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Klara Fall: das glaube, wer mag

  • Wer war Jakob Böhme?

    Februar 6th, 2026

    Zitiert aus den alten Schriften des Joachim Leopold Haupt aus dem Jahre 1838. Und im Anschluss an die Sage erfahrt ihr noch mehr über den „Schuster-Philosophen“ Jakob Böhme.

    —

    „In der Landeskrone ist ein großer Schatz, welchen Jakob Böhme einst gesehen hat. „Als er die Schafe hütete, stieg er einst in der Mittagsstunde auf die eine Stunde von Görlitz liegende Landeskrone. Auf dieser fand er einen Eingang, und als er hineinging, erblickte er eine große Bütte mit Geld. Er erschrak aber so sehr darüber, dass er eiligst zurückging, ohne sich etwas von dem Gelde zu nehmen. Als er nachher mit andern Knaben mehrmals auf den Berg stieg, konnte er den Eingang nicht mehr finden.“

    Und so hat e sich zugetragen:

    „Zwischen Geröll und Trümmergestein ließ der Knabe seine Schafe weiden, indes er durch das wildgewachsene Gebüsch auf dem Gipfel streifte und dabei wie von ungefähr den Eingang zu einer großen Höhle entdeckte.

    Jakob trat zögernd näher. Ein wundersames Licht schimmerte von den felsigen Wänden und ließ ihn deutlich den rötlichen Steinbelag des Bodens erkennen, der sich in der Tiefe verlor. Der erstaunte Hirtenbub drang weiter vor und fand zu seiner wachsenden Verwunderung, dass die seltsame Dämmerung zunehmend heller wurde. Deutlich konnte er alles erkennen und wusste gar bald um die Wahrheit dessen, was das Volk von der Landeskrone erzählte: dass sie bis obenauf angefüllt sei mit einem unermesslichen Schatz von Gold und Edelsteinen, der so groß und gewaltig sei, dass ihn niemand zu heben vermöge.

    Aber Jakob war schon damals ein Schatzsucher anderer und besonderer Art. Was konnte es ihm frommen, ein reicher Mann zu werden, wenn er vielleicht Schaden nähme an seiner Seele? Mochte nicht möglicherweise ein böser Zauber haften an diesen gleißenden Herrlichkeiten? Hatten etwa die unterirdischen Mächte einen Bann oder gar Fluch gelegt auf diese lockenden Reichtümer? Oder kamen sie nicht allein der Landeskrone zu, diesem sagenumtankten Zauberberg der Heimat.

    Sinnend und vom Abenteuer des Unerhörten angerührt, stand der Hirtenknabe aus Altseidenberg im Glanze des Goldes und der Juwelen. Seine heißen Finger zuckten fiebrig. Aber er ballte sie zur Faust. Nein, Jaköble, so glaubte er bestätigend, eine innere Stimme zu vernehmen, nein, Jaköble, das ist nicht deine Welt, die gehört dir nicht zu!

    Und langsam ging der barfüßige Junge auf den kühlen roten Steinfließen wieder zum Ausgang zur Höhle zurück, vor dem seine Herde graste, als kümmere sie diese Pforte zum Glück nicht das geringste.

    Da war dem Burschen so leicht wie nur einem sein kann, der recht getan hat.“

    —————————————————————————————————————-

    Jakob Böhme, wer war das eigentlich?

    Zeitgenössisch Jacob Böhme, (* 1575 in Alt Seidenberg bei Görlitz; † 17. November 1624 in Görlitz) war ein deutscher Mystiker, Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel nannte ihn den „ersten deutschen Philosophen“, weil er als erster philosophische Werke in deutscher Sprache verfasste.

    Für Böhme war die Natur der Lehrmeister.

    Böhme sprach, er habe von der ganzen Natur und ihrer instehenden Geburt seine ganze Philosophie, Astrologie und Theologie studiert und nicht von Menschen und durch Menschen; keck behauptet er: „(…) so kann mich auch kein Mensch darin unterrichten.

    Nun, man darf zurecht annehmen, Böhmes Ansichten passten weder in die Zeit, noch zu den Vorgaben der Pfaffen. Das Leben wurde ihm also schwer gemacht.

    Mühsam und mit schlaffen Schulter stieg Meister Jakob Böhme die Rathaustreppe hinab. Er fühlte sich müde und verbraucht, an diesem Dienstag, dem 26. März 1624. Warum ließ man ihm nicht seinen Frieden? Warum hatte eben, als er aus der Ratsstube kam, eine Rotte roher Lästermäuler ihm mit Hohn überschüttet? Hatte er nicht immer zurückgezogen und arbeitsam gelebt, seit er 1599 als 24-jähriger, Bürger dieser Stadt geworden war?

    Auf dem Untermarkt blieben ein paar Neugierige stehen, als der kleine unscheinbare 49-jährige sein Weg durch die Neißgasse zur Brücke nahm. Unterm Arm trug er die schriftliche Rechtfertigung, die der Rat nicht hatte annehmen wollen. Erschöpft saß er dann in seinem Hause. Schreiben konnte er heute nichts mehr.

    Besonders schlimm hetzte der Oberpfarrer Gregor Richter gegen ihn. So sprach dieser Richter: „Ist es nicht schlimm genug, wenn so ein simpler Schuster seine Schuhbank verkauft und sich auf Schreiben verlegte? Schreckliches hatte er beim Schuster Böhme zu lesen bekommen: „Der Leser soll wissen, dass in Ja und Nein alle Dinge bestehen. Das eine, als das Ja, ist eitel Kraft und Leben. Das Nein ist ein Gegenentwurf des Ja oder der Wahrheit, auf das die Wahrheit offenbar und etwas sei… Außer diesen beiden, welche doch in stetem Streite stehen, wären alle Dinge ein Nichts und stünden stille ohne Bewegnis.“ Und dann gar dies: „Darum stehe ein jeder zu, was er tut! Es ist ein jeder Mensch sein eigener Gott und sein eigener Teufel.“

    Fast dreihundert Jahre später, als der „Philosophus Teutonicus“ unter den Gelehrten längst als einer der bedeutendsten deutschen Dichter anerkannt war, setzte die Stadt dem einst Geschmähten und Verfolgten ein Denkmal.

