Vom „Tag der Befreiung“ und den „Feierlichkeiten der Sieger“ – eine Nachlese

Wenn man sich derart feiern lässt, also einen Sieg feiert, der sich ausschließlich im Nachkriegsgeschehen über Folter, Töten und Morden definieren lässt, stellen sich mir Fragen. Und die Zweifel an der Wahrhaftigkeit einer solchen Siegesfeier wachsen.

Wir schreiben den 9. Mai 2026, und es lässt sich wie folgt beobachten: Die „Siegparaden“ werden Jahr für Jahr größer und bizarrer. Es wirkt ein bisschen, als sei der russische „Kader“ davon besessen.

Doch ich bin gewiss, das Volk möchte das nicht. Des Volkes Stimme und dessen Gedanken sind andere als die, welche der Präsident des Landes unterschwellig präsentiert. Die Russen sind ein liebenswertes Volk. Sie stehen uns sehr nah. Es sei denn die Propagandamaschinerie dringt in die Köpfe derer, die es so verstehen sollen. Ich erinnere hier an das Tun eines Ilja Ehrenburg.

Was Propaganda in den Köpfen der Menschen anrichten kann, ist bekannt.

Indes gedenken wir unserer deutschen Opfer, den Alten, den Müttern, den Kindern, den tapferen Soldaten, und all den unschuldigen Zivilisten, die unter dem Joch der sogenannten „Befreier“ großes Leid erfahren haben und zu Tode kamen.

Interessantes in diesem Zusammenhang gibt es auch zur Kapitulationserklärung des japanischen Kaiserreiches –

Es handelt sich dabei um die Erklärung, mit welcher der Zweite Weltkrieg offiziell endete (2. September 1945), im Anschluss an die Kapitulation der Deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945.

Nach allgemeiner Meinung waren die beiden auf Japan am 6. und 9. August 1945 von den USA abgeworfenen „Atombomben“, die in Hiroshima mindestens 110 000, in Nagasaki mindestens 36 000 Menschen sofort, vielen noch anschließend, das Leben kosteten und noch mehr Menschen verletzten, notwendig, um Japan zur Kapitulation zu veranlassen und den Zweiten Weltkrieg in Fernost zu beenden.

So stellt beispielsweise die Chronik des 20. Jahrhunderts unter dem 6. August 1945 fest: »Die USA zwingen Japan mit dem Einsatz der verheerenden Waffe zur Kapitulation.«

Das ist jedoch nicht richtig. Japan war schon vorher kapitulationsbereit und hatte seit Februar 1945 seine Bereitschaft dazu, auch über Moskau, signalisiert.

Die Alliierten waren aber darauf nicht eingegangen, Moskau wollte noch in den Krieg gegen Japan eintreten: Obwohl im ganzen Zweiten Weltkrieg die Japaner nicht – trotz Deutschlands Drängen – der Sowjetunion den Krieg erklärt und somit STALIN im Herbst 1941 die kriegsentscheidende Möglichkeit geboten hatten, seine ostsibirischen Truppen gegen den deutschen Angriff vor Moskau einzusetzen, erklärte Moskau am 8. August 1945 noch Japan den Krieg, um Landforderungen, unter anderem die Nordkurilen, gegen Tokio durchsetzen zu können.

Erst nach dem Abwurf der zweiten Atombombe nahmen die USA Japans Kapitulation an. Hauptgrund in Washington war nicht, wie vorgeschoben, dass der Abwurf der Atombomben den Krieg abkürze und vielen US-Soldaten das Leben rette, sondern, dass die ursprünglich zum Einsatz gegen Deutschland entwickelte „Atombombe“ erst im Juli 1945 – und damit nach der Kapitulation der deutschen Wehrmacht – einsatzbereit war und ihre Wirkung noch auf jeden Fall den mitsiegenden Sowjets demonstriert werden sollte, um den USA bei den kommenden Auseinandersetzungen das Übergewicht zu geben.

Dafür mußten Hunderttausende von Zivilisten vorher noch sterben.

