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Klara Fall: das glaube, wer mag

  • Eine Geschichte, die sehr viel mit unserer Gegenwart gemein hat …

    Februar 18th, 2026

    So komme ich noch einmal auf die Geschichte unter Karl dem Großen zurück.

    Wir besuchten den Sachsenhain und kurz davor das Areal der Arkeburg. Diese wurde vor ca. 1200 Jahren von den noch heidnischen Sachsen unter Herzog Widukind zum Schutz gegen die Bedrohung durch die christlichen Franken unter Karl dem Großen gebaut.

    Wie lange wir eigentlich schon in unserer über 2000-jährigen Geschichte belogen und betrogen werden, und wie sehr man aus gewissen Kreisen bemüht ist, die Lügen aufrechtzuerhalten – zeigen die Schriften aus den Überlieferungen, denen sich einige der aufrichtigen Gelehrten schon vor langer, langer Zeit angenommen haben. Vieles dazu kann man auch aus den Dichtungen und Texten aus über 500 Jahren (er) lesen.

    Karl der Große: Sachsenschlächter und kriegswütiger Namensgeber!

    Sterben soll, wer Heide bleiben will“ – unter diesem Leitmotiv überzog der Namensgeber des Preises, Karl der Große, vier Jahrzehnte lang einen Großteil Europas mit Krieg. Karl ist weder »Leuchtturm«, noch »Vater Europas«. Sein Denken und Handeln stehen im krassen Gegensatz zu allem, was Europa Gesicht und Farbe verleiht. Sein ganzes Leben lang führt er Kriege, fördert Bischöfe und Klöster nach Kräften und wird von der Kirche im Gegenzug selig und sogar heilig gesprochen.

    Und bis heute verleiht man Preise unter seinem Namen. Sie führen ihre Kriege unter den schmuddeligen Kutten ihrer Vorgänger und verleihen sich unter ihren Namen Preise. Es gleicht dann wohl eher einer Seligsprechung der Unseligen.

    Besonders lange und erbittert kämpfte Karl der Große gegen die Sachsen. In diesem mehr dreißig Jahre dauernden Kampf ging es nicht nur um die Unterwerfung der Gegner, sondern auch um ihre Missionierung zum Christentum. Die Bekehrung wurde mitunter gewaltsam erzwungen.

    Ja, unsere Geschichte spielt nicht nur zwischen 1933 und 1945, auch wenn man vehement aus den öffentlich-rechtlichen Reihen bestrebt ist, das so zu vermitteln. Vermutlich aus dem Grund, damit auch der „letzte Schüler“ vor Unwissenheit strotzt.

    Was können wir tun?

    Es empfiehlt sich, insbesondere die Stellen aus unserer jahrhundertealten Geschichte aufmerksam zu lesen, deren Ereignisse in der Öffentlichkeit am wenigsten Beachtung finden und kaum publiziert werden. Die Hinweise daraus sind quasi unsere Wegweiser. Nur, wenn wir in den Jahrhunderten achtsam zurückgehen, werden wir begreifen, was sich in der Gegenwart abspielt, und in der jüngsten Vergangenheit „vom Zaun gebrochen“ wurde – es sind allesamt deutsche Tragödien. Und diese gehören weiter gereicht.

    Wir sollten den Geist unserer Nachwelt nicht unterschätzen!

    —–

    „…alles Männer aus dem Sturmigau, die bei der großen Fähre waren an dem Tage, da das Wasser der Beeke rot floß, weil König Karl es gebot. Der denkt, es ist Ruhe im Lande. Aber er vergißt Weking und das Lied, das unter jedem Strohdache gesummt wird, das Lied vom aisken Schlächter und von der roten Beeke.“ (Hermann Löns aus „die Rote Beeke“ 1912

    ——————————————-

    Quelle-Bilder

    Kunstschule Porta Westfalica zu Widukind -Gegner Karls des Großen

    eigene/ private Aufnahmen

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  • Die Schwarze Madonna

    Februar 18th, 2026

    Wie versprochen erzähle ich jetzt noch etwas zu unserem Ausflug zum Steinkreis Werpeloh.

    Ein Steinkreis, eine Verbindung zu vielen Steingräbern und eine Grotte mit einer schwarzen Madonna.

    Als ich mich im vergangenen Jahr näher damit beschäftigt habe, also so ganz allgemein mit der Megalithkultur, las ich nur wenige Tage zuvor bei Umberto Eco und siehe da, es lassen sich zuweilen Verbindungen herstellen.

    Aber lest selbst:

    Wenige Kilometer westlich von Werpeloh (Emsland) befindet sich dieser neu errichtete Steinkreis. Ausgangspunkt der Konstruktion war ein sogenannter „Altarstein“, der bei Feldarbeiten zutage gefördert wurde. Angeblich soll zwischen dem Stein und diversen Steingräbern im näheren Umfeld eine Verbindung existieren(so Pater Matthäus). Der Steinkreis ist das Ergebnis einer Arbeit von Pater Matthäus Bergmann, der es sich nicht nehmen ließ, sein neu geschaffenes Werk mit einer „schwarzen Madonna“ zu „christianisieren“. Eine aufgestellte Tafel liefert weitere Informationen.

    Der Steinkreis Werpeloh gehört zu den Sehenswürdigkeiten der „Straße der Megalithkultur“, obwohl er natürlich sehr viel neuer ist als die vielen umliegenden historischen Megalithgräber. Baubeginn des Steinkreises war 2002, Eröffnung im Jahr 2004. Jedoch ist er nicht überall ausgeschildert, man muss auch hier, wie so oft danach suchen. Nach einer knapp drei Kilometer langen Wanderung durch den Wald, ab dem Dörfchen Wahn (Sögel), dass es so leider nicht mehr gibt. (ich hatte vor zwei Tagen darüber berichtet), gelangten wir schließlich an den besagten Steinkreis.

    .

    Als der zentrale Altarstein bei Bodenarbeiten zu Tage gefördert wurde, war der Kapuziner Pater Matthäus Bergmann Pfarrer in der Franziskus Gemeinde des Dorfes Werpeloh.

    Forschungen haben ergeben, dass dieser Stein in der Megalithkultur eine besondere Bedeutung gehabt haben muss. Sogenannte „Fernvisierlinien“ lassen auf eine Verbindung zu vielen Steingräbern in der näheren Umgebung schließen. Auch die Form und die Oberflächengestaltung des Steines deuten auf eine frühere Funktion als Altar- und Opferstein hin.

    Mit dem Wissen und der Symbolik der nordischen Naturreligionen, aber bestimmt von christlichem Denken, vermittelt er eine Art ganzheitliches Gottesverständnis. Der Weststein enthält eine Grotte, die mit 944 Amethysten ausgekleidet ist. In dieser Grotte befindet sich eine schwarze Madonna, die Pater Matthäus (aus dem Franziskanerorden) selber aus Assisi aus einem Abbruchhaus mitgebracht und eigenhändig restauriert hatte.

    ——————————————

    Über die Symbolik der schwarzen Madonna, erinnerte ich mich an eine Stelle aus dem „Foucaultschen Pendel“ von Umberto Eco. Dort bin ich dann auf folgendes gestoßen:

    „Was nur, hat es mit dieser Schwarzen Madonna auf sich, die ein Pater des Kapuzinerordens genau an dem Fundort des Steinkreises platzierte?

