Über 300 Beileidsbekundungen erreichten uns bis zum frühen Morgen des 18. März 2024 nach der Mitteilung, dass die Mutti am 17. März 2024 für immer ihre Augen geschlossen hat.
Meinen lieben Mann und mich hat es damals tief berührt, wie viele Menschen mit uns Abschied genommen haben, all die Menschen, die es zu schätzen wissen, was sie uns hinterlassen hat. Ein Erbe und ein Werk, dass uns alle etwas angeht, denn es ist die Geschichte einer Frau zur deutschen Geschichte ab 1923. Vieles davon ist den meisten immer noch unbekannt.
Im Jahr 2023 habe ich damit begonnen all das von ihr Niedergeschriebene zu ihren Erlebnissen von Kindheit an, als Videobeiträge (eine Art Dokumentation) zu veröffentlichen. Sie wusste darum und war sehr dankbar dafür, dass ihre Geschichte nicht verloren gehen wird. Damals hatte ich ihr auch versprochen, dass ich das Geschehen in Schriftform festhalten werden. Und so habe ich ihre Niederschriften zu einem Buch gebündelt, und es „das Bernsteinfenster“ genannt.
Leider hat sie das nicht mehr erleben dürfen. Am 17. März 2024 hat sie ihre Augen für immer geschlossen – Augen, die viel Schlimmes gesehen haben.
Möge die Mutti in Frieden ruhen. Was bleibt, ist die Erinnerung. Mit einem Videobeitrag (im Kommentar) und diesen Bildern „spulen“ wir noch einmal ein Stück ihrer Lebensgeschichte zurück.
Als wacher Geist, der sie nun mal war, wird die Mutti das Geschehen hier auf Erden verfolgen und all denen, die an ihrer Geschichte teilhaben, ein dankbares Lächeln schenken und ihnen aus den uralten Hallen einen Gruß zukommen lassen.
„Siehe, da sehe ich meinen Vater; siehe, da sehe ich meine Mutter und meine Schwestern und meine Brüder; siehe, da sehe ich die Reihe meines Volkes, zurück bis zum Anfang. Siehe, sie rufen mich, sie heißen mich willkommen, meinen Platz unter ihnen einzunehmen, in den Hallen Walhalls, wo die Tapferen ewig leben“.
Ihrem Wunsch zu einer Seebestattung sind wir gerne nachgekommen. Das weite Meer steht für Unendlichkeit, seine Wogen für Lebendigkeit. Dass die Mutti in die Weiten des Wassers eintauchen konnte, ist für uns tröstlich, denn sie ruht in einer unendlichen und harmonischen Umgebung – in einer Freiheit, die ihr in Lebzeiten so oft verwehrt geblieben ist. Ihre Geschichte nahm sie mit und bewahrte sie hinter einem Bernsteinfenster, bis ein Wellenmädchen sie zutage brachte.
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„Das Bernsteinfenster“ kann man unter undinepeter@web.de bestellen (vorbestellen) und erwerben.
ein weiterer Beitrag aus einer nie enden wollenden Reihe …
Mehr als 200 Kriegsverbrechen begehen die Amerikaner in Vietnam. Am bekanntesten wird das Massaker von My Lai am 16. März 1968.
In den Morgenstunden des Tages verübt eine US-Einheit unter dem Kommando des 26-jährigen Oberleutnants William L. Calley jr. ein Massaker an den Einwohnern des südvietnamesischen Bauerndorfes My Lai. 507 Dorfbewohner, unter ihnen 173 Kinder, 76 Babys und 60 Greise, sterben im Kugelhagel der US-Infanteriesoldaten.
Das Dorf My Lai leigt 650 Kilometer nördlich von Saigon an der Grenze zu Nordvietnam. Die Bewohner der Gegend werden von den US-Amerikanern daher der Kollaboration mit dem Vietcong verdächtigt. Von den Soldaten werden sie geringschätzig als „dinks“ (Gnome) bezeichnet.
Augenzeuge Ronald Haeberle berichtet:
„Die Gls schossen einfach los mit dem M-16. Sie schossen auch mit M-29 Granatwerfern auf die Leute.
Ich erinnere mich deutlich an einen Mann, der in einem Arm ein kleines Kind hielt, in dem anderen Arm noch ein Kind. Sie sahen uns und flehten um Gnade. Das kleine Mädchen sagte auf Englisch: „Nein, nein“. Dann ganz plötzlich ein Feuerstoß und sie waren niedergemäht.
Ein GI schoss auf eine Frau und dann zielten alle auf ihren Kopf und feuerten ebenfalls. Stück für Stück flogen die Knochensplitter durch die Luft.“
Aus „höchstens zwei Meter“ Entfernung beobachtet Haeberle weiter, wie eine Frau erschossen wird. Ein Soldat reitet wie im Wahn einen Wasserbüffel und sticht mit dem Bajonett auf das Tier ein. Ein anderer GI erschießt ein Mädchen. „Sie war vier, vielleicht fünf.“ „Warum?“, schreit Haeberle den Mörder in Uniform an: gegenseitiges Anstarren. Nasenspitze an Nasenspitze. Kein Wort. Dann geht jeder seiner Wege.
Ohne die Fotos des Armee-Fotografen Haeberle wären die Greueltaten noch länger vertuscht worden. Ohne die Fotos wüsste Duc Tran Van nicht zu beglaubigen, wer er ist und was damals mit ihm geschah. Genug Gründe, um mit beiden zu sprechen. Über My Lai. Und wie die Tragödie ihr Leben geformt hat.
