„Warum gab es eigentlich am 20. Juni zum Gedenktag der Opfer von Flucht und Vertreibung keinen Beitrag von dir?“
So der Blick heute Morgen in mein Postfach: Ihr stellt die Fragen und ich versuche darauf zu antworten.
Es gibt tatsächlich einen guten Grund, warum ich mich genau an diesem 20. Juni mit Beiträgen zu Flucht und Vertreibung zurückgehalten habe:
Die Symbolik zu diesem, von den Bundesbehörden ins Leben gerufenen Gedenktag, fühlt sich einfach falsch an. Das ist auch nicht erst seit „gestern“ so…
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• Von der Bundesbehörde heißt es unter anderem in einem Aufruf zum Gedenken:
„Diese Menschen waren diejenigen, die als erste seit dem Winter 1944/1945 für die millionenfachen Verbrechen insbesondere in Polen und der Sowjetunion,» für die deutsche Schuld«, bezahlen mussten. Zu diesem Gedenktag werden am 20. Juni bundesweit die obersten Bundesbehörden und ihre Geschäftsbereiche beflaggt.“
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Es gab nie diese „deutsche Schuld“, das sollte bekannt sein. Doch mittels solcher Gedenktage wird vor allem eines bezweckt: Die Alleinschuld der Deutschen zu propagieren, um diese in den Köpfen der Menschen zu manifestieren.
Es geht nicht um die Menschen, um das Elend und das Leid, was unsere Vorfahren erleiden mussten – das ist Nebensache. Es geht nur um das Aufrechterhalten der „Mär vom bösen Deutschen“ und der damit verbundenen Absicht, alles was mit Deutschland und den Deutschen zu tun hat, auf schamlose und taktlose Art und Weise zu publizieren.
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• Weiter heißt es:
Der bundesweite Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung ist jedes Jahr der 20. Juni. Er wurde im August 2014 von der Bundesregierung beschlossen und fällt auf den 20. Juni, wodurch er zeitgleich mit dem von den Vereinten Nationen ausgerufenen Weltflüchtlingstag stattfindet.
Zahlreiche Hilfsorganisationen nutzen den Tag, um auf globale Krisen aufmerksam zu machen und Spenden zu sammeln.“
Im Zuge des Weltflüchlingstages handelt sich um eine Strategie für Asyl -und Migrationsmanagement, eine Vision der EU für einen neuen umfassenden Ansatz für Migration und Asyl vorgelegt, der fair und entschlossen ist“
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Wir bleiben auch ehrlich und entschlossen und gedenken unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern an jedem Tag im Jahr. Niemals vergessen wir, wie es sich wirklich zugetragen hat und was unser Volk erleiden musste. Es gibt Untaten, über die kein Gras wächst!







Und dafür bedarf es keines 20. Juni, unter fadenscheinigen Aussagen.
Die Lüge darf eben alles. Doch die Wahrheit bleibt vergraben. Das gilt es, zu ändern!
Ja, es gab sogar mal einen Film … „Die Flucht“.
Wiederholt wurde der Film zuletzt zur „besten“ Sendezeit:
Teil 1 am 22.12.2022 von 01:20 – 02:50
Teil 2 am 23.12.2022 von 02:05 – 03:35
Allerdings bleiben die grausamen Vorgänge und Untaten, die einem einfach nur den Atem stocken lassen, in dem Film unerwähnt.
Gerade mal drei Stunden behandelt dieser Film die Flucht und Vertreibung von etwa 20 Millionen Menschen. Nur wenige überlebten das ausufernde Massaker, viele starben auf der Flucht durch Folter oder über mehrfache Vergewaltigungen. Sie erlitten unvorstellbare Qualen. Das war Völkermord!
Es ist die Pflicht jedes Überlenden (und Wissenden) den historischen Tatsachen zu ihrem Recht zu verhelfen!