    Der „Weg“, das Wissen dazu, führt über die Keltischdruidischen Linie – und über diese gelangt man zur Idee der Jungfrau.

    Die ersten Jungfrauen, die in Europa auftauchen, sind die schwarzen Jungfrauen der Kelten. Bernhard von Clairvaux lag einmal als junger Mann in der Kirche von Saint Voirles auf den Knien vor einer schwarzen Jungfrau, und sie preßte aus ihrer Brust drei Milchtropfen, die auf die Lippen des künftigen Gründers der Templer fielen. Daher die Romane über den Gral, als Deckmantel für die Kreuzzüge, und die Kreuzzüge, um den Gral wiederzufinden.

    Die Benediktiner sind die Erben der Druiden, das weiß doch jeder.« »Aber wo sind diese schwarzen Jungfrauen dann geblieben?«

    Sie wurden aus dem Weg geräumt von denen, die daran interessiert waren, die nordische Tradition zu verdunkeln und die keltische Religiosität in die mediterrane Religiosität zu überführen, indem sie den Mythos der Maria von Nazareth erfanden. Und wo man sie nicht verschwinden lassen konnte, wurden sie verwandelt und denaturiert, wie die zahlreichen schwarzen Madonnen, die man noch immer dem Fanatismus der Massen darbietet.

    Doch wenn man die Bilder der Kathedralen richtig liest, wie es der große Fulcanelli getan hat, sieht man, daß diese Geschichte in klaren Lettern erzählt wird, und in klaren Lettern wird auch das Verhältnis dargestellt, das die keltischen Jungfrauen mit der alchimistischen Tradition templerischen Ursprungs verbindet, die aus der schwarzen Jungfrau das Symbol der Urmaterie macht, an welcher die Sucher nach jenem Stein der Weisen arbeiten,

    …. der, wie wir wissen, oder wir oft genug vermittelt bekamen, nichts anderes ist als der Gral.

    In Chartres hat man die Krypta zugemauert, die in jenen unterirdischen Raum führt, wo sich die ursprüngliche heidnische Statue noch befindet, aber wer gut sucht, kann in der Kathedrale noch eine schwarze Jungfrau finden, Notre-Dame du Pilier, skulpiert von einem noch odinistisch geprägten Kanonikus. Die Statue hält den magischen Zylinder der großen Odinspriesterinnen in der Hand, und zu ihrer Linken ist der magische Kalender dargestellt, auf dem einst ich sage einst, denn diese Skulpturen haben sich leider nicht vor dem Vandalismus der orthodoxen Kanoniker retten können – die heiligen Tiere Odins zu sehen waren: der Hund, der Adler, der Löwe, der Weiße Bär und der Werwolf.“

    (Auszug aus „Das Foucaultsche Pendel“ von Umberto Eco. Kap. 20. S. 169)

    Das ist noch längst nicht alles, aber die Geschichten dazu, würden den Rahmen sprengen. Es ist ja jetzt schon wieder so viel Lesestoff.

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    Noch ein paar Infos am Rande:

    Auch die Übernahme früherer Kulte, wie der der Muttergöttin Erde oder der Isis, führte zur „Umwandlung“ von Statuen, die mit der Erde oder der Nacht verbundene Gottheiten darstellten, in Mariendarstellungen, ohne jedoch die originellen Farbe der Jungfrau Maria zu verändern.

    Während der Kreuzzüge trugen zahlreiche religiöse Orden, insbesondere die Karmeliter und Franziskaner vor allem, sowie Ritter dazu bei, diese Darstellungen der schwarzen Madonnen in den Westen zu bringen. Vor allem die Templer schätzten das Hohelied, zu dem ihr Gründer, der heilige Bernhard von Clairvaux, einen Kommentar verfasst hatte. Hier sprach er von der Braut nigra sed formosa (Ct 1,5), „schwarz, aber schön“,

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    Zum Pater Matthäus Bergmann noch ein paar Worte:

    Er wurde am 6. August in Altharen an der Ems geboren, als eines von elf Kinder der Schmiedemeisterfamilie Bergmann. Nach dem Abitur 1953 trat er in den Kapuzinerorden ein und erhielt den Ordensnamen Matthäus. Am 21. März wurde er in Münster zum Priester geweiht. 1973 wurde er zum Pfarrer der St. Franziskusgemeinde in Werpeloh berufen. In seiner über 30jährigen Wirkungszeit setzte er sich für Kirche und Dorf gleichermaßen ein. Die Gemeinde verlieh ihm die Ehrenbürgerwürde. Krankheitsbedingt beendete er sein Wirken in Werpeloh 2003. Er verstarb am 22. April 2008 im Kapuzinerkloster in Münster.

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  • Das Hümmlingdorf Wahn im Emsland – Rückblick auf ein langes Wochenende im Februar 2026

    Februar 17th, 2026

    Da stehen wir also, irgendwo im Nirgendwo, und tatsächlich auch im Schnee. Wobei im Nirgendwo ist nicht ganz richtig, denn dieses Areal, auf dem wir genächtigt haben, bewahrt eine lange Geschichte.

    Was wir bis hierhin dazu herausfinden konnten:

    Einst standen in dem Gebiet (Sögel) Häuser und Bauernhöfe, eine Gaststätte sowie ein Sägewerk, wie die Beschilderung im Wald aufzeigt. Hier spielte und tobte das Leben von etwa 1000 Einwohner. Sogar der Grundriss einer alten Kirche lässt sich hier entdecken. Deren Geschichte ist ebenfalls interessant.

    Das Hümmlingdorf wurde erstmals erwähnt als „Walinoon“ in der Heberolle, dem Einkünfteregister des Kloster Corvey. Dieses spiegelt die Besitzsituation des Klosters um das Jahr 1000. Wahn gehört somit zur ältesten „mittelalterlichen“ Siedlungsgeschichte des Emslandes.

    Es ist bekannt, dass sämtliche spätere Kirchenbauten auf ehemals heidnische Opferplätze gesetzt wurden, und das diese Plätze in ihrer Geschichte viel weiter zurückliegen, als oft besagt. Zur Bevölkerungsentwicklung des Dorfes gibt es leider nur wenige Hinweise.

    Tatsächlich befand sich in dem Gebiet einmal das beschauliche Dorf Wahn. Inmitten der grünen Idylle lag bereits zu Zeiten des Ersten Weltkrieges ein Schießübungsplatz, welcher auch heute noch zu Trainingszwecken und Waffen-Tests genutzt wird.

    Einst gab es Überlegungen, das Übungsgebiet auszuweiten, welche jedoch nie ausgeführt wurden. 1877 gründete die Essener Firma Krupp südlich der Gemeinde einen großen Schießplatz. Pläne zur Erweiterung des Geländes, die 1917 beinahe die Auflösung des Ortes bedeutet hätten, wurden nach Ende des Weltkrieges zunächst hinfällig. Zuvor, im Jahre 1906 schloss Krupp Pachtverträge, in denen unter anderem Entschädigungszahlungen für Belästigungen durch den Schießbetrieb vereinbart wurden.

