Was unterscheidet uns Deutsche eigentlich von anderen Nationen? An dieser Stelle sei die Frage bezogen, auf das „Zahlenspiel“ von Todesopfern im Verlauf eines Kriegsgeschehens und darüber hinaus.
Wenn man diese Zahlen über die Jahrzehnte hinweg betrachtet, scheinen manche Opferzahlen wie in Stein gemeißelt und andere steigen unaufhörlich, bis die Zahl erreicht ist, auf die man sich dann schließlich einigen kann.
Bei den deutschen Opferzahlen verhält sich das völlig anders. Die Zahlen der zu Tode gekommen Menschen fallen nahezu ins Uferlose. Sie verschwinden wie von Zauberhand. Das lässt sich mittlerweile an vielen der deutschen Kriegsgräberstätten beobachten.
Besonders arg gestaltet sich das „Herunterkorrigieren“ deutscher Opferzahlen aus dem terroristischen Angriff der Alliierten auf Dresden heraus, sowie die Zahlen der Todesopfer aus den Internierungslagern, denen der Vertreibung und aus den Tragödien der Schiffskatastrophen. Ein Beispiel dazu setze ich gleich noch in den Kommentar.





Interessant ist eben auch die Zahlenspielerei mit Russlands Toten.

Zuallererst wurde von Josef Stalin persönlich eine Zahl genannt: Am 6. November 1941 sprach er von 350.000 Toten in den ersten vier Monaten des Krieges. Damit begann eine ganze Reihe von Erklärungen der sowjetischen Staatsspitze über Verluste im Krieg. Diese Erklärungen hatten eine politisch-propagandistische Funktion.
Auf der Potsdamer Konferenz im Juli 1945 erklärte STALIN: »Wir verloren ungefähr fünf Millionen Menschen während des Krieges.« Hingegen war am 14. März 1946 in der Prawda ein Interview mit STALIN ZU lesen, in dem er sagte, dass Russland ungefähr sieben Millionen Menschen im Zweiten Weltkrieg verloren habe. Dennoch bezifferte einige Jahre später die Große Sowjet- Enzyklopädie die Zahl der sowjetischen Toten mit rund zehn Millionen.
Auf dem XX. Parteitag der KPdSU in Moskau 1956 hat CHRUSCHTSCHOW die Zahl der russischen Kriegstoten mit 20 Millionen angegeben. Auch der Chefideologe der KPdSU, M. SUSLOW, hatte 1965 von 20 Millionen Toten gesprochen. In dem deutschen Schulbuch „Geschichtliche Weltkunde“ werden in der Ausgabe von 1964 18,5 Millionen sowjetische Tote genannt. Im DDR-Lehrbuch Geschichte für Klasse 91 wird geschrieben, dass die UdSSR im Zweiten Weltkrieg 20,6 Millionen Tote hatte.
GORBATSCHOW hat später im Jahre 1989 die Zahl der russischen Kriegstoten auf 27 Millionen heraufgesetzt.
Und in der Zeitschrift „Junge Welt“ vom 21. Juni 1991 erwähnte man gar die Zahl von 54 Millionen Toten.

Ist es nicht so, wie Cornelia GERSTENMAIER“ schreibt, dass nie jemand die genaue Zahl der Kriegsopfer sowie die der Toten der Gewaltherrschaft in Russland wird angeben können?
Und wie gehen die Regierenden des Landes damit um? Nun, der ehemalige Bundeskanzler Helmut SCHMIDT (SPD) behauptet, die UdSSR habe 20 Millionen Tote im Zweiten Weltkrieg gehabt. Er nimmt auch keine kritische Analyse der Zahlen vor. Eine gewöhnliche Fälschung gegen Deutschland reicht Herrn SCHMIDT völlig aus.
Und so wirft man bis zum heutigen Tag mit „Zahlen“ einfach um sich, und von Hass erfüllte Menschen hämmern dem Deutschen, ungeachtet der tatsächlichen Vorgänge, so viele Tote ins Gewissen.
Aber wie war das denn nun eigentlich, bevor im Jahre 1941, der sogenannte „Überfall“ auf Russland stattgefunden hat?
