Der Prager Fenstersturz hatte keine Verletzten zur Folge, endete aber für Millionen Menschen tödlich!

Ein weiterer Beitrag aus der Reihe „Verschwörung gegen den Frieden“ – oder „der Krieg, der niemals enden sollte.“

Alles begann vor genau 408 Jahren, am 23. Mai 1618.

Da sprachen zwölf Abgesandte der protestantischen Adeligen Böhmens in der kaiserlichen Kanzlei in Prag vor. „Im Majestätsbrief“ von 1609 hatte der damalige Kaiser Rudolf II. den zum Protestantismus übergetretenen Böhmen freie Ausübung des Glaubens zugesichert. Sein Nachfolger Mathias bestätigte diese Zusage erst, aber dann verbot er im Mai 1616 den Bau zweier protestantischer Kirchen.

Doch die Böhmen wollten sich ihren reformierten Glauben nicht nehmen lassen – langwierige Verhandlungen folgten, auch an diesem 23. Mai sollte verhandelt werden. Doch dann wird die Debatte immer hitziger. Schließlich drängen die aufgebrachten Böhmen die kaiserlichen Stadthalter zur Fensterfront. Erst fällt der eine, dann der andere. Ums Leben gekommen ist bei diesem Fenstersturz zum Glück niemand – die beiden Kaiserlichen landeten nämlich nach 15 Metern freiem Fall unverletzt im Misthaufen unter den Fenstern der Prager Burg.

Dennoch wird der „Prager Fenstersturz“ für Millionen Menschen tödliche Folgen haben – mit dem Fall in den müllgefüllten Burggraben beginnt nämlich der Dreißigjährige Krieg.

———————————–

In diesem Beitrag schauen wir zunächst, was dem vorausgegangen ist. Denn wie wir wissen, hat jede Geschichte eine Vorgeschichte …

Der Krieg, der zur Tragödie der deutschen Geschichte wurde, lässt sich nicht aus einer einzigen Ursache heraus erklären.

An der Oberfläche war er ein Konflikt zwischen den Konfessionen, ein Versuch, das durch die Reformation verlorengegangen Terrain für die Römische Kirche wiederzugewinnen. Zugleich aber waren die religiösen Gegensätze unentwirrbar verknüpft mit politischen Machtansprüchen. Auf der einen Seite die des Kaisers, der die Herrscherpositionen der westlichen Nachbarstaaten, das starke Königtum Frankreichs, Spaniens, Englands vor Augen hatte. Auf der anderen Seite die der Fürsten, deren Selbstständigkeitsbestrebungen im Protestantismus eine Rechtfertigung – und große Landgewinne durch Einverleibung der geistlichen Gebiete – erhalten hatte.

Schließlich aber wurde der Krieg, und das entkleidet ihn jeder vorgeschobenen religiösen Argumentation zum Kampf zwischen dem katholischen Frankreich und dem katholischen Habsburg.

Grundsätzlich ist es möglich, alle diese Dokumente (Österreich, Schweden etc.), die uns zugetragen wurden, zu fälschen, um eine fiktive Geschichte um einen Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken zu schaffen, um Massenmorde an Heiden zu verschleiern.

Hierzu erinnern wir uns:

„Sterben soll, wer Heide bleiben will“ – unter diesem Leitmotiv überzog der Namensgeber des Preises, Karl der Große, vier Jahrzehnte lang einen Großteil Europas mit Krieg. Heute erkennen mehr und mehr Menschen, dass Karl weder »Leuchtturm«, noch »Vater Europas« war. Sein Denken und Handeln stehen im krassen Gegensatz zu allem, was Europa Gesicht und Farbe verleiht. Sein ganzes Leben lang führt er Kriege, fördert Bischöfe und Klöster nach Kräften und wird von der Kirche im Gegenzug selig und sogar heiliggesprochen.

Von den wenigen Stimmen gegen die Zwangsmissionierung ragte die von Alkuin heraus, der Ende des 8. Jahrhunderts immer wieder betonte, wie falsch der Weg war, den der Frankenkönig eingeschlagen hatte:

„Wie kann ein Mensch gezwungen werden zu glauben, was er nicht glaubt? Man kann einen Menschen zur Taufe treiben, aber nicht zum Glauben“ Weiter sprach der gebildete Angelsachse: „Der Glaube ist eine Angelegenheit des freien Willens und nicht des Zwanges“.