Erst viele Jahre später wird bekannt: My Lai war eine Sünde unter vielen. In seinem Buch „Tötet alles, was sich bewegt“, weist Nick Turse nach: Es gab Dutzende Massaker dieser Art.
Die Aussage, der Titel des Buches: „Tötet alles, was sich bewegt““ , erinnert an die Aussagen und Hetzschriften des Ilja Ehrenburg, unter Stalins Fittichen.
Die Handschrift der Täter ist eben immer gleich, und auf Blut geschrieben.
Die US-Strategie in dieser Region beruht seit längerem auf dem Prinzip der verbrannten Erde. Dörfer werden systematisch zerstört, um sie für den Vietcong unbrauchbar zu machen. Ganze Landstriche werden zur „free fire“ Zone erklärt; die Bevölkerung ist Freiwild. Der Auftrag für die Aktion von My Lai lautet folgerichtig auf völlige Vernichtung des Dorfes und sein Bewohner.
Unschuldige Zivilisten sind die Opfer dieses Krieges in Vietnam, und vieler anderer Kriege, die weltweit noch folgen sollen. Ein sinnloser Krieg folgt, auf den nächsten ebenso sinnlosen Krieg, der von großer Brutalität geführt wird. Weite Teile des Landes sind durch Flächenbombardements auf Jahre unbewohnbar gemacht, ein Viertel der Bevölkerung von 16 Millionen ist entwurzelt und ohne feste Bleibe.
Es fällt schon verdammt schwer, dieses in der Geschichte auf Blut „installierte“ Land „USA“ mit seinen „Machern“, „Unterstützern“, „Senatoren“…, und anderen Figuren zu respektieren, betrachtet man den kriegerischen Verlauf.., Hier agieren Mächtige, gesteuert von Leuten mit einer noch größeren Macht.
Eigentlich wäre an einem solchen Tag die Gelegenheit, von US-Seite aus, die zahlreichen US-amerikanischen Greueltaten in Erinnerung zu bringen. Aber nein.., dafür ist keine Zeit – ich vergaß … die USA sind gerade wieder „beschäftigt“.
» Im Kommentar findet ihr wie gewohnt weitere Beiträge in diesem Zusammenhang.
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Quelle:
Bertelsmann Chronik des 20. Jahrhunderts 1968-1971
Beruhend auf einem Beitrag der vergangenen Tage zum „Adelspack“ -die Wurzel allen Übels“, dem große Aufmerksamkeit zuteilwurde, lohnt der Blick zum „Werdegang“ des Adels, und damit verbunden sei auch das Aushebeln einer pauschalen Verunglimpfung des gesamten Adelstandes – einfach zum besseren Verständnis.
Es verhält sich so ein bisschen wie mit der Geschichte zu den Freimaurern (sieh auch Kommentar). Auch darüber habe ich vor einiger Zeit berichtet. Wenn man die Ursprünge kennt, erscheint so manches in einem ganz anderen „Licht“.
Der Adel (von adhal), das Geschlecht, die Herkunft, zusammenhängend mit „ethel“ (Erbgut) ist ein bevorzugter Stand, welcher sich in allen europäischen Ländern, mit Ausnahme von Norwegen und der Türkei vorfindet.
Der deutsche Adel war in der germanischen Urzeit ein Geburtsstand, vor den Freien durch höheres Wehrgeld ausgezeichnet. Er setzte sich zusammen aus den Mitgliedern derjenigen Geschlechter, aus welchen man die Könige , die Fürsten, die Priester zu nehmen pflegte.
>> Arminius, auch bekannt als Hermann der Cherusker, entstammte einem der vornehmsten cheruskischen Adelsgeschlechter. Er wurde um 17 v.u.Z. als Sohn des Stammesführers Segimer geboren.<<
Im fränkischen Reich war neben dem altgermanischen Geschlechtsadel der fränkische Dienstadel, der sich aus den königlichen Beamten, den Bischöfen und Großgrundbesitzern bildete.
Im Laufe des Mittelalters verschmolzen Geschlechts- und Dienstadel zu einem Stande, dem freien Ritterstande. Eine bevorzugte Stellung nahmen die Fürsten und Grafen ein. Der sogenannte niedere Adel ging aus dem Stande der unfreien Ritter, der Ministerialien oder Dienstmannen hervor. Die staats-, kirchen-,- und privatrechtlichen Privilegien des Adels zur Zeit des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen waren von sehr bedeutenden Umfang.
Diese Verhältnisse endeten mit dem Zerfall des alten Reiches. Die Rheinbundesakte und die Verfassung der neuentstandenen Staaten verringerten allenthalben die Vorrechte des Adels oder hoben sie wie die Konstitution des Königreichs Westfalen, geradezu auf. So kam, es das wirkliche Vorrechte nur noch dem hohen Adel zustanden. Dem folgte, dass auch die mediatisierten Familien künftig dem deutschen Adel in Deutschland gerechnet würden.
Zu den bekanntesten Familien zählen Arenberg, Fürstenberg, Hohenlohe, Thurn und Taxis und Waldburg-Zeil.
Ein Zeitsprung! Wir erinnern uns: Alle Aufstände und Revolutionen gegen die Obrigkeit im Deutschland des 19. Jahrhunderts wurden niedergeschlagen – sie führten nicht zur Ermächtigung des Volkes, sondern stets zum Machtgewinn und -ausbau eines leitenden Adels oder „reichsständischen Apparats“ und eines massiv erweiterten Polizeiapparates.
