Anfang 1634 wurde er vom Kaiser als Hochverräter abgesetzt und in der Nacht vom 25. zum 26. Februar samt seinen Getreuen von kaiserlichen Offizieren in Eger (Böhmen) ermordet.

Wallenstein (Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein“) – Er war nicht nur ein listiger Feldherr, sondern auch ein Finanzgenie. Wollte Wallenstein gar Kaiser werden? Wir werden es nie wissen. Sicher ist, dass die Mächtigen seiner Zeit ihn so fürchteten, dass sie ihn ermorden ließen.

Der kaiserliche Finanzier Jacob Bassevi (Basch) und Wallenstein waren enge Geschäftspartner. Bassevi finanzierte Wallenstein nicht im Alleingang, sondern als treibende Kraft im Prager Münzkonsortium (1622/23). Dieses künstlich geschaffene Geldmonopol, dem auch Hans de Witte angehörte, ermöglichte es Wallenstein, seine riesigen Truppen aufzustellen und aufzukaufen
Aber wer war Jacob Baron von Treuberg Bassevi?
Jacob Bassevi, auch Baschevi, war ein Sohn des aus Italien stammenden Abraham Basch. Bassevi begann in jungen Jahren mit geschäftlichen Aktivitäten und spezialisierte sich erfolgreich zunächst auf den Handel mit Silber, Bestandteil der damals gängigen Währung der Silbermünzen.
Durch sein Vermögen als Großhändler, Steuereinnehmer von Böhmen und Heereslieferant trug er wesentlich zur Finanzverwaltung der Kaiser Rudolf II., Matthias, und Ferdinand II. aus dem Hause Habsburg bei. Gemeinsam mit anderen Geldgebern gab er diese finanziellen Kredite, besonders an Ferdinand II., der große Summen für die Durchführung des Dreißigjährigen Krieges und der Rekatholisierung nach der Schlacht am Weißen Berg bei Prag benötigte.
Bassevi pachtete ab dem 1. Februar 1622 zusammen mit Hans de Witte, Albrecht von Wallenstein, Karl von Liechtenstein und Paul Michna von Vacínov von Kaiser Ferdinand II. das Münzregal von Niederösterreich, Böhmen und Mähren auf ein Jahr.
Nach außen trat Hans de Witte als Vertreter des Konsortiums in Erscheinung. Zur Finanzierung der Pacht und um Mittel für die wachsenden Kreditansprüche des sich ausweitenden Krieges aufzubringen, wurden Münzen geprägt, die teilweise nur ein Sechstel des angegebenen Silbergehaltes aufwiesen. Der Handel mit ausländischen Münzen wurde vom Kaiser verboten. Eine gewaltige Inflation der Währung war die Folge.
Mit dieser Münzverschlechterung der sogenannten Kipper- und Wipperzeit destabilisierte das Konsortium die Versorgungslage der Bevölkerung, was zu Hungersnöten, Plünderungen und sonstigen Grausamkeiten führte. Mit diesem Geld kauften Liechtenstein, Wallenstein, Michna und andere die Güter zwangsenteigneter evangelisch-lutherischer Standesherrn. Wallenstein entlohnte mit Bassevis finanziellen Krediten die Söldner seiner Feldzüge im Dreißigjährigen Krieg.
(Auszug Meyers Konversations-Lexikon 1896)
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„Der Krieg muss den Krieg ernähren“ war Wallensteins Motto, und er scheute sich auch nicht Güter und Gelder von der Bevölkerung der Kriegsgebiete zu erpressen.
Die Geldgeber, (das Kartell dahinter), halten bis in die Gegenwart ihre Stellung, nur in anderen Gewändern. Das Vorgehen hat nie an Aktualität verloren. Bassevi war übrigens der erste Jude im habsburgischen Reich, der geadelt wurde.
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Über die Mythen und Rätsel des „Wallensteins“ lest ihr im Kommentar.
