Nun habe ich mich doch etwas mehr im Text verloren. Lassen wir also zu Böhmen Worte und Bilder gleichermaßen sprechen. Es gibt wirklich viel zu erzählen über diese Region. Vielleicht auch, weil man viel zu wenig darüber liest oder hört. In den vergangenen Tagen habe ich immer überlegt, noch zu kürzen.., aber dann fehlte immer irgendwas, um die Geschichte und die Landschaft dieser herrlichen Region beschreibend „rund“ zu halten.
Ich hoffe, ich konnte es so ganz gut lösen, und so mancher der vielleicht noch nie etwas von Böhmen /Mähren gehört hat, kann sich ein erstes Bild machen. Vor allem um dem auch nachzuspüren, was die Menschen, die einst von hier vertrieben wurden, verloren haben.
Böhmen: „Starke Berge umzäunen und schützen es, es ist durchrädert von regelmäßig und klug angeordneten Flüssen. Seine Bäche schwemmen Goldkörner, seine Wälder geben festes Holz, seine Felder gesundes Brot.“ So die Worte des Schriftstellers Hans Watzlik aus Unterhaid. In seinem heimatgebunden Erzählwerk sieht er Böhmen als eine von „Gott auf die Erde aufgebrochene Rose“.
Im Nordwesten Böhmens rahmen Fichtel- und Erzgebirge, Oberpfälzer und Böhmerwald das Egerland, Bayerns Eingangspforte in das Sudetenland.
Nordmähren wird vom Altvatergebirge, dem südöstlichen Teil der Sudeten und dem Gesenke erfüllt. Sein Schlesiervolk gilt als zäh, arbeitsam, voll Heimatstolz und trotzdem für das Neue aufgeschlossen.
Typisch böhmisch? Hier seien Böhmen und typisch Böhmisches im landespatriotischen Geist gemischt: Der Saazer Hopfen, , der Pilsner erst zu Pilsner macht; böhmisches Kristall, das vorwiegend aus deutschen Landschaften kommt; die Holzschwemme auf der Moldau, die Wallfahrt nach Maria Kulm; der häusliche Kunstfleiß des Dudelsackbauers im Egerland, des Spitzenklöpplers im Erzgebirge; die kühne wuchtige Sprache des Böhmischen Barocks als steingewordenes Idiom von k.k-Glanz und Kaiserreich: Volksgut wie das „Nickelgehn“, da sind ie Berge gehörte wie ein deftiges „ Offaschüsselhrenna“, die „Haxnotusche“ oder der Becherbitter ins Egerland.
Wie wirkte der Landstrich auf unsere großen deutschen Dichter und Denker?
> Der Geheime Rat von Goethe, der im Böhmischen 13 Sommer verbrachte, hatte hier seine zweite Heimat gefunden,
> Heinrich von Kleist das „Spiel der Engel im Sande“ entdeckt.,
> Detlev von Liliencron dann auch „Wunder auf Wunder“ erlebt.
> In der Landschaft zwischen Eger und Braunau hatte Alexander von Humboldt „der drittschönste Aussichtspunkt der Welt“ überwältigt,
> Ludwig Richter Burgen kopiert
> war Richard Wager „dem Schönsten, was er kannte“ begegnet,, darunter jenem Hirten unterm Schreckenstein, der ihn zum Pilgerchor des Tannhäuser inspirierte.
> Aus Böhmens Hauptstadt hat Franz Kafka einmal bündig gestanden:“Prag lässt nicht los.
> Bei Aussig notierte Theodor Körner die Worte zum Dialog“Der Schreckenstein und der Elbstrom“.
Das geflügelte Wort von den „böhmischen Dörfern“ einmal geprägt, um etwas total Unverständliches unverständlich zu lassen? Die Sudetendeutschen (Böhmen, Mähren, Sudetenschlesien), einst vom Frieden so entwurzelt wie andere vom Krieg, leben inzwischen über die ganze Welt verstreut. Ihr Schicksal ist die Vertreibung geblieben, doch ihr landsmannschaftlicher Zusammenschluss blieb häufig ungebrochen.
Böhmen erhielt den Namen von dem keltischen Stamm der Bojer, die hier Jahrhunderte v. u. Z. siedelten. Die Kelten zogen um 200 v. u. Z. weiter westwärts, einige blieben zurück, ihnen folgten um 200 v. u. Z. Germanen (Langobarden und Quaden) nach Böhmen und Mähren. Einige darunter verließen die urbar gemachten Gebiete um 600 v. u. Z.
Kleine slawische Stämme Tschechen und (Morawer) Mähren nahmen einen Teil des gerodeten, kultivierten und bebauten Teils des Landes ein.
Ab dem 9. Jahrhundert kamen wieder Germanen aus den Stämmen der Franken, Thüringer und Flamen nach Böhmen und Mähren. Sie gründeten Dörfer und Städte – die Namen Böhmen und Mähren blieben erhalten. Die Siedler wurden von den Herrschern gerufen, wie in Schlesien, Pommern, West- und Ostpreußen. Es war überall eine Landgabe und keine Landnahme.
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Noch ein kurzer Blick auf Ereignisse aus der langen Geschichte Böhmens (ausführlicher in den Beiträgen im Kommentar)
Trotzig saßen sie auf ihren festen Burgen inmitten ihrer weiten Besitzungen. Sie schlossen unter sich Bündnisse ab, oder führten nach Belieben gegen sich das Schwert. Zum Schrecken war die Burg des Ritters dem friedlichen Bürger geworden, sodass kein Weg, keine Straße sicher war und die Frachtwagen nur unter großem Geleite zu ihrem Ziele gelangen konnten.
Historiker datieren dieses Ereignis ab 1291. Andere sind skeptisch, ob es überhaupt so stattgefunden hat.
Doch tauchen immer wieder Berichte auf, die besagen, dass in Zeiten des schwachen Königs Johann von Böhmen das räuberische Handwerk zu rechter Blüte gedieh. Könige Johann brauchte des Geldes immer gar viel, was ihn endlich dazu brachte, königliche Städte, Schlösser und Güter an den Adel zu versetzen. Infolgedessen, gewann dieser unverhältnismäßig an Macht – Übermut und Prunksucht kannten keine Grenzen.
Das Konzil (1414-1418) sah einst drei Hauptaufgaben vor sich: die Lösung der Papstfrage (Beseitigung der Kirchenspaltung, des Schismas), die Kirchenreform und die Angelegenheit des böhmischen Reformators Hus. Die erste Entscheidung fiel über Hus. Dieser, Professor an der Universität Prag, war ein eifriger Anhänger des Engländers Wiclifs, der in den letzten Jahrzehnten immer entschiedener gegen die Verweltlichung der Kirche, gegen grundlegende Lehren und gegen die päpstliche Oberhoheit aufgetreten war. Beide, Wiclif und Hus, werden vom Konzil zu Ketzern erklärt, Hus 1415 vor den Toren von Konstanz verbrannt.
27 Führer des Aufstandes wurden als Hochverräter auf dem Alten Markt in Prag hingerichtet, viele andere erhielten schwere Gefängnisstrafen, 480 Edelleute wurden ihrer Güter beraubt. Die protestantischen Prediger wurden aus dem Land gejagt, die Jesuiten und die Mönchsorden kehrten zurück.
(Das Konzil von Konstanz war nicht nur die glänzendste, sondern auch die größte Kirchenversammlung des ganzen Mittelalters.)
Die erste große Schlacht des Dreißigjährigen Krieges fand 1620 am Weißen Berg bei Prag statt. Die Liga, der Bund der Katholiken, siegte über die Union, den Bund der Protestanten. Die Folge war ein fürchterliches Strafgericht gegen die protestantischen Führer in Böhmen, Mähren und Schlesien.
Danach ist noch viel geschehen. Doch an dieser Stelle mache ich einen Zeitsprung in das Jahr 1945.
Kurz vor Kriegsende 1945 und noch weit darüber hinaus (siehe Ereignisse ab dem 20. Mai 1945) wurden die Bewohner dieses herrlichen Landstrichs völkerrechtswidrig vertrieben und auf ihrer Flucht auf brutale Weise ermordet. Die Auswüchse dieser Grausamkeiten lassen sich kaum in Worte fassen.
Bilder-Quellnachweis:
„Böhmen und Mähren Herzland Europas“ Belser- Edition Reisebilder mit Aufnahmen von Wolfgang Müller und Heinrich Pleticha
„Jenseits von Oder und Neiße“ Burda-Verlag – Bildbände 1973
Zum 238. Geburtstag unseres schlesischen Dichters Joseph Freiherr von Eichendorff
Joseph von Eichendorff, der Spross eines alten katholischen, seit mehreren Jahrhunderten in Schlesien ansässigen Adelsgeschlechts, wurde am 10. März 1788 auf dem hochgelegenen väterlichen Schlosse Lubowitz unweit Ratibor geboren.
In dem gesegneten Frieden des Elternhauses, welchen die aus Paris nur langsam eintreffenden Revolutionsberichte nicht zu stören vermochten, verlebte er mit seinem nur zwei Jahre älteren Bruder seine glücklichen Knabenjahre,
Von seinem Vater, einem praktischen, ehrenfesten Manne, und der Mutter, einer geistvollen und schönen Frau, mit liebender Sorgfalt erzogen, von einem würdigen Geistlichen und mehreren Hauslehrern unterrichtet, entwickelte er seinen lebhaften, reich begabten Geist sehr früh zu selbständigen Denken und Dichten.
