Aufgrund eines Vorfalls des gestrigen Tages, betreffend des Gedenkens der Vertriebenen des Sudetenlandes, möchte ich die Geschichte zum Sudetenland, der Region Böhmen /Mähren noch einmal aufgreifen.

Viel Leid ist hier geschehen, verbunden mit großem Unrecht und Schmerz an unserer deutschen Bevölkerung – wie so oft in den vergangenen Jahrhunderten und Jahrzehnten – wie wir ja gestern aus einem anderen Beitrag erfahren durften.
Was ist passiert? „Rund 500 Menschen haben vorgestern im tschechischen Brünn (Brno) gegen den für Pfingsten in der Stadt geplanten Sudetendeutschen Tag protestiert. Die Teilnehmer folgten einem Aufruf der ultrarechten Kleinpartei Freiheit und direkte Demokratie (SPD). Deren Gründer, Parlamentspräsident Tomio Okamura, nannte das geplante Treffen der Vertriebenen nach Angaben der Agentur CTK eine «himmelschreiende Schande». Demonstranten hielten Spruchtafeln hoch wie «Treffen der Sudetendeutschen – eine Schande für Brünn» oder «Gegen die schleichende Germanisierung» (so im Artikel der Zeit.de/news vom 28.4.2026)

Übrigens: Ähnliche Parolen, wie „gegen die schleichende Germanisierung“, schwappen auch aus den polnisch verwalteten Landesteilen zu uns herüber.
Ja es ist nahezu unglaublich, was da in Brünn auf die „Beine“ gestellt wird – gegen das Gedenken an die menschenverachtende Vertreibung der Sudetendeutschen aus ihrer Heimat.
Ich möchte den ausführenden Gestalten gar nicht so viel Gesicht geben, denn die meisten von uns wissen doch nur zu gut, dass solche Gestalten, die einen solchen Streit unter den Völkern „vom Zaun“ brechen, nicht zufällig auftauchen.
Werfen wir lieber den Blick zurück, also auf das, wie es sich wirklich zugetragen hat, und was diese Region , das „Sudetenland“ so besonders macht.
Da gab es mal einen tschechischen Theaterregisseur, Miroslav Bambusek, der eine berechtigte Mahnung an seine Landsleute sendete:
„Ihr müsst zu eurer Geschichte stehen!“

Leider ist das nicht ganz so einfach, das Rechtsbewusstsein in den Köpfen derer zu wecken, deren Geschichte düster, und von schrecklichen Vorgängen begleitet ist. Grund dafür ist, dass von politischer Seite aus, alles dafür getan wird, das „Falsche“, das „Unrechte“ aufrechtzuerhalten und wie schon in den Jahrzehnten zuvor unter die Menge zu streuen.
Das ist das Ergebnis in dieser verdrehten Welt. Die, die unterlegen sind, werden ausgesaugt bis aufs Blut, und Falsches wird ihnen immer und immer wieder zur Last gelegt. Die anderen werden in ihrem Unrechtsbewusstsein getragen, um die Feindschaft zu den Unterlegenen nicht abebben zu lassen (siehe auch Benes-Dekret). Wenn doch die Menschen dieses intrigante Spiel endlich einmal durchschauen würden.