    Aufgrund der Ausweitung des Schießübungsgeländes mussten die Gebäude und die Bewohner weichen. Am 1. April 1941 wurde die Gemeinde offiziell aufgelöst und die einstigen Bewohner nach und nach an den Westrand des Schießübungsplatzes umgesiedelt. Bis 1943 war der letzte Einwohner Wahns zwangsweise umgesiedelt.

    Viele persönliche Schicksale sind mit diesem Ort und der Umsiedlung verbunden.

    Wir folgen jetzt einfach mal dem Weg durch den Wald.

    Es herrscht eine merkwürdige Atmosphäre vor. Allein der Gedanke daran, dass hier noch bis 1941 Familien mit ihren Kindern, Handwerker und Bauern, beheimatet waren, es gab eine Poststelle und eine Schule, lässt uns einen kalten Schauer über den Rücken laufen.

    Denn hier steht kein Haus mehr auf seinen Grundmauern. Weg. Alle Häuser und die im Jahre 1749 errichtete Antoniuskirche wurden zerstört. Nur noch Gedenktafeln der einstigen Besitzer zieren den Weg und erinnern an deren einstige Heimat. (seht die Beitragsbilder, wir finden es ergreifend, die Stimmung war es auch.)

    Der Ort Wahn war über 1000 Jahre alt. Etwa 186 Wahner Familien und insgesamt 1000 Menschen verloren ihre Heimat.

    Was für ein Verlust! Hier wurden Familien entwurzelt, manche Höfe stammten noch aus dem 15. /16. Jahrhundert.

    Schweigend folgen wir dem langen Weg durch das ehemalige Dorf und blicken auf das Kopfsteinpflaster, dass noch an alte Zeiten erinnert.

    Gleich neben der Kirche des Dorfes thront eine Skulptur, die Auskunft darüber gibt, wer nun hier das „Sagen“ hat. (oder schon immer hatte). Wer meinen Beiträgen folgt, weiß, was damit gemeint ist.

    ——————————————————

    Bis 1957 war der Schießplatz im Eigentum der Familie Krupp, dann hat die Bundeswehr das Areal übernommen und betreibt seitdem die Erprobungsstelle für Waffen und Munition.

    Am 3. September 2018 lösten Schießübungen bei extremer Trockenheit einen Moorbrand auf dem Gelände der Bundeswehr aus. Der größtenteils unterirdische Brand verbrauchte eine Fläche von etwas mehr als 1000 Fußballfeldern. Erst am 10. Oktober 2018 wurde dieser Moorbrand gelöscht. Der Brandgeruch wurde auch im über 200 km entfernten Hamburg wahrgenommen.

    Auslöser des Brandes waren Raketenschießtests der Bundeswehr. Die Rauchfahne des verheerenden Feuers über eine Satellitenaufnahme aus 824 Kilometern Höhe. © Deutscher Wetterdienst

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    Der ehemals kleine Ort war kein direktes Opfer des 2. Weltkrieges. Schon im Vorfeld wurden die Menschen für die Erprobung von Waffen aus ihrer Heimat vertrieben.

    Randnotiz zur Familie Krupp:

    Die Familie Krupp war eine einflussreiche deutsche Industriellendynastie aus Essen, die durch Stahlproduktion und Waffenhandel (Fried. Krupp AG) weltbekannt wurde. Gegründet 1811, stieg das Unternehmen im 19. Jahrhundert zum Rüstungskonzern auf, fusionierte 1999 zu Thyssenkrupp und ist heute eng mit der gemeinnützigen Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung verbunden.

    Die wachsende Reichweite der Kruppschen Kanonen, die dort erprobt worden sind, brachten die Menschen von Wahn zunehmend in Bedrängnis. 1917 gab es einen ersten Enteignungsantrag der Krupp AG beim Königlichen Staatsministerium. Die Verhandlungen über die Durchführung der Enteignungsmaßnahmen standen kurz vor dem Abschluss. 

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    Dieser Abschnitt ist dem Buch „Use Olde Waohn“, Autor Herrmann Röttgers aus Sögel, entnommen:

    „Wahn war für den Hümmling bis zum Jahr 1841 Mittelpunkt der Postbeförderung. Fürstbischof Bernhard von Galen, Münster, ordnete 1651 an, eine zweimal wöchentlich verkehrende Botenpost von Münster über Lingen, Haselünne, Wahn, Kluse, Aschendorf nach Ostfriesland einzurichten. In der Franzosenzeit (1807) wurde im Hause Grüter in Wahn eine Postspedition eingerichtet und dem Postamt Lingen unterstellt. Die Postspedition Wahn wurde später nach Lathen verlegt. Ab 1841 leitete man die Post von Meppen über Haselünne, Berßen, Sögel, Wahn, Kluse nach Aschendorf. Mit Inbetriebnahme der Eisenbahn Emden-Rheine im Jahre 1856 wurde eine Pferdepost eingerichtet, die von Lathen über Sögel nach Werlte führte, ohne den Ort Wahn zu berühren. Mit dem Bau einer festen Straße von Lathen nach Wahn im Jahre 1862 wurde der Ort wieder von der Post angefahren. Ab 1898 übernahm die Hümmlinger Kreisbahn den Transport der Postgüter.

    Die Postagentur Wahn war zuletzt an der Hauptstraße im Hause des Kaufmanns und Gastwirts Bernh. Holtmann-Oldiges.„

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    Weitere Quellen:

    • Ems-Zeitung 19. April 1941 und 17. Juli 1942
    • Buch „Use Olde Waohn“, Emil Goldschmidt, Juni 1981
    • Deutsche Wochenschau 1939, Umsiedlung von Bauern im Emsland
    • NDR, Hallo Niedersachsen, Peter Kliemann, Dezember 1987
    • Jahrbuch des emsländischen Heimatbundes, Band 39, 1993
    • https://www.erinnerungsort-wahn-huemmling.de/, abgerufen, 23.8.2022, Heimatverein Lathen-Wahn e.V., Wahner Str. 30, 49762 Lathen-Wahn
    • https://www.youtube.com/watch?v=2dpysb48WEs, Wahn – Der vergessene Ort, abgerufen 23.8.2022
    • Wehrtechnische Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91), Am Schießplatz, 49716 Meppen, https://www.bundeswehr.de/de/organisation/ausruestung-baainbw/organisation/wtd-91, abgerufen am 23.8.2022
    • Hamburger Abendblatt, 21. September 2018
    • Deutscher Wetterdienst, September 2018
    • Ortsverzeichnis Reichspostzentralamt Berlin, Juli 1930
    • Topografische Karte Wahn und Umgebung, Quelle: ZVAB Ausgabe: Karte: Um Anfang 1940 Autor: unbekannt, zur Verfügung gestellt von H. Sievering, von https://www.erinnerungsort-wahn-huemmling.de/presseberichte
    • Foto vom Autor Februar 2026

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  • Wann war eigentlich die erste Weiberfastnacht?

    Februar 12th, 2026

    Das war vermutlich im Jahr 1733. Da wollten die Jesuiten die Auswüchse zur Karnevalszeit durch spezielle Fastnachtsspiele überwinden.

    Die Kuttenträger waren stets zugange, um alles Ursprünglich auszulöschen oder in ihrem Sinne zu verwenden: Auf den Fotos (Zeichnungen aus dem 16. Jahrhundert) gibt es einige kuriose „Objekte“ zu entdecken.