Schon in seinem zehnten Jahre wagte er sich an ein Trauerspiel, dessen Stoff der römischen Geschichte entnommen war. Daneben verschlang er mit „Heißhunger“ und bunt durcheinander, was die Bücherei seines Vaters nur darbot: Reisebeschreibungen, Romane, aus dem Französischen und Englischen übersetzt, vor allem die alten deutschen Volksbücher , deren ungeschickte derbe Holzschnitte seiner Fantasie einen „frischen unendlichen Spielraum eröffneten“.
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Eichendorff lebt in all den Jahrzehnten seiner Beamtentätigkeit bis zu seinem Tod zurückgezogen im Kreis der Familie, und von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, beschrieben als ein gütiger, bescheidener und warmherziger Mensch. Zwar ist er mit Arnim und Brentano, den Schlegels, Tieck, Kleist, E. T. A. Hoffmann bekannt, begegnet 1846/47 während eines langen Aufenthalts in Wien Robert und Clara Schumann, Meyerbeer, Grillparzer und Stifter und lernt später in Berlin, wohin er 1849 zurückkehrt, auch Fontane kennen. Doch schon 1851 schreibt Bismarck verwundert an seine Braut: „Weißt Du, daß der Mensch noch lebt? Wohnt hier im Kadettenkorps …“
Er starb am 26. November 1857 um 17 Uhr mit 69 Jahren an einer Lungenentzündung in Neisse.
Unvergessen bleibt ein wunderbarer Wohlklang in seiner Poesie, bald froh, bald trüb gestimmt, alles umfasst, was die deutschen Dichter von jeher gesungen: Wanderslust und Waldeseinsamkeit, Freude an der Natur und Liebeswonne. Eine Perle unter seinen Naturliedern ist ohne Zweifel die “Winternacht“
Wer mag, darf gerne aus seinen schönsten Werken zitieren oder ein Gedicht im Kommentar mit uns teilen.
Es sind allesamt wundervolle Gedichte, die Eichendorff einst verfasste, sodass mir die Auswahl eines Geburtstagsständchens recht schwergefallen ist. Ich entschied mich dann für einen Auszug aus seinem Gedicht „Rückkehr“.
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Bis 1844, als er aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand versetzt wird, entstehen die meisten der Erzählungen:
1819 Das Marmorbild,
1826 Aus dem Leben eines Taugenichts,
1832 Viel Lärmen um nichts,
1834 Auch ich war in Arkadien sowie Dichter und ihre Gesellen,
1835/36 Eine Meerfahrt,
1837 Das Schloß Dürande und im selben Jahr auch die erste Gesamtausgabe der Gedichte,
Ja, verdächtig geht es zu, in unserer neuen, schönen und ach so fortschrittlichen Welt. Bevor ich zum eigentlichen, einem eher düsteren Thema (Film) komme…,
Wusstet ihr eigentlich, dass das Riechvermögen für den Menschen eine letzte Brücke zu den Instinkten darstellt? Es ist eine Nabelschnur zur Seelenhaftigkeit von Erde und Kosmos.
Warum erwähne ich das, und was hat es mit dem nun folgenden Thema gemein? Oh sehr viel sogar. Denn es zeigt auf, wie weit die Menschen bereits weggerückt sind, von allem Natürlichen.
Täglich werden in die Köpfe der Menschen Schreckensszenarien initiiert, verbunden mit Szenen, die sich vermutlich so nie zutragen werden.
Doch was diese Szenen schlussendlich auslösen, das lässt sich weltweit beobachten: Unbehagen, Angst, Chaos, Unruhe, Unzufriedenheit, Ungewissheit, Spaltung und Hass.
Und dann gibt es diese Tage, insbesondere die von den Medien thematisch befeuerten, an denen das alles nur schwer auszuhalten ist.
Ungeachtet dessen, wird es eine Mehrheit an Menschen geben, die denen Glauben schenken, die mit zuckersüßen Worten dieses inszenierte Chaos abwenden „möchten“.
Doch um welchen Preis? Die Fallen sind längst gestellt. Genau genommen sitzen viele von ihnen schon drin, oder sind im Begriff hineinzutappen.
Erst locken sie dich, dann kriegen sie dich. Wie rigoros die Herrschaftsriege durchgreift: ein Filmtipp – Arcadia: Nach einer Katastrophe regiert ein Überwachungsstaat. Als Pieter Hendriks sein Punktekonto fälscht, wird er verbannt, was seine Familie ins Chaos stürzt.
Noch flimmert „Arcadia“ als Fernsehserie dem Genre Science-Fiction zugeordnet über die Bildschirme.
Ich bin mir fast sicher, dass es viele Menschen überhaupt nicht wahrnehmen, wie tief sie in dieser Materie bereits drin stecken. Und so betrachten sie es eben nur als eine Serie mit Sci-Fi Charakter, meinen, das wird so schon nicht kommen, schnappen sich ihr Handy, bezahlen damit artig ihre Ware im Supermarkt, tun das, was man ihnen aufträgt, aktivieren Überwachungssysteme wie Alexa, darüber hinaus viele weitere Applikationen, steuern ihre „Gepflogenheiten“ vom Smartphone aus, Kühlschränke, Fernseher, Heizungen, Jalousien werden aus der Ferne bedient.
Ferner achten sie gut auf ihren Score, damit sie vermeintliche „Vorteile“ bewahren. Ein folgenschwerer Trugschluss. Sämtliche Behörden und Institute gewinnen darüber jederzeit Aufschluss über ihre Bürger.
Mittlerweile werden darüber auch die wichtigsten Parameter, also IQ, Ausbildung, Lohn, Gesundheit, Gewicht, Fitness, gesellschaftlicher Beitrag sowie die Einhaltung der Gesetze in einem „Bürgerscore“ zusammengefasst.
Viele Menschen können „ES“ nicht mehr riechen, das Riechvermögen ist ihnen abhandengekommen. Die letzte Brücke zu den Instinkten wurde abgebrochen.
Verloren ist der Geruch des Natürlichen, des Ursprünglichen.
Und auch hier sind uns die Tiere wieder um Längen voraus. Jedes Tier spürt mit seiner feinen Nase jenen kosmischen Kräften nach, die es beispielsweise in seiner Nahrung braucht. So weiß der Hase, die Kuh, das Reh, dass es dieses Kraut fressen soll und nicht das andere. Und wenn es krank ist, sagt ihm die kosmische Seele – ebenfalls durch den Geruch – welcher Heilpflanze es bedarf. Instinkt nennen wir das und meinen damit die Verbundenheit mit der Weltenseele.
Und der Mensch? Im Vergleich zu den Tieren sind die Menschen, was das Riechen betrifft, höchst beschränkt. Zurückgedrängt zu Gunsten eines erlernten, kulturell geprägten Verhaltens. Und nicht nur unsere Lebensmittel haben aufgrund von Überzüchtung und Degenerierung immer weniger „Aroma“.
Das letzte verbliebene Riechvermögen, einen darüber angelegten Instinkt, haben viele Menschen nun endgültig an der digitalen Garderobe abgegeben. Eingeholt haben uns Luftverpestung, Ausdünstungen von Plastik, Elektronik und Maschinen, und mittlerweile auch Lebensmittel aus dem Labor. All das wirkt krankmachend und chaotisierend. In einer solchen Zeit werden wir von künstlichen „Aromen“ überschüttet.
Das war früher gar nicht notwendig. Denn vor der industriellen Revolution war unsere Welt noch anders: Eine Symphonie von natürlichen Düften umgab den Menschen. Es gab mehr Wildblumen, Obst und Gemüse dufteten kräftiger. Feuerstellen und die Nähe der Tiere gaben dem Leben mehr Würze.
Jetzt, im Jahr 2026, ist das alles anders. Dabei sollte doch alles anders werden, gesünder, effizienter, vor allem fairer.
Jeder bekommt, was er verdient!“
Nun, man muss kein Prophet sein, um ein Drehbuch wie das zu Arcadia zu schreiben:
„Es hat sich zu einem freudlosen Überwachungsstaat entwickelt, in dem jeder Individualismus, ja sogar jedes Stückchen Zucker, verdächtig ist. Statt Fairness herrscht die brutale Ausgrenzung der Alten, Kranken und Schwachen: Mit einem niedrigen Score gibt es keine medizinische Behandlung mehr, wenn der Bus zu voll wird, müssen die Passagiere mit dem niedrigsten Wert aussteigen. Und wer den ständig steigenden Mindest-Score unterschreitet, wird ausgewiesen. Für den Verrat von Familienangehörigen gibt es einen erhöhten Punktestand. Generell ist dieses „Social Scoring“ aber nicht etwa objektiv, sondern stark abhängig von der Gunst der Entscheider, die um Macht und Einfluss kämpfen.“
Staatssicherheit, Grenzschutz, eine zunehmende Brutalität des Staates, gewaltige Wassersperranlagen, brutalistische Bauten, und so vieles mehr. Wir sind mittendrin.
