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Klara Fall: das glaube, wer mag

  • “Was kümmern ihn Kirch und Staat, wenn er nur seinen Brei hat‘?“

    Juli 12th, 2023

    Ich habe da noch was. Schon verrückt, was meine Mutter alles so „ausgeschnippelt“ hat.

    Zuvor aber noch ein paar Worte von mir, um auch, oder insbesondere auf die „kulturell-moralischen Höchstleistungen“ des Landes zu verweisen, und dass über die letzten Jahrzehnte hinweg.

    Wenn ich diese, (meines Erachtens immer schon offensichtliche) Verwahrlosung und den zunehmenden Verlust moralischer Werte in manchen Kreisen angesprochen habe, bezeichnete man mich als rückständig. Man müsste doch mit der Zeit gehen. Kunst und Kultur müssen Veränderungen einläuten. „Ja, das mag ja sein, aber es kommt dabei schon auf die Inhalte an“, versuchte ich mich vorsichtig einzubringen“.

    „Das obliege ja dem Betrachter, erklärte man mir“. Aha. Dann kann /darf also das Bild, der Film, die Büste, das Gedicht ausufernd frivol sein, und vor allem in jeglicher Obszönität und Perversion auch steigerungsfähig?

    Indes rutschte mir irgendwann mal raus, dass wir in unseren Urlauben an der Ostsee immer am FKK-Strand verweilen. Die Blicke hättet ihr mal sehen müssen. Und nicht nur die Aussagen dazu ließen tief blicken. Von „Das wäre mir peinlich .., ist schon ein bisschen unanständig, bis, … ich würde mich dafür schämen“, war alles dabei.

    Merke! Diese Aussagen kamen genau von den Menschen, den keine Perversität zu weit gehen kann.

    Von Geburt an, war ich meiner Familie über die Sommerferien an der Ostsee. Dort liefen alle nackt. Ich kenne es gar nicht anders. Und bis heute, weiß ich es sehr zu schätzen, ohne diesem ollen, an der Haut klebenden Badeanzug, ins Meer zu springen. Für mich ist diese Form des Badens das Natürlichste überhaupt.

    Aber wer will schon das Natürliche, das Ursprüngliche? Im Gegenteil, es wird mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft. Darüber suggerieren sie dann den Menschen, dass dies ein Fortschritt sei.

    ————————-

    Nun die Betrachtungsweise meiner Mutter: Auszug aus einer Niederschrift um das Jahr 2007.

    Die Bilder (Fotos) stammen aus ihrem Repertoire. Fein säuberlich ausgeschnitten.

    Dazu schreibt sie (mit ein paar Pointen, die auch zum Schmunzeln anregen):

    —————————–

    „Dafür lenkt man heute mit idiotischen Neuigkeiten ab:

    USA- Forscher haben festgestellt, dass die Vorfahren der Menschen mit den Affen Sex hatten. Nun muß man für die Affen schnellstens auch ein Grund- und Wahlrecht schaffen, dann können die Grünen auch ihre Mitgliederzahl erhöhen.

    Durch gezielte Vernichtungsstrategie und Verblödung ist Deutschland heute in eine kulturell-wissenschaftliche Zweitrangigkeit und unüberbietbare moralische Verkommenheit gestürzt worden, man wird das Ziel erreichen Deutschland zu einem unterentwickelten Land hinabzuwirtschaften.

    Wer mit Scheuklappen herumläuft und zu den angeordneten Berichten der Historiker steht, kann natürlich den gewollten Untergang nicht erkennen, oder man tut es mit den Worten ab. “Es sind schon andere Länder untergegangen”. Hoffentlich ersticken sie dann in diesem Sumpf.

    Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.

    In der heutigen vaterlandslosen und unmoralischen Gesellschaft kann auch keiner mehr Nationalstolz und Nationalgefühl empfinden.

    Und wie sieht es in Deutschland aus, Straßen und Häuser verkommen, dafür gibt es für Rußland Milliarden Schuldenerlaß, für Polen Millionen Spende, für Irak 4,5 Mill. Schuldenerlaß und Deutschland ist Hauptzahlmeister in der EU und bei den Kriegsspielen unserer Sieger.

    Dem nicht genug: Vor lauter Fremdenliebe vergißt Deutschland seine eigenen Bürger. Die Intelligenz haben die Sieger in ihre Länder beordert, der Nachwuchs folgte freiwillig, weil sie hier keine Zukunft sahen. Die Mischehen folgten. Intelligenz kam kaum mehr nach und für die wenigen Begabten aus deutschen Ehen ist kein Geld für Förderung da.

    So fördert man lieber die Kinder aus anderen Ländern, die sprechen aber weiterhin in ihrer Sprache. Viele erzielen später ihre Einkünfte durch Diebstahl, Drogen, Prostitution, Waffenhandel, und auch vor Mord schrecken sie nicht zurück!

    Anständigkeit und Ehrlichkeit verschwinden, die moralischen Werte sind schon zerfallen. So ist das eben, in einer Multikulti-Gesellschaft.

    – Ende des Auszugs aus der Niederschrift –

    —————————–

    Und wie steht das Volk dazu? Das hat’s leicht: “ Was kümmern mich Kirch und Staat, wenn ich doch nur meinen Brei hab“.

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  • Aus den Memoiren meiner Mutter

    Juli 12th, 2023

    Bevor ich zu den nächsten Kapiteln übergehe von die „Die Anklage hören viele, Rechtfertigung wenige…“, möchte ich noch etwas aus den Niederschriften meiner zitieren, in denen sie auch über Erlebnisse einer (damaligen) Kollegin berichtet.

    Gleich zu Beginn dieses Kapitels ihrer Memoiren fasst sie die Ausgangssituation kurz zusammen und berichtet anschließend vom Schicksal ihrer damaligen Kollegin. 

    Ich zitiere:

    „Die Archive in Deutschland sollten endlich geöffnet und die nachweisbaren Tatsachen, also Dokumente und Bildmaterial veröffentlich werden. Angefangen beim dem erzwungenen Versailler Vertrag über die Zeit nach 1919, wichtig die Meldungen des Auslands in den Jahren von 1933 -. 1939 und vor allem die abertausenden Berichte von 1945/46/47, abgegeben von den Millionen Vertriebenen, die von Polen, Russen geschlagen, gefoltert, vergewaltigt wurden, die in den polnischen und tschechischen KZ-Lagern Hunger, Kälte, schwere körperliche und seelisch Übergriffe ertragen und täglich das Sterben der Kinder, Alten und vergewaltigten Frauen erleben mußten. In den Archiven liegen auch Berichte von den wenigen mit körperlichen und seelischen Schäden zurückgekehrten Deportierten vor: von den unmenschlichen Bedingungen in den Arbeitslagern und den Fußmärschen in diese, wo Tausende starben.

    In Ostpreußen liefen Hunderte von Kindern im Alter von 7 Jahren, manchmal noch mit jüngeren Geschwistern über die Brücke nach Litauen, sie hatten vorher mit ansehen müssen wie ihre Mütter und Großeltern bestialisch ermordet wurden oder an Hunger starben. Sie lebten dort in den Wäldern, gingen bei den Bauern um Essen betteln, manche nahmen sie auf, trotzdem ihnen von den Russen die Erschießung drohte, wie viele dort starben, weiß heut keiner mehr. Manche konnten über das Roten Kreuz Ende der 60er Jahre zu ihren Verwandten (wenn es noch Onkel, Tante usw. gab, die sie suchten) in Westdeutschland Verbindung aufnehmen viele haben erst nach 1990 nach Angehörigen suchen können. Es gibt Fernsehfilme von solchen Wiedersehen, ich habe zwei aufgenommen, es wird zwar die Tragik dieser Geschichte gezeigt, aber nicht deutlich genug auf die Verbrechen der Russen und Kommunisten in der DDR hingewiesen. Ich selbst habe so ein Schicksal von einer Kollegin miterlebt.

    1952 arbeitete ich im RAW Schlauroth in der Verwaltung und hatte dort eine Kollegin aus Ostpreußen. Sie war eine ausgezeichnete Buchhalterin. In einer Mittagspause hat sie mir ihr Leid mitgeteilt; denn öffentlich durfte sie nicht darüber sprechen. (das war, Verunglimpfung der Sowjetunion und unwahre Aussagen, da es ja für die Roten keine Vertreibung gab).

    Die unfassbare Geschichte: 1944 will sie mit ihren beiden Kindern, (4 und 6 Jahre) ihrem Vater und der Großmutter flüchten (Mutter war tot, Mann an der Ostfront vermisst). Sie besteigen einen der Flüchtlingszüge. Auf dem Bahnhof kommt ein Ausruf, dass Mütter noch besonderes Essen für die Kinder empfangen können. Sie stieg aus und eilt durch eine dicht gedrängte Menschenmenge, die auf die Einfahrt des nächsten Zuges warten, weil die Züge auf den Bahnsteigen überfüllt sind. Sie nimmt das Essen in Empfang, kommt zurück ins Abteil und die Kinder sind nicht mehr da. Der Vater sagt, sie seien ihr nachgelaufen. Sie will aus dem Zug springen, aber die Menschen halten sie zurück und trösten sie, dass sie im nächsten Zug sitzen und vom Roten Kreuz betreut werden.

