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Klara Fall: das glaube, wer mag

  • Die Lage ab 1945 – wenige Wochen vor der Verkündung einer „Befreiung“ —- und die Jahre danach – (Teil III)

    März 26th, 2026

    Den Vorgängen im Sudetenland / Böhmen /Mähren möchte und werde ich wenigstens zwei Beiträge widmen.

    Einfach ist das alles nicht … , allein das Schreiben darüber löst ein Beklemmen aus. Doch Schweigen darüber dürfen wir nicht. Bereits vor drei Jahren habe ich einen ersten Beitrag zu den Vorgängen im Sudetenland verfasst. Nun werde ich diesen (ihr findet ihn im Kommentar) erweitern und vervollständigen. Die Mutti hat oft darüber gesprochen und sie hat die Berichte und Dokumentationen dazu fein säuberlich aufbewahrt. Das ist gut so. Denn kaum jemand spricht darüber.., die kommende Generation weiß von alldem nichts, nein, noch nicht einmal den Menschen meiner Generation sind diese Vorfälle bekannt. Fein säuberlich wurden sie verschwiegen oder eben „umerzählt“… Und so geschah es, dass lediglich die Lüge den Empfänger erreichte.

    Die völkerrechtswidrige Vertreibung der Sudetendeutschen 1945/46 war von einer ganzen Reihe von Massenmorden begleitet, denen insgesamt rund 250000 Deutsche zum Opfer fielen. Bekannt sind unter anderem und vor allem der »Brünner Todesmarsch« und die Massaker in Aussig.

    In Aussig veranstalteten tschechische Fanatiker Ende Juli 1945 ein Massaker an über 2000

    Deutschen. Frauen und Kinder wurden in die Elbe geworfen und dann von Soldaten als Zielscheibe

    benutzt. »In das Wasserreservoir am Marktplatz warf man ebenfalls Deutsche hinein, und sobald sie wieder hochkamen, drückte man sie mit Stangen unter das Wasser.«

    In der heutigen Diskussion der Umstände bei der grausamen Vertreibung der Deutschen aus dem Sudetenland 1945 mit rund 250000 Todesopfern wird von tschechischer Seite meist von spontanen, unkoordinienen Ausschreitungen gesprochen, die von berechtigten Rachegefühlen verursacht

    worden seien. Richtig ist jedoch, daß es sich im Sommer 1945 maßgeblich um einen von oben befohlenen, unter Mitwirkung des tschechischen Staates und seines Militärs sowie dessen Stäbe vollzogenen Völkermord handelte, der das Sudetenland, in dem mehr als drei Millionen Deutsche und deren Vorfahren seit 800 Jahren in geschlossener Siedlung lebten, und das übrige

    Böhmen und Mähren deutschenfrei machen sollte.

    Aus den Akten geht also klar hervor, dass die Ausmordung der Deutschen lange vorher geplant, vom ganzen Volk begrüßt und mitgetragen sowie von der Regierung BENESCH veranlaßt worden war. Um so trauriger ist es, wenn Prag heute noch an den verbrecherischen BENESCH-Dekreten festhält und jede Wiedergutmachung dieses Menschheitsverbrechens verweigert.

    » . . . Am 5. Juni begann das Morden. Die Stalltüren wurden geöffnet und dann

    ertönte das Kommando >rychle, rychle!< (schnell, schnell). Schon knallten Schüsse. Wer zu langsam lief, wurde niedergeschossen. Hilfeleistungen wurden verwehrt, Verwundungen bedeuteten schon den Tod, es verbluteten viele im Laufe des Tages, die bei rechtzeitiger Hilfe hätten gerettet werden können. Tote und Verwundete wurden in die Latrine geworfen, dann knallten schon die üblichen MP-Schüsse, Gnadenschüsse, wie sie Kapitän MAREK nannte. Dann begann MAREK mit der Sichtung der Gefangenen.. .

    Es ist nicht leicht zu schildern, was sich an diesem und dem folgenden Tage im Kasernenhof abspielte. Es wäre die Einvernahme Hunderter notwendig gewesen, um ein verlässlichesBild zu erhalten. Hier wurde geschlagen, dort geschossen, da schleifte man eine Leiche weg, hier wurden Arbeiter ausgesucht und fortgetrieben, die kamen hinter Stacheldraht, jene sperrte man in Ställe, der ganze Hof hallte wider von Kommandos, Schreien, Schimpfworten, Schlägen und Schüssen. Als die Sonne sank und die Gefangenen, die auch heute wie an den vorangegangenen Tagen keinen Bissen zu essen erhalten hatten, in die Ställe getrieben wurden oder sich auch auf dem Kasernenhof niederstrecken mussten, hatte wohl jeder mit dem Leben abgeschlossen und war bereit, mannhaft zu sterben. Die Opfer des Tages sind nicht gezählt worden. In der Nacht knallten wieder unablässig nah und fern die Maschinenpistolen.

    Der 6. Juni war der Tag des Kindermordes. Zunächst wieder endloses Einteilen und Aufstellen von Arbeitsgruppen… Auch sie hatten drei Tage lang kein Essen erhalten. Fünf schlossen sich unauffällig einer Arbeitergruppe an, um auf die Weise der Gefangenschaft zu entrinnen. Aber schon in Postelberg wurden sie aufgegriffen und dann dem Kapitän MAREK vorgeführt. Zitternd vor Erregung verfolgten Männer und Knaben die entsetzliche Szene, die ihnen vorgeführt wurde und auf die sie durch den Ruf: >Eine Äußerung des Mißfallens, und es wird geschossen!« vorbereitet wurden. Die fünf Knaben wurden zur Reitschule geführt, der Hosen entkleidet und die Züchtigung begann. Ein widerlicher Anblick, wie sich die Tschechen hindrängten, um nur einige Schläge anbringen zu können…

    Nach einer halben Stunde nahmen einige Tschechen, die Gewehre im Arm, bei den Knaben Aufstellung. Ein Posten rief: AVer einen Fluchtversuch unternimmt, wird erschossen, so wie jetzt diese Knaben erschossen werden sollen.« Er konnte es also selbst nicht glauben, daß es mit dem Erschießen Ernst ist. Die Knaben wandten ängstlich die Köpfe, dann drehten sie sich um. Zwei der Tschechen legten auf kurze Distanz auf den ersten Knaben in der Reihe an, schon krachen ihre Schüsse, und der Knabe sinkt zu Boden. Sein Blut rötet die Wand…

    Der zweite Knabe in der Reihe läuft den Henkern entgegen, will ihnen die Gewehrläufe

    in die Höhe schlagen. Die Mörder hatten schon repetiert, und der zweite Knabe stürzt im Feuer zu Boden. Mörtel stäubt auf, wieder rötet Blut die Wand. Die anderen Knaben fügen sich heldenhaft ihrem Schicksal. Der Dritte ruft nach seiner Mutter, ehe er zusammenbricht. Der Vierte bleibt nach der Salve stehen, schaut stumm in die neuerlich erhobenen Läufe und sinkt erst nach den zweiten Schüssen zu Boden. Auch der Fünfte wird niedergeschossen. Die Knaben waren vielleicht 15 Jahre alt…

    —-

    An dieser Stelle möchte ich für heute enden. Ja, ich muss mir das hier nicht antun, und doch mache ich es. Wir dürfen das Geschehen nicht vergessen. Diese Grausamkeiten, von denen kaum jemand weiß.

    Morgen lesen wir dann ausführlich weiter, so auch über Aussig, dem angeblich nie geklärten Verbrechen.

    —————————————————————————

    -«Bericht des Oberamtsrichters Dr. Franz FREYER aus dem Jahre 1951.

    Aus: Dokumente zur Austreibung der Sudetendeutschen.

