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Klara Fall: das glaube, wer mag

  • Japan und der Rest der Welt

    April 15th, 2026

    Auslöser für diesen Beitrag sind Recherchen zum Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg.

    Gestern schrieb eine treue Leserin unter einem anderen Beitrag von mir: „Wenn ich bedenke, viele hunderte von Jahren läuft es schon so! Ja, es ist Wahnsinn!“

    Ja, wir müssen weit zurückblicken, um zu verstehen … und manchmal auch weit über die Ländergrenzen hinaus. Dieser Beitrag hier, wird mal wieder etwas länger. Ich mag diesen auch nicht über mehrere Tage „stückeln“, um damit den Lese/Gedankenfluss nicht unterbrechen zu müssen.

    Nehmt euch also Zeit. Ihr findet hier mehrere (düstere) Kapitel zur Geschichte Japans in einem Text. Natürlich sind die jeweiligen Epochen nur angerissen, aber sie geben Anlass genug, um uns auch mit dieser Geschichte auseinanderzusetzen – wie so oft hängt alles mit allem zusammen. Und auch hier wird einmal wieder deutlich: Die Handschrift der Täter ist immer gleich.

    Inhalt:

    • Kurze Einleitung

    • Japan zu Beginn des 19. Jahrhunderts

    • US-Commodore Perry und seine „Schwarzen Schiffe“

    • 31. März 1854 Konvention von Kanagawa

    • Pearl Harbor – wie kam es dazu?

    • Zwangsinternierung von über 120.000 japanischstämmigen Amerikanern

    • Abschließendes zur politischen und geschichtlichen Entwicklung des 19. Jahrhunderts,

    8. Dezember 1941: Auf den Kriegsschauplätzen in Europa, Nordafrika und im Atlantik werden künftig auch die US-Truppen auf britischer Seite in die Kämpfe eingreifen. Während das Bündnis der europäischen Achsenmächte Italien und Deutsches Reich mit Japan keine gemeinsame Kriegsführung beinhaltet, koordinieren die britische und US-Amerikanische Armeeführung ihre Aktionen, sie hatten sich schon im Frühjahr auf eine gemeinsame Kriegsstrategie geeinigt.

    An dieser Stelle werfen wir einen Blick zurück:

    Japan zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Japan hatte sich zwei Jahrhunderte lang von der übrigen Welt isoliert. Nicht nur, gab es keinen Handel mit der Außenwelt (nur im Hafen Nagasaki durften Chinesen und Holländer unter stark eingeschränkten Bedingungen mit Waren handeln), auch die neuen Erkenntnisse der Wissenschaft fanden keinen Eingang in das Land. Und ein kultureller Austausch fand kaum statt.

    Davor hatten vor allem die Jesuiten manche Neue in das Land gebracht. Damit war es schon lange vorbei. Die Japaner fürchteten eher alles Fremde, als darauf neugierig zu sein. Die Bewohner des Landes durften dieses nicht verlassen und Ausländer nicht nach Japan kommen. Es gab allerdings ein gewisses Nationalbewusstsein. Die Mächtigen in Japan fürchteten, westliche Idee würden einen verderblichen Einfluss auf das Volk haben. Desgleichen empfanden sie die militärische Übermacht der westlichen Staaten als Gefahr. Ideologische standen sie dem im Westen vorherrschenden Christentum skeptisch gegenüber. Sie meinten (etwas vereinfacht, aber politisch nicht ganz falsch) , der Westen wolle zuerst das Christentum als Weltanschauung vorschicken, um die Nationen des Ostens nachgiebig und weich zu machen, und sie dann um so leichter unterwerfen zu können.

    Das Shogunat war mit der Zeit immer schwächer geworden. Den inneren Spannungen folgte ein Anstoß von außen, der die Sache forcierte.

    Etliche Staaten im Westen, vor allem England, die USA und Frankreich, auch Preußen, hatten die Möglichkeit erkannt, die sich aus einem Handel mit dem abgeschlossenen Japan ergeben würden.

    Die USA waren die schnellsten: Sie schickten Commodore Matthew Perry mit einer Flotte. Dieser kreuzte im Sommer 1853 vor Tokyo auf und verlangte die Aufnahme von Handelsbeziehungen. Die Drohung im Fall einer Ablehnung Gealt anzuwenden, war nicht sehr versteckt. Es handelte sich eben (für die damalige Zeit) typische imperialistische Geste.

    In Jahr darauf kehrte Perry zurück und Japan schloss einlenkend den Vertrag von Kanagawa (1854), in dem es den USA für zwei Häfen eigene Zölle, eine eigene Gerichtsbarkeit (!) und eigene Beamte zugestand.

    Als nächstes kamen die Russen und zwar nach Nagasaki. Sie stellten ähnliche Forderungen wie Perry. Und in der Folge kam es zu Handelsverträgen mit Russland, Großbritannien, Frankreich und Holland. Diese bestimmten die Handelsbeziehungen Japans mit den Westmächten für die nächsten vierzig Jahre

    US-Commodore Perry und seine „Schwarzen Schiffe“ trafen ein und bereiteten das Ende der Samurai.

    Und so hat es sich zugetragen:

    In Form von vier „Schwarzen Schiffen“, wie die Japaner das Geschwader der US-Navy nannten, das am 8. Juli 1853 in die Bucht von Edo (Tokio) einlief. Jedes dieser dampfgetriebenen Kriegsschiffe war um ein Mehrfaches größer als jedes japanische Wasserfahrzeug der Zeit. Und ihre Besatzungen traten selbstbewusst und bestimmt auf, als sie umgehend eine Audienz beim Kaiser forderten.

    An ihrer Spitze stand Commodore Matthew Calbraith Perry (1794–1858). Der Spross aus einer Familie von Seefahrern hatte bereits im Britisch-Amerikanischen Krieg (1812-1815) gekämpft, dann wichtige Kommandos im Mittelmeer und im Krieg gegen Mexiko (1846–1848) übernommen.

    Sein Auftrag in Japan war eine Konsequenz aus dem amerikanischen Sieg über Mexiko. Denn dadurch war fast die Hälfte von dessen Territorium US-Eigentum geworden, darunter Kalifornien. Damit aber wurden die USA eine pazifische Macht, die umgehend in die Jagd nach dem Schatz des Meeres eintrat: Wale.

    Am 31. März 1854 wurde die Konvention von Kanagawa unterzeichnet. In der Öffentlichkeit waren diese Verträge nicht gern gesehen – sie demütigten nach verbreiteter Ansicht Japan, denn sie waren ihnen aufgezwungen worden. Tatsächlich handelt es sich um sehr seltsame Übereinkommen. In insgesamt fünf Häfen durften sich die Kaufleute der Ausländer auf Dauer niederlassen. Sie konnten dort ihre Geschäfte treiben, ohne das die japanischen Behörden sie überwachten, die japanischen Gesetze hatten hier keine Gültigkeit. Recht sprachen, falls nötig, die ausländischen Konsuln. Es gab zwar Zölle auf die Waren, diese waren aber äußerst gering.

    1867 ging die Macht wieder an den Tenno über, der mit der Meiji-Restauration Japan einem umstürzenden Modernisierungsprozess unterwarf. Das Shogunat wurde abgeschafft, die Macht der Samurai gebrochen.

    Perry wurde zum Admiral befördert. Die 20.000 Dollar, die ihm der US-Kongress zum Dank zugesprochen hatte, investierte er in die Publikation eines dreibändigen Berichts über seine Expedition. 1858 starb er. Das war aber nicht das letzte Kapitel: 87 Jahre nach seinem Tod schmückte seine Flagge die Zeremonie, in der das Kaiserreich Japan am 2. September 1945 auf der USS „Missouri“ seine bedingungslose Kapitulation im Zweiten Weltkrieg unterzeichnete.