    Als sie in der späteren DDR ankamen und ausstiegen ging sie nicht mit der Menschenmenge mit, die in ein Lager zur Aufnahme und Einweisung in Baracken oder andere Gebäude von Helfern des Roten Kreuzes geführt wurden. Sie blieb vollkommen aufgelöst auf dem Bahnsteig stehen und wollte auf den nächsten Zug warten. Als der Bahnsteig leer nur sie und ihr Vater und Großmutter auf einer Bank Platz genommen und die Koffer mit den wenigen Sachen hingestellt hatten, kam eine Angehörige des Roten Kreuzes und teilte ihnen mit, dass in ihrem Ort kein Flüchtlingszug mehr ankommen wird, weil alles überlegt im Ort und Umgebung ist.

    Sie sagte zu mir: ”Obwohl die anderen mir alle zuredeten, die Kinder kennen ihren Namen und haben dazu noch ein Schildchen um den Hals, ihr werdet wieder zusammenkommen, wusste ich, ich werde sie nie mehr wiedersehen.”

    Es waren inzwischen 7 Jahre vergangen ohne jegliches Lebenszeichen. Über das westliche Rote Kreuz, hatte sie Bekannte aus der Heimatstadt gefunden. Es durfte niemand wissen., dass sie in Westberlin nachgeforscht hatte. Uns liefen beiden die Tränen herunter, wir hatten Angst, dass die Kollegen an den Nebentischen etwas mitbekommen könnten, und trennten uns. In den späteren Monaten und Jahren sagte sie immer wieder:” Nichts Neues.” 1955 verließ ich den Betrieb. Erst 1960 traf ich sie wieder. Sie kam freudestrahlend auf mich zu und sagte sie hat vor einigen Monaten ihre Kinder wiedergefunden. Der nächste Zug war damals in den Westen Deutschlands gefahren. Die Kinder kamen in ein Heim und wurden später von Pflegeeltern großgezogen, inzwischen waren sie erwachsen.

    Sie sagte:” Es war eine schöne Begegnung, aber alles so fremd, ich sah immer noch meine kleinen hilflosen Kinder und jetzt waren sie groß und selbständig.” Die Kinder und die Pflegeltern wünschten, dass sie zu ihnen zieht, das wollte sie noch überlegen. Wahrscheinlich ist sie dann doch zu ihnen gegangen, noch vor der Mauer, ich habe sie nie mehr gesehen.“       

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  • Ich muss in der Vergangenheit blättern, um die Gegenwart zu verstehen

    Juli 12th, 2023

    Es ist nicht ganz einfach, über einen Rückblick in die Vergangenheit, das Vergangene zu tatsächlich zu begreifen.

    Wie wir ja schon vor Kurzem in einem anderen Beitrag zum „wirtschaftlichen Verfall“ eines Landes Parallelen zum Untergang des Römischen Reiches aufgegriffen und erkannt haben, ziehen sich diese seitdem wie ein roter Faden durch unsere Vergangenheit bis in die Gegenwart. Nun möchte ich nicht ganz soweit zurückblättern, vielmehr werde ich jetzt ein paar Zeilen von meiner Mutter aufgreifen, in der sie über die Zeit mit Beginn der Weimarer Republik berichtet. Da meine Mutter erst 1923 geboren wurde, fließen auch Erlebnisberichte aus den Tagebucheinträgen meiner Großeltern mit ein.

    Es handelt sich hier lediglich um Auszüge aus den mir vorliegenden Niederschriften. Ich denke, Umrisse werden deutlich, und Assoziationen zur Gegenwart erkennbar.

    Ob uns das gegenwärtig weiterhilft? Das lässt sich schwer beantworten. Doch ich, für meinen Teil, brauche etwas Greifbares aus der Vergangenheit, um besser verstehen zu können, was tatsächlich vor sich geht. Denn der Fehler, den die meisten machen, ist es, sich immer nur auf das aktuelle/brandaktuelle Ereignis zu konzentrieren und darin eine Zeit zu verharren. Der eigentliche Hintergrund zum Geschehen bleibt dann leider außen vor.

    Nun aber zu den Auszügen aus den Niederschriften. Noch einmal zum Verständnis: Es handelt sich hier um ERLEBNISBERICHTE und nicht um eine historisch-wissenschaftliche Abhandlung.

    So haben es die Menschen damals erlebt.

    • Beginn Auszug aus einer Niederschrift –

    Ich zitiere:

    „In der Weimarer Republik (gegründet 1919) kam es ab 1922 zu einem rasend steigenden Währungsverfall. Die gesamten Spareinlagen des Volkes wurden vernichtet und das mittlere Bürgertum um seinen Besitz gebracht. Ihren Höhepunkt erreichte die Inflation im Jahr 1923 infolge der Besetzung des Ruhrgebietes durch Frankreich. (F. nahm sich das Gebiet als Pfand für die nichtbezahlbaren Reparationsleistungen Deutschlands) Am 15. Nov. 1923 gelang es schließlich dem Reichswährungskommissar die Inflation zu beenden und durch Schaffung der Rentenmark von 1=Billion zu stabilisieren. (Im Nov. 1923 waren die Preise für 1 Liter Milch auf 300 Milliarden, 1 Pfund Zucker auf 700 Milliarden, 1 Pfund Butter auf 2,5 Billionen gestiegen.

    Die Not der Eltern bekamen auch die Kinder zu spüren. In dieser unruhigen Zeit, die mit großen Sorgen meiner Eltern verbunden war, wuchs ich heran.

    Großen Kummer bereitete auch meinen Eltern die Post von meiner Großmutter väterlicherseits. Sie wohnte in Lissa , einer rein deutschen Stadt (wurde im 16. Jh. von Glaubensflüchtlingen aus Schlesien gegründet), die seit 1920 durch die Bildung eines polnischen Staates  zu Polen gehörte. Aus den Briefen meiner Großmutter erfuhren meine Eltern von den Schikanen der Polen denen sie und all die anderen Deutschen täglich ausgesetzt waren (Anspucken, Treten, Schlagen, auf die Fahrstraße stoßen und viele andere Gewalttaten). Es gab für deutsche Besucher keine Einreise, so war mein Vater gezwungen bis nach Fraustadt mit der Bahn zu fahren u. von dort schwarz über die Grenze zu gehen. Das war sehr gefährlich; denn die Polen erschossen jeden der die Grenze illegal überschritt. Meine Mutter u. mein großer Bruder warteten mit. großer Angst auf die Rückkehr., ich spürte zwar die Sorge, konnte aber den Zusammenhang noch nicht verstehen.

    Die Not und die Armut begannen bereits mit dem Abschluß des Vertrages von Versailles mit dem Gewaltverzicht rein deutscher Gebiete. Für die Gründung des polnischen Staates mußte Deutschland ein Fünftel seines Landes abtreten. Dies wurde von den Staaten Belgien, Großbritannien, Frankreich, Italien und den erst 1919 entstandenen Ländern Polen und der Tschecheslowakei beschlossen. (es kamen in den Besitz der Polen: Provinz Posen, Teile Westpreußens -(es entstand der so genannte Polnische Korridor) und  Teile Oberschlesiens.  Die Gebiete Elsaß und Lothringen nahm sich Frankreich, außerdem mußte Deutschland noch 286 Milliarden Reparationskosten zahlen. Zu der riesenhaften Kriegsbeute zählten auch die Kolonien in Afrika, (die Franzosen, Engländer u. Belgier besetzten bereits 1916 Deutsch-Südwest (heute Namibia), Ostafrika (heute Teil von Tansania), Kamerun u. Togo. Belgien, England und Frankreich teilten sich die Gebiete, enteigneten und vertrieben die Deutschen, nahmen deren   Häuser und die angelegten Plantagen, Bahnanlagen und vieles mehr in Besitz. Auch die anderen Kolonien teilten die großen Sieger untereinander auf. Das waren in China: Kiautschou, in der Südsee Neuguinea, Samoa, die Marschall-Inseln, Palau u. einige kleine Inseln.

    Die Mehrheit der Deutschen fanden diesen “Friedensabschluß” falsch. Zur Anerkennung der nun entstandenen deutsch/polnischen Grenze kam es beim Treffen der Sieger in Locarno nicht!  1926 wurde Deutschland Mitglied des Völkerbundes.

    Meine Großmutter väterlicherseits (Rosina Schön geb. Jatzke, geb. 24.10.1858, gest. 14.3.1939) wohnte mit ihrem Ehemann und der Zwillingsschwester in Lissa in der Provinz Posen (wie schon erwähnt: eine rein deutsche Stadt – von Glaubensflüchtlingen aus Schlesien u. aus anderen deutschen Gebieten um 1500 gegründet).

    Sie lebten nun unter der Gewalt der Polen. Es gab nur noch polnische Geschäfte, den Deutschen wurden Fabriken, Kaufhäuser usw. weg- u. von den Polen übernommen, die Deutschen dürften in den polnischen Läden zwar einkaufen, bekamen aber nur Ware, wenn sie polnisch sprachen, deutsch sprechen war in der Öffentlichkeit bei Schläge verboten, 1 Million flohen vor dem polnischen Verfolgungen und fanden in anderen Provinzen des Reiches Unterkommen, aber  in der Notzeit 1921-23 keine Arbeit. Das zu erfahren brauche ich heute keine Historiker, das haben meine Eltern und viele Tausend andere selbst oder ihre Verwandten erlebt.

    Daß viele Deutsche von den Polen ermordet wurden, war bekannt. Es waren 1939 50.000, dies wurde erst jetzt bekannt, Protokolle können nachgelesen werden, sie liegen im Aktenbestand –  Bundesarchiv/Militärarchiv Freiburg Breisgau -.