    Überlebende kommenWort, aaO. (Anm. 1), S. 107 f

    Rolf Kosiek Der Grosse Wendig Bd 2. Vollständiger Wortlaut

    Ausführlicher Bericht in: Arbeitsgemeinschaft zur Vertretung der Interessen der Sudetendeutschen

    (Hg.), Dokumente zur Austreibung der Sudetendeutschen, Aufstieg, München 1965, S. 105-110;

    ´Erlebnisdarstellung v o n U t a REIFF, Augsburg, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. 8. 2005.

    Johann Georg REISSMÜLLER,

    Um das Terrain von Deutschen zu säubern«, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. 7. 2005, S. 5.

    Sonderausgabe Genozid, Verlag Heimatbrief Saazerland, Forchheim 2005.

    Die Lage ab 1945 – wenige Wochen vor der Verkündung einer „Befreiung“ —- und die Jahre danach – Teil II)
    Die Lage ab 1945 – wenige Wochen vor der Verkündung einer „Befreiung“ —- und die Jahre danach

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  • Hier brennt die Runneburg,

    März 26th, 2026

    auch die „kleine Schwester der Wartburg“ genannt – —- Aktuelles und ein Rückblick auf andere Gebäude im „Feuerfraß“.

    Beispielbild /pixabay

    25.3. 2026 um 23 Uhr: „Hier brennt 856 Jahre alte Geschichte: Mitten in der Nacht schlagen plötzlich Flammen aus der „kleinen Schwester“ der Wartburg. Die Runneburg im Norden Thüringens steht in Flammen!

    Das Feuer brach gegen 23 Uhr in einem Eckgebäude der Burg in der Stadt Weißensee aus, direkt neben einem hohen Wachturm. Teile der Wehranlage aus dem 12. Jahrhundert wurden beschädigt, wie die Polizei mitteilte. Mehrere Feuerwehren aus der Region rückten an und verhinderten mit ihrem Großeinsatz bis in die tiefe Nacht Schlimmeres. Sie konnten ein Übergreifen der Flammen auf weitere Teile der historischen Anlage stoppen, sagte ein Polizeisprecher. Zunächst hatte es anders ausgesehen.“ – so berichtet die Bild in einem Artikel von Nico Nölken am 26.3.2026.

    Weiter heißt es in dem Artikel:

    „Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Im Laufe des Tages sollen die Ermittlungen zur Brandursache beginnen. Wie groß der Schaden an der Burg tatsächlich ist und wie viel Geschichte zerstört wurde, war zunächst unklar. Auch warum das Feuer in der Nacht ausbrach, blieb vorerst offen.“

    ———————

    So ein bisschen wie Notre Dame, oder wie Sacra di San Michele? Ja, wer weiß das schon?

    Wir erinnern uns: Notre-Dame 2019: Feuer! Dachstuhl und Turm zerstört.

    Dann brach in der Nacht vom 26. auf den 27. Januar 2025 im alten Rathaus von Paris des 12. Arrondissements ein Feuer aus. Der Alarm wurde um 3.20 Uhr ausgelöst. Schnell wurden rund 150 Feuerwehrleute und etwa 60 Maschinen mobilisiert. Das Feuer, das als „Dachbrand“ bezeichnet wurde, betraf mehrere Teile des 1876 errichteten historischen Gebäudes, insbesondere den Glockenturm. Nach ersten Angaben der Feuerwehr zufolge, wurde die Struktur des Glockenturms geschwächt, was die Befürchtung eines Einsturzes aufkommen ließ. Das war zum Zeitpunkt gewiss: Im historischen Turm verbrannten Kunstwerke.

    Die Szene erinnert einige Anwohner an den Brand von Notre-Dame de Paris im Jahr 2019. „Es ist ein Schock, diese Turmspitze bedroht zu sehen“, sagt eine Anwohnerin und erinnert sich an ein Déjà-vu-Erlebnis. Eine Nachbarschaftsrätin erwähnte, dass „drei Viertel des Rathauses nun unter freiem Himmel stehen“. Nach ergänzenden Medienberichten könnte der Brand mit Bauarbeiten / Renovierung auf dem Dach der Kirche zusammenhängen, also ähnlich wie von Notre Dame,

    oder .. ähnlich dem Brand, auch bekannt aus dem Historiendrama „Der Name der Rose…“ , um es noch „anders“, aber doch ähnlich in „Szene“ zu setzen. Der Roman endet mit einem Brand, der in der Bibliothek der Abtei entsteht und anschließend die ganze Abtei zerstört.

    Filmszene aus „Der Name der Rose“

    Nur ein Roman/ Film? Von wegen:

    25.01.2018: Ein Feuer hat das italienische Kloster Sacra di San Michele, bekannt als Kulisse des Mittelalter-Krimis “ Der Name der Rose“, schwer beschädigt. Ein Teil des Daches der ehemaligen Benediktiner-Abtei ist in Flammen aufgegangen.

    Noch mehr Erinnerungen!

    Weimar: Ein „Kabelbrand“ hatte am 2. September 2004 einen verheerenden Großbrand in der Weimarer „Herzogin Anna Amalia Bibliothek“ ausgelöst. Mehr als 50.000 unschätzbar wertvolle Bücher verbrannten, 118.000 wurden zum Teil schwer beschädigt. Es war der größte Bibliotheksbrand in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Der Großbrand vernichtete insgesamt mehr als 50.000 Bücher. Es waren allesamt unschätzbar wertvolle Einzelstücke aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Sie waren meisterhaft gedruckt, illustriert, von Hand gebunden und an den Seitenrändern mit Anmerkungen berühmter Gelehrter versehen. Zerstört wurde aber auch die Musikaliensammlung der Herzogin Amalia, ein Großteil der Bibelsammlung, sowie historische Gemälde. Weitere 118.000 Bücher wurden durch Feuer, Hitze, Rauch oder Löschwasser teils schwer beschädigt.

    Oder denken wir an Köln, und dort an den Einsturz des Historischen Archivs. Am 3. März. 2009 verschwindet das Historische Archiv der Stadt Köln um 13:58 Uhr in einer 25 Meter tiefen U-Bahn-Baustelle.

    Bücherverbrennung – ein Streifzug durch die Epochen

    Zur Ergänzung:

    Das „Vernichten“ unserer ursprünglichen Kulturen geht in der Geschichtsschreibung weit zurück, begleitet von einer verlustreichen Schlacht um unser wahres Gut. Eines ist sicher: Die meisten der uns heute zugänglichen Schriften sind gefälscht. Die Karten sind gefälscht. Artefakte sind gefälscht. Und auch heute werden Erzählungen als Wahrheiten in Umlauf gebracht, die einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht standhalten. Und das, was noch Aufschluss bringen könnte, wird „geschickt“ vernichtet oder bleibt unerwähnt, solange sich ohnehin keiner dafür interessiert. In alten chinesische Schriften, die rund 2500 Jahre alt sein sollen, fand man Beschreibungen von Dampfmaschinen. Wer also etwas über die freie nachhaltige Energie der alten Welt sucht, könnte da fündig werden.

    Ansonsten bewahrt der Vatikan auf 86 Kilometern noch so einiges (vom alten Wissen?) auf. Aber das werden wir kaum zu lesen bekommen.

    „Das Christentum“ spielt lediglich dem religiösen Kontrollsektor zu.

    Es scheint das späte 16. Jhd. vor allem aber der Dreißigjährige Krieg gewesen zu sein, der die europäischen Gesellschaften völlig umkrempelte. Da ging einiges „vor Schutt“… oder in Flammen auf.