Der tschechische Dramatiker Miroslav Bambusek aus Laun (Louny) hat auch ein Stück über den Brünner Todesmarsch geschrieben. Nur leider, mag man das nicht „an die große Glocke hängen“, sonst könnten möglicherweise Fragen gestellt werden.
Doch nun zur Geschichte des Sudetenlandes, wenn auch hier nur angerissen – die vollständigen Beiträge findet ihr im Kommentar.
Die Tschechoslowakei war ein Geschöpf der „Friedensverträge“, die auf den Ersten Weltkrieg folgten: ein neuer Staat, zusammengeschustert aus den Überresten des nun erloschenen Österreichisch-Ungarischen Reiches.
Die Bevölkerung dieses neuen Staates bestand aus
7.450.000 Tschechen,
2.300.000 Slowaken,
720.000 Magyaren (Ungarn),
560.000 Ruthenen,
300.000 Juden,
100.000 Polen und
3.200.000 Deutschen, die mithin fast ein Viertel der gesamten Landesbevölkerung umfassten.
Zur Rechtfertigung der Vertreibung der Sudetendeutschen aus ihrer Heimat nach 1945 gehört die Geschichtslegende, nach dem Münchener Abkommen vom 29. September 1938 seien Tschechen aus dem dann dem Deutschen Reich angegliederten Sudetenland „vertrieben“ worden.
Eine solche Vertreibung hat es niemals, insbesondere 1938-1945 nicht, gegeben. Tatsache ist, dass in den vom Münchener Abkommen betroffenen Gebieten der damaligen Tschechoslowakei neben der deutschen Mehrheit Ende 1918 rund 160 000 tschechische Volksangehörige lebten, es im Mai 1939 nach amtlichen Statistiken jedoch etwa 320000 Tschechen waren, also rund doppelt so viele. Sie waren nach 1918 zum Beispiel als Beamte oder Lehrer auch in die rein deutschen Orte gekommen, um diese Gebiete zu tschechisieren.
Die Sudetendeutschen waren dort seit dem Mittelalter ansässig gewesen und hatten im österreichischen, ab 1867 im österreichisch-ungarischen Reich großen Wohlstand erworben. (Siehe auch die Zeittafel).

Die durch den Vertrag von St. Germain64 im Jahre 1919 künstlich geschaffene Tschechoslowakei wurde nun von der tschechischen Mehrheit regiert, was im Wesentlichen für die 3,2 Millionen Deutschen bedeutete, dass sie nun von ihren früheren Untertanen regiert wurden. Es war den Tschechen eine große Genugtuung, die ehemals überlegenen Deutschen herumzukommandieren
Die Tragödie nach der Tragödie wird durch das Benes-Dekret als Zusatzprotokoll zum Vertrag von Lissabon im Jahr 2009 noch besiegelt.