Tod oder Taufe!

Mit Hilfe drakonischer Strafen sollte den Sachsen und anderen germanischen Stämmen verdeutlicht werden, dass der christliche Gott kein gewöhnlicher Gott war, sondern weit über ihren eigenen Göttern stand.

Und auch daran erinnern wir uns: dass die Eigenverantwortung ein zutiefst heidnisches Konzept ist – , und das alle aus dem Boden gestampften Religionen Konstrukte sind, die den Heiden (Naturvölkern) seine Eigenverantwortung entreißen wollen.

Daran knüpft die Ausrottung der indigenen Bevölkerung weltweit an …,, die bis in die Gegenwart andauert.

—————————————

Der Verlauf auf einen Blick:

• Das Erstarken des Katholizismus

• Der Jesuitenorden

• Das Konzil zu Trient (1545-1563)

• Der Niedergang des Protestantismus

• Und schließlich der Dreißigjährige Krieg (1618-1648)

Der Papst schlägt zurück …

Das Erstarken des Katholizismus: Um 1560 war das deutsche Volk zu neun Zehnteln protestantisch. Nun aber ging die katholische Kirche zu einem großangelegten Gegenangriff vor. Ihre Hauptwaffe in diesem Kampf waren der Jesuitenorden und das Konzil von Trient. (siehe Beitrag im Kommentar)

—————————————————————————————

Es empfiehlt sich, insbesondere die Stellen aus unserer jahrhundertealten Geschichte aufmerksam zu lesen, deren Ereignisse in der Öffentlichkeit am wenigsten Beachtung finden und kaum publiziert werden. Die Hinweise daraus sind quasi unsere Wegweiser. Nur, wenn wir in den Jahrhunderten achtsam zurückgehen, werden wir begreifen, was sich in der Gegenwart abspielt, und in der jüngsten Vergangenheit „vom Zaun gebrochen“ wurde – es sind allesamt deutsche Tragödien. Und diese gehören weiter gereicht.

Wir sollten den Geist unserer Nachwelt nicht unterschätzen!

—————————————————————————————————

Infotafel:

Bis zum Zerfall war das Heilige Römischen Reiches deutscher Nationen überwiegend heidnisch. Über die Zwangschristianisierung wurden die ursprünglichen Bräuche und Naturkulte von den Kirchen und weltlichen Herrschern streng verfolgt.

In den Weiten des Russischen Reiches und in entlegenen Regionen Nordosteuropas (beispielsweise bei den finno-ugrischen Völkern) lebten viele Ethnien, die offiziell zwar als christianisiert galten, deren Kultur jedoch tief in alten heidnischen Ritualen und der Naturverehrung verwurzelt war.

Der isländische Volksglaube war stark von überlieferten germanisch-heidnischen Sagen und Naturgeistern geprägt. Der Einfluss der Kirche war auf der Insel nicht allgegenwärtig, sodass Elfen, Trolle und alte Riten im Denken der Bevölkerung fortbestehen konnten.

Die samische Bevölkerung in den nördlichen Teilen von Norwegen, Schweden und Finnland praktizierte ebenfalls noch weitgehend ihre traditionelle schamanistische Bräuche. Eine systematische Missionierung der Samen durch die lutherische Kirche erfolgte erst ab Mitte des 17. Jahrhundert.

Zur samischen Bevölkerung findet ihr noch einen Beitrag im Kommentar.

In den riesigen, dünn besiedelten Gebieten Sibiriens und im äußersten Norden Skandinaviens (Lappland) praktizierten die indigenen Völker (wie die Samen, Burjaten, Jakuten und Nenzen) weitgehend unbeeinflusst vom Christentum Schamanismus und Naturreligionen.

Die meisten Urvölker in Nordamerika (wie in den heutigen USA und Kanada) sowie tiefe Regionen des Amazonasbeckens und der Anden in Südamerika waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht missioniert und praktizierten ihre traditionellen kosmologischen Glaubenssysteme.

Auch die Völker im tropischen und südlichen Afrika folgten überwiegend traditionellen afrikanischen Bräuchen


Hinterlasse einen Kommentar