    Gewinner der Inflation waren Börsenbarone, Profitgeier und Ausländer in Deutschland durch Aufkauf ganzer Schätze und von Grundbesitz für ein paar Dollar. Die Geld- und Machtelite wusste ihr Geld zu vermehren und aus der Geldentwertung noch Gewinne zu ziehen, sie waren die Ausbeuter des deutschen Volkes. Eine bestimmte Gruppe verbreitete Unmoral, Perversitäten, auch in Kunst und Kultur. Die Gesellschaft teilte sich in zwei Schichten ein. Während die überwiegende Bevölkerung unter den schwierigsten Bedingungen sich bemühte, normale Lebensverhältnissen zu schaffen, schlemmte eine bestimmte Gruppe bei ausschweifenden Tanzveranstaltungen, einer bis dahin unbekannten Hemmungslosigkeit.“

    • Ende des Auszugs aus der Niederschrift –

    In den nächsten Tagen greife ich aus den Berichten noch eine paar sehr persönliche Erlebnisse auf. Dieser Beitrag ist lediglich eine grobe Zusammenfassung aus der Sichtweise einer Erlebnisgeneration.

    Doch zuvor möchte ich noch den Beitrag zum Rheinwiesenlager fertigstellen und mit der Reihe „Die Anklage hören viele, die Rechtfertigung wenige“ fortfahren.

    Unsere Geschichte, die uns bis hierhin vermittelt wurde, ist ein mächtiges Lügenkonstrukt. Und während die Verbrechen aus der Vergangenheit noch nicht aufgearbeitet wurden, vertuschen sie (das Konstrukt) bereits die nächsten.

    —————————-

    Auf einem Bild seht ihr meine Urgroßeltern (väterlicherseits). Eine Aufnahme aus dem Jahr 1937 zu ihrer Goldhochzeit.

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  • Es gibt Untaten, über welche kein Gras wächst – Teil VI aus „Die Anklage hören viele, die Rechtfertigung wenige…“

    Juli 4th, 2023

    Manchmal stelle ich mir die Frage, ob ich die Recherchen, die ich jetzt so intensiv betreibe, auch schon in den Zeiten, als unsere Welt scheinbar in Ordnung war, geführt hätte.

    Vielleicht. Man war ja arbeiten, die Kinder noch klein, und auch sonst war kaum Luft nach oben, um sich mit der „Wahrheit“ herumzuschlagen.

    Nun sind die Kinder groß, fast alle aus dem Haus und das Unrecht tobt vor der Tür. Ein Unrecht wie wir es schon seit mehr als 100 Jahren erfahren, nur jetzt ganz offensichtlich und mit Absichten, die denen vor 100 Jahren in nichts nachstehen.

    Im Gegenteil, die Methoden sind feiner, für Wissende zwar offensichtlich, für Unwissende meist undurchschaubar.

    Nicht aufgearbeitete Dramen, Tragödien, das Vertuschen der Wahrheit, unzählige Taten und Verbrechen, angeordnet von einem mächtigen Konstrukt, über Unterhändler in Auftrag gegeben, von Lakaien ausgeführt und einem unbehelligten als auch unbeteiligtem Volk zugeordnet. Das ist starker Tobak für eine bereits geschundene Seele, um es freundlich auszudrücken.

    Einem guten Beobachter wird auch zum heutigen Zeitpunkt nicht entgehen, dass es den Mächtigen nie um Frieden ging, und ein „Frieden“ auch offenbar nicht gewollt ist.  

    Meine Mutter wusste über die darauffolgenden Jahre nach der Tragödie bis heute um die Ungerechtigkeit im Land und auf der Welt als auch um das Vorspielen falscher Tatsachen, sie erkannte die medialen Ablenkungsmanöver hin zur Wohlstandsverwahrlosung und zu konsumorientierten Menschen, die sich nur mit ihrem Besitz beschäftigten sollten, um den Neid des Nachbarn hervorzurufen oder eben gesellschaftskonform zu sein. Ziel: Nur keine kritischen Bürger zulassen!

    Sie hat darüber nie viel gesprochen. Doch ihren Memoiren entnehme ich die Hilfeschreie, die Wut, die Traurigkeit und die maßlose Enttäuschung über eine solche Entwicklung.

    Tugend und Bodenständigkeit, insbesondere in den westlichen Ländern. ging mehr und mehr verloren. Werte wie Moral, Bildung, Anstand und Respekt verschwanden nahezu gänzlich. Über die Tragödien des eigenen Volkes, über das, was in der Vergangenheit liegt, machte man sich keine Gedanken, Dabei waren genau die, die das große Leid ertragen mussten, auch die, die diesen Wohlstand später überhaupt erst möglich machten.

    Umso tragischer das Bild, dass sich uns heute bietet. Statt dem eigenen Volk Respekt zu zeugen, schwenkt man die Fahnen anderer Nationen und bewundert sich selbst dafür, denn die Mächtigen verteilen dazu großes Lob und Streicheleinheiten.

    Es ist mir unbegreiflich, wie man seine eigene Herkunft, sein eigenes Volk so verleugnen kann.

    Ach ja, ich vergaß: Dazu müssten die Menschen wissen, was damals tatsächlich vorgefallen ist. Nur bewahrt man darüber ja bekanntlich Schweigen – beharrlich. Hinter dicken Mauern unter Verschluss vor einer Weltöffentlichkeit – dort liegt sie, die Wahrheit.

    Eifrig zerstückelt das Konstrukt die Geschichte – bis heute. Und so eilen die Menschen wie ferngesteuert über ein Mohnfeld, sind benebelt, vegetieren wie im Rausch auf dem Feld vor sich hin.

    • Katyn
    • Nemmersdorf
    • Groß-Waltersdorf
    • Lamsdorf
    • Olmütz-Hodolein
    • Aussig
    • Jedwabne und weitere 30 öffentlich gemachte Pogrome
    • Lemberg
    • Bromberg, um nur wenige zu nennen. 

    An dieser Stelle werfe ich einfach mal die Frage in den Raum: Habt ihr davon nicht gewusst?

    Wir schreiben das Jahr 1944. Was hier in Nemmersdorf/Ostpreußen geschah, sollte sich bald tausendfach in anderen Teilen Ostdeutschlands wiederholen.

    „Tötet, tötet, tötet…, Tötet die Deutschen wo immer eine Gelegenheit sich bietet!“

    Jahrelang hatte der sowjetische Propangadist jüdischer Abstammung, Ilja Ehrenburg, mit seinen Aufrufen, die Deutschen zu töten, die russischen Soldaten zu Mord und Totschlag animiert, hatte mit seiner Dauerhetze „Tötet, tötet, tötet, immer wieder an die niedrigsten Instinkte einer entmenschlichten, beuteheischenden Soldateska gewandt.

    Die Gräueltaten von Nemmersdorf gehören neben den Morden von Katyn zu den bestbelegten Fällen sowjetischer Verbrecher des Zweiten Weltkrieges. (Die der polnischen Seite lesen wir in einem anderen Beitrag).

    Nemmersdorf wurde zum Inbegriff unaussprechlicher Angst, der die Bevölkerung auch der anderen ostdeutschen Gebiete erfasste und eine Fluchtbewegung unvergleichlichen Ausmaßes auslöste.

    Nemmersdorf war keineswegs der einzige Ort in dem die von Ilja Ehrenburg und den politischen Offizieren der beteiligten Einheiten zum Plündern, Morden und Schänden aufgeputschten Rotarmisten, ihre tierischen Begierden in einer Woge Blut unschuldig Hingemordeter ertränkten.

    Nemmersdorf wurde zum Synonym für grausames Morden schlechthin, nachdem sich abzeichnete, dass die Rote Armee weder Frauen noch Kinder verschone und selbst Säuglinge brutal erschlug.

    Als deutsche Truppen die Ortschaft wenige Tage nach dem russischen Einfall zurückeroberten, bot sich den ersten in die Ortschaft eindringenden Soldaten – es waren Einheiten des Fallschirmjäger Regiment 16 (Ost), ein grausiges Bild.

    Die Einzelheiten und Aussagen der Menschen vor Ort, stelle ich als Fotos ein. Ich mag das nicht niederschreiben. 

    Und wie reagiert die Weltöffentlichkeit?

    Wie nicht anders zu erwarten, wurden die Vorkommnisse in und um Nemmersdorf von den westlichen Alliierten als Propaganda-Schwindel abgetan, so, wie sie es auch mit Katyn trotz besseres Wissen bis 1990 gehalten haben. Eine Verhöhnung der Opfer!

    Nachstehend noch ein Auszug aus einem Bericht eines Schweizer Korrespondenten vom 7. November 1944, der seine Eindrücke aus Ostpreußen im Genfer „Courrier“ niederschrieb:

    „Verstümmelung und Hinrichtung von Gefangenen und die fast vollständige Ausrottung der deutschen bäuerlichen Bevölkerung, soweit sie in ihrem Gebiet geblieben war… In Brauersdorf habe ich selbst zwei Landarbeiter französischer Herkunft gesehen, ehemalige Kriegsgefangene, die ebenfalls massakriert wurden. Einer konnte identifiziert werden. Nicht weit davon dreißig deutsche Gefangene, die dasselbe Schicksal erlitten hatten. Ich verschone Sie mit der Schilderung der Verstümmelungen…“

    ————————

    Quelle

    • Auszüge aus einem Leserbrief von Werner Schrödl aus Münchberg (abgedruckt im „Der Schlesier“ im Oktober 2004)
    • Bezug nehme ich auch auf die Veröffentlichung des Buches „Stalins Vernichtungskrieg 1941-1945, in dem der Autor, Historiker und ehemaliger wissenschaftlicher Direktor am Militärgeschichtlichen Forschungsamt Freiburg Joachim Hoffmann über systematische Fälschungen berichtet.
    • https://www.amazon.de/Stalins-Vernichtungskrieg-1941-1945-Ausf%C3%BChrung-Dokumentation/dp/377662079X

    ————————————————

    Die Schule des Hasses – „Axiom bolschewistischer Weisheit“

    Wer war Ilja Ehrenburg?