Einsteigen war einfach, das Aussteigen wollen, das wird verdammt schwer!
Ganz gleich wohin man nun in dieser überwachten Welt flüchten möchte, es wird sich in den zentralen Regionen genauso zutragen, wie es in der Serie „Acardia“ hervorragend umgesetzt über die Bildschirme flattert. Denn leider ist es, wie so oft, die Mehrheit, die dieses System vorbildlich bedient, ob nun bewusst oder unbewusst, es ist zum Schaden aller. Wenn auch in der regionalen Ausprägung abweichend, aber dennoch kontrolliert.
Jedes Stückchen Zucker ist verdächtig. … Ich kann es riechen …
Aber auch hier möchte ich mich nicht in einem langen, ausführlichen Text verlieren, sondern wie schon im Beitrag zu Ostpreußen, die Bilder sprechen lassen. Wer mehr erfahren möchte, der findet die entsprechenden Beiträge wie gewohnt im Kommentar. Dort findet ihr auch einige schöne Erzählungen über den kulturellen Reichtum Schlesiens, , so zu den herrlichen Bädern und idyllischen Kurorten und selbstverständlich zum Zobten, dem heiligen Berg der Schlesier.
Trotz Iser- und Riesengebirge und dem Berggeist Rübezahl machten die Silinger /Schlesier den heidnischen Götter- und Germanenberg zu ihrem Wahrzeichen.
Nur soviel sei erwähnt:. Bereits in der älteren und mittleren Steinzeit (etwa 4000 v. u. Z.) war Schlesien von Jägervölkern besiedelt. Gegen Mitte des 4. Jahrtausends war das bäuerliche Element in der Kulturentwicklung der schlesischen Bauern.
Einige Stämme der Germanen kamen ab 300-100 v. u. Z. zum Zobten. Es waren die Silinger, ein Stamm der Vandalen. Sie gehörten zum Gesamtverband der Ostgoten. Aus dem Namen dieses Stammes – Silinger – entstand viel später Schlesien. Trotz Iser- und Riesengebirge und dem Berggeist Rübezahl machten die Silinger /Schlesier den heidnischen Götter- und Germanenberg zu ihrem Wahrzeichen.
Eichendorff kam als 16-jähriger zum Zobten. Auch Carl und Gerhart Hauptmann besuchten den Berg.
1220 entstand die Stadt Zobten als ältester Marktort Schlesiens
• Aus den alten deutschen Stämmen der Franken, Schwaben, Flamen, Thüringer, Sachsen und den wenigen Slawen wurde der Neustamm der Schlesier.
• 1325 wurde ein Teil Schlesiens böhmisch, darunter auch die Stadt Zobten.
• Bis 1350 entstanden über 1200 Dörfer und ca. 120 Städte wurden gegründet. Zu dieser Zeit regierte in Prag Kaiser Karl IV. Er stammte aus dem deutschen Grafengeschlecht der Luxemburger.
• 1526 übernahmen die Habsburger unter Ferdinand I. Schlesien. Ferdinand I. war der Bruder Karl V. Durch ihn wurde Schlesien weiter in das Reichsgefüge eingebunden.
• 1740 übernahm Maria Theresia die Regentschaft in Österreich und im selben Jahr Friedrich II. d. Große die Regentschaft in Preußen.
• Schon zwei Jahre später (1742) kam es zum Krieg zwischen Österreich und Preußen. Nach dem Sieg Friedrich d. Großen ging Schlesien an Preußen. Maria Theresia bekam von Friedrich d. Großen die Zusicherung, dass ihr Mann Herzog Stephan von Lothringen, Kaiser von Deutschland wird. Und tatsächlich wurde er als Franz I. zum deutschen Kaiser gewählt.
• 1806 ging das Römische Reich Deutscher Nation nach fast einem Jahrtausend durch die Herrschaft Napoleons zu Ende.
Französische Truppen zogen auf dem Marsch gegen Russland durch Niederschlesien. Laufend mussten die Städte für Unterkunft und Verpflegung sorgen. Auch nach seiner Niederlage in Moskau auf dem Rückzug 1812.
Doch die Niederlage Napoleons gab Hoffnung auf eine Befreiung. Mit dem Aufruf Friedrich Wilhelm III. „An mein Volk“ und der Verlegung des königlichen Hofes nach Breslau, wurde Schlesien zum Zentrum der Erhebung gegen die französische Vorherrschaft. Nach dem Aufruf war die Opferwilligkeit der Schlesier riesengroß. Die Handwerker arbeiteten Tag und Nacht an der Herstellung von Ausrüstungsgegenständen für die Armee. Jeder brachte sein Scherflein für den Befreiungskampf.
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Zudem stimme ich euch (siehe Kommentar) schon ein wenig auf den nächsten Beitrag ein, nämlich dem zu Böhmen und Mähren – ein herrliches Fleckchen Erde mit einer bewegten Geschichte. Böhmen, Mähren und Mährisch-Schlesien sind die „Länder der böhmischen Krone“ und heutige Teile der Tschechischen Republik.
Die Wehrmacht sicherte in heldischem Ringen, insbesondere durch Männer die Rettung von Millionen Frauen und Kindern vor Mord und Schändung im Osten.
Leider wissen das nur die wenigsten.
Ich habe das große Glück mich auf die Aufzeichnungen und Dokumente meiner Mutter und anderer Zeitzeugen berufen zu können. Meine Mutter war als Nachrichtenhelferin bei der Wehrmacht (unter anderem im Amt „Anna“) tätig. Das ist vielen hier bekannt. In meinem Buch „Das Bernsteinfenster“ liest man ausführlich darüber.
Doch hier soll es nun weitergehen mit Berichten, vornehmlich in Bezug auf die Vorwürfe gegen die Wehrmacht und die damit verbundenen Anschuldigungen, die sich später, also im Nachhinein, über die entsprechende Ermittlungsarbeit als unhaltbar und falsch herausgestellt haben.
An diese Vorgänge knüpfe ich an, damit sie nicht in Vergessenheit geraten und um richtigzustellen. Das ist notwendig, weil zu oft der Irrtum gepredigt wird und darüber Falsches in die Köpfe der jungen Menschen gelangt.
Da gab es mal eine Wanderausstellung im Jahre 1995. Mit einem dazugehörigen Sammelband „Vernichtungskriege“ wollte man ab 1995 ganz bewusst den Eindruck erwecken, dass es nicht nur in der Wehrmacht einzelne Verbrecher gab, sondern dass die ganze Wehrmacht eine verbrecherische Institution gewesen ist. Ein solches Vorgehen lässt sich durchaus als volksverhetzende Tätigkeit bezeichnen.
Innerhalb von vier Jahren wurde diese, Ausstellung unter dem „Mäntelchen“ »Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944« ins Leben gerufen und von rund 800 000 Personen besucht. Meist waren es Schulklassen, die von ihren entsprechend eingestellten Lehrern im Rahmen angeblicher politischer Erziehung – in Wahrheit massiver deutschfeindlicher Indoktrinierung – geschlossen hineingeführt worden sind. Welch ein nicht wiedergutzumachender Schaden dabei in den Seelen der Jugendlichen durch die raffiniert aufgeführten Geschichtsfälschungen entstanden ist, ist kaum zu ermessen.
Denn seit Jahren gab es Beweise für Fälschungen und verzerrende Darstellungen. (siehe auch Katyn – Beiträge im Kommentar).
Zum Beispiel : Zloczow .. Dort sei zwar, was Augenzeugen bestätigten, ein Massaker verübt worden, aber vom sowjetischen NKWD, nicht von der Wehrmacht: Erst deutsche Soldaten hätten das Massaker beendet. Dasselbe gelte für andere Orte: »In Luck wurden die NKWD-Mannschaften von deutschen Soldaten daran gehindert, noch die letzten Gefangenen zu »liquidieren Zuvor hatten sie etwa 2000 Menschen mit Maschinengewehren und Handgranaten ermordet. Auch bei den in der Ausstellung der Wehrmacht vorgeworfenen Massenmorden in Lemberg und Tarnopol handele es sich einwandfrei um Kriegsverbrechen der Sowjets.
Wir vergessen nicht! So erinnern wir uns auch an den 16. April 1945, als die Schlacht zwischen rund einer Million Soldaten der Roten Armee und etwa 120 000 Wehrmachtsoldaten begann. Zehntausende Menschen ließen auf dem Oderbruch gelegenen Höhen (Seelower Höhen) ihr Leben.
Bereits in den ersten Kriegswochen wurden die Soldaten der Deutschen Wehrmacht mit der brutalen Kampfführung der Sowjets konfrontiert. »Die Rote Armee kämpfte fanatisch und brutal«,
Niemand wird bestreiten, dass es in einer Millionenarmee wie der Deutschen Wehrmacht Verbrecher gab, keiner kann bezweifeln, daß es in einem blutigen und erbittert jahrelang geführten Krieg wie dem Zweiten Weltkrieg zu verbrecherischen Ausschreitungen kam. War aber die Wehrmacht als solche »verbrecherische 1945/46 wurden im Nürnberger Prozeß der dort angeklagte Generalstab und das Oberkommando der Wehrmacht ausdrücklich freigesprochen.