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    Pearl Harbor – wie kam es dazu?

    • Vor dem 7. Dezember 1941 verschärfte US-Präsident Franklin D. Roosevelt die Beziehungen zu Japan durch gezielte Wirtschaftssanktionen, um Japans Expansion in Asien zu stoppen. Nach der Besetzung Indochinas im Jahr 1940 und 1941 verhängte die USA ein Embargo auf kriegswichtige Güter, insbesondere Erdöl, was Japans Wirtschaft stark unter Druck setzte und schließlich zum Angriff auf Pearl Harbor führte.

    • Roosevelt war bekannt, dass Japan aufgrund der Embargos extrem unter Druck stand. Es gibt historische Diskussionen darüber, dass Roosevelt einen Angriff Japans einkalkulierte, um den US-Kriegseintritt zu rechtfertigen.

    • Warum warnte Roosevelt PearlHarbor nicht vor? Der japanische Luftangriff auf die US-Pazifikflotte am 7. Dezember 1941 provozierte Amerikas Kriegseintritt. Seitdem hält sich der Verdacht, dass Präsident Roosevelt den Raid billigend in Kauf nahm.

    • Dieser Verdacht erhärtet sich über die Zeit und mehr und mehr wurde deutlich: Roosevelt wollte Japan zum Angriff zwingen. Er brauchte einen möglichst hinterhältigen Angriff, um den Widerstand in der US-Bevölkerung gegen einen Kriegseintritt der USA zu brechen. Daher ließ er Japan vorsätzlich durch Handelssanktionen in eine Lage bringen, in der es nur noch den Ausweg des Präventivkrieges gab.

    • Der Navy-Geheimdienst hörte Funksprüche der japanischen Marine ab, die US-Army hatte den diplomatischen Code Japans geknackt – Washington war voll informiert, gab sein Wissen aber nicht an die Kommandeure im Pazifik weiter.

    Die veralteten Schlachtschiffe waren militärisch nicht besonders wertvoll – die viel wichtigeren Flugzeugträger „USS Enterprise“ und „USS Lexington“ aber waren nicht im Hafen, als der Angriff stattfand.

    • Was meinte US-Kriegsminister Henry Stimson mit seinem Tagebucheintrag vom 25. November 1941: „Wie können wir sie (die Japaner; ) in eine Lage manövrieren, in der sie den ersten Schuss abgeben, ohne zu riskieren, dass uns allzu viel passiert?“ War das der versteckte Hinweis auf ein teuflisches Komplott der Roosevelt-Regierung gegen das eigene Volk?

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    Und auch das sollten wir wissen: Internierungslager

    • Präsident Franklin D. Roosevelt unterzeichnete am 19. Februar 1942 die Executive Order 9066, die die Zwangsinternierung von über 120.000 japanischstämmigen Amerikanern, davon 62 % US-Bürger, während des Zweiten Weltkriegs an der Westküste ermöglichte. Aus Angst vor Spionage wurden sie ohne Anklage in abgelegene Lager verbracht.

    • Dieses Dekret ermächtigte Militärkommandanten, „Militärzonen“ einzurichten, aus denen Personen entfernt werden konnten. Es nannte keine ethnische Gruppe, wurde aber gezielt gegen Japanischstämmige angewandt.

    • Das Ausmaß der Internierung ist erschreckend:

    Rund 110.000 bis 120.000 Menschen wurden aus Kalifornien, Washington und Oregon in sogenannte War Relocation Centers im Landesinneren (z. B. Manzanar) deportiert.

    • Die Internierten verloren ihr Eigentum, ihr Geschäft und ihre Freiheit. Sie lebten in Baracken unter rauen Bedingungen mit mangelnder Privatsphäre und Isolierung.

    • Die Lager bestanden ab Frühjahr 1942 bis Anfang 1945. Die ersten Freilassungen begannen im Januar 1945, einige Lager blieben bis 1946 offen.

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    Abschließend sei zur politischen und geschichtlichen Entwicklung des 19. Jahrhunderts, der amerikanische Sezessionskrieg genannt und der Aufstieg der USA zur Weltmacht. Die USA waren gebietsmäßig immer größer geworden. Dies einerseits durch die stetige Ausdehnung nach Westen, wobei mit den Ureinwohnern, den Indianern, bekanntlich nicht viel Federlesens gemacht wurde.

    Und schließlich erwarben die USA einige Staaten durch Krieg (Texas, New Mexiko) oder die unverhohlene Drohung damit.

    In der Nacht vom 9. auf den 10. März 1945 legten schließlich aus über 300 amerikanischen B-29 abgeworfene Brandbomben Tokio in Schutt und Asche. Über 100 000 Menschen kamen dabei ums Leben, rund eine Million wurde obdachlos. Bis heute zählt die Bombardierung Tokios zu den verheerendsten konventionellen Luftangriffen der Menschheitsgeschichte. Zugleich ist sie hierzulande vergleichsweise unbekannt und steht gewissermaßen im Schatten der „Atombomben“abwürfe auf Hiroshima und Nagasaki.

    Hätte diese Machtstellung (Weltmacht) im 20. Jahrhundert nicht bestanden, würde die Welt heute sicher anders aussehen. Nicht zuletzt war es die Belieferung der Alliierten (vor allem der Sowjetunion) mit militärischer Ausrüstung in einem immensen Ausmaß durch die USA, die das Kriegstreiben erstarken ließ.

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    Und wie so manch Amerikaner über die zahlreichen von seinem Land angezettelten und geführten Kriege denkt und schreibt, das lest ihr im Beitrag im Kommentar.

    —————————————

    Quelle

    „1000 Jahre Europäische Geschichte das 19. Jahrhundert“ von Rudolf f. Rapsak Hrsg Ulrike Müller Kasper (in Teilen Bild und Text)

    Bertelsmann Lexikothek -Bibliothek des 20. Jahrhunderts 1940-1943 S. 200

    Welt Artikel vom 1.9.2016 – „Warum warnte Roosevelt Pearl Harbor nicht vor? Sven Felix Kellerhoff

    Spiegel Artikel vom 22.02.2016 Internierung in den USA Fotostrecke „Japano-Amerikaner unter Generalverdacht

    Beschönigung: (Der Fotograf Ansel Adams durfte damals weder Stacheldraht noch Wachtürme oder Wachen fotografieren.)

    Wikipedia: Internierung japanischstämmiger Amerikaner

    ORF-at – Dunkles Kapitel wird neu geöffnet Artikel vom 24. Juli 2021

    Welt-Artikel vom 8.7. 2022 „Seine schwarzen Schiffe bereiteten das Ende der Samurai“ Berthold Seewald

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  • Parallelen zwischen Vergangenheit und Gegenwart

    April 15th, 2026

    Den Parallelen zwischen Vergangenheit und Gegenwart können wir uns nicht entziehen. Das ist nicht weiter wunderlich, denn die Handschrift der Täter ist (wie die meisten von uns wissen) immer gleich.

    Ich zitiere an dieser Stelle

    Giurdano Bruno (1548-1600):

    „Es ist Beweis für einen gemeinen und niedrigen Geist, wenn man wünscht wie die Massen zu denken, nur, weil die Mehrheit die Mehrheit ist. Die Wahrheit ändert sich nicht, weil sie von einer Mehrheit der Menschen geglaubt oder nicht geglaubt wird.“

    ——————————————————————————————————

    Am 8. Februar 1600 wurde Giordano Bruno wegen „unbußfertiger, hartnäckiger und widerspenstiger“ Ketzerei zum Tode verurteilt.