    ——-

    Übrigens: Die Heiden kannten den gehörnten Gott Pan als Fruchtbarkeitsgott. Der gehörnte Moses wird den Heiden daher zunächst ganz vertraut erschienen sein, aber eben nur unter der Voraussetzung, dass erst im 14. bis 16. Jahrhundert das uns heute bekannte Christentum sich durchsetzen konnte. Später wurde aus dem gehörnten Pan dann der gehörnte Teufel, der mit Hexen sündigen Umgang pflegte.

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  • „Wlassow – Zweier Teufel General“

    März 25th, 2026

    Die Mutti hat immer alles, was über Berichte, Zeitungsartikel oder das Fernsehen zu zahlreichen Fälschungen /Falschmeldungen und Lügen (vornehmlich aus den öffentlich-rechtlichen Reihen) usw. Aufschluss geben kann, sorgfältig gesammelt und abgeheftet. Es gab eine Zeit, da konnte ich nicht viel damit anfangen. Aber über die Zeit taucht man in diesem Lügen-Sumpf“ tiefer und tiefer, Dann fällt manches wie Schuppen von den Augen.

    Das Beitragsfoto zeigt einen solchen Zeitungsschnipsel, auf dem die Mutti handschriftlich den Vorgang „Wlassow – Zweier Teufel General“ richtig stellt. Auslöser dazu war eine Dokumentation im Fernsehen. (Produktion/Jahr: Deutschland, 1995). Dort steht geschrieben: „Im Dezember 1941 verhinderte der sowjetische General A. A. Wlassow und seine 20. Armee den Fall Moskaus durch deutsche Soldaten. Sechs Monate später geriet Wlassow in deutsche Gefangenschaft und wurde zum Verräter … „

    Meine Mutter stellt es schon damals richtig, was auch nachweisbar ist, also wie es sich wirklich zugetragen hat.

    Sie schreibt dazu: „Falsche Meldung. In Wirklichkeit ist er übergelaufen, weil er kämpfen und nicht unschuldige Zivilisten morden wollte. Die Amerikaner, zu denen sich Wlassow 1945 flüchtete, haben Armee und Wlassow den Russen übergeben, alle wurden erschossen.“

    In der genannten Fernseh-Dokumentation wird das verschwiegen, und was noch viel schlimmer ist, wie so oft wird auch hier die Schuld den Deutschen angelastet.

    Wie kam es dazu?

    Einer Fälschung der Geschichte wird auch Vorschub geleistet, wenn wichtige Papiere vernichtet werden. Das gilt sowohl für in eigener Hand befindliche Akten, die das eigene Land und seine politischen wie militärischen Verantwortlichen belasten können, als auch für dem unterlegenen Gegner geraubte, diesen entlastende Dokumente. Beides ist in den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts nicht selten vorgekommen, und oft genug geschah das zu Lasten Deutschlands und zur Entlastung der Sieger.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde vernichtet, was Licht auf die Frage geworfen hätte, weshalb die Briten völkerrechtswidrig die WLASSOW-SoIdaten und zudem auch die dabei arretierten Exil-Russen und sogar das deutsche Rahmenpersonal an die Sowjets ausgeliefert haben.

    Im Übrigen hat England auf Anordnung von Eden 1945 auch russische Zivilisten, Emigranten seit der Oktoberrevolution, an die Sowjets ausgeliefert und nach Murmansk transportiert, wie Nicolas Tolstoy, ein Großneffe des Dichters, in seinem Buch berichtet.

    In verdienstvoller Weise hat der Militärhistoriker und Generalleutnant der Bundeswehr a.D. Franz UHLE-WETTLER einige Fälle von den Engländern aus durchsichtigen Gründen vernichteter Akten zusammengestellt und dabei die betreffenden Quellen (neu numeriert) angegeben.

    Er schreibt:

    »Nachweislich ist immerhin, das die Briten sogar ihre eigenen Akten schon bei drittrangigen Fragen manipuliert haben. So wurden die Akten über die Ermordung der Uberlebenden eines versenkten deutschen U-Bootes 1915 (Baralong-Fall) und wichtige Akten über die Erfindung deutscher Kriegsverbrechen in Belgien 1914 vernichtet.

    ————————————————————————–

    Quellenangaben / Literaturverweise

    A. DE ZAYAS, Die Wehrmachtuntersuchungsstelle – Unveröffentlichte Akten über alliierte Völker- rechtsverletzungen im Zweiten Weltkrieg, München 1979, S. 32 f., 377 ff. TOLSTOY, Victims of Yalta, London 1978; hierzu auch die Besprechung von R. D. MÜLLER Militärgeschichtliche Mitteilungen 2/19

    Franz UHLE-WETTLER, »Der Einfluß der »political correctness< auf unser Geschichts- bild«, in: Otto SCRINZI (Hg.), Nationale Zukunft und Verantwortung, Aula-Verlag, Graz 2001, S. 61.

    N. Tolstoy: Die Verratenen von Jalta. Englands Schuld vor der Geschichte. München, Wien 1978.

    N. TOLSTOY, Victims of Yalta, London 1978; hierzu auch die Besprechung von R. D. MÜLLER in: Militärgeschichtliche Mitteilungen 2/1978.

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  • Ein paar Gedanken zur Selbstversorgung

    März 25th, 2026

    Das macht schon Freude, aus den ersten gesammelten Kräutern etwas zusammen zu „brauen“ . Hier ist es das Bärlauchsalz. Wie wertvoll die Inhaltsstoffe des Bärlauchs sind, darüber haben wir erst vor Kurzem gelesen – er kommt mit Bärenkräften daher und verleiht uns ein wenig davon.

    Nach und nach werden nun weitere Samen von Früchten, Gemüse und Obst in die Erde gesetzt, verbunden mit der Hoffnung auf eine gute Ernte.

    Vorhin habe ich einen Kommentar gelesen, aus dem hervorging, dass die „Selbstversorgung“ ein Leichtes sei, und das dies auch auf der Fensterbank gelingen kann.

    Nun, so einfach ist es nicht.

    Schön und wertvoll ist es, wenn man ein Wissen zu Wildpflanzen und Heilkräutern hat, über den Anbau von Pflanzen Bescheid weiß und auch sonst ein begabter Gärtner ist, der durchaus auf der entsprechenden Fläche, die ihm zur Verfügung steht „ackern“ kann.

    Wir haben nur einen kleinen Garten, zur Selbstversorgung reicht die Fläche keinesfalls aus, jedoch für allerlei Leckereien zwischendurch. Rote Beete, Radieschen, Salat, Gurke, Porree, Bohnen, Erbsen, Kartoffeln oder Topinambur, es wächst und gedeiht, aber es reicht nicht, um sich 365 Tage im Jahr davon ernähren zu können.

    Wenn das komplexe zentralisierte Versorgungsnetz ausfällt, Transport und Energienachschub ins Stocken geraten, dann wird es eng. Aus welchen Gründen auch immer …

    Entscheidend ist dann der Austausch. Der eine kann das, der andere hat etwas.., und so weiter. Anders geht es nicht.

    Für den eigenen Anbau (grob zur Orientierung nach Gerhard Schönauer):

    • Mit einer 500 Quadratmeter großen Fläche und weniger als 250 Arbeitsstunden kann eine vierköpfige Familie ihren Jahresbedarf an Gemüse, Salat und Kartoffeln decken.

    • Mit einem 3000 Quadratmeter großen Garten kann sich diese Familie sogar mit Eiern, Fleisch und Honig versorgen, wenn Hasen, Tauben, Hühner und Bienen mit in der Gartengemeinschaft leben.

    • Auf einem größeren Grundstück kann man schon ein paar Milchschafe, Ziegen oder ein Schwein halten. Diese liefern zusätzlich wertvollen Dünger und Kompostmaterial, denn auch Kleinvieh macht Mist.