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Professor Dr, ALFRED DE ZAYAS, Chicago, zur Anti-Wehrmachtausstellung, in: Criticón Nr, 154, April-Juni 1997, S. 71 f.:
»Ich habe die Ausstellung »Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht« in München gesehen und halte sie für eine miserable Geschichtsklitterung. Wissenschaftlich ist sie mangelhaft. Moralisch ist sie eine Farce. Sie gehört weder in die Universität noch in die Paulskirche… Diffamierung und üble Nachrede verletzen die Menschenwürde. Artikel 17 des Internationalen Paktes über Bürgerliche und Politische Rechte besagt: »Niemand darf… rechtwidrigen Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden.«
Die pauschale Diffamierung der Wehrmacht stellt eine Verletzung dieses Menschenrechts dar, nicht nur gegenüber ehemaligen Angehörigen der Wehrmacht und ihren Familien, sondern auch gegenüber allen Deutschen der Kriegsgeneration. Anständige Menschen sollten sich dieser Diffamierungskampagne widersetzen, denn wenn die Menschenrechte verachtet werden, leiden schließlich alle.«
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Jan Philipp Reemtsma zieht schließlich Konsequenzen: Er lässt die Ausstellung schließen und von einer Historikerkommission überprüfen. Nach einer einjährigen Prüfung erklärt diese, sie habe „Ungenauigkeiten bei der Verwendung des Materials“ und „sachliche Fehler“ festgestellt.
Eine „überarbeitete Fassung eröffnet 2001! Das macht es gewiss nicht besser. Denn der Schmutz unhaltbarer Anschuldigungen ergießt sich weiter über das deutsche Volk.
Wie wäre es denn mal mit einer Ausstellung: Falsche Beschuldigungen und unberechtigte Vorwürfe gegen deutsche Soldaten. Oder: Was waren die Anfänge? Wer sind die wahren Täter?
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Quelle
Hannes HEER u. Klaus NAUMANN (Hg.), Vernichtungskrieg, Hamburg 1995.
Siehe dazu u. a. Rüdiger PROSKE, Wider den Mißbrauch der Geschichte der deutschenSoldaten zu politischen Zwecken, v. Hase und Koehler, Mainz 1996;
Vom Marsch durch die Institutionen Zum Krieg gegen die Wehrmacht, v. Hase und Koehler, Mainz
1997; Meinrad VON Ow, Verbrechen der Wehrmacht. Eigenverlag, München ^2004
Die Deutsche Wehrmacht im Urteil«; Götz EBERBACH, Geschichte, wie sie nicht im Schulbuch
steht.
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Wer ist Jan Philipp Reemtsma?
Mit einem Vermögen von 700 Millionen Euro zählt ihn das Manager Magazin zu den 150 reichsten Deutschen. Er ist mit einem Anteil von 14,25 % Gesellschafter der Berenberg Bank.
Weil Kolberg (Cholberg) gestern im Gespräch war und als Stadt Hinterpommerns selbstverständlich in der Reihe „Deutschlands Osten“ erwähnt gehört, kommt hier eine Erinnerung:
Im vergangenen Jahr besuchte eine Freundin die Stadt Kolberg. Dort an der Strandpromenade standen sie dann dem unübersehbaren „Denkmal – Vermählung mit dem Meer“ (siehe Beitragsfoto) gegenüber.
Woran sich die Polen erinnern.., oder besser gesagt, woran nicht. Für uns Deutsche ist es wie so oft, wieder ein kräftiger Schlag ins Gesicht. Davon zeugen auch einige polnische, sehr angriffslustige und provokante Kommentare unter meinen Beiträgen. Das wirklich Erschreckende daran ist auch, dass sie sich noch nicht einmal dort mit dem Austeilen ihrer Boshaftigkeiten zurückhalten, wenn wir Erlebnisberichte von Familienangehörigen teilen, und so dem Leid unserer Vorfahren gedenken. Das ist ein übles Verhalten, um es freundlich auszudrücken.
Von polnischen Greueltaten liest man allerdings nirgendwo. Komisch. Dafür feiern die Polen einen Zugang zu etwas, was sie unrechtmäßig ihr „eigen“ nennen. Zur Krönung des Ganzen ließen sie 1963 sogar dieses Denkmal enthüllen.
Dann fiel mir die polnische (ursprüngliche) Hymne in die Hände. Über meine zahlreichen Recherchen ist mir keine derartige Hetzschrift (Brudergruß- Polnisches Kampflied von 1848) unter allen Völkern dieser Erde wie diese der Polen untergekommen. Es lässt sich auch nach langem Suchen nichts dazu finden, das je ein Deutscher diese Art von Hymne, gefüllt von unermesslichem Hass gegenüber anderen Völkern verfasst hätte.
Zum Denkmal: „Nach der völkerrechtswidrigen Einnahme Kolbergs am 18. März 1945 fanden in der Nähe des heutigen Leuchtturms die Feierlichkeiten der Vermählung mit dem Meer statt, bei denen der Korporal Niewidziajło einen Ring in die Wellen als Zeichen der Zugehörigkeit der Ostsee zu Polen warf. Diese Zeremonie wird jedes Jahr an dem besagten Datum wiederholt, um daran zu erinnern, dass Polen den Zugang zum Meer wiedergewonnen hat. An das Ereignis erinnert das 1963 enthüllte Denkmal der Vermählung Polens mit dem Meer des polnischen Bildhauers Wiktor Tolkin (1922–2013).“
Aber wir erinnern uns sehr gut an die Aufzeichnungen unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern. Wir wissen also gut, wie es damals war, als das befohlene Morden an den Volksdeutschen in Umsetzung ging. Und nein! Wir vergessen nicht.
Wer mag, darf gerne noch einen Blick zu den „besonderen“ Taten dieses Volksstammes werfen. (im Kommentar).
Der jüdische Wissenschaftler Jan T. Gross legte 2001 schonungslos dar, welche Verbrechen insbesondere von der polnischen Bevölkerung begangen wurden, ob bei der Jagd auf ihre jüdischen Mitbürger, auf Volksdeutsche oder durch selbständige Mordaktionen.“
„Die Aufdeckung dieser polnischen Verbrechen löste in Polen die bis dahin größte historische Debatte aus, denn ein fest im Bewusstsein eingegrabener Geschichtsmythos wurde plötzlich als Legende entlarvt.“
Eifrig zerstückelt das Konstrukt die Geschichte – bis heute. Und so eilen die Menschen wie ferngesteuert über ein Mohnfeld, sind benebelt, vegetieren wie im Rausch auf dem Feld vor sich hin.
• Katyn
• Nemmersdorf
• Groß-Waltersdorf
• Lamsdorf
• Olmütz-Hodolein
• Aussig
• Jedwabne und weitere 30 öffentlich gemachte Pogrome
• Lemberg
• Bromberg, um nur wenige zu nennen.
An dieser Stelle werfe ich einfach mal die Frage in den Raum: Habt ihr davon nicht gewusst?
Siehe Kommentar.
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Und was singen die Polen heute? Text der polnischen Nationalhymne (aktuelle Version):
Noch ist Polen nicht verloren,
Solange wir leben.
Das, was fremde Übermacht uns raubte,
Werden wir mit dem Schwert wiedergewinnen.
Marsch, marsch, Dąbrowski …
Vom italienischen ins polnische Land!
Unter Deiner Führung
vereinen wir uns mit der Nation.
Wir werden Weichsel und Warthe durchschreiten,
Wir werden Polen sein,
Bonaparte gab uns ein Beispiel,
wie wir zu siegen haben.
Marsch, marsch, Dąbrowski …
Wie Czarniecki bis nach Posen
Nach der schwedischen Besetzung,
Zur Rettung des Vaterlands
kehren wir übers Meer zurück.
Marsch, marsch, Dąbrowski …
Da spricht schon ein Vater zu seiner Basia weinend:
„Höre nur, es heißt, dass die Unseren
die Kesselpauken schlagen.“
Marsch, marsch, Dąbrowski …
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Sie fordern…
Wir wissen:
In Mecklenburg, Pommern, Nordschlesien und im Posener und Gnesener Land haben ab ca. 200 v. u. Z. bis 500 n. u. Z. Burgunder, ein Stamm der Ostgoten gelebt. Sie rodeten den Wald, schufen kleine Ansiedlungen, betrieben Ackerbau-Viehwirtschaft und Jagd und befassten sich mit dem Handwerk und der Schmuckherstellung.
Nach 700 Jahren verließen sie das Land und nach dem Süden. Zurückgelassen wurden die Hütten, Küchengeräte, Waffen, Kämme, Gürtel, Knöpfe, handwerkliche Gegenstände, oft auch Schmuck und Schriften auf Buchenrinden. Heute belegen diese Funde die sieben Jahrhunderte Anwesenheit der Burgunder in den genannten Ländern.
Die im 12. Jahrhundert von Heinrich dem Löwen eingeleitete Nord- und Nordostsiedlung setzte sich im nächsten Jahrhundert fort. Immer mehr Menschen aus Niedersachsen, Westfalen, Flandern und aus den anderen alten Reichsländern kamen nach Mecklenburg und in die nordöstlichen Gebiete des Reiches.
