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Klara Fall: das glaube, wer mag

  • Theodor Körner

    August 26th, 2025

    Zum Gedenken an Theodor Körner. Todestag, der 26. August 1813.

    Die kurze Heldenlaufbahn Theodor Körners vom 21. März, wo er bei den Jägern zu Fuß in Zobten eintrat, bis zum 26. August 1813, wo eine feindliche Kugel auf der Straße zwischen Schwerin und Gadebusch ihn mitten ins Herz traf, lebt in seinen Gedichten und Liedern, die sein Vater unter dem Titel „Leyer und Schwert“ Anfang 1914 veröffentlichte, noch heute fort.

    Bei den Kämpfen nahe Gadebusch fand im August 1813 Theodor Körner mit nur 22 Jahren den Soldatentod. Im Wald von Rosenow. Bestattet wurde er im Dorf Wöbbelin. Das Grabmal schmücken symbolisch – Leier und Schwert. Mehrere Denkmäler erinnern an die Schlacht und an den Tod Theodor Körner. Am Ortsausgang von Lützow wurde 1850 ein fünf Meter hoher Granit-Obelisk aufgestellt. Weitere Gedenksteine mit dem Poträt und den Todesdaten des Dichters befinden sich am Rosenberg.

    Theodor Körners Gedicht: „Lützows wilde, verwegene Jagd“ wurde von Carl Maria von Weber vertont.

    Das Gedicht „Lützows wilde Jagd“ stammt aus der Feder von Theodor Körner.

    Was glänzt dort vom Walde im Sonnenschein?

    Hör’s näher und näher brausen.

    Es zieht sich herunter in düsteren Reih’n,

    Und gellende Hörner schallen darein

    Und erfüllen die Seele mit Grausen.

    Und wenn ihr die schwarzen Gesellen fragt:

    Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd.

    Was zieht dort rasch durch den finstern Wald

    Und streift von Bergen zu Bergen?

    Es legt sich in nächtlichen Hinterhalt;

    Das Hurra jauchzt und die Büchse knallt;

    Es fallen die fränkischen Schergen.

    Und wenn ihr die schwarzen Jäger fragt:

    Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd.

    Wo die Reben dort glühen, dort braust der Rhein,

    Der Wütrich geborgen sich meinte;

    Da naht es schnell mit Gewitterschein

    Und wirft sich mit rüst’gen Armen hinein

    Und springt ans Ufer der Feinde.

    Und wenn ihr die schwarzen Schwimmer fragt:

    Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd.

    Was braust dort im Tale die laute Schlacht,

    Was schlagen die Schwerter zusammen?

    Wildherzige Reiter schlagen die Schlacht,

    Und der Funke der Freiheit ist glühend erwacht

    Und lodert in blutigen Flammen.

    Und wenn ihr die schwarzen Reiter fragt:

    Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd.

    Wer scheidet dort röchelnd vom Sonnenlicht,

    Unter winselnde Feinde gebettet?

    Es zuckt der Tod auf dem Angesicht;

    Doch die wackern Herzen erzittern nicht.

    Das Vaterland ist ja gerettet.

    Und wenn ihr die schwarzen Gefall’nen fragt:

    Das war Lützows wilde, verwegene Jagd.

    Die wilde Jagd und die deutsche Jagd

    Auf Henkersblut und Tyrannen!

    Drum, die ihr uns liebt, nicht geweint und geklagt!

    Das Land ist ja frei, und der Morgen tagt,

    Wenn wir’s auch nur sterbend gewannen.

    Und von Enkeln zu Enkeln sei’s nachgesagt:

    Das war Lützows wilde, verwegene Jagd.

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  • Das Schild der Humanität ist die beste, sicherste Decke der niederträchtigsten öffentlichen Gaunerei.

    August 26th, 2025

    Es ist auffällig und doch fällt es kaum jemandem auf.

    Warum nur ist das so?

    Es waren stets die Wenigen, die ganze Völker in den Abgrund getrieben haben. Vermeintliche Befreier schaffen eine Wüste und nennen es Frieden. Die Welt wird ins Chaos gestürzt und die Retter stehen bereit.

    Aus einem solchen Chaos heraus resultieren dann unsinnige und völlig überflüssige Wortspiele mittels eingeübter Kunstwörter. Das beliebteste darunter ist zweifellos „Nazi“. Ohne den eigentlichen Ursprung und die Herkunft dieses in Umlauf gebrachten Namens zu kennen, wird es immer dann benutzt, wenn man sein Unwissen noch untermalen möchte, um anderen einen Stempel aufzudrücken und sich darüber einen eigenen Vorteil zu verschaffen.

    Einzelne historische Begriffe machen Karriere, als Allzweck-Schimpfwort. Ich denke dabei auch an die Sprachstämme, die heute in einem völlig anderen „verquerten“ Kontext sprachliche Verwirrung schaffen und Menschen kategorisieren /einteilen.

    Eingeübt, weil vorgekaut. Menschen, die so leichtfertig im Umgang mit unserer Sprache agieren und eine vorgefertigte Ausdrucksweise übernehmen, kann ich nicht ernst nehmen, denn sie sind längst zum Spielball derer geworden, die nur eines im Sinn haben: Menschen und Völker gegeneinander aufzuwiegeln. Sie legen Symbole vor, sie schmücken ganze Straßenzüge mit Fahnen, die diese Symbolik innehaben, sie propagieren, definieren, diktieren!

    Und die Mehrheit saugt es auf, ja, sie ist nahezu gierig danach, ein Teil dessen zu sein. Hier stecken sie all ihre Energie hinein und definieren sich darüber, doch nie über ihren eigenen Geist oder über das eigene Wissen. Eine über Jahrzehnte andauernde Umerziehung trägt Früchte.

    Es ist auffällig und doch fällt es kaum jemandem auf.

    Eben die, welche die Völker gegeneinander aufgewiegelt haben, rufen später zum gegenseitigen Verzeihen auf. Ungeachtet der Tatsache, dass dabei großes Unrecht geschieht. Doch das fällt zunächst nur den Wenigsten auf. Das Täter-Opfer-Bild steht längst fest.

    Man ruft also zur Freundschaft auf, faselt etwas von Verzeihen, appelliert für ein gutes Miteinander und vergisst darüber (bewusst) das Leid der einen Seite, während die fein säuberlich unter den Tisch gekehrten Verbrechen von anderer Seite nie aufgearbeitet worden sind. Über den Schuldkult lässt man ganze Völker am langen Arm „verhungern“, und hält das Täter-Opfer-Bild aufrecht (unter anderem auch mit den eigens dafür geschaffenen Worten wie oben erwähnt), schürt Hass und zeigt mit dem Finger auf andere. Und das wie so oft, unter dem Mäntelchen der Humanität.

    Und wie wir wissen: Das Schild der Humanität ist die beste, sicherste Decke der niederträchtigsten öffentlichen Gaunerei. Wusste schon Gottfried Seume seiner Zeit zu sagen.

    Menschen werden kategorisiert, kontrolliert und umorientiert. Und kaum jemandem fällt es auf.

    Auch das unweigerlich daraus Folgende wird unverändert in Fortsetzung gehen: Vermeintliche Befreier schaffen eine Wüste und nennen es Frieden. Die Welt wird ins Chaos gestürzt und die Retter stehen bereit.

    Das gegenwärtige Geschehen über einen Rückblick betrachtet: Es war vermutlich noch nie leichter, den eigenen Kriegsfall auszulösen. Der Übeltäter (Weltbrandstifter) ist gefunden.

    Die eigentlichen Brandstifter zündeln nicht mehr, vielmehr entfachen sie mit einem Fingerschnipp den Flächenbrand.

    Dennoch besinne ich mich auf die Worte von Thomas von Aquin:

    „Mag auch das Böse sich noch so sehr vervielfachen, niemals mag es das Gute ganz aufzuzehren“.

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  • Leben wir noch artgerecht?

    August 22nd, 2025

    Die Schließung einer privaten Schule hier bei uns am Niederrhein, schlägt gerade hohe Wellen. Mir persönlich ist diese Schule nicht bekannt. Ich hörte ein erstes Mal im Zusammenhang mit dieser Schließung von ihr.

    Eine private Schule, 40 Kinder, ein Urteil vom Verwaltungsgericht.

    Fazit: verunsicherte Eltern, drohende Bußgelder, Kinder, auf deren Rücken ein unnötiges Prozedere ausgetragen wird.

    Hauptsächliche Begründung für die Schließung: : es wurde kein Religions- und Musikunterricht erteilt. Unabhängig dessen, welchem Konzept und Inhalte diese private Schule folgt, stellt sich die Frage, ob die Eltern nun Fragen stellen werden? Also die richtigen Fragen.

    Wie zum Beispiel:

    Wer sind diese Leute, die sich anmaßen über jemand anderen in dieser Form bestimmen zu können?

    Wer sind diese Leute, die erklären: Schule ist eine Pflichtveranstaltung, und wer dieser nicht beiwohnt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen?

    Wer sind diese Leute, die daherkommen, private Lehrstellen zu schließen?

    Wer sind diese Leute, die solche Gesetze erlassen, dass nur geimpfte Kinder eine (Ver) bildungsstätte besuchen dürfen?

    Wer verdammt nochmal, sind diese Leute?

    Nun, insgeheim werden sich manche der betroffenen Eltern diese Fragen stellen, aber sie werden keine echten Antworten darauf finden. Zu lange schon sind sie abgenabelt von allem Ursprünglichen, suchen die Wahrheit in Schulbüchern, im Fernsehen, glauben den Siegern und ihren Lügen.

    Wenn Menschen ihrer Wurzeln beraubt worden sind, dann verlieren sie die Orientierung. Und orientierungslose Menschen lassen sich lenken.

    Wenn also dieser Jemand eine solche Macht über Menschen erreichen und ausüben kann, dann muss er sie zuvor orientierungslos gemacht haben, also ihrer Wurzeln beraubt, ihre Erinnerungen gelöscht und die Wahrheit vertuscht.

    Leben wir noch artgerecht?

    Meine Antwort darauf: Ein klares Nein!

    Eigentlich sind wir alle Waldmenschen. Wir haben es leider im Lauf der modernen Zeiten vergessen und damit unsere kulturelle Identität, unsere Wurzeln verloren.

    > Wir hören auf den Wecker, der am Morgen schrill ertönt, statt auf die Geräusche aus der Natur und achten nicht auf das Licht, dass uns die rechte Zeit für unser Tagwerk verrät.

    > Wir leben in einer Überflussgesellschaft, von vermeintlichem Wohlstand verwahrlost.

    > Wir schätzen eine Technik, die uns immer weiter in die Abhängigkeit manövriert..

    > Wir wohnen in modernen Häusern, hübsch eingerichtet, Haus an Haus, Wand an Wand, in die Enge getrieben.

