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Klara Fall: das glaube, wer mag

  • Der Prager Fenstersturz hatte keine Verletzten zur Folge, endete aber für Millionen Menschen tödlich!

    Mai 24th, 2026

    Ein weiterer Beitrag aus der Reihe „Verschwörung gegen den Frieden“ – oder „der Krieg, der niemals enden sollte.“

    Alles begann vor genau 408 Jahren, am 23. Mai 1618.

    Da sprachen zwölf Abgesandte der protestantischen Adeligen Böhmens in der kaiserlichen Kanzlei in Prag vor. „Im Majestätsbrief“ von 1609 hatte der damalige Kaiser Rudolf II. den zum Protestantismus übergetretenen Böhmen freie Ausübung des Glaubens zugesichert. Sein Nachfolger Mathias bestätigte diese Zusage erst, aber dann verbot er im Mai 1616 den Bau zweier protestantischer Kirchen.

    Doch die Böhmen wollten sich ihren reformierten Glauben nicht nehmen lassen – langwierige Verhandlungen folgten, auch an diesem 23. Mai sollte verhandelt werden. Doch dann wird die Debatte immer hitziger. Schließlich drängen die aufgebrachten Böhmen die kaiserlichen Stadthalter zur Fensterfront. Erst fällt der eine, dann der andere. Ums Leben gekommen ist bei diesem Fenstersturz zum Glück niemand – die beiden Kaiserlichen landeten nämlich nach 15 Metern freiem Fall unverletzt im Misthaufen unter den Fenstern der Prager Burg.

    Dennoch wird der „Prager Fenstersturz“ für Millionen Menschen tödliche Folgen haben – mit dem Fall in den müllgefüllten Burggraben beginnt nämlich der Dreißigjährige Krieg.

    ———————————–

    In diesem Beitrag schauen wir zunächst, was dem vorausgegangen ist. Denn wie wir wissen, hat jede Geschichte eine Vorgeschichte …

    Der Krieg, der zur Tragödie der deutschen Geschichte wurde, lässt sich nicht aus einer einzigen Ursache heraus erklären.

    An der Oberfläche war er ein Konflikt zwischen den Konfessionen, ein Versuch, das durch die Reformation verlorengegangen Terrain für die Römische Kirche wiederzugewinnen. Zugleich aber waren die religiösen Gegensätze unentwirrbar verknüpft mit politischen Machtansprüchen. Auf der einen Seite die des Kaisers, der die Herrscherpositionen der westlichen Nachbarstaaten, das starke Königtum Frankreichs, Spaniens, Englands vor Augen hatte. Auf der anderen Seite die der Fürsten, deren Selbstständigkeitsbestrebungen im Protestantismus eine Rechtfertigung – und große Landgewinne durch Einverleibung der geistlichen Gebiete – erhalten hatte.

    Schließlich aber wurde der Krieg, und das entkleidet ihn jeder vorgeschobenen religiösen Argumentation zum Kampf zwischen dem katholischen Frankreich und dem katholischen Habsburg.

    Grundsätzlich ist es möglich, alle diese Dokumente (Österreich, Schweden etc.), die uns zugetragen wurden, zu fälschen, um eine fiktive Geschichte um einen Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken zu schaffen, um Massenmorde an Heiden zu verschleiern.

    Hierzu erinnern wir uns:

    „Sterben soll, wer Heide bleiben will“ – unter diesem Leitmotiv überzog der Namensgeber des Preises, Karl der Große, vier Jahrzehnte lang einen Großteil Europas mit Krieg. Heute erkennen mehr und mehr Menschen, dass Karl weder »Leuchtturm«, noch »Vater Europas« war. Sein Denken und Handeln stehen im krassen Gegensatz zu allem, was Europa Gesicht und Farbe verleiht. Sein ganzes Leben lang führt er Kriege, fördert Bischöfe und Klöster nach Kräften und wird von der Kirche im Gegenzug selig und sogar heiliggesprochen.

    Von den wenigen Stimmen gegen die Zwangsmissionierung ragte die von Alkuin heraus, der Ende des 8. Jahrhunderts immer wieder betonte, wie falsch der Weg war, den der Frankenkönig eingeschlagen hatte:

    „Wie kann ein Mensch gezwungen werden zu glauben, was er nicht glaubt? Man kann einen Menschen zur Taufe treiben, aber nicht zum Glauben“ Weiter sprach der gebildete Angelsachse: „Der Glaube ist eine Angelegenheit des freien Willens und nicht des Zwanges“.

    Tod oder Taufe!

    Mit Hilfe drakonischer Strafen sollte den Sachsen und anderen germanischen Stämmen verdeutlicht werden, dass der christliche Gott kein gewöhnlicher Gott war, sondern weit über ihren eigenen Göttern stand.

    Und auch daran erinnern wir uns: dass die Eigenverantwortung ein zutiefst heidnisches Konzept ist – , und das alle aus dem Boden gestampften Religionen Konstrukte sind, die den Heiden (Naturvölkern) seine Eigenverantwortung entreißen wollen.

    Daran knüpft die Ausrottung der indigenen Bevölkerung weltweit an …,, die bis in die Gegenwart andauert.

    —————————————

    Der Verlauf auf einen Blick:

    • Das Erstarken des Katholizismus

    • Der Jesuitenorden

    • Das Konzil zu Trient (1545-1563)

    • Der Niedergang des Protestantismus

    • Und schließlich der Dreißigjährige Krieg (1618-1648)

    Der Papst schlägt zurück …

    Das Erstarken des Katholizismus: Um 1560 war das deutsche Volk zu neun Zehnteln protestantisch. Nun aber ging die katholische Kirche zu einem großangelegten Gegenangriff vor. Ihre Hauptwaffe in diesem Kampf waren der Jesuitenorden und das Konzil von Trient. (siehe Beitrag im Kommentar)

    —————————————————————————————

    Es empfiehlt sich, insbesondere die Stellen aus unserer jahrhundertealten Geschichte aufmerksam zu lesen, deren Ereignisse in der Öffentlichkeit am wenigsten Beachtung finden und kaum publiziert werden. Die Hinweise daraus sind quasi unsere Wegweiser. Nur, wenn wir in den Jahrhunderten achtsam zurückgehen, werden wir begreifen, was sich in der Gegenwart abspielt, und in der jüngsten Vergangenheit „vom Zaun gebrochen“ wurde – es sind allesamt deutsche Tragödien. Und diese gehören weiter gereicht.

    Wir sollten den Geist unserer Nachwelt nicht unterschätzen!

    —————————————————————————————————

    Infotafel:

    Bis zum Zerfall war das Heilige Römischen Reiches deutscher Nationen überwiegend heidnisch. Über die Zwangschristianisierung wurden die ursprünglichen Bräuche und Naturkulte von den Kirchen und weltlichen Herrschern streng verfolgt.

    In den Weiten des Russischen Reiches und in entlegenen Regionen Nordosteuropas (beispielsweise bei den finno-ugrischen Völkern) lebten viele Ethnien, die offiziell zwar als christianisiert galten, deren Kultur jedoch tief in alten heidnischen Ritualen und der Naturverehrung verwurzelt war.

    Der isländische Volksglaube war stark von überlieferten germanisch-heidnischen Sagen und Naturgeistern geprägt. Der Einfluss der Kirche war auf der Insel nicht allgegenwärtig, sodass Elfen, Trolle und alte Riten im Denken der Bevölkerung fortbestehen konnten.

    Die samische Bevölkerung in den nördlichen Teilen von Norwegen, Schweden und Finnland praktizierte ebenfalls noch weitgehend ihre traditionelle schamanistische Bräuche. Eine systematische Missionierung der Samen durch die lutherische Kirche erfolgte erst ab Mitte des 17. Jahrhundert.

    Zur samischen Bevölkerung findet ihr noch einen Beitrag im Kommentar.