So entstanden bis zum Ende des 14. Jahrhunderts durch den Fleiß der deutschen Siedler viele Orte.
Die Landwirtschaft, der Handel und das Handwerk blühten auf. Oder wie man heute sagen würde, alles brachte Gewinn.
Die wohlhabenden Städte schufen die Voraussetzung für die Hansestädte. Die slawische Sprache war um 1400 ausgestorben und die pommerschen Herzöge begaben sich unter die Lehnshoheit des Reiches, zum Schutz gegen die Polen. Aber damit war Pommern noch lange nicht zur Ruhe gekommen.
Im Dreißigjährigen Krieg von 1618 bis 1648 erduldete es schreckliche Leiden. Mir der Oder als Sprachgrenze wurde es zwischen Bandenburg und Schweden geteilt.
In den deutschen Befreiungskriegen war es mit seiner Festung Kolberg erneut Kriegsschauplatz gegen die Franzosen. Im Jahre 1815 trat der Schwedenkönig den bis dahin schwedischen Rest Pommerns an das inzwischen erstarkte Preußen ab. Große Güter entwickelten sich mit der Zeit zu Zentren einer landwirtschaftlichen Erzeugung, deren Überschüsse in die dichter besiedelten Landstriche Weste- und Süddeutschlands rollten.
Bis 1945 .…
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Bilder zum Teil aus privatem Archiv und zum Teil aus „Dörfler Zeitgeschichte – Bilder aus Hinterpommern“ Heinz Csallner
… erschienen 1989 im Weltbildverlag „Meine Heimat Pommern, die letzten Tage – Erinnerungen an Flucht und Vertreibung (S.171)
Nur für starke Nerven!
Doch vergessen dürfen wir nicht. Erwin Krüger hat sich das einst von der Seele geschrieben und damit der Nachwelt etwas gereicht.
>>
Am Ende des Beitrags findet ihr ein Foto von Erwin Krüger, der heute noch lebt. Diese Aufnahme stellte mir freundlicherweise Tino Runge zur Verfügung, der in einem persönlichem Kontakt mit Herrn Krüger steht und zudem die „Heimatseiten-Belgard pflegt.
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„Als Sohn des Schneidermeisters Emil Krüger und dessen Ehefrau Agnes geb. Zumker, wurde ich Ende April Anfang der 1930er Jahre in Groß Sabin, Kreis Dramburg in Pommern geboren. Vom 6. Lebensjahr an besuchte ich die Volksschule in Groß Sabin. Am 11.2.1945 wurde meiner Schulbildung durch den Einmarsch der Roten Armee ein Ende gesetzt: Denn: Am 11.2. 1945 mussten wir das erstemal auf die Flucht. Meine Eltern fuhren mit uns als letzte mit uns aus dem Dorf. Die Granaten schlugen schon rechts und links von uns ein. Noch heute sehe ich meine Mutter am Grabe ihrer Mutter stehen und weinen. Sie sagte, als ich sie vom Friedhof holen wollte: „Lass mich noch einmal am Grabe meiner Mutter knien, es wird das letzte Mal sein.“
Dann zogen wir, es war neun Uhr, aus dem Ort. Wir hatten unsere Nachbarn mit auf unserem Treckwagen. Als wir aus dem Ort fuhren, sahen wir eine Familie, die keiner mitnehmen wollte.
Mein Vater ließ den Wagen halten; das Gepäck wurde auf unseren Wagen verladen und die Familie ging mit uns auf die Flucht. Wir fuhren über den Bahnhof Virchow, Wutzig, Falkenburg, Zetzin nach Wusterwitz. Hier lagen wir 14 Tage. Es öfteren wohnte ich einer Unterhaltung mit dem Kreisleiter bei. Er beteuerte immer, wir brauchen nicht mehr weiter. Ende Februar, eines Morgens, hörten wir die Front näher kommen. Mein Vater wollte die Kreisleitung anrufen, um die Genehmigung zur Weiterfahrt zu erhalten. Die Verbindung kam nicht zustande; Dramburg war schon geräumt. Der Treck setzte sich in Richtung Dramburg in Bewegung.
Da uns zu diesem Zeitpunkt der Weg durch Dramburg schon abgeschnitten war, mussten wir wieder zurück, um über Gersdorf, Bad Polzin, Schivelbein nach Kolber zu fahren. Der Weg war schrecklich. Oft wurden wir durch Tiefflieger angegriffen. Auf einem Gut vor Kolberg haben wir Halt gemacht. Die Pferde konnten nicht mehr. Es war in der Nacht um ein Uhr. Mein Vater besorgte für die Familien, die noch bei uns waren, Quartier. Meine Mutter wollte für uns eine Unterkunft beschaffen, ging in das Gutshaus und fragte: „Gute Frau , können wir ein Nachtlager bekommen?“ Da antwortet die Frau: „Immer noch gnädige Frau!“
Um drei Uhr kamen die Russen in den Ort, für uns war es wie das Ende unseres Lebens. Wir waren dem Selbstmord nahe, aber mein Vater richtete uns wieder auf. Nach kurzer Zeit kamen die russischen Soldaten und trieben uns in die große Scheune. Nach einer Stunde wurde das Tor aufgerissen und alle Männer unter 50 sollten heraustreten. Nachdem die Männer herausgetreten waren, fragte ein Russe auf Deutsch: „Warum tritt der Gutsherr nicht heraus?“ Die Gutsfrau antwortete ihr Mann sei krank. Darauf wurden beide aus der Scheune geholt und erschossen.
Am Morgen kamen die Russen und sagten, ein jeder sollte in seine Heimat zurückfahren. Ein Ukrainermädchen, das noch bei uns war und bei uns bleiben wollte, musste uns sofort verlassen, da es sonst als Deutsche erklärt worden wäre.
Am Morgen fuhren wir mit mehreren Wagen wieder zurück in die Heimat. Alle paar Kilometer wurde der Wagen geplündert. Wir packten den Rest, den man uns gelassen hatte, immer wieder auf und fuhren weiter. Als wir durch den Ort Stolzenburg kamen, wurden wir, da es schon dunkel war, aufgefordert zu übernachten. Am Dorfende, nach Schivelbein zu, stehen drei Waldarbeiterhäuser. In dem mittleren übernachteten wir. Um Mitternacht kamen die nachziehenden Truppen, Mongolen. Wir stellten uns im Zimmer allesamt auf. Eine junge Mutter mit ihrem 14 Tage alten Kind stand in der vordersten Reihe. Dieser Frau wurde das Kind vom arm gerissen. Zwei Männer zogen sie aus und hielten sie fest, der jeweils dritte verging sich an der Frau. Meine Mutter, meine kleine 15 Monate alte Schwester und ich flüchteten durchs Fenster, da die Russen sich auch meiner Mutter näherten. Wir verkrochen usn in einem Bombentrichter. Meine Mutter war der Verzweiflung nahe und wollte Selbstmord begehen. Auf meine Bitten hin ließ sie davon ab. Meine Schwester, die oft weinte, bekam von meiner Mutter ein Taschentuch in den Mund gesteckt, damit wir von den Russen nicht durch das Weinen entdeckt würden.
Am Morgen fuhren wir bis Grössin bei Schivelbein; hier kamen wir nicht mehr weiter. In Schivelbein standen noch deutsche Truppen. Wir wurden von den Russen an der Weiterfahrt gehindert. Wir kamen in den Arbeiterhäusern neben dem Gut unter. Die Russen waren immer hinter uns her. Am zweiten Tag in Grössin, es war am 5. März 1945, ging mein Bruder zu den deutschen Soldaten und erkundete die Lage. Nach Vereinbarung sollten wir am 6. März morgens um 7 Uhr im Wald Grössin/Stolzenburg zu den deutschen Soldaten kommen. Morgens um 6.15 Uhr fuhren wir zum Dorfausgang. Die Straße lag unter Beschuss. Während mein Vater abwartete, passierte ein Freund meines Vaters die Straße während des Beschusses. Um 6.45 hörte der Beschuss auf, mein Vater gab meinem Bruder das Zeichen zur Weiterfahrt. Kurz vor dem Wald sahen wir, dass der Wagen des Freundes zusammengeschossen war. Die Toten und Verwundeten lagen dabei. Mein Vater ließ halten. Er wollte helfen. In diesem Augenblick schlug eine Granate unter unserem Wagen ein. Er flog mit allem in die Luft und sank dann zur Erde nieder. Ich hatte ein Splitter neben dem linken Auge. Mein Gehör hatte stark gelitten.
Als ich wieder sehen konnte, kam mein Vater auf meinen Bruder Joachim und mich zu. Wir saßen in einem Blockwagen, der hinter dem Treck angebunden war. Mein jüngerer Bruder und mein Vater waren nicht verletzt. Ich schaute zu dem Dorf zurück, aus dem wir gekommen waren. Da sah ich meine kleine Schwester Rosemarie an der Straßenseite liegen. Sie hatte bei meiner Mutter auf dem Schoß gesessen und war von dem Druck aus dem Wagen geschleudert worden. Ich lief hin, nahm meine Schwester auf den Arm. Sie lebte noch. Sie hatte drei Splitter im Arm. Mein Bruder Karl Heinz kam um den Wagen gewankt und brach zusammen; er hatte im Rücken zahllose Splitter; vom rechten Oberschenkel war das Fleisch und die Muskeln, vom linken Bein war die Wade abgerissen. Er lebte noch drei Stunden.