    Stalins Mordhetzer Ilja Ehrenburg, Schriftsteller und Journalist, zählte zu den populärsten Figuren der sowjetischen Kriegspresse. Der von fanatischem Hass auf alles Deutsche geprägte Bolschewist stammte aus jüdischem Hause. Er wurde als Sohn einer vermögenden jüdischen Familie in Kiew geboren. 1909 floh er nach Paris, kehrte 1918 ins bolschewistische Russland zurück.

    Das Schicksal eines Menschen gleicht für Ehrenburg einem Lottospiel. Er erlebte den physischen und geistigen Tod seiner Freunde in den Säuberungswellen von 1938. Ihm aber gestattete Stalin, wieder nach Paris zu gehen. Spieler Ehrenburg durchstand das russische Roulette als Rubelmillionär und dreifacher Stalinpreisträger.

    Bei Spiegel & Co findet Ilja Ehrenburg als „außergewöhnlicher Schriftsteller und „Großer“ der Sowjetliteratur Erwähnung. Und weiter: nur „Neonazis“ rücken ihn in das falsche Licht. An dieser Stelle lässt sich ein Würgereiz wohl kaum noch unterbinden.

    Sein bekanntestes und folgenschwerstes Werk war der millionenfach verbreitete Aufruf: Töte“!

    Und in der sowjetischen Soldatenzeitung „Krasnaj Swesdna“ vom 22. Oktober 1944 notierte der Stalin –Propagandist: „Es genügt nicht, die Deutschen nach Westen zu treiben. Die Deutschen müssen ins Grab gejagt werden. Gewiss ist ein geschlagener Fritz besser als ein unverschämter. Von allen Fritzen aber sind die toten am besten.“

    Wer war Stalin?

    Der spätere Diktator Stalin wurde am 6. Dezember 1878 als Josef Wissarionowitsch Dschugaschwili in Georgien geboren. Man schätzt, dass Stalin für den Tod von 30 Millionen Menschen verantwortlich ist.

    Wissario Dschugaschwili > Vater

    Jekateterina Geladse Dschugaschwili, > Mutter

    Die Familie ist jüdischer Herkunft.

    Offiziell heißt es, Josef Stalin sei Georgier gewesen. Das stimmt in gewisser Weise auch. Er wurde als Josef Wissarionowitsch Dschugaschwili in Gori (Georgien) geboren. Seine Mutter war Ossetierin aus der kazarischen Region. Auf georgisch bedeutet die Namensendung “schwili” soviel wie “Kind” “Kind des”, oder “Sohn des”, so wie es in den nordischen Sprachen üblich ist wie zum Beispiel “Holgerson” (Sohn des Holger).

    Und “Dschugha” (Djuga) heißt auf georgisch “Jude” oder “jüdisch” (ებრაელი). Stalins richtiger Name Dschughaschwili heißt also “Sohn des Juden”.

    Russen ändern ihre Namen nicht, und Georgier ändern ihre Namen auch nicht. Juden aber ändern ihre Namen, wenn nötig dauernd.

    Um ihre jüdische Abstammung zu verbergen, „bekehrte“ sich die Familie Stalins dem Schein nach zum orthodoxen Christentum, blieb aber im geheimen jüdisch.

    Dschugaschwili, so nannte man die Juden, die von der Insel „Djuga oder Djou“ kamen, wenn es auch im Georgischen ein anderes Wort für den Juden gab „Uria“.

    Wie man weiß, war Stalin, bevor er sich in einen kommunistischen Revolutionär verwandelte, Zögling in einem orthodox-christlichen Priesterseminar.

    Während der Mordrevolution in Russland nannte sich Stalin sogar “Kochba”. Kochba hieß der jüdische Führer des dritten Aufstandes gegen Rom (132-135).

    Ich mag nicht so viel Biographisches über einen der abscheulichsten Massenmörder der Menschheitsgeschichte berichten. Das Buch “Verbrannte Erde” von Jörg Baberowski gewährt einen Einblick in die pervers-grausame Psyche des Josef Stalin.  

    ————————

    Nun sind wir angekommen, im 21. Jahrhundert. Doch spüren nur die Wenigsten, was eine solche Propaganda, ausgelöst von gewissen Personen, für Auswirkungen mit sich bringen kann.

    Mit allen verfügbaren Mitteln, wird man auch in Zukunft, genau solchen Personen den Rücken stärken, um ein Ziel zu erreichen. Und daran hat sich bis zum heutigen Tage nichts geändert.

    Für diejenigen, die darüber so wahrheitsgemäß wie nur möglich berichten möchte, ist es ein Tanz ums Feuer:

    Diese bizarre mediale Präsenz, oder besser das Diktat der Sowjets hatte lange Bestand.

    Zweifel über Zweifel – warum wurden sowjetische Untaten im Auftrag Stalins den Deutschen zugeschrieben? 

    Obgleich unzähligen Zeugen, immer und immer wieder Erlebtes vorbrachten – warum hört man ihnen nicht zu?

    ———————————-

    Info: Die Veröffentlichung „Stalins Vernichtungskrieg“ des ehemaligen wissenschaftlichen Direktors des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes (MGFA) Joachim Hoffmann wurde in der 13. Wahlperiode des Deutschen Bundestages unter der Drucksache 13/5773 diskutiert unter „Haltung der Bundesregierung zur Präentivkriegsthese“.

    Angestrengt waren daraufhin dienstrechtliche und disziplinarische Konsequenzen. Hoffmann befand sich aber bereits im Ruhestand. Außerdem war bekannt, dass es sich bei den Ansichten Hoffmanns nicht nur um die Meinung eines Einzelnen, sondern um eine im MGFA vorhandene geistige Strömung.

    In seinem Werk behandelt Hoffmann unter anderem das „Auschwitzproblem“ und die „Gasangelegenheit“, für die er letztlich keine Beweise finden konnte. So wie viele andere vor ihm auch. Nur spricht man halt nicht so gern darüber.

    „Die Anklage hören viele, die Rechtfertigung wenige…“
    Die Tragödie zur Tragödie – die erworbene Unwissenheit der Nachkommen
    Anknüpfend an das vorangegangene Video „gelesen aus den Tagebüchern meiner Mutter „,

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  • „Eine schlimme Wahrheit ist besser als eine süße Lüge“.

    Juli 4th, 2023

    Ich schlage die Zeitungen auf und lese. Spiegel, Stern, Süddeutsche, Bild, Welt, Rheinische Post, Sächsische Zeit, eben diese Zeitschriften, die den Bürger „informieren“ sollen. Doch ich fühle mich nicht informiert. Nichts Neues! Es scheint, sie haben voneinander abgeschrieben, so gleichlautend sind die Inhalte.

    Warum tust du dir das dann an? Warum liest du diesen Mist überhaupt noch? Werde ich oft gefragt: Ganz einfach: Ab und zu muss man das tun, um gewisse Situationen objektiv beurteilen zu können. Ich muss die eine Seite hören, um die andere zu verstehen und umgekehrt.

    Das zeichnet auch den Journalismus aus, der seinem Kanon gerecht wird, nämlich dem der Aufklärung. Journalismus muss aufklären!  Oder um es mit den Worten von Gabriele Krone-Schmalz zu sagen: „Eigentlich besteht die Aufgabe von Journalisten darin, die Wahrheit zu transportieren“

    Ich füge hinzu: Journalismus sollte auch zum Forschen anregen. Guter, echter Journalismus macht neugierig, zeigt sich neutral, bedient mehrere Seiten und lässt andere Meinungen zu.

    Doch heute schlage ich wieder einmal diese unzähligen Nachrichten-Blätter auf, und wähne mich in einem Dunst von Belehrungen, Vorgaben, Diktaten, Verweisen, gefolgt von Pöbeleien, wenn man (rein gedanklich) geneigt ist, anders zu denken. Dem Andersdenkenden wird auf belehrende Art und Weise, und ich finde, manchmal auch methodisch geschickt, (man könnte es auch regelemtierend nennen) Einhalt geboten.

    Ein vertrautes Prozedere, denn es wird schon lange, sehr lange genauso praktiziert. Es gibt offensichtlich nur eine Wahrheit. Und die setzt man den Menschen wenigstens fünf Mal am Tag vor, beim zehnten Mal wird sie auf jeden Fall geglaubt – diese eine Wahrheit.

    „Eine schlimme Wahrheit ist besser als eine süße Lüge“.

    Wenn Hass und Hetze gegen „Etwas“ wieder einmal alle Rekorde schlägt…,

    ja, dann leben wir wieder in einer Zeit, in denen man Menschen in eine wilde Hysterie versetzt, über die unmöglichsten Gefahrenparolen aufputscht und Botschaften vermittelt, die der Absicht folgen, Menschen für sich gefügig zumachen.

    Das Konstrukt dahinter ist mächtig, viel zu mächtig um ihm Einhalt zu gebieten. Das Einzige, was der Mensch für sich bewahren kann, ist sein Gewissen, nicht erneut auf diesen Zug, (vom Konstrukt in altbewährter Manie auf die Gleise gesetzt), aufzuspringen. Besser man lässt ihn vorüberfahren, leer, ohne Insassen.