Alles hängt mit allem zusammen, so auch die Vorgänge über den Ursprung des Adels, über den Untergang des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen bis in die Gegenwart hinein.
• Dazu muss man wissen: Das erste Deutsche Reich war ein echtes Reich. Und so ein bisschen unsere „verlorene Welt“. Denn das heilige römische Reich Deutscher Nationen, war kein Staat, sondern ein großer Kulturraum mit Hunderten kleiner autonomen dezentralen freiheitlichen Strukturen – nur so sind eine solche Fülle an Literatur, Kunst und architektonischer Schöpfungskraft überhaupt möglich.
• Der Untergang des alten Reiches lässt sich übrigens direkt auf die Machenschaften der Anhänger des Sabbatianers Jakob Frank zurückführen – Aufklärung und Wissenschaft klang oberflächlich legitim, doch die Bewegung wurde missbraucht, um die hoch verschuldeten Könige, Fürsten und einflussreiche Persönlichkeiten von moralischen Bindungen jeglicher Art zu lösen und ihnen eine Rechtfertigung für unethisches Verhalten zu liefern.
• Interessant sind in diesem Zusammenhang auch die Vorgänge aus dem 30-jährigen Krieg, als eine bestimmte Gruppe von Lieferanten und Finanziers für beide Seiten eine große Rolle spielten. An die drei Millionen Gulden sollen sie beigesteuert haben. Eine Unsumme zu dieser Zeit. Ein Pferd kostete damals etwa 20 Gulden. Es wird erzählt, dass beide Parteien eine bestimmte Gruppe von Menschen für ihre Zwecke eingebunden haben. Um den eigenen Interessen dienlich zu sein, schrieb man die Geschichte dann ein „bisschen“ um, und berief sich auf das bereits unterdrückte Volk, um sich über diese ihre Absichten finanzieren zu lassen. Wie so viele auch in der späteren Geschichte. Etwa Napoleon und die Engländer. Am Wiederaufbau nach dem 30-jährigen Krieg haben sich die Finanziers eine goldene Nase verdient. Bis zum Verlöschen des alten Reiches und auch danach hatten Finanziers die Fürsten durch Schulden fest im Griff.
• Die Jahre 1772 bis 1789 waren eine Zeit extremer politischer Umwälzungen in Europa. Vor diesem Hintergrund sind Jakob Joseph Franks apokalyptische Phantasien und die Hoffnung auf ein eigenes Reich in Europa zu betrachten. Es lässt sich heute nicht mehr sagen, wie er seine Kompanie aufbaute und seinen frankistischen Hofstaat finanzierte, doch in Brünn lebte Frank seinen Hang zum Militarismus erstmals richtig aus: Er ließ seine Rekruten in bunte Uniformen einkleiden (die sabbatianisch belegte Farbe Grün spielte dabei eine zentrale Rolle) und bildete sie aus, ließ sie hart trainieren.
Aber dazu an anderer Stelle mehr.
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Über die Entwicklung und das „Schaffen“ der Geldgeber lest ihr in einem der Beiträge im Kommentar
Vor der Einführung des Sonnenkalenders lebten die Menschen nach der Mondzeit. Laut des Mondkalenders, der zum Beispiel bei den Kelten üblich war, hatte das Jahr einen Monat mehr, also 13. Damals stand die Zahl 13 noch für Glück.q
Dass die 13 und der Freitag schlecht beleumundet sind, hat vor allem mit der Christianisierung Europas zu tun. Denn die Missionare brachten mit dem neuen Glauben auch einen neuen Kalender. Die Abschaffung des keltisch-germanischen Mondkalenders, der 13 Monate umfasste, und die Einführung des zwölfmonatigen Sonnenkalenders stießen allerdings auf Widerstände. Um den 13. Mondmonat aus dem Gedächtnis der sogenannten „Barbaren“ (Heiden) zu löschen, wurde die 13 zur Unzahl erklärt.
Der Tag (mhd. fritac, ahd. friatag) war der Göttin Freyja (Frigg) gewidmet, der Beschützerin von Haus und Familie, der Hüterin der Liebe und des ehelichen Glücks, und wurde als Freudentag begangen.
Mit dem Einzug des Christentums war eine Ächtung der heidnischen Anschauungen und religiösen Gebräuche verbunden, die man aber nicht vollständig auszurotten vermochte, weil sie zu tief verwurzelt waren. Darum wurde vieles in christlichem Sinn umgedeutet. Freyjas liebliche Wesenszüge finden sich in zahlreichen Legenden von der Mutter Christi, auf die sie übertragen wurden.
Doch die Bedeutung des Freitags als Glückstag blieb nicht erhalten und wurde mit dem an einem Freitag erfolgten Tod Christi begründet. Im Mittelalter assoziierte man den Freitag zunehmend mit dem Leidensweg Christi. Das wiederum verstärkte die negative Begleitvorstellung.
Aber auch der mythologische Umstand fließt mit ein, dass von den dreizehn Göttern in Walhall der Lichtgott Balder durch die Arglist des Herrn des Dunkels, Loki, dem gewaltsamen Tode verfiel, wurde auf die dreizehn Personen des heiligen Abendmahls übertragen. Von diesen verriet der düstere Apostel Judas Iskariot seinen lichten Herrn an die Feinde und erhängte sich aus Verzweiflung über den tödlichen Ausgang seines Verrats.
