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Klara Fall: das glaube, wer mag

  • Der Kampf um Breslau – wir beginnen mit einem historischen Streifzug

    Januar 22nd, 2026

    Wenn wir über den Kampf um Breslau berichten und lesen, dann sollten wir uns zuvor der langen Geschichte dieser Stadt widmen. Damit es nicht zu lang wird, mache ich daraus einen „Zweiteiler“ – heute lest ihr Teil I.

    Schlesien, Ostpreußen, Westpreußen und Pommern sind Gebiete, die sieben Jahrhunderte und mehr von germanischen Stämmen bewohnt waren. In den vergangenen Tagen hatte ich dazu berichtet.

    Breslau ist die größte Stadt der Provinz Schlesien, Hauptstadt Niederschlesiens und bis 1945 Sitz des Oberpräsidenten der Provinz Schlesien. Sie war bis 1919 außerdem königliche Residenzstadt und kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt des südlichen Ostdeutschlands.

    Bis Ende 1944 war Breslau eine ruhige deutsche Stadt – weit entfernt von allen kriegerischen Auseinandersetzungen.

    Wir blicken nun zurück auf die Anfänge der Stadt bis zu Beginn des 14. Jahrhunderts.

    Breslau liegt an der Oder und ihren zahlreichen Flussarmen und Nebenflüssen inmitten der fruchtbaren Schlesischen Tiefebene. In vorgeschichtlicher Zeit führte die Bernsteinstraße von der Danziger Bucht nach Aquileia (Italien) durch die Breslauer Oderfurt.

     Schon vor mehr als 2000 Jahren gab es auf dem Gebiet der heutigen Stadt eine keltisch-illyrische Siedlung. Später ließen sich hier wahrscheinlich ostgermanische Wandalen nieder.

     Im 9. Jahrhundert bestand an dieser Stelle die wehrhafte Siedlung Frodeslaus. Daraus entwickelte sich später Vratsao (Vroclaw).

     Um 900 gehörte sie zum Reich des Böhmenherzogs Wratislav I.

     Um 1000 erreichter Kaiser Otto III. das von Bischof Johannes verwaltete Bistum Breslaus als Teil des Erzbistum Gnesen.

     Seit der Mitte des 11. Jahrhunderts, als sich hier immer mehr deutsche Kaufleute und Handwerker ansiedelten , gehörte Breslau (das 1149 erstmals als „Citvitas“ erwähnt wird), zu den bedeutendsten Städten Schlesiens.

     Im Jahr 1093 wurde Magnus Graf Wlast Statthalter Schlesiens. Er wurde 1037 in Dänemark geboren und heiratete 1057 eine Prinzessin aus dem schwedischen Warägergeschlecht von Naugard (Nowgorod). Wlast gehörte zur dänischen Sippe der drei Schwäne (daher sein Schwanenwappen). Sein Sohn Peter (geb. 1078) wurde 1108 zweiter Landeshauptmann von Schlesien und gründete hier Anfang des 12. Jahrhunderts 77 Kirchen und Klöster, darunter die Vincenzkirche auf dem Elbing. 1150 kam ein Prämonstratenserkloster hinzu. In Dänemark gibt es noch heute eine Adelsfamilie Wlast. Peter Wlast fiel seinerzeit einer politischen Intrige zum Opfer, weil er sich gegen die Besatzer gewandt hatte.

    Nach den schweren Kämpfen gegen den deutschen Kaiser Friedrich Barbarossa bei Posen mussten die Polen kapitulieren und Schlesien herausrücken. 1163 traten die drei Herzöge Boleslaus, Mesiko und Konrad, Söhne des Herzogs Wladislaus, die gemeinsame Herrschaft in Breslau an.

     Nachdem die Tartaren die Stadt im Jahr 1242 zerstört hatten, wurde sie an der heutigen Stelle am linken Ufer der Oder wieder aufgebaut und erhielt unter Herzog Heinrich III. und seinem Bruder Wladislaw 1262 Magdeburger Stadtrecht.

     1466 taucht erstmals der Name „Breslau“ auf.

    Die lückenlose seit 1287 vorhandene Ratslinie beweist, dass die Stadt bis 1945 nur von Deutschen regiert wurde.

    Im Jahr 1945 wurde Breslau gemäß dem Potsdamer Abkommen unter polnische Verwaltung gestellt. Diese vertrieb bis 1948 die gesamte deutsche Bevölkerung Breslaus und besiedelte die Stadt mit Polen, die meist aus Zentralpolen oder aus den an die Sowjetunion gefallenen Landesteilen kamen. Gemäß dem Potsdamer Abkommen und aufgrund der immer noch ausbleibenden friedensvertraglichen Regelung ist das Gebiet östlich von Oder und Neiße der Republik Polen nur zu einstweiligen Verwaltung übergeben worden.

    Morgen geht es dann weiter in geschichtlichen Etappen ab 1335 bis 1945.

    Schlesien – ein Auftakt!
    Schlesien, dem Heimatboden ist die Seele genommen

    Der Kampf um Breslau – wir beginnen mit einem historischen Streifzug
    Stadt und Festung Breslau – die bewegte Geschichte ab 1335 bis 1945
    Schlesien 19. / 20. Januar 1945 – Zur Erinnerung!

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  • Schlesien, dem Heimatboden ist die Seele genommen

    Januar 22nd, 2026

    Aus der Dokumentensammlung des Erzbistums Breslau, herausgegeben von Dr. Johannes Kaps München 1952, übernehme ich die dort geschriebenen Worte „zum Geleit“.