    Es macht wenig Sinn, das Konstrukt im Detail darzustellen. Das ist müßig. Es gibt ausreichend Literatur, Quellen. Zitate, Aussagen – jeder darf sich daran bedienen. Nicht alles ist unter Verschluss. Man muss halt nur länger suchen.

    Letztendlich gilt: „Eine schlimme Wahrheit ist besser als eine süße Lüge“

    Und auch hier zitiere ich Gabriele Krone Schmalz:

    „Man kann sich der Wahrheit nur dann annähern, wenn man akzeptiert, sie nie ganz zu besitzen. Diese Einstellung eröffnet zumindest eine Chance, nahe an die Wahrheit heranzukommen. Und man kann sich der Wahrheit – aber das kommt ein paar Stufen tiefer – am besten dann annähern, wenn man sich als Journalist für die Interessen der handelnden Personen interessiert.“

    Ich glaube, dieses Feld, haben die meisten Journalisten schon längst verlassen.

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  • Kein Volk ändert in einem halben Jahrhundert dramatisch Wesen und Charakter.

    Juli 4th, 2023

    Ich brauche ein bisschen Abstand. Diesen Abstand fülle ich mit ein paar Gedanken über die Ansätze eines grausamen Verlaufs. Ich muss das tun, um bestimmte historische Vorgänge besser verarbeiten zu können. Das macht es nicht besser, aber ein bisschen leichter, weil Verschwommenes klarer wird.

    Das Verfassen von Berichten zu den Gräueltaten gegen die Volksdeutschen, zu dem Töten, Abschlachten, dem Elend und Leid, fällt mir verdammt schwer. Eigentlich ist es unerträglich. Genauso unerträglich wie das Wissen zum Keim des Ganzen. Nichts davon ist fiktiv, es hat sich so zugetragen.

    Auch wenn die Wahrheit über die Gräueltaten an unserem Volk vermutlich nie ans Licht kommen wird, mache ich für mich meinen Frieden, indem ich das, was ich weiß, niederschreibe und das Wissen mit den Menschen teile, die genauso wie ich, ein Interesse an der Wahrheit haben.

    Es wiederholt sich nur, was sich schon mal zugetragen hatte.

    Man kann es eigentlich nicht oft genug sagen, um zu verstehen: Es wiederholt sich nur, was sich schon mal zugetragen hatte. Die Akteure, Darsteller, Prediger sind andere als vor vielen hundert Jahren, doch mit der gleichen Intention.

    Tatsächlich könnten wir die beiden sogenannten Weltkriege der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch als unseren „Dreißigjährigen Krieg“ bezeichnen, der 1914 mit der Ermordung des österreichischen Thronfolgers in Sarajevo begann und 1945 mit dem Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki endete.

    Das 17. Jahrhundert erlebte den Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) mit seinen unglaublichen Massakern an der Zivilbevölkerung. Allein in Deutschland fand dabei ein Drittel der Bevölkerung im Namen der Religion den Tod.

    Die Staaten des Westens übten immer schon eine Art der Rache an den Deutschen, und das zu Zeiten als es den uns zugetragenen „Rassismus der Nazis“ noch gar nicht gab.

    Die Tatsachen sind so erschreckend, dass sie nur schwer zu begreifen sind.

    Alles unter Verschluss? Ich, für meinen Teil, möchte kein Hüter grausamer Ereignisse aus der Vergangenheit sein

    Meine Mutter ist belesen, sehr belesen. Ihr Wissen habe ich immer bewundert. Nicht alles, konnte sie uns zutragen. Zu sehr wären wir in Konflikt geraten, unter dem beherrschenden System der damaligen DDR.

    Neben ihren persönlichen Erlebnissen hat sich meine Mutter intensiv „durch die Geschichte“ gelesen. Denn auch sie wollte, wie ich heute, begreifen. Nur mit dem Unterschied, dass ich eine eher unbeschwerte Kindheit und Jugend erfahren durfte.

    Sätze, Zitate, Passagen die nachdenklich stimmen

    Es gab da mal eine Sitzung Roosevelts mit dem Joint Chiefs of Staff (Vereinigten Stabschefs). Zugegen war Allen Dulles, Leiter des amerikanischen Geheimdienstbüros in der Schweiz. Mit starken Worten beschwerte er sich 1943 über die Politik der Alliierten. Der Grund für seine Worte war unter anderem auch Roosevelts Aussage:

    „Die deutsche Denkweise lässt sich nicht per Dekret, Gesetz oder Befehl verändern… ich bin zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gewillt zu sagen, dass wir nicht beabsichtigen, die deutsche Nation zu vernichten“.

    Und der amerikanische Publizist und Präsidentenberater Walter Lippmann beschrieb es seinerzeit so: »Erst wenn die Kriegspropaganda der Sieger Einzug gefunden hat in den Geschichtsbüchern der Besiegten und von den nachfolgenden Generationen auch geglaubt wird, kann die Umerziehung als wirklich gelungen angesehen werden…«

    Wo wir zum Ausgangssatz zurückkehren: Kein Volk ändert in einem halben Jahrhundert dramatisch Wesen und Charakter.

    Doch mittels Propaganda über die Kartelle eines mächtigen Konstrukts entstand Hass, man nahm ein ganzes Volk in Geiselhaft und verankerte die Kollektivschuld.

    Ergebnis: Weltweit besitzt kein anderes Volk so wenig Nationalstolz wie das deutsche!

    An dieser Stelle greife ich eine berechtigte Fragestellung des Alfred de Zayas auf:

    „Berufsmäßige Historiker werden jetzt wahrscheinlich den Einwand erheben, dass sie dies alles schon gewusst haben. Warum aber, wird sich dann der Leser die Frage gestatten, haben sie nicht darübergeschrieben, wenn sie es wussten?

    Warum haben sie die Öffentlichkeit nicht informiert? Warum haben sie nicht versucht die Ereignisse ins richtige Verhältnis zu setzen, indem sie sie mit anderen Kriegen und Massakern in eine Reihe stellten?

    Die unmenschliche Behandlung der Deutschen durch die vorgeblich so mitleidswollenen Amerikaner und Briten stellt eine der kuriosen Anomalien des 20./21. Jahrhunderts dar. Dennoch sind sich die wenigsten Menschen bewusst, dass eine solche diskriminierende und menschenunwürdige Behandlung jemals stattgefunden hat.“

    ——————

    Quelle

    (In Teilen übernommen aus einem Vorwort des Alfred de Zayas zu „Verschwiegene Schuld“ von James Baque)

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  • Pogrom in Jedwabne – wenn dunkle Geheimnisse die Archive verlassen

    Juni 29th, 2023

    Teil V aus der Reihe „Die Anklage hören viele, die Rechtfertigung wenige…“

    Schon seit dem Ende des Ersten Weltkrieges verfolgte man in Polen nicht nur Deutsche, sondern besonders eifrig auch Juden, Ukrainer und andere Minderheiten. Mehr als eine halbe Million Deutsche und eine halbe Million Juden haben deshalb Polen bis zum 1. September 1939 verlassen müssen. Das Predigen der „Gottesmordschuld“ gehörte in Polen bis weit nach der Befreiung Polens und der damit gewonnenen Erkenntnisse zum Credo.

    Gestattet sei mir zunächst ein Rückblick auf historische Vorgänge, die vermutlich nur wenige kennen.

    „Nach den erfolgreichen Abwehrschlachten von 1914 und 1915 an der deutschen Ostfront bei Tannenberg und den Masurischen Seen verlagerte sich der dortige Kriegsschauplatz immer tiefer in das von Russland besetzte Polen hinein. Dort lebten mehrere Millionen Juden, die wie die polnische oder ukrainische und zuvor die deutsche Bevölkerung unter den Drangsalen des Krieges litten. 1916 wurde auch Serbien von den verbündeten Truppen der Mittelmächte unter der Führung von Generalfeldmarschall Mackensen erobert.

    Bis zu diesem Zeitpunkt hatte man in der amerikanischen Presse nur darauf hingewiesen, dass die christlichen Polen, Ukrainer und Deutschen die unvermeidbaren Härten, die jede Kriegführung mit sich bringt, erlitten. Doch die Juden, die schon von den Russen und Polen verdammt worden waren, begegneten einer konzentrierten Orgie von Hass, Blutdurst und Rache.“

    Ab dieser Zeit wurde Deutschland als neue Besatzungsmacht für Entbehrungen und materielle Engpässe verantwortlich gemacht, die zwangsläufig während eines Krieges auftreten und alle besetzten Bevölkerungsteile in etwa gleichem Maße treffen.

    Zur Stimmungsmache gegen die Deutschen brachte die amerikanische als auch die britische Presse ein Schauermärchen nach dem nächsten in Umlauf. Später stellten sich diese Veröffentlichungen als Lügen heraus, doch wer will davon später noch was hören?

    All das geschah lange vor dem Eintritt Hitl.ers in das Weltgeschehen.

    Und wie sich das mit der Propaganda so gestaltet, erfahren wir gegenwärtig „hautnah“.

    —————–

    Doch nun zurück in die Zeit der unerwähnten, wenn auch „aufgedeckten“ Verbrechen – also solche, die man viel lieber hinter dicken Mauern unter Verschluss gehalten hätte. Doch manchmal kommt eben auch die Wahrheit ans Tageslicht.

    Wir schreiben das Jahr 2000.