Wie wir gestern schon aus dem ersten Beitrag zu den Vorgängen des 12. März 1945 von Swinemünde erfahren haben, kann dieser kleine beschauliche Badeort an der Küste von Usedom, mehr noch als Dresden und Pforzheim, als Gipfel der Grausamkeit, als Sinnbild des Hasses der Sieger gesehen werden.
Dennoch sind dieser Luftangriff und seine verheerenden Folgen in der Gegenwart kaum einem Deutschen bekannt. Auch deshalb ist seiner als eines bewusst von den Amerikanern geplanten Massenmordes an deutschen Zivilisten zu gedenken.
Als am 12. März 1945 am Vormittag erst gerade 14 Schiffe aus Stolpmünde eingetroffen waren und der Hafen von Menschen überquoll, die die Schiffe verlassen wollten unter denen auch rund 900 Gerettete der >Wilhelm Gustloff<waren, hatte die 8. US-Luftflotte ab 12 Uhr 06 bis 12 Uhr 58 verheerende Bombenangriffe auf die Menschenmassen und die Schiffe angesetzt.
So überfüllt die Stadt mit ihren rund 30 000 Einwohnern und um die 100 000 Flüchtlingen am 12. März gezeigt hatte, so verlassen wirkte sie schon kurze Zeit später. Viele Häuser waren unbewohnbar geworden.
Das Inferno, das dann in der Mittagsstunde des 12. März 1945 über Swinemünde hereinbrach, erreichte wahrhaft apokalyptische Dimensionen, und die Bilder dieses Tages prägten das Leben vieler Überlebender für immer. Zu der Anzahl der Menschen, die in der Mittagsstunde des 12. März 1945 starben, gibt es wie so oft unklare Angaben.
Auf dem Golm zeugt eine in Stein gemeißelte Zahl von 23 000 Toten. Nach dem „üblichen Herunter-korrigieren“ der auf so schreckliche Weise zu Tode gekommenen deutschen Frauen, Kinder, Männer, Greise und Soldaten legt man sich nun (nach neuesten Erkenntnissen) auf „sage und schreibe“ 4000- 4500 Opfer fest. Ich lasse die von öffentlicher Seite erklärten „Zahlen“ unkommentiert. Möge sich jeder selbst sein Bild machen, beruhend auf dem Wissen des vorangegangenen Geschehens.
Mit 671 Bombern und 412 Begleitjägern nahm die US-Luftflotte Stadt und Hafen Swinemünde zum Ziel. Bei Beginn des überraschenden Fliegeralarms versuchten die dazu bereiten Flüchtlingsschiffe, schnell den Hafen zu verlassen. Doch viele wurden dennoch versenkt. Allein auf dem Dampfer >Androß<, der beim Ausschiffen war und von drei Bomben getroffen wurde, kamen Hunderte von Menschen ums Leben. Da den US-Piloten offensichtlich bekannt war, dass Zigtausende von Flüchtlingen in den an den Strand angrenzenden Kurparks kampierten, setzten sie viele >Baumkrepierer< als Bomben ein. Diese hatten Berührungszünder, die die Bomben detonieren ließen, wenn sie die Baumäste in einigen Meter Höhe berührten, so dass ihre Splitterwirkung auf die darunter befindlichen Menschen um ein Vielfaches erhöht war. Allein im Hafenbecken sanken dreizehn Schiffe voller Flüchtlinge. Von den großen Dampfern im Hafen wurden die >Jasmund<, >Hilde<, >Ravensburg<, >Heiligenhafen<, >Tolina<, >Cordillear< versenkt.
Zu den Bombern kamen die Tiefflieger, die in die Menschenmassen hineinmähten. Die abgeworfenen 1 609 Tonnen Bomben forderten nach offiziellen örtlichen Angaben 23 000 Todesopfer, andere Quellen nennen diese Zahl allein für die anschließend auf dem Golm auf Usedom Bestatteten und geben 28 000 als Gesamtopferzahl an, von denen nur 1 667 identifiziert werden konnten.
Der 12. März 1945 war der vorweggenommene Untergang des deutschen Swinemünde und zugleich die zentrale Gewalterfahrung der Kriegskindergeneration dieser Stadt. Aus vielen Begegnungen ist bekannt: Die wenigsten konnten die Erlebnisse dieses Tages jemals wirklich verarbeiten.
Noch acht Jahrzehnte später zieht es jene, die noch dazu in der Lage sind, Jahr für Jahr zurück in die Stadt, vor allem aber auf den Golm, jenen großen Waldfriedhof, nur wenige Meter von der heutigen polnischen Grenze entfernt, wo die meisten Toten des 12. März 1945 ihre letzte Ruhestätte fanden. Hier wird auf Gedenktafeln aller namentlich bekannten Opfer des amerikanischen Bombenangriffs gedacht – auch jener, deren Grablage unsicher oder unbekannt ist, oder deren Gräber sich auf anderen, zum Teil heute nicht mehr auffindbaren Flächen in und um Swinemünde auf Usedom und Wollin befinden, oder sogar auf Friedhöfen bis Anklam und Greifswald.
Verwundete waren auf Krankenhäuser und Lazarette in ganz Vorpommern verteilt worden, viele starben noch Wochen nach dem Angriff an den schweren Verwundungen.
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Wir haben den Golm zuletzt in 2025 besucht. Immer, wenn wir Zeit auf Usedom verbringen, besuchen wir den Golm bei Kamminke unweit des Stettiner Haff.