    > Und um diesen vermeintlichen Wohlstand zu bewahren, bringen wir die Kinder zu Fremden in Einrichtungen, die angeblich das soziale Verhalten fördern sollen. Später zerren wir sie in sogenannte „Bildungsstätten“, und überlassen sie dort gewissen „Lehrmeistern“ über viele Stunden.

    > In den wenigen Stunden, die uns mit den Kindern verbleiben, schleppen wir sie in eigens dafür gefertigte „Freizeitparks“, eingezäunte Areale mit hohen Eintrittspreisen, um „Sicherheit“ zu gewähren.

    > Anschließend, um den Kleinen noch etwas „Gutes“ zu tun, besuchen wir Schnellrestaurants. Das dort aufgetischte Essen wird durch zahlreiche künstliche Geschmacksverstärker als köstlich empfunden.

    Doch manchmal erinnern wir uns, denn Bruchstücke unserer Wahrheit sind erhalten geblieben. Das passiert vor allem dann, wenn wir durch die Natur streifen.

    Unsere Vorfahren konnten nur solche Handlungen verrichten, welche aus ihrer Naturbedeutung flossen.

    ———-

    > > Kurze Anmerkung: Das „Wir“ steht an dieser Stelle für eine Mehrheit in der Gesellschaft. Ich vertrete die Annahme, dass etwa 10 Prozent natürliche Gepflogenheiten pflegen und sie bewahren, so gut es nur geht.

    ——————————————————————-

    Gestern schwirrten Zeilen durchs Netz, die es zusammenfassend ganz gut treffen. Ich zitiere angelehnt und nur in Auszügen:

    „Es gibt eine Kraft,

    die älter ist als Flaggen,

    tiefer als Paragraphen,

    und stärker als jede politische Doktrin: Der deutsche UR-Geist.

    Nicht der Nationalismus.

    Nicht der Militarismus.

    Nicht das, was sie in den Geschichtsbüchern dämonisiert oder verzerrt haben.

    Sondern: Der Geist der Wahrheit.

    Der Geist des Fragens, Forschens, Verstehens.

    Der Geist der Dichter und Denker.

    Dieser UR-Geist lebt dort, wo Menschen nicht nur glauben, sondern denken.

    Wo sie nicht folgen, sondern durchdringen.

    Wer sind wir wirklich? Fern dieser uns vordefinierten Rollen, Regeln und vermeintlichen Rechte?“

    Wann ist dieser Zeitpunkt, an dem die Menschen ihr Korsett abstreifen, in das sie über die Jahrhunderte hinweg hinein gepresst worden sind?

    Leben wir noch artgerecht?

    Nein!

    Und so lange die Menschen, in dem Fall auch die betroffenen Eltern der oben genannten Schule nicht begreifen, wer sie wirklich sind, wo ihre Wurzeln liegen, entfernen wir uns noch weiter von unserer ursprünglichen Art zu Leben und verleihen darüber anderen Macht.

    In Wirklichkeit sind wir suchende, neugierige Wesen, zäh, lernbereit und mutig.

    Wenn dieses Wesen erwacht, wenn es wieder brennt, dann könnte die Rückkehr gelingen, in die alte Welt mit ihren guten Werten und freien Gedanken. Und wir lebten wieder unserer Art gerecht.

    ————————————————-

    Eure Kommentare dazu:

    Die armen Eltern, erstmal werden sie richtig sauer sein, dann schütteln sie sich wie ein Hund und es ist wie vorher!;(

    Netzfund

    Gestern war die Einschulung meiner Tochter Mina. Für viele ein Grund zu feiern, für mich eher ein Grund, nachzudenken. Schon bei bei der Einschulung meines Sohnes konnte ich nicht wirklich feiern, weil ich weiß, was das Schulsystem wirklich macht.

    Es gibt eine bekannte Studie über unangepasstes bzw unkonventionelles Denken. Darin ging es um die Fähigkeit, viele mögliche Antworten auf eine Frage zu finden, also nicht nur linear und eindimensional zu denken. Das Ergebnis:

    • 98% der Kinder im Alter 3-5 Jahre erreichten

    das Niveau genial.

    • Man testete die selben Kinder fünf Jahre später,

    nur noch 30 % der Kinder im Alter 8-10 Jahre

    erreichten das Niveau genial.• Weitere fünf Jahre später erreichen die selben

    Kinder im Alter 13-15 Jahre 12% das Niveaugenial.

    • Man testete Erwachsene ab 25 Jahre, zur

    Kontrolle, es bleiben gerade mal 2% übrig.

    Fast alle Kinder starten voller Fantasie und Ideen, Schulen sorgen dafür, dass davon am Ende fast nichts mehr übrigbleibt. Dabei sollte man auch sehen, dass es nicht nur eine Form von Intelligenz gibt. Es gibt die Intelligenz, selbst zu denken, zu hinterfragen, Dinge zu analysieren und eigene Schlüsse zu ziehen. Und es gibt die Fähigkeit, die Schulen meistens fordert: auswendig lernen, pauken, wiederholen, wenig hinterfragen und möglichst fehlerfrei wiedergeben. Leider geht die erste dabei fast immer verloren.

    Natürlich ist es wichtig, dass Kinder lesen, schreiben und rechnen lernen. Ohne das geht es nicht. Aber wenn ich dann an den Satz des Pythagoras oder mathematische Gleichungen denke, frage ich mich ernsthaft: Wozu? Wer Mathe studieren will oder in so ne Richtung geht, bitte sehr, aber für den Großteil der Kinder ist das komplett überflüssig. Flächenrechnen, klar, das braucht man noch. Aber warum lernen wir solche Dinge, während wir bis heute nicht lernen achtsamer mit uns und unserer Umwelt umzugehen, wie man Gemüse anbaut, eine Steuererklärung macht oder wie man überhaupt herausfindet, welcher Beruf zu einem passt? Stattdessen sollen alle in dieselbe Schablone passen, am Ende möglichst in ein 08/15-Studium gedrückt.

    Und in Geschichte? Da erzählt man Kindern noch immer, dass Sklaven die Pyramiden gebaut haben. Aber das ist längst widerlegt. Da passt nicht einfach ein Haufen Sklaven unter einen Stein, um den zu heben. Die Pyramiden sind technische Meisterwerke, aber Schule vermittelt lieber alte Mythen. Genauso wie bei Kriegen, wo die Version der Sieger gelehrt wird und man selten die ganze Wahrheit erfährt.

    Wenn man dann noch schaut, wo unser Schulsystem eigentlich herkommt, wird’s noch deutlicher: Preußen baute es nach militärischem Vorbild auf: Disziplin, Gehorsam, Gleichschritt. Das Militär hat das Schulsystem stark geprägt, weniger wegen des Lernstoffs, sondern durch die Organisation, Disziplinierung und die Idee, Kinder als gehorsame Bürger und im Ernstfall Soldaten vorzubereiten. Auch die Rockefellers mischten sich ein, die ein System wollten das nicht freie Denker hervorbringt, sondern angepasste Arbeitskräfte für die Industrie. Rockefeller selbst sagte einmal: „Ich will keine Nation von Denkern, ich will eine Nation von Arbeitern.“ Genau so fühlt es sich bis heute an. Sitzen, gehorchen, nicht zu viel fragen, das ist die Grundstruktur.

    In der Dokumentation Alphabet wird gezeigt, dass Kinder, die im Homeschooling aufwachsen, oft viel intelligenter und freier im Denken sind. Sie behalten ihre Kreativität und ihre Freude am Lernen, weil sie nicht in dieselbe starre Form gepresst werden. Aber genau das ist in unserer Gesellschaft fast unmöglich, weil die meisten Eltern keine Zeit und Ressourcen dafür haben. Wir müssen den ganzen Tag arbeiten, nur um überhaupt leben zu können und genau da wird sichtbar, dass wir moderne Sklaven geworden sind. Früher war es normal, dass eine Frau zu Hause blieb und sich um die Kinder kümmerte, heute ist das kaum noch machbar.

    Die Frauenbewegung hat zwar vieles an Gleichberechtigung erreicht, aber sie wurde auch von wirtschaftlichen Interessen mitgelenkt. Am Ende bedeutete „Freiheit“ für viele Frauen nicht mehr Wahlmöglichkeiten, sondern dass heute beide Eltern arbeiten müssen, um über die Runden zu kommen. Dadurch sind Kinder noch stärker auf Schule und staatliche Institutionen angewiesen. Das hat nicht nur mehr Abhängigkeit geschaffen, sondern letztlich auch mehr moderne Sklaven.

    Ich wünsche mir, dass meine Kinder trotzdem ihre Kreativität, ihre eigene Stimme und die Freude am Lernen behalten, nicht wegen, sondern trotz Schule. Und ich werde sie dabei so gut wie möglich unterstützen, ihnen den Raum geben frei zu denken, Fragen zu stellen und ihren eigenen Weg zu gehen.

    Hier die Doku „Alphabet“ auf Telegram

    https://t.me/Vivoterra/62468

    Der System*Trichter, der alle Menschen nach & nach, durch seine enge Tülle, hin zur Gleichschaltung presst, wird unaufhaltsam über jegliche Freiheitswünsche und Individualität, gesetzt. Wehrt man sich, oder passt nicht durch das 🕳, wird man erbarmungslos ausgesiebt! Meine Enkelin wird im September eingeschult, hat die Gehorsams*Markierung 💉 erhalten und muss sich, wie schon in der Kita, brav zeigen! Ich könnte nur noch … 

    Klar, Staatsmonopol. In Nördlingen hat man vor ca 10 Jahren derart einer christlichen Gemeinschaft sogar die Kinder weggenommen!!

    Zu mir sagte eine Lehrerin meiner Tochter damals wortwörtlich und naserümpfend: „Nun ja. Ihre Tochter ist ja NOCH kreativ, aber das wird sich im Lauf der Jahre sicherlich verlieren.“.

    Ich war fassungslos. Die meinte tatsächlich Kreativität sei etwas, das überwunden werden muss. Völlig krank.

    Schrecklich. Funktionieren sollen sie wie Roboter, da ist Kreativität nur im Weg. Aber das ist tatsächlich der Sinn der Schule. Früher gab es Baumschulen, da wurden die jungen Bäume verschnitten, so dass sie gepflanzt werden können. Die Bäume hatten nach der Beschneidung eine Baumschulung hinter sich. Das Wort Schule bezieht sich tatsächlich auf Schneiden/Beschneiden.