    „Wir katholischen Bischöfe können nicht länger schweigen zu dem furchtbaren Lose der mehr als 10 Millionen Ostdeutschen deren Vorfahren größtenteils vor schon sieben bis achthundert Jahren im Ostdeutschen gesiedelt und den Boden urbar gemacht haben. Es handelt sich um die Deutschen in Schlesien, in Ost- und Westpreußen, in Pommern, im Sudetenland, aber auch in Ungarn, Rumänien, Südslawien u.s.w.

    Alle diese Menschen sind nach gewaltsamer Vertreibung aus ihrer angestammten Heimat bedroht, ohne dass sie ihr Hab und Gut mitnehmen können, ohne dass ihnen in Westdeutschland eine ausreichende und menschenwürdige Existenz gegeben werden könnte.

    Millionen sind von diesem entsetzlichen Schicksal ereilt. In Schlesien allein dürften es mehrere Millionen sein. Die Austreibung ist mit furchtbarer Brutalität, unter Nichtachtung aller Menschlichkeit erfolgt.

    Auch nachdem der hohe Kontrollrat die zwangsweisen Aussiedlungen abgestoppt hat, haben sie keineswegs aufgehört. Die zurückbleibenden Deutschen aber werden so furchtbaren Drangsalierungen unterworfen, dass sie genötigt sind, das Land zu verlassen, sofern sie nicht durch Untertauchen in fremder Nationalität Schutz finden.

    Die Weltöffentlichkeit schweigt zu dieser furchtbaren Tragödie. Es ist, als sei ein eiserner Vorhang vor diesen Teil Europas niedergelassen. Seit wann ist es erlaubt, aus einem Kriegsgeschehen heraus, an Unschuldigen sich zu rächen und Verbrechen durch Verbrechen zu sühnen? Man soll die wirklich Schuldigen zu unerbittlicher Rechenschaft ziehen. Aber wer will das Massensterben von Kindern, Müttern, alten Leuten verantworten? Wer die Verzweiflung so vieler Tausender auf sich nehmen, die in ihrem entsetzlichen Elend ihrem Leben selbst ein Ende machen?

    Wir bitten und flehen, die Weltöffentlichkeit möge ihr Schweigen brechen, diejenigen, die die Macht in den Händen haben, möchten verhüten, dass Macht vor Recht gehe und das aufs neue eine Saat ausgestreut werde, die nur neues Unheil in sich bergen kann.

    Im Namen der Gerechtigkeit und der Liebe erheben wir unsere Stimme für unsere Landsleute im Osten. Wir bitten die Gläubigen in ihren Gebetenen immer wieder dieser Not zu gedenken.“

    Kanzelverkündigung der westdeutschen Bischöfe

    Köln, den 30. Januar 1946

    ——————————

    „Schlesien lebt und wird überleben, auch wenn heute fremde Gewalt Macht über Schlesien ausübt. Vertreibung und Annexion sind zwar historische und politische Realitäten, aber sie schaffen kein neues Recht.“ (Albert Schmitt, ein Pfarrer aus Grüssau im Mai 1945)

    Nun angesichts der Tatsache, dass sich die Weltöffentlichkeit eher von den Tatsachen distanziert, als sie zu benennen, möchte ich noch etwas „loswerden“:

    Ich finde es nach wie sehr traurig als auch verblüffend, wie sich eine Mehrheit deutscher Bürger zu den Ereignissen und zu dem unsagbaren Leid des eigenen Volkes äußert und die Verbrechen gegen das eigene Volk zu verharmlosen vermag und darüber hinaus eine Richtigstellung ablehnt und die zahlreichen Erlebnis-Tatsachenberichte nur bedingt wahrnimmt.

    Meine Frage: Waren das keine Menschen für diejenigen? Oder warum rehabilitiert man vehement die Taten der Alliierten und Besatzer?

    ————————————————————————-

    Anmerkung zur Dokumentensammlung: Hier findet man die Leiden der Deutschen in Schlesien nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in beglaubigten Augenzeugenberichten, gesammelt von einem katholischen Prälaten noch in den frühen Jahren der frischen Erinnerung. Wer der allgegenwärtigen PC-Geschichtsfälschung fundiert widersprechen möchte, bekommt hier das notwendige Basiswissen in hieb- und stichfester Dokumentation von einem völlig unverdächtigen Herausgeber geliefert.

    Morgen lesen wir dann weiter vom Schicksal der Schlesier, vom Todesmarsch der Breslauer Mütter und über den Kampf um Breslau.

    Schlesien – ein Auftakt!

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  • Schlesien – ein Auftakt!

    Januar 22nd, 2026

    Als Auftakt zu unserer Reihe „Geschehen in Schlesien/Breslau“, und zur Erinnerung an die Menschen,, die dort lebten – ein Gedicht, einst verfasst von Rudolf Schneider.

    —————————————————————–

    Anmerkung: Die Heimatzeitung „Der Schlesier“ wurde in ihrer regelmäßigen Ausgabe im Jahr 2015 leider eingestellt.

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  • Über die Sprache unserer Völker

    Januar 20th, 2026

    „In der Dunkelheit einer Nacht sagte meine Mutter, sie könnte die anderen Kinder hören, die um ihre Eltern weinen. Den Kindern wurde es von den Missionaren verboten, ihre Muttersprache Lakota zu sprechen. Also sprachen sie die Sprache in ihren Gebeten. Tausend Gebete von tausend einsamen Herzen.

    —————————————————–

    Vor Jahrzehnten wies die Mainzer Anthropologin Ilse Schwidetzky darauf hin: „Manche Völker sind in der Geschichte schon untergegangen, weil sie die Sprache – und damit ihre Kultur – aufgaben und die der Sieger annahmen.

    Quelle: Indigenous Native Treasures

    Es war einmal … die Verbreitung der Sprachstämme

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  • Kammeier -Alles eine Sache der Fälschung?