    Als seine Henker ihm ein Kreuz hinhielten, wandte er sich ab. Der ehemalige Dominikanermönch und Philosoph wurde in Rom von der kirchlichen Inquisition zum Tode verurteilt, weil er es gewagt hatte, der katholischen Lehrmeinung zu widersprechen

    Er stellte die Autorität der Kirche und des Papstes in Frage und betonte die Bedeutung des eigenen Denkens und der individuellen Erfahrung.

    Er zog fundamentale Glaubenssätze der katholischen Kirche in Zweifel – und wurde deswegen auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

    Und anders als Galilei fürchtete er nicht nur keine Folter und keinen Tod, sondern seine letzten Worte zu diesem Thema – buchstäblich seine letzten Worte zu diesem Thema (die er seinen Peinigern unmittelbar nach der Urteilsverkündung sagte) – waren trotzig: „Vielleicht fürchtet ihr, die ihr mein Urteil verkündet, mehr als ich, der ich es entgegennehme.“

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  • Sag wo ist, sag, wo ist Vetter Michels Vaterland?

    April 15th, 2026

    Wo Belagerungszustand ein Recht ist

    und das Volk ein gehorsamer Knecht ist.

    Da ist, da ist Vetter Michels Vaterland.

    Wo die Volksvertreter Philister sind

    und die ärgsten Heuler die Minister sind.

    Wo der Teufel mit Fürsten im Bunde steht

    und Einheit und Freiheit zugrunde geht.

    Wo der Allerhöchste nicht Gott ist

    und wo Mut und Gesinnung Bankrott ist.

    Wo die Wahrheit verfolgt und verpönt ist

    und das Laster bestirnt und gekrönt ist.

    Und wo nirgends für Freiheit noch Raum ist.

    Und die bessere Zukunft ein Traum ist.

    Und wo alles am End einerlei ist

    wenn es nur nicht gegen unsere Polizei ist.

    ——————————————————–

    Text: Hoffmann von Fallersleben –Vetter Michels Vaterland (1848)

    Melodie: Gute Nacht, gute Nacht, schöne Anna Dorothee

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  • Von jungen Visionären, ihren Anhängern und der „Angst um die Zukunft“

    April 15th, 2026

    Noch eine Geschichte zum Nachdenken..,

    Es war einmal beim Volk der Xhosa in Südafrika. Zwischen 1779 und 1879 gab es hier immer wieder Konflikte mit fremden Eindringlingen. Zuerst kamen die mit Pferden und Schusswaffen ausgerüsteten Voortrekker (Buren), es folgten mehrere Kriege gegen die Briten und auch gegen die aus dem Norden im Stammesland eindringenden schlagkräftigen Armeen der Zulus unter Führung Shakas, dem „Napoelon Afrikas“… Neun verheerende, verlustreiche Auseinandersetzungen waren es insgesamt. Hinzu kam der kulturelle Druck durch die Missionare.

    In diesen schwierigen Zeiten traten immer wieder Medizinmänner hervor, die vorgaben mit ihrer Zaubermacht feindliche Kugeln in Wasser verwandeln oder die Krieger unverwundbar machen zu können.

    Und zu eben dieser Zeit ging ein 15-jähriges Mädchen namens Nongqawuse (1841-1898) Wasser holen. Als sie ihren Krug füllte, schaute sie ins Wasser des Gxara-Flusses, wo sie die Gesichter der Ahnen erblickte und ihre Stimmen hörte. Diese Geister verkündeten, alles würde wieder gut werden: die Toten würden wieder auferstehen, alle würden jung und schön sein; gesunde Rinder und fruchtbare Felder würden sich materialisieren, Krieger würden aus dem Schilf hervortreten und die Feinde ins Meer treiben. Aber es brauche ein Opfer seitens der Xhosa; sie sollten alle ihre verhexten Rinder schlachten und ihre ebenfalls verhexten Getreidevorräte vernichten. Dann würde das Wunder geschehen, und zwar in den Morgenstunden des 17. Februar 1857.

    Die Stammesältesten, Häuptlinge und Medizinmänner traten zusammen, um zu beraten und zu prüfen, ob die Vision des Mädchens echt war oder ob es sich um eine trügerische Vorstellung handle. Zu diesem Zeitpunkt war gerade der britische Gouverneur der Kapkolonie, Sir George Cathcart (1794-1854), der einen blutigen Feldzug gegen die Xhosa geführt hatte, im Krimkrieg gefallen. Das hatten andere Seher kurz zuvor richtig vorhergesagt. So wie es die Seher vorhergesagt haben. Also schien die Ahnenwelt in Bewegung zu sein. So entschieden die Stammesältesten, das die Vision des Mädchens richtig sei und verordneten die Schlachtung des Viehs und die Vernichtung der Ernten.

    Aber am verhießenen Stichtag geschah nichts. Weder die Ahnen noch gesunder Rinder erschienen. Wie konnte das nur sein? Doch schnell hatte man eine Antwort parat.

    Es war wegen den zehn Prozent der Bauern, die die Wahrheit der Vision leugneten und sich geweigert hatten, ihr Vieh zu schlachten und ihre Hirse und ihr Sorghum zu vernichten. Ihr Unglaube hätte die Ahnen vernichtet. Die Leugner wurden hart verfolgt, einige sogar getötet.

    Insgesamt wurden bis zu 400 000 Rinder geschlachtet ; rund 70 000 Xhosa verhungerten oder wanderten ab in die Kapkolonie. Das schwächte das Volk der „roten Decken“ nachhaltig. Inzwischen haben sich die Xhosa erholt. Nelson Mandela und Bischof Desmond Tutu gehören diesem Volksstamm an,

    Es lassen sich Parallelen finden, die in unserer Zeit gar nicht so weit zurückliegen. So erinnern wir uns gewiss an ein 15-jähriges Mädchen aus Schweden.

    Sie erschien als Klimaaktivistin und sagte quasi visionär voraus, dass die Welt in zwölf Jahren enden wird , wenn wir nicht sofort etwas unternehmen. Sie sprach weiter: „Ich will, dass ihr in Panik geratet, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre. In dem Zug verlangte sie so einiges ..,

    Vieles davon ist bereits in Umsetzung gegangen. Und so weiter und so fort. Ich muss das hier, so glaube ich, nicht weiter ausführen. Die „vorgeschlagene“ Dekarbonisierung und Entindustrialisierung unserer Gesellschaft ist vergleichbar mit dem Abschlachten der Rinder und der Vernichtung der Feldfrüchte bei den Xhosa. Auch hier sind es die Ältesten,die Führer der Gesellschaft, die Politiker, die Leiter der Kirchen und Gewerkschaften, die dem Rat dieser jungen Frau, die eigentlich aussieht wie ein zwölfjähriges Mädchen folgen.

    Die Verklärung nahm merkwürdige Züge an. Viele ihrer jungen Anhänger hielten und halten sie für eine Zeitreisende. So soll sie auf einem Foto , das 1898 gemacht wurde, erschienen sein. Dem nicht genug: Ihre Mutter behauptete, sie würde das eigentlich unsichtbare und geruchslose „Killergas“ CO2“ mit bloßen Augen sehen können. Sehen, wie es aus den Schornsteinen fließe und die Atmosphäre vermülle.

