Vom Überfall auf die Sowjetunion und anderen „Geschichten“ …

Es ist ja kein Geheimnis, dass man den Deutschen immer und an allem die Schuld zuschreibt, und das geschieht mit einer bemerkenswerten Gründlichkeit.

Was dabei hinten runterfällt, ist die Tatsache, dass sich die Russen auf den sogenannten „totalen Krieg“ länger vorbereitet haben, als es den Deutschen immerzu angedichtet wurde und ja immer noch wird.

Die Folgen aus der vorangegangen Kriegstreiberei seitens Russlands, ihren Helfershelfern, Unterstützern und Wegbereitern sind bekannt. Es ist der unbeschreiblich schmerzhafte Leidensweg des deutschen Volkes, geprägt von Folter, Mord und Vertreibung.

Als im Verlauf des Zweiten Weltkrieges in der Weltöffentlichkeit Einzelheiten über die brutale und völkerrechtswidrige Kampfweise der Roten Armee und ihre unmenschliche Behandlung der Bewohner besetzter Gebiete bekannt wurden und noch Schlimmeres beim Einbruch der roten Soldateska in deutsche Gebiete zu erwarten war, glaubte das britische Informationsministerium, solche Meldungen am besten durch verstärkte Verbreitung angeblicher Greuel der Deutschen unwirksam machen zu können.

Estland, Lettland, Litauen, Finnland, Polen und Rumänien – wie war das nochmal? Fielen diese Länder nicht weitgehend unter sowjetische Herrschaft? War es nicht so, das unter Stalin bereits im Jahre 1920 für den Krieg gegen Westeuropa aufgerüstet wurde?

Schauen wir doch noch einmal genauer hin. Das ist auch bitter nötig. Denn für die Medien und reaktionären Historiker in Deutschland steht trotz aller vorliegenden Gegenbeweise unumstößlich fest, dass Deutschland eine friedliebende Sowjetunion überfallen hat.

Soso… Tatsache aber ist, dass nicht Deutschland, sondern Moskau den Krieg eröffnet hat und gegen das Reich Krieg führte, und zwar seit 1938 durch einen geheimen Sabotagekrieg. Die Beweise dafür liegen offen zutage:

Am 18. September 1939 erklärte die Sowjetunion in einer offiziellen Note, Polen trage die Schuld am Kriege. Am 30. September schrieb STALIN persönlich in der Parteizeitung Prawda, dass England und Frankreich Deutschland angegriffen hätten und die Verantwortung für den Krieg trügen.

In der Folgezeit besetzte die Sowjetunion schnell die Gebiete, die ihr im Deutsch-sowjetischen Vertrag lediglich als Interessengebiete zugesprochen worden waren, und führte dort rigorose Säuberungen durch. Sie ging dabei mehrfach über die mit Deutschland vereinbarten Grenzen hinaus – so in Litauen sowie in Rumänien, wo Moskau nicht nur Bessarabien, sondern auch die Nordbukowina, die nie russisch gewesen war, annektierte. Bei dem Besuch MOLOTOWS in Berlin am 12./13. November 1940 stellte STALIN weitere Forderungen bis hin zu Gebieten in Skandinavien und an den dänischen Ostseedurchfahrten. Dies war für Deutschland unannehmbar.

Am 5. April 1941 schloss die Sowjetunion mit der neuen deutschfeindlichen Regierung einen gegen Deutschland gerichteten Freundschaftsvertrag.

Das macht überzeugend deutlich, dass die sowjetische Regierung den Vertrag mit Deutschland keineswegs aus >Friedensliebe< abgeschlossen hatte, sondern im Gegenteil den Krieg gegen das Reich und ganz Europa dadurch wahrscheinlicher machen wollte. Sie war offensichtlich daran interessiert – wie inzwischen auch durch andere Dokumente belegt wurde, die nichtkom- munistischen kapitalistischem Staaten gegeneinander zu hetzen, um später als der lachende Dritte dazustehen und die gewünschte Entscheidung zu ihren Gunsten herbeiführen zu können, nachdem die Westmächte und Deutschland sich gegenseitig geschwächt hatten.

Die Sowjetunion hatte 1939 unprovozierte Angriffskriege gegen Polen und Finnland geführt. Sie hatte ferner im Sommer 1940 die drei baltischen Staaten und Bessarabien, die Nordbukowina und Teile der Moldau von Rumänien besetzt und war dabei weit über den Deutsch-sowjetischen Vertrag, der nur Interessensphären abgrenzte, aber keine Besetzungen vorsah, hinausgegangen.

Die daraus hervorgegangenen Millionen Opfer waren den Regierungen in London und Washington durchaus bekannt. Ebenso wusste man bei den politischen Spitzen im Westen von den sowjetischen Massakern an gefangenen polnischen Offizieren 1940 bei Katyn und anderenorts: Man unterstützte aber dennoch die Bolschewisten weiter im Kampf gegen Deutschland.

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Über das „Spiel mit den Zahlen“ und vieles andere mehr zu dem Thema, lest ihr am besten im Beitrag im Kommentar. Interessant sind dort auch die Ausführungen von neun russischsprachigen Historikern, die das Wissen unterstützen, dass Stalin einen Angriffskrieg gegen das nationalsozialistische Deutschland und weite Teile Europas für den Sommer 1941 plante, um die Weltrevolution voranzutreiben.

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Quellen

Stalins Aufrüstung war weltweit schon früh bekannt, denn am 11. Oktober 1941 schrieb die New York Times:

„The Russians have been preparing for total war longer than the Germans. With an efficiency that amazes the Nazis, they have piled up mechanic equipment on an enormous scale.

Erich HELMDACH, Überfall? Der sowjetisch-deutsche Aufmarsch 1941, Vowinckel, Neckar- gemünd 1976.

Max KLÜVER, War es Hitlers Krieg?, 1984; ders., Präventivschlag 1941, Druffel, Leoni 1986.

Ernst TOPITSCH, Stalins Krieg. Die sowjetische Langzeitstrategie gegen den Westen als rationale Machtpolitik, Günter Olzog, München 1985.

Viktor SUWOROW, »Wer plante wen im Juni 1941 anzugreifen, Hitler oder Stalin?«, in: journal of the Royal United Services Institute for Defense Studies, Juni 1985, S. 50-55, erstmals deutsch in: Rolf Kosiek, Historikerstreit und Geschichtsrevision, Grabert, Tübingen 1987,

Der Eisbrecher. Hitler in Stalins Kalkül, Klett-Cotta, Stuttgart 1989;

»Viktor Suworow contra Dimitri Wolkogonow. Hitlers Angriff auf die Sowjetunion zwischen Präventivkrieg und Überfall«, in: Österreichische Militär-Zeitschrift, Nr. 4, 1993;

Der Tag »M«. Klett-Cotta, Stuttgart 1995.

Ernst TOPITSCH, Stalins Krieg. Moskaus Griff nach der Weltherrschaft, Busse-Seewald, Herford

Adolf VON THADDEN, Zwei Angreifer, Essen 1989; Joachim HOFFMANN, Stalins Vernichtungskrieg 1941-1945, Verlag für Wehrwissenschaften, München 1995;

Walter POST, Unternehmen Barbarossa. Deutsche und sowjetische Angriffspläne 1940/41, Mittler, Hamburg-Berlin 1996;

Wolfgang STRAUSS, Unternehmen Barbarossa und der russische Historikerstreit, Herbig, München 1998;

Andreas NAUMANN, verschiedene Artikel von Heinz MAGENHEIMER in: Österreichische Militär-Zeitschrift sowie von Günther GILLESSEN, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung 1986-1997


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