    Januar 20th, 2026

    Man kann und man darf unsere deutsche Geschichte nicht auf eine Epoche reduzieren. Unsere Geschichte ist weit über 2000 Jahre alt.

    Dass die Dokumente, auf denen unsere Geschichtsschreibung über die Frühzeit und das Mittelalter fußt, zu einem erheblichen Teil Fälschungen sind, das ist bekannt. Um den in Fortsetzung gegangenen Fälschungsfilz besser begreifen zu können, lohnt auch der Blick in Wilhelm Kammeiers Werk, in dem das Ergebnis seiner Untersuchungen zu den Geschichtsfälschungen seinerzeit veröffentlicht wurde.

    Das wissenschaftliche Standardwerk beinhaltet eine schlüssige, einleuchtende als auch beunruhigende Erklärung für die Flut von Fälschungen. Ein kritischer Anhang nach einer Neuauflage , ergänzt von Roland Bohlinger, berichtet unter anderem über die Internationale Konferenz der Monumenta Germaniae Historica, auf der 1986 mehr als 100 Historiker über Geschichtsfälschungen in Europa berichteten. In ihren Beiträgen haben sie Kammeiers Untersuchungen und Einzelergebnisse insoweit bestätigt, dass die Forschung in einem Meer von Fälschungen schwimmt, die überwiegend durch kirchliche Kreise erzeugt worden sind.

    Doch keiner der Konferenzteilnehmer hat sich getraut, bis zu Kammeiers Schlussfolgerung vorzustoßen: dass nämlich solch dichter Fälschungsfilz nur in zentralem Auftrag und unter zentraler Leitung entstanden sein kann. Kammeier zeigt, dass die Fälschungszentrale im päpstlichen Rom saß (und dort immer noch sitzt). Der Unterstützung ihres „Tuns“ aus bestimmten Reihen sind sich die vermeintlichen „Würdenträger“ gewiss.

    Die Monumenta Germaniae Historica fällt nun auch der Digitalisierung zum Opfer. Darüber werden die einst auf Papier gebrachten Schriften nach und nach geändert, ersetzt, getauscht und vernichtet. Ein Graus.

    Mit dem bayerischen Wissenschaftsminister Bernd Sibler wurde im Januar 2019 eine Zielvereinbarung unterzeichnet. Dabei soll die Digitalisierung vorangebracht und die Arbeit mit ausländischen Wissenschaftlern intensiviert werden.

    Infotafel:

    Kammeiers Werk wird hier bereits nicht mehr aufgeführt!

    https://www.mgh.de/…/schriften-der-monumenta-germaniae…

    Fälschungen im Mittelalter Internationaler Kongress der Monumenta Germaniae Historica München 16.-19. September 1986-1988.

    Das Motto der MGH lautet seit mehr als 200 Jahren. „Die heilige Liebe zum Vaterland gibt den Mut. (in der Kirchensprache: Sanctus amor patriae dat animum


    Wilhelm Kammeier, geboren am 3. 10. 1889, begann seine Arbeit der Geschichtskritik im Jahre 1923. Im Frühjahr 1926 lag ein 292 Seiten umfassendes Manuskript, „Die universale Geschichtsfälschung“ vor, das jedoch keinen Verleger fand. Die Fachwissenschaftler, besonders die Preußische Akademie der Wissenschaften zu Berlin, lehnten eine Kenntnisnahme ab, da Kammeier als promovierter Jurist nicht zur Gilde der Geschichtsforscher gehörte. Wenn man sich vor Augen führt, was in jenen Jahren nach dem 1. Weltkrieg alles geschrieben wurde – wie wild die Phantasie ins Kraut schoß – kann man sogar die Ablehnung verzeihen. Hätte einer jener Herren Gelehrten hineingeschaut in das Manuskript, wäre er ganz sicher gefesselt gewesen und hätte sich für die Publikation eingesetzt, möchte man annehmen.

    Kammeier hatte mit seiner Aufklärungsarbeit noble Beweggründe: Die Fälschung der Geschichte sah er als große Gefahr für unsere Kultur, weil die Fehlschlüsse aus diesem Wissen neuen Konfliktstoff bergen. Aufklärung hielt er für äußerst wichtig. 1935 erschien sein erstes Buch, der 2. Band entstand in den Jahren 1936 bis 39. Eine Anerkennung durch die Nationalsozialisten war ihm nicht beschert.

    Bis zum Krieg war Kammeier in Hannover als Rechtsanwalt und Notar tätig. Als Soldat geriet er in Gefangenschaft und konnte nach der Entlassung seine Frau und treue Mitarbeiterin Lotte in Arnstadt in Thüringen wiederfinden. 1942 hatte Kammeier eine kleine Schrift über die Entstehung der Kirche veröffentlicht, die er nun weiter ausarbeitete. So entstand bis 1956 der dritte Band, „Die Fälschung der Geschichte des Urchristentums“, den die Kommunisten der DDR jedoch nicht veröffentlichen wollten (er erschien erst 1981/82 in Husum). Kammmeier wurde wie ein Staatsfeind behandelt und starb 1959 an Unterernährung in Arnstadt, wo er begraben liegt. Seine Frau und Schwester lebten dort noch zwei Jahrzehnte im größten Elend. Lotte Kammeier starb 1979.

    Das Ergebnis seiner (Wilhelm Kammeier) Untersuchung kann man nur als verheerend bezeichnen. Dass die „Dokumente“, auf denen unsere Geschichtsschreibung über die Frühzeit und das Mittelalter fußt, zu einem erheblichen Teil Fälschungen sind, wird inzwischen von der Geschichtswissenschaft nicht mehr bestritten; umstritten ist lediglich noch, wie groß dieser Anteil ist – ein Umstand, den die meisten Geschichtslehrer verschweigen.

    Wer schlägt den Löwen? Wer schlägt den Riesen?

