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Klara Fall: das glaube, wer mag

  • Ein Amerikaner berichtet: „Was für einen Krieg glauben die Zivilisten überhaupt, den wir geführt haben?“

    Februar 23rd, 2026

    Angesichts der immer wieder aufkeimenden Hassquerelen gegen unser deutsches Volk, und angesichts der unzähligen Verbrechen anderer Völker, die nie geahndet oder jemals zur Rechenschaft gezogen worden sind, ist es mir wichtig aufzuzeigen, wie so mancher Amerikaner die Kriegsführung seines Landes einschätzte und diese auch in Worte fasste. Und das waren nicht wenige, die einen solchen Hass nach außen trugen. Damals schon, nach dem Ersten Weltkrieg, so auch an dem darauf folgenden.

    Da muss es mal einen Brief (getränkt in tiefem Hass gegen alles Deutsche) gegeben haben, von einem Mr. Lester G. Ress. Im Jahre 1959 hat sich die Zeitschrift der „Spiegel“ dieses Briefes angenommen. Auf diesen Brief gab es dann unterschiedliche Reaktionen, die als ein „Nachwort“ gebündelt worden sind. In diesem Zusammenhang wurde dann auch der folgende Bericht des Journalisten Edgar L. Jones (aus 1946) erwähnt:

    In diesem Nachwort heißt es:

    Vielleicht würde es den pathologischen Haß des ehrenwerten Mr. Lester G. Ress auf die Wirtschaftswunderdeutschen ein wenig dämpfen, wenn er sich einmal der Mühe unterzöge, den Bericht seines Landsmanns Edgar L. Jones in der Februar-Nummer 1946 der angesehenen Monatsschrift »The Atlantic Monthly« zu lesen (Jones war den ganzen Krieg hindurch Pressekorrespondent an der Pazifikfront):

    „Wir halten uns für edler und anständiger als andere Völker und daher in einer besseren Position, zu entscheiden, was in der Welt richtig und falsch ist. Was für einen glauben Zivilisten ist es, dass wir im Krieg gekämpft haben? … Als Sieger haben wir das Privileg, zu entscheiden.“ Je härter die Kämpfe, desto weniger Raum für Anstand…“

    Was für einen Krieg glauben die Zivilisten überhaupt, dass wir geführt haben?“ Wir erschossen Gefangene kaltblütig, zerstörten Krankenhäuser, beschossen Rettungsboote, töteten oder misshandelten feindliche Zivilisten, töteten die Verwundeten des Feindes den Garaus, kämpften die Sterbenden zusammen mit den Toten in einem Loch und kochen im Pazifik das Fleisch von feindlichen Schädeln, um daraus Tischdekorationen für die Liebsten auszuwählen oder ihre Knochen in Brieföffner zu schnitzen. Und haben unsere Phosphorbombenwürfe und unsere Morde an der Zivilbevölkerung mit dem Abwurf von „Atombomben“ auf zwei beinahe unverteidigte Städte gekrönt.“

    Und weiter schreibt er:

    „Als Sieger haben wir uns das Recht angemaßt, unsere Feinde für ihre Kriegsverbrechen vor Gericht zu ziehen; aber wir sollten Realisten genug sein zu begreifen, dass wir in einem Dutzend Anklagepunkten für schuldig erklärt würden, wen man uns wegen Bruchs der Kriegsgesetze vor Gericht stellte. Wir haben einen ehrlosen Krieg geführt, den die Moral stand im Denken des kämpfenden Soldaten an erster Stelle. Je härter die Schlacht, umso weniger Raum bleibe für edle Regungen. Und im Pazifikkrieg haben wir die Menschheit den düsteren Grad der Bestialität erreichen sehen.

    Die Notwendigkeiten des Krieges haben uns oft zu Dingen gezwungen, die man Verbrechen nennt, und in gewissem Grade mag man die Masse tadeln für jene Form des Wahnsinns, die den Krieg hervorgerufen hat. „

    » (es handelt sich nur um einen Auszug aus seinem Artikel aus dem Jahr 1946 – die Übersetzung ist etwas holprig)«

    ——————————————————————————-

    Ich denke, schon, dass es wichtig ist zu begreifen, mit wem wir es überhaupt zu tun haben, es ist wichtig zu verstehen, aus welcher Richtung Gefahr droht, und es ist genauso wichtig zu wissen: Dass nie ein Land, sei es Frankreich, England, Polen, Russland oder die USA, für die von ihnen begangenen Verbrechen über die Jahrhunderte hinweg, zur Verantwortung gezogen wurde.

    Indes wurden deutsche Soldaten aus Kalkül heraus und oft ohne Beweise zum Tode verurteilt. Bis heute sühnt das deutsche Volk für Taten, die es nie begangen hat. Es ist also auch Unsinn zu erklären,, „ich kann nicht dafür, was mein Vater oder Großvater getan hat“. Denn schlussendlich haben unsere Väter, Großväter und Urgroßväter nichts anderes getan als unser Land verteidigt“ Und unsere Mütter, Großmütter und Urgroßmütter haben das deutsche Land unter widrigsten Bedingungen wieder aufgebaut.

    Niemand will einen Krieg, aber vielleicht begreift der eine oder andere erst dann, was und wie es sich wirklich zuträgt und immer schon zugetragen hat. Ich schreibe das ungern, und es obliegt mir auch nicht Prognosen abzugeben, aber mein Gefühl sagt mir, dass sich wohl manchem schon bald die Augen öffnen werden.

    ————————————————————–

    Briefe

    NACHWORT

    14.04.1959, 13.00 Uhr • aus DER SPIEGEL 16/1959

    >> Andere Reaktionen, die ihr über den Link weiter unten aufrufen könnt.<<

    „Ich freue mich, daß der SPIEGEL den Mut aufbringt, den Brief des Mr. Ress aus USA abzudrucken! Er hätte – mit seinem tödlichen Haß auf die Deutschen – eine ganze Seite verdient, sagen wir Seite 41 mit der Nato-Anzeige, die sowieso wertlos ist. Die Meinung in diesem Brief ist kein Einzelfall, der Einzelfall ist nur der Abdruck, den man unbeschränkt fortsetzen soll, damit der Deutsche endlich mal sieht, wie und was man über ihn denkt. PETER ERICH MEYER Norderney

    —————————————————–

    Die herrschende Klasse in den USA ist gegen die Neger, gegen die Juden und gegen die Deutschen. Es ist doch merkwürdig, daß die Deutschen so etwas noch nicht wissen.

    Davenport (USA) WALTER J. BIEHL

    ——————-

    Ihre Hoffnungen, Mr. Ress, daß der Tag noch kommen möge, an dem Deutschland und das deutsche Volk vollkommen ausgelöscht werden, scheinen bei der heutigen militärisch-atomaren Entwicklung in der Tat nicht unbegründet zu sein. Da hingegen wir Deutsche mit den Amerikanern an einem Strick hängen, dürfte die Zeit, in der Sie und Ihre Landsleute dieses überleben, kaum noch mit einer Stoppuhr zu messen sein.

    Caracas (Venezuela) ULRICH ANGELROTH

    https://www.spiegel.de/politik/nachwort-a-80be034a-0002-0001-0000-000042625027?fbclid=IwY2xjawQJV2RleHRuA2FlbQIxMABicmlkETJEYVJjdjVtem0xMkVvOTRLc3J0YwZhcHBfaWQQMjIyMDM5MTc4ODIwMDg5MgABHtorrq21nL7QJYHscsgRdx4jtFYh7ljcTaj8deZ2TjzJEyPVfLKyecfdWQms_aem_tjhznnndMyMOcvr_nU2sAA

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  • Alliierter Vernichtungswahn nur wenige Wochen vor Kriegsende – „Clarion”-Trompetengetöse

    Februar 23rd, 2026

    Im März 1945 warf die britische Royal Air Force mehr Bomben über Deutschland ab als in jedem anderen Kriegsmonat zuvor – und das, obwohl die Regierung in London wusste, dass nach den jahrelangen Bombardements kaum noch strategisch wichtige Ziele übrig waren.