Mit dem sowjetischen Angriff auf Finnland im Winter 1939 und der Besetzung der baltischen Staaten sowie dem Angriff auf Rumänien im Sommer 1940 demonstrierte Stalin seine expansioniven Absichten. Dabei waren schon die Besetzung Litauens und der Rumänischen Nord-Bukowina klare Verstöße gegen die Vereinbarungen. Die Sowjetunion meldete außerdem Interessen auf dem Balkan an. Als der sowjetische Außenminister Wjatscheslaw Molotow am 12. und 13. November 1940 auf Staatsbesuch nach Berlin Kam, hatte er ein umfangreiches Paket an Forderungen im Gepäck. Russland erhob Anspruch auf Ungarn, Bulgarien, Rumänien und der Balkan wollten frei Abgabe in Finnland, Militärbasen am Bosporus und den Dardanellen und noch einiges mehr.
Attlee, Truman und Stalin während der Potsdamer Konferenz:
„Stalin bedauerte, nicht bis nach Paris gekommen zu sein.“
Geht man der „Sache“ nach, wird deutlich, dass die sowjetische Regierung den Vertrag mit Deutschland keineswegs aus >Friedensliebe< abgeschlossen hatte, sondern im Gegenteil den Krieg gegen das Reich und ganz Europa dadurch wahrscheinlicher machen wollte. Sie war offensichtlich daran interessiert – wie inzwischen auch durch andere Dokumente belegt wurde, die nichtkommunistischen kapitalistischem Staaten gegeneinander zu hetzen, um später als der lachende Dritte dazustehen und die gewünschte Entscheidung zu ihren Gunsten herbeiführen zu können, nachdem die Westmächte und Deutschland sich gegenseitig geschwächt hatten.
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Ich empfehle in dem Moment, wo man uns Deutschen wieder einmal ein furchtbar schlechtes Gewissen einreden und uns die Alleinschuld an sämtlichen „Untaten“ aufzwingen möchte, (in dem Fall zu Russlands Toten):
… das von Viktor Suworow und Dmitrij Chmelnizki herausgegebene Buch „Überfall auf Europa: Plante die Sowjetunion 1941 einen Angriffskrieg? Neun russische Historiker belasten Stalin“ (erschienen 2009 im Pour le Mérite Verlag).
Es ist in der Tat ein zentrales Werk im Umfeld der sogenannten Präventivschlagthese.
Das Buch versammelt Beiträge von neun russischsprachigen Historikern, die die These unterstützen, dass Stalin einen Angriffskrieg gegen das nationalsozialistische Deutschland und weite Teile Europas für den Sommer 1941 plante, um die Weltrevolution voranzutreiben.
Die Autoren nutzen Dokumente aus russischen Politik- und Militärarchiven, die in den 1990er Jahren zugänglich wurden, um Belege für Angriffsplanungen der Roten Armee zu finden.
Die Relevanz des Buches liegt laut Herausgebern darin, dass nicht mehr nur deutsche Historiker (wie Maser, Hoffmann, Post, Magenheimer) oder der Überläufer Suworow selbst die These vertreten, sondern nun auch russische Forscher.
Darin wird auf Pläne eingegangen, wie beispielsweise die Ausarbeitung von Angriffsszenarien im sowjetischen Generalstab (z.B. im Januar 1941 unter Schukow) und die spezifische Ausrichtung der Roten Armee auf einen Offensivkrieg.
>>320 S., zahlr. s/w. Abb. und Karten, geb. im Großformat. ca 25,95 €<<
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Und auch das sei in dem Zusammenhang nicht vergessen:
Über zwei Millionen Russlanddeutsche wurden ab Juni 1941 von den Sowjets deportiert und unter furchtbaren Bedingungen meist nach Sibirien, größtenteils in Arbeitslager, gebracht, wobei viele Familien getrennt wurden. Hunderttausende gingen dabei zugrunde. Dazu gibt es aber in den nächsten Tagen einen ausführlichen Beitrag.
Ebenfalls zu erwähnen sei die Ermordung von über 70.000 deutschen Zivilisten, 1937, 1938 durch den sowjetischen NKWD in der Sowjetunion, die in Russland lebten, wobei die Deportation von den ersten Hunderttausenden Angehörigen in Lager bereits in dieser Zeit auch erfolgte um dann später sich voll ab 1941 zu entfalten. (danke an dieser Stelle für diesen Hinweis eines Lesers).