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  • Unsere deutschen Städte und ihre Zerstörer – heute, vor 81 Jahren /Magdeburg

    Januar 16th, 2026

    Gegen das Vergessen! 16. Januar 1945

    2023: Einem Stadtführer wird die Frage gestellt, wo es denn zum Zentrum gehe. Seine Antwort ist kurz: Im „klassischen“ Sinne habe das Magdeburg nicht mehr. Denn die Innenstadt wurde beim Bombenangriff 1945 zu 90 Prozent zerstört. Brandbomben aller Art, darunter auch Phosphor, brachten der Stadt den gefürchteten Feuersturm, der auch Dresden einen Monat später treffen sollte. An jedem 16. Januar läuten im nächtlichen Magdeburg für zehn Minuten die Kirchenglocken. Sie erinnern an einen der schlimmsten Bombenangriffe auf eine deutsche Stadt im Zweiten Weltkrieg. Der Angriff dauerte von 21.28 Uhr bis 22.07 Uhr. Nach diesen 39 Minuten gab es die Magdeburger Altstadt nicht mehr.

    Nach ersten verlässlichen Angaben verloren bei diesem Angriff mehr als 16 000 Menschen (wobei auch diese Zahl, wesentlich höher ausfallen wird) hier ihr Leben. Und auch hier wurde diese Zahl wie gewohnt (wenn es Opfer aus der deutschen Bevölkerung betrifft) auf etwa 2000 hinunter „korrigiert“. Vorhin habe ich sogar etwas von 1600 gelesen. Das perfide Spiel der Zahlenkorrektur ist bekannt. Mehrfach habe ich darüber berichtet.

    Weitere Beiträge zu: Unsere deutschen Städte und ihre Zerstörer findet ihr Kommentar.

    Wir lesen über die planmäßige Zerstörung deutscher Städte und Infrastruktur durch die Alliierten, über die verbrecherische Kriegsführung der Angloamerikaner und dem angloamerikanischen Bombenterror gegen die deutsche Zivilbevölkerung.


    Auszug aus den Kommentaren

    Luftangriff auf Madeburg am 16. Januar 1945

    „Seh ich das Bild von Machdeborch, denn zittern mich die Beene. Denn jeht mich das so durch un durch, denn denk ich an Machdeborch, an Machdeborch – un weene.“

    – unbekannter Magdeburger

    „Der Himmel brennt über Magdeburg“:

    „Die Toten, die bis zur Unkenntlichkeit verbrannt wurden, konnten nicht identifiziert werden. Die Beerdigung dauerte acht bis 12 Tage. Noch nach der Schreckensnacht wurden Tote und Skelette bei der Enttrümmerung gefunden. Nach Recherchen sind 3.756 bei dem Bombenangriff getötete Magdeburger auf Friedhöfen der Elbestadt beerdigt worden.“

    „Die Toten, die bis zur Unkenntlichkeit verbrannt wurden, konnten nicht identifiziert werden. Die Beerdigung dauerte acht bis 12 Tage. Noch nach der Schreckensnacht wurden Tote und Skelette bei der Enttrümmerung gefunden. Nach Recherchen sind 3.756 bei dem Bombenangriff getötete Magdeburger auf Friedhöfen der Elbestadt beerdigt worden.“

    Der erste Luftangriff auf Magdeburg erfolgte am 22. August 1940. Erst im Jahr 1944 intensivierten sich die Angriffe auf die Stadt und konzentrierten sich auf Industriebetriebe. Der schwerste Angriff in dieser Zeit geschah am 5. August 1944, wobei 683 Bürger getötet wurden und 13.000 Einwohner ihre Wohnung verloren. Weiteren schweren Luftangriffen (22. und 28. September 1944) fielen Teile der Innenstadt und der Reichsbahn zum Opfer. Bis Ende 1944 kamen bei insgesamt 18 Angriffen, überwiegend auf öffentliche Einrichtungen, Krankenhäuser und Lazarette, 1.690 Menschen ums Leben.

    Der Luftangriff auf Magdeburg am 16. Januar 1945.

    Der Luftangriff auf Magdeburg war einer von zahlreichen geplanten Flächenbombardements deutscher Großstädte und hatte den Codenamen „Grilse“ (engl.: Junger Lachs; die Angriffsziele wurden nach Fischen benannt). Am Nachmittag des 16. Januar 1945 startete der Bomberverband der Royal Air Force mit insgesamt 371 Flugzeugen in Südengland. Sein Kurs führte über den Ärmelkanal zunächst nach Süddeutschland. Dort änderte der Verband seinen Kurs und flog über den Thüringer Wald und den Harz mit dem Ziel Magdeburg. Durch den sich ändernden Kurs des Bomberverbandes und die nur noch schwache deutsche Luftabwehr war bis kurz vor Beginn des Luftangriffs unklar, daß Magdeburg das Angriffsziel war. Als um 21.28 Uhr die Luftschutzsirenen die Bevölkerung warnten, detonierten bereits die ersten Bomben.

    Zunächst warfen sogenannte Pfadfinder-Maschinen Leuchtbomben über der Stadt ab, um das Zielgebiet für den eigentlichen Angriff zu markieren. Es folgte eine Angriffswelle mit Luftminen, die durch ihre starke Sprengkraft beträchtliche Schäden an Dächern und Wänden von Gebäuden anrichteten und damit die Angriffsfläche für die darauffolgenden Abwürfe der Stabbrandbomben, Sprengbomben und Phosphorbomben vergrößerten. Der Boden der Stadt bebte durch die pausenlose Detonation der Sprengkörper. Durch die zahlreichen Brandherde entwickelten sich Feuerstürme, der Asphalt auf den Straßen wurde flüssig und begann ebenfalls zu brennen. Der gesamte Luftangriff dauerte 39 Minuten.