    Auch die US Air Force beteiligte sich in den letzten Kriegswochen noch ausgiebig an den Terrorangriffen gegen die deutsche Zivilbevölkerung. So warfen amerikanische Bomber nicht weniger als 70 Tonnen Bomben auf die Ortschaft Ellingen bei Nürnberg, die ganze 1500 Einwohner zählte.

    So erinnern wir auch an die Operation Clarion eine massive anglo-amerikanische Luftoffensive am 22. und 23. Februar 1945. Insgesamt war der Februar 1945 eine Phase extrem intensiver Luftangriffe, in der die anglo-amerikanischen Luftstreitkräfte mit etwa 9.000 Maschinen (Bomber und Jäger) agierten.

    Aufgrund der Angriffe auf zahlreiche kleine und mittelgroße Städte, die zuvor kaum bombardiert worden waren, sowie des Einsatzes von Jagdbombern gegen den Verkehr, forderte die Operation tausende zivile Todesopfer. Schätzungen sprechen von einer hohen Zahl an zivilen Opfern, da die Angriffe oft in Wohngebieten nahe Bahnhöfen einschlugen.

    Beispiel Treuchtlingen: Ein besonders verheerender Angriff fand am 23. Februar 1945 statt, bei dem Treuchtlingen getroffen wurde und rund 600 Menschen ihr Leben verloren.

    In Halberstadt forderte ein Angriff im Rahmen von Clarion etwa 200 Tote. In Hildesheim kamen bei den Angriffen, die oft mit Clarion in Verbindung stehen, hunderte Zivilisten ums Leben.

    • Tote und Verletzte bei Bombenangriff auf die Weserbrücke Beverungen-Lauenförde:

    Vor 81 Jahren, am 22. Februar 1945, wurden in Lauenförde durch einen alliierten Luftangriff Menschen getötet und verletzt. Dieses Ereignis ist im kollektiven Gedächtnis des Ortes immer noch sehr präsent.

    • Die Stadt Treuchtlingen wurde am 23. Februar 1945 um genau 11:15 Uhr durch zwölf Kampfflugzeuge der United States Army Air Forces in drei Wellen bombardiert. Bei der ersten Angriffswelle wurde die Kästleinsmühle verwüstet. Bei der zweiten Welle wurde der Bahnhof getroffen, welcher das eigentliche Hauptangriffsziel war. Zu diesem Zeitpunkt hielt der Fronturlauberzug SF 2046 an und die Passagiere flohen in die Bahnsteigunterführung, welche jedoch einen Volltreffer erhielt. Ein Keller oder Bunker war nicht mehr zu erreichen. Bei der dritten Welle wurde der Bereich zwischen dem Bahnhof und dem Gasthof „Zur Krone“ getroffen. Insgesamt starben an diesem Tag mehr als 600 Menschen – Zivilisten und Wehrmachtsangehörige, darunter etwa 300 allein auf dem Bahnhofsgelände. Ein Drittel der Treuchtlinger Häuser war zerstört oder unbewohnbar. Die Opfer wurden, ebenso wie die Toten der späteren Angriffe, größtenteils auf der Kriegsgräberstätte Nagelberg beerdigt.

    • Ellingen. Die US Army Air Force plante zunächst einen Angriff auf Bamberg, was aufgrund schlechter Wetterbedingungen nicht möglich war. Stattdessen wurde die Kleinstadt Ellingen ausgewählt. Sie wurde etwa zeitgleich wie Weißenburg um 12:26 Uhr bombardiert. Die amerikanischen Flugzeuge warfen 70 Tonnen Bomben ab. Es starben über 100 Menschen und es kam zu schweren Schäden in der Innenstadt und an der Kirche. Auch der Schlossgarten wurde teilweise beschädigt. Der Angriff wurde durchgeführt von der 457. Bombing-Group, des 94. Wing der 1. Air-Division.

    • Schwäbisch Hall: Eintrag im Kriegstagebuch des Nachtjagdgeschwaders 6 – dessen zweite Gruppe lag in Hessental – macht diese Schwierigkeiten deutlich: „Am Tage fliegen sehr starke Kampfverbände über Norddeutschland, Thüringen bis in den Raum Chemnitz.

    Von dort Rückflug über Bayreuth, Nürnberg nach Westen. Angriffe auf zahlreiche

    Orte im thüringisch-sächsischen und fränkischen Raum” Die erhalten gebliebenen amerikanischen Unterlagen zeigen es: Dieser Angriff war für die Bth US Army Air Force von geringer Bedeutung- nicht aber für die Bevölkerung der Stadt. „

    • Salzwedel: Der schwerste Luftangriff auf Salzwedel fand am 22. Februar 1945 statt, als die Eighth Air Force der USAAF im Rahmen der alliierten Luftoffensive Operation Clarion mit 59 Boeing B-17 Flying Fortress und 197,5 Tonnen Bombenlast den Bahnhof der Stadt und seine Umgebung bombardierte. Insbesondere die Bahnhofsanlagen und teilweise das Gaswerk wurden zerstört, doch auch benachbarte Wohngebäude wurden getroffen. Viele Menschen starben, einige waren Wehrmachtsangehörige, die weitaus meisten aber reisende Zivilisten, darunter viele Frauen und Kinder, besonders Schüler.

    Insgesamt waren es rund 200 Ziele in einem sehr großen Gebiet zwischen Emden, Berlin, Dresden, Wien, Bodensee, Mühlhausen und Köln.

    In den Hauptquartieren der Alliierten herrschte keineswegs ungeteilte Meinung über die Führung des Luftkrieges: Während die US-Luftwaffen-Generale Ira C. Eaker und Carl A. Spaatz erkannt hatten, daß Angriffe auf wehrlose deutsche Städte keineswegs kriegsentscheidend waren (der Krieg war ja ohnhein entschieden) und sie sich nicht das Kleid jener, die die deutschen Städte in Schutt und Asche legten, so dachte man auf britischer Seite offensichtlich anders.

    >> Die Royal Air Force warf zwischen Januar und Mai 1945 36,6 Prozent ihrer Bomben auf Stadtgebiete, 26,2 Prozent fielen auf Ölraffinerien aber nur 15,4 Prozent auf Verkehrsziele.

    ————————————————————————————————-

    Die folgende (unvollständige) Liste zeigt weitere Luftangriffe auf einzelne Regionen, welche außerhalb der Operation Clarion erfolgten.

    • 5. März 1945: Tieffliegerangriff auf den Bahnhof in Pleinfeld um 8:12 Uhr

    • 11. April 1945: Über Treuchtlingen wurden etwa 500 Bomben abgeworfen, der Jüdische Friedhof sowie der südliche Teil der Burg wurde zerstört.

    • 15. April 1945: Solnhofen wurde bombardiert.

    • 16. April 1945: Gunzenhausen wurde zwischen 10:10 Uhr und 11:00 Uhr in fünf Wellen bombardiert, mehr als 200 Personen starben durch die etwa 150 Bomben. Insgesamt wurden der Bahnhof sowie 358 Gebäude beschädigt oder zerstört, darunter der Braunskeller, wo viele Menschen nach Schutz gesucht hatten.

    • 21. April 1945: Weißenburg wurde durch einen Tiefflieger bombardiert, sechs Gebäude wurden vollständig zerstört.

    Im März 1945 warf die britische Royal Air Force demnach mehr Bomben über Deutschland ab als in jedem Kriegsmonat zuvor. Und das Ganze, obwohl die Regierung in London wusste, dass kaum noch strategisch wichtige Ziele übrig waren. Ein reiner Terrorangriff sei zum Beispiel die Bombardierung von Würzburg in der Nacht zum 16. März gewesen. Etwa 5000 Menschen kamen ums Leben, und 82 Prozent der Barockstadt wurden zerstört. Den Bomberpiloten sei gesagt worden, Würzburg sei ein wichtiges Kommunikationszentrum. Doch ihnen sei klar gewesen, dass es einzig und allein darum ging, Wohnviertel mit Brandbomben einzudecken.

