben. Sie war Mitbegründerin des Spartakusbundes und der Unabhängigen Sozialistischen Partei (USPD).
Um die Verklärung gewisser Personen aufrechtzuerhalten, wurde beispielsweise In West-Berlin Rosa LUXEMBURG Anfang 1988 unter der CDU-Regierung ein Denkmal gesetzt. Das Moskauer Regime hatte zig Millionen Todesopfer geopfert. Um so unverständlicher ist es, wenn heute noch in Deutschland Personen geehrt und gewürdigt werden, die eben diese Sowjetherrschaft nach dem Ersten Weltkrieg auch im Deutschen Reich durchsetzen wollten.
Zu diesen gehören Karl LIEBKNECHT und Rosa LUXEMBURG, die 1919 das noch junge Pflänzchen der werdenden Weimarer Demokratie zerstören wollten.

Die aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Polen stammende Rosa LUXEMBURG (1878-1919) gehörte, zusammen mit Karl LIEBKNECHT (1871-1919), zum äußersten linken Flügel der SPD. Beide gründeten 1916 gegen die eigene Partei die sich >SpartakusgruppeSpartakusbund< nannte.
Bereits am 30. Dezember 1918 verschmolz dieser mit Bremer Linksradikalen zur »Kommunistischen Partei Deutschlands< (>KPD<).
Dass die beiden Kommunisten die Hauptschuld daran tragen, dass 1919 bei dem Putschversuch auf beiden Seiten viele Opfer zu beklagen waren, wird auch heute noch verdrängt. Über die Jahrzehnte pilgern immer noch Zehntausende zu der Gedächtnisstätte – die ursprünglichen Gräber sind nicht mehr vorhanden; sie wurden im Krieg zerstört – mit unterschiedlichen Motiven und Flugblättern, auf denen unter anderem »das gottverdammte Deutschtum zur Hölle« gewünscht (1999) oder Massenmörder wie LENIN und STALIN als Idole gezeigt werden.
Das zeigt deutlich, dass der Marxismus und die Ideologie-Gläubigkeit auch nach dem Zusammenbruch des terroristischen Sowjetsystems noch nicht aus den Köpfen verschwunden sind.
Auch heute zeigen sie Flagge, dieses Mal nur nicht in Rot, so wie das Blut, das durch deren Handeln vergossen wurde. Und so flattert eine „altbewährte“ Ideologie nun in bunten Farben über die Köpfe hinweg.
—————————————————————
Quelle
Nach Kosiek, Weise und Rose aus „der große Wendig“.
Fotos aus der Bertelsmann Chronik Bibliothek des 20. Jahrhunderts 1916-1919