    Der schreibende Schuster-Philosoph hat Görlitz in der Welt bekannt gemacht, in mancherlei Hinsicht.

    —————————————————————–

    Die Aufnahmen /Beitragsfotos stammen aus dem Jahr 2024, als ich mit meinem Göttergatten auf den Spuren Jakob Böhmes auf der Landeskrone wandelte und später an seinem Grab auf dem Nikolaifriedhof stand.

    Die anderen Aufnahmen stammen aus dem Görlitzer Sagenbüchlein

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  • Als über 50 Nationen Deutschland den Krieg erklärten …

    Februar 2nd, 2026

    Wer hat’s gewusst? Gerade fiel mir dieser Artikel aus Februar 1945 in die Hände. Abgeheftet wurde dieser in der „Bertelsmann-Chronik“ Bibliothek des 20. Jahrhunderts 1944-1947

    Dort steht: Allein im Februar 1945 erklärten fünf südamerikanische und vier arabische Nationen dem Deutschen Reich den Krieg:

    Ecuador (2. Februar)

    Paraguay (8. Februar)

    Peru (12. Februar)

    Uruguay (15. Februar)

    Venezuela (16. Februar)

    Ich zitiere aus dem Artikel (siehe auch Beitragsbild): „Häufig steckt hinter den Kriegserklärungen auch die Absicht, einen Anspruch auf deutsche Reparationsleistungen zu erlangen.“

    Rückblick: Über 50 Nationen haben Deutschland den Krieg erklärt, und die Alliierten (Siegermächte) behaupten gebetsmühlenartig, Deutschland sei allein am Zweiten Weltkrieg schuld. Eine Fülle historischer Akten belegen von Beginn an eher das Gegenteil.

    Ist je Vergleichbares geschehen? Wurde jemals im Laufe der menschlichen Geschichte einem einzigen Volk von über 50 Nationen der Krieg erklärt, um diesem hinterher für alle gegen es gerichteten Kriegserklärungen die Alleinschuld zuzuschreiben? Zu jener Zeit gab es auf der ganzen Erde gerade mal 60 Staaten!

    Wenn wir also in den nächsten Tagen und Wochen unserer Toten gedenken, die im Bombenhagel durch die vernichtenden Luftangriffe der Alliierten ums Leben kamen, dann sollten wir uns daran erinnern, wer, wem, wann und aus welchen Gründen den Krieg erklärt hat. Ungeachtet der mehr als 28 Versuche unterbreiteter Friedensvorschläge bis in das Jahr 1941 hinein, von deutscher Seite aus. Warum wurden all diese Versuche ignoriert und abgelehnt?

    Nun kam mir noch eine Sendung in den Sinn, die erst vor Kurzem über die Bildschirme aus den öffentlich-rechtlichen Reihen in deutsche Wohnzimmer flackerte. Dort unternahm man den etwas holprigen Versuch Deutschland nun doch von der alleinigen Kriegsschuld des Ersten Weltkrieges freizusprechen, weil es ja doch“ irgendwie“ ganz anders war. Soso…

    Ein wenig spät, diese Erkenntnis? Oder? Nachdem Milliarden /Billionen an Kriegsschulden beglichen wurden, für eine Schuld, die es nie gab.

    Gibt es also Hoffnung, dass unsere Urenkel irgendwann darüber in Kenntnis gesetzt werden, dass es mit dem darauf folgenden Krieg (also dem sogenannten Zweiten Weltkrieg) doch ganz anders war? Vielleicht, ja. Aber natürlich erst dann, wenn die „Einnahmen“ stimmen, getilgt für eine Schuld, die es so nie gab.

    Es ist einfach! Wenn ein Krieg den nächsten ablösen kann, weil man einem Volk, in dem Fall dem deutschen Volk, die Friedensverträge verweigert, kann man immer so weitermachen. Der Zweite Weltkrieg ging in Fortsetzung des Ersten.., und spinnen wir das mal weiter.., so ginge jeder weitere Weltkrieg lediglich in Fortsetzung von… und so weiter und so fort… Der, der die „Zeche“ bezahlen muss, steht längst fest.

    Und auch diese Frage stellt sich mir immer dann, wenn ich auf der Suche nach Antworten bin:

    Warum erklärte London 1939 den Sowjets nicht den Krieg?

    Als die deutsche Wehrmacht Polen angegriffen hatte, erklärte Großbritannien nach einem außergewöhnlich kurzen Ultimatum am 3. September 1939 Deutschland den Krieg. Als die Sowjets am 17. September in Polen von Osten einmarschierten, erklärte London Moskau nicht den Krieg, brach nicht einmal die diplomatischen Beziehungen ab. Zu den Einzelheiten, die dazu gerne verschwiegen werden, kommen wir aber ein anderes Mal.

    Bis heute werden Deutschland noch von 53 Staaten die sonst üblichen Friedensverträge verweigert.

    ———————————————————————————–

    Warum eigentlich, ignoriert man aus den politischen Reihen die „Feindstaatklausel?“

    Alles nicht so schlimm – lässt man uns „ausrichten“!

    Dazu ein Artikel der „Welt“ vom 19.09.2012. (ich setze den auch noch in den Kommentar)

    Dort heißt es unter anderem:

    „Seit 1945 befindet sich Deutschland in einer bizarren Situation: Als großer UN-Geldgeber und verlässlicher Partner ist es nach der UN-Charta noch immer „Feindstaat“. Die Politik sieht es gelassen.

    Die deutsche Politik macht mit der Feindstaatenklausel das gleiche wie die anderen 192 UN-Staaten: Ignorieren. „Sie ist obsolet und einfach kein Thema mehr“, sagt der deutsche UN-Botschafter Peter Wittig. „Das ist ein Relikt von 1945, das viele nicht einmal mehr kennen.“ Einer Streichung stünde zwar nichts im Wege. „Aber die Vereinten Nationen haben einfach derzeit größere Probleme als eine Formalie, die sich längst selbst erledigt hat.“

    So einfach geht das. Kennt halt keiner! .., Dann braucht man ja auch nichts daran zu ändern. Die Weltpolizei hat andere Probleme. Also das glaube ich sofort, angesichts der zahlreichen „Kriegsspiele“, die sich seit Gründung des Staates USA verzeichnen lassen.