Wir erinnern uns: Benes schloss Vertrag mit Stalin und gab somit den Startschuss zur Vertreibung der Deutschen.
Das Dekret besteht fort…
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Viktor Gollancz, jüdischer Verleger schrieb, als er die Not der Menschen in Deutschland erkannt hatte:
„Sofern das Gewissen der Menschheit jemals wieder empfindlich werden sollte, werden diese Verbrechen als die unsterbliche Schande aller derer im Gedächtnis bleiben, der sie veranlasst oder sich damit abgefunden haben. Die Deutschen wurden vertrieben, aber nicht einfach mit einem Mangel an übertriebener Rücksichtnahme, sondern mit dem denkbar höchsten Maß an Brutaliät. Die Menschen, die ich in Deutschland sah, glichen lebenden Skeletten, richtiger, sie sahen wie sterbende Skelette aus.“
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Die Vertriebenen sind die Opfer der Unmenschlichkeit der Sieger gewesen – und heute sind sie Opfer der Diffamierung durch unsere Medien, Historiker, Personen des öffentlichen Lebens und Politiker.
… was sich gut aus den Aktivitäten gewisser Gruppierungen heraus erkennen lässt.
Deutschland kommt nicht zur Ruhe!
Eure Kommentare:
Innerhalb von zwanzig Minuten mußten meine Großeltern ihren Bauernhof verlassen. Ein Hof mit Rindern, Pferden und vielen Hektar Land. Ein Tscheche kam einfach in ihr Haus und berohte sie. Da standen sie mit ihrem kleinen Köfferchen und drei kleinen Kindern ( das älteste der Kinder meine Mutter, damals 13 Jahre alt) auf dem Feldweg und mein Großvater schaute noch einmal zurück und sagte zu meiner Großmutter und den drein Kindern-wir werden unseren Hof nie wiedersehen. Es war Herbst und ziemlich kalt. So zogen sie ins Nachbardorf, um dort bei den Verwandten meiner Großmutter zu nächtigen. Meine Urgroßmutter. Doch auch dieser Bauernhof wurde kurz darauf von Tschechen geraubt und meine Urgroßeltern, zusammen mit meinen Großeltern und den drei Kindern aus dem Haus geworfen. Dan schliefen sie in eine Stall, bis der Befehl kam, sie hätten sich an einem bestimmten Tag am Bahnhof für den Abtransport einzufinden. Meinen Großvater hatten die Tschechen noch einige Zeit vor der Deportation in ein KZ der Tschechen gesteckt. Er mußte dort in einem Bergwerk unter Tage arbeiten. Mein Grovater hat auch niemals mehr über die Vertreibung gesprochen und meine Mutter, heute 93 Jahre alt, sie wird nervös, wnn ich sie manchmal nach einigen Begebenheiten dieser Vertreibung fragen möchte. Sie ist voller Ängste und bei vielen Menschen die i Vertreibunge durchmachen mußten, die leiden unter massiven Traumatas. Persönlich verzeihe ich diesen Tschechen absolut nichts! Das was die unseren Familien angetan haben-Niemals vergessen.
Das Verhältnis meinerseits zu Polen/Tschechien/Slowaken kühlt sich auch immer drastisch ab, wenn ich in den Zeitzeugen und Geschichtsbüchern lese. Es ergreift mich eine fassungslose Leere, mit welcher Selbstverständlichkeit die grausamsten Seelenmorde begangen werden, ohne dass es jemals auch nur öffentlich angesprochen wird, gleichzeitig aber alle Opfer eine starre lähmende Schuldzuweisung aufgedrückt bekommen. Kein Wunder, dass sich die alten nicht trauen darüber zu sprechen. Eine Zeitlang war es sogar lebensgefährlich, wenn man nur deutsch gesprochen hat.
Meine Vorfahren Waren Sudeten-Deutsche Und Haben Sehr viel verloren Großen Bauernhof, Geschäft usw,!
Was nicht alle wissen : Im Hultschiner Ländchen ist die Vertreibung nicht so umgesetzt worden weil man die Hultschiner für germanisierte Tschechen hielt. Heute ist das Gebiet noch zweisprachig geprägt mit eigenem Radio
Die Vertreibung der Deutschen aus Böhmen und Mähren – und übrigens auch aus der Slowakei – war völkerrechtlich betrachtet unbestreitbar Völkermord, auch wenn nicht alle 3,5 Millionen Deutschen 1945/46 ermordet worden sind. Der Tatbestand des Völkermords war dennoch erfüllt, weil eine Volksgruppe fast vollständig auf ihrem angestammten Boden ausgelöscht worden ist. Die tschechischen Rechtsextremisten in Brünn müssen froh sein, dass nur noch die wenigsten Sudetendeutschen auf Restitution ihres völkerrechtswidrig geraubten Eigentums bestehen. Obwohl es völkerrechtlich ihr gutes Recht ist, ihr Hab und Gut zurück zu verlangen.
Und manche Charaktere ändern sich nie… Leider, da hilft es auch keine gute Miene zu machen. Immer wenn’s zum Nachteil Deutschlands geht,da ist man sich einig…. Nach der langen Zeit wäre eher Verständigung angesagt.
Der genozide Ungeist vom Deutschenhasser Benesch lebt in seinen Dekreten noch heute in den Köpfen der Tschechen. Und das unter den Augen der großen EU Menschheitsapostel!
Wichtig wäre es , dass die Tschechen endlich das begangene Unrecht anerkennen. Das Gegenteil ist oft der Fall. Deutsche Übersetzungen an Sehenswürdigkeiten oder auch andere Hinweise werden entfernt und durch englische übersetzt. Während die Deutschen immer wieder auf Unrecht hingewiesen werden, gilt das für die Tschechen nicht.
Danke für diese hervorragende Stellungnahme. Sie zeigt nicht nur die Fakten auf, sondern macht auch deutlich, dass der Deutschenhass noch immer vorhanden ist, ohne dass in der BRD die dringend notwendige, wahrheitsgemäße Aufklärung über dieses Völkerrechtsverbrechen , entsprechend berichtet würde!
schrecklich, was dort geschah. Ich kannte einige Sudentendeutsche in meiner Heimatstadt, die alles verloren hatten und es trotzdem wieder zu was in D brachten – fleissig und mit guter Arbeit. Sie haben auch nie über die Verteibung gesprochen.