    Zu erkennen sind eine Vielzahl von Männern mit Masken und Kostümen, Akrobaten, ein Tamburin-Spieler links und ein Bogenschütze rechts. In der Mitte tragen die Maskierten Lichterfackeln, ein Mann (eventuell in Mönchskutte) schäkert mit einer vornehmen Dame.

    Zwei besonders kuriose Szenen:

    Auf der linken Blattseite kniet ein maskierter Mann mit ausgestrecktem Bein, einem Messer in der linken und einer Art Sonnenschirm in der rechten Hand. Er blickt auf einen Mann in auffallender Kostümierung mit Federhut, der scheinbar von einem weiteren Maskierten kastriert wird – Oder ist dies etwa eine frühe Darstellung des deutschen Brauchs des Krawatte-Abschneidens an Weiberfastnacht?

    Ein weiteres Kuriosum ist die Figur des Landsknechts am äußeren rechten Bildrand. Der Mann im prunkvollen Kostüm mit einem großen Federhut hält einen überdimensionalen Spieß, auf dem ein Huhn und mehrere Würste zu erkennen sind und an dem vermutlich ein Schankgefäß hängt. In seiner Tasche befinden sich zudem ein Fisch und ein Vogel. Bevor also in der Fastenzeit auf Fleisch und Co. verzichtet werden sollte (Karneval von lat. carne vale = Fleisch, lebe wohl), fand am „Fastelovend“ noch einmal ein üppiges Mahl statt (vgl. Cornelis, Christoph Jamnitzer, S. 80–82, Kat.-Nr. 15).

    Der groteske Karnevalszug stammt aus der umfangreichen Sammlung des ehemaligen Kölner Jesuitenkollegs. Die Zeichnungssammlung entstand im 18. Jahrhundert und wurde vor allem durch Schenkungen, Stiftungen und eigene Aufträge erweitert. Sie hatte enzyklopädischen Charakter und beinhaltete sowohl religiöse, mythologische und historische Themen als auch zum Beispiel Genre-Szenen, Akte oder eben Karnevalsdarstellungen (vgl. Venator, Bildanspruch und Wirklichkeit, S. 24). Warum gerade diese Zeichnung in die jesuitische Sammlung gekommen ist, konnte (noch) nicht abschließend geklärt werden.

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    Was ist übrig geblieben, von der ursprünglichen Tradition in unserem Land? Das, und noch mehr, erfahrt ihr im vollständigen Beitrag im Kommentar.

    Noch kurz auf ein Wort zum närrischen Treiben im Land
    „Fasnacht“ – ein uraltes heidnisches Winteraustreibungsritual“

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  • „In jedem Tropfen Quellwasser sind mehr Kräfte vorhanden …

    Februar 11th, 2026

    als ein mittleres Kraftwerk der Gegenwart zu erzeugen vermag.“

    „In der Natur geschieht nichts zufällig. Wir Menschen haben es in der Hand, die Natur zu kopieren, aber vorher müssen wir sie kapieren, um die guten Geister zu rufen.“

    „Die Menge glaubt, dass alles schwer Begreifbare tiefsinnig sei. Das ist unrichtig.

    Schwer begreifbar ist nur das Unreife, Unklare und oft Falsche.

    Die höchste Weisheit ist einfach und geht durch den Schädel direkt ins Herz!“

    So wusste es einst Viktor Schauberger zu sagen.

    „ Erstmals von sich reden machte der junge Förster im Winter 1918, als er in einer Zeit großen Brennholzmangels dem Linzer Stadtmagistrat anbot, aus dem Prielgebirge auf einem von der Forstleitung als zum Schwemmen untauglich erklärten Bach Windwurfholz herbeizu schaffen. Ausgehend von seiner

    Beobachtung, daß Wasser in kühlen und klaren Nächten – besonders zur Vollmondzeit – eine hohe Dichte und eine starke Sogkraft erreicht, gelang es Viktor Schauberger, unter Ausnützung des richtigen Zeitpunktes in einer einzigen Nacht 16.000 Festmeter Holz ins Tal zu schaffen.

    Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs hatte er in der Bernerau bei Steyrling die Aufsicht über das Jagdrevier des Fürsten Schaum- burg-Lippe übernommen, ein 21.000 Hektar großes, abgelegenes Gebiet. In dieser weitgehend „unberührten“ Landschaft erschlossen sich Viktor Schauberger Einsichten in Gesetzmäßigkeiten der Natur, die oft in Gegensatz zu dem standen, was an forstwirtschaftlichen Akademien an Theorie gelehrt wurde.

    Beobachtungen, die sich in den folgenden Jahrzehnten „wie eine Perlenkette aneinanderreihten“, bestärkten Schauberger in seiner Überzeugung, daß nur naturbelassene Wasserläufe lebensfördernde energetische Kräfte aufbauen. Unabdingbare Voraussetzung für den Aufbau dieser Kräfte schien ihm das ökologische Gleichgewicht zwischen Wald und Wasser zu sein. Denn der artenreiche Wald mit seiner Vielfalt an Bäumen, Büschen und Kräutern ist – so Schauberger – die „Wiege des Wassers“.

    ——————————————————————————————

    Bilder aus unserem eigenen Archiv,

    Aufnahme vom Verfasser Viktor Schauberger (1885-1958).

    Literaturverweis

    .zobodat.biografien/Schauberger Viktor 1995 blickpunkte

    Bevor wir uns morgen mal wieder auf den Weg an eher „unbekannte“ Orte machen, gibt es wie so oft, einen ersten Halt an unserer Hausquelle. Seit einigen Jahren schon genießen wir ausschließlich frisches Quell- oder Heilwasser.

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  • Der lange Weg zum Frieden …

    Februar 9th, 2026

    Angesichts so mancher Fantastereien aus alliierten wie auch aus fanatisch-nationalistisch geprägten Kreisen, schlagen wir auch hier das Geschichtsbuch auf.

    Im Kommentar findet ihr dazu wie gewohnt einige bereits in der Vergangenheit von mir verfasste Beiträge, beruhend auf einigen unserer zahlreichen Reisen an diese Orte, die Auskunft geben können.

    Zur Untermauerung ungerechtfertigter Hoheitsansprüche auf Schlesien wird von polnischer und leider auch oft von bundesdeutscher Seite behauptet, die über Jahrhunderte in Schlesien regierenden Fürsten seien eine polnische Dynastie gewesen.

    Dabei ist zu berücksichtigen, dass zwischen den Polanen um 1000 n. d. Zt. und den heutigen Polen ethnische Unterschiede bestehen und dass die Bezeichnung >Piasten< eine spätere polnische Zutat ist. Es ist ziemlich sicher, dass das erste Herzogs- und Königsgeschlecht Polens aus einem skandinavischen Adelsgeschlecht stammt, das zusammen mit dem Fürsten- und Königsgeschlecht des Reiches von Nowgorod und Kiew – den Ruriks – bei Oslo beheimatet war.

    Der erste chronistisch nachweisbare Herrscher, heute meist MISEKO genannt, wird in den zwei erhaltenen Urkunden seiner Zeit DAGO oder DOGO genannt, was ein rein nordischer Name ist, der in den späteren slawischen Sprachen nicht nachweisbar ist, weshalb man richtiger vom Geschlecht der Daglinger spricht. Auch für andere, heute als polnisch bezeichnete Adelsgeschlechter ist die wikingische Herkunft nachgewiesen, selbst von polnischen Forschern. Sie kamen als DAGOS Gefolge, als dieser von den Polanen ins Land gerufen wurde.