    • Mit mehr als einem Hektar könnte man schon eine Kuh halten und einen Karpfenteich anlegen.

    Es ist nicht ganz so einfach, wie es sich wohl so manch einer vorstellt. Kaum jemand weiß heute noch, wie man etwas anbaut, geschweige denn, wie man in der „Wildnis“ überleben kann.

    In einer Welt, die auf Supermärkte und Schnellrestaurantketten ausgerichtet ist, lernt man so was auch nicht.

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  • Die Lage ab 1945 – wenige Wochen vor der Verkündung einer „Befreiung“ —- und die Jahre danach – Teil II)

    März 25th, 2026

    „Zahlreiche Massaker, die die Rote Armee in deutschen Uniformen an der eigenen Bevölkerung vornahm, um das anfängliche Einvernehmen mit den Besatzern zu zerstören, führten zu einer schnell anwachsenden Partisanentätigkeit und einer damit einhergehenden, bislang unbekannten Radikalisierung und Eskalation der Kriegführung. Man unternahm alles, um vor allem nach dem Krieg und auch in der historischen Forschung eine Untersuchung behaupteter deutscher Kriegsverbrechen zu behindern oder unmöglich zu machen.

    So wuchsen die Zahlen der von Deutschen ermordeten Kriegsgefangenen, Fremdarbeiter und Juden in den letzten zehn Monaten des Krieges fast ins Unermessliche. Vergeltungseinsätze gegen Partisanen wurden als illegale Massaker bezeichnet, in der Hitze des Gefechts erfolgte Unmenschlichkeiten als kaltblütige Morde hingestellt, die deutschen Soldaten und hier insbesondere die Angehörigen der Waffen-SS als genuine Mordbrenner verunglimpft.

    Marzabotto, Kephalonia, Tulle und Oradour sind nur die Namen mit dem größten Symbolwert. Bis zum Kriegsende konnte die Reichsregierung über die eigenen Medien den Anwürfen noch entgegentreten. Nach Kriegsende setzte eine bis dahin in der Weltgeschichte einmalige Welle der Anschuldigungen ein, die zumeist ohne dokumentarische Belege und mit oftmals zweifelhaften

    Berufszeugen zementiert wurde. Widersprüche waren nicht mehr erlaubt. Die Legendenbildung konnte fortan ungehindert ihren Lauf nehmen.“

    >>(Auszug aus Bd.2 „Der grosse Wendig“ Olaf Rose)<<

    ___

    Das „Darstellen und propagieren angeblich deutscher Verbrechen ist die eine Seite, die andere ist das Verschweigen unzähliger Verbrechen an den Deutschen.

    Hier dürfen wir nicht den Fehler machen und wegsehen. Denn all diese Kommentare wie z. Bsp: Und, was haben die Deutschen getan?“ Millionen Tote haben die Deutschen auf dem Gewissen“ , die wir heute so oft unter wirklich gut recherchierten Beiträgen finden, zu dem, wie es sich wirklich zugetragen hat… , u.s.w, haben nachweislich keinerlei Bestand.

    Da wir in den kommenden Beiträgen auch über das tragische Schicksal der Donauschwaben, Jugoslawiendeutschen, Ungarndeutschen, Rumäniendeutschen und Karpatendeutschen lesen werden, möchte ich in diesem Zusammenhang feststellen, dass auch nach zuverlässlicher jugoslawischer Quelle »ungeheure Mengen an Archivmaterial«, die unmittelbare Nachkriegszeit betreffend, vernichtet wurden. Das sagt niemand anderer als der Leiter der jugoslawischen Archive, Dr. Miodrag ZECEVIC, am 24. Juli 1987 in der Belgrader Tageszeitung Borba (S. 3). Nur haben das offenbar weder die deutschen und österreichischen Zeitgeschichtler noch ihre donauschwäbischen »Nachschreiber« bisher zur Kenntnis genommen. Der Artikel erschien unter dem Titel »Pogubna istorijska amnezija« (»Verhängnisvoller geschichtlicher Gedächtnisverlust«)!

    Nach dem Wüten der Sowjetsoldaten hörte 1945 im Osten der Schrecken nicht auf, er nahm nur andere Gestalt an. So wie dem Löwen die Hyänen folgen, so folgte der Roten Armee bald ein zusammengewürfelter Haufen Partisanen und Plünderer, frischgebackener Miliz und Marodeure.

    Während in Polen fast alle Deutsche in Konzentrationslager verbracht wurden, führte in den Oder-Neiße-Gebieten das Dekret vom 31.8.1944 über die „Strafzumessung für faschistisch-hitlerische“ Verbrechen „ zu willkürlichen Massenverhaftungen. Praktisch alle Verhafteten wurden auf denkbar brutale Weise misshandelt, häufig bis zur Todesfolge , viele nach Belieben erschossen oder erschlagen.

    In der Nähe der Folterkeller der polnischen Miliz wollten oft die Bewohner der Nachbarhäuser ausziehen, weil sie die furchtbaren Schreie der Gefolterten nicht mehr aushalten konnten.

    Im polnisch besetzten Teil Ostpreußens versuchte man möglichst viele Bewohner dazu zu bewegen sich als autochthone Masuren, d. h. oberflächlich eingedeutschte slawische Ureinwohner zu bekennen. Wer sich weigerte, wurde oft Opfer von Gewalttaten.

    ————-

    Bertrand Russels Leserbrief an die „Times“ vom 19. Oktober 1945

    „In Osteuropa werden jetzt von unseren Verbündeten Massendeportationen in einem unerhörten Ausmaß durchgeführt, und man hat ganz offensichtlich die Absicht, viele Millionen Deutsche auszulöschen, nicht durch Gas, sondern dadurch, dass man ihnen ihr Zuhause und ihre Nahrung nimmt und sie einem langen schmerzhaften Hungertod ausliefert. Das gilt nicht als Kriegsakt, sondern als Teileiner bewussten „Friedens-Politik“ .. Im Potsdamer Protokoll wird vorgeschrieben, dass die Ausweisungen von Deutschen in „geregelter und humaner“ Weise durchgeführt werden sollten. Und es es ist wohl bekannt – durch öffentliche Berichte, wie durch Briefe, die zahlreiche britische Familien von verwandten und Freunden in den Besatzungsarmeen erhielten – dass diese Bedingungen von unseren russischen und polnischen Verbündeten nicht beachtet worden sind.“

    ——————

    Noch mehr Tote als auf den Vertreibungstransporten und in den polnischen Polizeigefängnissen gab es in den Lagern.

    Aus einem vertraulichen Bericht von R. W. F. Bashford an das Foreign Office vom Jahr 1945 geht hervor: Meistens werden die Konzentrationslager von polnischer Miliz geleitet. In Swientochlowice (Oberschlesien) müssen Gefangene, die nicht verhungern oder zu Tode geprügelt werden, Nacht für Nacht bis zum Hals in kaltem Wasser stehen, bis sie sterben. In Breslau gibt es Keller, aus denen Tag und Nacht die Schreie der Opfer dringen.“

    Das Bundesarchiv hat für die Gebiete östlich von Oder und Neiße die erschreckende Zahl von 1255 Lagern ermittelt, ganz abgesehen von 227 Gefängnissen, in den Gewalttaten an Deutschen begangen wurden.

    Allein im Lager Lamsdorf starben von ca 8000 Insassen 6048. Unbeschreibliche Grausamkeit herrscht auch in anderen oberschlesischen KZs.

    Planmäßiges Erschießen der arbeitsunfähigen Alten und Kranken wird aus verschiedenen Lagern berichtet.

    Die Pforten der Lagerhöllen schlossen sich nur langsam, Die großen Zentral-Arbeitslager wie Sikawa bei Lodz und Granowo bei Lissa wurden erst 1949/50 aufgelöst, ebenso das berüchtigte Lager Potulice bei Bromberg.