Eure Kommentare /Erlebnisberichte
Die Oma meines Manne, 3 Kinder, alle 3 im Krieg verstorben. 1 in Stalingrad, der Vati meines Mannes. Der jüngere Bruder und Jugoslawien. Die ältere Tochter mit 3 kleinen Kindern, auf der Flucht aus Danzig, so schlimm von einer Horde Polen vergewaltigt, das sie nach der Ankunft in Leipzig daran verstorben ist. Wer hat diese Brutalinskis je zur Rechenschaft gezogen? Wa haben die Alten, Frauen und Kinder ja den Anderen angetan? Z
Haben die Polen oder Taschen je Wiedergutmachung gezahlt, für alles was sie geraubt und gemordet haben?
Mein Papa hat immer erzählt,wie sie aus Schlesien vertrieben wurden! Er war damals noch ein kleines Kind,meine Oma hat ihr ganzes Geld an seinem Körper festgeklebt,er ist gut durch die Kontrollen durchgekommen! Aber was er niemals bis zu seinem Tod vergessen hat war ,wie die Russen meine Oma zusammen getreten haben! Er hat immer zu mir gesagt,stell dir mal vor,Du musst mit anschauen,wie Deine Mama mit Soldatenstiefeln zusammen getreten wird! Mein Papa war normalerweise sehr kalt,aber da hat er immer geweint! Und das tue ich jetzt auch
Die Flucht meiner Großmutter Gerda Pietsch (damals 15 Jahre) im Januar 1945 aus Odersteine, Kreis Ohlau in Niederschlesien.
Im Januar 1945 bei eisiger Kälte floh meine damals 15 jährige Großmutter mit ihren Eltern und drei Geschwistern aus Angst vor Vergewaltigung, Tod und völliger Verzweiflung aus Odersteine, Kreis Ohlau.
Der älteste Bruder war noch im Krieg und zu diesem Zeitpunkt wohl schon in Kriegsgefangenschaft.
Der kleine Bruder bekam während der Flucht eine schwere Lungenentzündung und wäre fast gestorben.
Sie mussten ihn unterwegs bei einem Bauern zurücklassen.
Während dieser Flucht wurde der Flüchtlingstreck auch beschossen.
Unterwegs im tiefen Schnee ruckelten mehrmals die Fuhrwerke (Gespanne) weil sie über gefrorene Leichen fuhren.
Schließlich kamen sie in der Tschechei an.
Im April 1945 wurde der Treck auf verschiedene Orte verteilt.
Am 09. Mai 1945 wurde verkündet, dass die Flüchtlinge so schnell wie möglich die Tschechei zu verlassen haben.
Am 11. Mai 1945 wurden sie unter Begleitung bewaffneter Tschechen gezwungen den Heimweg anzutreten.
Dabei wurden sie bedroht, geschlagen, beraubt und bespuckt.
14 Fuhrwerke (Gespanne) und über 80 Menschen aus Odersteine machten sich auf den 200 km langen Weg nach Hause.
Der kleine Bruder hat Dank der Bauernfamilie überlebt und wurde von seiner Familie wieder im Treck aufgenommen.
Hätten sie ihn damals nicht bei der Bauernfamilie zurückgelassen, wäre er wahrscheinlich unterwegs verstorben.
Die Schwester wurde ebenfalls schwer krank und hatte bis zu ihrem Tod darunter zu leiden.
Am 24. Mai 1945 nach etwa 400 zurückgelegten Kilometern und auf den Tag genau vier Monaten, kamen sie wieder in ihrem Heimatort Odersteine an.
Mit großem Entsetzen stellten sie fest, dass das Wohnhaus komplett verwüstet war.
Die Türen waren herausgerissen und lagen in alle Räumen auf dem Boden. Überall war gebrauchtes Verbandsmaterial, dreckige blutverschmierte russische Uniformteile und verwesende abgetrennte Gliedmaßen.
Das Haus wurde damals wahrscheinlich als russisches Notlazarett genutzt.
Später mussten sie Odersteine verlassen und kamen so nach Sachsen.
In Hetzdorf bei Freiberg fanden sie eine zweite Heimat.
Im Jahr 1950 wurde mein Vati geboren.
Meine Großmutter war noch sehr jung und der leibliche Erzeuger meines Vaters (ein Sachse) ließ meine Oma mit dem Kind im Stich.
Die Familie des Erzeugers wollte Niemanden aus einer Flüchtlingsfamilie haben.
Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten waren nicht erwünscht!
Meine Großmutter lernte später einen Flüchtling aus Lolen, Kreis Gumbinnen (Ostpreußen) kennen, den sie dann später heiratete und noch zwei Kinder bekam.
Leider behandelte der Stiefvater meinen Vati sehr schlecht und er hatte es sehr schwer.
Die Oma ist daran fast zerbrochen, aber was hatte sie zur damaligen Zeit für eine Wahl.
Mein Vati war viel bei seinen Großeltern Hedwig und Robert Pietsch.
Meine Großmutter Gerda war eine sehr liebevolle Frau, die ein Leben lang hart gearbeitet und sich für andere aufgeopfert hat.
Leider ist sie 2013 in Freiberg in Sachsen verstorben und der damals an einer Lungenentzündung erkrankte kleinere Bruder Heinz im Jahr 2009.
Über die anderen drei Geschwister liegen mir leider keine Sterbedaten vor.
Meine Oma ist mit ihren 3 Kindern aus Fischhausen geflohen….Meine Mama war da 1 jahr alt….über das Haf bis sie ein Schiff gefunden hatten , was sie dann mitnahmen ….Als sie als letztes aus Fischhausen flüchten mussten, weil die Russen vor der Tür standen, packten sie alles zusammen und sind los…den Großvater, so erzählte mein Onkel , ist zurück geblieben weil er krank war….Er hätte die Flucht wahrscheinlich nicht geschafft..Er stand vor dem Haus und verabschiedete sich und winkte ihnen hinterher….Als meine Oma aus der Stadt war , bemerkte meine Oma, dass sie das Fläschchen vergessen hatte und ging noch einmal zurück…..da waren die Russen s hon da….das Haus war verwüstet und der Großvater lag erschossen auf der Straße….den Anblick hat mein Onkel nie vergessen….Was noch so alles passiert war hat meine Oma nur grob erzählt….dass sie meine Mams über der ganzen Flucht auf dem Arm hielt und sie Angst hatte, meine Mama abzusetzen….oder mein Onkel fast in die Fahrrinne im Haf reingefallen war …nur weil ein Schiff zufällig gerade vorbei kam , hatten sie es bemerkt….Meine Mama , sie hat die Bauern essen gesehen, sie hatten etwas dabei….Meine Oma nicht….Leider war ich noch bei vielen Erzählungen noch zu klein und habe es nicht behalten….aber es muss die Hölle gewesen sein….Als meine Familie dann Zuflucht gefunden hatte , musste sie weiter leid ertragen….Bei dem Mann , auf dem Dorf hatten sie ein kleines Zimmer bekommen und als Gegenleistung hat meine Oma den Haushalt gemacht….sie wurde von den Mann verprügelt und wer weiß, was noch alles….die Dorfbewohner behandelten sie wie aussätziege und beschimpften und bespuckten sie….
Meine Oma hatte wirklich alles verloren…nicht nur ihre Heimat..