    ———————————————————————————————————–

    Zu Elling: Amerikanische Flugzeuge haben unter anderem 70 Tonnen Bomben auf die ländliche Ortschaft Ellingen südlich von Nürnberg mit nur 1500 Einwohnern abgeworfen. Der amerikanische Luftwaffengeneral Frederick Anderson habe seinem Pressebüro dazu mitgeteilt, dass solche Operationen zwar nicht den Krieg verkürzen können, „es wird jedoch erwartet, dass die Tatsache, dass Deutschland einfach überall getroffen wurde, noch vom Vater an den Sohn und dann an den Enkel weitergegeben werden wird; und dass dies auf jeden Fall der Abschreckung für das Anzetteln künftiger Kriege dienen wird.“

    Der britische Premierminister Winston Churchill rückte einige Tage nach der Bombardierung Würzburgs von der Terrorstrategie ab. Er entwarf eine Anweisung an den Generalstab, in dem es hieß: „Der Moment ist gekommen, in dem die Bombardierung der deutschen Städte einfach zu dem Zweck gesteigerten Terrors überdacht werden sollte. Sonst werden wir demnächst ein völlig ruiniertes Land kontrollieren.“ Der Chef der Bombenkampagne, Sir Arthur Harris („Bomber-Harris“), sei darüber sehr wütend gewesen, zumal Churchill die Kampagne zuvor unterstützt hatte. Er erhoffte sich davon eine Demoralisierung der Deutschen.

    Als eine recht zwielichtige Figur hebt sich Albert Speer, Hitlers Rüstungsminister und Lieblingsarchitekt hervor. Dazu aber an anderer Stelle mehr.

    —————————————————-

    Abschließend darf man festhalten: Spätestens seit Mitte der dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts liefen in Großbritannien und den USA die Vorbereitungen für den geplanten Bombenkrieg gegen Deutschland.

    Dieser im Zweiten Weltkrieg durchgeführte Luftkrieg gegen die feindliche Bevölkerung wurde nicht von Deutschland, sondern nach eigenen Aussagen von den Briten begonnen. Er wurde völkerrechtswidrig und gnadenlos seit dem 10. Mai 1940, als Winston CHURCHILL Premierminister war, durchgeführt. Die Androhung verschärften Bombenterrors versuchte England, durch Flugblätter zu begründen, die ab Herbst 1943 an die deutsche Bevölkerung gerichtet waren und über dem Reichsgebiet abgeworfen wurden.

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    Quellenverzeichnis:

    „Der amerikanische Luftangriff am 23. Februar 1945 auf Schwäbisch Hall“

    Von Michael Sylvester Koziol

    Wikipedia zu den jeweiligen Orten mit

    TagesspiegelStand: 23.08.2001

    Der Große Wendig Bd. S. 585

    Bertelsmann Lexikothek Bibliothek des 20. Jahrhunderts 1944-1947

    https://found-places.blogspot.com/2013/07/als-operation-clarion-celle-traf-22.html?fbclid=IwY2xjawQJUy1leHRuA2FlbQIxMABicmlkETJEYVJjdjVtem0xMkVvOTRLc3J0YwZhcHBfaWQQMjIyMDM5MTc4ODIwMDg5MgABHhuoRdAxm3_EuG_TgCQd91e6JojI5GlPa6ub2aMsMRdIJ2YbyyVdXDhMQdG9_aem_7M3a2Fa9iqYHK5uuP8bEZg#google_vignette

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  • Weil es immer wieder Thema ist; Hier eine Buchempfehlung –

    Februar 22nd, 2026

    Der Zweite Weltkrieg hätte vermieden oder erheblich abgekürzt werden können, das beweisen die vielen unternommenen Friedensinitiativen von deutscher, neutraler und internationaler Seite. Doch diese Bemühungen scheiterten am Kriegswillen in London und Washington.

    Gescheiterte Friedens-Initiativen : 1939 – 1945

    Institut für Deutsche Nachkriegsgeschichte: Veröffentlichungen des Institutes für Deutsche Nachkriegsgeschichte , Bd. 32

    Einzelne dieser aufrichtigen Friedensinitiativen wie die verschiedenen Vermittlungsversuche des schwedischen Industriellen Birger Dahlerus zwischen Berlin und London im Sommer 1939 oder der spektakuläre Flug Rudolf Heß‘ am 10. Mai 1941 nach Schottland sind allgemein bekannt. Doch die Fülle anderer gleichgerichteter Bestrebungen ist weithin unbekannt, und es fehlt damit ein wesentlicher Teil der historischen Tatsachen, deren Kenntnis für ein ausgewogenes Urteil über die Kriegsschuld unverzichtbar ist. Das vorliegende Buch schließt diese Lücke. In chronologischer Weise schildert es mit genauen Quellenbelegen die mehr als 50 ernsthaften Versuche, die bis gegen Ende des Krieges unternommen wurden

    ——————————————————

    Ich hatte schon vor einiger Zeit einen ersten Beitrag (siehe Kommentar) dazu erstellt, bin dann aber bei den ersten 28 Friedens-Versuchen „hängen geblieben“. Die Fortsetzung muss ich bald mal wieder in Angriff nehmen.


    Aus den Kommentaren zum Beitrag:

    „BIRGER DAHLERUS beschreibt in seinem Buch „Der letzte Versuch“ einen vielsagenden Vorfall:

    Er besuchte noch am ersten Kriegstag (1. Sept. 1939) zusammen mit einem englischen Diplomaten den polnischen Botschafter in Berlin, Jozef Lipski.

    Dieser war dabei, zu packen, ließ sich aber trotzdem auf ein Gespräch ein. Sein Tenor war zuversichtlich. Denn er war der Meinung, daß schon bald wichtige Funktionsträger des Dritten Reiches gegen Hitler putschen würden, wodurch der Krieg einen für Polen günstigen Verlauf nehmen würde und er, Lipski, bald nach Berlin zurückkehren würde.

    Das bestätigt das, was Annelies von Ribbentrop in ihren Büchern – z. B. „Kriegsschuld des Widerstands“ – schreibt, nämlich eben, daß der „Widerstand“, der sich ja nicht außerhalb, sondern innerhalb der Führungseliten von Wehrmacht und Verwaltung/Ministerialbürokratie des Dritten Reiches befand, ein gerüttelt Maß, ja ein ENTSCHEIDENDES Maß an Verantwortung für den Kriegsbeginn trug.

    Denn die Auffassung Lipskis beruhte im wesentlichen auf „Informationen“, d.h. VERSPRECHUNGEN, die prominente Mitglieder des „Widerstandes“ in den Jahren 1938-1939 regelmäßig den Briten übermittelt hatten und diese an die Polen weitergegeben hatten. Und bei den agierenden REGIERUNGEN war gerade das Verhalten der polnischen Regierung DIE .n.o.t.w.e.n.d.i.g.e. Voraussetzung für den Kriegsausbruch, und zwar insofern, als Hitler den Krieg ja überhaupt nicht wollte, aber von der polnischen Führung dazu gezwungen wurde, nämlich durch die polnische Mobilmachung und offene Kriegsandrohung (bereits Ende März), durch die Diskriminierung, Enteignung und Mißhandlung der in den polnisch kontrollierten, ehemaligen deutschen Gebieten verbliebenen deutschen Restbevölkerung und nicht zuletzt durch die offene Kriegspropaganda („Marsch auf Berlin“ u.ä.) von regierungsnahen polnischen Organisationen und sogar unter Beteiligung führender polnischer Persönlichkeiten, wie etwa dem Staatspräsidenten – – -„


    Von Kriegen, von Wahrheit und Lügen und den unzähligen Versuchen den Frieden zu retten – wer weiß davon schon?

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  • Rückblick in das Jahr 1975: Schlussakte Helsinki – Warschau bittet zur Kasse

    Februar 21st, 2026

    … oder „Menschenmaterial als Reparationsleistung“

    Auf dem KSZE-Gipfel am 1. August 1975 will Helmut Schmidt den Bonner Zwist mit Warschau über deutsches Geld und deutsche Aussiedler aus den polnisch verwalteten Gebieten endgültig beilegen.

    „Zunächst waren nur Begegnungen mit dem Russen Leonid Breschnew, dem Polen Edward Gierek und dem DDR-Deutschen Erich Honecker eingeplant. Später kamen die Einzelgänger Nicolac Ceausescu aus Rumänien und Marschall Josip Tito aus Jugoslawien dazu. Block-Prestige und Block-Räson ließen es schließlich auch dem Prager Gustav Husák, dem Budapester Janos Kádár und dem Sofioter Todor Schiwkoff geboten erscheinen, in Bonn wegen einer Helsinki-Audienz beim Kanzler vorzufühlen.