Die Vorgänge zu Katyn sollten weitgehend bekannt sein, aber auch dazu setzte ich den entsprechenden Beitrag in den Kommentar.

Die Zahl der Kriegstoten der UdSSR im Zweiten Weltkrieg war sehr hoch, darüber bestehen keine Zweifel, obgleich nicht übersehen werden darf, dass STALIN in rigoroser Menschenverachtung seine eigenen Soldaten rücksichtslos im wahrsten Sinne des Wortes eingesetzt hat. So ist es Tatsache, dass bei einem Angriff der Sowjetsoldaten hinter deren Sturmreihen, die gleich
dem »verlornen Haufen< im Dreißigjährigen Krieg gegen den Feind rannten, politische Kommissare gingen und jeden Rotarmisten gnadenlos abknallten, der etwa zögerte, nach vorn zu gehen. Der sowjetische Soldat musste siegen, oder er bekam eine Kugel entweder von vorn oder von hinten. Das erhöhte die Zahl der Gefallenen bedeutend, was aber für STALIN keine Rolle spielte.
Bemerkenswert bleibt allerdings das >Spiel< mit den Zahlen der Toten, Genauer gesagt: der Betrug mit den gefallenen Russen.
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Geschichtliche Weltkunde, 1964.
Geschichte für Klasse 9, DDR-Lesebuch, 1970, S. 238.
Geschichtsbuch 4, Cornelsen, Berlin 1988, S. 127. 4 Südwest-Presse, 17. 6. 1991.5 Deutschland-Magazin,
Nr. 1, 1977, S. 50.
Dokument aus der Jungen Welt, 21.6. 1991. Der Verfasser des Artikels, Prof. W. ). Kosiow, geht gar von sowjetischen Verlusten in Höhe von 54 (!) Millionen aus.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Leserbrief, ‚ 26. 7. 1990.
Helmut SCHMIDT, Menschen und Mächte, Siedler, Berlin 1987, S. 12 u. 40.
Eure Kommentare:
Ich habe auch mal irgendwo gelesen daß auch russische Soldaten die den Weg zurück in ihre Heimat antraten nicht sehr freundlich empfangen wurden sondern oft als Spione oder Verräter hingestellt wurden und auch hingerichtet oder ins Straflager ( Gulag ) geschickt wurden ! Stalin war doch ein Wahnsinniger, was der an Millionen von Menschen in seinem Land ermorden ließ ist unvorstellbar ! Genau wie Mao in China
Bitte nicht den Lehrer von Stalin vergessen, Lenin, der ca. 5 Millionen Menschen des eigenen Landes auf dem Gewissen hat.
>Gestern auf den Tag genau vor 80 Jahren legte Georgi Schukow, Chef des Generalstabs der Roten Armee und stellvertretender sowjetischer Verteidigungsminister, dem Genossen Stalin einen Angriffsplan gegen Deutschland vor. „Wenn man in Betracht zieht, dass Deutschland sein gesamtes Heer einschließlich rückwärtiger Dienste mobilisiert hat, so besteht die Möglichkeit, dass es uns beim Aufmarsch zuvorkommt”, schrieb der Armeegeneral. Das Wort „zuvorkommen” hatte er unterstrichen. Schukows Plan sah Vorstöße bis Königsberg, Danzig, Posen, Breslau und im Süden bis nach Böhmen im Zeitraum bis Ende August vor.
Das war fünf Wochen vor Beginn des deutschen Angriffs.
Damals massierte die UdSSR an ihrer Westgrenze die größte Armee, welche die Welt jemals gesehen hat: 2,9 Millionen Soldaten, 15 000 Panzer und Sturmgeschütze, 35 000 Geschütze und 9000 Flugzeuge. Im Hinterland standen noch weitere 9000 Panzer, 14.000 Flugzeuge, über 100.000 Geschütze und zwei Millionen Soldaten bereit. Die Rote Armee verfügte 1941 über 1861 moderne schwere Panzer vom Typ T 34 und KW, die Wehrmacht über keinen einzigen (Zahlen aus: „Der Angriff auf die Sowjetunion”, herausgegeben vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt Freiburg, Fischer 1991; mag sein, dass sie inzwischen noch etwas präzisiert worden sind).