Ein Lied über meine Oma, die aus dem Sudetenland vertrieben wurde und mit meiner Mutter, die damals 6 Jahre alt war, nach Deutschland ging. Ein paar Habseligkeiten in Decken eingenäht und sogar ein chinesisches Kaffeeservice hat die beschwerliche Flucht überlebt. Mein Opa wurde am Hochzeitstag eingezogen. Er kam aus dem Krieg nicht wieder zurück und galt sehr lange Zeit als vermisst. Oma blieb bis zu ihrem Tod 2006 alleine. #PorzellanInDerDecke #Sudetenland Text: [Verse 1] Oma Jahr sechzehn geboren Fotos verblasst in der Schubladenecke Er kam nicht heim aus den grauen Jahren Sie blieb allein in der kleinen Küche Aus dem Gebirge Fortgetrieben Ein letzter Blick auf den Gartenzaun Ein Koffer Ein Kind an der Hand Und dieses Flimmern von fremdem Traum [Chorus] Porzellan in der Decke Zwischen Fäden lag ihr Mut Bisschen Schmuck Ein stiller Schatz Und der Glaube: Irgendwie wird’s gut In der Tasche nur Geschichten Auf den Schultern Staub und Zeit Porzellan in der Decke Und ein Herz für Arbeit Weit und breit [Verse 2] Ein Dorf Das nach Kohle roch Fremde Namen an jedem Tor Deine Mutter sechs Jahre klein Schüchtern am neuen Schultor vor Oma saß spät an der Lampe Nadel sticht leis in die Nacht Hemden Kleider Fremde Säume Jeden Stich mit sich selbst bewacht [Chorus] Porzellan in der Decke Zwischen Fäden lag ihr Mut Bisschen Schmuck Ein stiller Schatz Und der Glaube: Irgendwie wird’s gut In der Tasche nur Geschichten Auf den Schultern Staub und Zeit Porzellan in der Decke Und ein Herz für Arbeit Weit und breit [Bridge] Kein Grab für ihn Nur ein Name Verloren im Rauschen der Aktenblätter Sie hat nie laut geweint Nur leiser geworden Nur härter Ein Leben lang nur Arbeit Kein Tanz Kaum ein freier Tag Doch in jeder Naht Die sie zog Steckt ein heimliches „Ich hab euch lieb“ stark und zag [Chorus] Porzellan in der Decke Zwischen Fäden lag ihr Mut Bisschen Schmuck Ein stiller Schatz Und der Glaube: Irgendwie wird’s gut In der Tasche eure Zukunft Auf den Schultern Staub und Zeit Porzellan in der Decke Und ihr Fleiß Der bis zu dir heut bleibt
Ein beschlossener bundesweiter – und auch noch mit der UN vereinter – Gedenktag ist einfach nur verlogen und setzt der verfehlten Gerechtigkeit und Grausamkeit eins drauf. Ich lehne diesen Tag aus verschiedenen Gründen ab, die ich lieber nicht erläutern möchte, wäre auch zu komplex.
Für mich ist dieses Thema ein Teil meines Lebens, immer präsent, meine Mutter lebt noch Tür an Tür mit mir und durch sie – ein wandelndes Lexikon – und ihr lebenslanges Netzwerk bin ich geprägt und verbunden.
Sie – 1938 in Masuren geboren, verloren gegangen auf der Flucht 1945, gefunden nach 2 Jahren, da war sie dann „kriegsschwerbeschädigt“ wie in ihrem Pass vermerkt ist und zurück, da meiner Oma weder eine Flucht noch eine Ausreise geglückt ist, d. h. aufgewachsen unter weiteren, schweren Drangsalierungen bis ihr 1964 die Flucht gelang.
Auch ich begleite die Entwicklung, die Verfälschung und Auslöschung der Geschichte bis heute. Für mich ist jeder Tag ein Gedenktag und in 10 Tagen bin ich wieder vor Ort und treffe noch Zeitzeugen. Meine Tante, jetzt 86 J. war bis vor 3 Jahren Reiseleiterin – und sie wird uns auch jetzt wieder begleiten
viele Kinder z.B. aus Kiel ( da Kiel schwer bombadiert wurde ) wurden zu Bauern aufs Land geschickt. So auch mein Onkel als Kind. Er hatte es gar nicht gut bei diesem Bauern.Es gab für ihn kaum etwas zu essen, obwohl die Lebensmittelkammer voll war..…
mein Schwiegervater musste auch damals aus Ostpreußen Fliehen und hat viele seiner Angehörigen verloren. Die sogenannten Westlichen Befreier haben den Vater meiner Schwiegermutter nach dem Krieg einfach Grundlos vor den Augen seiner Kinder erschossen.
Es tut mir so leid, von einer solchen Familientraumata zu hören, mein Hut blutet für jede unschuldige deutsche Frau, Mann und Kind des Krieges und der darauf folgenden Jahre, mögen sie alle in Frieden ruhen. Ich teile einen Zeitungsabschnitt aus 1945, ich hoffe wirklich, dass es einer Familie hilft, endlich eine Klärung zu finden.