    Mehr als einmal unternahm man den Versuch der Notwendigkeit, auch die polnischen Verbrechen des vergangenen Jahrhunderts anzuklagen, die Opfer zu entschädigen und geltendem weltlichen Recht und kirchlicher Moral endlich Geltung zu verschaffen. Doch dem schenkten die Kirchenfürsten keine Aufmerksamkeit.

    Also bleibt alles wie gehabt: Unter Verschluss.

    Oder doch nicht? Im Jahr 2001 legt der jüdische Wissenschaftler aus Warschau Jan T. Gross, selbst ein Überlebender des Holocaust die Geschehnisse in Jedwabne offen.

    Hier hatten 1941, nach dem Abzug der sowjetischen Truppen, polnische Einwohner ihre jüdischen Nachbarn in einer Holzscheune verbrannt. Die Scheune wurde mit Benzin bespritzt und angezündet. Die Opfer verbrannten qualvoll bei lebendigem Leib.

    Lange Zeit verwies ein Stein mit der Inschrift: „Die Juden von Jedwabne – ermordet von der Gestapo“ auf den Pogrom von Jedwabne.

    Auf diesem Gedenkstein sprach man von 1.600 Ermordeten, die einem Nazi-Massaker zum Opfer gefallen waren.

    (Die Zahl der Opfer wurde selbstverständlich nach unten „korrigiert, gleich nach der Bekanntgabe, dass es nicht die Deutschen waren).

    „Erst nach Jahrzehnten kam durch Gross die Wahrheit, nämlich die Täterschaft der Polen, ans Licht.

    Jan T. Gross legte schonungslos dar, welche Verbrechen insbesondere von der polnischen Bevölkerung begangen wurden, ob bei der Jagd auf ihre jüdischen Mitbürger und der Zulieferung an die deutsche SS oder durch selbständige Mordaktionen.“

    „Die Aufdeckung dieser polnischen Verbrechen löste in Polen die bis dahin größte historische Debatte aus, denn ein fest im Bewusstsein eingegrabener Geschichtsmythos wurde plötzlich als Legende entlarvt.“

    „Darüber hinaus zeigt der polnisch-amerikanische Soziologe Jan Thomas Gross in einem längeren Essay auf, wie die polnische Bevölkerung sich an dem Eigentum der 3,5 Millionen Juden in Polen bereicherte. Als „Goldene Ernte“ bezeichnete er die Raubzüge und Plünderungen. Ein von ihm veröffentlichtes Bild zeigt eine größere Gruppe mit Spaten ausgerüsteter Bäuerinnen und Bauern, die sich im Lager Treblinka fotografieren ließen. Nach dem Abzug der Deutschen, so schildert Gross, hatten Polen die Erde und die Asche des Lagers ausgegraben, um die letzten Kostbarkeiten der ermordeten Juden zu finden.“

    Weitere Informationen:

    • Gründliche Untersuchungen weisen daraufhin, dass Jedwabne nicht der einzige Fall dieser Art war. Allein in der Gegend rund um Jedwabne gab es rund 30 Pogrome.
    • Neben Jedwabne werden weitere Pogrome, die polnische Bürger an ihren jüdischen Mitbürgern in mehreren Städten (unter anderem auch in Wasosz und Radzilow, Grajewo,Wizna,Goniądz, Szczuczyn –, Kolno, Stawiski, Rajgród) verübten, genannt.
    • Sara Bender  (Dozentin am Institut für jüdische Geschichte der Universität Haifa) sagt, dass die Menschen in Jedwabne auch zugeben, dass die Bewohner das Pogrom begonnen haben, und sie fügt hinzu, dass es kein ungewöhnlicher Vorfall gewesen sei, sondern einer von vielen, bei denen nichtjüdische Polen ihre jüdischen Nachbarn während des Krieges ermordet hatten.

    Quelle:

    • Jan Thomas Gross „Nachbarn“
    • Auszug aus einer Niederschrift von Rudi Pawelka, ehemaliger Bundesvorsitzender der Landsmannschaft Schlesien
    • Auszüge aus den Schriften der Sara Bender, Dozentin am Institut für jüdische Geschichte der Universität Haifa
    • Auszug aus einem Artikel der Sächsischen Zeitung vom 7. /8. Juli 2001
    „Die Anklage hören viele, die Rechtfertigung wenige…“

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  • Vielleicht ist jetzt wieder eine Zeit für echte Helden

    Juni 29th, 2023

    Aus der Zeit von fast fortwährender Gefahr, blutigem Krieg und sehr erschütternden Erlebnissen entstand nicht nur der wahre, geschichtliche Held wie zum Beispiel Arminius oder Theoderich I., sondern auch der Held in der Literatur, wie er noch heutzutage in den alten Sagen und Heldenliedern zu sehen ist. Fritz Martini beschreibt die Entstehung des Helden wie folgt: „Aus dem Lebensgefühl dieses Kriegertums, aus der Wucht und Tragik dieser Untergänge, aus der Bewunderung der Taten und aus der Trauer um die Anführer ist die germanische Helden- dichtung entwickelt worden.“  

    Diese Zeiten erlebten die Germanen gemeinsam, als einzelne Stämme und auch als ein ganzes Volk, alle von demselben Feind bedroht, bis sie endlich „im Laufe der Wanderzeit . . . allmählich stammesmäßige Individuen wurden.“ Wilhelm Treue bemerkt in seinem Buch Deutsche Geschichte Folgendes: „Dem Wandern der Gruppen entsprach, von der gleichen Unruhe getrieben, der vagabundierende, nach Individualisierung strebende einzelne Held—so dass es in der Wanderzeit auch innerhalb der Stämme zu höheren Differenzierungen des Lebens kam.“‚ Diese Differenzierungen waren also die Gestalten, die oft als hervorragende Führer und Krieger an der Spitze ihres Volkes oder Stammes standen.

    Ist es an der Zeit für echte Helden? Vielleicht. Vielleicht aber auch, sollten wir dieser /unserer Zeit ihren Charakter in Form von Schriften, Bildern, Geschichten verleihen. Nie wird die Geschichte vollkommen sein. Das soll sie auch nicht. Aber sie erinnert, mahnt und führt uns zurück zu unseren Wurzeln. Es ist ja schließlich ganz natürlich, dass man sich zuerst mit der Geburt, der Heimat und der Herkunft der Gestalt, um die es sich handelt, beschäftigt.

    Besonders die Menschen, die auch in der Gegenwart auf der Suche nach ihren Ursprüngen sind, die Mutter und Vater nicht kennen (durch Adoption o. ä) verstehen gewiss, was ich meine. Denn wenn wir uns nicht unseres Ursprungs gewiss sind, wenn wir keine Anhaltspunkte haben, wenn uns diese Verbindung fehlt, bleiben wir in Teilen unberührt.

    Dazu fällt mir noch eine Geschichte von Tacitus „Germania“ zum Kriegswesen der Germanen ein.

    „Könige wählt man nach ihrem Adel, Führer nach ihrer Tapferkeit. Doch auch der Könige Macht ist nicht ohne Schranken, nicht Willkür, und die Führer wirken weit mehr durch ihr Vorbild als durch ihr Amt: wenn sie überall zur Hand, wenn sie allen sichtbar, wenn sie immer vorne kämpfen und zur Bewunderung fortreißen.

    Auch ist es ihnen nicht erlaubt, über Leben und Tod zu richten, noch fesseln zu lassen; ja selbst zu Schlägen verurteilen dürfen nur Priester, gleichsam als geschähe es nicht zur Strafe noch auf Befehl des Führers, sondern gewissermaßen auf Geheiß der Gottheit, die nach germanischem Glauben über den Streitenden waltet.

    So nehmen sie auch Bilder und gewisse Götterzeichen aus den Hainen in die Schlacht mit, und ein besonders wirksamer Anreiz zur Tapferkeit ist es, dass nicht ein Ungefähr, nicht irgendeine Zusammenrottung Geschwader und Keile entstehen lässt, sondern dass Familien und Sippen zusammenhalten. Dann sind auch für jeden seine Lieben ganz nahe, und da hört er das schrille Geschrei der Frauen, das Wimmern der Kinder. Hier hat er die heiligsten Zeugen, hier das lauteste Lob: zur Mutter, zur Gemahlin kommt er mit seinen Wunden, und die schrecken nicht zurück, zählen und prüfen sie ihm und bringen den Kämpfern Speise und Zuspruch.“

    Und weiter schreibt Tacitus:

    „Es ist uns überliefert, dass Frauen, mehr als einmal, schon wankende und weichende Reihen durch ihr unablässiges Flehen, die Brüste entblößend und auf die drohende Gefangenschaft deutend, wiederhergestellt haben. Denn ihre Frauen gefangen zu denken, ist ihnen ganz unerträglich, und das geht so weit, dass Völkerschaften, die unter ihren Geiseln auch adlige Mädchen stellen müssen, wirksamer gebunden sind.

    Ja, sie schreiben den Frauen etwas Heiliges, Seherisches zu und verschmähen nicht ihren Rat, überhören nicht ihren Bescheid. Wir haben gesehen, wie zu des erlauchten Vespasianus Zeit Veleda weit und breit als göttliches Wesen galt. Aber auch früher haben sie Albruna und manche andre Frau verehrt, doch nicht aus Schmeichelei, noch als machten sie Göttinnen aus ihnen.“

    ——————————

    Quelle

    Auszug aus Tacitus „Germania“

    Germanische Heldensage Fritz Martini

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  • Die „verdrängten“ Verbrechen – es ist die Pflicht jedes Überlebenden den historischen Tatsachen zu ihrem Recht zu verhelfen

    Juni 29th, 2023

    Teil IV aus der Reihe „Die Anklage hören viele, die Rechtfertigung wenige…“

    Dem aufmerksamen Beobachter wird über die Zeit nicht entgangen sein, dass es unendlich viele Möglichkeiten gibt, Dinge zu erfinden, diese später so glaubwürdig wie nur möglich zu verankern, um sie dann in der Öffentlichkeit unter der breiten Menge kundzutun. Und zwar solange, dass es an der Glaubwürdigkeit dieser in die Welt gesetzten Sache (zumeist einer Lüge) keine Zweifel mehr geben kann. Zum zehnten Mal gesagt, wird’s auch geglaubt.