    In den riesigen, dünn besiedelten Gebieten Sibiriens und im äußersten Norden Skandinaviens (Lappland) praktizierten die indigenen Völker (wie die Samen, Burjaten, Jakuten und Nenzen) weitgehend unbeeinflusst vom Christentum Schamanismus und Naturreligionen.

    Die meisten Urvölker in Nordamerika (wie in den heutigen USA und Kanada) sowie tiefe Regionen des Amazonasbeckens und der Anden in Südamerika waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht missioniert und praktizierten ihre traditionellen kosmologischen Glaubenssysteme.

    Auch die Völker im tropischen und südlichen Afrika folgten überwiegend traditionellen afrikanischen Bräuchen

    Das Zeitalter der Gegenreformation – aus der Reihe: „Deutsche Geschichte nach Albert Thümmel“.
    Inmitten der dichtesten Finsternis …
    Von der Verschwörung gegen den Frieden!
    Von Kuttenträgern, Wunderzeichen und der Vertuschung des alten Wissens…
    Auf ein Wort zur samischen Kultur – wir besuchten das lappländische Arvidsjaur

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  • „Lieber mit der Wahrheit fallen, als mit der Lüge siegen!“

    Mai 24th, 2026

    Dieser Satz stammt aus der Feder des Augustinus, der in „verrückten“ Zeiten aufwuchs.

    Er war der Sohn des Heiden Patricius und der Christin Monika, wurde in Tagaste geboren, studierte in Madaura und Karthago und wurde Lehrer der Rhetorik in Tagaste und Karthago. 383 siedelte er nach Rom über, 384 begann er seine Lehrtätigkeit in Mailand. Das 4. Jahrhundert, in dem Augustinus geboren wurde, war für das Römische Reich eine unruhige Zeit. Kaiser Konstantin der Große hatte das Christentum privilegiert und den Einfluss der traditionellen Götterkulte zurückgedrängt. („Konstantinische Wende“ )

    In Augustinus’ Jugendzeit fiel die kurze, aber bemerkenswerte Regierungszeit Julians (361 bis 363), der als letzter Kaiser Anhänger des traditionellen Götterglaubens war und vergeblich um dessen Erneuerung bemüht war. Die nachfolgenden Kaiser waren dann alle Christen.

    Augustinus von Hippo starb am 28. August 430 während der Belagerung von Hippo durch die Vandalen. Er starb in Hippo Regius (heutige Algerien) im Alter von 75 Jahren.

    Die Praktizierung der römischen Religion als verbindlichem Staatskult des Römischen Reiches endete im 4. Jahrhundert mit den kaiserlichen Toleranzedikten zugunsten des Christentums und dem späteren Verbot aller nichtchristlichen Religionen (außer dem Judentum ) im Jahr 380 bzw. 393 (siehe Christianisierung des Römischen Reiches).

    Die Christianisierung des Römischen Reiches war ein mehrere Jahrhunderte dauernder Prozess, in dem das Christentum von einer Gruppierung innerhalb des Judentums mit Schwerpunkt im östlichen Mittelmeerraum zur dominanten Religion desImperium Romanum heranwuchs.

    Hierauf wuchs schließlich die Akzeptanz staatlicher Institutionen

    Im Brief an die Römer argumentierte Paulus, Christen seien verpflichtet, Steuern zu zahlen, da Steuereinnehmer und staatliche Behörden generell von Gott eingesetzt seien. Eine solche religiöse Überhöhung der politischen Ordnung war in der Antike ein vertrautes Konzept.

    Und die Moral von der Geschicht, wenn du nicht hinter den Zeilen liest, dann verstehst du sie nicht…!

    ———————————-

    Daher möchte ich noch ein paar Gedanken dazu aufgreifen… Ägypten, ein Ort für die Toten, Griechenland und das Römische Reich und viele andere in der Geschichtschronologie angeblich über die Jahrtausende verstreuten Zivilisationen existierten wahrscheinlich alle zur selben Zeit und die Geschichten dazu wurden nachträglich aufgeschrieben.

    Man kann davon ausgehen, dass die ganze antike Chronologie bis ins 18. Jahrhundert ein Fantasiegebilde der Jesuiten ist. Die Chronologie unserer Geschichte ist erfunden, Dokumente wurden massenhaft gefälscht. Ereignisse wurden verändert und neu erdacht, kopiert und in der Zeit versetzt.

    Es sind nur Gedankengänge, nichts davon ist in Stein gemeißelt.

    —————————————————————————

    Um die hier im Text erwähnte Belagerung der Vandalen in ein rechtes Licht zu rücken, lasse ich diesen Beitrag (im Kommentar) noch da.

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  • Über die Auswüchse aus den Machenschaften längst vergangener Zeiten – .

    Mai 23rd, 2026

    … ergänzend zur Beitragsreihe „die Verschwörung gegen den Frieden“

    Dreißigjähriger Krieg (1618–1648):

    Es kamen schätzungsweise bis zu 8 Millionen Menschen ums Leben. Die Bevölkerung des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nationen sank um etwa ein Drittel von rund 16 Millionen auf etwa 10 Millionen. Besonders stark betroffene Regionen wie Mecklenburg, Pommern, die Pfalz, Thüringen und Württemberg verloren teilweise bis zu 40 bis 50 Prozent ihrer Einwohnerschaft

    Erster Weltkrieg (1914–1918):

    Es verloren schätzungsweise 17 Millionen Menschen ihr Leben. Diese Summe teilt sich in rund 9 bis 10 Millionen gefallene Soldaten sowie etwa 7 bis 8 Millionen zivile Todesopfer auf, wobei genaue Opferzahlen je nach historischer Quelle leicht variieren. Höchste Verluste (Militär) verzeichnet das Deutsche Reich (~2 Mio.), gefolgt von Russland (~1,8 Mio.), Frankreich (~1,3 Mio.) und Österreich-Ungarn (~1,5 Mio.).

    Zweiter Weltkrieg (1939 – 1945):

    Es kamen schätzungsweise zwischen 60 und 75 Millionen Menschen ums Leben. Unter den Opfern befanden sich schätzungsweise etwa 20 bis 25 Millionen Soldaten sowie über 40 Millionen Zivilisten Hunger wurde systematisch als Kriegswaffe eingesetzt.

    Höchste Verluste nach Schätzung:

    Sowjetunion 27.000.000

    Deutschland mit 14.225.000 bis Oktober 1946 (siehe Auszug Liste der Volkszählungen)

    China mit 13.500.000

    ( alles Schätzungen)

    »

    Ergänzung Deutschland: Aufgrund der zerstörten Infrastruktur, des Zusammenbruchs der Versorgung und der Ankunft von Millionen Vertriebenen war die Nahrungsmittelknappheit extrem. Besonders der Hungerwinter 1946/47 forderte weitere hunderttausende Menschenleben, die völkerrechtswidrige Vertreibung forderte weitere Millionen Tote über das Jahr 1946 hinaus. Sowie viele Tote aus den Lagern.

    • Sowjetunion: Hier forderten die Hungerjahre zwischen 1946 und 1948 schätzungsweise ein bis zwei Millionen weitere Todesopfer.

    »

    Anmerkung: Die Hungerjahre in der Sowjetunion von 1946 bis 1948 wurden primär durch die sowjetische Führung unter Josef Stalin ausgelöst. Es handelte sich um eine menschengemachte Katastrophe, die durch eine Kombination aus politischer Willkür, extremen Wetterbedingungen und wirtschaftlichem Versagen entstand.

    Die Regierung hielt an hohen Getreideabgabequoten der Bauern fest, obwohl die Ernten schlecht waren. Getreide wurde teilweise exportiert (z. B. nach Polen, Rumänien, Tschechoslowakei), um international an politischem Ansehen zu gewinnen, während die eigene Bevölkerung hungerte. »

    Der Krieg gegen die indigenen Völker /Naturvölker

    ab 1492: Die größte demografische Katastrophe wurde durch Krankheiten wie Pocken, Masern und Grippe ausgelöst. Da die indigene Bevölkerung keine Immunität besaß, starben gebietsweise über 90 % der Ureinwohner.