    Während für sieben der Ost-Diskurse die Bonner Marschroute noch offen war — Schmidt lehnte es ab, sich von seinen Experten auf eine Tagesordnung festlegen zu lassen -, zeichnete sich für eines dieser Gespräche schon vor dem Kanzler-Flug nach Finnland ein konkretes Ergebnis ab: Schmidt wird dem Polen Gierek langgehegte Wünsche erfüllen.

    Eben noch rechtzeitig vor Helsinki hatten sich die Diplomaten aus Bonn und Warschau darauf verständigt, wie die hohen finanziellen Forderungen Polens an die Bundesrepublik abgegolten und wie die westdeutschen Wünsche nach Umsiedlung möglichst vieler Deutschstämmiger erfüllt werden können. Ergebnis:

    Bonn zahlt Warschau einen Finanzkredit von einer Milliarde Mark und gewährt zur Abgeltung von individuellen Rentenansprüchen aus der Kriegszeit nochmals eine Pauschale von 1,1 bis 1,2 Milliarden Mark; offen ist nur noch, in welchem Zeitraum diese Milliarden-Summe gezahlt werden soll.

    * Im Gegenzug lassen die Polen 120 000 Umsiedler ausreisen.

    Damit würde die Bundesregierung erheblich mehr geben, als sie lange Zeit zu leisten bereit war. Dennoch läßt Warschau weit weniger Deutschstämmige in den Westen fahren, als Bonn gefordert hatte — rund 300 000 Umsiedlungsanträge liegen beim DRK.“

    —–

    So weit wie im Westfälischen Frieden von 1648 (gestern erst haben wir darüber gelesen) wagten sich die Regierenden aus 35 Staaten 1975 in Helsinki nicht vor, als sie die Schlussdokumente der europäischen Sicherheitskonferenz unterzeichneten. Damals begründeten sie das Recht auf Auswanderung als allgemeines Menschenrecht, das die Menschenrechtsdeklaration von 1948 wiederholte.

    In Helsinki erklärten sich die Staatsmänner lediglich bereit, Gesuche von Personen in „positivem und humanitärem Geist“ zu behandeln, „die mit den Angehörigen ihrer Familien zusammengeführt werden möchten.“ Selber entscheiden, wo sie wohnen wollen, dürfen sie nicht, sie müssen einen Antrag stellen, wenn sie mit ihren nächsten Verwandten vereint sein möchten.

    Am gleichen Ort und zur gleichen Zeit fand, wie Anton Böhm schrieb, „ein schmählicher, erpresserischer Menschenhandel, die Übertragung von Geiselnahme-Praktiken auf zwischenstaatliche Beziehungen statt“. Bundeskanzler Schmidt sagte dem polnischen KP-Chef Gierek einen Kredit von einer Milliarden DM und weitere 1,3 Milliarden DM zu, die als Ausgleich für Rentenansprüche etikettiert wurden. Dafür will Polen in den nächsten Jahren

    120 000 bis 125 000 Deutschen die Ausreise gestatten, obwohl nach den Informationen des DRK etwa 280 000 Deutsche die Übersiedlung in die BRD wünschen.

    Was die Verwirklichung der verbrieften Menschenrechte auf Auswanderung, sprich auf „Freikauf“ der restlichen 160 000 Deutschen, kosten wird, stand damals nicht fest, bekannt war nur, dass die Empfangsberechtigten der 1,3 Milliarden DM keinen Rentenzahlungen erhalten werden; ein polnischer Funktionär meinte, wie es in einer Leserzuschrift an die „Frankfurter Allgemeine“ vom 14. August 1975 heißt, es gehe Bonn nichts an, was Warschau mit dem Geld mache, selbst, wenn das Geld morgen in Moskau ist.“

    —————————

    Für die materiellen Verluste der Polen hat die BRD schon dreimal gezahlt:

    • das erste Mal mit der Okkupation der deutschen Gebiete, die ihnen zur Verwaltung übergeben wurden.

    • Das zweite Mal 1970 mit der Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze.

    • Und mit diesem Akt aus dem Jahr 1975 zudem noch 2,3 Milliarden, was nichts anderes ist, als eine verschleierte Reparationsleistung.

    Gut zu wissen: Nach dem Verkehrswert von 1974 hat sich Polen an Grund-, Betriebs-, land- und forstwirtschaftlichem Vermögen sowie aus deutschem Privatbesitz und Hausrat 214,3 Millionen DM angeeignet; räumlich sind das 103 000 qkm

    Ebenfalls nachweislich dazu: Dass es dazumal die Sowjets waren, die den Polen 180 000 qkm ihres Staatsgebietes im Osten nahmen. Auch dass sie es waren, die 1944 den Warschauer Aufstand anheizten und dann tatenlos der Vernichtung der Bor-Einheiten zusahen. Wir denken an die Ermordung der 12 000 polnischen Offiziere in Katyn, gefolgt von der Beseitigung der nationalen Kräfte – 50 000 Polen kamen ums Leben, worüber die Voraussetzung geschaffen war, das kommunistische Lubliner Komitte als Regierung in den Sattel zu heben.

    Die Polen haben sich nicht selbst befreit, die Macht lag allein bei den Sowjets, die letztendlich damit auch die Verantwortung für das zu tragen haben, was mit den deutschen Kriegsgefangenen in Polen geschah.

    ———————-

    https://www.spiegel.de/…/ostpolitik-geld-fuer-die-polen…

    „Das Schicksal der deutschen Kriegsgefangenen in Europa“ Auswahl von Wilhelm Anders

    Bilder stammen aus der Bertelsmann Lexikothek Chronik des 20. Jahrhunderts 1971-1975

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  • Man muss das Wahre immer wiederholen

    Februar 21st, 2026

    … weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse. (Goethe)

    Vorsicht! Langer Text.

    Am Sonntag erinnern wir uns an die „Operation Clarion“, eine massive anglo-amerikanische Luftoffensive vom 22. und 23. Februar 1945. Aufgrund der Angriffe auf zahlreiche kleine und mittelgroße Städte forderte die Operation tausende zivile Todesopfer. Schätzungen sprechen von einer hohen Zahl an zivilen Opfern, da die Angriffe oft in Wohngebieten nahe Bahnhöfen einschlugen.

    Doch zuvor widmen wir uns einem Beitrag aus der Reihe: „Die Anklage hören viele, die Rechtfertigung wenige..“

    Auch wenn wir uns für nichts zu rechtfertigen haben, allein in Anbetracht der hohen Kriegsschuldlast und der (Dauer) Zahlungsanweisung zur „Wiedergutmachung“, sollte auch das Folgende nicht unerwähnt bleiben.

    Die steten Vorwürfe, insbesondere aus den Reihen unserer polnischen „Freunde“, welche ohne Unterlass und voller Hass auf unser deutsches Volk immer und immer wieder herunterprasseln, stehen auf recht wackeligen Beinen. Um nicht zu sagen, es ist eher ein Fass ohne Boden, so haltlos, so unrecht sind die Anschuldigungen.

    Immer und immer wieder wird uns gepredigt, Deutschland hat gewütet und sich vieler Verbrechen schuldig gemacht. Unabhängig davon, dass viele unter uns die Art dieser Predigt längst durchschaut haben, geht es doch schlussendlich nur darum, der deutschen Bevölkerung noch den letzten Heller aus der Tasche zu ziehen, für Taten, die sie nachweislich nicht begangen, aus einem Krieg, den andere herbeigeführt haben. (siehe auch gestrigen Beitrag zum Versailler Vertrag).

    Kein Wunder, dass in den Köpfen der Menschen jede Menge Unfug und falsch Gesagtes herumspukt und sich leider auch manifestieren konnte.

    So schreibt zum Beispiel der Deutschlandfunk vor noch gar nicht allzu langer Zeit: „Am 14. Februar 1942 entschied die britische Militärführung, „ohne Einschränkung“ Bomben über dicht besiedelten deutschen Städten abzuwerfen. Vorbild für die Flächenbombardierungen waren verheerende deutsche Luftangriffe auf Städte wie London und Coventry oder Warschau.“

    Vorbild waren verheerende deutsche Luftangriffe? Tatsächlich? Ist das so?