    ————————————————————————

    Zum Lager Lamsdorf findet ihr noch einen Beitrag im Kommentar.

    Im nächsten Beitrag aus der Reihe „Die Lage nach 1945“ lesen wir über das Leid der Sudetendeutschen, von ungarischen Volksgruppen und vielen anderen mehr, die ebenfalls in die grausamen Mühlen der Deutschenverfolgung geraten sind. Unter den zahlreichen Pogromen heben sich die Vorgänge von Aussig an der Elbe hervor.

    ——————————-

    Quellenverzeichnis)

    Frank Golczewski „Das Deutschlandbild der Polen“ 1918-1939

    Plötz „Raum und Bevölkerung in der Weltgeschichte“.

    Verlustzahl nach Fechner , Zusammensetzung der Deportierten nach Eissner

    Die Wehrmachtberichte 1939-1945, dtv, München 1985, Bd, 1, S. 11 u. 13; siehe:

    Beitrag Nr. 169, »

    Alfred de Zayas/Rabus Die Wehrmacht Untersuchungsstelle

    Nawrati „Schwarzbuch der Vertreibung“ 1945-1948

    Der Große Wendig Bd. S. 437

    Bilder aus Bertelsmann-Chronik des 20. Jahrhunderts 1944-1947 S.90-104

    Die Lage ab 1945 – wenige Wochen vor der Verkündung einer „Befreiung“ —- und die Jahre danach
    Die Tragödie zur Tragödie – die erworbene Unwissenheit der Nachkommen

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  • Die Lage ab 1945 – wenige Wochen vor der Verkündung einer „Befreiung“ —- und die Jahre danach

    März 23rd, 2026

    » (zum Ende des Beitrags noch ein paar persönliche Gedanken, auch unsere gegenwärtige Situation betreffend)«

    • 3. -12. 2. 1945 – Krimkonferenz in Jalta (Chruchill. Roosevelt, Stalin). Polen soll durch beträchtlichen Gebietszuwachs im Westen und Norden für Abtretungen im Osten entschädigt werden. Die endgültige Festlegung der Westgrenze Polens ist bis zur „Friedenskonferenz“ zurückgestellt worden. Ein Geheimprotokoll sieht als Reparationen u. a. die Verwendung von Deutschen als Arbeitskräfte vor.

    • 28. 2.1945 – Maßnahmen gegen die in Polen zurückgebliebenen Deutschen und Volksdeutschen , wie Unterbringung in sogenannte Arbeitslager, Vermögensentzug u. ä. laufen an …

    • Februar 1945 bis April 1945 – Massenverschleppungen von Deutschen aus den von der Roten Armee besetzten Gebieten nach der Sowjetunion.

    • Mai 1945-Juni 1945 – Behördlich angeordnete, wilde Ausweisung der Deutschen aus polnisch verwalteten Gebieten östlich der Oder-Neiße-Linie durch polnische Miliz erzwungen.

    • 8. Mai 1945 – Abschluss der Kämpfe in Europa

    • Mai 1945 bis Juni 1945 – Aus den Gebieten östlich der Oder-Neiße-Linie vor den Kämpfen ausgewichene Deutsche versuchen in die Heimat zurückzukehren, vor allem aus der Tschechoslowakei und aus der russischen Besatzungszone Deutschland.

    • 14.6. 1945 – Beginn der Ausweisung der Sudetendeutschen auf Anweisung örtlicher tschechischer Militärkommandanten.

    • Ende Juni 1945 Alle Deutschen, die in einem Abstand von 100 bis 200 Kilometer östlich der Oder und der westlichen Neiße leben, werden plötzlich ausgewiesen.

    • 17.7.1945 bis 2.8.1945 – Konferenz in Potsdam (Stalin/ Churchill/Attlee, Truman)

    • 2.8.1945 – Potsdamer Erklärung-Art. IX: „Die drei Regierungschefs bekräftigen ihre Auffassung, dass die endgültige Festlegung der Westgrenze Polens bis zu der Friedenskonferenz zurückgestellt werden soll.“ Art. XIII: „Die drei Regierungen erkennen an, dass die Überführung der deutschen Bevölkerung oder Bestandteile derselben, die in Polen, der Tschechoslowakei und Ungarn zurückgeblieben sind, nach Deutschland durchgeführt werden muss.“

    • 7.8. 1945 – Schreiben von Probst Grüber Berlin, an den Lordbischof Chichester, England: „Gott schenke den Christen in aller Welt offene Ohren, die Notschreie der Menschen zu hören, die auf den Landstraßen sterben und verkommen.“ – Tausende von Leichen spülen die Oder und Elbe in das Meer … Tausende von Leichen hängen in den Wäldern um Berlin … Tausende und Zehntausende sterben auf den Landstraßen vor Hunger und Entkräftung … Kinder irren umher, die Eltern erschossen, gestorben, abhanden gekommen.

    • Oktober 1945 bis 1948 – Austreibung der Deutschen aus Polen und aus den polnisch verwalteten deutschen Provinzen jenseits der Oder-Neiße-Linie (Einzeltransporte bis zum Jahre 1950 und darüber hinaus).

    • 1946 / 2.6.1946 – Ansprache des Papstes zur Not der Kriegsgefangenen und Vertriebenen. Er fordert Schluss mit dem System der Gefängnisse und Konzentrationslager.

    • 1948 / 24.3.1948 – Die Konzentrationslager für Deutsche werden in Jugoslawien aufgehoben.

    Zu den Vorgängen und dem Schicksal der Donauschwaben mit Berichten von Augenzeugen und zu anderen Gebieten, so über das Schicksal der Siebenbürger Sachsen, der Rumäniendeutschen und das der Ungarndeutschen in einem anderen Beitrag mehr.

    ……………………………………………………..

    Vom Tod eines Landes …

    Hier ein Auszug aus einem Dokument (16), in dem der amerikanische Diplomat und Historiker F. Kennan in seinen Memoiren den Zustand Ostpreußens nach 1945 beschreibt:

    „die Katastrophe, die über dieses Gebiet mit dem Einzug der sowjetischen Truppen hereinbrach, hat in der modernen europäischen Geschichte keine Parallele. Es gab weite Landstriche, in denen, wie aus den Unterlagen ersichtlich, anch dem ersten Durchzug der Sowjets von der einheimischen Bevölkerung kaum noch ein Mensch – Mann, Frau oder Kind – am Leben war, und es ist einfach nicht glaubhaft, dass sie allesamt in den Westen entkommen wären. Die Wirtschaft der Gegend war total zerstört. Ich selbst flog nach Potsdam mit einer amerikanischen Maschine in ganz geringer Höhe über die gesamte Provinz, und es bot sich mir ein Anblick eines vollständig in Trümmern liegenden und verlassenden Gebiets: vom einen Ende bis zum anderen kaum ein Zeichen von Leben. (Die Russen hatten aus dem Land die einheimische Bevölkerung in einer Manier hinausgefegt, die seit den Tagen der asiatischen Horden nicht mehr dagewesen ist.)

    ——————————

    Ich werde über die nächsten Tage noch ein wenig mehr aus der Zeit nach 1945 berichten. Wie ist es unserem Volk wirklich ergangen?

    An dieser Stelle lasse ich noch ein paar persönliche Gedanken da, die sich auch mit unserer Gegenwart befassen.

    Es wäre so einfach: Kriegsgewinner die vom Elend anderer profitieren, sind mit Kriegsverbrechern gleichzustellen. Doch genau das passiert eben nicht. Warum ist das so?