    (16.–19. Jahrhundert): Konquistadoren und spätere Regierungen vertrieben indigene Stämme gewaltsam, um an Land und Ressourcen zu gelangen. In den USA wurden Völker durch die US-Kavallerie dezimiert und in Reservate gezwungen.

    Der kulturelle Genozid: Neben der physischen Vernichtung fand eine systematische Auslöschung der Kultur statt. Indigenen Kindern wurde verboten, ihre Muttersprache zu sprechen, und sie wurden in staatlich kontrollierte Internate (wie in den USA und Kanada) gesteckt, um sie an die europäisch geprägte Gesellschaft anzupassen.

    Von der Verschwörung gegen den Frieden!

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  • Von der Verschwörung gegen den Frieden!

    Mai 23rd, 2026

    Lasset uns beginnen, und finden wir heraus, wer unsere wahren Feinde sind ….

    Nirgends wurde so viel Aufwand betrieben, um eine bestimmte Bevölkerung über 250 Jahre zu demütigen, zu vergewaltigen und zu ängstlichen und arbeitsamen Jasagern zu erziehen, wie der unseren. So etwas tut man nicht grundlos und die wahre Ursache dürfte in der Zeit liegen, die man den Menschen bewusst vorenthält.

    Wem ist nicht Deutschland untertan?

    Es wimmelt stets von zwanzig Heeren: Verwüstung zeichnet ihre Bahn,

    und was die Armut spart, hilft Übermut verzehren.

    Ihr Natternheer zischt uns ums Ohr,

    die Deutschen Herzen zu vergiften,

    und wird, kömmt ihr kein Hermann vor,

    In Hermanns Vaterland ein schmählich Denkmal stiften.“

    (Johann Peter UZ – das bedrängte Deutschland / 1749)

    … Wenn ein Land von zahlreichen fremden Heeren heimgesucht wird …

    Nur Bruchstücke aus diesem Teil der Geschichte von vor 250 Jahren sind uns bekannt. Doch aus wenig uns verbliebenen Überlieferungen wir immer wieder deutlich, dass die Eigenverantwortung ein zutiefst heidnisches Konzept ist – und das alle aus dem Boden gestampften Religionen Konstrukte sind, die dem Heiden seine Eigenverantwortung entreißen wollen.

    So wurde also immer und immer wieder versucht, den heidnischen Glauben mit all seinen Ritualen zu brechen und die Geschichte dazu auszulöschen. Doch in Gänze ist dies nicht gelungen. Bis zum heutigen Tag sind sie voller Eifer im Vernichten, löschen alte Schriften und Überlieferungen. Doch immer und immer wieder tauchen diese auf, erinnern an unsere Ursprünge, verweisen auf unsere Wurzeln. Was tief im Menschen verwurzelt ist, das lässt sich nicht so einfach auslöschen.

    Auf dem Beitragsfoto seht ihr eine Religions- und Missionskarte. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren trotz intensiver Missionierung immer noch viele Landesteile vom Heidentum geprägt. Viele dieser Stämme, jenseits von Rhein und Donau verehrten noch lange ihre alten heidnischen aus der grauen Vorzeit ihrer Urväter.

    Noch ein paar Gedanken zu den Überlieferungen:

    Die ganze Geschichte um den 30-jährigen Krieg scheint ein Konstrukt aus verschiedenen Quellen, die selbst zum Teil auch wieder Reinschriften, also Kopien sind. In vielen von diesen Dokumenten geht es um Geld und um Zuwendungen für die Kirche. Man kommt nicht umhin der Annahme, als ob der katholische Süden einen heidnischen Norden vernichten wollte und da das aber nicht möglich war, eine abweichende Katholizismus-Version „, genannt Protestantismus, für die Naturvölker /Heiden entwickelt wurde.

    Die heutige Kirchengeschichtsforschung versteht unter Gegenreformation die Gesamtheit aller Versuche katholischer Fürsten und Bischöfe, das verlorenen Glaubensterrain mit politischen, ja sogar mit militärischen Mitteln wiederzugewinnen. Der gesamte, sehr komplexe Vorgang hielt bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts an.

    Wache, edles deutsches Volk, und lerne deine Feinde kennen, um dich gegen ihre List verteidigen zu können!

    Ein erster Rückblick:

    Hatte die Erneuerung der Kirchen in den alten Orden bereits vor der Reformation begonnen, so bildeten sich in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts neu Mönchsgemeinschaften, die sich zu strenger Askese, aber auch zu karitativen Aufgaben verpflichtete.

    Einer Erneuerung der Kirche ohne die Gründung der Gesellschaft „Jesu“ durch den baskischen Offizier Ignatius von Loyola (1491-1556) ist nicht vorstellbar: Von Papst Paul II. im Jahre 1540 anerkannt, verpflichtete sich diese Ordensgemeinschaft der „Jesuiten“ zum besonderen gehorsam dem Papst gegenüber.

    Dieser Orden entfaltete unter anderem im höheren Bildungswesen eine besondere Aktivität. An seinen in rascher Folge gegründeten Universitäten und Kollegienhäusern bildete er eine geistige Elite heran, zu der Persönlichkeiten wie

    Petrus Canisius (1521-1597), Aloysius von Gonzaga (1568-1591), Franz Xaver (1506-1552) oder Matteo Ricci (1552-1620) gehörten, die sich als Erzieher, Wissenschaftler und Missionare u. a. in Japan, Indien und China, in Amerika, in Madagaskar, aber auch in Europa einen Namen machten.

    Die sogenannte Gegenreformation ist ohne den Jesuitenorden nicht verständlich.

    Dessen Gründung wiederum ist nicht erklärbar ohne den Hintergrund des spanischen Staatskirchentums, dass der frühen Reformbewegung starke Impulse gegeben hat. Es wundert daher nicht, wenn spanische Bischöfe auf das Trienter Konzil entscheidenden Einfluss genommen haben. In Spanien verbanden sich im 16. Jahrhundert in ganz einmaliger Weise Mystik, Kontemplation und tätiges Apostolat miteinander.

    ——————–

    Auch das ist erwähnenswert: In Amerika, in Mexiko, in Peru, vor allem in Paraguay wurde den Jesuiten die Evangelisierung durch das Nomadentum der Eingeborenen und durch die Gegensätze der Stämme untereinander erschwert. Während sie in den wichtigen Zentren die „Seelsorge“ an den Weißen und Sklaven ausübte, bemühten sie sich in den Wäldern oder im Busch die Eingeborenen in Dörfern sesshaft zu machen.

    Die Missionare Mexikos taten das gleiche:

    1572 kamen zwölf Jesuiten aus Europa. 1591 widmeten sich zwei von ihnen den Indios im Inneren des Landes.

    1614 betreuten 39 Priester und vierzehn Brüder elftausend Christen, sodass die Provinz Mexiko gegründet werden konnte.

    Besonders hart, war die Brasilienmission. Die Indios leben in einem Klima des Zauberwesens, in starker Verbindung zur Natur.

    Vielleicht wird darüber manches verständlicher zu dem, wer das „Sagen“ hatte, immer noch hat und wie sich manches zusammensetzt.