    Hier offenbaren sich die Kernprobleme der schleichenden Sklaverei, an der alle leiden ohne es zu merken: Eine „private“ Schule kann es nicht wirklich gewesen sein, wenn sie von anderen eine Betriebsgenehmigung braucht, die ihr wieder entzogen werden kann. Jemand der privat handelt und obendrein souverän ist, beantragt nichts und macht sich nicht von Anmeldungen, Genehmigungen oder Lizenzen abhängig, weil hier der Betrug an sich selbst beginnt. Eine Lizenz bspw., ist eine Erlaubnis etwas verbotenes zu tun, um es mal aufzudröseln. Wenn Kinder durch jene „Behörden“ weggenommen werden können, wie in einem anderen Kommentar erwähnt, geht es nicht um lebendige, beseelte Sprösslinge, sondern um Ware, leblose Gegenstände mit einem Preisschild. 99,99% aller Eltern haben dies unwissend und freiwillig getan, ihren lebendigen Nachwuchs zu einer toten Handelsware deklariert, als sie bei der Niederkunft eine Geburtsurkunde beantragt haben. So könnte ich weiter fragen: Lebt hier noch jemand souverän? Nein. Lebt hier noch jemand frei? Nein. Leben wir noch artgerecht? Nein.

    Nur mal etwas aus dem Internet: In Deutschland gibt es keine allgemeine Religionspflicht im Sinne einer staatlich auferlegten Mitgliedschaft in einer Glaubensgemeinschaft oder der Verpflichtung zum Besuch von Religionsunterricht, da die Religionsfreiheit nach dem Grundgesetz eine persönliche Glaubens- und Gewissensfreiheit garantiert. Stattdessen besteht eine Pflicht zum Besuch des Religionsunterrichts für Schülerinnen und Schüler, die einer Kirche oder Religionsgemeinschaft angehören, für die ein Religionsunterricht eingerichtet ist. Als Alternative wird oft Ethikunterricht angeboten, und die Eltern können die Teilnahme ihrer Kinder am Religionsunterricht ablehnen, ohne dass daraus Nachteile entstehen. Es müsste doch einfach sein, diesen Unsinn zu umgehen.

    Du sprichst mir aus der Seele ! Ich bin so enttäuscht von den meisten „ Menschen“- die sind so dumm, so einfältig und bequem

    Die politische Richtung ist vorgegeben und darf durch „eigene Verantwortung“ nicht geändert werden. Aber wer es wagt sich davon zu entfernen bekommt die (Staatsordnung) Bundesrepublik zu spüren.

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  • Das mediale Tollhaus ist über uns hereingebrochen

    August 22nd, 2025

    Im Zuge medialer Verblendungstaktiken – ganz aktuell flimmern ja die dollsten „Gassenhauer“ über die Bildschirme, flitzen durchs Netz, oder sind auf den sogenannten „geheimen“ Kanälen abrufbar – in Dauerschleife.

    Die Aufhänger sind sich nicht nur verdammt ähnlich, ganz gleich welche Medienanstalt oder welcher Aufklärer gerade agiert…, nein, dem Inhalt nach gleichen sie sich sogar „aufs Haar“! Nur über Wortwahl und Bebilderung lässt sich die Zielgruppe ausmachen. – Hauptsache man gewinnt ein Publikum und dessen Interesse. Indes spielen sich im Hintergrund die echten „Sachen“ ab. Das sind dann die Dinge, die längst beschlossene Sache sind.

    Die Schlagzeile macht’s und das mediale Tollhaus bleibt ausbaufähig…. .

    ————————————————————————————————–

    Das mediale Tollhaus ist über uns hereingebrochen – ein Beitrag aus 2023

    Der Eindruck täuscht nicht mehr: Man hat es schlichtweg versäumt den moralischen Notstand auszurufen, um den totalen Zerfall einer zivilisierten Bevölkerung noch umzukehren.

    Wie komme ich jetzt auf dieses Thema? Nun, nach dem gestrigen „Hinweis“ mit Blick in die Mediathek, wurde uns wiederholt deutlich gemacht, was dieses mediale Treiben mit uns macht… Es verkörpert eine Macht, in dem Fall sogar eine sichtbare. Am gestrigen Abend, nachdem wir zwei Märchen geschaut haben, und nun den Fernseher ausschalten wollten, ereilte uns eine Aufforderung: „Vorsicht! Du bist dabei den Bereich, für Kinder zu verlassen. Möchtest du das wirklich?“

    Was auf den ersten Blick amüsant anmuten mag, ist jedoch äußerst bedenklich. Und wenn wir ehrlich sind, haben viele von uns diesen Verlauf mitgetragen. Denn viel zu oft haben wir die Kiste angeschmissen. Hier geht es nun vor allem um Kontrolle, eine Kontrolle, die sich über das ausgesendete „Material“ hin installieren lassen konnte. Material, was uns auch in gewisse Richtung lenken sollte. Fadenscheinig lässt man dir eine Wahl, und doch hat man keine. Es sei denn, du schaltest eben gar nicht erst ein. Wie formulierte es doch gleich Udo Jürgens in seinem Lied „Der gläserne Mensch“?

    Die Welt im Apple und iPhone Wahn

    Und Rechner wissen mehr als wir

    Sie sind gnadenlos auf der Datenspur

    Wo du auch bist sie folgen dir…Gefangen im Netz

    Gegen jedes Recht und Gesetz.

    Ende 2020 gingen bei uns daheim die Fernseh-Lichter aus. Bis dahin schauten wir, das gebe ich zu, hin und wieder mal im aktuellen Fernsehprogramm vorbei. Von wenig erträglich, was da über den Bildschirm flatterte, bis unerträglich war immer was dabei. Bis schließlich das Angebot in einer fast schon erschreckenden Unerträglichkeit daherkam, dass wir uns komplett aus dem Fernsehgeschehen ausklinkten – zugleich kündigten wir das Zeitungsabonnement. Zu viel Geld für zu viel Schund!

    An dieser Stelle berufe ich mich auf die Worte des Gerold Bernert, der seinerzeit eine Beitragsreihe zu TV, Medien, TV-Dialogen und allerlei „Wissenswertes“ zum Kommerzfernsehen (RTL SAT, VOX, Kabel) in einer Zeitschrift für Schlesier veröffentlichte.

    Übrigens eine Zeitschrift, die heute im Fokus des Verf. -assungs.- Schutzes steht.

    Der Beitrag wurde von Bernert im Jahr 2004 !!! erstellt.

    Heute wissen wir, dass es zu keiner Zeit Unterschiede in der ideologischen Ausrichtung der Sender gab, sei es nun auf privater Ebene oder auf öffentlich-rechtlicher. Von dem untersten Niveau auf geistiger Ebene als auch begleitender Propaganda mal abgesehen.

    Ich zitiere, weil ich es besser nicht hätte formulieren können:

    „Aus der persönlichen Freiheit des Einzelnen wurde die Freiheit zur Umstellung vom Menschen zum Schw.ein, von der Transformation Deutschlands in einen Sau.stall, in dem der Mensch den Respekt vor sich selbst verloren hat. Beispiellose sexuelle Tabubrüche, die medienerzeugte und vermarktete Brutalisierung des Lebens und die obszöne Verrohung der Sprache sind nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel.“

    Und auch hier schließe ich mich seinen Ausführungen an:

    „Dank den TV-Medien brauchen unsere Kinder und Jugendlichen nicht mehr hinauszugehen, Der Schmutz wird via Bildschirm frei Haus kübelweise angeliefert. Reality TV wie aller Schund aus den USA importiert, zeigt echte und nachgestellte Katastrophen oder Kriminalfälle. Sex und Gewalt ist besonders für das Kommerzfernsehen höchst profitabel.

    Heute reicht ein Blick in die Kindertagesstätten, in Schulen und sogenannte Bildungseinrichtungen. Hier gibt es offensichtlich keine Hemmschwellen mehr. Die Schamlosigkeit durchzieht bereits alle Lebensformen und -bereiche.

    Die kollektive Schamlosigkeit aber führt, so schon Freud, letztlich zum kollektiven Schwachsinn, zur kollektiven Dekadenz.

    Moralische Restriktionen, so abermals Freud, sind unentbehrlich, um die stärksten Gefühle im Zaun zu halten und auch der Ethnologe H. P. Duerr sind in der heutigen libertären, enttabuisierten Gesellschaft eine lebensfeindliche Katastrophenlandschaft.“

    Aber was ist eigentlich anderes von Medien zu erwarten? Der Fisch stinkt immer vom Kopf her.

    Wird ihnen und uns allen nicht von diesen unsäglichen Parteien (die keiner braucht, außer halt der Auftraggeber zur Demontage einer Gesellschaft) wie CDU, CSU, SPD, FDP und Grünen vorgemacht, wie man sich auf die Schnelle am Volk vergehen und an ihm bereichern kann? Hier zitiert Bernert die FAZ: „In Deutschland hat sich ein Klima der krämerischen Kumpanei und Kungelei, der berechnenden Regelverletzung und Untreue, der bedenkenlose Clevernis und Käuflichkeit ausgebreitet, dass in seiner Geschichte seinesgleichen sucht.“

    Es hat sich ein System von alltäglicher Kleinkorruption und Nassauertum gebildet. Die Maßstäbe für das Anstößige sind vollkommen verloren gegangen.

    Erinnern wir uns und werfen kurz einen Blick zurück:

    Die CDU und FDP lassen sich bedenkenlos von dem Fast-Food-Produzenten Mac-Donalds ihre Parteitage sponsern. Helmut Kohls Industriefreunde bezahlten seine Sommerfeste, Scheel (FDP) ließ sich seine dritte Hochzeit sponsern.

    Richard von Weizsäcker (CDU) öffnete seiner Tochter für ihre Dissertation Türen in der ehemaligen DDR, Günter Krause (CDU) ließ sich seine Haushaltshilfe durch das Arbeitsamt finanzieren, Rita Süssmuth (CDU) verschaffte sich für ihren Mann einen weiteren Daimler. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen, man denke an die Namen Lafontaine (SPD), Streibl (CSU) usw. Waffen, wann und wo immer es geht.

    Um nur einige zu nennen… Den gesamten Schlamm von Grünen ,SPD und anderen Parteien an dieser Stelle aufzuführen, würde den Rahmen sprengen.

    Das mediale Tollhaus ist längst über uns hereingebrochen mit einer Spirale von Zynismus, Gewalt und Obszönität.

    Zwischenzeitlich hat man es schlichtweg versäumt den moralischen Notstand auszurufen, um den totalen Zerfall einer zivilisierten Bevölkerung noch umzukehren.

    Und so wird betrogen, belogen, abgezockt, gewuchert, gefälscht und erpresst.

    Es wirkt so ein bisschen, als würde sich ein ganzes Volk auf den Weg machen, zurück nach Rom in den moralischen Abgrund.