    Für mich gibt es dazu nur eine Erklärung: Die meisten der Menschen, und das weltweit, haben nicht die richtigen Fragen zum Geschehen aus der Vergangenheit gestellt. Sie haben all das Gesagte, das ihnen auf dem „Silbertablett“ gereicht wurde, für gegeben hingenommen. Sie haben nicht hinter den Zeilen gelesen, sondern nur das, was sie lesen sollten. Und so konnten die wahren „Täter“ nicht nur ungeschoren davon kommen, nein, sie führen ihr schmutziges Werk weiter fort.

    Das bekommen wir nun deutlich zu spüren. Und sie werden wieder ihre Spuren hinterlassen. Und ich befürchte, sie werden auch dieses Mal ohne Rücksicht auf alles Lebendige weit gehen, viel weiter, als wir es uns vorstellen können.

    Das Fatale: Tag für Tag initiiert diese Täterschaft Chaos, anschließend stellen sie ihre „Helden“ – in jeder Situation, für jeden ist das /der Passende dabei. (Sänger, Schauspieler, Präsidenten u.s.w.)

    Wenn doch wenigstens die Menschen damit aufhören würden, jedem Dahergelaufenen hinterherzulaufen, und demgegenüber auf die eigenen Fähigkeiten setzen würden. Das würde so viel bewirken.

    Seit 1945, gleich nach der vermeintlichen Befreiung, wurden diese unsäglichen „Umerziehungsmaßnahmen“ installiert und sie gingen in Umsetzung, sowohl im Westen als auch im Osten. Doch längst nicht alle haben sich umerziehen lassen. Das macht Hoffnung, für weitere Kapitel, die unsere Geschichte schreiben wird.

    —————————————————————–

    Quelle

    Heinz Nawrati „Schwarzbuch der Vertreibung“ 1945-1948

    Bilder aus Bertelsmann-Chronik des 20. Jahrhunderts 1944-1947 S. 72

    Die Lage ab 1945 – wenige Wochen vor der Verkündung einer „Befreiung“ —- und die Jahre danach – Teil II)

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  • Was noch im März geschah, vor 58 Jahren …

    März 23rd, 2026

    Es ist der 17. März 1968 und eine vom brasilianischen Innenminister General Alfonso Albuquerque Lima eingesetzte Untersuchungskommission legt in Rio de Janeiro einen Bericht vor, wonach Beamte der brasilianischen Indianerschutzbehörde in den letzten Jahren Tausende von Indianern des Landes planmäßig getötet haben.

    Aus dem Bericht geht hervor, dass von etwa 700 Funktionären des Indianerschutzdienstes, der in den 1930er Jahren eingesetzt wurde und in dessen Zuständigkeit 90 000 der 150 000 in Brasilien lebenden Indianer fallen, 104 unmittelbar an der Ermordung beteiligt waren.

    Diese Verbrechen, die einem Völkermord gleichzusetzen sind, haben mindestens vier Indianerstämme völlig ausgelöscht.

    Im Bundesstaat Mato Grosso wurden die dort lebenden Cintas Largas aus Flugzeugen mit Dynamit beworfen und die Fliehenden mit Maschinengewehren niedergeschossen.

    Im Bundesstaat Bahia sind zwei Stämme der Patacho-Indianer vernichtet worden, indem unter ihnen durch Impfungen die Pocken verbreitet wurden. Ebenfalls in Mato Grosso vergifteten die Beamten ein ganzes Indianerlager mit Arsen. Ferner werden dem Indianerschutzdienst Diebstahl, Vergewaltigung, Folterung, Landenteignung und zahlreiche andere Verbrechen zur Last gelegt.

    Als Grund für die Massaker wird ein wachsendes Interesse am Land der Indianer vermutet. Auch Plantagenbesitzer sollen zu den Drahtziehern der Morde gehören.

    Nach der Veröffentlichung geschah dann folgendes: Der Bericht umfasste über 7.000 Seiten und belegte, dass ganze Stämme durch Krankheiten (absichtliche Ansteckung mit Pocken), Sprengstoff, Maschinengewehre und Zucker mit Arsen ausgerottet wurden.

    Trotz der Schwere der Verbrechen führten die Ermittlungen kaum zu strafrechtlichen Konsequenzen für die Verantwortlichen. Der Bericht selbst galt lange Zeit als verschollen, wurde aber später wiederentdeckt.

    Dieser Prozess, hätte er denn stattgefunden, würde von dem Untergang der brasilianischen Waldindianer erzählt haben, eines Menschenschlages, wie es ihn harmloser und bezaubernder auf der Welt nicht gab. Die indianische Tragödie, die sich im Jahrhundert zuvor in den Vereinigten Staaten abspielte, hat sich in Brasilien wiederholt, jedoch in kürzerer Zeit. Ganze Indianerstämme waren buchstäblich ausgerottet worden — nicht etwa trotz aller Bemühungen des staatlichen Indianerschutzdienstes, sondern mit seinem stillschweigenden Einverständnis, und unter seiner eifrigen Mitwirkung. Die Liste der Verbrechen, die ihnen angelastet werden, füllte eine ganze Ausgabe © 1969 The Sunday Times.

    ——————————————————-

    Die Folgen:

    Von den in den 1930er Jahren gezählten 19 000 Munducurus waren 1200 übriggeblieben, die Zahl der Guaranis ging von 5000 auf 300 zurück. Von den 4000 Carajas lebten noch 400. Die 10 000 Cintas Largas waren auf 500 zusammengeschmolzen.

    Der stolze Stamm der Kadiweus, der »indianischen Kavaliere«, existierte nur noch als eine jämmerliche Diebesbande von etwa 200 Mitgliedern. Von den furchterregenden Chavantes waren nur einige hundert am Leben.

    Von vielen Stämmen lebte nur noch eine einzige Familie, von manchen gab es sogar nur ein oder zwei Angehörige. Andere Stämme waren völlig verschwunden, so die Tapaiunas, die durch eine mit Arsen vermischte Zuckerspende ausgerottet wurden. Generalstaatsanwalt Jader Figueiredo schätze, dass den Indianern in den vorausgegangenen zehn Jahren Eigentumswerte in Höhe von 248 Millionen Mark geraubt wurden.

    »Nicht nur die Veruntreuung der Gelder«, erklärte Figueiredo, »auch die Duldung sexueller Perversion, Morde und anderer Verbrechen gegen die Indianer beweist, dass der Indianerschutzdienst jahrelang eine Höhle der Korruption und des wahllosen Mordes war.«

    —————————————————–

    Was viele Jahre /Jahrhunderte zuvor geschah:

    Es war einmal, ein Landstrich in Brasilien: Hier herrschte Unschuld, hier war offenbar Freiheit, sogar Freiheit vom Fluch der Erbsünde. Die Indianer, so hatte es in den ersten Berichten geheißen, kannten weder Verbrechen noch Strafen. Sie hatten keine Henker oder Folterknechte, keine Armen. Sie behandelten einander, ihre Kinder, selbst ihre Tiere mit ständiger Liebe. (so geht es aus einem Brief Caminhas hervor, der zwei Jahrhunderte später den französischen Philosophen Voltaire ermutigte, seine Theorie vom edlen „Wilden“ zu formulieren.

    Am 22. April 1500 landete dort, an der Küste Brasiliens, eine Flotte des portugiesischen Ostindien-Fahrers Pedro Alvares Cabral. Von den Indianern wurden diese Leute freundlich aufgenommen.

    Doch sollten sie Opfer einer Entwicklung werden, die sich der Kontrolle ihrer bewundernden Gäste entzog. Denn Spanien und Portugal waren zu Parasiten-Nationen geworden und kamen nicht mit guten Absichten.

    Die Eingeborenen spendeten mit Anmut und Grazie, während die Eindringlinge alle Geschenke gierig an sich rissen. Als es nichts mehr zu schenken gab, folgten Sklaverei und Mord.