    ——————————————————————————–

    Die bereits verfassten Beiträge zu „Wache, edles deutsches Volk, und lerne deine Feinde kennen, findet ihr wie gewohnt im Kommentar

    Das Diktat von Versailles – oder die „Verschwörung gegen den Frieden“
    Die Folgen von Maßnahmen, gegen ein Volk gerichtet, und einer Propaganda, die bis dahin beispiellos scheint….
    Die Hölle ist leer und alle Teufel sind hier“? Von der „alten Welt“, von Deutschland, dem Deutschen Reich, und den Deutschen
    Wache, edles deutsches Volk, und lerne deine Feinde kennen, um dich gegen ihre List verteidigen zu können – Teil III:
    Was noch im März geschah, vor 58 Jahren …
    „Lieber mit der Wahrheit fallen, als mit der Lüge siegen“.
    Über die Auswüchse aus den Machenschaften längst vergangener Zeiten – .
    Der Prager Fenstersturz hatte keine Verletzten zur Folge, endete aber für Millionen Menschen tödlich!
    Das Deutsche Reich bestand nicht 12 Jahre, sondern 1200 Jahre!
    „Die Deutschen sind ein altes Volk … „
    Mit Blick auf den Wiener Kongress im Jahre 1815 und den Folgen.
    „Verschwörung gegen den Frieden“ – allerlei Wissenswertes zur Kriegsschuld 1870
    Verschwörung gegen den Frieden“ – ein Blick auf die Kolonialkarte der Welt vor dem Ersten Weltkrieg und danach

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  • Das Diktat von Versailles – oder die „Verschwörung gegen den Frieden“

    Mai 22nd, 2026

    Seit über 80 Jahren leben wir nach zwei verheerenden Weltkriegen nun schon im Frieden, schreibt man,.., sagt man …liest man so oft … Aber was für ein Frieden ist das?

    Ist es nicht eher etwas Scheinbares, etwas Suggeriertes? Und ist es nicht vielmehr ein über 100-jähriges Geflecht von Lügen, unter dem das Volk ächzt, stöhnt und sich nicht mehr herauszuwinden weiß?

    Wenn wir für Frieden kämpfen, befinden wir uns dann nicht schon im Krieg?

    Bei genauer Betrachtung nahmen die unfriedlichen Zeiten mit all den Tragödien ihren Anfang schon weit vor den beiden großen Weltkriegen und sie halten bis heute an.

    Frieden! Was genau kann man darunter verstehen? Der Ursprung des Wortes „Frieden“ stammt aus dem althochdeutschen Wort „fridu“ und dem indogermanischen Stamm „pri“, was so viel wie „Freundschaft“, „Schonung“ und „Sicherheit“ bedeutet.

    In den vergangenen Wochen, insbesondere zu Anlässen wie dem sogenannten „Tag der Befreiung“ haben wir so viel Schmerzliches lesen und erfahren müssen, wie es unseren Vorfahren tatsächlich ergangen ist. Vorgänge, die in den Mantel des großes (Ver) Schweigens gehüllt sind. Vorgänge, über die es uns nur „bedingt“ erlaubt ist, zu reden. Mit der ursprünglichen Wortbedeutung „Frieden“ hat unser Dasein demzufolge nicht viel gemein.

    Denn Frieden ohne Gerechtigkeit ist auch Krieg – nur mit anderen Waffen.

    Erst verwüsten, dann verhandeln! Auch das Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde mit einem sogenannten „Friedensvertrag“ besiegelt.

    Sei es der Westfälische Friedensvertrag, der „Friede von Versailles“, oder der 2+4 Vertrag von 1990: Diese sogenannten „Friedenskonferenzen“ sind und waren nie etwas anderes als die Fortführung eines Krieges. All dies waren und sind Diktate, die unter keinen Umständen zu einer friedlichen „Nachkriegsentwicklung“ hätten führen können und nach heutiger Einschätzung nicht dazu geführt haben.

    Wir erleben eigentlich nichts anderes als die Fortführung eines Kriegszustandes, der mit dem sogenannten „Prager Fenstersturz“ im Jahre 1618 seinen Anfang nahm, und dem noch viele weitere „Fensterstürze“ folgen sollten. Das Grundansinnen dieser anhaltenden Zerstörungs-Strategien liegt jedoch noch viel weiter zurück. Darüber würde ich aber an anderer Stelle berichten.

    So dachte ich mir, es kann nicht schaden, wenn wir uns in den nächsten Tagen / Wochen in eine Zeit zurückversetzen, die möglicherweise Aufschluss darüber geben kann, warum manches heute so ist, wie es ist.

    Wir lesen dann: „Vom friedlosen Europa, beruhend auf unrechtmäßigen Verträgen, unternehmen Streifzüge über die Etappen des Dreißigjährigen Krieges bis hin zum Zerfall des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen, widmen uns den kolonialen Weltmachtsfragen – kurz zu den brennenden Fragen der Gegenwart, von deren Lösung Deutschlands Gedeihen und Verderben abhängen.

    Ich bin mir nicht sicher, ob und wann wir den Tag erleben, dass unser schwer geprüftes, schwer leidendes Volk wieder frohen Herzens teilnehmen kann, an den großen Segnungen des Friedens.

    Aber ich weiß ganz sicher, wenn wir uns unserer eigenen Geschichte nicht gewahr und Herr über uns selbst sind, wenn wir sie verdrängen oder gar vergessen, dann werden immer andere Herr über uns sein und über unsere Köpfe hinweg bestimmen.

    ——————————————————-

    Nur kurz angerissen, einiges, dass in den nächsten Tagen ein Thema sein wird…

    • Das große Morden in deutschen Landen- der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) und seine Bilanz: Drei Jahrzehnte wütete ein Krieg in Mitteleuropa. Er begann als Religionskonflikt, doch bald ging es nurmehr um Machpolitik, und zeitweise kämpfte jeder gegen jeden. Am Ende des Krieges war Deutschland in über 300 Kleinstaaten gesplittert. Weite Gebiete waren menschenleer. Die Bevölkerung war von ursprünglich von 18 Millionen auf 7 Millionen gesunken. In manchen Gegenden wurde die ursprüngliche Einwohnerzahl erst wieder im 19. Jahrhundert erreicht.

    • Die „alte Welt“ war das erste Deutsche Reich. Kein Staat, sondern ein großer Kulturraum mit Hunderten kleiner autonomen dezentralen Strukturen, eben eine Nation. So ein Gebilde lässt sich nicht regieren. Wer dies will, muss erst die dezentralen Strukturen zerstören und gewaltsam oder durch List die kleinen Länder vereinigen, um einen Staat daraus zu machen. So wie es denn auch geschah. Niemand soll sich mehr daran erinnern, dass es auch ohne große Machtkonzentrationen geht und dass die Gesellschaft in regionalen Strukturen nachhaltig ist.

    • Deutschland hat um den Erwerb von Kolonien niemals Krieg gegen andere Mächte geführt. Auch handelte es sich um Herrschaftsinseln, die weiterhin im Rahmen einheimischer souveräner Gewalten die Prinzipien, Lebensweisen und das eigene Recht der Bevölkerung bewahrten. Das bleibt eine Tatsache, auch wenn mit Beginn der 1960er-Jahre alles darangesetzt wurde, den deutschen Kolonialismus in all seinem Tun zu verteufeln.

    • Hier der Blick ins 19. Jahrhundert und damit auch auf den Schandvertrag von Versailles: Dazu schrieb der berühmte deutsche Historiker Hans DELBRÜCK (1848-1929): »Dieser Friede, den sie uns auferlegen, hat keinerlei Kennzeichen des neuen Zeitalters, sondern ist der Gewaltfriede alter und ältester Art, der nicht einen, sondern hundert neue Kriege im Bauche trägt.

    • Dieser sogenannte „Friedensvertrag“ von Versailles legte Deutschland untragbare wirtschaftliche Lasten auf, was mit zum beschleunigten Niedergang der Weimarer Republik beigetragen hat. Im Versailler Vertrag von 1919 wurde in Artikel 231 dem Deutschen Reich die alleinige Schuld am Ausbruch des Weltkrieges 1914 zugesprochen. Von diesem Artikel leiteten die Alliierten praktisch unbegrenzte Reparationsforderungen gegen Deutschland ab. Und dieses Werk erstreckt sich bis in die Gegenwart.