    ———————————————————————

    Eure Kommentare dazu:

    Sehr gut und (leider) auch sehr wahr. Es stellt sich allerdings die Frage, wer diese/r „man“ sein soll die/der den moralischen Notstand versäumte auszurufen. Ich denke das sollten wir alle sein, nur leider will bzw. wird uns niemand im medialen Sodom und Gomorrha hören

    Grauenhafte Aussichten für eine Zukunft, die es so oder noch schlimmer, hoffentlich nicht gibt, was bleibt? Mensch mit Moral und Anstand klickt sich aus und macht nicht mehr mit, soweit das möglich ist. Für die Masse bleibt nur der Untergang. Schön gesagt…Rom läßt grüßen, bleibt noch…

    Konrad Lorenz‘ Begriff der „Verhausschweinung des Menschen“ beschreibt eine Entwicklung, bei der der Mensch durch eine übermäßige Zivilisation und Bequemlichkeit seine ursprünglichen, natürlichen Verhaltensweisen und Instinkte verliert. Er vergleicht diese Entwicklung mit der Domestizierung von Tieren, insbesondere dem Hausschwein, das im Vergleich zum Wildschwein weniger agil und anpassungsfähig ist.

    Ein mediales Tollhaus ist über uns hereingebrochen

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  • Alles Althochdeutsch, oder was?

    August 20th, 2025

    „Die Sprache eines Volkes ist der hellste Spiegel seines Gemütes und seines geistigen Lebens; wer sich der Sprache seines Volkes entfremdet, entfremdet sich seinem Volke selbst“

    In Folge einiger von mir bereits verfasster Beiträge zu unserer Sprache (siehe auch im Kommentar), nun ein weiterer Beitrag.

    Die deutsche Sprache ist in ihren Erscheinungen nahezu unerschöpflich und mit ihr auch so einige Thesen. Eine davon möchte ich an dieser Stelle aufgreifen.

    Alles Althochdeutsch, oder was?

    Bereits im vergangenen Jahr stolperte ich über die Thesen des Erhard Landmann. Manches davon stimmte mich nachdenklich, einige seiner Behauptungen erscheinen mir allerdings auch weit hergeholt und wiederum einige seiner Thesen offerieren Parallelen zu den Erkenntnissen anderer Sprachforscher.

    Sein Buch „Weltbilderschütterung“ ist nicht ganz uninteressant und gewiss lesenswert. Erhard Landmann war freier Sprachforscher und verstarb Anfang 2018.

    Ich muss zugeben: Bis dahin habe ich noch nie etwas von Erhard Landmann gehört.

    Schon verrückt, was wir alles nicht wissen, wovon wir vermutlich noch nie etwas gehört haben, noch eine Assoziation hergestellt wurde. Trotz der Annahme, dass ich mich schon recht intensiv mit der Sprache und ihrer Herkunft auseinandersetze, werde ich doch immer wieder überrascht, wie wenig wir eigentlich wissen.

    Diese Art der Überraschung kommt nicht von ungefähr.

    Schließlich zeigen sogenannte Experten, moderne Sprachwissenschaftler und eifrige Anti-Germanisten kein wirkliches Interesse an der Herkunft unserer Sprache. Stattdessen wird heute wild gegendert. Und unter diesem irrsinnigen Verlauf macht sich gewiss keiner mehr die Mühe, die Ursprünge unserer Sprache zu erforschen. Zumal man ja bereits die Jahre /Jahrzehnte und Jahrhunderte zuvor alles darangesetzt hat, auch hier ein völlig falsches Weltbild zu vermitteln.

    Wie alles wirklich gewesen sein kann? Ja, wer weiß das schon?

    Dass vor dem Mittelalter durch Falschübersetzung, Verwischung und Erfindung neuer Sprachen (babylonische Sprachverwirrung) in großem Stil gefälscht wurde, das ist bekannt. Landmann hat hier nicht ganz unwichtige Forschungen unternommen, und in dieser Hinsicht gibt es bestimmt noch viel zu tun. Man kann von Landmann halten, was man will. Ich persönlich, halte ihn für einen aus der Neugier heraus getriebenen Menschen, dem die offiziellen Lehren der modernen (Ver) Bildungsanstalten suspekt erschienen.

    Heute leben wir in Zeiten, in denen wir mehr und mehr unseren Glauben an das Wissen, was uns vermittelt, bzw. vorgesetzt wird, längst verloren haben. Innerhalb der letzten fünf Jahre hat diese Gruppe der „Ungläubigen“ Zuwachs bekommen. Zu viele Lügen, zu viel Lug und Trug.

    Das Ergebnis: Wir müssen uns selbst auf die Suche machen, um zumindest einen Fetzen Wahrheit aus dem mächtigen Lügengerüst herausziehen zu können.

    Mir geht es jetzt weniger um Landmanns Auffassung zu den Anfängen der Zivilisation, sondern vielmehr um sein Wissen zu Schrift und Sprache, die bereits in uralten Zeiten benutzt wurden. Wobei das eine möglicherweise mit dem anderen zusammenhängt. Nichts Genaues weiß man, und genau das macht es ja so spannend und auch mich neugierig.

    Landmann schaute sich 2005 zum ersten Mal Fotos des Voynich-Manuskripts und fand nach eigenen Angaben auf den ersten Blick die Lösung. Seiner Ansicht nach, sind die seltsamen Voynich –Zeichen nichts weiter als gewöhnliche Buchstaben der damaligen Zeit, die etwas undeutlich geschrieben sind. Mit Hilfe dieser Erkenntnis konnte Landmann das Manuskript nach eigenen Angaben ohne große Mühe lesen – was vor ihm noch niemand geschafft hatte. Leider wurde keine detaillierte Beschreibung seiner Theorie veröffentlicht, geschweige denn eine Klartextversion des Manuskripts. Man darf also seine Zweifel haben.

    Doch wenn man sich näher damit beschäftigt, und tiefer in die Materie eintaucht, ist er wieder da, dieser AHA-Effekt

    Fest steht: Wir wissen heute kaum noch irgendetwas von unserer wahren Vergangenheit.

    Unsere deutsche Sprache wurde in ein Korsett der lateinischen Grammatik gepresst und zugerichtet, womit die schlimmste Gehirnwäsche deutscher Völker / Kelten/ Germanui / Keltui begann.

    ——————-

    Und auch das entnahm ich über meine Recherchen hinweg der These Erhard Landmanns:

    „Wir werden uns daran gewöhnen müssen, daß das arabische salam aleikum, ebenso wie das hebräische schalom, nicht »Friede sei mit euch« ursprünglich bedeutet, sondern, wie in manchen als Witz gemeinten Verballhornungen, tatsächlich von dem deutschen »sollen alle rein kommen« bzw. dem angelsächsischen „shall come“ herkommt. Diese Erkenntnis wird vielen Leuten, vielen Ideologen von vielen politischen Seiten her nicht passen, und sie werden es mit unfairen Mitteln bekämpfen. Aber kann die Erkenntnis, daß es gar keine semitischen Sprachen und damit keine semitischen Völker gab und gibt, nicht auch bedeuten, daß der törichte Antisemitismus, der soviel Leid schuf, daß die schlimmen Kriege im Nahen Osten, die mit angeblichen ethnischen, geschichtlichen, religiösen, ja sprachlichen und noch anderen Ansprüchen untermauert wurden und werden, endlich aufhören, endlich keine ideologische und theoretische Grundlage mehr haben, weil sie tatsächlich nicht wahr sind, auf welcher Seite immer. Wenn die Sprachen aller Stämme nur auf den gleichen Dialekt zurückgehen, besteht dann nicht die Hoffnung, daß die Kriege und Untaten, die im Namen dieser Ideologien verübt werden und von Ideologen in Europa noch unterstützt werden, endlich zum friedlichen Miteinander werden.“

    ———–

    Klingt verrückt? Vielleicht. Aber ich verspreche euch, wenn man dieser „These“ nachgeht und sucht, dann wird es erst richtig spannend!

    Ob Landmann nun mit seinen Aussagen richtig liegt? Keine Ahnung! Wichtig ist nur, dass wir nie aufhören sollten, nachzuforschen.

    Peter Franz Joseph Müller kam in seinem Werk „Ursprache“ zur selben Erkenntnis. Das sollte hier vielleicht noch erwähnt werden.

    —————————————————————–

    Und vom Sprachforscher Jacob Grimm stammt die folgende Aussage: „Je weiter ich in diesem Studium fortgehe, desto klärer wird mir der Grundsatz: daß kein einziges Wort oder Wörtchen bloß eine Ableitung haben, im Gegenteil jedes hat eine unendliche und unerschöpfliche. Alle Wörter scheinen mir gespaltene und sich spaltende Strahlen eines wunderbaren Ursprungs, daher die Etymologie nichts tun kann, als einzelne Leitungen, Richtungen und Ketten aufzufinden und nachzuweisen, soviel sie vermag. Fertig wird das Wort nicht damit.

    Jacob Grimm (1785-1863) deutscher Jurist, Sprach- und Literaturwissenschaftler, Begründer der deutschen Philologie und Altertumswissenschaft an Friedrich Carl von Savigny (1779-1861) deutscher Rechtsgelehrter, Mitglied des Preußischen Staats- rats, Staatsminister für Gesetzesrevision (18421848), 20. April 1815, zitiert in: Wörterbuchnetz

    Jacob und Wilhelm Grimm arbeiteten über 20 Jahre lang am Deutschen Wörterbuch. Es gilt als Meilenstein der deutschen Sprachwissenschaft und zeigt: Mit ihren Forschungen legen die Brüder Grimm den Grundstein für die moderne Germanistik, doch immer nah des Ursprungs.


    Eure Kommentare zum Beitrag:

    Sehr interessant. Ja Landmann behauptete, alle Sprachen entstammen der Urdeutschen Sprache. Und jemand, der der Urdeutschen Sprache mächtig sei, sich mit einem Stammesältesten oder Priester der Maya unterhalten könne. Es gibt auch Videos von ihm. Mario Prass ist da auch sehr interessant. Er erklärt, wie alles von der deutschen Sprache abgewandelt wurde. Spricht auch von Jesus, dem Essener, der eben wohl aus dem heutigen Essen stammen sollte, der Ölberg ist hier in Deutschland sowie auch Magdalla. Alles sehr sehr interessant.

    Hab 3 Jahre Thai an d FRA UNI gelernt und dabei festgestellt dass unsere Sprache ganz viel aus dem Sanskrit hat. Durch meinen Schicht Dienst hab ichs aufgegeben, es war sehr anstrengend.

    Es war einmal … die Verbreitung der Sprachstämme
    Der Geist des deutschen Volkes, bewährt sich am klarsten in seiner Sprache
    Auf ein Wort zu unserer Muttersprache – sie hat es verdient, erhalten zu bleiben!