    Und weiter schreibt die Welt in dem Artikel aus 2012:

    „Die Situation klingt bizarr: Die Bundesrepublik ist drittgrößter Beitragszahler, entsendet Tausende Entwicklungshelfer, Soldaten und Polizisten unter der hellblauen Fahne in die ganze Welt, arbeitet emsig im Sicherheitsrat mit und gilt als verlässlicher Partner, der auch mal die eigenen Interessen zurückstellt. Feinde sehen anders aus. Und dennoch: An gleich drei Stellen der fast heiligen UN-Charta wird das Land als Feind bezeichnet.“

    Diese Gelassenheit gegenüber dem Feind ließe sich auch unter der Überschrift „Schweig und zahle“ zusammenfassen.

    https://www.welt.de/geschichte/article160307764/Seit-1945-unveraendert-Deutschland-fuer-UN-noch-Feindstaat.html?fbclid=IwY2xjawPtthFleHRuA2FlbQIxMABicmlkETFwRzNPY1F6QURRMDBIQUF5c3J0YwZhcHBfaWQQMjIyMDM5MTc4ODIwMDg5MgABHiugl4w6tST1fOSWUSXFH21ccEldYngTxkWiGFA3Drenz8tEbuo7uKBgHS9V_aem_Do5qmIyn-frSjLkSPA1Egg

    Die unkündbaren Siegerrechte für Deutschland
    Die Kriegsschuld für den Zweiten Weltkrieg lag bei Deutschland? Tatsächlich?

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  • Respekt vor den Älteren – wir müssen uns erinnern!

    Februar 2nd, 2026

    Älteste sind hier, um uns in die Welt zu bringen und uns ihr Wissen durch Lehren und Führung zu vermitteln. Ein aufrechter Mensch ist dafür dankbar und verhält sich gegenüber den Älteren höflich und rücksichtsvoll. Großeltern, Lehrer und andere Älteste in der Gemeinschaft können unser Leben bereichern, wenn wir ihnen die Chance geben.

    Ist es nicht so ein bisschen wie im Märchen?

    In uns allen ruht das Ursprüngliche, wir müssen nur wieder lernen, dem auf die Sprünge zu helfen, um uns erinnern zu können. Wenn uns das gelingt, schwindet die Kraft der dunklen Mächte.

    Wenn eine Gruppe von Menschen auszieht, um andere Menschen zu entwurzeln /entvölkern, dann verfolgen sie ganz bestimmte Absichten. Daher verweise ich immer wieder darauf, dass sich das, was wir heute erleben, nur mit den Vorgängen aus der Vergangenheit entschlüsseln lässt.

    Mit der Einführung des Mönchslateins, dieser unbelebten, starren Sprache der Kirche, die angeblich den Gelehrten, Reichen und Vornehmen vorbehalten war, legte man einen entscheidenden Grundstein und entfernte die Menschen immer weiter von ihren Sprachstämmen. Ab dato wurde eifrig gefälscht, geändert, gelöscht, verdrängt, versteckt.

    Verwirrung stiftend zogen die Missionare durch die Lande und brachten die Menschen von ihrem ursprünglichen Glauben ab. Das „funktioniert“ bis heute. Wehe dem, der Mensch erinnert sich… sofort wird alles in Bewegung gesetzt (dabei ist jedes Mittel recht), um das nicht zuzulassen. Warum dieses Strenge? Nun, das ist einfach beantwortet: Über jede Erinnerung eines Menschen hinaus, würden sie stückweit an ihrer Macht verlieren.

    Manche Dinge muss man einfach nur beim Namen nennen, immer und immer wieder. Erinnert ihr euch an das Märchen der Gebrüder Grimm: „Rumpelstilzchen“ ?

    Der Name des Titelhelden ist seine Machtquelle, die er verliert, als sein Name enthüllt wird.

    Es geht um den Verlust ihrer Fähigkeiten ( auch Untaten genannt):

    Viele Märchen zeigen, wie manche Menschen ihre „Fähigkeiten“ oder ihre Macht verlieren, sei es durch Verrat oder das Entlarven ihrer Geheimnisse.

    Märchen, sind wie das mittelhochdeutsche Wort „maere“ ursprünglich bedeutete, „Kunde, Bericht“. Es handelt sich um eine wahre Kunde aus übersinnlichen Dimensionen. Diese Mär ist gewiss kein Lügenmärchen.

    „Wenn die Märchen verstummen, verdunkelt sich unser Lebensweg!“ Das wusste schon der Psychologe Wolfdietrich Siegmund zu sagen

    Das Vorausgegangene, das „Alte“, das Ursprüngliche: davon ist über einen vermeintlichen Fortschritt in dieser modernen Welt viel verloren gegangen. Und damit auch der Respekt vor den Älteren.

    Dabei sind doch gerade die alten (indigenen) Völker die Hüter der kulturellen Vielfalt der Erde. Ihr Reichtum sind ihre vielen Sprachen und Kulturen, die Weisheit ihrer Religionen und ihres Umgangs mit der Natur. Die Götterwelt hat die Natur und den Menschen miteinander verbunden, da gab es nie das konkret Trennende.

    ————————–

    Das Bild zeigt einen sibirischen Ewenken-Schamanenältesten mit einer Sammlung schamanischer Gegenstände, darunter Bilder von Hilfsgeistern, Anfang des 20. Jahrhunderts, Sibirien (Nordasien).

    (Die Ewenken sind einer der indigenen Stämme Nordostsibiriens, ihre Sprache gehört zum mandschu-tungusischen Unterzweig der altaischen Sprachgruppe).

    Der Götterglaube der Germanen – eine Verehrung der segensreichen Mächte des Lichts

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  • Warum manch Deutscher verlernt hat, die „eigene Sprache“ zu sprechen ..

    Februar 2nd, 2026

    Ein Auszug aus den unzähligen Kapiteln der Umerziehung – ein Artikel vom 10. Oktober 1947

    Das Amerikahaus entwickelte sich schnell zu einer der wichtigsten Institutionen des Münchner Kulturlebens und zog monatlich durchschnittlich 80.000 Menschen an. So wurde das Amerikahaus zu einer der aktivsten Kultureinrichtungen der USA in ganz Europa. Bücherbusse und Filmmobile erreichten auch die Gemeinden im Münchner Umland. Finanziert wurden diese Aktivitäten zunächst von der amerikanischen Militärregierung, später dann von der United States Information Agency (USIA).