    Genug davon…

    Denn, das Ende vom „Lied“, also das der visionären Vorhersage spüren wir immer noch.., und kein Ende scheint in Sicht…

    Und wer hats gewusst? Auch der Günder `der Heiligen der letzten Tage“ Joe Smith war fünfzehnjährig, als ihm im Wald der Engel Moromi erschien und ihm die auf goldene Tafeln neuste Offenbarung Gottes sehen ließ. Der Junge war ein Analphabet, aber der Engel gab ihm zwei Zauberkristalle, mit denen er dieses „Dritte Testament“ (das Buch Mormon) lesen und dann, hinter einem Vorhang sitzend, diktieren konnte.

    Organisiert, aufwendig finanziert, hervorgegangen aus der Angst um die Zukunft. Bereits im 16. Jahrhundert schossen Ketzer-und Sektengruppierungen, auch Endzeitsekten, die das Tausendjährige Reich Christi auf Erden herbeisehnten, wie Pilze aus dem Boden.

    Im Kontext dieser Zeitepoche schrieb Sir Thomas Morus seinen Entwurf einer perfekten futurischen Gesellschaft (1516), dem wir übrigens den Begriff „Utopie“ als Gesellschaftsmodell verdanken.

    —————————————————————-

    In Auszügen übernommen von Wolf Dieter Storl aus „Einsichten und Weitblicke“.

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  • „Die Gefangenen“

    April 15th, 2026

    Gerade wieder werden diese „große Reden“ geschwungen, insbesondere von hochbezahlten Kerkelings, Grölemeyers und anderen mehr. Laut „mahnen“ sie „Nie wieder!“ Das geschieht Jahr für Jahr, Tag für Tag, Monat für Monat, Stunde um Stunde, Sekunde um Sekunde … mahnen und „kassieren“.

    Deutschland hat seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs Entschädigungs- und Wiedergutmachungsleistungen in Höhe von rund 86, 71 Milliarden Euro) zur Vergangenheitsbewältigung geleistet (und zahlt immer noch!). Erhöht wurden zudem die jährlichen Leistungen an den Zentralrat der Juden in Deutschland. Künftig jährlich 22 Millionen Euro statt bisherigen 13 Millionen Euro / Jüdisches Leben sichtbar machen, Erinnerungsarbeit und Sicherheit von jüdischen Gemeinden verstärken.( Bericht vom 25.04.2023).

    Ich denke, angesichts dieser nicht unempfindlichen „Vergangenheitsbewältigung“ für uns Deutsche, darf man auch mal etwas aus der Vergangenheit des eigenen Volkes, unserer Familien und Vorfahren schreiben.

    Nie wieder …,

    Doch plötzlich wird es still.., ganz still. Es herrscht Schweigen – verordnetes Schweigen. Es geht um das deutsche Volk, und um das Leid, dass es erfahren musste. Darüber redet man nicht so gerne, am besten gar nicht. Vielleicht, weil es kaum jemanden gibt, der diese Tortur überlebt hat… damals, kurz vor… und Jahre nach der „Befreiung“.

    Leise, kaum vernehmbar, erreichen uns Zahlen. Genannte Zahlen, die bei Weitem nicht alle Nachkriegsverluste erfassen, die im Osten zu beklagen waren. Zu nennen wären ferner die 185 000 Zivilpersonen, die nach 1945 in der Sowjetzone festgenommen, teilweise in den Lagern Buchenwald, Sachsenhausen usw. interniert und teilweise an die Sowjetunion abtransportiert wurden, von ihnen starb ein hoher Prozentsatz.

    Obwohl es auch im Westen Fälle völkerrechtswidriger und grausamer Behandlung von Kriegsgefangenen gab – in Frankreich kamen vermutlich 167 000, in den USA-Lagern mindestens 100 000 ums Leben – verdient doch das tragische Schicksal der Kriegsgefangenen im Gewahrsam osteuropäischer Staaten besondere Erwähnung. Nach heutigem Erkenntnisstand muss man wohl von 1,335 Millionen Gefangenentoten in sowjetischen und 100 000 in jugoslawischen Gewahrsam ausgehen. Die Gefangenengeschichte der Wissenschaftlichen Kommission umfasst 22 Bände; Paul Carell hat eine populäre Kurzfassung unter dem Titel „Die Gefangenen“ heraugebracht.

    Warum redet man darüber nicht? Waren das keine Menschen? Warum gibt es dazu keine Auftritte mit „Berühmtheiten, die so exzellente Reden schwingen können – einfach nur zum Gedenken? Jahr für Jahr, Tag für Tag, Monat für Monat, Stunde um Stunde, Sekunde um Sekunde …

    Ach, ich vergaß, das waren doch nur Deutsche.., deren 48 Friedensvorschläge allesamt aus der britischen Liga abgelehnt wurden zu einem Krieg, den die Briten selbst nebst Frankreich begonnen haben.

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    Die Aufnahme zeigt die sogenannte „Kleine Festung“ von Theresienstadt (Böhmen), ein Lager, das im Jahre 1945/46 zu einem Ort des Schreckens für Tausende von Deutschen wurde.

    ————————————————————–

    Quelle

    Heinz Nawratil Schwarzbuch der Vertreibung 1945-1948

    Ausführlich in den Beiträgen im Kommentar:

    Die Lage nach 1945 – Schicksale aus Jugoslawien und anderen Gebieten – Teil VI

    Eure Kommentare:

    Ich will hier bestimmt nicht eine Lanze für die Sowiets brechen doch man muß auch einfach mal erwähnen das die Westsiegermächte vielfach an Grausamkeiten den Sowiets in nichts nachstanden.

    Die Franzosen stechen dabei übrigens besonder hervor was die Brutalität gegen die deutschen Männer angeht aber dazu evtl. ein andermal.

    Den Sowiets wird vorgehalten sich an den deutschen Frauen aufs schändlichste vergangen zu haben, zu recht!

    Doch auch im westen waren Frauen vielfach Freiwild, im Ruhrgebiert trieben gruppen schwarzer GI’s ihr Unwesen in den Ruinen und machten sich über die Frauen ebenso in Gruppen her, auch vor brutalster gewallt sreckten diese nicht zurück und auch weisse GI’s machten keinen großen Unterschied ich habe Fotos welche ich hier nicht zeigen kann weil diese aus mehreren Gründen zu meinem Ban führen würden, darstellung von Pornografie und Gewalt.

    US Soldaten welche eine Frau deren unterleib schon entblöst ist festhalten, die Beine spreitzen und mit einem Bajonet ihr Unwesen treiben und dabei freundlich zum Fotogarfen lächeln.

    Dies und vieles mehr was offensichtlich gänzlich unbekannt ist.

    Es wurden im Vergleich zu den Sowiets wo meines Wissens nach keinerlei Ahndung stattfand jedoch ganze 16 US Soldaten wegen Vergewaltigung vor ein Kriegsgericht gestellt und verurteilt.

    Jedoch nicht weil sie deutsche Frauen geschändet haben sondern auch französische und Dé Goulle ein dagegen vorgehen bei den US Streitkräften erwirkte.

    Die deutschen Frauen hingegen hatten keine Führsprecher bzw. Leute welche in einer Position waren irgend etwas für ihren Schutz erwirken zu können. Und wurden bis ende 1947 auch von den Westsiegermachten bei sich bietender Gelegenheit einfach genommen.

    Der einzige Schutz davor war das eine deutsche Frau sich einem US Soldaten als festen Partner oder gar Mann hingab.

    Vorfälle dieser Art sind alle nachzurecherhcieren in den Chroniken der einzelnen Städte und Gemeinden welche über den Krieg hinaus von Pfarrern oder auch Lehrern geführt wurden. Fast alle bekannt geworden Fälle sind mit beeidigten Aussagen dazu festgehalten und belegt.

