Wie sich die „Bilder“ doch gleichen.. ..,

und das, in Anbetracht der Tatsache, dass von Deutschland zu keiner Zeit ein Krieg ausgegangen ist – hier das Jahr 1920 (Zweite Nachkriegsjahr Erster Weltkrieg) gegenüber 1946/47 (Zweite Nachkriegsjahr Zweiter Weltkrieg)

————————————————————————–

Nach dem Ersten Weltkrieg (1914–1918) litten besonders die Bevölkerungen der besiegten Mittelmächte unter massivem Hunger, da die alliierte Seeblockade auch nach dem Waffenstillstand bis zum Sommer 1919 andauerte.

Hier sind die am stärksten betroffenen Gruppen:

• Deutsche Bevölkerung: Durch die Fortsetzung der britischen Seeblockade erlebte Deutschland eine tiefe Hungersnot, besonders in den Städten. Die Zeit war geprägt von Unterernährung, Lebensmitteleinzelhandel, Hamsterfahrten und der Notwendigkeit von Hilfslieferungen (Quäkerspeise).

• Österreich-Ungarn: Die Habsburgermonarchie erlebte bereits ab 1916 eine katastrophale Versorgungslage, die sich nach Kriegsende weiter verschärfte.

• Bevölkerung im Iran: Während des Ersten Weltkriegs und der direkten Nachkriegszeit (1917–1919) starb Schätzungen zufolge ein sehr großer Teil der iranischen Bevölkerung (bis zu 40%) an Hunger, verschärft durch britische Besatzung und Konfiszierung von Ernten.

Anmerkung: Die Hungersnot im Iran (Persien) zwischen 1917 und 1919 war eine verheerende Katastrophe, die Schätzungen zufolge zum Tod von etwa 2 bis 10 Millionen Menschen führte, was damals einen signifikanten Teil der iranischen Bevölkerung ausmachte. Obwohl der Iran offiziell neutral war, wurde das Land während des Ersten Weltkriegs von britischen und russischen Truppen besetzt. Die britische Armee beschlagnahmte große Teile der landwirtschaftlichen Ernten und Lebensmittel, um ihre eigenen Truppen zu versorgen, was die Lebensmittelknappheit für die einheimische Bevölkerung massiv verschärfte.

• Sowjetrussland: Nach dem Krieg und während des Russischen Bürgerkriegs kam es zu massiven Hungersnöten, die durch die alliierte Intervention verschärft wurden.

( Der Russische Bürgerkrieg (1917–1922) wurde primär durch die Oktoberrevolution 1917 und die darauffolgende Machtübernahme der Bolschewiki unter Wladimir Lenin ausgelöst)

———————————————————————————-

Nach dem Zweiten Weltkrieg, insbesondere in den Jahren 1945 bis 1948, hungerte die Bevölkerung in weiten Teilen Europas, wobei Deutschland und die Sowjetunion besonders stark betroffen waren.

Hauptsächlich betroffene Gebiete und Gruppen:

• Deutschland: Aufgrund der zerstörten Infrastruktur, des Zusammenbruchs der Versorgung und der Ankunft von Millionen Vertriebenen war die Nahrungsmittelknappheit extrem. Besonders der Hungerwinter 1946/47 forderte hunderttausende Menschenleben.

• Sowjetunion: Hier forderten die Hungerjahre zwischen 1946 und 1948 schätzungsweise ein bis zwei Millionen weitere Todesopfer.

Anmerkung: Die Hungerjahre in der Sowjetunion von 1946 bis 1948 wurden primär durch die sowjetische Führung unter Josef Stalin ausgelöst. Es handelte sich um eine menschengemachte Katastrophe, die durch eine Kombination aus politischer Willkür, extremen Wetterbedingungen und wirtschaftlichem Versagen entstand.

Die Regierung hielt an hohen Getreideabgabequoten der Bauern fest, obwohl die Ernten schlecht waren. Getreide wurde teilweise exportiert (z. B. nach Polen, Rumänien, Tschechoslowakei), um international an politischem Ansehen zu gewinnen, während die eigene Bevölkerung hungerte.

• Berlin: Besonders im Winter 1946/47 war die Situation dramatisch, was zu täglichen Todesfällen durch Hunger und Kälte führte.

Im Kommentar ein Video, dort lese ich aus den Tagebüchern meiner Mutter, wie sie diese Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erfahren hat.


Hinterlasse einen Kommentar