    Ähnliches kam in den Stammesherzogtümern zwischen Elbe, Saale und Weichsel wiederholt vor. Grabfunde wikingischer Art aus jüngerer Zeit belegen das, ebenso die aus der damaligen Zeit erhaltenen bildlichen Darstellungen mit Wikingerschiffen, Schwertern und anderem nordischen und anderem nordischen Kulturgut, besonders eindrucksvoll an der Bronzetür zum Gnesener Dom.

    Blättern wir im Geschichtsbuch noch einmal kurz zurück (ab etwa 879): Alle späteren Großfürsten und Fürsten stammten von Rurik und seinen Brüdern Sineus und Truwer ab. Die germanischen Namen wurden später slawisiert – z. Bsp.: aus Helga wurde Olga, aus Johann Ivan

    Die Nachkommen der Ruriks regierten bis 1598.

    Letzte Rurikiden:

    • Ivan III. 1462-1505

    • Wassili 1505-1533

    • Ivan IV 1533-1584

    • Fjodor 1584-1598 – mit ihm erlosch die Dynastie der Rurikiden.

    Erwähnenswert ist, dass Rurik Alt Ladoga zu seiner Hauptstadt machte. Alt Ladoga liegt am Südufer des Ladogasees. Festungen, Kirchen und Ruinen erinnern noch an den Glanz der Ruriker. Das Gebiet ist touristisch nicht erschlossen, aber es gibt Museen dort und sowohl die hölzerne als auch steinerne Festung wurde restauriert.

    Nach einigen Jahren der Wirren, begann 1613 die Dynastie der Romanows. Anastasia kam aus einem ehemaligen Fürstenhaus der Ruriker.

    Gewiss ist es für einen nationalbewussten Russen wenig erfreulich zu lesen, das der Chronist Nestor aus dem Jahre 862 über das Treiben ihrer slawischen Vorfahren berichtete: „Da war keine Gerechtigkeit unter ihnen, und es erhob sich Stamm gegen Stamm, und Zwistigkeiten waren unter ihnen, und sie huben an, selbst einander zu bekriegen. Schließlich sprachen sie bei sich: ‚Lasset uns einen Fürsten suchen, welcher uns regiere und gerecht über uns richte.‘ Dann gingen sie übers Meer zu den Warägern, zu den Rus .

    Das schrieb der geheimnisvolle Mönch Nestor Anfang des 12. Jahrhunderts, im Höhlenkloster zu Kiew und er nannte es „Erzählung von den vergangenen Jahren“.

    Im 20. Jahrhundert allerdings zeitigte diese Chronik ungeahnte Folgen. Ihretwegen verloren sowjetische Professoren den Lehrstuhl und wurden in den Gulag verschleppt.

    Und so muss es sich wohl zugetragen haben: Um 820 kamen von Südschweden und von der Insel Gotland her germanische Krieger und Händler, die sich Vaeringjar (Gefolgsleute) oder Waräger nannten. Sie bildeten einen Teil der allgemeinen normannischen Expansion, die sich bis in den Mittelmeerraum erstreckte. Ihr geschlossenes Auftreten imponierte den notorisch zerstrittenen Stämmen Nordrusslands offenbar. Im Jahre 862 kam laut Nestor eine Delegation von „Slawen“ und Finnen zu dem Warägerhäuptling Hrørikr (berühmter Herrscher), den sie „Rurik“ oder „Rjurik“ nannten.

    Die vornehmsten russischen Fürstengeschlechter (Obolenski, Dolgoruki, Gortschakow, Wolkonski, Lwow, Gagarin, Schuiskij und Tatischtschew) führten ihre Ahnenreihe auf den Stammvater Rurik zurück und waren sehr stolz darauf.

    ————————————

    So in Lexika, Lehrbüchern, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9. 4. 1991.

    H. JÄNICHEN, Die Wikinger im Weichsel- und Odergebiet, Leipzig 1938.

    Zusammenfassende Übersicht in: Helmut SCHRÖCKE, »Die norwegischen Daglinger in Polen«, Deutschland in Geschichte und Gegenwart, Nr. 3/ 1991, S. 28-33; ders., Slavi, Slawen, Ostgerma- nen, Kor- und Frühgeschichte des Ostraumes, Verlag für ganzheitliche Forschung und Kultur, Viöl 1993. SCHRÖCKE, ebenda,

    Jochen WITTMANN, Die Daglinger-»Piasten« und ihre germanische Kontinuität, Verlag Dam- böck, Ardagger 1990.

    „Der Große Wendig“ Band 1 S. 523

    Diese Karte fügte Theodore N. Kaufmann (1919-1978) seinem Buch „Germany must Perish“ seiner Wunschvorstellung über die völlige Aufteilung Deutschlands unter dessen Nachbarn bei.

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  • Kein Volk ändert in einem halben Jahrhundert dramatisch Wesen und Charakter!

    Februar 9th, 2026

    Ein paar Gedanken noch, bevor wir uns einem weiteren Beitrag über den Untergang Dresdens widmen werden:

    Es war einmal ein amerikanischer Publizist und Präsidentenberater mit dem Namen Walter Lippmann, der beschrieb es seinerzeit so: »Erst wenn die Kriegspropaganda der Sieger Einzug gefunden hat in den Geschichtsbüchern der Besiegten und von den nachfolgenden Generationen auch geglaubt wird, kann die Umerziehung als wirklich gelungen angesehen werden…“

    « Lippmann analysierte in seinem Werk Public Opinion (1922) intensiv, wie Informationen und Propaganda die öffentliche Meinung formen. Er argumentierte, dass Menschen nicht auf die direkte Realität reagieren, sondern auf ein „Pseudo-Environment“ (Scheinwelt), das durch Medien und Propaganda vermittelt wird.

    —

    Weitere Sätze, Zitate, Passagen aus „längst vergangenen Zeiten“, die nachdenklich stimmen:

    Es gab da mal eine Sitzung Roosevelts mit dem Joint Chiefs of Staff (Vereinigten Stabschefs). Zugegen war Allen Dulles, Leiter des amerikanischen Geheimdienstbüros in der Schweiz. Mit starken Worten beschwerte er sich 1943 über die Politik der Alliierten. Der Grund für seine Worte war unter anderem auch Roosevelts Aussage:

    „Die deutsche Denkweise lässt sich nicht per Dekret, Gesetz oder Befehl verändern… ich bin zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gewillt zu sagen, dass wir nicht beabsichtigen, die deutsche Nation zu vernichten“.

    ————————————————

    Was schließen wir aus solchen Aussagen?

    Mittels Propaganda über die Kartelle eines mächtigen Konstrukts wurde ein unendlicher Hass unter den Völkern geschürt. Darüber nahm man ein ganzes Volk in Geiselhaft und verankerte die Kollektivschuld.

    Das Ergebnis darüber folgenschwer: Weltweit besitzt kein anderes Volk so wenig Nationalstolz wie das deutsche!