    ————–

    Die massiven Einflüsse des Amerikanischen auf das Deutsche nahmen ihren Anfang nach dem Ersten Weltkrieg. Bereits für die Zwischenkriegszeit konstatierte ein auf die Reinheit der deutschen Sprache bedachter Zeitgenosse abwertend einen »Amerikafimmel«.

    Nach 1945 verstärkten sich diese Einflüsse. Deutschland war besiegt, der Text der Kapitulationsurkunde spiegelte die politische – und damit sprachliche – Wirklichkeit wider: »Diese Urkunde ist in russischer, englischer und deutscher Sprache ausgestellt. Nur der russische und englische Text ist maßgebend.«

    Die USA waren die dominierende Besatzungsmacht des Westens – ihre Präsenz in wichtigen Bereichen des öffentlichen Lebens bereitete die Amerikanisierung der deutschen Sprache vor: »Die Anwesenheit einer großen Zahl amerikanischer Soldaten und Zivilisten auf deutschem Boden; die Herausgabe einer überregionalen Zeitung {Die N e u e Z eitung) durch die Amerikaner für die Dauer mehrerer Nachkriegsjahre; die Verbreitung amerikanischer Filme, Songs, Zeitschriften, Taschenbücher und Theaterstücke …

    Die Amerikanisierung der deutschen Sprache dehnte sich rasch auf nahezu alle Lebensbereiche aus: Musik, Börse/Wirtschaft/Bank/Finanzwesen, Mode/Bekeidung/Textilien”, Kosmetik’, Sport/Fitness,, Flugverkehr/Touristik/Reisen , Hifi/Video/TV ‚, Unterhaltungswesen, Film sind sprachliche Referenzbereiche mit besonders hoher Frequenz gerade in den ersten beiden Nachkriegsjahren.

    ——————

    Wenn wir wieder zu diesen und unseren ursprünglichen Wesenszügen zurückkehren, kann auch die deutsche Sprache wieder an Gefühl ihrer angeborenen Kraft gewinnen. Der Versuch gewisser Mächte, des Abnabelns der Völker von ihrer Muttersprache, ist kein „neues“ Unterfangen. Völker von ihren Wurzeln zu trennen ist eine jahrhundertealte Taktik, um sich ein Volk /ein Land gefügig zu machen. Über den Weg der Zwangs-Christianisierung und mit der Einführung der Kirchensprache (Latein) wurde der Anfang gemacht.

    Alois Bartsch findet 1979 ebenfalls die richtigen Worte: „Die Sprache eines Volkes, eines Volksstammes, ist das wesentlichste Merkmal seines Volkstums. In ihr zeigen sich Herkunft, Wesen und Eigenart noch deutlicher als in seinen Sitten und Bräuchen, zeigt sich die Seele des Volkes.“

    In Bezug zu den verschiedenen Formen eines Kulturtransfers scheint die Entwicklung glasklar: Dazu zählt das jahrzehntelange Bemühen und die Versuche (insbesondere mit Beginn der 1960er Jahre) die deutschen kulturellen als auch sprachlichen Wurzeln zu (ver)amerikanisieren, westernisieren, (ver)denglishen.

    —–

    Im Kommentar noch ein Beitrag-

    Geschichten zur deutschen Sprache unter dem Einfluss sprachlicher Amerikanisierung

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  • Ehrendes Gedenken, Trauern und Erinnerungen unerwünscht?

    Februar 2nd, 2026

    Kommentare wie: „Die Gustloff war ein legitimes Ziel,“ oder „Verdient! Es waren ja Deutsche“ bis zu : „Hätten sie den Krieg nicht angefangen, würden sie noch leben“,… und so weiter und so fort, naja, ihr wisst schon, das „Übliche“ halt, um den Schuldkult unseres Volkes aufrechtzuerhalten.

    Ich bin mir natürlich bewusst darüber, dass diese Art der Kommentare zumeist aus „Nicht-Echt-Profilen“ stammen. (auch Trolle genannt). Denn in der Regel folgt auf das Gesagte nichts mehr, ein niveauvoller Austausch findet also nicht statt.

    Wer meine Beiträge kennt, weiß, dass es mir in erster Linie darum geht, Erinnerungsarbeit zu leisten, das heißt, insbesondere die Ereignisse und Vorgänge aus unserer deutschen Geschichte aufzugreifen, die wenig bis gar nicht in der großen medialen Welt publiziert werden. Ich denke, das sollte erlaubt sein. Denn es geht um das Gedenken an das Erlebte unserer Eltern, Großeltern, Urgoßeltern, Onkel, Tanten, Cousins, unserer Vorfahren.

    Ehrendes Gedenken, Trauern und Erinnerungen unerwünscht?

    Nun, das könnte man bei einigen der hinterlassenen Kommentare durchaus annehmen.

    In dem Zusammenhang erinnere ich mich an diesen Kommentar der letzten Tage, der mittlerweile von dem Ersteller selbst gelöscht wurde, und damit auch meine Antwort darauf.

    Einige werden sich vielleicht (schwach) daran erinnern. Der Beitrag behandelte, die aus den Tagebüchern meiner Mutter übernommenen Vorgänge von 1939 bis 1943. (Den Beitrag findet ihr im Kommentar).

    Der Kommentator warf mir zu diesem Beitrag vor, dort eine Zeile vergessen zu haben, nämlich die, zu Buchenwald, Auschwitz und Dachau. Nun, ich weiß natürlich um seine Bemühungen der Erinnerungsarbeit dahingehend.

    Selbstverständlich habe ich ihm erklärt, wie das passieren konnte, und zwar mit den folgenden Worten:

    „Wissen Sie, ich erinnere mich noch gut an die Zeit meiner Kindheit /Jugend, als wir im Rahmen von Klassenfahrten mehr als fünf Mal Buchenwald besichtigt haben. Nein, diese Zeile ist gewiss nicht vergessen. Auch in Hinblick auf die Erinnerungsarbeit, die wir aus unserem Einkommen bis zum heutigen Tage regelmäßig bestreiten, lässt sich diese Zeile nicht vergessen.