    Doch dem strengen Blick des Beobachters auf solche Dinge, entgehen die Fälschungen zumeist nicht. Das ist gut so.

    Dazu müssen wir noch nicht einmal so weit zurückschauen. Denn die letzten drei Jahre bewahren einen mächtigen Bestand solcher „Details“.  So präsentiert man dem gutgläubigen Bürger eine Vielzahl von Bildern und Aufnahmen, fix aus den Archiven gekramt, oder einfach aus Spielfilmen herauskopiert.

    Die Lüge darf eben alles. Doch die Wahrheit bleibt vergraben.

    Ich habe lange überlegt, wie ich die nun kommenden Beiträge gestalte. Auch welche Bilder ich verwende.

    „Und es waren Kinder, Mütter, alte Frauen, die vergewaltigt (8-80-jährige) und erschlagen wurden.“

    Die Aufnahmen stammen aus gesammelten Zeitungsausschnitten meiner Eltern. Es gibt sie nicht allzu häufig zu sehen.

    Bevor ich fortfahre möchte ich noch ein persönliches Erlebnis meiner Mutter, festgehalten in ihren Niederschriften zitieren:

    —————

    „Auf dem Weg in die Zukunft schreitet immer die Vergangenheit mit und sie beeinflusst das neue Leben und Erleben, von den Geschehnissen zu berichten war verboten, heute haben manche Kinder schon taube Ohren für das Erlebte der Eltern!

    Ja, auf dem Weg in die Zukunft schreitet die Vergangenheit mit, wenn auch fast unsichtbar oder durch Arbeit und Kindererziehung verdrängt, aber plötzlich ist sie wieder da – bei diesen Erlebnissen, die die Vergangenheit wieder nahebringen. So geschehen 1974. Konstanze musste, wie alle Studenten an einer militärischen Ausbildung teilnehmen. Ihre fand in einem Waldgebiet am Rande von Berlin statt. Paul, sollte ganz in der Nähe vom Waggonbau die Campingwagen besichtigen und dann streichen. Konstanze und ich fuhren zum Standort der Wagen, besuchten auch Martina. Als ich abends beim Betten überziehen war, sah ich durch das Fenster zwei russische Soldaten auf dem Weg zur Gaststätte. Plötzlich waren die Geschehnisse von 1945/46 wieder vor meinen Augen, innere Angst, ich wurde kreidebleich und war wie erstarrt, als Konstanze mich aus der Trance holte und fragte: „Mutti hast du Angst, was ist mit dir?“ Da fand ich wieder zurück, aber was mich erschüttert hatte, durfte ich nicht sagen!

    —————————-

    Es gab da mal einen Film. Er nannte sich die Flucht, erschienen 2007 als Zweiteiler. Ganze drei Stunden behandelt dieser Film die Flucht und Vertreibung von etwa 20 Millionen Menschen. Nur wenige überlebten das ausufernde Massaker, viele starben auf der Flucht durch Folter oder über mehrfache Vergewaltigungen. Sie erlitten unvorstellbare Qualen. Das war Völkermord!

    Der Völkermord am deutschen Volk ist den Filmemachern einen Zweiteiler wert, über eine Länge von drei Stunden. Fertig. Aus. Erledigt.

    Dann kann auch keiner mehr meckern, man hätte nicht darüber berichtet. Und in den Kritiken zum Film wird vermerkt: Dieser Film trägt das Potenzial in sich, zur Versöhnung von Polen und Deutschen beitragen zu können.“

    Ich dachte, na lies mal weiter. Möglicherweise steht da als nächstes, es war ja Krieg. So möge sich der Deutsche für die Umstände, „die sie den Polen bereitet haben,“ noch entschuldigen – unmöglich ist ja nichts!

    Schließlich exerzierten die Polen über Jahre hinweg Mord- und Totschlag an den Deutschen, an Frauen, Kindern, Greisen und Gefangenen, aber auch an jüdischen Bürgern.

     Es ist mir unbegreiflich, wie Menschen so etwas anderen Menschen antun können. Manche saßen in ihrer Küche, Genickschuss! Nur wenige Deutsche schafften es lebend aus der Hölle. Aber die Seele war zerstört. Die Bilder sprechen für sich.

    Übrigens: Wiederholt wurde der Film „Die Flucht“ zuletzt zur besten Sendezeit:

    Teil 1 am 22.12.2022 von 01:20 – 02:50

    Teil 2 am 23.12.2022 von 02:05 – 03:35

    Weitere Vorgänge, die einem einfach nur den Atem stocken lassen, bleiben in dem Film unerwähnt.   

    Beruhend auf der der Gewalt gegenüber in Polen lebenden Volksdeutschen, sei auch der Bromberger Blutsonntag vom 3. September 1939 als Höhepunkt der Eskalation zu nennen.

    Und ich könnte immer so weitermachen. Jede Aufzählung erfährt eine Fortsetzung. Immer wenn ich annahm und hoffte, dass ich über meine Recherchen nun endlich am letzten Ort der Grausamkeiten angelangt wäre, wurde ich eines Besseren belehrt.

    Das große Sterben – katastrophale Zustände unter der polnischen Fremdherrschaft /Szenen zur (vor der endgültigen) Vertreibung

    Die polnische Miliz bestand zum Teil aus Häftlingen und Partisanen, die jahrelang jeglicher Ordnung und Sitte entwöhnt waren. Rohheiten und Übergriffe, Plünderung und Trunksucht wechselten in unterbrochener Folge ab. Bis zum Herbst 1945 beherrschten mehr oder minder die Russen das Leben im Dorf. Die deutsche Bevölkerung musste bei den Russen arbeiten. Und nur solche, die es taten bekamen Brot und Eintopfessen. Wer nicht arbeiten konnte, musste verhungern. Keiner verließ das Haus. Die Unsicherheit im Dorf war unbeschreiblich. Mit Vorliebe pflegten die Polen die Methode, die Deutschen auf ihrem Kirchgang abzufangen, dann auf Laster zu sperren und erst am Abend wieder raus zu lassen. Nächtliche Einbrüche und Vergewaltigungen waren an der Tagesordnung. Als die Nachricht von der Evakuierung kam, war die Bestürzung der Bevölkerung groß, je mehr sie sich an ein Bleiben in der Heimat geklammert hatten.

    Nach sechs Wochen unmenschlicher Behandlung verfrachtete man die Menschen in Gefängnisse, oder besser Schlesiens KZ, unter anderen:

    • Kletschkauer Gefängnis Breslau
    • Lamsdorf  (Dazu gibt es bereit einen Artikel von mir)
    • Glatz
    • Neisse
    • Trebnitz
    • Wünschelburg

    Diese Arte Gefängnisse befanden sich fast in jeder  noch so kleinen Ortschaft.

    Zu weiteren unerwähnten Verbrechen zählen auch die Vorgänge in Kloster Leubus seit der Russeninvasion im Januar 1945 bis zur Vertreibung am 17. August 1946. Dazu auch in einem anderen Beitrag mehr.

    Ebenfalls berichte ich dann über den Pogrom von Jedwabne, als die Polen 1600 Juden töteten. Eine Tat, die lange Zeit den Deutschen zu Last gelegt wurde.

     ———————–

    Quelle: Erlebnisberichte aus Tragödie Schlesiens 1945/46 in Dokumenten

    „Die Anklage hören viele, die Rechtfertigung wenige…“

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  • Wie war das eigentlich damals, am 20. Juli 1944?  Das Attentat scheitert, der Staatsstreich wird niedergeschlagen –  Stauffenberg, der Held? Ein Resümee, mal anders.

    Juni 26th, 2023

    Bevor ich zu Kapitel IV von „die Anklage hören viele, die Rechtfertigung wenige“ komme, schwenke ich eben kurz zu dem vor zwei Tagen am Rande erwähnten Attentat auf Adolf Hitler, ausgeführt von Claus Graf Schenk von Stauffenberg, geb. am 5.11. 1907.

    Meine Mutter besaß die Fähigkeit uns Kindern unter den vorherrschenden Bedingungen in der sogenannten DDR, die eigentliche (richtige) Version vergangener Ereignisse so zu vermitteln, ohne das wir uns dann in der Schule verquatscht hätten. Kein einfaches Unterfangen. So habe ich gelernt, Dinge zu differenzieren, und sie so geschickt vorzutragen, ohne dabei selbstzerstörerisch zu sein. Die Wahrheit wog immer mit.

    In der Schule war Stauffenberg der Held. Er war die Person, dem es fast gelungen wäre, ein ganzes Volk zu „befreien“.  So erklärte man es uns. Auch die spätere Hinrichtung der Attentäter war ein großes Thema. Junge Menschen sind empfänglich für solche „Geschichten“. Zum zehnten Mal gesagt, wird es meist leider auch geglaubt.

    Auch die Bürger, die nicht aus der sogenannten DDR stammen, dürfen nunmehr über die letzten drei vergangenen Jahren miterleben, wie sich das mit dem „in Doktrin“ verhält.