    Die acht Quadratkilometer große Fläche zwischen Hasselbachplatz, Hauptbahnhof, Alter Neustadt und Elbe lag nach dem Angriff in Trümmern und brannte noch mehrere Tage. Die Innenstadt wurde zu 90% zerstört; die Zerstörung der gesamten Stadt wird auf 60% geschätzt. 16.000 kamen ums Leben, 11.221 wurden verletzt und 190.000 verloren ihr Zuhause. Die „Nordfront“ der Stadt, 15 Kirchen und der Breite Weg, bis zu diesem Zeitpunkt eine der schönsten Barockstraßen Deutschlands, wurden fast komplett zerstört. Der Magdeburger Dom blieb dagegen weitestgehend unversehrt.

    Nach dem Krieg wurden die Innenstadt und betroffene Viertel enttrümmert (siehe Trümmerfrauen). Aus Geldmangel, aber auch mit dem ideologischen Ziel, eine neue sozialistische Stadt zu schaffen, wurden von den beschädigten Gebäuden nur die wertvollsten gerettet, beziehungsweise die von Zerstörung weniger betroffenen Bauten restauriert, darunter der Magdeburger Dom, das Kloster Unser Lieben Frauen und das Rathaus. So prägen heute anstelle der Barockhäuser des Breiten Wegs, der Gründerzeit- und Jugendstilgebäude zahlreiche Plattenbauten die Innenstadt, ergänzt um einige Bauten der Nationalen Tradition der Nachkriegszeit, die die sowjetische Architektur der Stalinzeit zum Vorbild haben. Die über Jahrhunderte gewachsene Stadtstruktur wurde weitgehend aufgegeben, so daß an die Stelle einer dichten großstädtischen Bebauung weite Freiräume traten, die von Bauten im Stil des sozialistischen Klassizismus und später entstandenen Plattenbauten gesäumt wurden. Mehrere zum Teil noch verhältnismäßig gut erhaltene über Jahrhunderte stadtbildprägende Kirchen wurden gesprengt, da diese der ideologischen Konzeption einer sozialistischen Stadt im Wege standen.

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  • In den Augen Machiavells sind (1507) die deutschen Städte der „Kern des Reiches“.

    Januar 16th, 2026

    Viele unter uns wissen, um das wunderbare Gefühl, wenn wir durch (noch) gut erhaltene Altstadtkerne und Straßenzüge wandeln können. Die Reihe der „Blauen Bücher“ wurde im Jahr 1935 veröffentlicht: Dort liest man: „Der bauliche Charakter der alten deutschen Stadt ist wenigstens in einigen Stadtgebilden heute noch schaubar: Lüneburg, Lübeck, Wismar und Rostock, Nördlingen, Dinkelsbühl, Wasserburg und Landshut etwa geben uns noch immer einen in manchen Sinn zuverlässigen Bild der Gesamtanlage und der Architektur mittelalterlicher Städte Deutschlands.

    Erinnern wir uns also, denn das sind sie wert, die deutschen Städte, die unter dem Schweiß und dem tatkräftigen Tun, aber auch unter großem Leid unserer Vorfahren erblühen konnten.

    Die Briten begannen den Bombenkrieg gegen das Deutsche Reich am 11./12. Mai 1940 mit einem Angriff auf Mönchengladbach (das damals noch Mün- chen-Gladbach hieß).

    Norman Stone, Professor für Neuere Geschichte in Oxford, schrieb in der Daily Mail. «Schon ab 1944 … bombardierten wir deutsche Städte monatelang weiter, als unser Sieg schon feststand und klar war, dass Stalin genauso ein potentieller Todfeind sein würde. Ein Teil der Bombardiererei war schlicht sinnlos. In den letzten Kriegstagen griffen wir die alten pittoresken Städte südlich von Würzburg an; da gab es überhaupt kein militärisches Ziel… nur Flüchtlinge, Frauen und Kinder.

    Von diesen Akten grundlosen Sadismus war der schlimmste die Bombardierung Dresdens.“

    Nach einer Notiz bei den Akten des Oberbefehlshabers der Luftwaffe-Arbeitsstab I.S.- erfolgten bis 31. Dezember 1939 folgende britische Bombenabwürfe:

    – am 4.9.1939 eine Sprengbombe auf Cuxhafen

    • am 5. 9. 1939 eine Sprengbombe auf Altendeich bei Wilhelmshaven;

    • am 29. 9. 1939 eine Sprengbombe bei Vechta;

    • am 3. 12. 1939 21 Sprengbomben an der Küste von Helgoland;

    • am 12. 12. 1939 5 Sprengbomben auf Borkum;

    • am 14. 12. 1939 5 Sprengbomben auf Sylt;

    • am 18.12.1939 7 Sprengbomben auf Borkum, 5 Sprengbomben auf Juist, 5 Sprengbomben auf Amrum;

    • am 20. 12. 1939 3 Sprengbomben bei Hörnum auf Sylt;

    • am 21. 12. 1939 4 Sprengbomben bei Rantum auf Sylt.

    Britische Politiker gaben auch offen zu, dass England mit dem Bombenkrieg begann. So schrieb der Londoner Unterstaatssekretär SPAIGHT: »Wir begannen Ziele in Deutschland zu bombardieren, ehe die Deutschen das in England taten. Das ist eine historische Tatsache, die auch öffentlich zugegeben worden ist. Wir brachten London zum Opfer dar, denn die Vergeltung war gewiss. . .

    Der Blitz (die deutschen Luftangriffe auf England, H.W.) begann erst, nachdem die Briten schon fünf Monate lang deutsche Städte bombardiert hatten.

