Töne, die nachdenklich stimmen …. – (ein etwas längerer Beitrag)

„Die Landsmannschaft Ostpreußen wurde laut dem Moskauer Justizministerium als „unerwünschte Organisation“ eingestuft. Damit drohen russischen Staatsbürgern, die mit dem Vertriebenenverein zusammenarbeiten, bis zu vier Jahre Haft oder eine Geldstrafe.

Datum der Anordnung des Justizministeriums: 21.Mai 2026

Datum der Entscheidung des Generalstaatsanwalts: 12. Mai 2026

Auch die Kooperation mit russischen Organisationen wird dadurch untersagt. Bereits im Mai hatte die russische Generalstaatsanwaltschaft diese Einstufung beantragt.

Auf der Liste „unerwünschter Organisationen“ befinden sich über 350 Organisationen. Voriges Jahr hatte die Einstufung den öffentlich-rechtlichen Auslandssender Deutsche Welle getroffen. Laut Generalstaatsanwaltschaft sei das Medium ein „Vorreiter feindlicher antirussischer Propaganda“.

Solche „Töne“ stimmen nachdenklich.

Worte und Forderungen, vernommen unter den Fittichen des russischen Präsidenten und zugleich einem Verehrer Stalins, und abgesegnet von jemanden, der sich möglicherweise schon immer über eine gespaltene Zunge äußerte.

Für mich kommen diese Äußerungen nicht überraschend, dennoch wird „man“ nun offensichtlich deutlich. Das muss man nicht auf die Goldwaage legen, aber man darf es auch nicht ausblenden. Denn schlussendlich geht es um unser deutsches Volk, unsere Ahnen, deren Spuren wir folgen, um noch besser zu verstehen, zu erinnern und ihrer zu gedenken.

Meine persönliche Meinung: Einer gut gestimmten und freundlich ausgewogenen deutsch-russischen Verständigung ist eine solche Vorgehensweise gewiss nicht zuträglich.

Es sei uns zur Aufgabe gestellt, dem Leben der Menschen in Ostdeutschland nachzuspüren. Denen, die sich retten konnten und jenen, die mit ihrer Heimat untergingen.

Nun stuft Russland den deutschen Vertriebenenverband als „unerwünscht“ ein. Die Landsmannschaft Ostpreußen landet auf der Feindesliste des Kreml. Russlands Staatsbürgern und Organisationen, die mit dem Verband zusammenarbeiten, drohen hohe Strafen.

Indes erinnern wir uns an das Land > hier Ostpreußen <mit seinen dunklen Wäldern und tausend Seen, mit den wandernden Dünen, den blinkenden Haffen,, den meerumbrandeten Küsten, dem goldenen Bernstein, den pferd- und viehbestandenen Weiden und fruchtbaren Getreideschlägen, den wehrhaften Burgen und Kirchen, den vertrauten Städten, verträumten Dörfern und den stolzen Gütern.

In dem Bildband „Bilder aus Ostpreußen“ spricht Werner Buxa in seinem Vorwort vielen Menschen, den ihre Heimat auf so menschenunwürdige Art und Weise genommen wurde, aus der Seele.

So heißt es in seinem Vorwort: „Dies Buch habe ich mir von der Seele geschrieben in einer Zeit, die so reich war an Versprechungen und so arm an Hoffnungen, die angefüllt war mit Wortbrüchen und Enttäuschungen, so verlassen von mutigen Einstehen für Menschenwürde und Menschenrecht, und die verloren war in der Mißachtung der Heimat als Hort gottverbundenen Menschseins.

Ich fand Menschen aus Ostpreußen, die in liebevoller Sorgfalt und mit rührender Hingabe lange nach der Vertreibung das Bild unserer Heimat wiedererstehen ließen und diese unschätzbare Arbeit ihren Heimatkreisgemeinschaften, den Heimatstuben und Archiven zur Verfügung stellten.

Man muss es in dieser Deutlichkeit sagen: Das Schicksal der Ostdeutschen, die damals in die Hände von Russen und Polen fielen, gehört in der Regel mit zum Erschütterndsten, was uns deutsche Geschichte über deutsche Menschen erzählt.

Pommern, Ost- und Westpreußen, Schlesien: Was in den letzten Tagen und Wochen des Zweiten Weltkrieges und in den darauffolgenden Monaten unter russischer und polnischer Herrschaft geschah, übertraf an Grausamkeit alles bis dahin erfahrene Leid, das Menschen anderen Menschen antun können. Die Sieger übten Rache und Vergeltung.

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• Hier ein Auszug aus einem Interview mit dem Sprecher der Landsmannschaft Ostpreußen und BdV-Vizepräsident, Wilhelm v. Gottberg, geführt am 23.10.2002:

• Da gab es doch mal dieses Gerücht, dass Putin Ostpreußen der Bundesrepublik schon einmal „schenken“ oder „verkaufen“ wollte?