    Noch bis zum Jahr 2023 zahlten wir 13 Millionen Euro für die Erinnerungsarbeit, diese wurde erhöht auf 22 Millionen Euro. »Jüdisches Leben sichtbar machen, Erinnerungsarbeit und Sicherheit von jüdischen Gemeinden verstärken. ( Bericht vom 25.04.2023)« Nein, diese Zeile ist nicht vergessen.

    Sowie auch erbrachte Zahlungen in Höhe von 19,7 Milliarden Euro bis zum Jahr 2022 für NS-Verbrechen. Nein, diese Zeile gerät nie in Vergessenheit.

    Ungeachtet der nie abebbenden Gedenkfeiern, Kniefälle, Schuldbekenntnisse und Projekte wie die der „Stolpersteine“ über das gesamte Jahr, dürfen Sie sicher sein, auch unsere Enkel und Urenkel werden diese Zeile immer in Erinnerung behalten. Machen Sie sich also keine Sorgen, um diese Zeile, denn sie bleibt uns ewig in Erinnerung.“

    Bis in alle Ewigkeit …

    Ja, schade, dass der „gute Mann“ seinen Kommentar gelöscht hat, dabei wollte er doch erinnern.

    Oder hat ihm gar meine Antwort nicht gefallen? Wer weiß das schon?

    Wer ausführlich erfahren möchte, wie sich neben den zahlreichen Gedenkstunden und Bußgängen, die deutsche Erinnerungsarbeit „beziffern“ lässt, der findet auch dazu einen Beitrag im Kommentar

    Reparationszahlungen: Wer will, wer will nochmal, wer hat noch nicht?
    Was zuvor geschah – ein kurzer historischer Streifzug

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  • Auf ein Wort zu den Angelsachsen …

    Januar 31st, 2026

    Bevor, aufgrund der gewiss nie wieder gut zumachenden „Taten“ aus den Reihen der Angelsachsen und Engländer immer wieder über diese geschimpft wird und Anklagen erhoben werden, sollten wir uns gewiss darüber sein, dass es nie (verallgemeinert) „die Engländer“ waren oder sind, sondern, dass es sich immer um eine Gruppe von Menschen handelt, die dazu gebracht worden sind, so zu sein.

    Dass dies auf charakterliche Schwächen zurückzuführen ist, das ist das eine, doch was die Herkunft betrifft, das andere.

    Da ist einiges passiert, auch in Hinblick auf die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Modernisierungsschübe, die gerade unter der Regentschaft Elisabeths im protestantischen England des späten sechzehnten und des siebzehnten Jahrhunderts vollzogen wurden. Siehe auch „Schiller „Maria Stuart.“

    Natürlich wissen wir auch um das Treiben aus den bekannten Reihen, die sich wankelmütige Gemüter zu eigen machten, sie formten (und bis heute formen) und dafür einige Silberlinge „springen“ ließen. Das weiter auszuführen, ist aber jetzt nicht mein Gedanke. Mein Ansinnen ist, das wir verstehen lernen, in welcher Verbindung wir eigentlich zu Britannien stehen.

    Blicken wir also zurück:

    „Um 450 riefen die Briten, ein Teilstamm der Kelten, die Angelsachsen, die damals an den östlichen Küsten der Nordsee wohnten, zu Hilfe gegen die räuberischen Pikten und Skoten (ebenfalls Kelten, im heutigen Schottland).

    Die beiden Brüder Hengist und Horsa landeten mit drei Schiffen in Britannien und warfen die Pikten und Skoten zurück.

    Seitdem gingen immer neue Scharen von Angelsachsen nach der Insel hinüber und setzten sich dort fest.

    Die Briten wurden teils unterworfen, teils nach Wales und Irland abgedrängt.

    Ihr tapferer König Artur lebt in der keltischen Sage als König Artus fort. Ein Teil ging auch über den Kanal und ließ sich in der nach ihnen benannten Landschaft Bretagne nieder.

    Die Angelsachsen gründeten nach und nach sieben Fürstentümer; 827 wurden diese zu einem Reich vereinigt und damit der Grund gelegt zum heutigen Königreich England.

    Die Geschichte geht aber noch weiter.

    Zunächst soviel: Von den kleinen Königreichen, in welche die Angelsachsen nach der Eroberung zerfielen, blieben in der nächsten Zeit sieben oder acht größere bestehen: Essex (Ostsachsen), Sussex (Südsachsen), Wessex (Westsachsen), Kent, Ostanglien, Merzien, Nordhumbrien, benannt nach dem Fluss Humber. Diese bezeichnet man als die angelsächsische Heptarchie.

    An zuverlässigen Nachrichten fehlt es über die sich über einen Zeitraum von 150 Jahren erstreckenden Kämpfe durch die der Süden und Osten Britanniens in den Besitz der Angelsachsen kam und die keltisch-britische Bevölkerung auf Irland, Wales, Cornwallis und die schottischen Hochlande beschränkt wurde.

    Hier machen wir zunächst einen Zeitsprung. Tatsächlich ist bis 1066 noch viel passiert. Die Normannen (Dänen) traten, soweit mir bekannt, erst nach 800 (nach Egberts Zeit) durch ihre Eroberungszüge in Erscheinung. Graf Harald bestieg den Thron und nach der Eroberung durch Wilhelm von der Normandie verschwand das Reich. Doch vergingen noch Jahrhunderte bis die Angelsachsen mit ihren Besiegern, den Normannen verschmolzen.

    >>Noch ein Auszug aus Meyers Konversations-Lexikon (1896)

    Hengist und Horsa, nach sagenhafter Überlieferung die Gründer der angelsächsischen Herrschaft in Britannien, Söhne Wictgils, aus Wodans Geschlecht.

    Die angelsächsische Sage berichtet, Vortigern, König der Briten, habe bei den Angeln und Sachsen um Hilfe gegen die Pikten und Skoten nachgesucht; darauf seien H. und H.449 auf der „Kielen“ hinübergesegelt, bei Ypwinesfleet in Kent gelandet und hätten die Feinde, die schon bis Stamford in Lincolnshire vorgedrungen waren, zurückgeschlagen.

    Und so darf man hin und wieder darauf aufmerksam machen, dass Teile der germanischen Stämme Angeln, Jüten und Sachsen und später Nachkömmlinge der Nordgermanen England besiedelten und diese wiederum als Angelsachsen die halbe Welt – genau betrachtet, herrscht demzufolge ein Bruderkrieg.