    —————————————-

    Auf einen Blick! Die Bombenangriffe auf Dresden sowie auf folgende Städte :

    Kiel, Neumünster, Stralsund, Bremerhaven, Emden, Wilhelmshaven, Hamburg, Neubrandenburg, Neustrelitz, Prenzlau, Bremen, Hannover, Rheine, Osnabrück, Hildesheim, Braunschweig, Magdeburg, Berling, Potsdam, Frankfurt/Oder, Bocholt, Münster, Kleve, Wesel, Dortmund, Hamm, Soest, Krefeld, Mönchengladbach, Düsseldorf, Aachen, Düren, Bonn, Köln, Siegen, Koblenz, Trier, Bingen, Bad Kreuznach, Mainz, Worms, Kaiserslautern, Pirmasens, Karlsruhe, Pforzheim, Stuttgart, Freiburg, Friedrichshafen, Ulm, München, Augsburg, Straubing, Heilbronn, Nürnberg, Ingolstadt, Bayreuth, Mannheim, Ludwigshafen, Darmstadt, Offenbach, Hanau, Frankfurt, Gießen, Schweinfurt, Würzburg, Gießen, Kassel, Nordhausen, Merseburg, Leipzig, Chemnitz, Eilenburg, Halberstadt, Magdeburg, Gelsenkirchen, Oberhausen, Witten, Duisburg, Hagen, Wuppertal, Solingen, Neuß, Remscheid, Brilon, Aschaffenburg,

    Den vollständigen Beitrag ( Beiträge) mit den entsprechenden Quellenangaben findet ihr im Kommentar.

    Da ist eine kurze Einführung auf kommende Beiträge. Dann lesen wir über die planmäßige Zerstörung deutscher Städte und Infrastruktur durch die Alliierten, über die verbrecherische Kriegsführung der Angloamerikaner und dem angloamerikanischer Bombenterror gegen die deutsche Zivilbevölkerung.

    Kriege sind entsetzlich. Kriege bringen Leid, Elend, Schmerz….
    Unsere deutschen Städte und ihre Zerstörer

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  • Die Schandtat von Dresden vom 15.01.2024!

    Januar 16th, 2026

    Wir erinnern uns, und vergessen auch das nicht!

    Die Stadt Dresden hatte den historischen Altmarkt bis Ende des Jahres 2023 für 13 Millionen Euro zu einem Hightech- und Veranstaltungsplatz umbauen lassen. „Großzügig“ erinnerte noch ein Gedenkstein (schon damals mit verfälschten Angaben zu den Todeszahlen) an die, durch alliierte Bomber zu Tode gekommenen Menschen.

    Am 15.01.2024 ließ dann die Stadt die Inschrift des Mahnmals für deutsche Bombenopfer entfernen. Aber nicht nur das. Nachdem man dann das Fehlverhalten eingestanden hat, gab es „großzügig“ eine NEUE Inschrift. Und die hat es in sich. Was für eine Verhöhnung, was für eine Billigung alliierter Verbrechen, was für eine große Lüge!

    Diese Inschrift ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden Dresdners! Laut dem Dresdner Stadtarchiv, dessen Schriften auch der Stadt Dresden zugänglich sind, geht man in der Nacht vom 13.-14. Februar 1945 von einer Zahl von 250.000-300.000 Toten aus. Überwiegend Frauen und Kinder verloren in dieser Nacht qualvoll ihr Leben. Wenn dies keine Umschreibung der Geschichte ist, was ist es dann? Die Anzahl der Dresdner Opfer von 1945 soll massiv dezimiert werden! Schuldkult wird in die Köpfe unserer Kinder gehämmert und die Opfer werden zu Tätern gemacht!

    Am 12. Februar 2026 jährt sich der unsägliche und völkerrechtswidrige Bombenangriff auf Dresden zum 81. Mal.

    Wie in jedem Jahr folgen hier entsprechende Berichte und Beiträge zum Geschehen – gegen das Vergessen!

    Wenn unsere Generation aufhört zu berichten, werden die Lügen für unsere Nachkommen zur Wahrheit.

    Das hat unser Volk nicht verdient!

    ——————————————————————–

    Quelle der Fotos: Auszüge aus den Dokumenten, bereitgestellt für den Bertelsmann Lesering vom Verlag William Kimber London 1964

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  • Was noch im Januar von 81 Jahren geschah…

    Januar 16th, 2026

    Eigentlich wollte ich heute den Beitrag zu den Ereignissen von „Katyn“ fertigstellen. Doch dann „stolperte“ ich über ein anderes, noch weniger bekanntes „Geschehen“.

    Oft gehen unter den großen Tragödien nach 1945, die es dank vieler Erlebnisberichte in die Öffentlichkeit geschafft haben, vielfach andere geschehene Ereignisse „verloren“.

    Die Welt weiß alles über den Deutschen vorgeworfenen Verbrechen, aber wenig über die Verbrechen an Deutschen.

    Über die Erlebnisberichte meiner Mutter, niedergeschrieben in meinem Buch „Das Bernsteinfenster“, weiß ich, wie es zugegangen ist, damals, als die sogenannten „Befreier“ auf den Weg gebracht worden sind.

    Nur wenige kennen die wahren Vorgänge. Wer weiß also um den Massenselbstmord von Wildenhagen im Jahre 1945?

    Wildenhagen ist ein Dorf unter vielen, wo solche Schicksale zu beklagen sind.

    In Wildenhagen, einem Dorf östlich von Frankfurt an der Oder im heutigen von Polen verwalteten Gebiet Ostdeutschlands, geschah am 3 1 . Januar 1 945 Schreckliches. Als die Sowjets heranrückten, deren Grausamkeiten bekannt geworden waren, nahm sich ein Viertel der Dorfbevölkerung das Leben. »Mütter und Großmütter töteten ihre Kinder und Enkel, mit allem, was gerade greifbar war: erhängten sich an Schnüren,

    schnitten Pulsadern auf oder griffen zum Beil.