    War es nicht eher so, dass die alliierten Vernichtungsangriffe vor allem ein bestimmtes Ziel verfolgten und ihren Beginn bereits am 4. September 1939 nahmen?

    Der publizistische Dauerbrenner „Coventry“ ist bekannt, darüber habe ich schon oft berichtet. (siehe im Kommentar). Als angebliche Beweise werden die Bombardierungen von Coventry, Warschau und Belgrad medial herangezogen. Die Wirklichkeit ist aber anders.

    Die Fakten:

     Erst nach wiederholten Angriffen auf Berlin Ende August 1940 erfolgte am 7. September ein erster deutscher Vergeltungsangriff auf London.

     Zu Beginn der Schlacht um England war den deutschen Kampffliegern der Angriff auf Städte untersagt. Erst nachdem Kriegspremier CHURCHILL die Bombardierung deutscher Städte freigegeben hatte, wurde auch London angegriffen. Der erste deutsche Angriff auf London erfolgte als Vergeltung am 7. September 1940.

     Erst weitere Monate später, am 15. November 1940, erfolgte der deutsche Luftangriff auf die Rüstungsstadt Coventry, der oft unberechtigt als Auslöser des alliierten Luftterrors im Zweiten Weltkrieg genannt wird.

     Warschau: Bekanntlich kapitulierte Warschau am 27. September 1939. Millionen von Flugblättern waren vorher abgeworfen worden, um Warschau zur Kapitulation und die Zivilbevölkerung zum Ausweichen in die östlich der Weichsel gelegene Vorstadt aufzufordern. Die polnische Hauptstadt war keine offene Stadt. Im Gegenteil: Sie war vorher in Verteidigungszustand gebracht worden. Der polnische General Juliusz ROMMEL und der Bürgermeister hatten die Verteidigung organisiert. Als die Kapitulation nicht erfolgte, griffen deutsche Flugzeuge, vom damaligen Kriegsrecht völlig gedeckt, die als Festung ausgebaute Stadt an.

     Die deutsche Luftwaffe hatte den Auftrag, nur militärische Ziele zu bombardieren. Schriftliche Dokumente darüber liegen vor. Auch hatte der französische Luftattache in Warschau, General ARMENGAUD, seine Regierung darüber informiert, dass die deutsche Luftwaffe nach den Kriegsgesetzen gehandelt habe.

     Am Morgen des 6. April 1941 begann der deutsche Luftangriff auf Belgrad. In Belgrad wurden – soweit dies möglich war – nur militärische Ziele bombardiert. Hinter den dazu vorangegangenen Aktionen standen die Engländer und der amerikanische Diplomat Bill DONOVAN. Anfang April schloss die neue Regierung einen Pakt mit der Sowjetunion. Es kam deswegen am 6. April zum Krieg Deutschlands mit Jugoslawien.

     Indes begannen die Briten als erstes mit Bombenangriffen auf Deutschland, ohne dass das Reich darauf zunächst antwortete. Nach einer Notiz bei den Akten des Oberbefehlshabers der Luftwaffe-Arbeitsstab I.S.- erfolgten bereits bis 31. Dezember 1939 zahlreiche britische Bombenabwürfe.

     Dass CHURCHILL vor nichts zurückschreckte, beweist der britische Luftangriff auf Bulgariens Hauptstadt Sofia in der Nacht zum 7. April 1941. Bulgarien befand sich mit England nicht im Krieg. England hat diesen Angriff als Repressalienhandlung gerechtfertigt.

     Vorausgegangen war der Beitritt Bulgariens zum Dreimächtepakt. Die deutschen Truppen konnten daher, ohne dass Bulgarien in den Krieg eintrat, durch das Land marschieren. Die Anwesenheit englischer Truppen auf griechischem Hoheitsgebiet gab Deutschland das Recht, dieses als Kriegsschauplatz zu behandeln.

    Weitere Beispiele alliierter Zerstörungswut:

     Als die Alliierten Frankreich bombardierten – siehe die Schlacht um Frankreich 1944/45. Zwischen Juni 1940 und Mai 1945 wurden von britischen und amerikanischen Flugzeugen 67078 Franzosen getötet. Mehr als 90000 Gebäude oder Häuser wurden zerstört, und 45 000 wurden unbewohnbar.

     Die Zerstörung der normannischen Stadt Caen durch zweiwöchige, unablässige Luftbombardements auf deutsche Besatzungstruppen sowie auf die einheimischen Zivilisten bis zur Einnahme durch die anglo-amerikanischen Invasionstruppen am 9. Juli 1944 gehört zu den schlimmsten Beispielen der rücksichtslosen Vorgehensweise der alliierten Luftwaffe.

     Nach der alliierten Invasion 1944 in Frankreich bombardierten Engländer und Amerikaner rücksichtslos auch die Städte ihres französischen Verbündeten, solange die Gebiete noch in deutscher Hand waren. Aber auch schon vorher wurden französische Orte, vor allem an der Atlantikküste, von britischen Terrorangriffen heimgesucht. Dabei nahmen die Engländer auf die Zivilbevölkerung ebenso wenig Rücksicht wie bei ihrem Angriff am 3. Juli 1940 gegen die französische Flotte in Mers-el-Kebir bei Oran in Nordafrika auf die französischen Marinesoldaten.

     Am 3. Mai 1942 starteten die Alliierten einen intensiven Bombenangriff auf die Pariser Umgebung.

    Am schlimmsten ist, meint der Zeitzeuge Philippe GAUTIER, „dass die Alliierten, und ganz besonders die Engländer, die historischen Kerne von nahezu allen Städten der Normandie. .. zerstörten, obwohl sie sehr wohl wussten, dass ihre deutschen Feinde ihre Panzerdivisionen nicht in den normannischen Kirchen und Kathedralen versteckten, ebenso wenig in den alten Abteien, in den mittelalterlichen engen Gassen mit Fachwerkhäusern oder in Krankenhäusern. Eine ungeheuerliche Bilanz von ebenso willkürlichen wie überflüssigen Massakern!“

    ———————————————————————-

    Hier noch einmal zu Warschau:

    Der Zivilbevölkerung war tagelang Gelegenheit zum Verlassen der Stadt geboten worden. Die dann erfolgende Beschießung und Bombardierung waren daher nach Artikel 25 der Haager Landkriegsordnung erlaubt und völkerrechtlich voll gedeckt. Sie können nicht als Terror gegen Zivilisten beurteilt werden. Zu diesem Urteil kamen auch ausländische Militärgeschichtsschreiber wie der britische Luftkriegshistoriker Noble FRANKLAND.

    Insbesondere kann die Bombardierung Warschaus nicht Deutschland als Beginn des Luftterrorkrieges gegen Zivilisten vorgeworfen werden. Die Schuld an den Opfern und an den zerstörten Kulturwerten trifft in erster Linie die für die überflüssig gewordene Verteidigung Verantwortlichen. Die polnischen Verteidiger hatten zudem selbst ab 10. September vom Ostteil Warschaus aus mit Artillerie die von Deutschen besetzten westlichen Teile der Stadt beschossen und dort Zerstörungen angerichtet.

    ————————————————————————–

    Deutschland hatte auf der Abrüstungskonferenz des Völkerbundes 1928 – 1934 mehrfach beantragt, Luftangriffe auf die Zivilbevölkerung international zu verbieten. Der auch nach 1933 von der NS-Regierung weiter gestellte Antrag wurde von England, Frankreich und den USA 1934 abgelehnt.

    Auch später setzte sich der deutsche Reichskanzler erfolglos für eine entsprechende Vereinbarung ein. Der britische Historiker Emrys HUGHES bekundete bei Ausführungen über den Bombenkrieg: »HITLER bemühte sich wiederholt, eine Übereinkunft darüber zu erlangen, dass Zivilisten und nichtmilitärische Ziele nicht angegriffen werden sollten, erhielt aber immer wieder von britischer Seite eine eiskalte Abfuhr

    (Zit. von BÄRSCHNEIDER, aaO. (Anm. 3), S. 20. )

    ————————————————————————–

    Morgen lesen wir dann von der „Operation Clarion“.