    ————————————————————————————————————

    Beitragsbild stammt aus dem Sammelalbum von Albert Thümmel „Deutsche Geschichte“.

    Übernommen aus den Kommentaren:

    „nur das mit der Eroberung durch den normannischen Sohn eines Gerbers und einer Straßenhure mit dem Namen Wilhelm im Jahre 1066 dann und künftig der Machteinfluss der Angelsachsen erheblich schrumpfte und sich bis heute in der Minderheit hält“

    „Wilhelm war kein „Guter“, er war romanisiert, beherrschte (dank des Papstes Gunst) fast das gesamte Land. Der Papst sandte gar eine geweihte Fahne für Wilhelms Heer. Innerhalb von zwanzig Jahren wechselten dann 90 Prozent des englischen Bodens den Besitzer, weil Wilhelm seine normannischen Barone durch Landverleihungen an sich binden wollte. Verwaltungssprache war nun nicht mehr Angelsächsisch, sondern Französisch und Latein. Wilhelm der Eroberer ließ ein Grund- und Steuerkataster für das ganze Land erstellen, das „Doomsday Book“. Die „Giftmischer“ waren immer zugegen. Die „Handschrift“ der Täter ist eben immer gleich. Aber wir müssen lernen, sie von den „Nicht-Tätern“ unterscheiden zu können.“

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  • Alle Schöpfung ist das Werk der Natur. Schon bald feiern wir unser erstes Jahreskreisfest!

    Januar 31st, 2026

    – es ist das Fest des Reinigens und des Neubeginns. Die Zeit also, sich wieder mit der Natur zu verbinden und ihre Kräfte mit allen Sinnen aufzunehmen.

    Der Herrschaftsantritt der Weißen Göttin und des Götterbärs markiert das Ende der Weihnachtszeit. Ihre Herrschaft dauert bis Mai.

    Identisch mit der Ostera der Germanen – verkörpert Brigid die Leben spendenden Kräfte des Ostens, des neuen Morgens.

    Der Februar markiert eine Zeit des Übergangs und des Umschwungs im Jahr. Mit aller Kraft bäumt sich der Winter noch einmal auf, ehe die Temperaturen wieder ansteigen. In dieser Zeit kann es zu heftigen Stürmen oder gar Wintergewittern kommen, wenn kalte und warme Luftmassen aufeinandertreffen.

    Dann befreien sich Bäume von morschen Ästen, Zweigen und letzten welken Blättern, bevor der Frühling wieder Einzug hält. Und so spüren wir bereits Anfang Februar die zögerliche Veränderung in der Natur. Die Sonne gewinnt allmählich an Kraft, die Tage werden länger.

    Im vergangenen Jahr waren wir zu dieser Zeit unterwegs und entdeckten die Reckumer Steine.

    In der Abendsonne schlenderten wir dorthin, unser Bert hat sich im dichten Nebel unsichtbar gemacht.

    Auf der Linie (Ley Linien) befinden sich jede Menge solcher Steine, die den Kelten schon als „Energie (über) träger“ dienten. Nur wenige berichten darüber, vielleicht will man ja das Geschehen der alten Welt eher abseits „betrachten“?

    Die Reckumer Steine sind Bauwerke der Nordischen Megalithkultur /Menhire. Manch ein Megalithgrab weist sogar ein verschließbares „Seelenloch“ auf, dass zu bestimmten Anlässen geöffnet wurde, um so den Kontakt in die andere Welt zu ermöglichen.

    Benannt nach der nahegelegenen Ortschaft Reckum, täuscht die simple Namensgebung über die tatsächliche Aufmerksamkeit hinweg, die die Reckumer ihren Steinen in der Vergangenheit angedeihen ließen: Bis ins 18. Jahrhundert zurücklassen sich Schriften verfolgen, die sich den beiden jungsteinzeitlichen Kolossen widmeten.

    Darüber hinaus ersann man gleich zwei findige Sagen. Genießen wir an dieser Stelle noch einmal die Aufnahmen dazu aus dem vergangenen Jahr. Wir haben damals noch lange der untergehenden Sonne nachgeschaut. Es herrschte eine besondere, ja außergewöhnliche Stimmung.

    Die zerstrittenen Schäfer

    Der ersten Sage nach entstanden die Reckumer Steine wegen eines heftigen Zwists zweier Schäfer: Jeder der beiden nahm für sich in Anspruch, einen herannahenden Bienenschwarm zuerst gesichtet zu haben. „Ik woll, dat du es en griesen Steen dar sitten bleevst“ (Ich will, dass Du als ein großer Stein sitzen bleibst) schrie der eine aufgebracht. „Un ick woll, dat du mi ewig Sellskopp doon mößt“ entgegnete der andere wütend. Sprachs, und schon erstarrten beide Schäfer samt ihrer Herden zu Stein. Alle hundert Jahre zur Heideblüte, glauben die Reckumer, löse sich für eine Nacht der Zauber. Dann zögen die Schafe bei Mondlicht über die Heide, die Schäfer aber führten ihren alten Streit fort bis sie im Morgengrauen erneut ihre Stimme erheben: „Joe Tied is vörbi! (Die Zeit ist vorbei!) und schon würden alle wieder zu Stein.

    Befreundete Riesen

    Gänzlich anderen Ursprungs sind die „Reckumer Steine“ einer zweiten Sage nach: Zwei eng befreundete Riesen, der eine ansässig im heutigen Kleinenkneten, der andere am rechten Hunteufer nahe der Dehmse, teilten sich eine Axt. Oft brauchten sie sie, um Holz für ihre riesigen Backöfen zu schlagen. Damit beide – trotz der Entfernung – stets ungehinderten Zugriff auf die Axt hatten, deponierten sie sie auf der Mitte des Weges nahe der Hunte. Eines Tages hatte der Fluss Hochwasser und so stapfte einer der Riesen durch das Überschwemmungsgebiet. Als sich seine Stiefel randvoll mit Wasser gefüllt hatten, leerte er sie mit einem heftigen Schwung. Mit dem Wasser katapultierte er unzählige große Steine auf die nahegelegenen Heide. Kurz darauf folgte ein wunderschöner Sommertag und beide Riesen sonnten sich an der Hunte. Bald langweilten sie sich, doch einer der Riesen hatte eine zündende Idee: Sie trugen die größten der neulich aus den Stiefeln geschütteten Findlinge zusammen und errichteten zwei mächtige Kammern – die Kammern der „Reckumer Steine“.