    Zigtausende deutscher Frauen, die nicht früh genug fliehen konnten, gingen in Ostdeutschland mit ihren Kindern in den Selbstmord, um sich und ihren Kindern das sichere Schicksal zu ersparen, das seit dem sowjetischen Massaker von Nemmersdorf im östlichen Ostpreußen Ende 1 944 bekannt war. Dieses Thema ist leider für die meisten beamteten deutschen Historiker kein Thema.

    Den von mir verfassten Beitrag zu Nemmersdorf setze ich in den Kommentar.

    Erstaunlicherweise berichtete am 29. April 2005 um 21 Uhr das WDR-Fernsehen mit einem Bericht von Carmen EcKARDT über die Vorgänge in dem Dorf Wildenhagen beim Einmarsch der Roten Armee. Ein eher seltenes Beispiel für die Medien über die furchtbaren Geschehnisse.Die Filmdokumentation stützt sich unter anderem auf das gleichnamige Reportagenbuch von W. NowAK (Eichborn, Frankfurt/M. 2008).

    Es gab viele solche Verzweiflungstaten. Carmen ECKARDT berichtet von einer nahe gelegenen Stadt, in der eine Menschenmenge einfach gemeinsam ins Gaswerk ging und den Hahn aufdrehte.

    In dem Ort Demmin ertränkten sich rund 900 Einwohner (von 1 5 000) aus Angst vor den Russen in den Flüssen Peene und Tollense. Während der DDR-Zeit wurden die Demmin-Toten ebenso verschwiegen.

    Der FAZ-Rezensent meint selbst, dass diese Menschen nicht einfach von »der GoEBBELS-Propaganda« fanatisiert worden seien und dem Bild vom sowjetischen >Untermenschen< blind geglaubt hätten. Sie haben wohl eher das auf sie Zukommende realistisch gesehen und wollten ihre Kinder und sich vor den Folgen bewahren.

    Und ja ich weiß, es werden vermutlich auch hier wieder einige Empörte boshafte Kommentare hinterlassen.

    Aber ist es denn nicht so, dass wir Deutschen vor die Gräber anderer Völker zum Trauern und Buße tun ziehen, oder anders ausgedrückt „gezerrt“ werden, um unsere Schuld zum 1000 Mal zu bekennen, während all die, die sich gewiss alles andere als rühmlich und menschlich aufgeführt haben, von ihren Sünden und Taten freigesprochen worden sind und bis heute darauf zählen dürfen, dass die Deutschen zahlen…, bezahlen für Taten, die sie gar nicht begangen haben. Ein „Phänomen“, dass seit dem Vertrag von Versailles Bestand hat.

    Bis heute werden Schulklassen an bestimmte Orte „gekarrt“, mit dem Ergebnis, dass sie sich anschließend für ihr Volk, ihre Großväter und Großmütter, für ihre Urgroßeltern zu schämen haben.

    Diese Schulkassen finden sich gewiss nicht an den Orten ein, wo so viel Tragisches, wie das hier Erwähnte von Wildenhagen geschehen ist. Etwas unvorstellbares, denn das ist es, vor allem dann, wenn man die Erlebnisberichte zu lesen bekommt. Aber darüber wurden die Deutschen zum Schweigen verurteilt. Und so gelangen immer nur „kleckerweise“, Bruchstücke über das wahre Geschehen in die Öffentlichkeit.

    ———————————————————————

    Rolf Kosiek „Der Gross Wendig Bd. 4 S.477

    Lorenz ]ÄGER, »Als die Russen kamen«, in: Frankfurter Al/gemeine Zeitung, 29. 4.

    2005.

    Wir schreiben das Jahr 1944 – Ende Oktober: Nemmersdorf wurde zum Inbegriff unaussprechlicher Angst

    Soeben fand ich diese Nachricht in meinem Postfach. Ich finde sie sehr interessant, und möchte sie euch nicht vorenthalten. Zu Wildenhagen:

    „Ich habe hier einen Sachzeugen, eine Granathülse von (eingeprägt) 1943, weiß der Teufel, wie die vor/bei Kriegsende hier im sonst friedlichen Tal gelandet ist, die war von meiner Großmutter zur „Signalglocke“ umfunktioniert worden. Unten verläuft auch heute noch die Hauptbahnlinie, wie 1945.

    Jedes Mal, wenn ein Russentransport anhalten mußte, weil die Strecke verstopft war, sind von dort die Muschiks „ausgeschwärmt“; Frauen und Mädchen mußten zusehen, wie sie das Weite gewinnen und sich im Wald und zwischen Felsen verstecken konnten.

    Die nötige „Vorwarnzeit“ wurde gewonnen, indem die Einwohner alles, was Lärm machen konnte, unternahmen, wenn wieder ein Transport in Sicht kam und so hallte eine unverkennbare Geräuschkulisse dem Zug voraus, hier eben mit besagter „Signalglocke“; Haus und Hof wurden eilends verlassen um wenigstens das Leben und die Unversehrtheit zu schützen, bis die Lokomotivpfeife die säumigen Soldaten zum eiligen Verlassen des Areals und zum Aufsitzen nötigte und die Frauen zögernd und vorsichtig wieder heimkehren konnten.

    Das Ding hat also real dutzende Leben retten helfen hier im Dorf bei Pirna.“

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  • ..Aus unserer über 2000- jährigen Geschichte – von Armin und Thusnelda

    Januar 16th, 2026

    ——

    Ich bin gewiss, in einigen unter uns Frauen ruht immer noch das Wesen der Thusnelda

    Mehr von den Gatten als des Vaters Geiste beseelt, nicht zum Weinen gebeugt, noch zum Flehen sich erniedrigend.