    Auch die Westalliierten kamen nicht um uns zu „befreien“ sondern zu erobern und zu unterwerfen und benahmen sich nicht viel anders als die Sowiets wenn auch der „Blutrausch“ und die Folter und Schändung der Frauen nicht im gleichen Ausmaß stattfanden so fanden sie doch in nicht unerheblicher weise trotzdem auch statt.

    Und weil ja nicht sein kann was nicht sein darf wird von deutscher Seite darüber das Tuch des Schweigens in der Hoffnung des Vergessens ausgebreitet.

    Wie schon Napoleon sagte: Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat. Mehr brauchst nicht sagen. Und wer will schon einen Friedensvertrag wenn er dann die Wiederherstellung des deutschen Reichsgebiet akzeptieren müßte. Die Polen sicher nicht. Die rauben seit Jahrzehnten deutsche Bodenschätze. Die Tschechen…bleibt nicht mehr viel übrig vom Land. Und vor allem, wie sollen die ihren Bürger erklären das ihnen in den Gebieten nichts gehört?

    Ich möchte Ihnen danken für die vielen Tatsachen die endlich einmal geschrieben werden. Ich denke dabei z. B. an Buchenwald, das weiter betrieben wurde von den BEFREIERN und den Leuten die als Deutsche in der Sowjetzone das Sagen hatten. Rund um den Berg mit dem Buchenwald war bis 1950 Sperrzone und mein Vater durfte noch nicht einmal Holz im eigenen Wald schlagen und nach dem Krieg waren die Winter eisig.

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  • Die Lage 1945 – das Geschehen wenige Wochen vor dem Tag der „Befreiung“ und danach …. Dänemark – Teil VII

    April 15th, 2026

    Die dunklen „Geheimnisse“ anderer Länder – heute: Dänemark!

    Nicht nur in der Sowjetunion, in Jugoslawien oder in Frankreich waren Zivilisten als auch kriegsgefangene Deutsche, vor und nach dem 8. Mai 1945 vielfach schlimmsten Unterdrückungen ausgesetzt, sondern auch bei den angeblich »liberalen Dänen.

    Es war einmal ein (amtierender) dänischer Justizminister N I N N – H A N S E N, der sich einst beharrlich weigerte, die Archive zu öffnen, und dabei auf die amtlich beschlossene Geheimhaltungsfrist bis zum Jahre 2005 verwies.

    Ein Fall von vielen anderen dieser Art. Und wieder einmal wird deutlich, wie wenig von einer Gleichheit vor dem Gesetz gesprochen werden kann: Während deutsche Täter auch nach mehr als einem halben Jahrhundert mit der ganzen Härte des Gesetzes verfolgt werden, genießen Mörder auf seiten der Sieger Straffreiheit und können jeder Rücksichtnahme gewiss sein.

    Der Sieger schreibt nicht nur die Geschichte, sondern hält auch Gericht – aber einseitig: nur über die Besiegten.

    Bevor ich zum eigentlichen Beitrag komme, nämlich zu dem der 7000 Flüchtlingskinder, die in Dänemark auf entsetzliche Weise zu Tode kamen, sollen zwei weitere Ereignisse, oder besser gesagt, Vergehen nicht unerwähnt bleiben.

    1. Fall:

    Da wäre der Fall Jane HORNEY. Die Schwedin wurde am 20. 1. 1945 von dänischen-kommunistischen Widerstandskämpfern ermordet.

    Der tragische Fall Jane HORNEY erregt immer noch die Gemüter in Schweden, wie eine Fernsehserie aus dem Jahre 1985 zeigte. Zwei Zeichnungen (siehe Beitragsbild) von Alf LANNERBACK sind Dokumente zum Fall, die von der Svenska Militärhistoriskt Bibliothek 2002- 2005 herausgegeben wurden.

    Die sechsteilige Fernsehserie brachte 1985 einen Mord in die Öffentlichkeit, der als „tragischer“ Fall einer Verwechslung dokumentiert wird.

    Was war geschehen?

    Wenige Monate vor Kriegsende wurde die 27-jährige Schwedin Jane HORNEY im Januar 1945 auf einem Fischkutter im Oresund von dänischen Widerstandskämpfern ermordet, ihre Leiche wurde ins Meer geworfen. Ihr wurde vorgeworfen, eine gefährliche Spionin gewesen zu sein.

    Der Befehl zu ihrer Hinrichtung sei von höchsten Kreisen der dänischen Widerstandsbewegung gekommen. Der frühere dänische Minister Prode JACOBSON, ein angesehener Vertreter der Widerstandskämpfer, erklärte, es sei damals notwendig gewesen, die Frau auszuschalten.

    Das wird allerdings von anderen Kreisen angezweifelt. Der frühere Polizeichef von Malmö, Alf ELIASSON, gelangte bereits 1957 zu der Erkenntnis, dass die Schwedin im Gegensatz zu den Vermutungen der Widerständler keine deutsche Agentin gewesen und daher schuldlos ermordet worden sei. Der schwedische Fernsehchef Ingvar NENGTSSON warf den dänischen Partisanen vor, sie wollten mit ihrem Ruf nach Verhinderung der Sendung nur ihre eigene Geschichtsschreibung aufrechterhalten. Der Bruder der Ermordeten vermutete sogar, dass seine Schwester erst nach Kriegsende umgelegt worden sei, weil manches aus ihrem Wissen für die dänische Widerstandsbewegung peinlich hätte werden können.

    2. Fall »Minensuchen mit bloßen Händen in Dänemark

    Nach dem 8. Mai 1945 mussten die in Dänemark gefangenen deutschen Landser für die stillschweigende Kollaboration der Dänen büßen. Die dänische Legion« kannte kein Erbarmen: Ungenügend instruiert, ließ sie Wehrmachtangehörige teils mit bloßen Händen nach Minen graben oder trieb sie in Kettenformation durch minenverseuchtes Gelände. Fast täglich gab es tödliche Detonationen. »Die Deutschen«, erinnert sich ein ehemaliger Bewacher, »sammelten danach herumliegende Arme und Beine ein. Die Leichen steckten sie in Säcke und brachten sie zum nächsten Friedhof.

    Das Kriegsverbrechen, das der Jurist und Historiker Helge HAGEMANN in seinem Buch Under Tvang (»Unter Zwang<) enthüllte, wurde von der sogenannten »dänischen Brigade* begangen, einer Einheit dänischer Freiwilliger,die während des Krieges in Schweden ausgebildet worden waren. Nach Kriegsende griff sie auf die noch im Lande befindlichen gefangenen Wehrmachtsoldaten zurück und ließ sie – übrigens mit ausdrücklicher Billigung des britischen Militärs, das auch deutsche Gefangene beim Minenräumen in der Nordsee einsetzte – entlang der gesamten dänischen Küste Minen räumen.

    Dem damaligen Haß einiger Dänen auf Deutsche fielen im Übrigen nicht nur gefangene Wehrmachtsoldaten beim Minenräumen zum Opfer, sondern auch Tausende deutscher Flüchtlinge, die es in den Wirren des Kriegsendes – meist auf der Flucht aus dem Osten – nach Dänemark geschafft hatten. Als die Waffen endlich schwiegen, mussten sie schnell erkennen, dass sie auch in

    Dänemark nicht etwa >befreit<, sondern auf schlimmste Weise drangsaliert wurden.