(siehe auch Beitrag aus 2023 im Kommentar)
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Ein Erlebnisbericht von Heinz Schön:
»Ein Unteroffizier packte mich am Ärmel: >Komm Kamerad, pack mal mit an!< Es waren die Toten, die weggeräumt werden mussten. Wenn ich die blutbeschmierten Leiber anfassen
musste, sah ich weg und schloss für Sekundenbruchteile meine Augen. Da lag eine Frau und da noch eine mit einem kleinen Jungen, dessen Hände sich in den Kleidern der Mutter verkrampft hatten, er war im Tod nicht von der Mutter zu trennen. Da wieder ein Kind oder der Rest von ihm. Beide Beine waren abgerissen. Ich hob den kleinen Körper auf, legte ihn einem Sanitäter auf beide Arme und sagte zu ihm: >Vorsicht. „ !< Doch er warf den kleinen Körper auf den großen Haufen Toter, die sich auf der Plattform des LKWs auftürmten . . . Ich konnte nicht damit fertig werden, so viele Tote sehen zu müssen, vor allem Frauen und Kinder.«
(Heinz SCHÖN, Die letzten Kriegstage, Motorbuch,
Stuttgart 1 995, S. 2 1 2.
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Die US-Luftwaffe verbuchte den Angriff in ihren Annalen als einen »Verkehrsangriff auf Rangierbahnhöfe«.
Der Angriff soll auf Wunsch der Roten Armee erfolgt sein, die bereits knapp 30 Kilometer vor Swinemünde stand. Sie war zu solch einem Flächenbombardement technisch nicht in der Lage.
Und die Anglo-Amerikaner nutzen die Gelegenheit der in der Stadt zusammengedrängten Massen von Zivilisten dazu, wie in Dresden möglichst viele zivile Deutsche zu töten: ganz offensichtlich ein Kriegsverbrechen. Es ist bis heute ungesühnt.
Beisetzungsfeier für die Bombenopfer auf dem Golm. (Landesarchiv Greifswald, abgedruckt i n : SCHNATZ, aaO. (Anm. 2).
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Quelle /Bildnachweis
zum Teil aus dem privaten Archiv /
zum Teil aus „Flucht und Vertreibung“ Hoffmannn und Campe Erich Andres Hamburg/ Hilmar Pabel Frasdorf/Presse und Informationsamt der Bundesregierung.
Jörg FRIEDRICH, Der Brand, Deutschland im Bombenkrieg 1940- 1945, Propyläen-Ullstein, Berlin 1 12002, S. 1 70-1 76, darin viele Erlebnisberichte zu dem Angriff.
Heinz SCHÖN, Die letzten Kriegstage, Motorbuch, Stuttgart 1995,
S. 211
Gerhard BAUMFALK, Der Luftkrieg über England und Deutschland 1939-
Vom Golm dem größten Waldfriedhof der Insel Usedom, und dem, was zuvor geschah
Es ist mir unmöglich diesem Geschehen nur einen Beitrag zu widmen, denn unter den lange kaum erwähnten oder ganz verschwiegenen Massenmorden durch anglo-amerikanische Terrorangriffe auf Zivilisten mit fünfstelliger Opferzahl an einem Tage nimmt das kleine Städtchen Swinemünde im äußersten Südosten der Insel Usedom an der Ostsee eine besondere Rolle ein.
Die Lazarette in und um Swinemünde füllten sich im Sommer 1944 immer mehr. Im September 1944 sahen sich Stadtverwaltung und Wehrmacht gezwungen, auf dem Golm, einer bewaldeten Anhöhe unmittelbar südwestlich der Stadt gelegen, einen neuen Soldatenfriedhof anzulegen. Die Gräberfelder für Soldaten auf dem Friedhof an der Kaseburger Chaussee waren inzwischen voll belegt.
Über die menschenverachtende Vertreibung aus den ostdeutschen Ländern haben wir erst in den vergangenen Tagen ausführlich gelesen.
Kurz nachdem die Rote Armee im Oktober 1944 Ostpreußen erreichte und erstmals auf deutsches Territorium vorstieß, erlebte Swinemünde die Ankunft von Flüchtlingen. Ab Mitte Januar 1945 kamen dann in großer Zahl ostpreußische Trecks, doch bald war ihnen der Fluchtweg abgeschnitten. Nun legten täglich Schiffe an, brachten aus Pillau und Gotenhafen verzweifelte Frauen, Kinder, alte Menschen und verwundete Soldaten aus Ost- und Westpreußen und aus Danzig.
Seit Februar waren auch die Menschen aus Hinterpommern auf der Flucht. Mit dem Vorstoß der sowjetischen Truppen bis vor Stettin in den ersten Märztagen blieb den langen Trecks nur noch der Weg über die Inseln Wollin und Usedom nach Westen. Alle verfügbaren Säle, Hotels, Schulen und andere Unterkünfte dienten in Swinemünde als Notquartiere für die entkräfteten Menschen.
Die Straßen auf den Inseln waren völlig überlastet mit Flüchtlingstrecks, die nur langsam vorankamen und lange auf die Querung der Swine warten mussten. Trotzdem: Für viele Flüchtlinge war Swinemünde nach wochenlangen Entbehrungen ein Ort des Ankommens. Hier funktionierte die Versorgung noch, hier gab es berechtigte Aussicht auf ein warmes Nachtquartier und auf ein bequemeres Fortkommen in Zügen. Angekommen in Swinemünde glaubte man, der schrecklichen Vertreibung, dem Terror der Sowjets und Polen entkommen zu sein, berichten viele ehemalige Flüchtlinge.