    An dieser Stelle greife ich eine berechtigte Fragestellung des Alfred de Zayas in Bezug auf seine völkerrechtlichen Dokumentationen auf:

    „Berufsmäßige Historiker werden jetzt wahrscheinlich den Einwand erheben, dass sie dies alles schon gewusst haben. Warum aber, wird sich dann der Leser die Frage gestatten, haben sie nicht darübergeschrieben, wenn sie es wussten?

    Warum haben sie die Öffentlichkeit nicht informiert? Warum haben sie nicht versucht die Ereignisse ins richtige Verhältnis zu setzen, indem sie sie mit anderen Kriegen und Massakern in eine Reihe stellten?

    Die unmenschliche Behandlung der Deutschen durch die vorgeblich so mitleidswollenen Amerikaner und Briten stellt eine der kuriosen Anomalien des 20./21. Jahrhunderts dar. Dennoch sind sich die wenigsten Menschen bewusst, dass eine solche diskriminierende und menschenunwürdige Behandlung jemals stattgefunden hat.“

    Kein Volk ändert in einem halben Jahrhundert dramatisch Wesen und Charakter! (siehe auch Beitrag im Kommentar)

    ——————————————————————————————————————

    Walter Lippmann (1889–1974) war einer der einflussreichsten amerikanischen Journalisten, Publizisten und politischen Kommentatoren des 20. Jahrhunderts. Er gilt als Mitbegründer des modernen Journalismus, einflussreicher Medienkritiker und informeller Berater zahlreicher US-Präsidenten.

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  • Wie kam es zum Einmarsch Deutscher Soldaten in die von Polen besetzten deutschen Gebiete?

    Februar 6th, 2026

    Bezugnehmend – in weiser Voraussicht – auf die üblichen Kommentare: „Selber schuld“, es waren halt Deutsche- verdient“ – Sowas, kommt von so was“ … u. s.w. (mal wieder) möchte ich ein paar nicht ganz unwichtige Details erwähnen, die dem Grauen und dem unermesslichen Leid der Deutschen vorausgegangen sind.

    Wie kam es zum Einmarsch Deutscher Soldaten in die von Polen besetzten deutschen Gebiete?

    Polnische Gräueltaten, Bromberger Blutsonntag, Polens Landraub, der widersinnige Korridor, der Kampf gegen das Deutschtum, der Terror war unerträglich.

    Schon 1918, gleich nach Entstehung des Staates Polen aus deutschen Gebieten errichteten die Polen sogenannte „Lager“ in Szcypiomo u. Stralkowo (im Posener Gebiet) und sperrten 16.000 Deutsche in diese ein. Durch Verdrängung und Vertreibung kamen 1 Mill. Deutsche ins Reich. In der Zeit von März bis September 1939 wurden 50.000 Deutsche in Polen interniert und schweren Misshandlungen ausgesetzt.

    Auch 1939 wurde ein KZ in Chodzen (zwischen Leslau und Kutno) in einer ehemaligen Zuckerfabrik errichtet. Dort wurden 8000 Deutsche, darunter Frauen und Kinder, Greise und auch Krüppel inhaftiert und malträtiert. In Bromberg wurden 5437 Deutsche Opfer der viehischen Morde von Polen.

    (Die Protokolle sind im Aktenstand des Bundesarchivs/Militärarchivs in Freiburg/Brg .nachzulesen !)

    Das ist nur eine kurze Zusammenfassung zur Vorgeschichte zum Einmarsch in Polen.

    ————————————————————————————-

    Hier noch etwas ausführlicher zum besseren Verständnis

    Wenn heute von Konzentrationslagern gesprochen wird, werden darunter meist nur die der NS-Zeit verstanden. Im Rahmen der Umerziehung wurde die Kenntnis früherer und in anderen Ländern betriebener Lager für unerwünschte Personen weitgehend verdrängt.

    Die ersten als solche bezeichneten „Lager“ richteten die Spanier 1896 auf Kuba ein, denen die Briten im Burenkrieg (1889-1902) in Südafrika folgten, um mit der Internierung von Frauen und Kindern den Widerstand der Buren zu brechen.

    Die Sowjets deportierten nach ihrer Machtübernahme 1917 Oppositionelle und >Klassenfeinde< in sibirische Arbeitslager, den Beginn des Archipel Gulag, in dem in den folgenden sieben Jahrzehnten Millionen Gefangener zu Tode kamen. Während des Zweiten Weltkrieges wurden solche Internierungseinrichtungen auch in den USA für dort lebende Deutsch- und Japanischstämmige oder in Großbritannien für Deutsche und deutschfreundliche Engländer geführt.

    Die ersten solcher „Lager“ in Europa wurden nach Gründung des polnischen Staates im ehemaligen deutschen Posener Gebiet von Polen für Deutsche errichtet: noch im Herbst 1918 das Lager Szcypiorno und 1919 Stralkowo. Mehr als 8000 Deutsche sollen dort in der ersten Nachkriegszeit interniert worden sein. Viele überlebten die Lager nicht. Mehr als eine Million Deutsche verließen angesichts der Unterdrückungs- und Enteignungsmaßnahmen von 1919 bis 1938 ihre ostdeutsche Heimat, eine erste Vertreibung.

    —————————————————————————————

    Mit Blick auf die Gräuelaten unter polnischer Gewaltherrschaft muss man auch das wissen: Nach dem Versailler Diktat hat Polen mehrmals – sowohl zur Zeit der Weimarer Republik als auch kurz nach HITLERS Machtantritt – Frankreich zu einem gemeinsamen Angriffskrieg gegen Deutschland zu gewinnen versucht. Die Verwirklichung scheiterte nur an Frankreichs Zögern.

    Als Beispiel polnischen Kriegswillens sei aus der dem damaligen polnischen Ministerpräsidenten PILSUDSKI nahestehenden Zeitschrift Die Liga der Großmacht von Anfang Oktober 1930 zitiert: »Der Kampf zwischen Deutschland und Polen ist unausbleiblich. Wir müssen uns dazu systematisch vorbereiten. Unser Ziel ist ein neues Grunwald, aber diesmal ein Grunwald in den Vororten Berlins. Unser Ziel ist ein Polen im Westen mit der Oder und Neiße als Grenze. Preußen muß für Polen zurückerobert werden, und zwar das Preußen an der Spree. In einem Krieg mit Deutschland wird es keine Gefangenen geben, und es wird weder für menschliche noch kulturelle Gefühle Raum sein. Die Welt wird zittern vor dem deutsch-polnischen Krieg. In die Reihen unserer Soldaten müssen wir übermenschlichen Opfermut und den Geist unbarmherziger Rache und Grausamkeit tragen. Vom heutigen Tage an wird jede Nummer dieses Blattes dem kommenden Grunwald in Berlin gewidmet sein.“

    Aus einem Gebet des polnischen Priesters Mieszko USZERSKI, 1939, zitiert in:

    Deutsche Wochenzeitung, 22. 1. 1971.