    Nun kommen wir also zu der Geschichte hinter der Geschichte von einer Frau, die dieses Wissen jahrzehntelang mit sich herumgetragen hat, ohne darüber sprechen zu dürfen. Allein die Aussage, „aber das ist so nicht ganz richtig, man muss auch die andere Seite betrachten“ war bereits strafbar. So entstehen Halbwahrheiten. Der Attentäter Stauffenberg blieb unangetastet und der große Held. Hintergrundwissen war nicht erwünscht. Darüber zu schreiben oder zu reden ist immer noch ein Tabubruch. Doch meine Mutter wird nun bald 101 Jahre alt. Ich weiß, dass es ihr größter Wunsch ist, die Wahrheit nach außen zu tragen. Nach all ihren Erlebnissen und dem Wissen, dass sie bewahrt, ist es meine Pflicht, diesem /ihrem Wunsch nachzukommen.

    Meine Mutter war von 1942 -1944 als Nachrichtenhelferin (u.a. auch im Hauptquartier Berlin Bendlerstr.) tätig. Sie kannte Stauffenberg vom „Sehen“.

    Niederschrift von meiner Mutter zu Stauffenberg und der 20. Juli 1944.

    • Ich zitiere:

    „Es muss auch hier weit in die Vergangenheit zurückgeblickt werden, um die wahre Geschichte zu erkennen.

    Wer waren eigentlich die Adligen?

    Sie dienten Fürsten, Königen und Kaisern vor allem im Kriegsdienst und erhielten für ihre hervorragenden Leistungen im Kampf gegen die Feinde Gebiete, Anwesen (Ritter)-güter usw., anfangs als Lehen, ab dem 18. Jahrhundert als Besitz, dazu gehörte die Erhebung in den Adelsstand.

    In Friedenszeiten bewirtschafteten die neuen Adligen, Grafen usw. ihre Güter, arbeiteten im „Staatsdienst“. Im Krieg dienten sie und ihre Söhne als Offiziere, Heeresführer und Generalstabsoffiziere, ihre Töchter als Krankenschwestern dem König und Kaiser. Sie wurden schon als Kinder zum Kriegshandwerk erzogen durch Väter, ältere Brüder und Kadettenschulen. Dann kam die Ausbildung im Militärdienst. Abgang als Reserveoffizier war Pflicht! Berufsoffizier war Tradition. Immer waren sie die ersten, die bei Auseinandersetzungen (Kriegsfall) pflichtbewusst zur Verfügung standen.

    Sie waren auch beim Aufbau der Wehrmacht sofort dabei, und sie schworen bei der Vereidigung nicht dem Kaiser, sondern einem ehemaligen Gefreiten, mit vollem Bewusstsein: Gehorsam. Als der Krieg ausbrach, erfüllten sie mit großem Einsatz als Heerführer, Kommandeure und dergleichen ihre Pflicht. Sie ließen sich Orden für ihre Verdienste anstecken, arbeiteten trotz Behinderung durch schwerste Verwundungen bei den hinter der Front liegenden Stäben, beim Oberkommando der Wehrmacht und im Hauptquartier.

    Wir, meine Kameradinnen und ich haben einige als arrogante Personen im Hauptquartier kennengelernt. Nicht uns gegenüber, sondern ihren nichtadligen Kameraden. Frau von Moltke und Frau York von Wartenburg sprachen das in den 1990er-Jahren in einem Interview mit den Worten aus: „Wir wollten eine Monarchie wiederbeleben“, und sie nannten die Namen der Personen, die für die Bildung einer Regierung nach dem Tod Hitler.s schon feststanden.

    Auf die Frage, ob sie Wissen oder Verbindung zu einer Personengruppe hatten, die auch das Ziel Hitl.er zu stürzen verfolgte, antworteten sie: „Nein, wir waren auch nicht daran interessiert!“

    Die Adligen wollten natürlich auch ihre Güter und Anwesen retten, die zu einer Prozentzahl in Schlesien, Ostpreußen, Westpreußen, Pommern und Ostbrandenburg lagen, denn sie ahnten (wussten?), dass diese deutschen Provinzen bei Sieg der roten Horden in die Hände von Menschen fallen würden, die nicht in der Lage sind das von Deutschen Erschaffene zu erhalten und sie selbst keine Anwesen mehr besitzen werden.“

    Und weiter schreibt sie:

    „Damals (1944) wusste fast jeder, dass mit Hitlers Tod keinesfalls das Ende de Reiches einhergehen würde; denn dafür gab es genügend andere Personen aus seinem Umkreis, die sofort die Führung übernehmen konnten und wollten, außerdem stand der größte Teil der Bevölkerung hinter der Regierung und die ständigen Bombardierungen brachten nicht den von Siegern gewünschten Hass auf die Führung, sondern auf sie, die Bombenwerfer, die ihre Städte verwüsteten und ihre Mütter und Kinder töteten.

    Was einem Claus Schenk von Stauffenberg und den anderen Verschwörern doch nicht entgangen sein kann.

    Trotzdem nahm er eine B.ombe, fuhr damit zum Hauptquartier, nutzte seine Position aus, die er mit dem Erfolg, der ihm anvertrauten und vier Jahre zum Kampf geführten Soldaten errungen und dafür Orden empfangen hatte, legte die Aktentasche mit der B.ombe während einer Besprechung unter den Tisch und verschwand. Er wusste genau, dass bei der Explosion auch andere Anwesende getötet werden. Und so war es auch.

    Dazu werfen wir einen Blick auf das jüngste Urteil des Verfassungsgerichts: Es ging um den Abschuss von Passagierflugzeugen bei Gefahr von Anschlägen. Deutschlands Richter verwerfen diese Idee „Man dürfe Menschenleben zugunsten anderer nicht opfern, das ist verfassungsfeindlich!“

    Das Attentat (20.Juli 1944) war Mord! Und Mord verjährt nicht. Beim Bombenanschlag im ostpreußischen Führerhauptquartier starben:

    † Regierungsrat Dr. Heinrich Berger

    † Generalmajor Heinz Brandt

    † Generaloberst Günter Korten

    † General der Infanterie Rudolf Schmundt

    Schwerverletzte:

    Oberst im Generalstab Nikolaus von Below

    General der Flieger Karl-Heinz Bodenschatz

    Vizeadmiral Hans-Erich Voß und sieben andere.

    Sowie neun Leichtverletzte.

    Hier wurden bewusst Menschen geopfert. Was sagen die heutigen Richter dazu? Sind das für sie keine Opfer?

    Wenn es um die Verschwörer des Widerstandes gegen H.itler geht, verstummen die Stimmen. Wer könnte es wagen, Kritik zu üben an Claus von Stauffenberg und den Widerständlern um ihn, die von den Medien als mustergültige moralische Personen dargestellt werden.

    Interessant war das Interview mit dem Sohn Stauffenbergs in einer Sendung „Ich trage einen großen Namen“ (jeden Sonntag um 18.15 Uhr SWR). Der Sohn, Generalmajor der Bundeswehr im Ruhestand (der Tradition treu geblieben). Auf die Frage, ob das Attentat, wenn gelungen, eine Veränderung gebracht hätte, kam die Antwort: „Nein, dafür waren zu viele andere da, die die Zügel in die Hand genommen hätten.“

    Ein anderer hoher Offizier der Bundeswehr, auch Sohn eines Attentäters, gab in einer anderen Sendung auf die o.a. Frage, fast die gleiche Antwort.

    Und nun nur ein paar Worte aus der verhaltenden Rede Helmut Schmidts am Tag der Vereidigung und des Gedenkens an die Widerstandskämpfer 2008. Er sagte u.a. …, dazu gehörte viel Mut, den ich nicht besessen hätte“ (aus charakterlicher, ethisch-moralischer Hinsicht. Oder? War aus seinen Worten nicht zu erkennen). Und weiter aus seiner Rede: „…es wäre zu keiner Änderung gekommen.“

    Nach den Aussagen nicht nur dieser Personen, sondern vieler anderer, muss wahrheitsgemäß festgestellt werden: Der Anschlag war sinnlos, brachte viele Opfer, auch bei den Soldaten, die durch die Auswirkungen der Widerständler plötzlich ohne Munition- und Eisennachschub nicht mehr kampffähig waren.

    Dies belegen niedergeschriebene Aussagen von Soldaten und Kompanieführern, die zu dieser Zeit im Kampf standen. So schreibt u. a. Heinz Schmolke, dass Einsatzbefehle zu spät kamen, es mit der Versorgung nicht mehr klappte, das ranghohe Offiziere den Tod junger Soldaten für ihre umstürzlerischen Zwecke in Kauf nahmen!

    Was Millionen wissen, sich aber zu sagen nicht wagen, ich schreibe es nieder und stelle dabei die Frage: Wie wirkt bei einer Vereidigung des gleichzeitigen Gedenkens an Widerstandskämpfer und der gerade abgedrehte Hollywood-Spielfilm mit Tom Cruise in der Rolle des C. v. St. auf die neuen Rekruten, aber auch auf Offiziere und Mannschaften der deutschen Bundeswehr?

    Als Anregung oder gar als Aufforderung den geleisteten Eid zu brechen?‘“

    • Ende des Auszugs aus einer Niederschrift –

    Foto: private Aufnahme aus den Dokumenten meiner Mutter

             Bild Bendlerblock Berlin und die Aufnahme zu Hi.tl.ers Besuch von Verwundeten stammt aus der Bert.elsmann Chronik  /Bibliothek des 20. Jahrhunderts 1944-1947

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