„Nun, an dem Gerücht ist nichts dran. Putin betreibt eine viel zu nationalistische Politik, als dass er es sich leisten könnte, auf Königsberg zu verzichten. Die Putin tragenden gesellschaftlichen Gruppen trauern der verlorenen Weltmachtrolle Russlands immer noch nach. Sie wird wieder angestrebt. Tatsächlich aber hat Gorbatschow der Kohl-Regierung Königsberg zum Rückkauf angeboten. Damals stand die konkrete Kaufpreisforderung von 48 Milliarden DM im Raum. Kohl und Genscher haben die Offerte ausgeschlagen, wobei Genschers Ausspruch überliefert ist, dass er „Königsberg noch nicht einmal geschenkt“ haben wollte.“

Einst wird die Geschichte ein unbarmherziges Urteil über den seelenlosen Pragmatismus der Kohl-Genscher-Regierung in Bezug auf ihre Politik bei der Wende 1989/90 sprechen.

• Wie können Sie als Ostpreußische Landsmannschaft dem heute russischen Königsberger Gebiet helfen?

Den Ostpreußen ist die Zukunft des Königsberger Gebietes ein wichtiges Anliegen. Wir beteiligen uns seit 10 Jahren an dem Wiederaufbau der Region. Zu diesem Zweck hat die Landsmannschaft Ostpreußen einen Initiativkreis Aufbau Königsberger Region eingerichtet, in dem Unternehmen und Organisationen, die im Königsberger Gebiet wirtschaftlich oder wirtschaftsfördernd tätig sind, sich austauschen.

Dabei wünschen wir uns, daß nach Schweden, Dänemark und Polen auch Deutschland endlich eine diplomatische Vertretung im Königsberger Gebiet einrichtet. Die Bereitschaft der russischen Gebietsverwaltung dazu ist vorhanden.

• Es gibt in Moskau Skepsis gegenüber deutschen humanitären Leistungen – warum?

Die Landsmannschaft Ostpreußen hat bisher beachtliches auf dem humanitären Sektor geleistet. Auch bei der Erhaltung der kulturhistorischen Bausubstanz haben wir uns engagiert. Die Russen anerkennen diese Leistung.

Wenn eine größere Zahl von Russen die humanitäre Hilfe ablehnt, so haben wir als Ostpreußen hierfür Verständnis. Es ist mit dem Selbstbewußtsein der Russen, die im Grunde das reichste Land der Welt besitzen, nicht zu vereinbaren, wenn ihnen humanitär unter die Arme gegriffen wird. Gleichwohl kann auf die humanitäre Hilfe nicht ganz verzichtet werden, denken wir doch nur an die Projekte für Straßenkinder in Königsberg, die von Organisationen aus der Bundesrepublik getragen werden.

• Warum beharren die Russen auf dem Stadtnamen Kaliningrad?

Derzeit läuft eine Initiative in Königsberg, der Stadt ihren alten Namen zurückzugeben. Ob sie erfolgreich sein wird, das muß abgewartet werden. Wir vermuten aber, daß die Gebietsadministration in Königsberg verdeckt aus dem Westen ermuntert wird, am Namen Kaliningrad festzuhalten, weil so gewährleistet ist, daß eine geschichtslos heranwachsende Jugend in der Bundesrepublik nicht erfährt, daß Königsberg 700 Jahre bis 1945 deutsch war und nie zu einem anderen Staat gehört hat.

Für das Jahr 2005 organisiert die Königsberger Stadtverwaltung die Feierlichkeiten zu „750 Jahre Königsberg“, nicht etwa „750 Jahre Kaliningrad“. Das hat bereits, wie uns bekannt ist, bei einigen deutschen Politikern für Irritationen gesorgt.

Artikel veröffentlicht am 11.11.2002, geändert am 30.04.2007

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• Historisches:

Ost- und Westpreußen, urdeutsche Länder an den Flüssen und Strömen zum Baltischen Meer sind voller Schönheit, denn ihre Landschaft konnten auch die neuen Herren nicht ändern. Sie sind erfüllt von einer stolzen Geschichte , und sie gehören zu den kostbarsten Erinnerungen von Millionen Menschen, deren Heimat sie waren und bleiben.

Aus den historischen Berichten, die vom Mittelalter bis zur Neuzeit reichen, geht hervor, das Ostelbien (Gebiete östlich der Elbe, bis hin nach Ostpreußen) im Mittelalter bis in die Neuzeit hinein von germanisch-gotischen Volksstämmen bewohnt wurde. Es waren anfangs Heiden, von der christlichen Kirche Sclavi genannt und die im Laufe der Zeit christianisiert wurden. In der damaligen Zeit waren es unfreie, rechtlose und vogelfreie Götzendiener, die, wie der Name Sclavi bereits besagt, als Ware gehandelt werden konnte.

Dazu einige geschichtliche Beispiele:

• Einhard (770 bis 840). Der Geschichtsschreiber Karl des Großen in seinen „Annales Alamanici“.., das Karl gegen die Sclavi einen Kreuzzug in das Land der Wandalen (in regionem Vandalorum) unternahm.