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  • Ein Samstag im August

    August 14th, 2025

    Eigentlich wollten wir am vergangenen Wochenende noch eine „Runde“ mit Bert drehen, aber wie das immer so ist, es kam was dazwischen. Bert musste ohnehin die Bremsbeläge vorne neu haben, Quellwasser haben wir noch genug,. Dafür mussten wir also nicht los, und überhaupt gab es im Haus noch jede Menge zu tun. Da lagen noch die Äpfel herum, die mir meine Freundin vorgestern „rumbrachte,

    die da riefen: „Wir sind allesamt reif für den Apfelmus“, die Brombeeren wollten gepflückt werden, die Brennnesselsamen abgestriffen, die Tomaten gepflückt und die Bohnen aus der ersten Ernte gekocht sein. Also nüscht wie ran an die Arbeit!

    Nebenbei noch ein paar Kapuziner-,Blüten – und Blätter in Alkohol und Öl getränkt, andere zum Garnieren beiseite gelegt.

    Das Kräuterbuffet kann sich über Zuwachs nicht beklagen.

    Tief unten in der Erde schlummert übrigens der Spitzwegerich in Honig (fermentiert), und das schon seit mehr als 6 Wochen.

    Ach ja, bevor ich vergesse darüber zu erzählen, also über die Entdeckung bei uns unterm Gartentisch, dank der Frage meiner Freundin, ob wir denn mal die Flora App befragen sollten, was da wohl so wächst. Und siehe da, es ist Gemüse Portulak. Und wer hätte gedacht, dass diese Pflanze so viele wertvolle Inhaltsstoffe bewahrt?

    Das konnte ich über Portulak finden.

    Die Pflanze ist antibakteriell, harntreibend und fiebersenkend. Die Blätter sind eine Quelle für Omega 3-Fettsäuren, die für die Verhindeurng von Herzinfarkte und die Stärkung des Immunsystems von Bedeutung ist.

    Der frische Saft wird zur Behandlung von Husten und Wunden verwendet.

    Die Blätter werden als Wickel bei Verbrennungen aufgetragen.

    Ein Tee aus Blättern wird zur Behandlung von Kopf- und Bauchschmerzen verwendet.

    Blätter und Stängel kann man roh oder gekocht essen. Das Saatgut kann zu Pulver vermahlen und mit Getreide gemischt. Die Asche verbrannter Pflanzen wird als Salzersatz verwendet.

    Ja, ja,, die Natur hält alles für uns bereit, wir müssen nur mit offenen Augen durch ihre Reviere streifen.

    Die herrlich leuchtenden Blüten von Ringelblume, Blutweiderich und der Kapuzinerkresse (auf einem der Bilder) sind allesamt lecker und köstlich.


    Zu Beinwell, Blutweiderich, Brennnessel, Wegerich, Ringelblume, Kapuzinerkresse und v. a. m., findet ihr noch allerlei Interessantes in den Beiträgen im Kommentar.

    Alles Kräuter oder was?  Rückblick auf ein Kräutersammelsurium, spannende Geschichten und allerlei Wissenswertes von April bis August 2023

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  • „Das Faustrecht der Deutschen“ (1770) von Justus Möser

    August 14th, 2025

    Etwas zum “Schmökern“, weil das „Faustrecht“, das alte germanisches Recht eines Freien vor Kurzem ein Thema war.

    Im Kommentar findet ihren noch einen Beitrag mit ganz vielen kurzen Beiträgen zu „Den Deutschen verstehen“.

    Aber jetzt lest erst einmal den

    Auszug aus: „Das Faustrecht der Deutschen“ (1770) von Justus Möser

    Sätze, die nachdenklich stimmen, auch, oder insbesondere in der Gegenwart …

    „Es werden jetzt in einem Feldzuge mehrere Menschen unglücklich gemacht als damals in einem ganzen Jahrhundert. Die Menge der Übel macht, daß der heutige Geschichtschreiber ihrer nicht einmal gedenkt; und das Kriegsrecht der jetzigen Zeit bestehet in dem Willen des Stärksten. Unsre ganze Kriegesverfassung läßt keiner persönlichen Tapferkeit Raum; es sind geschleuderte Massen ohne Seele, welche das Schicksal der Völker entscheiden; und der ungeschickteste Mensch, welcher nur seine Stelle wohl ausfüllt, hat ebenden Anteil am Siege, welchen der edelste Mut daran haben kann.

    Eine einförmige Übung und ein einziger allgemeiner Charakter bezeichnet das Heer; und Homer selbst würde nicht imstande sein, drei Personen daraus in ihrem eignen Charakter handeln oder streiten zu lassen.

    Ich will jetzt der Turniere nicht gedenken, welche als notwendige Übungen mit dem ehmaligen Faustrechte verknüpft waren, ohn erachtet ihre Einrichtung den Geist von mehr als einem Lykurg zeigt und alles dasjenige weit hinter sich zurückläßt, was die Spartaner zur Bildung ihrer Jugend und ihrer Krieger eingeführet hatten; ich will die Vorteile nicht ausführen, welche eine wahre Tapferkeit, ein beständiger Wetteifer und ein hohes Gefühl der Ehre, das wir jetzt zu unser Schande abenteuerlich finden, nachdem wir uns auch selbst in unser Einbildung nicht mehr zu den ritterlichen Sitten der alten Zeiten hinaufschwingen können, auf eine ganze Nation verbreiten mußten.

    Ich will nichts davon erwähnen, wie gemein die großen Taten sein mußten, da die Dichter das Reich der Ungeheuer und Drachen als die unterste Stufe betrachteten, worauf sie ihren idealischen Helden Proben ihres Muts ablegen ließen. Nein, meine Absicht ist bloß, die Vollkommenheit des Faustrechts als eines ehemaligen Kriegesrechts zu zeigen, und wie wenig wir Ursache haben, dasselbe als das Werk barbarischer Völker zu betrachten.

    Rousseau mag noch so sehr getadelt werden: so bleibt die Stärke und die Wissenschaft, solche zu gebrauchen, doch allemal ein wesentlicher Vorzug. Unsre neuern Gesetzgeber mögen dem Menschen Hände und Füße binden; sie mögen ihm Schwert und Rad vormalen; er wird seine Kraft allemal gegen seinen Feind versuchen, sooft er beleidigt wird.

    Unsre Vorfahren wagten es nicht, dieses angeborne Recht zu unterdrücken. Sie gönneten ihm seinen Lauf; aber sie lenkten es durch Gesetze. Und das Faustrecht war das Recht des Privatkrieges unter der Aufsicht der Land-Friedensrichter.“

    ——————————————————————

    Info:

    Justus Mösers Ansichten, die eine Abkehr von der Zentralisierungspolitik des Absolutismus befürworteten und das Faustrecht positiv bewerteten, bildeten eine wichtige ideologische Grundlage für Goethes Drama „Götz von Berlichingen“.

    Eine kleine Sammlung zu: „Den Deutschen verstehen“

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  • Ehret die Weiber!

    August 14th, 2025

    Sie flechten und weben himmlische Rosen ins irdische Leben,

    flechten der Liebe beglückendes Band,

    und in der Grazie züchtigem Schleier,

    nähren sie wachsam das ewige Feuer

    Schöner Gefühle mit heiliger Hand.

    (Johann Christoph Friedrich Schiller)

    ——————-

    Weil ich gerade mittendrin bin: Auszug aus dem Buch, beruhend auf den Erlebnisberichten meiner Mutter… (ich muss mir oft Pausen gönnen, weil allein nur über das Lesen diese Ereignisse schwer zu fassen sind).

    In den Schulen und Bildungsanstalten herrscht Schweigen darüber:

    Ende 1945

    Heimgekehrte Soldaten, Kriegsverletzte, oft nur mit einem Arm oder einer Beinprothese und alte Männer aber hauptsächlich viele Frauen bemühten sich herumliegende Teile zu bergen, um nützliche Kleinigkeiten herzustellen, zertrümmerte Maschinen wieder in Gang zu bringen usw. Aus Stroh wurden Schuhe und andere Gegenstände geflochten.

    Eine junge Frau hat mit vier kleinen Kindern (das Jüngste ein Jahr alt) im Kreuzkirchenpark trotz Kälte, Schnee-Einbruch und Hunger Wurzeln von den gefällten Bäumen ausgegraben. Eine Schwerstarbeit, die heute keiner ohne Kran erledigen würde. Aber das war kein Einzelfall. Die Männer waren in Gefangenschaft, viele gefallen und so lag die ganze Last auf den Schultern der Frauen.

    Ende 1945: Auf den Straßen spielte sich weiter unendliches Elend ab. Voller Verzweiflung liefen trauernde Mütter durch die Straße, deren Kinder vor Hunger starben, oder tote Mütter lagen auf Plätzen hielten noch die Säuglinge an der Brust. Keiner konnte helfen.

    Winter 1945 /46: Es war einer der kältesten Winter des 20. Jahrhunderts (-25 Grad). Die Lieferung von Kohle fiel aus. Im Herbst hatten viele schon im Löns- und Kreuzkirchenpark und natürlich auch in vielen anderen Anlagen erst Äste gesammelt, dann Zweige abgebrochen und später auch Bäume gefällt. Frauen, manchmal mit ihren Vätern, Großvätern und Kindern waren damit beschäftigt Heizmaterial heranzuschaffen.

    Bei manchen Familien wurden Eicheln geröstet, diese zu Kaffeemehl gemahlen, mit fein gemahlener Baumrinde wurde das Mehl verlängert.

    Hauptnahrungsmittel waren Kohl- und Steckrüben. Brennnesseln wurden zu Spinat verarbeitet.

    Auf dem Herd bei uns zu Haus stand, wie auch bei tausenden anderen Familien, ein großer Wäschetopf mit Zuckerrüben gefüllt, aus denen Sirup gewonnen wurde.

    Bei Funzellicht nähten wir jungen Frauen Büstenhalter aus „Lumpen”, Kleider aus Übergardinen, Mäntel aus Rolltüchern, strickten Pullover aus aufgezogener Wolle von den schönen Sofakissen und aus Material, das unsere Mütter von ihren Hamsterfahrten mitbrachten.

    Mein erstes Buch: Die Lebensgeschichte einer 101-jährigen Frau

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  • Respekt vor den Älteren – wir müssen uns erinnern!

    August 14th, 2025

    Älteste sind hier, um uns in die Welt zu bringen und uns ihr Wissen durch Lehren und Führung zu vermitteln. Ein aufrechter Mensch ist dafür dankbar und verhält sich gegenüber den Älteren höflich und rücksichtsvoll. Großeltern, Lehrer und andere Älteste in der Gemeinschaft können unser Leben bereichern, wenn wir ihnen die Chance geben.

    In uns allen ruht das Ursprüngliche, wir müssen nur wieder lernen, dem auf die Sprünge zu helfen, um uns erinnern zu können. Wenn uns das gelingt, schwindet die Kraft der dunklen Mächte.