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Ein Blick zurück:

Dazu sei abschließend zur politischen und geschichtlichen Entwicklung des 19. Jahrhunderts, der amerikanische Sezessionskrieg genannt und der Aufstieg der USA zur Weltmacht. Die USA waren gebietsmäßig immer größer geworden. Dies einerseits durch die stetige Ausdehnung nach Westen, wobei mit den Ureinwohnern, den Indianern, bekanntlich nicht viel Federlesens gemacht wurde. Hätte diese Machtstellung (Weltmacht) im 20. Jahrhundert nicht bestanden, würde die Welt heute sicher anders aussehen. Nicht zuletzt war es die Belieferung der Alliierten (vor allem der Sowjetunion) mit militärischer Ausrüstung in einem immensen Ausmaß durch die USA, die das Kriegstreiben erstarken ließ.

Weiter geht es im Beitrag im Kommentar: „Japan und der Rest der Welt“. Dort lest ihr auch, was es mit der Flagge der USA auf sich hat, die 1945 über der japanischen Hauptstadt gehisst wurde.

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Infotafel

Nach Angaben des japanischen Historikers Yoshiaki YOSHIMI24 haben die USA in den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges auch einen massiven Chemiewaffenangriff auf Japan erwogen. Nach seinen Entdeckungen in einem

Archiv im US-Staat Maryland sei ein plötzlicher Einsatz von Chemiewaffen vorgeschlagen worden, »der leicht fünf Millionen Menschen tötet«.

Die dann eingesetzten beiden „Atombomben“ forderten rund 200 000 Todesopfer.

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Quellenangaben

Chronik des 20. Jahrhunderts, Chronik Verlag im Bertelsmann Verlag, Gütersloh 1999, S. 280.

Aufnahmen / Fotos sind die Schlagzeilen, ebenfalls abgedruckt in der Bibliothek des 20 Jahrhunderts des Bertelsmann-Verlages

Ausführliche Belege dazu mit US-Quellen bei: Mansur KHAN, Die geheime Geschichte der amerikanischen Kriege. Verschwörung und Krieg in der- Außenpoiitik, Grabert Tübingen 1998, S. 224 f.;

siehe auch: LIDDELL HART, Geschichte des Zweiten Weltkrieges, Econ, Düsseldorf- Wien 1972,

Eure Kommentare:

ich dache ja immer ich weiß schon viel über die wirklichen Hintergründe, aber dass die Atombombe für uns gedacht war, ist mir neu, überrascht aber nicht so wirklich.

Noch ein Tropfen mehr in dem längst überlaufenden Fass…

Nein, nein, nein…wir dürfen nicht vergessen und von Vergebung will ich gar nicht erst reden, da sperrt sich alles in mir…das ist mir nicht möglich.

Bei wem auch immer der rechte Funke brennt, dafür Sorge tragen, dass er nie erlischt und das er weiter im Herzen brennt für uns, unsere Ahnen unsere Nachkommen, unser heiß geliebtes Land…ich scheiss auf die Grenzen, die sie uns gezogen haben. Mein Herz ist ebenso im Elsass wie in Ostpreußen, Schlesien…unsere schönen Lande eben, gestohlen und mit Gewalt zerrissen, was unser Schöpfer zusammengefügt hat.

Ich höre jetzt auf, denn mein Herz schmerzt gerade zu sehr.

Das größte Übel dieser Welt ist die LÜGE…nicht der Krieg. Stellt euch vor es gäbe nur die Wahrheit, was wäre dann? Dann säßen wir nicht hier mit weinenden Herzen…

Das erschüttert mich aber jetzt noch mehr. Davon habe ich noch nie gehört.

Mit der Kriegserklärung der Sowjetunion gegen Japan brach die Sowjetunion den Neutralitätspakt mit Japan, das in Moskau am 13. April 41 geschlossen wurde. Dass man Stalin nicht trauen konnte, zeigte sich schon mit dem massiven Aufmarsch der Roten Armee seit März 41 Richtung Westen. Die Präventivschlagthese ist gar nicht soweit hergeholt. Mit Japan bewies Stalin nun mal, dass Verträge für ihn nichts Wert sind.

USA war und bleibt ein Staat des internationalen Terrors.


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