    »Im Namen dieser Liebe, mit der Du uns liebst, möge der Feind dahinsinken wie das Gras, das von der Sense Deiner Gerechtigkeit berührt wird. Mögen ihre Frauen und ihr Land unfruchtbar werden, mögen ihre Kinder betteln gehn und ihre Töchter der Schändigung anheimfallen. Mögen ihre Kugeln und Geschosse ins Gras fallen wie die Lämmchen und mögen die unsrigen aus ihnen wie die Tiger das Herz herausreißen, und mögen sie endlich erblin-den. ..«

    Nach der Besetzung Polens durch die Rote Armee wurden von Polen ab 1944 mehr als 1250 KZs für Deutsche im altpolnischen und im Oder-Neiße-Gebiet eingerichtet. Die schlimmsten waren Lamsdorf bei Falkenberg in Oberschlesien, wo nachweislich 1945/46 mehr als 6000 Menschen auf brutalste Weise umgebracht wurden, Tost und Myslowitz ebenfalls in Ober-schlesien, Potulice bei Bromberg, Granow bei Lissa, Sikawa bei Lodz und Jaworno bei Tschenstochau.

    ————————————————————————————–

    Quellen

    Im Bericht des Deutschen General- konsuls in Posen an das Auswärtige Amt vom 12. 4. 1923 in: Auswärtiges Amt (Hg.), Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges,

    Carl Heymanns, Berlin 1939, S. 10. 6 Posener Neueste Nachrichten 12. 4. 1923;

    Auszug in: Aus- wärtiges Amt (Hg.), ebenda, S. 10.

    Zit. in: Alfred SCHICKEL, Deutsche und Polen, Gustav Lübbe,

    Bergisch Gladbach 1984, S. 193. Ebenda, S.206.

    Einzeln aufgeführt in: Auswärtiges Amt (Hg.) aaO. (Anm. 5), S. 307-311.

    RICHTHOFEN und OHEIM, aaO. (Anm. 3), Teil 2: Polens Marsch zum Meer, S. 229.

    http://lexikon-erster-weltkrieg.de/friede_von_brest-litowsk/

    Vgl. A. Rhode, evangelische Kirche, S. 51; Ders., Geschichte der evangelischen Kirche im Posener Lande, Würzburg 1956, S. 199; G. Rhode, Deutschtum in Posen, S. 93 f.; P. Hauser, Die deutsche Minderheit in den Wojewodschaften Posen und Pommerellen 1919–1939, in: Deutsche und Polen zwischen den Kriegen. Minderheitenstatus und „Volkstumskampf“ im Grenzgebiet (1920–1939), S. 273–282, 274; Lamla, S. 42.

    7 Vgl. A. Rhode, Geschichte, S. 200.

    Laut dem Deutschen Bundesarchiv sollen insgesamt 1.255 polnische „Lager“ existiert haben. Die ersten Konzentrationslager in Europa wurden nach Gründung des polnischen Staates im ehemaligen deutschen Posener Gebiet von Polen für Deutsche errichtet.

    Bild Wikipedia


    Ein Kommentar unter dem Beitrag auf fb

    BIRGER DAHLERUS beschreibt in seinem Buch „Der letzte Versuch“ einen vielsagenden Vorfall:

    Er besuchte noch am ersten Kriegstag (1. Sept. 1939) zusammen mit einem englischen Diplomaten den polnischen Botschafter in Berlin, Jozef Lipski.

    Dieser war dabei, zu packen, ließ sich aber trotzdem auf ein Gespräch ein. Sein Tenor war zuversichtlich. Denn er war der Meinung, daß schon bald wichtige Funktionsträger des Dritten Reiches gegen Hitler putschen würden, wodurch der Krieg einen für Polen günstigen Verlauf nehmen würde und er, Lipski, bald nach Berlin zurückkehren würde.

    Das bestätigt das, was Annelies von Ribbentrop in ihren Büchern – z. B. „Kriegsschuld des Widerstands“ – schreibt, nämlich eben, daß der „Widerstand“, der sich ja nicht außerhalb, sondern innerhalb der Führungseliten von Wehrmacht und Verwaltung/Ministerialbürokratie des Dritten Reiches befand, ein gerüttelt Maß, ja ein ENTSCHEIDENDES Maß an Verantwortung für den Kriegsbeginn trug.

    Denn die Auffassung Lipskis beruhte im wesentlichen auf „Informationen“, d.h. VERSPRECHUNGEN, die prominente Mitglieder des „Widerstandes“ in den Jahren 1938-1939 regelmäßig den Briten übermittelt hatten und diese an die Polen weitergegeben hatten. Und bei den agierenden REGIERUNGEN war gerade das Verhalten der polnischen Regierung DIE .n.o.t.w.e.n.d.i.g.e. Voraussetzung für den Kriegsausbruch, und zwar insofern, als Hitler den Krieg ja überhaupt nicht wollte, aber von der polnischen Führung dazu gezwungen wurde, nämlich durch die polnische Mobilmachung und offene Kriegsandrohung (bereits Ende März), Diskriminierung, Enteignung und Mißhandlung der in den polnisch kontrollierten, ehemaligen deutschen Gebieten verbliebenen deutschen Restbevölkerung, einer offenen Kriegspropaganda („Marsch auf Berlin“ u.ä.) von regierungsnahen Organisationen und z.B. auch unter Beteiligung des Staatspräsidenten, u.s.w., u.s.f.

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  • Wer war Karl Roos?

    Februar 6th, 2026

    Heute möchte ich an die Hinrichtung des Volkschullehrers und Germanisten Karl Roos am 7. Februar 1940 erinnern.

    Ganz gleich, welches Kapitel der deutschen Geschichte man auch aufschlägt, das Unrecht am deutschen Volk ist immerdar.

    Hier betrifft es Karl Roos (7. September 1878- 7. Februar 1940), der sich als Germanist und Heimatrechtler für sein Land Elsass-Lothringen einsetzte und wegen angeblicher Spionagetätigkeit ohne ausreichende Beweise dazu, am 7. Februar 1940 von den Franzosen hingerichtet wurde.

    Roos stand zu keiner Zeit nachweislich in Verbindung zu irgendwelchen Spionagetätigkeiten.

    Oberst Marco vom Militärgericht hat den wirklichen Grund Roos ins Gesicht gesagt:“ Ich habe es mir als Krönung meines Lebens im Dienste Frankreichs zur Aufgabe gesetzt, die autonomistische Pest im Elsass zu vernichten.“

    Dr. Karl Roos war auch Verfasser der Reihe „Unser Elsässerdeutsch“ – sprachgeschichtliche und volkskundliche Plaudereien. (Aus den Schriften des Elsässischen Volksbildungsvereins 1938).

    Seine einleitenden Worte: „Wer eine Volkssprache darstellen will, der soll vor allem selbst ein Kind des Volkes sein, denn anders wird er kaum je den ungeschriebenen Gefühlswert so vieler Wörter und Wendungen ganz erfassen und den ungreifbaren Sprachgeist, den Sprachgenius, völlig sich zu eigen machen.

    Goethe sagt einst Gleiches mit den treffenden Worten: „Wenn ihr’s nicht fühlt, ihr werdet’s nicht erjagen!“

    Im tiefen Sinne dieser Worte liegt übrigens auch die letzte Erklärung dafür, weshalb der Mensch meistens nur in seiner eigenen, ihm angeborenen Sprache wirklich Großes leisten kann.