    »Immer schreibt der Sieger die Geschichte des Besiegten. Dem Erschlagenen entstellt der Schläger die Züge. Aus der Welt geht der Schwächere, und zurück bleibt die Lüge.< (Bertolt Brecht)

    ————————————————————————–

    weitere Quellenverzeichnisse:

    Der Grosse Wendig Band 1 S. 830 Grabert Verlag / Kosiek/Rose

    Konrad PINGEL, »Der Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg«, in: Deutschland in Geschichte und Gegenwart, Heft 3, 1999, S. 19, dort auch weiterführende Literatur. Ebenda, S. 16.

    Georg W. FEUCHTER, Der Luftkrieg, Athenäum, Frankfurt/M. 21962, S. 219. 2 In: Flugzeug, Nr. 3, Juni-Juli 1990, S. 24-28. 3 CZENANY, aaO. (Anm. 11), S. 235.

    Philippe GAUTIER, Deutschenangst — Deutschenhaß, Gra bert, Tübingen 1999, S, 11.

    Hans-Joachim VON LEESEN, »Wer warf Bomben auf Nantes?«, in: Ostpreußenblatt, 7. 10. 2000, S. 4. Siehe Beitrag Nr. 161: »Bromberger Blutsonntag«. Christian ZENTNER U. Friedemann BEDÜRFTIG,

    Das Große Lexikon des Zweiten Weltkriegs, Südwest, München 1988, S. 241; Philippe GAUTIER,

    Deutschenangst – Deutschenhaß, Grabert, Tübingen 1999, S. 130-133. Philippe GAUTIER, ebenda, S. 132

    Auswärtiges Amt Berlin (Hg.), Dokumente über die Alleinschuld Englands am Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung,

    Achtes Weißbuch der Deutschen Regierung, Berlin 1943, Nachdruck ArchivEdition, Viöl 1995, S. 155

    ————————————

    Bild wikipedia

    Bertelsmann Chronik des 20. Jahrhunderts

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  • „Demokratie“ – was verstehen wir darunter?

    Februar 20th, 2026

    Wenn man sich mit dem Wort „Demokratie“ beschäftigt, ließe sich durchaus die Annahme vertreten, dass diese Demokratie nur erfunden wurde, damit die Völker selbst für die Untaten korrupter Politiker verantwortlich gemacht werden können.

    Verhält es sich nicht so ein bisschen wie die Manifestation des Prinzips „Teile und herrsche“?

    Ich frage deshalb, weil vor nur wenigen Tagen diesem „Demokratiegefasel“ eines Einzelnen derart viel Aufmerksamkeit geschenkt wurde, dass man sich zwangsläufig Fragen dazu stellen muss. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft in dieser „Predigt“ das Wort Demokratie gefallen ist. Es war auf jeden Fall sehr oft.

    Wenn man sich nun näher mit dieser Demokratie beschäftigt, kommt man zwangsläufig zu der Feststellung, dass es sich um einen Betrug handeln muss.

    Ob man das nun wahrhaben möchte, oder nicht. Bereits vor wenigen Tagen habe ich dazu meine Gedanken geteilt:

    Wer heute von Demokratie labert, täuscht die Menschen. Demokratie hat es nie gegeben. Wer heute von Menschenrechten schwadroniert, der macht oberflächlich einen guten Eindruck und doch lässt er den Menschen über seinen rechtlichen Status im Unklaren.

    Indes bewahren Ungehorsam und Eigenverantwortung weitaus mehr Potenzial als dieses Gerede von Demokratie. Davon bin ich überzeugt.

    «Die bewusste und zielgerichtete Manipulation der Verhaltensweisen und Einstellungen der Massen ist ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Gesellschaften. Organisationen, die im Verborgenen arbeiten, lenken die gesellschaftlichen Abläufe. Sie sind die eigentlichen Regierungen in unserem Land. Wir werden von Personen regiert, deren Namen wir noch nie gehört haben. Sie beeinflussen unsere Meinungen, unseren Geschmack, unsere Gedanken.» (Edward Bernays, Propaganda, 1928, S.15)

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  • Eine Million für die Kaiserkrone!

    Februar 20th, 2026

    Lust auf einen historischen Wirtschaftskrimi? Dann empfehle ich euch das Buch von Günter Ogger: Kauf dir einen Kaiser!

    So wandeln wir zu vorgerückter Stunde auf den Spuren der Fugger:

    „Sie waren reicher und mächtiger als die 100 größten Konzerne der Gegenwart. Sie bestachen – lange vor Lockheed – Könige, Kaiser und selbst Päpste. Sie finanzierten den Krieg gegen die Protestanten und die Eroberung Südamerikas. Sie retteten Europa vor den Türken und die Habsburger vor dem Untergang. Sie ließen aufständische Bauern niedrmetzeln und organisierten den Ablaßhandel. Sie sammelten die wertvollsten Kunstschätze und gründeten den ersten Sozialfonds der Neuzeit. Sie erfanden die Gleichung: Weltgeschichte = Geldgeschichte.“

    Nie zuvor und kaum wieder danach bestimmte die Wirtschaft so eindeutig die Weltpolitik wie in den Tagen Jakob Fuggers des Reichen. Es war nicht ein Mann des Staates, sondern ein privater Unternehmer, der die größte Macht der Welt in Händen hielt. Durch zuverlässige Vorausmeldungen machte er sich Kaiser und Könige zu Verbündeten, durch gezielte Falschinformationen vernichtete er seine Konkurrenten.

    Aber das unausweichliche Chaos ruinierte nicht den Staat, sondern eben jene Großkaufleute, die ihn vorher so trefflich auszubeuten wussten. Modellhaft spiegeln sich in jener »großen« Zeit der europäischen Geschichte – den Jahren zwischen 1480 und 1560 – viele unserer heutigen Probleme, Preiswucher und technologischer Fortschritt wieder.

    Der Clan, der einst die Welt beherrschte – sein Einflussbereich reichte von der Westküste Südamerikas über den gesamten europäischen Kontinent bis zu den Gewürzinseln der Molukken –, lässt sich allenfalls noch mit zwei anderen europäischen Familien vergleichen: den Medicis und den Rothschilds.

    ———————————————–

    Fugger / Rothschild / Medici – ein Blick auf die drei der einflussreichsten Bankiersdynastien der europäischen Geschichte.

    Medici, Fugger und Rothschild repräsentieren drei der einflussreichsten Bankiersdynastien der europäischen Geschichte, die durch Kreditvergabe an Fürsten und Staaten enorme Reichtümer anhäuften.

    Während die Medici (15./16. Jh.) Kunst und Politik in Florenz prägten, stellten die Fugger (16. Jh.) unter Jakob dem Reichen in Augsburg die wohlhabendsten Finanziers der Renaissance dar. Die Rothschilds (ab 18. Jh.) etablierten das erste globale Bankennetzwerk.

    Fugger und Rothschild waren eng mit dem Adel verbunden – die Fugger wurden geadelt, die Rothschilds erhielten Baronstitel. Während die Fugger-Firma im 17. Jahrhundert erlosch, existiert die Familie bis heute.

    Melanchthon bezeichnete Augsburg als „deutsches Florenz“ und die Fugger als Ebenbürtige der Medici.

    Die Rothschilds agierten in einer späteren Epoche und prägten das internationale Bankenwesen des 19. Jahrhunderts. Seit dem Mittelalter gehört Frankfurt am Main zu den bedeutenden städtischen Zentren Deutschlands. Im Jahr 794 erstmals urkundlich erwähnt, war es seit 1372 Reichsstadt. Bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches 1806 wurden die meisten römisch-deutschen Könige in Frankfurt am Main gewählt und seit 1562 auch zum Kaiser gekrönt.

    Rothschild ist der Name einer jüdischen Familie, deren Stammreihe sich in Deutschland ab 1500 urkundlich belegen lässt. Ihre Mitglieder sind seit dem 18. Jahrhundert vor allem als Bankiers bekannt geworden. Sie zählten im 19. Jahrhundert zu den einflussreichsten und wichtigsten Finanziers europäischer Staaten. Das Stammhaus des Bankgeschäfts war M. A. Rothschild & Söhne in Frankfurt am Main.

    Frankfurt am Main ist heute Sitz der Europäischen Zentralbank, der Deutschen Bundesbank, der Frankfurter Wertpapierbörse, zahlreicher Finanzinstitute (darunter Deutsche Bank, Commerzbank, DZ Bank, KfW), der Aufsichtsbehörden BaFin und EIOPA und der Messe Frankfurt.