Offenkundig ist Schukow mit seinem Plan bei Stalin nicht erfolgreich gewesen. Der Generalissimus glaubte nicht an den bevorstehenden deutschen Angriff, über welchen sein fähigster General so gut im Bilde war. Dass die Wehrmacht sowohl von der Masse des militärischen Gerätes auf der Gegenseite als auch von der offensiven Aufstellung der Roten Armee mit ihrer Konzentrierung in den beiden Frontbögen von Lemberg und Bialystok überrascht war, ist vielfach bezeugt. Hätten die Sowjets sich verteidigen wollen, wären sie viel tiefer gestaffelt gewesen; die Wehrmacht hätte in diesem Fall niemals so schnell vorstoßen, ganze Armeen einkesseln und dermaßen viele Gefangene machen können.
„Für den Beginn des Krieges gegen Rußland glaubten wir mit einer technischen Überlegenheit unserer Panzer über die bis dahin bekannten russischen Typen rechnen zu können, welche die uns bekannte gewaltige Übermacht der Russen an Zahl – wir gingen mit etwa 3200 Panzern in den Rußlandfeldzug – einigermaßen auszugleichen vermocht hätte. Ein eigenartiger Umstand machte mich allerdings in Bezug auf das Panzergerät stutzig: Noch im Frühjahr 1941 hatte Hitler einer russischen Offizierskommission ausdrücklich gestattet, unsere Panzerschulen und Panzerfabriken zu besichtigen, und hatte befohlen, den Russen alles zu zeigen. Hierbei wollten die Russen bei der Betrachtung des Panzers IV nicht glauben, daß dieser unseren schwersten Typ darstellte. Sie erklärten immer wieder, wir verheimlichten ihnen unsere neuesten Konstruktionen, deren Vorführung ihnen Hitler zugesagt habe. Die Zudringlichkeit der Kommission war so groß, daß unsere Fabrikanten und Waffenamtsoffiziere schließlich sagten: ‚Die Russen scheinen selbst bereits schwere und bessere Typen zu besitzen als wir.’ Der Ende 1941 vor unserer Front auftretende Panzer T 34 offenbarte uns die russische Neukonstruktion.”
(Heinz Guderian, „Erinnerungen eines Soldaten”, Neckargemünd 1960, S. 129) A.D., M. Klonowsky, 16. Mai 2021
Fakt ist auch das eine russische Armee an der Deutsch russischen Grenze stand über 1 Millionen Mann stark und bereit war die Grenze zu überschreiten. Stalin schrieb selbst in der Prawda, wen Hitler ihm nicht zuvor gekommen wäre, hätte er angreifen müssen. Dazu sei noch gesagt das Unternehmen Barbarossa wurde über 100 mal verraten an Russland, England und den USA und alle wussten es und warten ab ?
dazu gibt es von NVA General a.D. Bernd Schwipper gute Bücher.
Er hat dazu in russischen Archiven geforscht.
„Deutschland im Visier Stalins“ und „Sie Aufklärung der Bedrohung aus dem Osten“
General a.D. Gerd Schultze-Rhonhof forschte in Westarchiven und schrieb „Das tschechisch-deutsche Drama 1918-1939“ und „1939 Der Krieg der viele Väter hatte“
Sehr gut geschrieben, vermutlich hat stalin die 10 mill. Tote die er umbringen ließ teuschland mit unter geschoben-die russen haben mal auf sputnik/ria nowosty die Zahlen der Armeen veröffnetlich die sich 1941 gegenüberstanden-die zahlenmäßige Überlegenheit der Russen war hoch wie etwa 15000 russische panzer gegen 6000 deutsche. Habe denen mal hingeschrieben das es also doch ein deutscher präventivschlag war-es kam da nichts zurück.
Stalin bedauerte, Paris nicht erreicht zu haben. Hätte Roosevelt ein oder zwei Jahre länger gelebt, hätte Stalin Paris erreicht. Laut Ulrich Merten erklärte Roosevelt Stalin, die Amerikaner könnten nach Kriegsende nur zwei Jahre lang Truppen in Europa stationieren. Er drängte Stalin außerdem zur Besetzung weiterer Länder, darunter Österreich und Nordkorea. Und das soll der Mann gewesen sein, der angeblich die Welt für die Demokratie rettete