Konteradmiral Conrad Egelhard, der im Auftrag von Großadmiral Karl Dönitz die Rettungsaktionen aus dem Osten über die See leitete, hatte Swinemünde, weil es nahe bei den
Einschiffungshäfen lag und dabei für die anglo-amerikanischen Bomber mit einem weiten Anflugweg verbunden war, zum Anlandehafen für die vielen Flüchtlingsschiffe aus Ost- und Westpreußen ausgewählt. So fuhren zwischen dem 4. und 9. März »allein 10 Geleite aus
Ostpreußen nach Swinemünde
So überfüllt sich die Stadt mit ihren rund 30 000 Einwohnern und um die 100 000 Flüchtlingen am 12. März gezeigt hatte, so verlassen wirkte sie schon kurze Zeit später.
Als am 12. März 1945 am Vormittag erst gerade 14 Schiffe aus Stolpmünde eingetroffen waren und der Hafen von Menschen überquoll, die die Schiffe verlassen wollten und unter denen auch die gerade kurz vorher rund 900 Geretteten der >Wilhelm Gustloff< waren, hatte die 8. US-Luftflotte ab 12 Uhr 06 bis 12 Uhr 58 verheerende Bombenangriffe auf die Menschenmassen und die Schiffe angesetzt.
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Mehr dazu in einem Folgebeitrag
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Günter ZEMELLA, >Moral Bombing<. Die Chronologie des Bombenterrors 1939-1945,
Grabert, Tübingen 2006, S. 253 ff.
Der Große Wendig Bd 4 s. 509.
Helmut SCHNATZ, Der Luftangriff atef Swinemünde. Dokumentation einer Tragiidie,
Herbig, München 2004, S. 1 9.
Bildnachweis: Erich Andres Hamburg/ Hilmar Pabel Frasdorf/Presse und Informationsamt der Bundesregierung.
Für wen läßt du von Weib und Kind Und Herd hinweg dich raffen? Für Fürsten- und für Adelsbrut, Und fürs Geschmeiß der Pfaffen.
War’s nicht genug, ihr Sklavenjoch Mit stillem Sinn zu tragen? Für sie im Schweiß des Angesichts Mit Fronen dich zu plagen? Für ihre Geißel sollst du nun Auch Blut und Leben wagen?
Sie nennen’s Streit fürs Vaterland, In welchen sie dich treiben. O Volk, wie lange wirst du blind Beim Spiel der Gaukler bleiben? Sie selbst sind das Vaterland, Und wollen gern bekleiben.
Was ging uns Frankreichs Wesen an, Die wir in Deutschland wohnen? Es mochte dort nun ein Bourbon, Ein Ohnehose thronen.
Aus der Reihe : „Die Richtigstellung einer Falschmeldung ist leider nicht jedermanns Recht.“
Zahlreiche Kriegsgreuel-Lügen wurden gestreut, manche darunter kleine, fast unbedeutende Lügen im Vergleich mit den Lügen über Guernica, Katyn, Marzabotto, Oradour, Lemberg und vielen anderen!
• Die Lüge von Gzenstochau
Da wäre der Vorwurf der Geiselerschießung aus dem polnischen Gzenstochau aus dem Herbst 1943 – dass sich später als ein bezeichnendes Beispiel dafür herausstellte, wie sorgfältig die Deutschen mit diesem Instrument des Völker- und Kriegsrechts in den besetzten Gebieten umgingen.
Der noch lebende Zeitzeuge war als Offiziersanwärter an der dortigen Luftkriegsschule (LKS) 9, an der u.a. der bekannte Münchener Professor Karl HAUSHOFER in Geopolitik unterrichtete.
Keine Geisel wurde getroffen, alle standen, weil die Gewehre vorher mit Platzpatronen geladen worden waren. Ein neuer kurzer Befehl des Offiziers.
Die vorher unterrichteten Soldaten gingen froh auf die fassungslos staunenden Geiselopfer zu, befreiten sie von ihren Handfesseln und luden sie auf denselben Wagen, mit dem sie hergefahren waren. An einem unbekannten, wohlpräparierten Ort wurden sie ausgeladen. Streng bewacht, aber mit äußerster Aufmerksamkeit wurden sie von den Deutschen drei Tage und Nächte lang ausgezeichnet behandelt und versorgt. Am vierten Tag entließ man sie bedingungslos zu den Ihren in die Freiheit.«
(Große Wendig Bd. 2 S. 187)
• Die Lüge von Lidice
Seit den Nürnberger Prozessen wird die Vergeltungsaktion im tschechischen Lidice für den Mord an Reinhard HEYDRICH wahrheitswidrig der Waffen-SS angelastet. Tatsache ist jedoch, dass bei der Aktion keine Einheit der Waffen-SS beteiligt war, sondern dass die Erschießungen von einer Einheit der tschechischen Protektorats-Gendarmerie durchgeführt wurden. Dabei hatte eine Kompanie der Schutzpolizei den Ort am 9. Juni 1942 für die Exekution der 173 Männer abgeriegelt. Zur Außensicherung war das Heeres-Ersatz-Bataillon 480 eingesetzt. Nach den vorgefundenen Beweisen war die Vergeltungsmaßnahme völker- und kriegsrechtlich berechtigt; die Frauen und Kinder waren vorher aus dem Ort Lidice evakuiert worden.