    Wenn eine Gruppe von Menschen auszieht, um andere Menschen zu entwurzeln /entvölkern, dann verfolgen sie ganz bestimmte Absichten. Daher verweise ich immer wieder darauf, dass sich das, was wir heute erleben, nur mit den Vorgängen aus der Vergangenheit entschlüsseln lässt.

    Mit der Einführung des Mönchslateins, dieser unbelebten, starren Sprache der Kirche, die angeblich den Gelehrten, Reichen und Vornehmen vorbehalten war, legte man einen entscheidenden Grundstein und entfernte die Menschen immer weiter von ihren Sprachstämmen. Ab dato wurde eifrig gefälscht, geändert, gelöscht, verdrängt, versteckt.

    Verwirrung stiftend zogen die Missionare durch die Lande und brachten die Menschen von ihrem ursprünglichen Glauben ab. Das „funktioniert“ bis heute. Wehe dem, der Mensch erinnert sich… sofort wird alles in Bewegung gesetzt (dabei ist jedes Mittel recht), um das nicht zuzulassen. Warum dieses Strenge? Nun, das ist einfach beantwortet: Über jede Erinnerung eines Menschen hinaus, würden sie stückweit an ihrer Macht verlieren.

    Manche Dinge muss man einfach nur beim Namen nennen, immer und immer wieder. Erinnert ihr euch an das Märchen der Gebrüder Grimm: „Rumpelstilzchen“ ?

    Der Name des Titelhelden ist seine Machtquelle, die er verliert, als sein Name enthüllt wird.

    Es geht um den Verlust ihrer Fähigkeiten ( auch Untaten genannt):

    Viele Märchen zeigen, wie manche Menschen ihre „Fähigkeiten“ oder ihre Macht verlieren, sei es durch Verrat oder das Entlarven ihrer Geheimnisse.

    Aber wieder zurück zu den indigen Völkern, denn Indigene Völker sind die Hüter der kulturellen Vielfalt der Erde. Ihr Reichtum sind ihre vielen Sprachen und Kulturen, die Weisheit ihrer Religionen und ihres Umgangs mit der Natur.

    Die Götterwelt hat die Natur und den Menschen miteinander verbunden, da gab es nie das konkret Trennende.

    ————————————

    Im Kommentar findet ihr noch ein paar Beiträge dazu, die ich erst vor Kurzem verfasst habe.

    Info zum Bild.

    Dieses Bild zeigt einen sibirischen Ewenken-Schamanenältesten mit einer Sammlung schamanischer Gegenstände, darunter Bilder von Hilfsgeistern, Anfang des 20. Jahrhunderts, Sibirien (Nordasien).

    (Die Ewenken sind einer der indigenen Stämme Nordostsibiriens, ihre Sprache gehört zum mandschu-tungusischen Unterzweig der altaischen Sprachgruppe).

    Es war einmal … die Verbreitung der Sprachstämme

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  • Leseprobe!

    August 6th, 2025

    Für all die, die kaum eine oder nur wenig Vorstellung davon haben, was sich hinter dem Bernsteinfenster verbirgt.

    ———————————————————————

    Auszug aus dem Buch „Das Bernsteinfenster“

    Das Bernsteinfenster

    —————————

    Klara Undine Fall

    —————————-

    Von Friedel und dem Wellenmädchen, und einem Fenster zur Vergangenheit

    Geschichten hinter erlebter Geschichte aus den Jahren 1923–1948

    ——————————————

    Gewidmet meiner Mutter in liebevoller Erinnerung

    —————————————–

    Inhalt

    Einleitung /Vorwort

    ————————————————————————————————

    ERSTER TEIL

    Aus Friedels Kindheit

    Vorgeschichte

    – Versailler Vertrages

    – Gebietsabtrennungen

    – Beschreibung des Raubes der Kolonien

    Die Zeit vor 1933 – ein weiterer geschichtlicher Rückblick

    – Wissenswertes zur Ostgrenze

    – Schlesien

    Die Zeit zwischen 1932 und 1940

    – 1932 – Der Tiefstand ist erreicht

    – 1933 – Hindenburg übergibt die Macht an Hitler

    ————————————————————————————————

    Friedels Schulzeit

    – Alltag in Görlitz

    – 1935 – Im Kindererholungsheim Kamin in Pommern

    – 1936 – Olympiade in Deutschland

    – 1938 Politische und geschichtliche Ereignisse

    Historisches auf einen Blick: 1936 – 1941

    – Friedels persönliche Erlebnisse (Friedel hat’s erlebt)

    – September 1939 – Bromberger Blutsonntag

    – 1940 – der Krieg weitet sich auf Nord- und Westeuropa aus

    – 1941 – die USA erklärt Deutschland den Krieg

    Friedels Berufsschulzeit

    ————————————————————————————————

    ZWEITER TEIL

    Die Zeit zwischen 1942 und 1945

    – 31. Januar 1942 – Einberufungsbefehl

    – Dienstbeginn in Breslau

    – Unterricht/ Arbeit am Fernschreiber/Prüfung

    – Kaserne Gießen

    – Einsatz in Berlin

    – Sonderurlaub

    – Vier Wochen auf der Isolierstation

    Genesungsurlaub in Görlitz

    – Zurück in Berlin

    – Einsatz nach Ostpreußen

    – 18. Januar 1943 – Ankunft in Königsberg

    – Antritt Dienststelle Hauptquartier „Amt Anna“

    – Erholungszeit in Zakopane / Krankenstation Krakau

    – Kuraufenthalt in Bad Rabka

    – Erste Begegnung mit Joop – eine wundervolle Zeit in Bad Rabka

    – Abschied von Bad Rabka, Wiedersehen in Görlitz, Ankunft im Hauptquartier

    – Verlobung mit Joop

    – Wieder beim Dienst

    – Marschbefehl nach Berlin Zossen-Weihnachten 1943

    – 1944 Marschbefehl nach Gießen, Abschied von Zossen und weiter nach Verona

    – Bombenangriffe, schwere Detonationen und Mordanschläge von Partisanen

    – Mai 1944 – eine Zeit, wo Trauern wenig Platz hat

    – Abschied von Verona – ein letzter Händedruck

    – Einbruch der Russen und Ankunft der ersten Flüchtlinge in Görlitz

    – Bevor der Befehl kam

    DRITTER TEIL

    Kriegsende und eine Befreiung, die keine war!

    – Eine Zeit voller Gewalt und unmenschlicher Vorgänge

    – Begegnung und Abschied voller Elend und Trauer

    – Abschied von den Kameraden

    – Auf dem Weg nach Eisenach und weiter nach Unkeroda

    – Wieder zurück in Görlitz – verheerende Zerstörungen und die Sorge um das tägliche Brot

    – Erneut Abschied von den Eltern

    – Bilder des Grauens auf der Rückkehr nach Görlitz

    – Wieder daheim

    – Zurück in Görlitz – es herrscht Chaos und ein unvorstellbares Maß an Grausamkeiten

    – Vom Erleben und Überleben

    – Unterwegs nach Weimar – anschließende Tauschgeschäfte

    – Ein kurzes Resümee zum späteren Umgang dieser Ereignisse aus den Reihen der Politik

    – Unter dem Joch der Sowjets – so geht es weiter

    – Eine Anstellung unter schwierigen Bedingungen

    – Was unmöglich schien, wurde geschafft

    – Die Verzweiflung war groß

    – Der Winter von 1945/46

    – Tätigkeiten auf Anordnung und zwei erwähnenswerte Ereignisse

    – Erleben und Überleben unter dem Dogma der Kommunisten

    – Anmerkungen zur politischen Lage

    – 1945/46 – Erwähnenswertes

    – 1946 – die traurige, graue Welt war für einen kurzen Moment auf einmal hell

    – Die Gedanken drehten sich nur um das Eine: „Was essen wir morgen?“

    – Das Land lag in Trümmern und die Medien verbreiteten täglich neue Lügen

    – Tatsachen

    – Die Beutezüge gehen weiter: „Gegen Kraft hat Recht keine Wirkung.“

    – Erlebnisse mit den „Genossen“

    – Zeitsprung

    – 1946 und die Jahre darauf: Enteignungen, Lügen und Raubzüge

    – Das Jahr 1947

    – Der Winter 1947/48

    – Zeitsprung

    – Rückreise und Hochzeit mit Paul

    – Gedankengänge 104

    – Einzug in ein Zimmer, der Alltag begann

    – Zwischen 1948 und 1949 – das Leben ging weiter, der Hunger und das Sterben auch 105

    —————————————————————————————————————–

    – Nachtrag

    – Anhang /Nachwort

    – Abkürzungen / Hinweise und Angaben zur Quelle

    Quellen / Verweise / Bildmaterial


    Einleitung

    „Des Menschen Seele

    Gleicht dem Wasser:

    Vom Himmel kommt es,

    Zum Himmel steigt es,

    Und wieder nieder

    Zur Erde muß es,

    Ewig wechselnd.“ (Goethe)

    Kennt ihr die hellen lodernden Wellen, Töchter der Ran? Leise erbebend schwellend und hebend ziehn sie die Bahn.


    Entspannt lehnt Friedel sich in ihrem Sessel zurück. Ein letztes Mal greift sie mit ihren gealterten Händen nach dem Stift, der vor ihr auf einem kleinen Tisch liegt. Ihre Blicke schweifen aus dem Fenster hin zu dem Baum, der ihr über die letzten Jahre zu einem vertrauten Begleiter und stummen Zuhörer geworden war – ein alter Baum, der gewiss viel zu erzählen weiß. Sie selbst schaut auf 101 bewegte Jahre ihres Lebens zurück, auf all das Erlebte und die damit verbundenen Ereignisse, die sie versucht hat, in Worte zu fassen. Erlebtes, was den Generationen danach unfassbar erscheinen mag.

    Noch einmal beugt sie sich nach vorn über den Tisch, greift nach ihrem Stift und schreibt.

    Später finden sich auf einem Briefkuvert folgende Worte:

    „Die Sonne sank, der Abend naht. Der Abendstern mit goldenem Schein blickt in die bewegte Welt hinein. Bald ist es wieder Nacht . Es wird gleich Dunkel.“

    Dieses Zitat nach Hoffmann von Fallersleben sollten ihre letzten geschriebenen Zeilen auf dieser Seite der Welt sein. Behutsam legt sie den Stift aus der Hand – ein letztes Mal. Das Säuseln der Blätter des alten Baumes vor ihrem Fenster verstummt. Friedel schließt ihre Augen am 17. März 2024 für immer. Sie schläft ein, in der Hoffnung, dass all ihr Wissen über das Erlebte in gute Hände gelangen möge.