    Diese Region ist reich an alten Kultplätzen. Hier entdeckten wir auch zwei Sonnensteine.

    Zuerst kamen wir am Sonnenstein von Beckstedt vorbei. Eher unscheinbar liegt er gegenüber einer Bushaltestelle. Im Gegensatz zum Harpstedter „Sonnenstein“, den wir anschließend entdeckt haben, ist dieser von Beckstedt zwar nur eine Kopie, allerdings eine höchstansehnliche, wie wir finden.

    Der in annähernder dreieckige Dreiecksform überlieferte Beckstedter „Sonnenstein“ wurde 1921 beim Abbruch eines Bauernhauses aus dem 17. Jahrhundert entdeckt. Seine elf konzentrischen Kreise und die mittige schalenförmige Einkerbung wusste zunächst niemand so recht zu deuten. Damals ahnte man nicht, dass es sich bei dem flachen Findling um eine vermutlich drei- bis viertausend Jahre alte Rarität handelte.

    Vergleichbare Steine wurden bis heute lediglich zwei weitere Male geborgen – im 7 km entfernten Harpstedt und in Horsten (Ldkr. Wittmund). So schmückte der Beckstedter „Sonnenstein“ nach seiner Ausgrabung zunächst ganz unspektakulär den Steingarten eines Jagdherren. Erst nachdem ein Bremer Heimatforscher auf den Stein aufmerksam geworden war, wurde man sich des historischen Stellenwertes bewusst.

    Das Original des etwa 90 cm hohen und nur 40 cm flachen Findlings aus rotem Granit befindet sich heute in Schleswig, und zwar in Besitz der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen, Archäologisches Landesmuseum, Schloß Gottorf.

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  • Von ungeistlichen Geistlichen und der Gewalt der „Oberpriester“

    Januar 31st, 2026

    … oder, wenn dem mörderischen Wirken keine Grenzen gesetzt sind, und kaum einer davon redet oder gar weiß.

    Wer hat’s gewusst? Churchill hatte, als er Premierminister wurde, Schulden in Höhe von – man munkelt – 600.000 Englischen Pfund. Diese Schulden verschwanden über Nacht und er war danach erklärter Deutschenhasser. Das daraus Resultierende ist den meisten von uns bekannt.

    Was auch eher selten publiziert wird, im Jahre 1943 ließ Churchill in einer indischen Region die gesamte Weizenernte konfiszieren, was zur Folge hatte, dass ca. 4 Millionen Inder in dieser Region verhungert sind.

    Und das geschah bereits Jahre zuvor:

    Im Jahre 1897 nahm der junge Kavallerieoffizier Winston CHURCHILL, der spätere britische Premierminister, an einem Feldzug gegen indische Grenzstämme an der afghanischen Grenze teil, die sich anscheinend der britischen Herrschaft nicht beugen wollten. Der Kampf in diesem Hochgebirgsgebiet war wie jeder Partisanenkrieg für die regulären britischen Truppen äußerst schwer, und die Engländer hatten starke Verluste. Wie man dann auf die feine englische Art das Partisanenproblem löste, schilderte CHURCHILL selbst in seinem Buch Weltabenteuer im Dienst und man kann ihm bei dem Berichteten wohl Glauben schenken.

    Es heißt dort: »Sir BINDON sandte Befehl, daß wir zunächst im Mamundtal bleiben und es zur Vergeltung (für den Widerstand, H.W.) mit Feuer und Schwert verwüsten sollten. Das taten wir dann auch, allerdings mit aller Vorsicht. So berichtete Churchill über eine Strafexpedition der Engländer im Mamundtal in Indien:

    „Wir gingen systematisch vor, von Dorf zu Dorf, zerstörten als Strafmaßnahme die Häuser, warfen die Brunnen zu, legten die Türme um, fällten die großen schattenspendenden Bäume, brannten die Ernten ab und zerstörten die Wasserreservoirs. Das war sehr leicht, solange die Dörfer in der Ebene lagen. Die Bevölkerung hatte sich auf die Berge zurückgezogen und sah grollend der Verwüstung ihrer Heimstätten und ihrer Existenzmittel zu.

    Als wir uns aber an die Dörfer in den Bergen machten, leisteten sie wütend Widerstand; und jedes Dorf kostete uns zwei bis drei britische Offiziere und fünfzehn bis zwanzig eingeborene Soldaten. Ob das die Sache wert war, kann ich nicht sagen. Jedenfalls war nach Ablauf von vierzehn Tagen das Tal eine Wüste und unserer Ehre Genüge getan.«

    Bald brachten auch Zeitungen Meldungen über die Greueltaten der US- Soldaten auf den Philippinen. Im November 1901 berichtete ein Korrespondent aus Manila für den Philadelphia Ledger..

    Der gegenwärtige Krieg ist keine blutlose Operninszenierung; unsere Männer sind unbarmherzig, sie haben Männer, Frauen, Kinder, Gefangene, aktive Aufwiegler und verdächtigte Leute, ab zehn Jahre aufwärts, getötet, der Hintergrund war der Gedanke, daß Filippinos kaum besser waren als Hunde.

    Unsere Soldaten haben Salzwasser in Männer gepumpt, um sie zum Reden zu bringen, sie haben Leute gefangen, die sich mit den Händen über den Köpfen friedlich ergeben haben, um sie dann eine Stunde später, ohne auch nur den geringsten Beweis zu haben, daß sie Aufwiegler wären, auf Brücken zu erschießen und sie sodann in das Wasser zu werfen, um diejenigen, die sie finden, abzuschrecken

    Das verbrecherische Wirken blickt auf eine lange Geschichte zurück …, denken wir da nur an die Englische Konzentrationslagerpolitik im Burenkrieg (1899):

    Während des Burenkrieges wurden mit Billigung des englischen Parlaments Tausende burischer Frauen und Kinder verbannt oder in Konzentrationslager zusammengetrieben. Und dies, nachdem der konventionelle Krieg für die Engländer bereits gewonnen war.

