Weil`s in unserer Stadt gerade „Thema“ ist …. /Limes-Fest 13. und 14. Juni 2026 in Xanten, dachte ich mir, ich nehme euch mal mit, zu einem
Ausflug durch die „alte Welt“

Bruchstücke aus Überlieferungen – vorsichtig zusammengefasst. Es ist ein Zeitraum, von dem wir so wenig wissen, aber wir es dennoch nicht versäumen sollten, die uns zur Verfügung stehenden Bruchstücke aus den Überlieferungen zu einem Ganzen zusammenzusetzen. Nicht zuletzt ist es die Geschichte unseres Volkes.
Römisches Reich
753 v. u. Z. wurde Rom gegründet. Aus einem Stadtstaat und dem 453 v.u.Z. entstandenen Italien bildete sich in Jahrhunderten das Römische Reich.
50. v.u.Z. unterwarfen Römer die Kelten (auch Gallier genannt), die bereits 6oo v.u.Z. im heutigen Frankreich, Belgien, westlich Deutschland siedelten.
Als das römische Heer in den ersten Jahren u.Z. versuchte die Germanen, die rechts des Rheines ansässig waren, zurückzudrängen, schlug Armin, ein Cheruskerfürst, mit seinem Heer die Römer unter Varus im 9. Jahr u.Z. vernichtend. Danach zogen die Römer an den Rhein zurück und gaben den Plan der Eroberung Germaniens auf.
Ein großer Teil der germanischen Stämme lebte ab dem 2. Jh. v.u. Z. östlich des Rheins bis hinter der Oder. Im Westen und Süden grenzte dieses Germanenland an das Römische Reich. Die Germanen waren in den Jahrhunderten nicht untätig gewesen. Sie lagen nicht auf Bärenhäuten, wie man ihnen gerne nachsagt. Im Gegenteil, sie hatten von und bei den Römern gelernt, Ihre Ausdauer und großer Fleiß hatten sie schnell vorwärtsgebracht. Durch ihre Gründlich- und Verlässlichkeit waren sie bei den Römern sehr beliebt und erfüllten für sie als Heerführer und in anderen Positionen ihre Aufgaben mit Standhaftigkeit und Disziplin.
476 wird der germanische Heerführer Odoaker zum König ausgerufen. Er setzte den letzten römischen Kaiser ab. Das war das Ende des Weströmischen Reiches.
Auf seinen Trümmern entstanden germanische Königreiche.
Kaiser Karl der Große aus dem Stamm der westgermanischen Franken vereinte die einzelnen Königsländer zum großen Frankenreich und erneuerte damit das alte römische Kaisertum.
Byzantinisches Reich
Den Namen erhielt das Land von der Stadt Byzantion.
Ca. 2000 v.u.Z. wanderten indoeuropäische Griechen von Norden her in den Süden ein. Sie nannten sich Helenen, erst die Römer gaben ihnen den Namen Graecia -Griechen-. Sie trafen dort auf eine wahrscheinlich aus Kleinasien stammende Urbevölkerung, deren Kultur sich mit der ihren vermischte. Auch die Religion verschmolz mit der ansässigen Bevölkerung. Ihre Verehrung galt Göttern., die eine große Götterfamilie bildeten und auf dem Olymp wohnten. Höchstes Götterpaar waren Zeus und Hera.
Das antike Griechenland umfasste den Süden der Balkanhalbinsel, ferner eine große Zahl Inseln und Kolonien an der kleinasiatischen Küste.
Bereits seit dem 2. Jahrtausend v..u.Z. bestanden einige Beziehungen zur weit älteren Kultur Ägyptens, welche die der Griechen nachhaltig beeinflusste.
Die Geschichte des antiken Griechenlands hat später die Entwicklung der europäischen Zivilisation maßgeblich geprägt.
Byzantion (später Byzanz) wird im Zuge der griechischen Kolonisation (750-550 v.u.Z.) als Handelsplatz gegründet. Unter Kaiser Konstantin wird die Stadt 350 u. Z. zu Konstantinopel.
Die Römer eroberten 189 v.u.Z. Kleinasien und das dazugehörige antike Griechenland damit wurde das gesamte Gebiet in das römische Reich eingegliedert. Die Römer übernahmen Kultur und Religion der Griechen. Ihre Götterfamilie bekam nur andere Namen. Zeus wurde Jupiter und Hera Juno usw.
Das Römische Reich wurde 395 geteilt. In Westrom (Weströmisches Reich ) mit der Hauptstadt Rom und in Ostrom dem späteren Byzantinischen Reich, auch Byzanz genannt, mit der Hauptstadt Konstantinopel.
In den Reichen Westrom und Ostrom verlief die Entwicklung unterschiedlich, es entfalteten sich die Lebensformen deutlich auseinander. In Ostrom wurde in der Kirche die griechische Sprache Grundlage des Gemeindelebens.
In der Zivilverwaltung und im Militär wurde das ohnehin vielen unverständliche Latein abgeschafft. 1054 trennte sich die griechisch-orthodoxe Kirche endgültig von der römisch-katholischen.