• Und in seiner „Vita Karoli Magni“: … schließlich unterwarf (Karl) alle wilden Barbarenstämme, die in Germanien zwischen Rhein und Weichsel und dem Ozean (Ostsee) und der Donau wohnen und die fast alle dieselbe Sprache sprechen, die sich aber durch verschiedene Bräuche und Sitten von einander unterscheiden. Die wichtigsten von ihnen sind die Welataben, Sorben, Abodriten und Böhmen.

• Adam von Bremen (1000 bis 1072). Er beschrieb den ostelbischen Raum als „amplissima Germaniae provintia = reichste Provinz Germaniens.

• Bischof Bogufall II. (1250) von Posen bekundet im Jahr 1250, dass kein Volk so viel Gemeinsames habe und so vertraut wäre, als die Sclavi mit den Deutschen. >>siehe auch den Beitrag im Kommentar >folgt man also der originalen Geschichtsschreibung waren „Slawen“ und Deutsche in Wahrheit Brüder aus einer gemeinsamen Wurzel.

• Albertus Crantzius (1448 bis 1517) ins einem Werk „Wandalia“: Die Rugier glauben als letzte der Wandalen an Christus und Sclavi werden von den Sachsen die genannt, die vorher Wandalen hießen, Sclavie sunt Wandali“.

• Freiherr von Valvassor (1689) in seinem Werk: „Die Ehre des Herzogtum Krain“:… dass die Windischen Sclavonier Wenden und Wandalen einerlei Volk sind.

• Grimm (1750) im Band 28 Wandeschland Sclavonia oder Vandalia oder Wendland geheißen, hat sich ungefehrlich gestrecket von Magdeburg an wene (bis) an Preußenland – also von der Elbe bis zur Weichsel).

• Thoama Krantzow (1816) in seiner „Geschichte der Völker vom Lande Pommern“:… dass Sclavi und und Wandali ist ein Dinck.

Königsberg, die ostpreußische Hauptstadt, wurde nach König Ottokar von Böhmen benannt und erlebte eine wechselvolle Geschichte: Es wurde Mitglied der Hanse, diente an 1457 dem Hochmeister des Deutschen Ritterordens als Residenz, war von 1525 bis 1618 – als der verhängnisvolle Dreißigjährige Krieg begann – Hauptsitz der hohenzollerischen Herzöge von Preußen und seit dem Jahre 1701 Krönungsstadt des preußischen Staates, der dann später unter König Friedrich dem Großen eine europäische Vormachtstellung errang.

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Wer ist Wilhelm von Gottberg? (siehe Interview)

Wilhelm v. Gottberg wurde am 30. März 1940 in Woopen / Kreis Bartenstein in Ostpreußen geboren. Seine Familie ist seit vielen Generationen in Ostdeutschland verwurzelt. Im Zuge der Kriegshandlungen musste die Familie mit neun kleinen Kindern Ostpreußen verlassen und den Weg in den Westen suchen. Die Flucht, die Wilhelm v. Gottberg bewusst miterlebte, war für seinen weiteren Lebensweg bestimmend. Da die Familie wirtschaftlich vor dem Nichts stand, hatte er eine schwere Kindheit und Jugend.

Der landsmannschaftlichen Arbeit fühlte sich Wilhelm v. Gottberg aus Liebe und Treue zu seiner ostpreußischen Heimat schon frühzeitig verbunden. Seit 1983 gehörte er dem Vorstand der LO-Landesgruppe Niedersachsen an, dessen Vorsitz er 1987 übernahm.

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Weitere Beiträge dazu im Kommentar

Eure Kommentare:

Bis heute habe ich keine wirklich brauchbaren Informationen vom Kohl/Genscher in diesem Zusammenhang erhalten. Sollte das mit der Offerte vom Gorbatschow stimmen. *Haben beide Landesverrat begangen!!!*

Beim Genscher, keine Überraschung, er hat seine Schul- und Studienzeit in der DDR verbracht und mit Sicherheit ein „Blauhemd“ getragen. Wenn ich mich recht erinnere soll er vermutlich ein IM Tulpe gewesen sein. Ist glaube ich, aber nie bewiesen worden.

Putin war ein Offizier vom KGB in Dresden.

Die Stasi Strukturen hat Kohl nie zerschlagen und stehen bis heute. Glauben Sie nicht, dass die Russen nicht merken das sie genau wie der Rest der Mörderbanden der Alliierten *Preußen nie gebrochen haben.*

Preußen lebt!

Erfreulich ist, dass es im russisch besetzten Teil von Ostpreußen etliche jüngere Russen gibt, die sich um die Bewährung des deutschen Erbes ihrer Heimat kümmern. Zum Beispiel als „ruin keepers“, also als Bewahrer der Ruinen, aber auch besser erhaltener Bauwerke. Auf instagram kann man ihre Aktivitäten verfolgen unter hashtags wie #ruinkeepers#ostpreussen #kaliningrad oder auch #keniggramm oder #keniggrad. Schaut mal rein, es lohnt sich.

Ebenso ist fuer mich die einstmals so bedeutende Stadt Koenigsberg immer nur Koenigsberg. Es ist fuer mich unerträglich das die heute von den Kommunisten mit dem Namen eines Verbrechers, eines Moerders und eines Stalin Bücklings verunglimpft wird…


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