    Doch sollte es nicht lange dauern, und ein Wellenmädchen steigt hilfreich aus dem Meer empor, um Friedels Erbe vom sandigen Boden auf dem Meeresgrund mit sanfter Hand zum Ufer zu leiten. Geschichte für Geschichte. Die Sagen und Legenden um die Mädchen der nördlichen Meere sind weit verbreitet. Ähnlich wie die Walküren sind diese Wellenmädchen Naturgottheiten und im weitesten Sinne sogar Großmütter des Menschengeschlechts. Dem Wellenmädchen Ona sind die vielen Geheimnisse, die auf dem Grund des Meeres ruhen, vertraut. Immer wieder gelangen irdische Geschichten auf den Meeresboden. Nach langer Zeit hat Ona wieder eines der Bernsteinfenster geöffnet – wie so oft auf der Suche nach Verborgenem, aber auch nach neuen Geschichten, welche die Menschen mit in ihr Meeresgrab genommen haben. Schon bald wird sie fündig und entdeckt etwas Außergewöhnliches.

    Und so hat es sich dann weiter zugetragen: Das Wellenmädchen Ona hebt aus den Wogen des Meeres eine ihr bis dahin noch unbekannte und geheimnisvolle Sammlung an Urkunden, Niederschriften und Fotos. Andächtig stöbert sie in diesen Dokumenten, betrachtet die alten Fotos, liest in den Tagebüchern (manches darunter noch aus dem beginnenden 18. Jahrhundert) und verschlingt förmlich die Niederschriften dieser Menschen.

    Über Monate hinweg studiert Ona die Inhalte der „Schriftstücke“. Nach und nach begreift sie, was für einen großen Schatz sie da gehoben hat. Ein ungewöhnlicher Nachlass, doch von unschätzbarem Wert. Viele Menschen der Kriegsgeneration haben geschwiegen, weil sie das Erlebte nicht in Worte fassen konnten; weil sie auch einiges verschweigen mussten, und so mancher wollte einfach nur vergessen. Als Wellenmädchen greift sie immer wieder die Geschichten von den Seelen der Ertrunkenen und Gefallenen auf. Vieles darunter deutet auf etwas Bedrohliches, Gewaltsames hin.

    Waren hier gar Seelenräuber am Werk? Ona versucht, sich durch die Fülle an Niederschriften, Dokumenten und Tagebucheinträgen zu lesen, oder besser gesagt zu „wühlen“. Auch wenn Friedel ihre Lebensgeschichte akkurat chronologisch verfasst hat, erscheinen immer wieder Querverweise, Hinweise, Erklärungen, die in einem direkten Zusammenhang zu den damaligen Ereignissen stehen, aber noch sorgfältig aneinandergefügt werden müssen. Während Ona zunächst die Schriften nur „überfliegt“, läuft ihr ein leichter Schauer über den Rücken. Aus ihren verklärten Augen tropfen dicke Tränen und ein anderes Mal zieht ein mitfühlendes Lächeln über ihr Gesicht. Dabei stößt sie einen tiefen Seufzer aus. Friedel hat in ihren Memoiren nicht nur ihr eigenes Leben von Kindheit an beschrieben, sondern auch alles Weltgeschehen aus der Zeit, in der sie gelebt hat. Da wurde das Wellenmädchen sehr betrübt. Ona hat Fragen, da ist noch so Vieles, worüber sie Auskunft bekommen möchte.

    ————————————————————————–

    Erster Teil

    Aus Friedels Kindheit

    „Im Inflationsjahr 1923 wurde ich am 5. Januar in Görlitz (Niederschlesien) geboren. Meine Eltern wohnten zu dieser Zeit in der Kunnerwitzer Straße in einer Parterre-Wohnung. Mein Vater hatte gerade Arbeit bei der Reichsbahn gefunden. Von der untersten Stufe hat er sich später bis zur Mittelstufe eines kleinen Beamten hochgearbeitet. Meine Mutter war Hausfrau, übernahm aber hin und wieder Näharbeiten. Mein Bruder war bereits 9 Jahre alt.

    In der Weimarer Republik (gegründet 1919) kam es ab 1922 zu einem rasend steigenden Währungsverfall. Die gesamten Spareinlagen des Volkes wurden vernichtet und das mittlere Bürgertum um seinen Besitz gebracht. Ihren Höhepunkt erreichte die Inflation im Jahr 1923 infolge der Besetzung des Ruhrgebiets durch Frankreich. Frankreich nahm sich das Gebiet als Pfand für die nicht bezahlbaren Reparationsleistungen Deutschlands. Am 15. November 1923 gelang es schließlich dem Reichswährungskommissar, die Inflation zu beenden und durch Schaffung der Rentenmark im Wert von einer Billion zu stabilisieren. Im November 1923 waren die Preise für einen Liter Milch auf 300 Milliarden, ein Pfund Zucker auf 700 Milliarden, ein Pfund Butter auf 2,5 Billionen Mark gestiegen. Inflation ist ein andauernder Prozess der Geldentwertung, der sich durch den stetigen Anstieg der Verbraucherpreise (der Inflationsrate) bemerkbar macht. So stieg allein zwischen Oktober und November 1923 in Deutschland der durchschnittliche Wochenlohn eines Arbeiters um das 68fache auf 16,55 Billionen Mark!

    Die Not der Eltern bekamen auch die Kinder zu spüren. In dieser unruhigen Zeit, die mit großen Sorgen meiner Eltern verbunden war, wuchs ich heran.

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    Vorgeschichte

    Zitat: „Der israelische Botschafter in Bonn, Asher Ben Nathan, antwortete auf die Frage, wer 1967

    den Sechs-Tage-Krieg begonnen und die ersten Schüsse abgegeben habe: „Das ist völlig belanglos. Entscheidend ist, was den Schüssen vorausgegangen ist. So hat jede Geschichte auch eine Vorgeschichte.“

    Bei einem ersten „Umblättern“ vermutet Ona, dass die nun folgenden Kapitel recht umfangreich ausfallen werden, insbesondere die zur deutschen Vorgeschichte.

    Versailler Vertrag 1919

    Vorgeschichte: Am 28.6.1914 werden der österreichische Thronfolger und seine Frau in Sarajewo von einem Serben erschossen. Dieses Verbrechen und die allgemeine Feindseligkeit, die zwischen Österreich-Ungarn und dem Königreich Serbien bestand, führte zum Ersten Weltkrieg. Am 28.7.1914 erklärte Österreich-Ungarn Serbien den Krieg. Am 30.7.14 befiehlt Russland Gesamtmobilmachung gegen Österreich-Ungarn und gegen Deutschland, das im Bündnis mit

    Österreich-Ungarn stand. Darauf erklären Frankreich und England, die im Entente mit Russland verbunden waren, Deutschland und Österreich-Ungarn den Krieg. Die drei großen Gegner waren mit ihren 262 Millionen Einwohnern und 5,7 Millionen Soldaten von Anfang an weit überlegen. Auf beiden Seiten schlossen sich im Lauf des Krieges weitere Staaten an. Als am 16. April 1917 die USA auch noch Deutschland und Österreich-Ungarn den Krieg erklärten, war die Niederlage nicht mehr aufzuhalten. Der Eintritt Amerikas in den Ersten Weltkrieg war nicht das Ergebnis des deutschen U-Boot-Krieges – Versenkung des amerikanischen Schiffes “Lusitania”, das seit

    Am 18.11.1918 kam es zum Waffenstillstand. Zuvor hatte der Kaiser am 9.11.1918 dem Thron entsagt und ging nach Holland ins Exil. Bei dem anschließenden Notenausgleich über die Friedensbedingungen zwischen Deutschland und den Siegermächten (Mai/Juni 1919) wurde von Deutschland die Anerkennung der alleinigen Kriegsschuld erzwungen. Ministerpräsident Philipp Scheidemann und sein Kabinett traten daraufhin zurück. Aber in der Nationalversammlung stimmten die Abgeordneten mit 237 Stimmen gegen 144 Stimmen für die Unterzeichnung des Vertrages. Der Außenminister der Weimarer Republik, Hermann Müller, und der Verkehrsminister Johannes Bell setzten am 28.6.1919 ihre Unterschrift unter den Versailler Vertrag, einem Schandvertag, wie er damals genannt und heute noch so gesehen werden muss.

    Der amerikanische Diplomat George F. Kennan sagt heute dazu: „…in der Tat ein Frieden, der schon die Züge der künftigen Tragödie trug”. Es war der Wunsch, Deutschland für immer zu schwächen und als wirtschaftlichen Konkurrenten auszuschalten. 269 Milliarden Goldmark Reparationsleistung sollte ein Volk aufbringen, das total am Boden lag, dessen Bevölkerung hungerte. Kriegsmaterial, aber auch sämtliche Maschinen aus den Fabriken mussten an Frankreich und England abgeliefert werden.

    Dazu kamen die Gebietsabtretungen (ohne Abstimmungen):

    Elsass-Lothringen bekam Frankreich. Da Deutschland nicht mehr zahlungsfähig war, besetzten die Franzosen und Belgier 1923 das Ruhrgebiet. Sie raubten das Geld der öffentlichen Kassen, erhoben Grenzzölle und Steuern und besetzten Gruben, Hüttenwerke und Fabriken und wie schon in den anderen besetzten Gebieten (Rheinprovinz, Rheinpfalz, Saarland) bestraften die Okkupanten willkürlich Männer, Frauen und auch Kinder mit Schlägen, Misshandlungen, Verurteilungen zu Geldstrafen, Gefängnis und Ausweisungen. Vielerorts geschahen auch Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen, Reiter jagten die Deutschen von den Bürgersteigen und schlugen sie mit Peitschen. Ausgewiesen wurden mehr als 120 000 Menschen, die nichts mitnehmen durften und denen sofortige Hilfe gegeben werden musste. Geschehen im Westen durch Franzosen und Belgier und im Osten durch Polen. Von den Polen wurden eine Million Deutsche vertrieben, viele ermordet.

    Die Provinz Posen und der Großteil der Provinz Westpreußen ging an Polen. (Das 1919 neu gegründete Polen wurde hauptsächlich aus deutschen Gebieten errichtet). Das Memelland bekam Litauen, Eupen-Malmedy wurde, entgegen den ursprünglichen Zusicherungen, Belgien übergeben.