Das (oströmische Kaisertum) Byzanz bestand bis 1453. Die Eroberung Konstantinopels durch die Türken bedeutete das Ende für das Byzantinische Reich. Fortan hieß Konstantinopel Istanbul. Das Byzantinische Reich hinterließ ein reiches Erbe: prachtvolle Bauwerke, leuchtende Mosaiken, schöne Fresken. Die Ausstrahlungskraft einer großen Kultur ist bis heute nicht verloren gegangen, obwohl von den Eroberern vieles vernichtet wurde. 475 ließ Kaiser Justinian und seine Frau Theodora die “Hagia Sophia” (Kirche der heiligen Weisheit) erbauen, sie war die Hauptkirche des Byzantinischen Reiches, gehört zu den Sieben Weltwundern, und gilt vielen orthodoxen Christen heute noch als Heiligtum. 1453 wurde sie zur Moschee, seit 1934 ist sie Museum.
Frankenreich
Das Fränkische Reich wurde von den ansässigen germanischen Völkern (u.a. auch der Franken) in West- und Mitteleuropa gegründet.
Es war Königreich zwischen dem 5. und 9. Jahrhundert auf dem europäischen Gebiet des Römischen Reiches.
Das Reich der Franken entwickelte sich nach dem Zerfall des Weströmischen Reiches zu einer Großmacht in West- und Mitteleuropa und wurde in drei Jahrhunderten zum wichtigsten Land im abendländischen Europa. Es wurde von den germanischen Merowingern und Karolingern regiert. Stammvater der Karolinger war Karl Martell, der 732 in der Schlacht an der Loire das Vordringen der islamischen Mauren nach Zentraleuropa verhinderte. Das Frankenreich war neben dem Byzantinischen Reich eine anerkannte Großmacht.
Größte Macht und Ausdehnung erreichte es unter Karl dem Großen. ( Er wird auch FränkischerVater Europas genannt) Es erstreckte sich von Norditalien bis zur westlichen Ostseeküste hinauf bis Schleswig und von Nordspanien über Westeuropa und das westliche Mitteleuropa mit Böhmen.
Karl der Große (742 – 814) ein Enkel Karl Martells wurde 754 von Papst Stephan d. II zum König gesalbt und 800 Kaiser des Frankenreiches, Papst Leo d. III setzte ihm die Kaiserkrone auf.
Nach dem Tod des Kaisers wurde für seine drei Enkel das große Land aufgeteilt in West Franken bekam Karl, Mittel Franken Lothar und Ostfranken erhielt Ludwig, genannt der Deutsche. Als nach dem Tod Lothars, auch seine Kinder starben, wurde das Mittelreich zwischen Karl und Ludwig geteilt. Es kam zu Auseinandersetzungen zwischen Karl und Ludwig. Karl versuchte das ganze Mittelreich zu erobern. Ludwig gelang es, sich zu widersetzen und das ihm gehörige Erbland zu behalten.
Diese Auseinandersetzung war der Anfang von weiteren Unstimmigkeiten die bis ins 20. Jahrhundert anhielten u. die rechtmäßige Orderung der Deutschen weiter besteht. Ein Teil vom alten Frankenreich hat den Namen Frankreich übernommen. Aus dem östlichen Teil entstand das Deutsche Reich, später Römisches Reich Deutscher Nationen.
Die einzelnen Reichsteile entwickelten sich unterschiedlich in Sitten, Bräuchen, Sprachen und wurden so zu eigenständigen Staaten.
Ganz Lothringen, der größte Teil des heutigen Belgien und die Niederlande gehörten zum ostfränkischen (Deutschen) Reich. Im ostfränkischen Reich wurde ein unvermischtes “Germanisch” gesprochen.
Deutsches Reich – Römisches Reich Deutscher Nationen
Ludwig der Deutsche wurde von seinem Bruder Karl immer wieder bedrängt, seinen Erbteil von dem gemeinsamen Bruder Lothar ihn zu überlassen. Diese Forderungen wurden auch auf die Nachkommen übertragen.
(König Ludwig starb 876 in Frankfurt/Main und wurde im Kloster Lorsch beigesetzt.)
Durch die laufenden Auseinandersetzungen drohte dem Deutschen Reich die Auflösung.
918 wird Heinrich d. I., erstmals ein Nicht-Franke, zum Ostfränkischen König gewählt. Er kam aus dem germanischen Stamm der alten Sachsen.
Teile der germanischen Stämme Sachsen und Angeln zogen einst nach Britannien und verdrängten die dort ansässigen Kelten, diese gingen nach Irland. Heute spricht man von Angelsachsen, die das Britische Reich einst besiedelten.
Heinrich d. I. schaffte es, das Eindringen der Westfranken in das Deutsche Reich durch Sicherung der Grenzen zu beenden. So konnte er sein Vorhaben das östliche Land des Reiches zu besiedeln in Ruhe durchführen.
Unter der Herrschaft Heinrich des I. entstanden neue Bistümer u.a. in Brandenburg und Meißen. Er begann die Besiedlung der Gebiete östlich der Elbe, er ließ Burgen zum Schutze der Grenzen bauen und brachte Meißen, Brandenburg und Böhmen unter seine Oberhoheit.
Sein Sohn Otto d. I. setzte das Werk seines Vaters fort. Burgen wurden zu seiner Zeit aus- und neu gebaut, Marken geschaffen und mit Markgrafen besetzt.
Otto d. I. wurde 936 König und 962 zum ersten Kaiser des Römischen Reiches Deutscher Nation gekrönt. Er hinterließ seinem Sohn Kaiser Otto d. II. ein geeintes, mächtiges, wohl geordnetes Reich.
Dieses Reich bestand von 962 bis 1806, bis es die Franzosen unter Napoleon in Splitterstaaten verwandelte.



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Wer sich noch intensiver mit den „Bruchstücken“ zu unserer deutschen Geschichte befassen möchte, der findet im Kommentar eine ganze Beitragsserie dazu.