    Wer von den Plantagen floh, endete oft in den Reservaten der Jesuiten — religiösen Konzentrationslagern, in denen schon geringfügige Vergehen mit schrecklichen Züchtigungen oder Gefängnisstrafen geahndet wurden. Der Jesuiten-Missionar José de Anchieta kommentierte: »Schwert und Eisenstab sind die besten Mittel der Predigt.«

    Über das Tempo des Ausrottungsprozesses lassen sich nur äußerst grobe Schätzungen anstellen. In einem Punkt stimmen die Berichte überein: Als die Spanier und Portugiesen in Brasilien auftauchten, hatten sie eine große und lebenssprühende Bevölkerung vorgefunden. Man nimmt an, dass es damals drei bis sechs Millionen Indianer gegeben hat.

    Der spanische Dominikanermönch de Las Casas (1474 bis 1566) hatte die Folgen der blutigen Eroberung Kubas durch die Spanier 1511 erlebt und war zum schärfsten Gegner der Indianerausrottung geworden; durch seine unermüdlichen Proteste setzte er die Aufhebung der Indianersklaverei durch, wurde jedoch später durch Intrigen der Kolonialverwaltung und des eigenen Klerus aus Lateinamerika vertrieben.

    ————————————————————————————————

    Infotafel und Quelleverzeichnis

    Pero Vaz de Caminha, auch Pedro Vaz de Caminha, (* vermutlich 1445 in Porto; † 15. Dezember 1500 in Kalikut, Indien) war als Schreiber des Seefahrers Pedro Álvares Cabral wesentlich an der sogenannten Entdeckung Brasiliens im Jahre 1500 beteiligt.

    Chronik- Bibliothek des 20. Jahrhunderts 1968 -1971 Bertelsmann Lexikothek S. 48

    Artikel des „Spiegel“ vom 26.10. 1969 Ausgabe 44/1969 unter dem Titel: „Sie werden alle ausgerottet“

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  • Ostara – das Wiedererwachen der Natur nach den Wintermonaten

    März 22nd, 2026

    „Vom Eise befreit sind Strom und Bäche.

    Durch des Frühlings holden, belebenden Blick, Im Tale grünet Hoffnungsglück; Der alte Winter, in seiner Schwäche, Zog sich in rauhe Berge zurück.“–

    ( Goethe, Osterspaziergang)

    Ostara: An diesem Tag, der auf den Sonntag nach dem Vollmond, welcher der Tagundnachtgleiche folgt, geht man gerne in die erwachende, grüne Natur.

    Jetzt ist die beste Zeit, sich Wünsche zu erfüllen und sich von Altem zu lösen. Zeit, um das Sprießen des Lebens zu feiern – etwa mit dem Entzünden eines Feuers. 🔥

    Wir begrüßen Ostara, unsere Frühlingsgöttin, die Göttin des erwachten Lichts und Lebens. In ihrer Hand trägt sie einen Bund gelbblühender Schlüsselblumen, Himmelsschlüssel, mit denen sie das Tor aufschließt, sodass der wonnevolle Lenz eintreten kann. 🌱

    Auf den kahlen Weiden ragen die ersten grünen Blätter des Scharbockskrauts hervor, der junge Löwenzahn tuts ihm gleich. Wir wissen um seine Heilwirkung, gerade zu Beginn seiner Blühzeit ist der Löwenzahn nicht nur besonders lecker, er hilft auch gegen die Wintermüdigkeit. Er ist eben ein echter „Kraftkerl“. Nicht zu vergessen den Bärlauch. Und mit Giersch, Wildkresse und Schafgarbenblätter, hübsch garniert mit den Blüten des Gänseblümchens bereiten wir später unser Frühlingssüppchen zu.

    Wie in den vergangenen Jahren huldigten wir unserer Frühlingsgöttin vom Gipfel des Hohensteins aus. Schon unsere Vorfahren begrüßten hier unsere Lichtgöttin und feierten Ostara.

    Ostara ist die freudige, heilbringende Erscheinung; nach ihr ist der April „ostermonath“ genannt und ihr opferte das Volk die ersten Maiblumen. Weißgekleidete Jungfrauen, die sich um Ostern zur Zeit des einkehrenden Frühlings in den Felsklüften, oder auf den Bergen sehen ließen, gemahnen noch an die alte Göttin.

    Die germanischen Ureinwohner nannten sie vermutlich auch Austro. Der englische Mönch Beda Venerabilis (7. Jh.), der bei der Berechnung des christlichen Ostertermins – 1. Sonntag nach den Frühlingsvollmond – tätig war, erwähnt sie als Eostra und nennt den April Eosturmanot.

    Bereits in keltischen Zeiten band man einen Palmwedel aus 7 Kräutern, Hasel und Holunder, der im Lauf der Sonne bei einer fröhlichen Prozession – vor Sonnenaufgang – um die Felder getragen wurde. Und auch das schwarze, dornige Holz der Schlehe, nun in weiße Blütenpracht getaucht, war für die Kelten ein Zeichen, dass die dunkle Göttin sich nun in eine Lichtgöttin verwandelt hatte.

    Und natürlich traf man sich am großen Feuer. Das Osterfeuer war zu heidnischer Zeit ein Freudenfeuer, das zum Schmelzen des letzten Eises, zur Rückkehr des Frühlings und der Feldfruchtbarkeit entzündet wurde.

    Etwa ab dem 16. Jahrhundert galten Osterfeuer als heidnische Erbschaft, gegen die sich die Verbote häuften. Auch Kirchenangestellte wurden für das Entzünden von Osterfeuern bestraft, so zugetragen 1695 im Bergischen Land: „Die Totengräber sollen casiert und Lulf vornehmlich bestraft werden, weil er am Ostertage der Führnehmste im Anzünden des Osterfeuers, welches aus dem Heidentum herrührt und unter Christen nicht geduldet werden kann, gewesen, und auch sonst allerhand Reden geführt“.

    Wer noch ein bisschen mehr erfahren möchte, der findet im Kommentar einen weiteren Beitrag zu unserem zweiten Jahreskreisfest.

    „Ostra, Göttin, glänze;

    Wirke Wärme Ostra!

    Sonne ist erstanden,

    Laub und Leben kommt“

    In des Lichtes Luft

    Schwillt die Knospe kräftig,

    Weitet sich die Welt!“

    Die Menge singt, wobei sie sich anfassen und um das Feuer springen:

    „Ostra, Göttin, glänze

    Wirke Wärme, Ostra“!

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  • Unser Besuch beim Hermann- was für ein Spektakel…

    März 22nd, 2026

    Nach den schönen Eindrücken des gestrigen Tages, folgen die nun weniger schönen, und das leider auch noch von unserem Wahrzeichen, dem Hermannsdenkmal aus.


    Gewiss darf man hier anderer Meinung sein, wir beschreiben es allerdings unserem Empfinden nach. 
    Den Anfang nahm für uns das Spektakel bereits am gestrigen Abend, oder besser zur Nachtruhe. Unser Nachtlager haben wir wie so oft, wenn wir das Denkmal besuchen, am Fuße des Hermanns aufgeschlagen. Kurz vorm Schlafengehen  sind wir noch ein Stück gelaufen, um den herrlichen Sternenhimmel zu bewundern. Dabei nahmen wir diese ständig über uns kreisenden Lichtstrahlen war…, mein Göttergatte meinte, sieht aus wie eine „Lasershow“. 

    Unwissend, was es damit auf sich hat, sind wir dann heute morgen im dichten Nebel zum Denkmal hoch gelaufen. Geschlafen haben wir die Nacht nicht gut.