    3. Fall – über 7000 Flüchtlingskinder sterben in Dänemark

    Im Frühjahr 1999 erregte eine Studie der dänischen Oberärztin Kirsten LYLLOFF großes Aufsehen, Die Medizinerin hatte sich über die hohe Zahl von deutschen Säuglings- und Kindergräbern auf dem Friedhof ihres früheren Wohnortes Aalborg gewundert und war dem Schicksal der deutschen Flüchtlinge nachgegangen, die 1945 über die Ostsee aus dem deutschen Osten auf

    der Flucht vor den Sowjets nach Dänemark gekommen waren.

    Insgesamt waren in den ersten fünf Monaten des Jahres 1945 200000 bis 250 000 deutsche Flüchtlinge, zu 85 Prozent Frauen und Kinder, vor den Sowjets nach Dänemark entkommen. Sie waren zunächst in Schulen oder Versammlungshäusern untergebracht, bevor sie dann in 142 Lager eingewiesen wurden. Allein 1945 sind davon 13 492 Personen gestorben. Mehr als 7000 davon waren Kinder unter fünf Jahren, von denen die meisten neben Unterernährung oder Flüssigkeitsmangel »durchaus heilbaren Krankheiten« wie Magen- und Darminfektionen oder Scharlach zum Opfer fielen. Die dänische Ärzteschaft weigerte sich, den in den Lagern internierten Flüchtlingen bis 1949 medizinische Hilfe zu gewähren, ebenso das Rote Kreuz.

    Den gesamten Beitrag dazu, findet ihr im Kommentar. Wir waren vor Ort.

    —————————————————————————–

    Weitere Informationen:

    Nach HAGEMANNS zehnjährigen Nachforschungen kamen mindestens 250 gefangene deutsche Soldaten beim Minenräumen in Dänemark nach Kriegsende ums Leben, etwa ebenso viele wurden dabei schwer verletzt. Es handelte sich nach seinem Urteil dabei um ein Kriegsverbrechen.

    Organisiert wurden die verbrecherischen Räumeinsätze von Poul Christian Florian-Larsen HAGEMANN, einem Major der »dänischen Brigade«. Er war der Vater von Buchautor HAGEMANN. Dieser gesteht heute: »Mein Vater war ein Kriegsverbrecher. Ich schäme mich für ihn.« HAGEMANN sieht sich seit der Veröffentlichung seiner Studie dem Haß vieler Landsleute gegenüber, die ihn für einen »Nestbeschmutzer« halten. Aber HAGEMANN bleibt dabei: »Wir müssen uns zu diesem schrecklichen Abschnitt unserer Geschichte bekennen.«

    —-

    In Zahlen: Rund 250 000 deutsche Flüchtlinge wurden nach dem 8. Mai 1945 in dem kleinen skandinavischen Land unter meist menschenunwürdigen Umständen interniert. Unter ihnen befanden sich mindestens 10000 Kinder. Rund 7000 von ihnen starben in den folgenden Jahren, weil ihnen von den dänischen Behörden systematisch Nahrung und medizinische Versorgung vorenthalten wurden.

    ————————————————————-

    Quelle

    »Mord durch Widerstandskämpfer bleibt straffrei«. Beschrieben in: Deutscber Anzeiger, 29. 11. 1985.

    Torsten SCHULZE, »Tödlicher Einsatz«, in:Focus Nr. 49, 1998, S. 74 ff.

    Siegfried M A T L O K (Hg.), Dänemark in Hitlers Hand, Husum, Husum 1988, S. 79.

    Warum 7000 Kinder sterben mußten«, in: Hamburger Abendblatt, 26. 5, 1999,

    Der Grosse Wendig Band 2. S. 292 mit Bildmaterial

    Die Aufnahmen zu den Flüchtlingskindern aus Aalborg sind privat.

    Dänemark: Hier ruht ein dunkles, sehr dunkles Stück Geschichte…

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  • Ein paar Gedanken zu den Schlagzeilen der vergangenen Tage.

    April 13th, 2026

    Auch wenn wir in den zurückliegenden Tagen recht unbeschwert unterwegs waren, um auch vom Irrsinn da draußen so wenig wie möglich aufnehmen zu müssen – wegschauen hilft nicht!

    Selbstverständlich ist uns der Frevel rund um das Hermanns-Denkmal nicht entgangen.

    Offensichtlich ermöglicht das erneuerbare-Energien-Gesetz einen regelrechten Wildwuchs von Windkraftanlagen in Deutschland. Dem fallen empfindliche Naturlandschaften zum Opfer – nun auch im Teutoburger Wald, wo an der Gauseköte sieben Windriesen errichtet werden sollen. Damit wird das ökologisch wertvolle Areal nahe Adlerwarte, Externsteinen und Hermannsdenkmal zerstört. Gegen die Genehmigung läuft eine Klage, doch die Rodungen haben bereits begonnen.

    Rückblick: Ein Beitrag von mir aus dem Jahr 2024. Damals betraf es unseren Märchenwald.

    Der Krieg gegen Mensch und Natur nimmt weiter Fahrt auf – Dystopie ist keine Fiktion mehr.

    Angesichts der schrecklichen Bilder aus unserem Märchenwald, neben all den anderen bedenklichen Aufnahmen, die uns täglich aus nahezu allen Regionen Deutschlands und Europa erreichen, ergibt sich mir folgender Eindruck: Wir werden übermannt von einer der wohl mächtigsten Kriegsmaschinerie, welche die Fähigkeit besitzt, alle unsere natürlichen Lebensbedingungen zu zerstören, oder zumindest stark einzuschränken.

    Schauen wir nach oben, erblicken wir seltsame „Wolkenformationen“ blicken wir nach unten, wachsen „neue Wälder“ , auch die Äcker und Felder werden „neu bestellt“, aber das sind nicht etwa Wälder in einem saftigen Grün oder üppige Getreidefelder, deren Ähren sich im Wind wiegen und von der Sonne genährt werden. Nein es sind mächtige betonierte Flächen, bestückt mit eben solchen Riesen und Rotorblättern, die mit Gift „getränkt“ sind.

    Vom gefährlichen und für Menschen gesundheitsschädlichen Infraschall, der von diesen künstlichen Windriesen ausgeht, mal ganz abgesehen. Nicht weniger gefährlich sind die technisch erzeugten elektromagnetischen Wellen, der wie Pilze aus dem Boden schießenden Funkmasten.

    Viele von uns beobachten dieses unsägliche Vorgehen der Beauftragten eines Syndikats seit vielen Jahren. Die ersten kritischen Stimmen konnte man bereits in den 1990er Jahren vernehmen. Nur fanden sie kein Gehör. Die Stimmen der Bürger mit dem Bewusstsein und dem Wissen, dass diese Windräder mehr Schaden als Nutzen bringen werden, wurden einfach überhört. Anhaltend bis zum heutigen Tag. Des Bürgers Stimme zählt nicht. Es geht offensichtlich um viel mehr. Und mittlerweile bin ich mir fast sicher, es geht hier sogar um viel mehr als nur um das liebe Geld. Die Kapitalerträge sind meines Erachtens ein netter Nebeneffekt für bestimmte Unternehmen, aber die Hintergründe dazu sind andere. Doch dazu irgendwann mal mehr, denn das sind noch unreife Gedankenspinnereien.

    Aber ich versuche, mir einen Reim darauf zu machen, auf diese anhaltende, gezielte Zerstörung von Landschaft, Mensch und Tier.

    Auf den Feldern, die brach liegen oder dem Bauern teuer abgeluchst worden sind, „pflanzt“ man nun eifrig Solarpaneelen. Und es geht immer weiter und weiter, und weiter… Sie lassen nicht nach…, nein. Sie nehmen noch an Fahrt auf.