In einem Schreiben vom 14.8.1961, unterzeichnet von Dr. H. MOMMSEN, bestätigt das Institut für Zeitgeschichte, München: »Betr.: Vernichtung Lidices am 10. 6. 1942. Auf Ihre Anfrage teilen wir folgendes mit:
An der Ausrottung des Dorfes und der Ermordung der Bevölkerung waren keine SS-Einheiten unmittelbar beteiligt. Vielmehr wurde die Abriegelung des Dorfes und die Gefangensetzung der Bevölkerung von Einheiten der Sicherheitspolizei unter Führung von Oberst Max ROSTOCK vorgenommen. Die Exekutionen wurden von 30 Gendarmen der Prager Ordnungspolizei durchgeführt.
• Die Lüge von Tamopof
Ausführlich widerlegt Andreas NAUMANN den auch von der HEER-REEMTSMAschen Anti-Wehrmachtausstellung erhobenen Vorwurf des Massenmordes der Waffen-SS in Tarnapol.
Richtig ist, dass Hunderte von Juden vor dem Einrücken der Deutschen durch rachsüchtige Einheimische in Tarnopol getötet worden waren.
Die Wehrmacht war an den Pogromen von Tarnopof unbeteiligt, sie war vielmehr bestrebt, wie von Walter POST aufgezeigt, die Racheakte der Einheimischen gegenüber Juden nach Kräften zu unterdrücken. Im Urteil im SS-Einsatzgruppenprozess stellte der US-Militärgerichtshof II übrigens fest, »dass Ausschreitungen in Tarnopol stattgefunden hatten, dass 600 Juden ermordet worden waren. .. getötet durch die Bevölkerung
»(siehe dazu auch Jedwabne im Kommentar)
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Ich könnte immer so weiter machen – eine Lüge folge der nächsten. Die Auswüchse und Folgen dieser tragen wir Deutschen bis heute.
Eine Richtigstellung in den Lehrbüchern? Fehlanzeige!
Eine Aufklärung in der Öffentlichkeit? Fehlanzeige!
Eine Entschuldigung zu den falschen Beschuldigungen? Fehlanzeige!
Stattdessen eröffnet man Ausstellungen, um der üblen Nachrede noch das Krönchen aufzusetzen, und den Schmutz wie aus Kübeln weiter über unser Volk zu ergießen.
»(siehe Beitrag im Kommentar: Januar bis Mai 1945 – Wie im Westen so im Osten)
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Und da wäre da noch die bekannte „Legende“ zu den Bombenangriffen auf Guernica oder anders gesagt die Propaganda dazu – heute immer gern genommen zur „Aufrechnung“, ähnlich dem publizistischen Dauerbrenner „Coventry.“
Guernica ist ein kleines Städtchen in Spanien, etwa 15 bis 20 Kilometer östlich von Bilbao gelegen. Zur Zeit des Spanischen Bürgerkrieges zählte Guernica rund 5000 Einwohner. In der Antideutschenpropaganda spielt der Name dieser Stadt seit Jahrzehnten eine makabre Rolle.
Was war geschehen? Von 1936 bis 1939 fand in Spanien ein blutiger Bürger- krieg statt, der rein innenpolitische Ursachen hatte, mit tiefen Wurzeln in der spanischen Geschichte. Militärische Erhebungen, teils mit Erfolg, teils erfolglos, gab es in Spanien seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Sie werden als »pronunciamiento« bezeichnet.
Das Besondere an diesem Bürgerkrieg war, daß sich zahlreiche ausländische Mächte einmischten (die Sowjetunion, Italien, Frankreich, Deutschland); amerikanische Ölgesellschaften und zahlreiche Persönlichkeiten aus allen möglichen Ländern nahmen teil.
Die deutsche militärische Einheit, die in Spanien auf der Seite der Nationalspanier kämpfte, bestand aus Freiwilligen und hieß >Legion Condor<. Befehlshaber war der spätere Generalfeldmarschall Hugo SPERRLE (1885—1953). Dieser Legion gehörten unter anderen die Jagdflieger Werner MÖLDERS und Adolf GALLAND an.
Zurück zu Guernica. Am 26. April 1937 flogen Verbände der >Legion Condor < einen Luftangriff auf militärische Ziele bei Guernica. Geflogen wurde in drei Angriffsschwärmen zu je 6 Flugzeugen, die in etwa 3,5 km Höhe das Ziel ansteuerten. In der Nähe von Guernica befanden sich starke Truppenansammlungen der Roten, die alle auf dem Rückzug in Richtung Bilbao marschierten. Bei Guernica mussten diese Truppen über eine kleine Brücke (Renteria-Brükke) über den Rio Oca. Diese Brücke war das befohlene Angriffsziel für die Flugzeuge. Da es noch keine Zielgeräte für den Bombenabwurf gab, wurde die Brücke verfehlt. Dass dabei auch Bomben auf die Stadt fielen, die nicht weniger als vier Munitions- und sonstige Rüstungsfabriken besaß und mit roten Truppen vollgestopft war, ist von niemandem bestritten worden. Einige Autoren geben an, dass auch italienische Flugzeuge gegen Guernica geflogen sind.
Fest steht, da der Luftangriff gegen Guernica ein taktisches Unternehmen zur Unterstützung der Bodentruppen im Zuge einer konventionellen Schlacht gewesen ist.
Guernica ist für die Basken ein Ort von symbolischer Bedeutung. Im Mittelalter traten hier die Landstände von Biskaya zusammen. Auch der spani- sche König mußte unter einer alten Eiche (arbol de Guernica) schwören, daß er die Rechte der Basken achten werde. An diesem historischen Denkmal, der >Heiligen Eiche<, sowie am Landtagsgebäude und der Kirche Santa Maria waren entgegen der linken Greuelpropaganda nach dem Angriff nicht ein- mal Splitterwirkungen festzustellen.