Meine Mutter und ihre Familie mussten auch aus Schlesien fliehen; wurden wie Vieh in Güterwaggons geladen; aber weil sie Russisch und Polnisch fließend sprach, hatte sie nie Probleme mit den Russen; mein Vater war mit seiner Familie auch in Schlesien zum Schutz vor Bomben untergebracht worden und hatte Heimweh nach Köln. Bei der Flucht zurück nach Köln haben er und seine Mutter und Geschwister die schwersten Bombenangriffe auf Deutschland miterlebt. Sein größter Albtraum war, als der Zug angehalten wurde wegen eines Bombenangriffs und alle in die Station mussten. Nur seine Mutter wollte da nicht rein und versteckte sich in so einem kleinen Kommandantenhäuschen mit ihren Kindern. Der Bombenanschlag muss grausam gewesen sein. Als er vorbei war und sie wieder raus konnten, um weiterzufahren, waren sie die einzigen Überlebenden. Alle in der Station waren tot durch die Druckwelle der Bomben. Mein Vater sagte einmal: „Sie wären durch Leichen gewatet.“ Er hat, genau wie meine Mutter, ein Leben lang Albträume gehabt. UND DIE AFFEN IN BERLIN WOLLEN WIEDER EINEN KRIEG!!!
Ja, mein Vater war mit Mutter, schwangerer Kusine und dem Großvater aus dem Sudetenland vertrieben worden. Die Bauern in dem Dorf hier waren feindlich eingestellt. Die haben nichts abgegeben. Mein Vater war 5, es gab nichts zu essen. Ein Bauer mit einer dicken Schlackewurst in der Hand hat das Kind aufgezogen: ‚Na, heute schon deine Wassersuppe gegessen?‘ Mein Vater hat auch erzählt, er hat immer die Reste, die den Hühnern vorgeworfen worden sind, aus dem Hühnerstall gestohlen, Kartoffelschalen usw. Der Großvater ist durch Unterernährung gestorben, quasi verhungert. In Deutschland, nach dem Krieg. Mein Vater war alleine mit ihm, als es passiert ist. Er sagt, der Opa ist einfach umgefallen und hat sich nicht mehr bewegt und er wusste nicht, was er machen sollte …
Ich bin sicher, dass alle diese Menschen traumatisiert sind. Aber weil soviel geschwiegen wurde und in Nachfolge-Generationen die Menschen gar nichts wussten, ist diese Traumatisierung für unglaublich viele Menschen heute noch relevant.
Man muss sich vorstellen, dass viele Kinder und Alte, die auf dem Treck gestorben sind, in den Straßengräben einfach liegengelassen werden mussten – es war keine Zeit für ein Grab oder der Boden hart gefroren. Wie viele Tote dort noch immer liegen …
Die Gräueltaten an den Sudetendeutschen dürfen auch nicht vergessen werden. Die waren Freiwild bis zur endgültigen Vetreibung. Morde, Vergewaltigung, Misshandlungen und Massaker (Aussig an der Elbe) … Mein Vater war 5.
Auch aus der Tschechoslowakei wurden so viele Menschen vertrieben und viele sind unterwegs getötet worden. Meine Familie musste auch alles zurück lassen und viele aus der Gegend von Kniesen. Einst ein deutsches Dorf mit wenigen Slowaken. Keiner durfte mehr deutsch sprechen dort. Mein Vati und seine Geschwister hatten zwar Glück, als sie aus Österreich zurück kamen, aber nur, weil ihr Vati nach Russland verschleppt wurde, um dort Aufbauarbeiten zu leisten. Da interessierte es niemanden, dass sein kleiner Sohn zu Hause allein blieb und starb. Es muss eine schreckliche Zeit gewesen sein und hoffentlich wiederholt es sich nicht wieder, da schon wieder von Krieg gesprochen wird. Ich sage nur, nie wieder Krieg.
Meine schwangere Mutter, meine Schwester und meine Oma waren dabei! Meine Mutter hat mir auch erzeahlt wie furchtbar alles war. Meine Familie hat alles verloren!
Meine Urgroßmutter ist auf der Vertreibung umgebracht worden und meine Großmutter hat alles aus der alten Heimat verloren… es lag wie ein Schatten auf der Familie.
Da war meine Oma mit meiner damals knapp einjährigen Mutter auch dabei.
Meine Mutti erzählte mir, dass sie in Aussig waren .