    Tacitus, Annal I. 57

    —–

    Aus dem Waldesdüster ältester Geschichten unseres Landes tritt eine Frauengestalt hervor, welche von den antiken Autoren, die ihrer gedenken, nur mit wenigen und flüchtigen Zügen gezeichnet ist und dennoch fest, bestimmt und deutlich vor unserem Seelenauge steht: – die Gestalt der Gattin Armins.

    Der Stahlgriffel des Tacitus hat mittels etlicher Lapidarworte, wie sie »der Blitz in Felsen schreibt«, das tragische Geschick dieser Frau der Ewigkeit eingegraben. Ihr Name findet sich jedoch nur bei einem der alten Zeugen, beim Strabon, dem bekannten Geographen des Altertums, welcher zur Zeit des Augustus und Tiberius schrieb. Er nennt sie Thusnelda.

    Hochschlank von Wuchs, voll und straff von Formen, goldhaarig, kornblumenaugig und rotwangig müssen wir uns das Mädchen denken, welches in stürmischer Nacht, zagend und doch einem unwiderstehlichen Zuge gehorchend, aus der Hintertür des väterlichen Edelhofs schleicht, wie ein weißer Schatten über die Lichtung huscht und in dem gegenüberliegenden Eichenkamp verschwindet.

    Der wirklich und wahrhaft historische Roman Arminius und Thusnelda ist kulturgeschichtlich und psychologisch gleich merkwürdig.

    Diese älteste, historisch beglaubigte deutsche Liebesgeschichte zeigt nämlich deutlich, dass in den altdeutschen Wäldern das Verhältnis von Mann und Weib tatsächlich auf einer edleren Anschauung beruhte als in der griechisch-römischen Welt.

    Dem berühmten Zeugnis des großen römischen Historikers zufolge hatten sich ja bei den Germanen die Frauen einer viel geachteteren Stellung zu erfreuen als bei irgendeinem Volk im Umkreise des hellenisch-römischen Altertums. Die Germanin wird nicht als willenlos vorausgesetzt. Auch in ihr regt sich der deutsche Individualismus, der Selbstbestimmungstrieb. Die germanische Frau steht nicht an, das Recht des menschlichen Ich und Selbst gegenüber der Satzung, dem Brauch und der äußerlichen Gewalt geltend zu machen.

    Die Tochter Segests ist, zweifelsohne nach den Formen des altdeutschen Brautkaufs von ihrem Vater einem Manne verlobt, den sie nicht haben will. Weit entfernt jedoch von feiger Ergebung in die »soziale Ordnung«, verzehrt sie sich nicht in nutzlosen Tränen, sondern lässt sich vielmehr entschlossen von dem Manne entführen, welchen ihr Vater hasst, sie aber liebt.

    Wer in Florenz gewesen, erinnert sich gewiss mit Vergnügen der schönen »Loggia de‘ Lanzi« auf dem Marktplatz, eines der besten Werke der Frührenaissance. Unter den Statuen, welche das Innere der Halle schmücken, fällt eine mehr als lebensgroße marmorne auf, und zwar durch den großartigen Ausdruck tiefer Schwermut, welche über ihre Gesichtszüge, ja über ihre ganze Gestalt gegossen ist.

    Die Florentiner kannten sie früher unter dem Namen der »Göttin des Schweigens«, welche Bezeichnung sicher nur von der Bewegung der rechten Hand der Statue gegen den Mund zu herrührte.

    Einige Archäologen wollten in ihr die Matrone Veturia, Koriolans Mutter, erkennen; andere sahen in der Bildsäule eine griechische Polyhymnia oder Mnemosyne. Der Franzose Mongez hat zuerst die richtige Nachweisung gegeben, dass diese schöne Statue – sie hatte sich früher im Palazzo Kapranika und dann in der Villa Medici in Rom befunden – weder eine griechische Göttin noch eine römische Matrone darstelle, sondern eine von den Römern gefangene und im Triumph aufgeführte »Barbarin«.

    »Das Urbild«, fügt Göttling hinzu, »muss einer Nation angehört haben, welche den Römern sowohl kriegerisch wie sittlich imponierte, und muss eine an Ansehen hervorragende Frau, eine Fürstin, gewesen sein.« …

    Das Gesicht ist nicht von hellenischem oder römischem, sondern von nordischem Schnitt. Es trägt den Stempel schwermutsvollen Insichversunkenseins.

    Der etwas vorgeneigte Kopf scheint sich unter der Wucht eines herben Geschickes zu beugen. Die linke Brust, sowie beide Arme sind bloß, und diese Blöße, wie auch die Gewandung der übrigen Gestalt ist ganz entsprechend der von Tacitus ( Germ. 17) gegebenen Schilderung, welcher Art die altdeutschen Frauen sich trugen.

    Das ganze Bild macht einen so durchschlagend germanischen Eindruck, dass auch solche Altertumskenner, welche Göttlings Aufstellung für nicht völlig erwiesen ansehen, immerhin einstimmen, dass die beschriebene Statue eine Germanin vorstelle.

    Die Rebellin gegen die väterliche und staatliche Autorität heiratet den Rebellen gegen die vollendete Tatsache der fremden Zwingherrschaft, deren gehorsamer Diener sein Schwiegervater ist. Fürwahr, ein von vornherein auf einen tragischen Ausgang angelegter Roman der Wirklichkeit. Er konnte gar nicht anders als unglücklich enden, denn Held und Heldin waren ja idealistisch gestimmt, waren hoch und edel gesinnt und »das Schöne muss sterben …«

    ———

    Bild: Accademia Colecciones

    Text: Johannes Scheer (1817-1886) 1879 Germania. Zwei Jahrtausende deutschen Lebens

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