    Oben angekommen, haben wir nicht schlecht „gestaunt“ … So ein bisschen wie auf einer Kirmes scheint es hier zuzugehen. Der gesamte Weg zum Hermann war mit Scheinwerfern versehen. Für 15 Euro Eintritt bekommen Show-Hungrige am Hermannsdenkmal etwas „geboten“. Die Show selbst, findet erst in den Abendstunden statt, und dann „erstrahlt“ unser Hermann im Disco-Licht.

    Verrückt oder? Wie sehr man doch ein deutsches Kulturdenkmal verunglimpfen kann. Was mag der Hermann nur über diesen Klamauk denken?
    Seine Geschichte wird nun „bunt“ getüncht. Es gibt sie eigentlich gar nicht. Dafür viel Spektakel. Die Menschen eilen herbei, um Disco-Musik zu hören und die Lichter-Show zu bewundern.
    Und damit man bei dieser Lichter-Show auf nichts verzichten muss, gibt es eine „Foodmeile“  mit „Burgerbude“ und „Crepes“ gleich neben dem Bierwagen. Fürs leibliche Wohl ist also auch gesorgt.
    Dem Show-Hungrigen wird richtig was geboten.


    Zuletzt war es in Thale der Hexentanzplatz, der in eine Walt-Disney-Hexenhut-Welt umfunktioniert wurde. Ein neuer Freizeitpark war entstanden –  altes Kulturgut verloren gegangen.
    In 30 Jahren weiß niemand mehr etwas von den Ursprüngen. (Den Beitrag zu Thale findet ihr im Kommentar)

    Für uns ist es Frevel. Wir sind traurig, enttäuscht und ja, wir sind auch wütend über eine solche Entwicklung.
    Diese Show hier beim Hermann (immer im März)  gibt es mittlerweile seit 10 Jahren. Oh Graus, so lange macht man also dem Hermann schon den Garaus.

    Und nun lassen wir die Bilder sprechen. Die Krönung des Ganzen liefern die auf dem Gelände platzierten E-Autos gleich neben der „Food-Meile und dieser weiße Plastik-Mond. Dafür war die Infotafel zum Denkmal-Erbauer Bandel verschmiert – das Geschriebene dort kaum lesbar.

    Das Geld wird offensichtlich woanders „versenkt“.


    Die Kosten für den Klamauk liegen im oberen sechsstelligen Bereich. 😪


    Gut, dass der Hermann im Nebel stand, und das Elend unter ihm wenig sichtbar…


    Unser Besuch beim Hermann …Was für ein Spektakel. 😪

    Am Hexentanzplatz: Die Schandtat von Thale…

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  • Von Gertrud mit der Maus, der Allerseelenherrin …

    März 18th, 2026

    Unsere Gertrud, die erste Gärtnerin des Jahres läutet den Frühling ein – das Gärtnern kann beginnen!

    Nachdem nun gestern die Gertrud die Gartensaison eröffnet hat, zeigt auch endlich der Bärlauch seine ersten zarten Blätter bei uns, und rundherum beginnt alles herrlich zu blühen, oder trägt erste zarte Knospen wie der Flieder, die Weide und Kirsche.

    Gertrud mit der Maus treibt die Spinnerinnen aus.

    Lesen wir doch ein bisschen mehr über die heidnische Frühlingsgöttin:

    Da der 17. März oft als Frühlingsbeginn gilt, ist sie eine Patronin der Gärtner und der Feldarbeit (Bauernregel: „An St. Gertrud ist es gut, wenn in die Erd‘ man Bohnen tut“). Viele Bräuche um Gertrud, die oft als „Sonnenbraut“ bezeichnet wird, sind mit der germanischen Göttin Freya verknüpft.

    Jede Gottheit war ein vom Heidenglauben verwirklicht gedachtes Idealbild menschlicher Tätigkeit gewesen.

    Ist Gertrude sonnig, wird’s dem Gärtner wonnig!

    In der Volksfrömmigkeit gilt Gertrud als Beschützerin der Gärten, der jungen Saaten und als Helferin bei der Feldarbeit. Die Verbindung zur „heidnischen Göttin“ zeigt sich darin, dass Gertrud die Rolle der Frühlingsbringerin übernimmt. Ein alter Brauch, der mit Einzug des Christentums umgedeutet wurde, in die „heilige Gertrud“.

    Wie die anderen Göttinnen mit ihrem Erscheinen die Menschen zum Anbau des Kornes und Flachses auffordern, so stehen in Gertruds Dienst die Frühlingsvorboten Specht, Kuckuck und Schnecke. Gertrud wird in den Überlieferungen oft als Seelenherrin geschildert. Ihr Geleitstier, die nächtlich wühlende Maus, kündet mit ihrem Erscheinen nicht bloß die Reife der Saat, sondern auch Misswachs, Seuche und Tod an. Infolgedessen versöhnt man die Heilige mit Trank- und Speiseopfern, indem man die Gertrudenminne trinkt und das Erntebrot der Süßen Mäuschen bäckt.

    Über die Umdeutungs-Bemühungen der Kirche heraus, entstand die in vielfältige Widersprüche gefasste Geschichte, die Frühlingsgöttin in der Familie der Pipiniden und Karolinger unterzubringen.

    Belassen wir es doch besser bei dem, wie es ursprünglich war. Weil mit dem 25. November (am Katharinentage) der Winter, und mit dem 17. März der Frühling beginnen soll, so ziehen mit dem letzteren Termin die Hausmäuse aufs Feld.

    Mit diesem Tage werden also die Spinnabende eingestellt und es beginnt die Gartenarbeit, weshalb die Heilige auch als die erste Gärtnerin verehrt ist. Die Frühlingswärme kommt, die Bienen nehmen ihren Ausflug, das Stalltier geht wieder zur Weide.

    ————

    Davon zeugen folgende Sprüche:

    Sünte Katherin smitt den ersten Stcm in ’nen Rhin.

    Sünte Gerderut tüht ne wi’er herut. (Aus Köln.)

    Sankt Gertraud führt die Kuh ins Kraut, das Ross zum Zug, die Bienen zum Flug.

    Gerdrut geht das Schoof mit dem Lamme ruut. (Aus dem Waldeckischen.)

    Sant Gertrud Säit Zibelä und Chrüt. (Schweizerisch.)

    Wichtiger und von weiter reichendem Ziele werden diese Kalenderregeln, wenn man sie auf Specht, Kuckuck und Schnecke ausdehnt und diese als im Dienste Gertrudens stehend aufweist. Alle drei werden von der Kalenderregel in dieselbe Zeitfrist gesetzt.

    Der Specht heißt in der Schweiz „Merzafülli,“

    Gertrudentag fällt auf den 17. März und die Bauernpraktika sagt: Schreit der Kuckuck früh im März, so gibts einen guten Frühling!

    Und der Schwede nennt den Schwarzspecht Gjertrudsfuglen.

    Und warum nennt man die Gertrud auch „Allerseelenherrin“?

    Die Seelen der Abgeschiedenen werden zuerst von Gertrud empfangen, um sich da entweder in gute oder in böse Elbe zu verwandeln; als solche erscheinen sie hierauf wieder als schädigende oder als bescherende Mäuse. Diesen Satz aus der Lehre von der Seelenwanderung bedarf allerdings einer weiteren Ausführung.

    Es gäbe noch so viel mehr darüber zu berichten. Glücklicherweise sind uns einige der alten Schriften erhalten geblieben und konnten überliefert werden. Wir sollten dieses Wissen nutzen, denn es führt uns zu unseren Wurzeln zurück.

    ———————————————————————————————–

    Quelle:

    Firmenich, Völkerstimm. 3, 112.) und

    ) Simrock, Kinderbuch*338. 340.

    Curtze, Waldecker Volksüberlief. S. 285.

    Alemann. Kinderlied.

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