Dann holte mein Vater meine Mutter aus den Trümmern hervor. Ihr waren der Ober- und Unterkiefer abgerissen. Sie hatte außerdem einen Splitter im Herzen. Mein Großvater war blind; ein Bein abgerissen. Er ist auf der Straße verblutet. Meine Großmutter starb ebenfalls an der Unfallstelle. Auch sie war blind. Wahrscheinlich war ihr die Lunge geplatzt. Unsere Nachbarfamilie, die auch auf dem Wagen war, lebte.
In der Nähe stand ein leerer Wagen mit zwei Pferden davor. Den holte mein Vater, wir luden das Notwendigste auf und auch meinen Bruder Karl Heinz, da er zu dem Zeitpunkt noch lebte. Die Nachbarsfamilie stieg auch mit auf. Ich lief mit meiner Schwester auf dem Arm in das Dorf zurück, aus dem wir gekommen waren.
Mein Vater fuhr mit meinen Geschwistern und der Nachbarsfamilie zu den deutschen Soldaten, wo auch mein Bruder von einem Sanitätsarzt behandelt worden ist. Da mein Vater an uns Kinder dachte, kehrte er in das Dorf zurück. Mein Bruder wurde in das Zimmer getragen. Er verzog das Gesicht vor Schmerzen. Da habe ich meinen Vater zum ersten Mal weinen gesehen. Er bat meinen Bruder verzweifelt: „Du darfst nicht sterben!“ Mein Bruder sagte: „Papa ich bin ja hier und zum Sterben .. !“ Dann schlief er ein. Wir sahen ihn verblassen. Nach einer Stunde war er tot.
Wir legten ihn zuerst in einen Schuppen und wollten die Großeltern und ihn zusammen beerdigen. Da aber in diesem Schuppen sehr oft Frauen vergewaltigt wurden, beschloss mein Vater, meinen Bruder zu beerdigen. Meine Mutter und die Großeltern durften wir nicht mehr holen. Sie blieben an der Straße liegen.
Am 10. März mussten wir weiter trecken. Am 11. März wollte man meinen Vater verschleppen. Nach Bitten und Flehen von und Kindern behielten wir ihn. Am 12. März um 6 Uhr teilte mein Vater unser letztes Brot. Er sagte mir, ich sollte versuchen, aus einem Haus Brot zu bekommen. Es war bei Polzin in Pommern. Ich ging in ein Gutshaus und wollte Brot beschaffen. Als ich den ersten Raum betrat, lagen da sechs oder neun Volkssturmmänner. Die Augen waren ausgestochen, die Leiber aufgeschnitten und verstümmelt, die Volkssturmbinden waren über die nackten und geschändeten Leichen gelegt. Ich rannte aus dem Haus und schrie: „eher will ich verhungern, aber ich gehe nie wieder in ein Haus!“
Um 7.30 Uhr hatten wir das Dorf Gersdorf durchfahren; es war in der Rechtsbiegung nach Zetzim“ Wusterwitz, 4. Baum vor der Biegung, da kam ein Gefangenentrupp.
Ein Wächter ging auf meinen Vater zu. Mein Vater fuhr für einen Bekannten einen Wagen. In diesem Moment war ich zu meinem Vater gekommen. Mein Vater sagte: „Ich habe alles verloren, ich habe auch kein Taschenmesser mehr.“ Der Wächter untersuchte meinen Vater, und da er kein Taschenmesser fand, nahm er die Maschinenpistole vom Rücken und schoss meinem Vater in die Brust. Mein Vater fiel mit dem Gesicht auf die Straße; als ich zu meinem Vater wollte, hielt man mich zurück. Ich schrie. Mein Vater wurde mit Füßen an den Straßengraben gestoßen. Der Wächter schoss noch einmal. Wir mussten sofort weiter.
Am 13. März kamen wir mit Bekannten in unserer Heimat Groß Sabin wieder an. Wir wohnten zuerst bei Bekannten, einige Kilometer vom Dorf entfernt. Als nach zwei Wochen mein Großvater mütterlichseits und eine Schwester meiner Mutter in das Dorf zurückkamen, zogen wir zu ihnen.
Bis zum 29. Juni 1946 waren wir noch dort. Es war schrecklich. Am 29. wurden wir um vier Uhr aus den Betten geholt. Wir wurden von Groß Sabin nach Klein Sabin getrieben, wo wir mit 500 Personen in einem Saal übernachten mussten. Am nächsten Morgen wurden wir aus dem Saal getrieben, hinter uns wurden uns die Rucksäcke abgeschnitten und an der Tür wurde uns bis auf ein Gepäckstück alles fortgenommen.
Nun wurden wir nach Falkenburg transportiert. Die alten Leute wurden gefahren, auch Kinder, andere mussten neben den Fahrzeugen laufen. Auch auf diesem Weg blieben wir von Plünderern nicht verschont. In Falkenburg wurden wir in Viehwaggons geladen. Wir waren über 300 Personen in einem Waggon. Die Verpflegung war schlecht auf dem Transport. In Stettin kamen wir in ein Lager in dem wir 14 Tage leben mussten.
Schließlich landeten wir in Pöppendorf bei Lübeck. Nach einigen Tagen gelangten wir nach Tornesch-Ahrenlohe, wo wir in einem Gasthaus untergebracht wurden. Nach acht Tagen ging es von hier aus weiter nach Prisdorf, wo wir bei einer Familie P. untergebracht werden sollten. Da man uns nicht ins Haus ließ, mussten wir auf dem Heuboden wohnen. Dann kamen wir in einer Baracke in Prisdorf unter. , aus der wir erst wieder hinauskamen, als uns des Nachts alles gefroren war, also im Winter.
Auf unser Bitten uns eine Wohnung oder ein Zimmer zu geben, mussten wir uns von einem Herrn aus Prisdorf anhören: „Ihr seid doch bloß hierhergekommen, weil ihr keine Lust zur Arbeit hattet!“ Acuh sagte man uns: „Warum seid ihr nicht ins Wasser gegangen?“
In der Baracke lebten wir mit fünf Familien in einem Raum. Aber erst im Dezember 1946 bekamen wir ein Zimmer zugewiesen.
Durch meine Arbeite habe ich in Prisdorf viele Freunde gewonnen, auch Herrn Lehrer Müller, dem ich heute noch sehr dankbar bin. Er gab mir kostenlosen Unterricht, da ich meine Schulbildung ja nicht abgeschlossen hatte, aber die Schule vormittags nicht besuchen konnte, weil ich Vollwaise war und als Ältester der Geschwister arbeiten musste, um einigermaßen durch das Leben zu kommen.
Am 1. Februar 1949 ging ich in die Gärtnerlehre bei der Firma H. und am 27. Februar 1952 machte ich meine Gehilfenprüfung in Kiel mit dem Prädikat „gut“.
1956 machte ich mich selbstständig. 1955 lernte ich meine Frau kennen, und weil ich oft unter Albträumen litt, war ich bestrebt eine Familie zu gründen, um Gewesenes zu vergessen. 1955 wollte ich in Prisdorf ein Grundstück erwerben: Man sagte mit in Itzehoe auf dem Siedlungsamt: „Haben Sie überhaupt etwas verloren?“
Hier nun das bereits am Anfang des Beitrags erwähnte Foto von Erwin Krüger, der heute noch lebt. Diese Aufnahme stellte mir freundlicherweise Tino Runge zur Verfügung, der in einem persönlichem Kontakt mit Herrn Krüger steht und zudem die „Heimatseiten-Belgard pflegt. https://heimatseiten-belgard.de/heimatkreis/
Erwin Krüger (re) mit Tino Krüger
Eure Kommentare zum Beitrag:
Genauso schlimm ist es meinen Großeltern, die aus Schlesien, Sprottau stammten gegangen. Mein Vater war bei der Flucht 8 Jahre alt,sein grosser Bruder 12.Sie hatten ein riesiges Gut mit viel Land und vielen Angestellten. Alles verloren,die Flucht war so schlimm,dass sie nie darüber reden konnten.Meine Großmutter hat sich später das Leben genommen, sie kam nie über diese schlimme Zeit hinweg.Ihr Sohn,also mein Onkel wurde vor ihren Augen von einer Handgranate zerrissen.Sie sind damals nach Dresden geflüchtet und einen Tag vor dem großen Bombenangriff aus Dresden weiter geflüchtet. Geblieben sind sie in einer Gemeinde 20km von Dresden entfernt. Wurden Zeit ihres Lebens als Flüchtlinge, abfällig behandelt. Von Menschen, die nie etwas verloren haben,die nie etwas schlimmes erlebt haben,die vom Krieg verschont blieben.Das hat meinen Papa sein Leben lang geprägt und auch uns Kinder.Und wenn jetzt gerade die halbe Welt im Kriegsmodus ist,dann hat wirklich niemand aus dieser schlimmen Zeit etwas gelernt
Der Text war schon heftig, noch heftiger war der letzte Satz, der als Paradebeispiel dient, wie man Ignoranz definiert.