    • Wir schreiben den 11. Februar 1929 und lesen über die „Neuregelung“ der Reparationen. Unter dem Vorsitz des US-amerikanischen Großindustriellen und Bankiers Owen D. Young tritt die internationale Sachverständigenkommission in Paris zu ihrer ersten Sitzung zusammen, um über die Neuregelung der Reparationszahlungen des Deutschen Reiches zu beraten.

    • Fast gar nicht bekannt ist, dass wir im Vertrag von Versailles auch von allen Handelsrechten in Afrika und Asien ausgeschlossen wurden, die wir uns wie die anderen Staaten durch Staatsverträge erworben hatten. „Deutschlands Platz an der Sonne“ wurde uns gründlich verrammelt. Mit unseren Kolonien wurden uns nicht nur die billigen Rohstoffe genommen.

    • Im Versailler Vertrag wurde die Auslieferung von 895 deutschen Militärs und Politikern verlangt, darunter Paul v. Hindenburg und Erich Ludendorff. 1920 wurde die Erfüllung der Auflage gefordert, die Reichsregierung lehnte jedoch jegliche Auslieferung ab.Sämtliche deutsche Kolonien in Afrika und in der Südsee mußten an Frankeich, Großbritanien, Südafrika, Australien, Neuseelad u. Japan abgetreten werden.

    • 20. Juni: Nach der Antwort der Siegermächte spricht sich Brockdorff-Rantzau gegen die Unterschrift unter das „Diktat“ aus. Das gesamte Kabinett Scheidemann tritt zurück.

    Den Frieden mit der Welt gibt es für kein Geld – beim Frieden in der Welt geht es nur ums Geld.

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  • Diesmal waren es nicht die Deutschen …

    Mai 21st, 2026

    Der Vollständigkeit halber — ein Nachtrag zur Reihe: „Die Richtigstellung einer Falschmeldung ist nicht jedermanns Recht.“

    Jahrzehntelang wurden nach 1945 die Opfer aus den im westlichen Russland aufgefundenen Massengräbern den Deutschen angelastet. Doch das traf nicht zu, wie neuere Ermittlungen ergaben. Es waren Opfer des Stalinschen Terrors der dreißiger Jahre. Erst Ende der 1980er Jahre kam immer mehr heraus, dass nicht den Deutschen die Schuld am Tode der in zahlreichen Massengräbern aus den dreißiger Jahren gefundenen Leichen in Russland zukam, sondern Stalins Schergen.

    Hierzu möchte ich noch Folgendes erwähnen: Zu den Vorgängen unter der Überschrift: „Und dieses Mal waren es nicht die Deutschen“ sind nach meinen zahlreichen Recherchen und dem Zusammentragen von Ereignissen bis weit über die Zeit nach 1945 hinaus, mittlerweile Bände entstanden. Ein Kapitel reiht sich an das nächste. Erschreckend, wie lange wir doch schon darüber im Dunklen tappen …, oder anders gesagt-: Im Dunklen tappen sollen

    Bis zu den jüngsten Veröffentlichungen bedienten sich vor allem die deutschen Umerzieher dieser

    Schuldzuweisungen, schwelgten in ihnen und vergrößerten sie möglichst sogar noch.

    Zehntausende Ukrainer, auch Polen und Juden, wurden nach dem Einmarsch der Roten Armee 1939 in der Westukraine (vor allem in Bykowina bei Kiew) von Mitarbeitern des sowjetischen Geheimdienstes NKWD ermordet.

    Erst nach 1989 wurden sie exhumiert und bestattet. (Foto: Die Welt, G. 458 GNAUCK)

    In Kuropaty in Weißrußland gibt es ein Mahnmal. Bis zur Perestroika galten die Toten im Wald von Bykiwnja als Opfer der Deutschen. In Wirklichkeit sind sie von den Sowjets ermordet worden.

    So berichtete die Nachrichtenagentur dpa am 19. März 1989 von Massengräbern bei Kuropaty in Weißrußland. Dort habe Professor Senson Pos JAK, Mitglied der Akademie der Wissenschaften Weißrußlands, im Sommer 1988 zum ersten Male in der weißrussischen Literaturzeitung geschrieben, was sich um die Massenmorde in der Umgebung auf den Erschießungsstätten des Landes abgespielt habe.

    »Allein in Kuropaty, so heißt es, seien mehr als 1 00 000 Menschen erschossen worden. Heute schätzt Posnjak ihre Zahl auf 250 000. Und er fügt hinzu:

    +++ Es gibt viele Kuropatys.< Es wurden einige Gräber geöffnet +++

    Das Ergebnis anhand der Funde: Zum ersten Male kann niemand mehr behaupten, dass Deutsche die Täter waren. Denn die Erschießungen waren lange vor dem Eintreffen der Deutschen Wehrmacht vorgenommen worden. Etwa zur selben Zeit berichtete das Nachrichtenbüro Reuters am 26. April 1989 von ähnlichen Entdeckungen in der Ukraine: »In der Nähe der

    ukrainischen Hauptstadt Kiew sind 200 Leichen ausgegraben worden. Die Moskauer Wochenzeitung Literaturncya Gaseta berichtete am Mittwoch es handele sich dabei um Opfer der Stalinschen Säuberungen, und nicht, wie die sowjetischen Behörden angegeben hätten, um von deutschen Truppen im Zweiten Weltkrieg Umgebrachte.

    Die Überreste der Frauen und Männer hätten sich in siebzehn Gruben befunden. Die Schädel zeigten Einschusslöcher . . . Die „Gesellschaft der Erinnerung“ ließ verlauten, es befanden sich bis zu 240 000 Tote in Massengräbern in der Umgebung von Kiew. Alle seien in den späten 30er Jahren vom Sicherheitsdienst NKWD, dem Vorläufer des KGB, hingerichtet worden.«

    Im Oktober 1988 vermeldete der Ukrainische Informationsdienst Neues über »die wahren Täter« des »Bykowina-Massakers< »Es handelt sich um Massengräber von Opfern der Vorgängerorganisation des KGB – des NKWD – bei Bykowina in der Nähe von Kiew. Offiziell wurden diese Massengräber aber den >Nazis< zugeschrieben.

    Der Ukrainische Kulturologische Klub stellte sich zur Aufgabe, die historische Wahrheit über Bykowina der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seine Mitglieder veranlassten am 16. Juli 1988 eine Ehrung der Opfer, die laut Augenzeugen zwischen 1937 und 1941, vor Hitlers Einmarsch in der Ukraine, im Wald bei Bykowina, erschossen wurden.«

    ———————————————–

    Auf einen Blick:

    • Zwischen 1937 und 1941 erschoss der sowjetische Geheimdienst NKWD die Opfer im Rahmen des „Großen Terrors“.

    • Die genaue Zahl der Opfer ist unklar. Historische Schätzungen schwanken stark zwischen \(7.000\) und \(250.000\) Toten. Manche der Opfer wurden zuvor in das Zentralgefängnis von Minsk gebracht und dort hingerichtet.

    • Nach dem Krieg versuchten sowjetische Behörden, das Verbrechen zu vertuschen. Gräber wurden aufgefüllt, der Wald aufgeforstet und in den 1960er Jahren wurden Straßen und eine Gaspipeline durch das Gräberfeld gebaut.

    • Lange Zeit versucht die sowjetische Staatspropaganda die Verbrechen zu vertuschen und die Schuld fälschlicherweise auf die deutsche Besatzungsmacht zu schieben.

    • Ein Ort täglicher Massenerschießungen, ein „Schlachthof“, der von 1937 und Jahre darauf bestand. Solche „Menschenschlachthöfe“ gab es auch in der Nähe anderer Großstädte Belorusslands. Augenzeugen geben an, dass allein in Minsk und Umgebung – bisher – fünf Hinrichtungsstätten aus der Zeit der Stalinschen Repressionen ausgemacht wurden. Die wurden Spuren verwischt.