    Die Muttersprache ist eben die Seele eines Menschen; sie ist auch die Seel eines Volkes, sie ist der Ausdruck seines Lebens und Leidens, seines Denkens, Fühlens und Wollens.“

    Sprache ist mit einem Worte Wesenheit. Sprache ist Volkstum.“

    —————————————————————————-

    Auszug aus Wikipedia:

    „Der Elsässer Volksbildungsverein wurde verboten, Roos selbst am 4. Februar 1939 verhaftet und in das Militärgefängnis von Nancy gebracht. Nach der Kriegserklärung durch Frankreich am 3. September 1939 wurde er auf Grund von Aussagen seines engen Mitarbeiters Julien Marco am 23. Oktober vor einem Milltärgericht der Spionage für Deutschland angeklagt und am 26. Oktober wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Sein Widerspruch wurde vom Revisionsgericht verworfen, der französische Präsident Albert Lebrun lehnte eine Begnadigung ab.

    Am 7. Februar 1940 wurde Roos auf dem Militärgelände von Champigneulles bei Nancy von einem Erschießungskommando exekutiert.

    Roos wurde zunächst auf dem Friedhof von Champigneulles bestattet.

    Am 10. Februar 1940 erklärte die deutsche Regierung, dass Roos niemals in Verbindung mit einem deutschen Nachrichtendienst gestanden habe.

    Die deutsche Forschung vertritt hinsichtlich des Todesurteils weitgehend die These eines Justizmordes, die französische Elsassforschung übergeht die Umstände des Urteils meistens mit Schweigen.“

    —————————————————

    Auszug aus dem Breisgauer Blatt – Stadtarchiv Emmendingen

    Fotos /Aufnahmen aus dem Buch „Elsaß und Lothringen Deutsches Land“ Herausgeber Staatsminister Dr. Otto Meißner

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  • “Fasnacht – ein uraltes heidnisches Winteraustreibungsritual“

    Februar 6th, 2026

    „Wenn keine Narren auf der Welt wären, was wäre dann die Welt?“, fragte sich einst Johann Wolfgang Goethe

    Unternehmen wir an dieser Stelle einen Schwenker: Raus aus den „politischen Sphären“ und hin zu einer fast vergessenen Welt naturmagischer Bräuche. Zwischen Licht und Dunkelheit, zwischen Winter und Frühling – wir feiern die Zeit, die mit dem Erwachen der Natur im Frühling einhergeht.

    „Den ganzen Februar hindurch zieht die alte Göttin in der Gestalt der Percht oder Berta mit ihrer Geisterschar durchs Land. Die Menschen werden davon mitgerissen und feiern jetzt Fastnacht, Fasching, Karneval und andere Narrenfeste. Es ist die Urkraft der Wildnis und des Waldes, die in der Gestalt von Naturgeistern, Teufeln und Hexen über die kultivierte, zivilisierte Welt herfällt.“

    Diese Kreaturen der ungezähmten Wildnis regen zum lustvollen Treiben an.

    Das Wort Fastnacht hat nichts mit Fasten zu tun, wie es uns die Kirchendoktrin glauben machen will. Es kommt vom neuhochdeutschen Wort faseln (mittelhochdeutsch: vaselen) und bedeutet gedeihen, fruchtbar machen. Schon Bonifatius, der angelsächsische Missionar und sogenannte Apostel der Deutschen, der die heiligen Eichen umhauen ließ, verdammte in der Synode von Liftinae in Belgien (745) diese „unflätigen Feste im Februar“.

    Die germanischen Stämme nutzten diese Zeit, um böse Geister zu vertreiben und den guten zu huldigen, sie markierten den Übergang von Winter zum Frühling, mancherorts auch mit einem Heidenlärm. Wie bei allen heidnischen, also unseren ursprünglichen Festen, stand und steht die Natur im Mittelpunkt mit einem naturmagischen Segen aus Blüten: Nelken, Tulpen, Rosen und Veilchen. Naturrituale, um das Neujahr zu begrüßen, Fruchtbarkeitskulte, um den Frühling anzulocken.

    Auch interessant dazu:

    Heidnische Bräuche wie das Vertreiben von Winterdämonen zur Sonnenwende oder das Begrüßen des fruchtbaren Frühlings wurden im Laufe der Zeit nur argwöhnisch von der christlichen Kirche akzeptiert. Sie setzte alles daran, diese Festlichkeiten zu übernehmen und mit christlichen Werten und Bräuchen zu überlagern – wie auch die Fastnacht.

    Fasnacht wurde erst nach dem Jahre 1200 unter dem Einfluß des frommen Mittelalters ihrem Herkunftssinn widersprechend zu Fastnacht umgewandelt, nachdem das Konzil von Benevent im Jahre 1091 den Beginn der österlichen Fastenzeit auf den Mittwoch vor Sonntag Invocavit festgesetzt hatte. Den ältesten schriftlichen Nachweis für die Form Fasnacht finden wir in Wolfram von Eschenbachs Parzival aus dem Jahre 1206. Er schreibt im VIII. Buch in der 8. und 9. Zeile des 409. Verses: Das diu koufwip ze Tolenstein an der vasnaht nie baz gestriten

    Habt ihr noch Fragen?

    Warum gibt es eigentlich drei Namen für das närrische Treiben? (Fasnacht, Fasching, Karneval).

    >> Unser oberdeutsches Wort Fasnet ist gleichbedeutend mit Fasnacht. Fasnacht aber kommt über Faselnacht von faseln her. Fasnacht nennen wir die Tage von Dreikönig oder, im engeren Sinne, die Zeit von Donnerstag vor Quinquagesima bis Aschermittwoch. Fasnacht bezeichnet also einen Zeitabschnitt und nicht nur einen Tag oder eine Nacht.

    >>Das bajuwarische Wort Fasching hat sich aus Fa-Schank gebildet.

    >> Das Wort Karneval will der Würzburger Professor Hermann Müller im Jahre 1844 aus carrus navalis — Schiffswagen ableiten.

    Für die frühen Anfänge dürfen wir aber wohl sagen: in Ursprung und Sinn sind Fasnacht, Fasching und Karneval dasselbe.

    Wann war eigentlich die erste Weiberfastnacht?

    Das war vermutlich im Jahr 1733. Da wollten die Jesuiten die Auswüchse zur Karnevalszeit durch spezielle Fastnachtsspiele überwinden.

    Die Kuttenträger waren stets zugange, um alles Ursprünglich auszulöschen oder in ihrem Sinne zu verwenden: Auf einigen der Fotos (Zeichnungen aus dem 16. Jahrhundert) gibt es einige kuriose „Objekte“ zu entdecken. (ausführlich dazu »siehe Beitrag im Kommentar)

    Wenn ihr noch mehr über die Bräuche dieser „närrischen“ Zeit erfahren möchtet – die Beiträge dazu, findet ihr wie gewohnt im Kommentar.

    ——————————————————————————————————————

    Literaturverweise

    Wolf Dieter Storl-Magie der Sonnenwenden

    Hegau Zeitschrift für Geschichte, Volkskunde und Naturgeschichte Heft 1 / 5. Jahrgang / 1960

    Bild /Beitragsfoto: Pixabay

    Auszüge aus Wikipedia

    Henrike Stein (11. Februar 2021). Kuriose Objekte: Der etwas andere Karnevalszug. Blog Zeitenblicke – Frühe Neuzeit Uni Köln. Abgerufen am 27. Februar 2025 von

    Noch kurz auf ein Wort zum närrischen Treiben im Land
    „Fasnacht“ – ein uraltes heidnisches Winteraustreibungsritual“

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