    Für alle Lebewesen notwendiger Lebensraum wird gestohlen, geraubt, zerstört. Es ist eine gezielte Vernichtung, es ist ein Verbrechen!

    Und was geschieht mit uns? Es ist ähnlich eines Tabula rasa: Wir sind leer und aufnahmebereit wie ein unbeschriebenes Blatt. Angelangt am Ort der Erkenntnis, zurück zum ursprünglichen Zustand Schonungslos, ehrlich, ungeschminkt, unbequem, herausfordernd und nicht selten mit einem verletzlichen Einblick.

    Auf dem einen Foto, ein Netzfund, seht ihr das Ergebnis nach Rodung von Wald nahe der Kleinstadt Struth in Thüringen. Eine Stadt, eingepfercht in einer Windradkulisse.

    Auf den anderen Bildern, die Ankunft der Bagger, welche die Tragödie aus unserem Märchenwald „einläuten“, dem Schatzhaus der europäischen Wälder. Die Abholzung von großen Teilen des Reinhardwaldes hat begonnen. Viele Menschen haben Tränen in den Augen. Es sind auch Tränen der Wut, denn ihr Kampf für den Bestand der Wälder blieb erfolglos. Hier fallen nun Bäume, die über 300 Jahre alt sind. Um das Dornröschenschloss werden 18 Windräder platziert.

    Nein! Zu keiner Zeit handelte es sich um eine energiefördernde Maßnahme, sei es hier im Reinhardwald oder wo anders. Es drehte sich immer nur um offensichtliche Zerstörung, aber vermutlich auch um eine Strategie, die sich auf weiterer Ebene verfolgen lässt.

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  • Burg Kriebstein und ihre Geheimnisse

    April 13th, 2026

    Unsere ‚freien “ Tage waren bestens gefüllt, vor allem mit schönen Eindrücken und interessanten Ereignissen. Es gäbe sooo viel zu berichten über diese beeindruckende Burg Kriebstein im Land der Sachsen. Doch das hebe ich mir für später auf.

    Heute gibt es erst einmal eine „bebilderte“ Erzählung.

    Die Burg bewahrt eine spannende Geschichte, über die Jahrhunderte hinweg (erste urkundliche Erwähnung 1202) ist hier viel geschehen, verbunden mit tragischen Schicksalen. Ein trauriges Geschehen liegt noch gar nicht so lange zurück. Es betraf die Enteignung der Familie Arnim durch die Sowjets im Jahr 1945.

    Ich habe nur einen kurzen Auszug der Geschichte als Beitragsbild hinzugefügt und d werde schon bald ausführlicher darüber und über viele andere Ereignisse berichten.

    Wir haben hier mehr als fünf Stunden verbracht.

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  • Was seind aber die Fürsten?

    April 13th, 2026

    „Sie seind nichts dann Tyrannen, schinden die Leut, unser Schweiß und Blut vertön sie mit Hoffieren, mit unnützen Pracht, mit Huren und Buben. Es hat Gott geboten in Deuteronomio, es soll der König nicht viel Pferd bei sich haben und einen großen Pracht führen; auch soll ein König das Gesatzbuch täglich in Händen haben.

    Was tun aber unsere Fürsten?

    Sie nehmen sich des Regiments nicht an, hören die armen Leute nicht, sprechen nicht Recht, halten die Straßen nicht rein, wehren nicht Mord und Raub, strafen kein Frevel und Mutwill, vertedingen nicht Witwen und Waisen, helfen nicht den Armen zu Recht, schaffen nicht, daß die Jugend recht erzogen würd zu Guten, fürdern nicht Gottes Dienst, so doch um solcher Ursach willen Gott Oberkeit eingesetzt hat, sonder verderben allein die Armen je mehr und mehr mit neuen Beschwerden, brauchen ihrs Macht nicht zu Erhaltung Friedens, sonder zu eignem Trutz, daß je einer seim Nachbauren stark genug sei, verderben Land und Leut mit unnötigen Kriegen, Rauben, Brennen, Mörden… „

    Kommt uns das möglicherweise bekannt vor?

    ————————–

    Schauplatz „Blutrinne“: Ein Hohlweg, der als Hauptfluchtweg diente und sich der Überlieferung nach mit Blut füllte. Wir haben diesen Ort heute besucht. Er liegt auf einem Berg in Bad Frankenhausen.

    Wie eine Spirale windet sich die Blutrinne um den Berg. Die heutige Zufahrt werden die Landsknechte nicht genommen haben, als sie am 15. Mai 1525 mit Artillerie, Reiterei und Fußtruppen die Bauern von allen Seiten angreifen. Der Angriff kommt plötzlich und überraschend: ein Bruch des zuvor vereinbarten dreistündigen Waffenstillstandes. 8.000 aufständische Bauern stehen einem 6.000 Mann starken Heer gegenüber.

    Die aufständischen Bauern unter Reformator Thomas Müntzer wurden durch ein Fürstenheer binnen einer Stunde vollständig besiegt. Etwa 5.000 Bauern fielen der Schlacht zum Opfer. Ihr Anführer Thomas Müntzer wurde gefangen genommen, gefoltert und schließlich in Mühlhausen hingerichtet.

    In der Schlacht bei Frankenhausen töteten die besser bewaffneten Söldner Tausende von Bauern. MÜNTZER konnte zunächst fliehen und versteckte sich in einem Bauernhaus, wo er jedoch aufgestöbert wurde. Nachdem man ihn gefoltert hatte, wurde er wenige Tage später enthauptet.

    Der Deutsche Bauernkrieg (1524–1526) wurde primär durch die extreme Ausbeutung der Bauernschaft durch Adel und Klerus (hohe Abgaben, Fronarbeit, Leibeigenschaft) ausgelöst. Als direkter Auslöser gilt oft der Befehl der Gräfin von Lupfen, während der Ernte Schneckenhäuser zu sammeln, was das Fass zum Überlaufen brachte.

    Es war kein zentral geplanter Krieg, sondern eine Welle lokaler Aufstände, die vor allem im Süden und Südwesten Deutschlands (Schwaben, Württemberg, Franken, Thüringen) losbrach.

    ———————————————————————————————————————————

    Hier lest ihr die 12 Artikel: Im Frühjahr 1525 formulierten die Bauern in Memmingen die „Zwölf Artikel“, die als eine der ersten Menschenrechtsdokumente gelten und Forderungen wie die Abschaffung der Leibeigenschaft und das Recht auf Fischerei und Jagd enthielten.

    1. Ist unser wille und meinung, das wir ganze gemein ein pfarrer, der uns das ewangelium und gots wort lauter und und clar ane alle menschen zusatzung, predige, anzunehmen und zu entsetzen macht haben.

    2. Das wir nicht mehr noch weniger zu geschos gedenken zu geben, wan man vor 200 jarn hat getan, und keine beschwerung noch steuer darneben, auch geistlichen noch weltlichen kein zins zu reichen nach zu geben.

    3. Kein bodtinst zu tun gesinnet wieder der herschaft noch dem adel.

    4. Sein nicht gemutig, voigteigelt zu geben.

    5. Das acker, weinwachs, wiesen, alle gutter und zugehrung des gotshauses werden umb ein zimlich gelt verkauft und geburlicher geschos davon zu reichen anderen ecken gleich.

    6. Wollen wir wasser, weide, gehulze und wiltpane frei haben einem itzlichen zu seiner notturft in seine behausung zu gebrauchen.