    • Erst 1988 wurden die Massengräber öffentlich bekannt.

    • Die Sowjets übten schon vor dem Zweiten Weltkrieg ein Terror- und Vernichtungssystem in der Ukraine und in Weißrußland aus, nicht die Deutschen, deren Wehrmacht sich am Völkerrecht ausrichtete und sich tadellos aufführte.

    • Die Geschichte der deutschen Besatzung Russlands müsste also umgeschrieben werden -…, aber wem sag ich das?

    Auch das sei noch erwähnenswert:

    Die sowjetischen Soldaten, die immer wieder neu aufgestellt und gegen die deutsche Schutzmauer geworfen werden, sind keine harmlosen und verführten und unterdrückten Russen, sondern geschulte bolschewistische Fanatiker, die vom Kreml die Versicherung in der Tasche tragen, dass die proletarische Revolution ihren Fortgang nimmt. Die erste Etappe sollte die Überrennung Osteuropas sein, die zweite wäre Deutschland und zuguterletzt kämen die Plutokratien höchstselbst dran.

    ————

    Im Kommentar findet ihr die zum Thema bereits verfassten Beiträge über Mord, Totschlag und Folter – auch da waren es nicht die Deutschen!

    Von Kriegsgreuel-Lügen, vielen anderen unhaltbaren Vorwürfen und Anschuldigungen über unsere deutschen Soldaten

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  • Zwischen Gewalt, Willkür und kultureller Unterdrückung – vom Schicksal der Russlanddeutschen

    Mai 21st, 2026

    Über zwei Millionen Russlanddeutschen wurden ab Juni 1941 von den Sowjets deportiert und unter furchtbaren Bedingungen meist nach Sibirien, größtenteils in Arbeitslager, gebracht, wobei viele Familien getrennt wurden. Hunderttausende gingen dabei zugrunde.

    Wohl keine andere deutsche Volksgruppe war bis in die 1970er Jahre im Bewusstsein der Mitteleuropäer deutscher Zunge so wenig existent, wie die Russlanddeutschen. Fast mit Erschrecken reagierte daher auch die bundesdeutsche Öffentlichkeit auf die ihr bis dahin unbekannte Tatsache, dass es immer noch mehr als zwei Millionen Deutsche in der Sowjetunion gibt. Ihr Schicksal gehört mit den zu den Schlimmsten, was Deutschen vor, in und nach dem Zweiten Weltkrieg angetan wurde.

    Die Vertreibung und Deportation der Russlanddeutschen unter Stalin war eine systematische Verfolgung, die ihren Höhepunkt mit dem Erlass vom 28. August 1941 fand. Unter dem pauschalen Vorwurf der Kollaboration mit dem nationalsozialistischen Deutschland wurden rund 900.000 Menschen nach Sibirien und Kasachstan deportiert, wobei mindestens 150.000 infolge von Zwangsarbeit und katastrophalen Lebensbedingungen starben.

    In den 1920er Jahren wurden viele wohlhabende russlanddeutsche Bauern als sogenannte „Kulaken“ enteignet und in Straflager verschleppt. Ab 1937/1938 folgte die sogenannte „Deutsche Operation“ des NKWD, bei der Zehntausende verhaftet und erschossen wurden.

    Obwohl Russlanddeutsche (als deutsche Siedler in Russland) ein bedeutender Teil der russischen Geschichte und der stalinistischen Repressionen waren, über die Solschenizyn berichtete, wird dies in den bereitgestellten Suchergebnissen nicht explizit thematisiert.

    ————————————————————————

    Weitere Informationen:

    Seit dem achtzehnten Jahrhundert, besonders unter der Regierung der deutschen Zarin Katharina II. (1762-1796) ab 1762, sind rund 100 000 Deutsche nach Russland ausgewandert, nicht zuletzt durch die Versprechungen der russischen Regierungen von Land und Freiheit angelockt.

    Sie haben an der Wolga und um die Krim herum die Steppe kultiviert und Gebiete blühender bäuerlicher Strukturen geschaffen. Durch ihre herausragende Fruchtbarkeit haben sie viele Ableger-Dörfer gründen können. Um 1914 lebten etwa 1 ,7 Millionen Volksdeutsche in Russland.

    Sie waren im Ersten Weltkrieg loyale Staatsbürger und wären das auch im Zweiten Weltkrieg gewesen.

    Allein 1921 flüchteten mehr als 80.000 deutsche Bewohner aus dem Wolgagebiet und zogen nach Turkestan, in den Trans- und Nordkaukasus, nach Zentralrussland, in die Ukraine oder emigrierten nach Deutschland. Hinzu kamen 47.777 erfasste Todesfälle, in ihrer Mehrheit Hungeropfer. Wie viele Ausgewanderte an den Folgen der Hungersnot und grassierenden Krankheiten starben, lässt sich nicht ermitteln. Wenn man sich vergegenwärtigt, dass auf dem Territorium der künftigen autonomen Republik vor dem Krieg 516.289 Deutsche gezählt wurden und die Volkszählung 1926 nur noch 379.630 verzeichnete, so wird das Ausmaß des Bevölkerungsrückgangs deutlich sichtbar.

    In Karelien lag auch der Ursprung des sowjetischen Lagersystems. Zehntausende Menschen wurden im schlimmsten Stalin-Terror 1937/38 an Orten wie Sandarmoch oder Krasny Bor bei Petrosawodsk erschossen oder durch Arbeit und Hunger ermordet.

    Der Historiker Juri Dmitrijew, Vorsitzender der Menschenrechtsgruppe Memorial in Karelien, hat diese Orte aufgespürt.

    Sie sind heute Gedenkstätten. Doch im Russland unter Präsident Wladimir Putin wird versucht, die Geschichte dieser Orte umzuschreiben und Stalin zu entlasten. Finnische Soldaten hätten dort Rotarmisten erschossen, heißt es auf einmal über Sandarmoch. Daraufhin werden Dmitrijew und sein Kollege Sergej Koltyrin in einem Prozess in Petrosawodsk wegen angeblichen Kindesmissbrauchs verunglimpft.

    Ein ganz besonderes Leid erlitten damals die Jüngsten. Abertausende Kinder sind in den Verbannungsgebieten zurückgeblieben, wahrend ihre Eltern weitab Zwangsarbeit verrichten mussten. So wuchs nach dem Zweiten Weltkrieg eine Generation von Russlanddeutschen heran, die außerhalb der Familien kaum einen Bezug zu ihrer eigenen Kultur fand. Die Russlanddeutschen waren im Verlaufe nur einer Generation ihrer Kultur fast gänzlich entfremdet worden.

    In den Jahren 1937/38, während der „Großen Säuberung“ wurden rund 55.000 Deutsche in der Sowjetunion exekutiert oder in Lager verschleppt.

    Erst Ende 1955 wurde das Stalin-Dekret aufgehoben. Die Betroffenen wurden aus den Sondersiedlungen entlassen, durften jedoch lange Zeit nicht in ihre ursprünglichen Heimatgebiete zurückkehren und wurden nicht entschädigt. Eine erste Teilrehabilitierung erfolgte im Jahr 1964. Die Betroffenen erhielten ihre Bewegungsfreiheit zurück und wurden aus der ständigen Polizeiaufsicht (Kommandantur) entlassen. Eine Rückkehr in ihre ursprünglichen Heimatgebiete sowie die Entschädigung für enteignetes Eigentum blieben jedoch vorerst streng verboten.

    Bis 1956 unterlagen die Überlebenden einem strengen Überwachungssystem. Sie durften ihre Wohnorte nicht ohne Erlaubnis verlassen und mussten sich regelmäßig bei der Kommandantur melden. Verstöße wurden mit langjährigen Lagerstrafen (Gulag) geahndet.

