„Verschwörung gegen den Frieden“ – zum Ende des Dreißigjährigen Krieges

„Das Reich war tot. Nacht war es geworden über Deutschland, tiefe, schauervolle Nacht. Aber die deutsche Seele träumte einen schönen Traum: einst werde die Sonne wieder aufgehen über den deutschen Landen und über dem deutschen Volk, und ein neuer Tag werde erscheinen und mit ihm ein neues Reich.

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Der Westfälische Friede zu Münster und Osnabrück schloss 1648 den für Deutschland schicksalhaften Dreißigjährigen Krieg ab, zerstörte die Macht des deutschen Kaiserreichs und besiegelte für mehr als 200 Jahre mit der Einführung der Kleinstaaterei und des Partikularismus die politische Ohnmacht Deutschlands.

Die jahrzehntelange Dauer des Krieges war vor allem das Werk des französischen Kardinals Armand Jean DU PLESSIS, Herzog von Richelieu und Fronsac (1585-1642), der ab 1624 als erster Minister König LUDWIGS XIII. die französische Politik bestimmte und Frankreichs Einheit erneuerte. Über sein Testament und seinen in seinem Geist handelnden Nachfolger, den Kardinal MAZARIN, wirkte er auch noch auf den Westfälischen Frieden ein, in dem vor allem Frankreich seine politischen Vorstellungen durchsetzen konnte.

Wer war dieser Kardinal Richelieu?

Er hieß mit vollem Namen Armand Jean du Plessis und wurde von Maria von Medici, der Gattin Heinrich IV., in den königlichen Rat. Er war Meister im Schmieden von Intrigen, 1624 wurde er erster Minister. Er arbeitete gezielt daran, die Macht des Adels zu brechen, um den König als Alleinherrscher zu etablieren. Außenpolitisch bemühte er sich Frankreich zu stärken, indem er die Habsburger schwächte. Er versuchte auch die Wirtschaft zu reformieren, förderte den Handel mit den Kolonien und unterstützte Wissenschaft und Kunst.

Und wer war Kardinal Mazarin?

Er hieß eigentlich Giulio Raimondo Mazzarino und war gebürtiger Italiener. Er wurde Diplomat im Dienste des Vatikans, Kardinal Richelieu holte ihn nach Frankreich, nach dessen Tod übernahm er dessen Stelle im Kronrat des Königs. Er führte die Staatsgeschäfte für den damals noch minderjährigen Ludwig und erzog diesen nach den Prinzipien des Absolutismus. Er setzte die Politik Richelieus konsequent fort und bestimmte auch maßgeblich an der Politik Frankreichs im Dreißjährigen Krieg.

Damals schwebte Deutschland am Rand des Abgrunds. Seine alte Waffenherrlichkeit war im Dreißigjährigen Krieg dahin gesunken. Umgekehrt hatte sich bei den Franzosen die Kriegserfahrung glänzend entwickelt.

Ludwig XIV. verlegte seine Residenz aus dem Louvre in Paris nach dem nahen Versailles. Aus einem kleinen Jagdschloss dort schuf er durch riesenhafte, ungeheuer kostspielige Bauten einen glänzenden Palast. In ihm wurde am 18. Januar 1871 das deutsche Kaisertum proklamiert und am 28. Juni 1919 der Versailler Vertrag diktiert.

Bald erhob sich in der Nähe auch eine ausgedehnte Stadt. Sogleich nach der Übernahme der Macht begann Ludwig mit dem Versuch, Frankreichs Grenzen zu erweitern. Neun Jahre lang führte er einen Krieg in barbarischer Weise.

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Über Ludwig XIV., seinen Innen- und Außenpolitik – „Un roi, une loi, une foi“ (ein König, ein Gesetz, ein Glaube) lest ihr am besten weiter im Kommentar


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