Ich frage mich immer, ob die Leute, die von Kriegstüchtigkeit schwadronieren, je solche Zeitzeugenberichte gelesen haben.
Ich habe viele solcher Berichte gelesen und mich mit der psychologischen Aufarbeitung beschäftigt, sowie über die Wirkung auf die Folgeneration.
Und ja, diese Erlebnisse begleiten die betroffenen Familien bis heute.
Meine Freundin ist auch betroffen, ihre Oma kam mit ihren Geschwistern aus einem Vorort von Königsberg und die Mädchen haben grausames erlebt.
Interessant ist für mich, ich kann irgendwie immer abschätzen, ob es sich bei Personen, die ich kennenlerne, um Ostflüchtlinge oder ihre Nachfahren handelt.
Sie sind mental irgendwie anders drauf, sind herzlicher, stiller und dankbarer.Wer hat das auch beobachtet?
Das sollte viel mehr publik gemacht werden… mein Vater hat auch noch Alpträume vom Erlebten…
Meine Großeltern mütterlicherseits sind damals zu Fuß nach Thüringen geflohen. Mein Opa hatte ein Holzbein und einen Splitter an der Luftröhre aus dem ersten Weltkrieg. Daher war er bei meiner Oma und bei meiner Mutter. Dort hin zu kommen muss grausam gewesen sein und auch als der Krieg vorbei war, war alles in Düsseldorf zerbombt . Wer heute Kriegsgeil ist , hat den Verstand verloren!
Ein schonungsloser Bericht. Man versteht, dass er hinterher von Albträumen geplagt wurde. Auch mein Mann (Ostpreuße) und ich (Schlesierin) und beide Jahrgang 1940, haben unsere Fluchterinnerungen, die uns bis ins hohe Alter jetzt nicht loslassen.
Diese Erzählung deckt sich mit der meines Vaters, geb. 1939 von Flucht und Elend, Not und Hunger, von Vergewaltigung seiner Mutter. Meine 2004 verstorbene Schwiegermutter musste als junge Frau und Mutter aus Ostpreußen fliehen mit einem einige Wochen alten Säugling, der auf dem Treck verhungerte weil sie keine Milch mehr hatte zum Stillen. Sie hat sich den Arm aufgeschnitten um das Kind mit ihrem Blut zu stillen. Sie konnte ihr Kind nicht mal begraben wegen Tieffliegerbeschuss. Sie hat immer geweint bei ihren Erzählungen. Der Mensch ist die grausamste Kreatur und was der Mensch dem Menschen antut ist unfassbar. Was sich in der heutigen Zeit vor unser aller Augen in der Welt abspielt, ist eine Katastrophe. Der Mensch als vernunftbegabtes Wesen hat nichts aus der Geschichte gelernt. Er produziert munter Vernichtungswaffen und überlegt, wie er sich selbst am Effizientesten vernichten kann.
Und genau diese deutsche Geschichte muss aufgeklärt werden aber das wird es nicht weil dann ein ganz anderes Bild von den Deutschen und den angeblichen Befreiern entsteht.
Ich erinnere mich , vor längerer Zeit ein Manuskript gelesen zu haben, von einer Amerikanerin, die mit einem Deutschen Industriellen verheiratet war! Sie hatte zwei Kinder und ein Baby! Als der Russe vorrückte musste sie ihr Zuhause verlassen und begab sich auf die Flucht, Richtung Westen! Das Grauen was sie erleben musste war entsetzlich! Durch übermenschliche Kraft hat sie ihre Kinder gerettet! Angekommen im Westen wurde sie von den Amerikanern verhaftet wegen Spionage! Obwohl sie nur Mutter und Hausfrau war! Die Fabrik ihres Mannes hatte nichts kriegstaugliches produziert! Das Baby ist heute über Achtzig Jahre und eine gute Freundin!
„Haben Sie überhaupt etwas verloren?“ die Antwort wäre gewesen: „Alles“ Meine Oma wollte auch niemand mitnehmen, weil sie so viele kleine Kinder hatte.. Am Ende hat sie der Ortsvorsteher in einem Bus mitgenommen.
Mein Grossvater flüchtete mit den grösseren Kindern getrennt in einem Güterzug. Er war nicht kriegstauglich gewesen, sondern hatte in Königsberg U Boote gebaut. Er wäre oft fast als Deserteur erschossen oder von den desolaten deutschen Truppen noch zum Kämpfen mitgenommen worden.
Meine Tante Erna war 17 Jahre und ein schönes Mädchen. Mein Opa versprach ihr, wenn die Russen kommen, bringt er sie vorher um, denn das war immer noch besser, als den Russen in die Hände zu fallen.
Sie kamen alle durch und landeten in der Lüneburger Heide. Die fetten Bauern, die hier vom Krieg nicht viel mitbekommen hatten, empfingen sie mit Sensen und nannten sie „die Polacken“. Sie wurden tatsächlich meist in Schuppen oder Speichern untergebracht.
Meine Oma, geflüchtet aus Königsberg, mit Nichts, außer ihren kleinen Kindern, hat mir alles erzählt. Sie war, wie all die anderen Zeitzeugen, schwerst traumatisiert. Ohrringe aus den Ohren gerissen, geschlagen, fast verhungert, fast erfroren, voller Angst, erbarmungslos der Gewalt ausgesetzt und sie wurde natürlich auch vergewaltigt. Es war alles dabei um jemanden zu entmenschlichen. Niemals darf das alles vergessen werden!!!
Für mich als Kind von Vertriebenen aus dem Sudetenland und grosser Freund der Ostpreussen ist es unglaublich schmerzhaft, was damals abging. Aber da ich die Geschichten meiner Mutter und Großmutter kenne, kann ich alles bestätigen. Wobei ich sagen muß, dass meine Mutter mir sagte, dass die Frau, in Altenstadt im Allgäu, wo sie und Oma erstmalig einquartiert wurden, sich sehr entschuldigt hat und es dann ein sehr herzliches VERHÄLTNIS gab.
Meine geliebte liebe Omi kam aus Schivelbein. Sie musste fliehen mit 2 kleinen Kindern und den Eltern
Meine Oma hat mir nicht viel erzählt die musste mit zwei Kinder aus dem Sudetenland raus. Das eine Kind ist gestorben mein Vater hat überlebt.
Meine Großeltern waren auf solch einem Trek, sie haben es dann bis Dresden geschafft ihnen ist allerdings erspart geblieben dann in Dresden u durch die Alliierten um zu kommen weil sie einen Tag vorher Dresden verlassen haben, aber Dresden war zugestopft mit solchen Flüchtlingen was die Alliierten aber nicht daran gehindert hat Dresden kaputt zu bomben nach dem Motto weil wir es können.
Vom „Töchterkollektiv“, einem Welttag für die Frauen, dem Muttertag, und von dem, wie es einmal war …
Es war einmal: Da waren die Weiber (heute Frauen) dem Manne gleichgestellt. Sie waren Mütter, Kräuterfrauen, Heilkundige, Jäger, Krieger, Köche, Seherinnen, Weise.
Mann und Weib begegneten sich auf Augenhöhe, sie waren im wahrsten Sinne des Wortes gleichgestellt. In den Stämmen der alten Germanen sah man in den Weibern etwas Heiliges und Vorhersehendes. Deshalb verschmähten die Männer weder Ratschläge noch vernachlässigten sie ihre Antworten. Mann und Weib achteten sich. Es war ein stetes Miteinander, kein Gegeneinander. Der Mann schätzte das Tun des Weibes, sowie das Weib das Tun des Mannes schätzte.
Das ist lange, sehr lange her. Diese Stellung dauerte an, bis zu Beginn einer schleichenden Entrechtung, unter dem Namen der Christianisierung.
So tönte es vom Pfaffen-Throne: Christen sollt ihr werden! Unter dem „heiligen Kreuz“, verlor die Frau mehr und mehr ihrer Rechte.
Es folgten Hexenverbrennungen. Erst durch die Einordnung der Hexe in das von der Kirche gepredigte Muster von schwarzem Zauber und Teufelspakt konnte sich der Hexenglaube im Volk zu einer breitangelegten Hexenverfolgung ausweiten, die über hundert Jahre lang in deutschen Landen umging.
Später war es dann der Einstieg in die sogenannte „moderne und fortschrittliche“ Gesellschaft.
Statt man nun wieder zu den Ursprüngen zurückgefunden hätte und das Geschehen an der Wurzel gepackt, also die Menschen daran erinnert, wie es sich zwischen Weib und Manne einst zugetragen hat, faselt man lieber etwas Gleichheit und ähnlichem und hält die Unterdrückung unter einem (schein) humanitären Mäntelchen aufrecht.
Meine Mutter mochte diesen herbeigerufenen „Frauentag“ am 8. März überhaupt nicht. „Werktätige Frauen“ so ein Unfug, schimpfte sie. Die Frauen gehören zu ihren Kindern nach Hause. Und dort schaffen sie, bilden, prägen und unterstützen Mann und Kinder mit ihrem Wissen, Können, Kochkünsten und all diesen Vorzügen, die Frauen nun mal in sich tragen.