    Oder an das Töten der Bisons: General William Tecumseh Sherman wurde zitiert mit seiner Aussage „Es wird klug sein, all jene Sportsmänner aus England und Amerika zu einer großen Büffeljagd einzuladen, um richtig Tabula rasa zu machen. Tausende Jäger strömten in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts in die Great Plains, wobei jeden Tag ca. 5000 Bisons abgeschlachtet wurden. 1875 war die südliche und 1882 die nördliche Bisonherde der USA ausgelöscht.

    „Der Bison war alles für die Indianer. Er war ihr Leben. Er war Tag und Nacht. Was sie sahen, rochen, aßen oder anfassten, bestand aus Bison. Er war das Zentrum ihrer Kultur.“

    Nun diese Verbrechen werden vielleicht hin und wieder erwähnt, gerügt, und für nicht gut befunden …

    doch von den Konsequenzen, welche die Verbrecher zu tragen hätten, davon ist nie die Rede.

    —————————————————————————————————————

    Quelle:

    (Vgl. Claus NORDBRUCH, Die Europäischen Freiwilligen im Anglo-Buren krieg 1899-1902, Pretoria 1999, S. 66 f.)

    Vgl. RKA 2089, Bl. 48 f., Generalstab an TROTHA, 8. 12. 1904.

    Großer Generalstab der Kriegsgeschichtlichen Abteilung I (Hg.), Die Kämpfe der deutschen Truppen in Deutsch-Südwestafrika. Bd. 1: Der Feldzug gegen die Hereros, Berlin 1906, S. 189.

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  • „Ereignisse aus längst vergangenen Zeiten“,

    Januar 31st, 2026

    Im Zuge der Reihe: „Ereignisse aus längst vergangenen Zeiten“, sollte auch das nicht unerwähnt bleiben (in Bezug auf die Ausrottung ganzer Volksstämme).

    Wenn auch in unterschiedlicher Besetzung, die Handschrift ist immer gleich.

    So war es in Europa ein Churchill, der Folgendes im Auftrag und aus eigener Überzeugung heraus kundtat und umsetzte:

    • Am 15.12.1944 erklärte Winston Churchill in einer Parlamentsdebatte des Unterhauses: „Die nach unserem Ermessen befriedigendste und dauerhafteste Methode ist die Vertreibung. (im Original: „Expulsion is the method which, in so far as we have been able to see, will be the most satisfactory and lasting“). Sie wird die Vermischung von Bevölkerungen abschaffen, die zu endlosen Schwierigkeiten führt. Man wird reinen Tisch machen. Mich beunruhigen diese großen Umsiedlungen nicht, die unter modernen Verhältnissen besser als je zuvor durchgeführt werden können.“

    • Und weiter führt er aus: 7.02.1945 – Jalta Konferenz: „Es ist uns gelungen, sechs Millionen zu töten, und es wird uns vielleicht gelingen, noch eine Million umzubringen, bevor der Krieg aus ist.“ Dadurch müsste in Deutschland für die transferierten Menschen Raum genug vorhanden sein. Sie werden gebraucht werden, um Lücken zu füllen; daher fürchte ich das Problem der Transferierung nicht, solange es im richtigen Verhältnis steht.“

    Damit steht fest, dass für Ch.urchill die Vertreibung von Millionen von Deutschen aus ihrer angestammten Heimat, der Ostprovinzen des Deutschen Reiches, eine von Anfang an beschlossene Sache war.

    Heute schreiben wir das Jahr 2026: Der Augenblick ist längst überfällig an dem die Bombardierung deutscher Städte, mit dem einzigen Ziel, den Terror zu verstärken, hätte überprüft werden müssen. Denn die Befürchtung bzw. die Ankündigung dieses „ehrenwerten“ Briten in den Besitz eines total zerstörten Landes zu kommen, hat sich bewahrheitet. Die Vertreibung der ostdeutschen Bevölkerung, beruht auf einem Krieg, der ausschließlich zur Ausrottung des deutschen Volkes und zur restlosen Vernichtung seines Vaterlandes geführt wurde.

    ————————————————————————————————————-

    Anmerkung: Wenn wir uns an die Tragödien und das Leid der Völker erinnern, müssen die Täter /die Verantwortlichen genannt werden, also diejenigen, die nie zur Rechenschaft gezogen worden sind und vermutlich auch in Zukunft davon kommen werden.

    Und die Menschen müssen lernen zu verstehen, dass sämtliche Völker dieser Erde gleichermaßen betrogen worden sind und bis in die Gegenwart noch werden.

    ———————————————

    Beitragsbilder stammen aus der Bertelsmann-Chronik des 20. Jahrhunderts 1944-1947

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  • Was taten dazumal die Dichter kund?

    Januar 31st, 2026

    Ulrich von Hutten, aus: „Deutschlands Leiden und Hoffnung“ (1521)

    „Es ist ein jämmerlich Ding um dieses und dergleichen mehr, das wir Deutschen leiden und tragen. Wann will es doch ein Ende nehmen mit den Bischofsmänteln, den Annaten, Pensionen und der Unzahl der Räubereien? Wann wollen doch die Römer einmal ihren Dingen ein Maß setzen? Ich fürchte, wir Deutschen werdens nicht länger dulden können. Ihr unbilliges Gebahren, wodurch sie uns vergewaltigen, nimmt täglich zu, ihre Geldforderung hat kein Aufhören, keine Art kein Maß.

    Ulrich von Hutten, „aus Klage und Ermahnung gegen die Gewalt des Papstes“ ( 1520 )

    „Wir wollen es in der Nähe der Heimat halten,

    lasst mich nicht allein kämpfen.

    Erbarmt euch des Vaterlandes,

    ihr tapferen Deutschen, erhebt eure Hände.“

    ————————————————————————–

    Hutten, Ulrich von (21.4.1488 Burg Steckelberg bei Schlüchtern, Rhön – 29.8.1523 Insel Ufenau, Zürichsee). Der Humanist, Publizist und Dichter (12.7.1517 Poeta laureatus) gehörte zu den bedeutendsten Anhängern der Reformation aus der dt. Reichsritterschaft.

    Bekannt war er wegen seiner gereimten Klag und Vermahnung gegen die unchristliche Gewalt des Papstes und der ungeistlichen Geistlichen.

    Bild: Wikipedia

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