    Die deutsche Sprache wurde im öffentlichen Raum und in Schulen verboten, Kirchen wurden geschlossen und Geistliche verfolgt. Dies führte zu einem massiven Verlust der kulturellen Identität.

    Während der Rückeroberung deutscher Siedlungsgebiete durch die Rote Armee kam es zu Erschießungen, Folterungen und sexueller Gewalt gegen die Zivilbevölkerung.

    ————————————

    Persönliche Anmerkung:

    Auf der Suche nach Bildmaterial in der Bibliothek des Jahrhunderts (Chronik des Bertelsmann Verlages): Interessanterweise finden sich zu diesen Vorgängen der unmenschlichen Vertreibung, beginnend in den 1920er Jahren in Bezug auf die Russlanddeutschen, der dazugehörigen Veranlassungen, Dekrete und Gesetze, kaum bis gar keine Informationen. Dafür aber jede Menge an Propagandamaterial, um die Deutschen zu diskreditieren, darunter ein großer Haufen an Hetzschriften, die sich später als Greuellüge entpuppten.

    ———————————————————————-

    Abschließend noch die folgende Einschätzung von Solschenizyn: Wenn wir alle unsere Vergangenheit nüchtern sehen könnten, würde auch in unserem Land die Nostalgie nach sowjetischen Verhältnissen längst zu Ende sein. Und die Länder Osteuropas wie die ehemaligen Sowjetrepubliken würden ihre instinktive Haltung überwinden, den historischen Weg Russlands als Quelle allen Übels zu sehen. Es kann nicht angehen, dass persönliche Greueltaten von konkreten Führern oder politische Regimeverbrechen zur Schuld des russischen Volkes und seines Staates erklärt oder auf die angeblich krankhafte Psyche des russischen Volkes zurückgeführt werden, wie es im Westen oft genug getan wird. Diese Regime konnten sich nämlich nur durch den blutigen Terror in Russland halten.

    ———————————————————————–

    Alfred Eisfeld die Russlanddeutschen

    Georg HILDEBRA DT, Wieso lebst du noch? Ein Deutscher im G UL.ag, Abend, Stuttgart

    1990; Alexander SoLSCHENIZYN, Archipel GULag, 2 Bde„ Scherz, Bern 1974.

    Text nach der Ausgabe der Nachrichten des Organs des Gebietskomitees der

    KPdSU(B), der ASSRdWD, des Stadtkomitees der KPdSU (B) und des Stadtsowjets

    der Deputierten der Werktätigen von Engels vom Sonnabend, dem 30. August 1941 ,

    Zeitschrift fur Regionalgeschichte Herausgegeben vom Institut fur Kultur und Geschichte

    der Deutschen in Nordosteuropa an der Universitat Hamburg

    – Nordost-Institut –

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  • Eines der letzten Kapitel unbewältigter Vergangenheit

    Mai 21st, 2026

    Es ist schon erstaunlich, dass trotz der damaligen „angeblichen“ Anteilnahme der Presse und den „lobenden“ Worten zur Notwendigkeit einer Aufklärung, kaum jemand etwas über die Verbrechen weiß. Wie ist das nur möglich? Auf unseren Klassenfahrten waren wir unzählige Male in Buchenwald. Dort klärte man uns ausführlich über die Greueltaten der Deutschen auf…

    Warum sind wir nicht auch nach Nemmersdorf oder nach Jedwabne gefahren, um zu sehen wie viele jüdis.che Bürger von den Polen hingerichtet wurden? Taten, die man ja zunächst den Deutschen anlasten wollte. Um nur einige zu nennen, denn es sind ja viel mehr.

    Oder zum Massengrab von Katyn? Darüber habe ich erst vor einigen Tagen berichtet.

    Warum berichtet man darüber nicht? Warum werden keine Schulausflüge dorthin unternommen? Warum nur ist das so? Warum dieses beharrliche Schweigen?

    Möglicherweise liegt es an diesem nie enden wollenden Drehbuch. (Siehe Kommentar) …

    Das Buch (Schwarzbuch der Vertreibung) stammt noch von der Mutti. Sie hat darin auch so einiges unterstrichen (siehe Beitragsfoto).

    In einem anderen Buch ´(Verbrechen der Sieger) hat sie gleich auf der ersten Seite, Seitenzahlen angegeben. Auch diese Seite kopiere ich mal raus. Es war ihr wichtig, dass es erwähnt wird, sonst hätte sie nicht darauf verwiesen, also gebe ich es mal weiter.

    Allesamt Vorgänge, die mal niedergeschrieben worden sind, aber nicht weiter publiziert. Meine Erwartung, dass jemals diese /unsere Geschichte auf Gehör unserer Kinder- und Enkelkinder stößt, ist niedrig. Und doch bleibt die Hoffnung, dass irgendwann einer von unseren Nachkommen Fragen stellt, so wie wir es heute tun. Geschwiegen wurde von vielen unserer Generation lange genug.

    ———————————————–

    „Geschichtliche Wahrheit ist nicht teilbar. Verbrechen gegen die Menschlichkeit, zumal solche, die den Umfang und das Gewicht eines Völkermordes annehmen, bleiben Verbrechen, gleichviel, von wem sie begangen werden und wer die Verantwortung dafür zu tragen hat.“

    (Erster Absatz aus dem Vorwort zu „Schwarzbuch der Vertreibung“, verfasst von Ludwig Martin Generalbundesanwalt a. D. Ehrenvorsitzender der Internationalen Gesellschaft für Menschenrecht e. V.

    Das nie enden wollende Drehbuch – Staffel 2023
    Pogrom in Jedwabne – wenn dunkle Geheimnisse die Archive verlassen

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  • Mit dem Wissen von heute…, hätte man es damals wohl anders gemacht.

    Mai 21st, 2026

    Meine Mutti lebte damals (1986) nach der sogennannten „Familienzusammenführung“ (Bruder und Vater waren bereits im Westen) im Schwabenland. Ich blieb in der DDR, hatte gerade meine Ausbildung beendet und schloss mich den Initiativen der evangelischen Kirche an.

    Sie warnte mich: „Gehe denen nicht auf den Leim,“ Damit meinte sie mein „Einbringen“ in die evangelische Kirche für eine Veränderung im Land. Nun, sie sollte auch hier recht behalten.

    Irgendwie wusste sie schon damals, dass so etwas Ähnliches wie der Ausverkauf der DDR kurz bevor stand. Benennen konnte sie es natürlich nicht, aber sie machte deutlich, dass der „Umbruch“ nicht zufällig kam.

    Ich war weder getauft, noch hatte ich mit der Kirche irgendwas am Hut, aber ich war jung und ich war ja so furchtbar schlau, und wollte die Welt verändern und am liebsten vor den „Bösewichten“ retten.., aber wer waren die eigentlich?

    Die evangelische Kirche biederte sich ja förmlich an. Wir glaubten wirklich, dass wir mittels deren Unterstützung etwas „ausrichten“ können.

    Ich war damals 19 Jahre alt und schon bald um eine Erfahrung reicher – der Rest sollte bekannt sein.

    Ende 1988 bin ich dann auch angekommen, in einer Scheinwelt. Nichts scheint, wie es ist.

    Und nun komme ich zum eigentlichen Thema … denn nichts, wirklich gar nichts auf politischer Ebene geschieht zufällig.

    —

    Es war einmal … Das Stuttgarter Schuldbekenntnis

    Seit der geschichtsfälschenden Rede zum 8. Mai 1985 von Bundespräsident Weizsäcker sind Schuldbekenntnisse deutscher Politiker bei großen Ereignissen fast zur Regel geworden. Die Umerziehung ist voll verinnerlicht worden, die Sieger haben ihr Ziel erreicht: Dass viele Deutsche selbst die wahrheitswidrigen Thesen der Umerziehung übernommen haben und nun glauben.