Bezeichnend ist, dass die Ankläger und Propagandisten der Übertreibungen von Guernica nie den alliierten Bombenterror von Dresden im Februar 1945 anklagten oder nur erwähnten, bei dem rund tausendmal so viele Zivilisten umkamen wie in Guernica.
Die Lüge von Guernica ist ein klassisches Beispiel dafür, wie eine oft genug wiederholte Unwahrheit allmählich doch geglaubt wird und erhebliche politische Folgen haben kann. Die Lehre daraus kann nur sein, von Anfang an der Verdrehung historischer Tatsachen entgegenzutreten und die verheerenden Auswirkungen im Keim zu verhindern.
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Zeitzeugen berichten die Wahrheit über den Fall Guernica
Ein Zeuge hatte lange geschwiegen: der damalige Staffelkapitän der 3. Staffel K/88, der dienstrangälteste Flugzeugführer Hauptmann Ehrhart KRAFFT VON DELLMENSINGEN. In einem mehrstündigen Gespräch hat der 1987 achtzigjährige Oberst a. D. das Lügengewebe zerrissen.
Dazu gibt es aber bald einen ausführlichen Beitrag. Sonst wird der Text hier wieder ellenlang und das ist auch wenig zielführend.
»(Die Lüge von Katyn und andere findet ihr in den bisher dazu verfassten Beiträgen im Kommentar.
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(siehe »Der Große Wendig Bd2 S. 177
‚Recht und Wahrheit, N r . 1-2, 93, S. 11; Leitheft, N r . 60, 1992, S. 20 f.
* Siehe: Beitrag Nr. 236, »Der Fall Oradour«, Nr. 237, »Das Massaker von Tulle«,
u. Nr. 267, »Wie sich Legenden über die SS fortpflanzen«.
Dokumente-Chronik,Delphin, München 1985, S. 510.s Stern, N r . 27, 1977.
Andreas NAUMANN,Freispruchfiir die Deutsche Wehrmacht,
Günter BERNAU, »Einer schreibt vom
anderen ab, doch es bleibt gelogen!« in: Der Freiwillige, N r . 2,
1987, S. 19
Geschichtsmagazin Damals, Heft 7, 8 und 11, 1986.
Man denke an das »pronunciamiento« des Obersten RIEGO von 1820.
Cortes, seit 1812 Bezeichnung für das spanische Parlament.
Hellmuth Günther DAHMS, Francisco Franco. Soldat und Staatsmann, Musterschmidt, Göt- tingen 1972, S. 37.
Hugo SPERRLE war Befehlshaber der Legion Condor von November 1936 bis zum 31. Oktober 1937.
Klaus A. MAIER, Guernica 26. 4. 1937, Rombach, Freiburg 1975, S. 156.
Wilfred VON OVEN, Hitler und der Spanische Bürgerkrieg. Mission und Schicksal der Legion Condor, Grabert, Tübingen 1978, S. 408.
Ost- und Westpreußen, urdeutsche Länder an den Flüssen und Strömen zum Baltischen Meer sind voller Schönheit, denn ihre Landschaft konnten auch die neuen Herren nicht ändern. Sie sind erfüllt von einer stolzen Geschichte , und sie gehören zu den kostbarsten Erinnerungen von Millionen Menschen, deren Heimat sie waren und bleiben.
Königsberg ist eine der ältesten Städte im Osten. Die einzige Großstadt der nach dem Weltkrieg durch den polnischen Korridor vom übrigen Reichsgebiet abgetrennten Provinz Ostpreußen wurde im Jahr 1255 vom Deutschen Ritterorden als Hafenbefestigung an einem Flussübergang über den Pregel gegründet, der nach sieben Kilometern in das Frische Haff mündet.
Königsberg wurde nach König Ottokar von Böhmen benannt und erlebte eine wechselvolle Geschichte: Es wurde Mitglied der Hanse, diente an 1457 dem Hochmeister des Deutschen Ritterordens als Residenz, war von 1525 bis 1618 – als der verhängnisvolle Dreißigjährige Krieg begann – Hauptsitz der hohenzollerischen Herzöge von Preußen und seit dem Jahre 1701 Krönungsstadt des preußischen Staates, der dann später unter König Friedrich dem Großen eine europäische Vormachtstellung errang.
Von Königsberg ging beim Ausbruch der deutschen Freiheitskriege die Erhebung gegen Napoleon Bonaparte aus.
Gestern fiel mir dann noch ein Zeitungsausschnitt aus der von uns sorgfältig zu bewahrenden „Sammlung“ meiner Mutter in die Hände. Und somit ein Impuls, um ganz bewusst auf die Schönheit unserer alten Städte zurückzublicken. Das ist wichtig. Denn auch in der Gegenwart verlieren unsere Städte immer mehr an ihrem alten Glanz, darunter auch die wenigen verbliebenen Städte, die über die Weltkriege hinaus verschont geblieben sind. Es hat den Anschein, als wolle man unter großen Eifer auch die letzten Erinnerungen an längst vergangene Zeiten auslöschen.
Über Königsberg gäbe es gewiss noch so viel mehr zu berichten. Doch lassen wir auch in diesem Beitrag vor allem die Bilder sprechen und holen uns ein Stück unserer deutschen Geschichte in unser Gedächtnis zurück.