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    Drei Raubkriege gestattete sich der französische König Ludwig der XIV (1638–1715). Gegen Spanien, die Niederlande und auch gegen Deutschland. Neun Jahre lang mussten die Deutschen die Verheerung ihrer schönen Städte und Dörfer ertragen! Die Franzosen nahmen Flandern mit den Städten Lille und Dünkirchen, die Grafschaft Burgund sowie das Elsass mit Straßburg ein, dann begann die Verwüstung der Pfalz. Es kam zum Widerstand des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. 1688 mussten sich die Franzosen zurückziehen, fielen aber immer wieder im Land ein und wurden 1693 endgültig geschlagen. Auf dem Rückzug hinterließen sie eine schreckliche Spur der Verwüstung. Zerstörte Städte, Burgen und Schlösser, abgebrannte Dörfer, nicht nur in der Pfalz, auch in anderen Regionen. Zerstört wurden auch Mannheim, Speyer mit dem Kaiserdom, alle Burgen an Mosel und Mittelrhein. Die Stadt Heidelberg wurde in Schutt und Asche gelegt, auch das Schloss. Seit 1693 ist die Anlage eine Ruine. Frankreich hatte seine Grenzen ostwärts auf deutsches Gebiet in den Jahrhunderten verlegt, deutsche Gebiete und Städte vereinnahmt.

    Im Dreißigjährigen Krieg fielen Schweden und Franzosen ins Reich ein. Die Franzosen okkupierten im Westen deutsches Land, die Schweden sahen die Chance, ihr Land auf Nordosteuropa zu erweitern. Die geschwächten deutschen Truppen waren nicht mehr in der Lage, Widerstand zu leisten. Die Besatzer eigneten sich große Gebiete des Reiches an! Schweden: Vorpommern mit Rügen und einem Teil Hinterpommerns. Als sich 1805 die Schweden im Kriegszustand mit den Franzosen befanden, besetzte, plünderte und verwüstete Napoleons Heer diese Gebiete. Erst im Zuge der Befreiungskriege wurde Pommern 1815 von den Franzosen befreit und kam zu Dänemark, die es für 3,5 Millionen Dollar Preußen zurückgaben.

    Soviel zur Geschichte an der West- und Nordgrenze Deutschlands in den laufenden Jahrhunderten.“

    Wissenswertes zur Ostgrenze:

    Das Wellenmädchen staunt: „Jetzt geht es noch viel weiter zurück in der Geschichte!“.

    „Im Osten waren es Slawen, die in die Gebiete der Germanen eindrangen. Der ostgermanische Stamm der Burgunder lebte 200 vor unserer Zeit bis ca. 450 unserer Zeit im heutigen Ost- und Westpreußen. Sie wanderten, bis auf wenige Zurückbleibende, weiter bis in die jetzige Rhônegegend, gründeten dort das Burgunderland mit der Hauptstadt Lyon. Ab dem 9. Jahrhundert kamen Slawen in die ehemaligen Ostgebiete der Burgunder. Es entstanden kleine Siedlungen, slawische Dörfer und später auch Städte. Die Städte bestanden aus einer Anzahl nackter Hütten, meist in der Nähe einer hölzernen Burg. Aber es gab im 9. und 10. Jh. auch eine Zuwanderung von Germanen. Die Wikinger kamen in diese Gebiete, legten einige Orte und Handelsniederlassungen an. Und als der Deutsche Orden 1226 und deutsche Siedler von Herzog Kasimir ins Land gerufen wurden, entstanden in den Jahren von 1230 bis 1291 bereits über 100 deutsche Städte und Dorfgemeinden, u. a. die bekannten Orte Danzig, Thorn, Kulm, Elbing, Marienburg, Graudenz, Memel, Königsberg, das Ermland und Samland, die Halbinsel Hela und viele feste Burgen.

    1410 wurde der Deutsche Ritterorden von den Polen überfallen und bei der Schlacht nahe Tannenberg von den Polen geschlagen. Die Polen besetzten die von den Deutschen geschaffenen Gebiete, Städte und Dörfer.

    1466 musste der Deutsche Orden umfassende Gebietsabtretungen an Polen anerkennen. Da die Regionen und Städte rein deutsche Bewohner hatten und von Deutschen das Land urbar und die Städte erbaut wurden und die Polen auf den Fleiß und die Schaffenskraft der Deutschen nicht verzichten konnten, bestand die Oberhoheit der Polen anfangs nur formell.

    1569 erhielt Brandenburg einen kleinen Teil Westpreußens als Lehen vom Deutschen Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation (zu dem auch Polen gehörte). Ab 1618 gehörte Westpreußen ganz zu Brandenburg und schied 1657 aus der Lehenshoheit Polens aus.

    Als um 1765 in Polen bürgerkriegsähnliche Zustände ausbrachen, baten die polnischen Herzöge Friedrich den Großen, ihnen seinen Bruder Prinz Heinrich zum König zu geben (Der König von Polen, August der III. von Sachsen, war im Oktober 1763 gestorben, sein Sohn 2 Monate später.).

    Friedrich der Große wusste, dass dieser Schritt schwere Folgen haben könnte, denn in Russland regierte nicht mehr Peter der III., sondern seine Frau Katharina, die bereits über Polen Macht ausübte. Und sie hatte einen polnischen Grafen für die Krone Polens ausersehen. Aber unter seiner

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    Historisches auf einen Blick: 1936 – 1940

    14.3.39 Slowakei wird unabhängig

    15.3.39 Deutschland besetzt das 1919 gegründete Tschechien

    16.3.39 Gründung des Reichsprotektoriats Böhmen und Mähren

    23.3.39 Das Memelgebiet bekommt Deutschland zurück

    15.10.38 wird der Personalausweis KENNKARTE mit Fingerabdruck ausgestellt.

    Am 7. November 1938 erschoss der Jude Herschel Grünspan (Herschel Grynszpan) in Paris in der

    deutschen Botschaft Legationsrat Ernst von Rath. Das war der Auslöser für die Reichskristallnacht

    am 9.11.38. Bei dieser Aktion wurden hauptsächlich Schaufensterscheiben von jüdischen Geschäftsinhabern eingeschlagen. In Görlitz war es ein Geschäft in der Hospitalstr., das ich nach der Tat selbst gesehen habe. Splitter eingeschlagener Glasscheiben lagen auf den Auslagen, aber es hat keiner geplündert und es hat auch fast keiner gewusst, dass das ein jüdisches Geschäft war. Vermutet wurde von allen versuchter Einbruch. Nach diesen Vorfällen verließen einige tausend Juden Deutschland. Schon im Jahr 1933 waren von den 600 000 in Deutschland lebenden Juden ca. 170 000 ins Ausland gegangen.

    Bekanntgabe vom 16. November 1938: “Unter den Berliner Juden besitzen 894 ein Vermögen über 300 000 RM, 125 eine Million RM, der reichste Jude hat 12 Millionen RM angemeldet. Obwohl die Juden nur 3,8% der Berliner Bevölkerung stellten, befindet sich 60% des Berliner Grundbesitzes in ihren Händen.“

    1936 war in Spanien der Bürgerkrieg

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    Friedel hat’s erlebt:

    „Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Polen am 1. September 1939 erklärten am 3. September 1939 Frankreich und England Deutschland den Krieg, dem sich die Commonwealth- Staaten Australien, Neuseeland, Kanada, Südafrika und Indien anschlossen.

    Hier darf nicht unerwähnt bleiben, dass aus diesen Ländern Tausende junge Freiwillige später auch auf deutscher Seite kämpften. Es gab viele Franzosen, die die Beistandsverpflichtung Frankreichs gegenüber Polen nicht für richtig hielten. Es entstand eine Legion von freiwilligen Franzosen, die auf der Seite der Waffen-SS in Russland kämpfte. Aus Australien, Neuseeland, Kanada, Südafrika(in der Einheit eures Vaters waren auch einige) kamen zuerst die Söhne der Deutschen als Freiwillige ins Land, bald danach auch viele andere. Spanien schickte mehrere große Einheiten.Und dann kamen die vielen Freiwilligen aus den Niederlanden, Norwegen, Schweden.

    (Übrigens: Der schwedische König hatte gute Verbindung zu Hitler, er bekam von ihm ein teuresAuto geschenkt.) Sie kamen aus Dänemark und vielen anderen Ländern, auch aus Indien. Es waren Moslems dabei (sogar in der Einheit von eurem Vater). Inder habe ich mit einer Kameradin in Verona kennengelernt. Eine große Einheit, die der Onkel von Arafat anführte, war ebenfalls zur Hilfe geeilt. Sie trugen die Uniform der SS, nur die Spiegel hatten eine andere Farbe. Ihre Einsätze lagen hauptsächlich in den KZs (Name der Truppe weiß ich nicht mehr, vielleicht kann man den aus den geheim gehaltenen Dokumenten erfahren). Vor einiger Zeit hat sogar eine Zeitung davon berichtet. General Wlassow mit seiner russischen Armee gab ebenfalls Deutschland seine Unterstützung. Im Hauptquartier gab es die Dienststelle “Fremde Heere Ost”. Hier wurden die Einsätze mit den Offizieren der verschiedenen Einheiten besprochen und festgelegt und die Meldungen von den erfolgten Einsätzen über Funk, Fernschreiben und Telefon empfangen.

    Nicht vergessen, Frankreich und England hatten Deutschland am 3. September 1939 den Krieg erklärt und damit überhaupt erst die Voraussetzung für den Zweiten Weltkrieg geschaffen. Auch war Deutschland zum Ärger Englands und Frankreichs wieder wirtschaftlich stark und dies ohne Kolonien und ohne jegliche Hilfe aus dem Ausland.

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    Die westlichen Besatzer sahen das Hinsiechen der Menschen und erkannten, dass Mangelernährung

    nicht nur den Körper, sondern auch das Hirn schwächt und dass man eine Kuh, die man weiter

    melken will, nicht schlachten darf. Denn nur mit der deutschen Intelligenz erreichten sie große

    Fortschritte in Wissenschaft und auf anderen Gebieten.

    Deshalb gab es den Marshall-Plan, aber auch erst, nachdem Tausende an Hunger gestorben waren.

    Der Winter von 1945/46

    Es war einer der kältesten Winter des 20. Jahrhunderts, minus 25 Grad! Die Lieferung von Kohle

    fiel aus. Im Herbst hatten viele schon im Löns- und Kreuzkirchenpark und natürlich auch in vielen

    anderen Anlagen erst Äste gesammelt, dann Zweige abgebrochen und später auch Bäume gefällt.

    Frauen, manchmal mit ihren Vätern, Großvätern und Kindern waren damit beschäftigt, Heizmaterial

    heranzuschaffen. In Görlitz lebten zu dieser Zeit über 100 000 Menschen. In manchen 5-

    Zimmerwohnungen hausten oft 30 Personen. Beheizte Kachelöfen brachten zwar Wärme, aber das

    wenige Heizmaterial musste auch gleichzeitig zum Essen kochen und Warmwasserzubereiten

    genutzt werden. Viele Kachelöfen blieben ungenutzt stehen, kleine eiserne Öfen wurden aufgestellt

    (die es natürlich nur auf dem Schwarzmarkt oder … ? gab).

    Danke!

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