    ……………………………………………………………………………………………………….

    Auf einen Blick:

    Medici (Florenz): Höhepunkt im 15. Jahrhundert (Cosimo der Ältere, Lorenzo il Magnifico). Der Fokus lag auf Bankwesen, Handel, Kunstmäzenatentum, politischer Einfluss (Papsttum, Frankreich). Die Bankgeschäfte schwächten sich Ende des 15. Jahrhunderts ab.

    Fugger (15./16. Jahrhundert): Die Fugger begannen als Weber, stiegen durch Handel und Bergbau zu enormem Reichtum auf. Sie kontrollierten den europäischen Kupfermarkt und finanzierten Kaiser Karl V.. Ihr Reichtum basierte stark auf Rohstoffen, während das Bankgeschäft eng mit der Machtpolitik der Habsburger verknüpft war.

    Rothschild (18./19. Jahrhundert): Die Familie Rothschild, begründet von Mayer Amschel Rothschild, entwickelte sich später zu einer der ersten internationalen Bankiersdynastien mit Filialen in ganz Europa. Sie spezialisierten sich auf Staatsanleihen und den Aufbau eines modernen Finanznetzwerks.

    ——————————————————————————

    Quelle:

    Kauf dir einen Kaiser! (Günter Ogger)

    ADAC-Streifzüge durch das historische Deutschland

    1000 Jahre Europäische Geschichte, das 15. /17. und 19. Jahrhundert (Ulrike Müller-Kaspar)

    Im Kommentar findet ihr noch einen Beitrag mit einer „Banken-Chronik, beginnend mit den Fuggerschen Anleihen von 1488.

    Deutschland? Aber wo liegt es? Ich weiß das Land nicht zu finden. 

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  • Erst verwüsten, dann verhandeln! Rückblick: ein Tag im Februar 1929

    Februar 20th, 2026

    Wir schreiben den 11. Februar 1929 und lesen über die „Neuregelung“ der Reparationen.

    Unter dem Vorsitz des US-amerikanischen Großindustriellen und Bankiers Owen D. Young tritt die internationale Sachverständigenkommission in Paris zu ihrer ersten Sitzung zusammen, um über die Neuregelung der Reparationszahlungen des Deutschen Reiches zu beraten.

    Zu den Mitgliedern der Kommission gehören Vertreter Frankreichs, Großbritanniens, Belgiens, Italiens und Japans sowie für das Deutsche Reich Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht und der Industrielle Albert Vögler.

    » (zu Hjalmar Schacht findet ihr noch einen Beitrag im Kommentar: „Zu der Geschichte mit dem Gold …“)«

    Die Forderungen der Siegerstaaten des Weltkriegs an das Deutsche Reich gehen über die bislang völkerrechtlich übliche Erstattung der Kriegskosten hinaus. Im Versailler Friedensvertrag vom 28. Juni 1919 war die Höhe der deutschen Zahlungen zwar noch nicht genau festgelegt worden, in Artikel 231 wurde jedoch die Alleinschuld des Deutschen Reichs am Weltkrieg festgeschrieben.

    Man einigte sich schließlich auf eine Summe von 132 Milliarden Goldmark, die es zu tilgen und auch zu verzinsen galt. Über den sogenannten Kriegsschuldartikel (Art. 231) wurde das Deutsche Reich durch den Friedensvertrag von Versailles zu 20 Milliarden Goldmark Reparationen, umgerechnet über 7000 Tonnen Gold, verpflichtet. Diese waren in den Jahren 1919 bis 1921 in Raten zu zahlen. Zahlungen wurden jedoch bis in das Jahr 2010 fortgesetzt.

    « (siehe auch Beitrag im Kommentar „Reparationszahlungen ….“)«

    Erst verwüsten, dann verhandeln! Auch das Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde mit einem sogenannten „Friedensvertrag“ besiegelt…

    Sei es der Westfälische Friedensvertrag, der „Friede von Versailles“, oder der 2+4 Vertrag von 1990: Diese sogenannten „Friedenskonferenzen“ sind und waren nie etwas anderes als die Fortführung eines Krieges.

    So formulierte es einst George Clemenceau im Zusammenhang mit dem „Frieden von Versailles“. Der französische Diplomat Paul Cambon schrieb: „Mir kommt der Friede vor wie ein Haufen Sprengkörper, die eines Tages in allen Teilen der Welt losgehen.“ Und die frühere französische Kaiserin Eugenie, die Witwe Napoleons III. meinte: „In jedem Artikel dieses Friedensvertrages sehe ich ein kleines Ei, eine Keimzelle weiterer Kriege.“

    Zu alldem kommt mir eine Sendung in den Sinn, die erst vor Kurzem über die Bildschirme aus den öffentlich-rechtlichen Reihen in deutsche Wohnzimmer flackerte. Dort unternahm man den etwas holprigen Versuch Deutschland nun doch von der alleinigen Kriegsschuld des Ersten Weltkrieges freizusprechen, weil es ja doch“ irgendwie“ ganz anders war. Soso…

    Ein wenig spät, diese Erkenntnis. Oder? Nachdem Milliarden /Billionen an Kriegsschulden beglichen wurden, für eine Schuld, die es nie gab.

    Gibt es also Hoffnung, dass unsere Urenkel irgendwann darüber in Kenntnis gesetzt werden, dass es mit dem darauf folgenden Krieg (also dem sogenannten Zweiten Weltkrieg) doch ganz anders war? Vielleicht, ja. Aber natürlich erst dann, wenn die „Einnahmen“ stimmen, getilgt für eine Schuld, die es so nie gab.

    Es ist einfach! Wenn ein Krieg den nächsten ablösen kann, weil man einem Volk, in dem Fall dem deutschen Volk, die Friedensverträge verweigert, kann man immer so weitermachen. Der Zweite Weltkrieg ging in Fortsetzung des Ersten.., und spinnen wir das mal weiter.., so ginge jeder weitere Weltkrieg lediglich in Fortsetzung von… und so weiter und so fort… Der, der die „Zeche“ bezahlen muss, steht längst fest.

    ———————————————————————————————–

    Quelle/ Bilder

    Bertelsmann Chronik Bibliothek des 20. Jahrhunderts 1928-1931

    „Das Bernsteinfenster“ Klara Undine Fall S.25 (ein Erlebnisbericht)

    28.6.1914: „Entscheidend ist, was den „Schüssen“ voraus gegangen ist. So hat Geschichte auch eine Vorgeschichte”
    Zu der „Geschichte mit dem „Gold“ fällt mir noch eine „Anekdote“ ein.
    Reparationszahlungen: Wer will, wer will nochmal, wer hat noch nicht?
    Als über 50 Nationen Deutschland den Krieg erklärten …

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  • Eine Geschichte, die sehr viel mit unserer Gegenwart gemein hat …

    Februar 18th, 2026

    So komme ich noch einmal auf die Geschichte unter Karl dem Großen zurück.

    Wir besuchten den Sachsenhain und kurz davor das Areal der Arkeburg. Diese wurde vor ca. 1200 Jahren von den noch heidnischen Sachsen unter Herzog Widukind zum Schutz gegen die Bedrohung durch die christlichen Franken unter Karl dem Großen gebaut.

    Wie lange wir eigentlich schon in unserer über 2000-jährigen Geschichte belogen und betrogen werden, und wie sehr man aus gewissen Kreisen bemüht ist, die Lügen aufrechtzuerhalten – zeigen die Schriften aus den Überlieferungen, denen sich einige der aufrichtigen Gelehrten schon vor langer, langer Zeit angenommen haben. Vieles dazu kann man auch aus den Dichtungen und Texten aus über 500 Jahren (er) lesen.

    Karl der Große: Sachsenschlächter und kriegswütiger Namensgeber!

    Sterben soll, wer Heide bleiben will“ – unter diesem Leitmotiv überzog der Namensgeber des Preises, Karl der Große, vier Jahrzehnte lang einen Großteil Europas mit Krieg. Karl ist weder »Leuchtturm«, noch »Vater Europas«. Sein Denken und Handeln stehen im krassen Gegensatz zu allem, was Europa Gesicht und Farbe verleiht. Sein ganzes Leben lang führt er Kriege, fördert Bischöfe und Klöster nach Kräften und wird von der Kirche im Gegenzug selig und sogar heilig gesprochen.