    Eines der ersten dieser verhängnisvollen und ungerechtfertigten Schuldbekenntnisse war die »Stuttgarter Schulderklärung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)« vom 19. Oktober 1945. Ohne jedes Studium von Akten oder Quellen wurde wahrheitswidrig, also im Widerspruch zum christlichen 8. Gebot, die Alleinschuld Deutschlands am Zweiten Weltkrieg behauptet.

    Das Stuttgarter Schuldbekenntnis wurde am 19. Oktober 1945 unterschrieben von Landesbischof D. WURM, Landesbischof D. MEISER, Bischof D. Dr. Otto DIBELIUS, Superintendent Hugo Hahn, Pastor Hans ASMUSSEN, Pastor Martin NIEMÖLLER, Oberlandeskirchenrat Dr. Hanns Lilje, Superintendent Heinrich Held, Pastor Lic. Wilhelm NLESEL, Rechtsanwalt Dr. Dr. Gustav HEINEMANN.

    Wie kam es zu dieser Stuttgarter Erklärung?

    • Eine zentrale Figur war der Holländer Willem Adolf Visser’t Hooft , Generalsekretär des seit 1938 in Gründung befindlichen Ökumenischen Rates der Kirchen, der während des Zweiten Weltkrieges in Genf ein Büro des holländischen und englischen Geheimdienstes leitete. Er war also während des Krieges englischer Spitzel.

    • Eine der treibenden Kräfte zu dieser Erklärung war der aus Basel stammende Theologe Karl Barth, der 1935 von seinem Lehrstuhl in Bonn in die Schweiz zurückgekehrt war. Er hatte schon 1934 erklärt, dass der damalige Kirchenkampf sich weniger gegen das NS-Regime und die Deutschen Christen als gegen den falschen Weg der Geschichte der Deutschen im allgemeinen und der evangelischen Kirche in Deutschland im Besonderen zu richten habe.

    Zu dem Theologen Karl Barth möchte ich noch das Folgende hinzufügen:

    Als überzeugter Sozialist und ausgesprochener Marxismusfreund kritisierte er scharf Bismarcks Reichseinigung und zog eine Linie von Martin LUTHER über FRIEDRICH DEN GROSSEN zu Adolf HITLER. Bereits 1918/19 hatte er den Novemberumbruch in Deutschland begrüßt.

    Dazu schrieb er, er hoffe auf »die erfüllende geschichtliche Stunde. .., wo die jetzt verlöschende Glut des marxistischen Dogmas als Weltwahrheit neu aufleuchten, wo die sozialistische Kirche in einer sozialistischen Welt auferstehen wird«

    Dieser kommunistenfreundliche, damit volksfeindliche und gegen die deutsche Einheit gerichtete Geist nahm dann langsam in der deutschen evangelischen Kirche überhand, führte zur Verdrängung des noch nationalen und volksbewussten Ratsvorsitzenden der EKD.

    Der Abfall der evangelischen Kirche vom Vaterland, so der Titel einer vielbeachteten Streitschrift des Dortmunder Pastors Alexander EVERTZ, führte u. a. zur Gründung der »Notgemeinschaft evangelischer Christen“.

    Bei entsprechender Recherche über die EKD (Evangelischen Kirche in Deutschland) tun sich wirklich Abgründe auf. Ich denke dabei auch an die Ostdenkschrift aus dem Jahre 1965 …, dazu aber ein anderes Mal mehr. Denn die Denkschrift macht sich mehrfach der bewussten Irreführung der Leser und der Fälschung der Geschichte schuldig.

    Übrigens: Thomas Mann polterte in genau dieselbe Richtung gegen Deutschland, gegen das deutsche Volk. Ich erwähne das nur, weil man ja so oft so viel „Gutes“ über ihn liest. Nun, dem deutschen Volk war er weniger gut gesonnen. Daher blieb er zunächst in den USA, kehrte nicht nach Deutschland zurück, sondern verbrachte seine letzten Jahre in der Schweiz.

    Oder oblagen seiner Entscheidung möglicherweise ganz andere Gründe? Aber, wer weiß das schon?

    —————————————————————

    Mit dem Wissen von heute…, hätte man es damals wohl anders gemacht.

    Es war ja nicht so, dass wir in der DDR im Unwissen darüber waren, was den Wahlbetrug betraf. Um so überraschter hätte man also sein müssen, dass da die Kirche plötzlich um die Ecke kam, und protestierte … , zack das Sammelbecken war eröffnet. Zu diesem Zeitpunkt war mir allerdings nicht bekannt, mit welchen Absichten diese Kirchenleute tatsächlich agierten. Ich war ja schon mittendrin im Geschehen, lernte viele „Menschen“, Regime-Kritiker, Intellektuelle, Rebellen und „Revolutionäre“, kennen und wunderte mich später mit Blick in meine Stasiakte, wer so alles ein besonderes Interesse an mir hatte.

    Obwohl mir die mahnenden Worte der Mutti in Bezug auf das Handeln der Kirche (egal ob katholisch oder evangelisch) im Ohr lagen, hörte ich nicht auf sie, sondern schlug meinen Weg ein.

    Wer irrt, der wird die Lehren daraus ziehen. Und wer nicht hören will, muss fühlen. Das war dann auch so.

    ——————————

    Von »Gott segne den Führer« zum »Abfall der Kirche vom Vaterland««; Jens MOTSCHMANN U, Helmut MATTHIES (Hg.), Rotbuch Kirche, Seewald, Stuttgart 1976.

    Alexander EVERTZ, Der Abfall der evangelischen Kirche vom Vaterland, Blick und Velbert-Kettwig 1965.

    H, JENSSEN U. H. TREBS (Hg.), Theologisches Lexikon, Berlin (Ost) 1978, S. 3 87 (Stichwort>StuttgarterErklärung<).

    Karl BARTH, »Die Kirche zwischen Ost und West«, Vortrag von 1949, in: Karl PISCH (Hg.), Der Götze wackelt, Berlin 1964, S. 137; auch in: MOTSCHMANN, ebenda

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  • Das ist das einzige aber“

    Mai 21st, 2026

    »Und wenn wir ohne Glanz und Ruhm

    der Dämmerung erliegen,

    es werden andere nach uns sein,

    und diese werden siegen!«

    >>Das ist das einzige aber, das ihr tun könnt

    für eure Söhne und für eurer Söhne Kinder:

    wachen, wachen und wachen,

    daß sie dereinst in freieren Zeiten

    ihr Leben leben … in Zeiten,

    da man endlich aufgeräumt mit all dem Schutt,

    da man die Trümmer abgetragen endlich,

    die mit Einsturz drohn

    und uns den Weg versperren nach den Höhn,

    von denen

    die Banner goldner Königstage wehn!

    Wir selber, ach,

    wir sind … in Kampf und Müh und Streit

    nur Vorbereiter, Schuttabräumer nur, Wegebner einer Zeit,

    die wir aufdämmern ahnen, über unsere Nacht

    mit osterlichter Morgenpracht,

    und der ein Tag dann folgen wird,

    ein Tag, von hallenden Glocken überläutet,

    ein Tag, an dem der Mensch

    abgürten von den Lenden darf das Schwert …

    ein Tag des Friedens,

    und ein Tag der Freude …

    da all die Qual,

    die uns zu Grabe nagt,

    da all die Ketten fallen der Erbärmlichkeit,

    die jeden Morgen uns aufs neue

    die Krone reißt vom Haupt

    und uns zu Sklaven unseres eigenen Lebens macht <<

    Cäsar Otto Hugo Flaischlen wurde am 12. Mai 1864 in Stuttgart geboren und starb am 16. Oktober 1920 im Sanatorium Horneck in Gundelsheim. Er war Anfang des 20. Jahrhunderts ein bekannter Lyriker und Mundartdichter.

    —–

    Das Beitragsfoto ist eine Aufnahme aus unserem Schwedenurlaub 2025 am Siljansee

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