Uns Kindern gab die Mutti deutlich zu verstehen: „Schenkt mir bloß nichts am 8. März! Ich will davon nichts hören, und vor allem nicht mit irgendwelchen roten Nelken „geehrt“ werden, die sich die weiblichen Parteigenossen neben ihr Abzeichen stecken. Ja, so war das bei uns daheim.
Jeder Tag sollte den Weibern und unseren Müttern gehören!
Wie die meisten der heidnischen Feste vereinnahmte die Kirche auch den „Muttertag für sich. Das einstige Frühlingssippenfest der Kelten und Germanen verschwand über die Zeit der Christianisierung.
Erst nahm man den Frauen ihre „Rechte“, um sie viele Jahre später großzügig mit anderen (angeblichen) Rechten zu „beglücken“.
Kurze Zwischenfrage: Wir schreiben das Jahr 2026, was zeichnet die Frau von heute aus, welches Wissen konnte sie sich bewahren, was wird sie an ihre Kinder weitergeben?
Warum brauchte es überhaupt eine Vorgabe zum Muttertag? Sie stammt übrigens aus dem England des frühen 13. Jahrhunderts. Anbefohlen von König Henry III. als Gedenktag für Mutter Kirche und die leibliche Mutter.
Doch wir brauchen keine Vorgaben. Weder von einem Engländer noch von einem anderen Lakaien der Kirche!
Dem nicht genug: Schließlich kamen zwei Frauen aus Amerika und strebten einen festen Mütter-Ehrentag an. Nach einem kurzen Hin und Her legte man sich auf den zweiten Sonntag im Mai fest.
Und unter Clara Zetkin (1857-1933) wuchs das „Gleichstellungsmerkmal“. Diese Clara Zetkin, sie trat 1919 der neu gegründeten KPD bei und war Mitglied im Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale (EKKI), begründete nun den Internationalen Frauentag als Initiative einer sozialistischen Organisation zur Emanzipation sozialistischer Frauen.
In den Siebzigerjahren setzten die USA / Vereinte Nationen die Idee des „Frauentages“ dann in die Praxis um.
Ein Tag unter vielen ….
Heute feiert man dann den „Weltfrauentag“.
Gleichberechtigung? Tatsächlich? War es doch nicht eher ein Rückschritt zu all dem ursprünglichen und natürlichem und ein direkter Weg in fremdbestimmte Sphären?
Und die Auswüchse des Prozedere lassen tief blicken:
Ins Leben gerufen, von eben solchen Organisationen wie die unter einer Zetkin, wurde nun (März 2026) das „Töchterkollektiv“: Frauen und Flinta* (*Flinta steht für Frauen, Lesbe, Trans , Inter, Nonbinär und Agender). Dieses Töchterkollektiv ruft zur Teilnahme eines bundesweiten „Frauenstreiks“ am 9. März auf. (siehe Beitragsbild Zeitungsartikel)
Wenn also jemand den 8. März feierlich begehen möchte, sollte derjenige immer daran denken, wer diesen Tag unter welchen Bedingungen ins Leben gerufen hat und welche Botschaft tatsächlich damit verbunden ist.
Wie sagte einst Schiller:
„Ehret die Weiber!
Sie flechten und weben himmlische Rosen ins irdische Leben,
Gestern haben einige schon mal „reingelesen“: Zur selben Zeit als die Macht des Reiches immer tiefer sank, vollbrachte das deutsche Volk in allen seinen Ständen eine geschichtliche Großtat: Die Wiedergewinnung alten germanischen Bodens im Osten, der in den Zeiten der Völkerwanderung verlassen und von den Slawen besiedelt worden war. Am Anfang der deutschen Geschichte um 900, bildeten Elbe und Saale die Ostgrenze des Reiches; um 1350 reichte es aber bis zur Narwa und zum Peipussee. Die außerordentliche Bedeutung dieser Tat, ergibt sich eindrucksvoll aus Folgendem: Noch um das Jahr 1200 lag der Schwerpunkt der deutschen Geschichte im Süden und Westen des Reiches, etwa auf der Linie Köln – Frankfurt – Augsburg. Durch die Ausbreitung des Deutschtums nach dem Osten rückte das Schwergewicht auf die Linie Hamburg – Breslau und fand seinen Mittelpunkt in Berlin, in einer Landschaft also, die am Anfang der deutschen Geschichte noch gar nicht zum Reich gehört hatte.
Wir erinnern uns: Schon unter Heinrich I. und Otto I. waren Vorstöße in den Osten erfolgt. Aber unter Otto II. war diese Bewegung jäh abgebrochen. Erst Lothar von Sachsen nahm die Ostmarkenpolitik wieder auf. Er verlieh die Grafschaften Holstein und Stormarn an Adolf von Schauenburg, die brandenburgische Nordmark (die heutige Altmark) an Albrecht den Bären und die Mark Meißen an Konrad von Wettin. Drei Geschlechter haben Großartiges für die Zukunft des deutschen Volkes geleistet.“
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Gewaltiges vollbrachte auch Heinrich der Löwe. Die Slawenvölker waren durch lange Kriege erschöpft, und nicht selten riefen ihre Fürsten selbst deutsche Siedler zur wirtschaftlichen Hebung ihrer Länder herbei. Andere wiederum zogen freiwillig die deutsche Herrschaft der polnischen Oberhoheit vor. Die Deutschen stießen weit in die slawische Welt vor und deutschten sie ein, indem sie Bauern aus dem Westen ansiedelten und zahlreiche Städte und Klöster gründeten. Den Bauern und Mönchen folgten bald Handwerker, Kaufleute, Ingenieure und Gelehrte aus ganz Nord- und Mitteldeutschland. Bald waren Mecklenburg, Pommern, Brandenburg, die Lausitz, Schlesien wiedergewonnen und deutsche Länder geworden. Dadurch, dass Heinrich der Löwe den ersten deutschen Hafen an der Ostsee, Lübeck ausbaute, begannen die Deutschen von hier aus die Ostsee zu beherrschen.
1230 kam der Deutsche Orden, zu Hilfe gerufen von dem polnischen Herzog, herüber nach dem Osten und eroberte in schweren Kämpfen Preußen, und schließlich, um 1350, erstreckte sich die deutsche Herrschaft, wie bereits erwähnt, ununterbrochen die ganze Ostsee entlang bis an den Peipussee und die Narwa.
Der deutsche Kaufmann verstand es, den Ostseehandel von den östlichen Ländern nach dem Welthandelsmarkt in Flandern, fast ganz in sein Hand zu bringen. Es ist die Zeit der deutschen Hanse.
Dieser Städtebund hatte sich allmählich im 13. Jahrhundert dadurch entwickelt, dass ich die deutschen Kaufleute im Ausland zusammenschlossen, um ihre Interessen gemeinsam zu vertreten.
Um 1350 steht die Hanse fertig da; die umfasst nicht nur die Städte an der Küste, sondern auch die Städte im Innern, die auf den Verkehr mit der Küste angewiesen waren. Diese Hanseaten verstanden nicht nur Handel zu treiben, sondern auch die Waffen zu führen. Erfolgreich haben sie alle Kämpfe gegen die Habgier von Seeräubern und gegen die Eifersucht fremder Fürsten bestanden. Eine dieser vielen Seehelden war Paul Beneke aus Danzig.
Bevor ich in den nächsten Tagen weitere Erinnerungen aus unserer alten Heimat mit euch teile, möchte ich noch ganz kurz ein paar Fakten zu „unserer Geschichte“ erwähnen. Die „ältere“ Generation unter uns, weiß nur zu gut, wovon ich hier schreibe.
Der Osten Deutschlands, von dem so oft die Rede ist, (insbesondere aus den öffentlich-rechtlichen Reihen) ist nicht etwa Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen. Nein der Osten Deutschlands, das sind Pommern, Ost- und Westpreußen, Ostbrandenburg, Schlesien und das Sudetenland. Diese Länder wurden ausgeraubt, die Bevölkerung auf menschenunwürdige Weise vertrieben, und viele Gebiete unter polnische Verwaltung gestellt.
Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind und bleiben mitteldeutsche Länder. Übrigens, Mitteldeutschlands Geschichte bis 1989 zeigt auf vielfältige Weise auf, dass sie längst geschrieben war, und die „Revolution“ mit einer gewissen „Vorbereitung“ einherging, die aber weniger vom Volke ausging. (Dazu aber anderer Stelle mehr).
Was nicht heißen soll, dass das mitteldeutsche Volk seinen wachen Geist darüber verloren hat. Nein, das gewiss nicht. Denn wenn man über viele Jahre immer und immer wieder betrogen wird, wenn man auf das Leid der Vorfahren aus den ostdeutschen Gebieten zurückblickt, dann wird man mit einem Wissen ausgestattet, dass sich nicht so leicht abstreifen lässt. Nicht zuletzt ist es das Gespür für das Echte, für das eigentliche Geschehen. Und nicht für das, was uns vorgegaukelt wird.
Ich nenne das Erfahrung, und verurteile niemanden ob seines Unwissens, weil es über viele Jahre hinweg den Menschen vermittelt und auch „anerzogen“ wurde.
Doch würde ich mir wünschen, dass sich die Menschen mehr mit ihrem Land auseinandersetzen, um wenigstens den Osten Deutschlands von Mitteldeutschland unterscheiden zu können, und die Geschichte dahinter besser verstehen lernen.