    7. Ein itzlicher burger ader bauer, so die sachen nicht peinlich begriffen, wirdet mit keinem gefengnis ader gewaltsamer tat zu belaidigen noch zu bescheren, sondern noch gelegenheit zu strafen und in seinen vier pfelen friedesam sitzen lassen.

    8. Das martgelt und weinzol frei, sundern das wegegelt sein ganz zu hoben.

    9. Ein itzlicher inwhoner stadt und dorfer bier zu brauen macht hab noch loblichen ufgerichten ordnung, die dorinnen ufgericht und bewilliget wirdet, und hie zu Franckenhusen zwei bier mit ustgestackten zeichen zu brauen.

    10. Das gerichte uber hals und hand sei der stadt und rat zu Franckenhusen, wie vor alters gewest, zu haben und noch rechte damit zu gebaren.

    11. Es sollen auch die pfenner macht haben, den kauf des salzs zu erhohen ader zu ernidern am gelde noch gelegenheit der zeit und des feuerwerks, kunftig mit einem salzmaß zu geben, und darneben keiner aufgeschlossen bau und borngelt gefreiet sein und gleiche burde tragen

    .

    12. Das alle uswendig vor der stadt zu Franckenhusen wonen, wasser und weide mit den inwhonern gebrauchen, dem rate underworfen und schosbar sein und allen artikeln stadt und rat zu Franckenhusen gehorsam.

    13. Das die gemein der stadt Franckenhusen den rat zu erwehlen, zu bestettigen und zu entsetzen macht haben und darneben eine lobliche ordenunge ihres lohns und aller notturft uszurichten mechtig sein.

    14. Das das verliehen gelt durch den rat nehst abgegangen der gemein uf das bret widerumb geantwort werde, auch vorwustung der teiche von dem nehst abgegangen rate widerumb erbauet und besatzt.

    ——————————————————————————————————————————-

    Über den Lutherweg (der zum Teil über die Blutrinne führt) geht es in den Ortskern. Am Fuß des Schlachtbergs liegt die Kirche, deren Turmspitze 4,60 Metern vom Lot abweicht. Damit hat der Turm eine größere Neigung als der schiefe Turm von Pisa. Grund für die Schieflage ist Wasser, das die Gips- und Salzschichten unter der Erde auswäscht. Dazu gibt es aber einen extra Beitrag.

    Vielleicht könnt ihr euch über die Bildergalerie ein wenig in den „Hohlweg“, die Blutrinne „hineinfühlen“.

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  • Einfach mal „nachgeschaut“…, wir haben Fragen!

    April 13th, 2026

    Ist die Kirche der größte Immobilienbesitzer in Deutschland?

    Ja, die katholische und evangelische Kirche sind zusammen die größten privaten Grundbesitzer Deutschlands, mit geschätzten 825.000 Hektar Land, und besitzen enorme Immobilienportfolios (Häuser, Wohnungen, Wälder, etc.), die auch über Tochterfirmen verwaltet werden, wobei der wahre Wert oft in den Bilanzen unterbewertet ist, aber das Gesamtvermögen in die Milliarden geht. Sie sind maßgebliche Akteure auf dem Immobilienmarkt, verwalten Tausende Wohnungen und investieren stark in neue Projekte, auch wenn die Bewertung ihrer Vermögenswerte nicht immer transparent ist.

    Welche Kirche besitzt die meisten Immobilien?

    Römisch-katholische Kirche : 70 Millionen Hektar

    Der größte Landbesitzer der Welt ist weder ein Ölmagnat noch ein Immobilieninvestor. Nein, es ist die römisch-katholische Kirche.

    Warum hat die Kirche so viel Grundbesitz?

    Der Grundbesitz ist Jahrhunderte alt. Teilweise geht er auf Gaben der feudalen Landesherren (als Eigentümer allen Grundes) zur Sicherstellung der Finanzierung kirchlicher Arbeit zurück. Hinzu kamen beträchtliche Leistungen namentlich der Klöster zur Urbarmachung unwirtlicher Ländereien.

    Wer hat den größten Grundbesitz in Deutschland?

    Der größte private Grundbesitzer Deutschlands ist die Familie von Thurn und Taxis, insbesondere als größter privater Waldbesitzer mit rund 20.000 Hektar Wald. Bei größeren Flächen, die auch Ackerland und Offenland umfassen, gibt es verschiedene große Akteure: die DBU Naturerbe GmbH als größte Waldeigentümerin (ca. 69.000 ha Gesamtfläche), große Adelsfamilien sowie die Kirche (z.B. Evangelische Kirche) mit umfangreichem Grundbesitz, oft verpachtet als Ackerland.

    Welche Kirche ist die reichste in Deutschland?

    Reichstes Bistum Deutschlands:Das Erzbistum Paderborn hat 2023 erstmalig abgesehen von der Corona-Pandemie weniger Kirchensteuer eingenommen. Dennoch verzeichnet die Diözese einen Gewinn von 77 Millionen Euro. Damit bleibt Paderborn das reichste deutsche Bistum.

    Wie viele Immobilien besitzt der Vatikan?

    Der Vatikan besitzt weltweit rund 5500 Immobilien – vor allem in Italien, aber auch in der Schweiz, Frankreich und England. Es sind Wohnungen, Kirchen, Klöster, Büros und Land.

    Welche Kirche ist die mächtigste der Welt?

    Peterskirche, Vatikanstadt. Die größte Kirche der Welt und zweifellos die wichtigste der christlichen Religion ist die Peterskirche im Vatikan. Sie steht auf dem Grab des Apostels St.

    Ist Theodor Semmelhaack Milliardär?

    Sein Vermögen von 1,3 Milliarden Euro platziert ihn auf Rang 182. Theodor Semmelhaack ist einer der größten privaten Vermieter Deutschlands. Sein Unternehmen, gegründet 1978, fokussiert sich auf den Bau von Pflegeimmobilien und Wohnungen in Norddeutschland. Sein Vermögen von 1 Milliarde Euro bringt ihm Platz 218.

    Was für ein Vermögen hat die evangelische Kirche?

    Das Vermögen der evangelischen Kirche (EKD) ist beträchtlich und setzt sich aus Kirchensteuer-Einnahmen (ca. 6 Mrd. € jährlich), Staatsleistungen, Spenden, Kapitalerträgen, Immobilien (Kirchen, Pfarrhäuser, Schulen) und diakonischen Vermögenswerten zusammen, mit geschätzten Gesamtwerten im zweistelligen bis dreistelligen Milliardenbereich, wobei Rücklagen oft für spezielle Zwecke (z.B. Pensionen) gebunden sind. Jede Landeskirche hat eigene Bilanzsummen, die oft Milliardenwerte erreichen (z.B. EK i.R. 2022 ca. 1,95 Mrd. €).

    Wie viel Geld zahlt der deutsche Staat an die Kirche?

    Aktuelle Höhe der Staatsleistungen: Insbesondere die evangelischen und katholischen Kirchen in Deutschland erhalten Staatsleistungen von den Ländern. Für diese beiden Religionsgesellschaften sind in den Haushaltsplänen der Bundesländer für 2022 insgesamt etwa 602 Millionen Euro veranschlagt. (355 Mio. € ev. / 248 Mio.

    Warum ist der Vatikan so reich?

    Der Vatikan und seine Finanzen Über Geld spricht man nicht. Der Vatikan ist nicht nur der kleinste Staat der Welt. Er zeichnet sich auch durch eines der undurchsichtigsten Finanzsysteme aus. Goldreserven, Immobilien, Schatzbriefe und Aktien gehören zu seinem Vermögen.

    >> Gefunden bei: //dasfinanzen.de/ 2026 dasFinanzen.<<

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