    Und bis heute verleiht man Preise unter seinem Namen. Sie führen ihre Kriege unter den schmuddeligen Kutten ihrer Vorgänger und verleihen sich unter ihren Namen Preise. Es gleicht dann wohl eher einer Seligsprechung der Unseligen.

    Besonders lange und erbittert kämpfte Karl der Große gegen die Sachsen. In diesem mehr dreißig Jahre dauernden Kampf ging es nicht nur um die Unterwerfung der Gegner, sondern auch um ihre Missionierung zum Christentum. Die Bekehrung wurde mitunter gewaltsam erzwungen.

    Ja, unsere Geschichte spielt nicht nur zwischen 1933 und 1945, auch wenn man vehement aus den öffentlich-rechtlichen Reihen bestrebt ist, das so zu vermitteln. Vermutlich aus dem Grund, damit auch der „letzte Schüler“ vor Unwissenheit strotzt.

    Was können wir tun?

    Es empfiehlt sich, insbesondere die Stellen aus unserer jahrhundertealten Geschichte aufmerksam zu lesen, deren Ereignisse in der Öffentlichkeit am wenigsten Beachtung finden und kaum publiziert werden. Die Hinweise daraus sind quasi unsere Wegweiser. Nur, wenn wir in den Jahrhunderten achtsam zurückgehen, werden wir begreifen, was sich in der Gegenwart abspielt, und in der jüngsten Vergangenheit „vom Zaun gebrochen“ wurde – es sind allesamt deutsche Tragödien. Und diese gehören weiter gereicht.

    Wir sollten den Geist unserer Nachwelt nicht unterschätzen!

    —–

    „…alles Männer aus dem Sturmigau, die bei der großen Fähre waren an dem Tage, da das Wasser der Beeke rot floß, weil König Karl es gebot. Der denkt, es ist Ruhe im Lande. Aber er vergißt Weking und das Lied, das unter jedem Strohdache gesummt wird, das Lied vom aisken Schlächter und von der roten Beeke.“ (Hermann Löns aus „die Rote Beeke“ 1912

    ——————————————-

    Quelle-Bilder

    Kunstschule Porta Westfalica zu Widukind -Gegner Karls des Großen

    eigene/ private Aufnahmen

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  • Die Schwarze Madonna

    Februar 18th, 2026

    Wie versprochen erzähle ich jetzt noch etwas zu unserem Ausflug zum Steinkreis Werpeloh.

    Ein Steinkreis, eine Verbindung zu vielen Steingräbern und eine Grotte mit einer schwarzen Madonna.

    Als ich mich im vergangenen Jahr näher damit beschäftigt habe, also so ganz allgemein mit der Megalithkultur, las ich nur wenige Tage zuvor bei Umberto Eco und siehe da, es lassen sich zuweilen Verbindungen herstellen.

    Aber lest selbst:

    Wenige Kilometer westlich von Werpeloh (Emsland) befindet sich dieser neu errichtete Steinkreis. Ausgangspunkt der Konstruktion war ein sogenannter „Altarstein“, der bei Feldarbeiten zutage gefördert wurde. Angeblich soll zwischen dem Stein und diversen Steingräbern im näheren Umfeld eine Verbindung existieren(so Pater Matthäus). Der Steinkreis ist das Ergebnis einer Arbeit von Pater Matthäus Bergmann, der es sich nicht nehmen ließ, sein neu geschaffenes Werk mit einer „schwarzen Madonna“ zu „christianisieren“. Eine aufgestellte Tafel liefert weitere Informationen.

    Der Steinkreis Werpeloh gehört zu den Sehenswürdigkeiten der „Straße der Megalithkultur“, obwohl er natürlich sehr viel neuer ist als die vielen umliegenden historischen Megalithgräber. Baubeginn des Steinkreises war 2002, Eröffnung im Jahr 2004. Jedoch ist er nicht überall ausgeschildert, man muss auch hier, wie so oft danach suchen. Nach einer knapp drei Kilometer langen Wanderung durch den Wald, ab dem Dörfchen Wahn (Sögel), dass es so leider nicht mehr gibt. (ich hatte vor zwei Tagen darüber berichtet), gelangten wir schließlich an den besagten Steinkreis.

    .

    Als der zentrale Altarstein bei Bodenarbeiten zu Tage gefördert wurde, war der Kapuziner Pater Matthäus Bergmann Pfarrer in der Franziskus Gemeinde des Dorfes Werpeloh.

    Forschungen haben ergeben, dass dieser Stein in der Megalithkultur eine besondere Bedeutung gehabt haben muss. Sogenannte „Fernvisierlinien“ lassen auf eine Verbindung zu vielen Steingräbern in der näheren Umgebung schließen. Auch die Form und die Oberflächengestaltung des Steines deuten auf eine frühere Funktion als Altar- und Opferstein hin.

    Mit dem Wissen und der Symbolik der nordischen Naturreligionen, aber bestimmt von christlichem Denken, vermittelt er eine Art ganzheitliches Gottesverständnis. Der Weststein enthält eine Grotte, die mit 944 Amethysten ausgekleidet ist. In dieser Grotte befindet sich eine schwarze Madonna, die Pater Matthäus (aus dem Franziskanerorden) selber aus Assisi aus einem Abbruchhaus mitgebracht und eigenhändig restauriert hatte.

    ——————————————

    Über die Symbolik der schwarzen Madonna, erinnerte ich mich an eine Stelle aus dem „Foucaultschen Pendel“ von Umberto Eco. Dort bin ich dann auf folgendes gestoßen:

    „Was nur, hat es mit dieser Schwarzen Madonna auf sich, die ein Pater des Kapuzinerordens genau an dem Fundort des Steinkreises platzierte?

    Der „Weg“, das Wissen dazu, führt über die Keltischdruidischen Linie – und über diese gelangt man zur Idee der Jungfrau.

    Die ersten Jungfrauen, die in Europa auftauchen, sind die schwarzen Jungfrauen der Kelten. Bernhard von Clairvaux lag einmal als junger Mann in der Kirche von Saint Voirles auf den Knien vor einer schwarzen Jungfrau, und sie preßte aus ihrer Brust drei Milchtropfen, die auf die Lippen des künftigen Gründers der Templer fielen. Daher die Romane über den Gral, als Deckmantel für die Kreuzzüge, und die Kreuzzüge, um den Gral wiederzufinden.

    Die Benediktiner sind die Erben der Druiden, das weiß doch jeder.« »Aber wo sind diese schwarzen Jungfrauen dann geblieben?«

    Sie wurden aus dem Weg geräumt von denen, die daran interessiert waren, die nordische Tradition zu verdunkeln und die keltische Religiosität in die mediterrane Religiosität zu überführen, indem sie den Mythos der Maria von Nazareth erfanden. Und wo man sie nicht verschwinden lassen konnte, wurden sie verwandelt und denaturiert, wie die zahlreichen schwarzen Madonnen, die man noch immer dem Fanatismus der Massen darbietet.

    Doch wenn man die Bilder der Kathedralen richtig liest, wie es der große Fulcanelli getan hat, sieht man, daß diese Geschichte in klaren Lettern erzählt wird, und in klaren Lettern wird auch das Verhältnis dargestellt, das die keltischen Jungfrauen mit der alchimistischen Tradition templerischen Ursprungs verbindet, die aus der schwarzen Jungfrau das Symbol der Urmaterie macht, an welcher die Sucher nach jenem Stein der Weisen arbeiten,

    …. der, wie wir wissen, oder wir oft genug vermittelt bekamen, nichts anderes ist als der Gral.

    In Chartres hat man die Krypta zugemauert, die in jenen unterirdischen Raum führt, wo sich die ursprüngliche heidnische Statue noch befindet, aber wer gut sucht, kann in der Kathedrale noch eine schwarze Jungfrau finden, Notre-Dame du Pilier, skulpiert von einem noch odinistisch geprägten Kanonikus. Die Statue hält den magischen Zylinder der großen Odinspriesterinnen in der Hand, und zu ihrer Linken ist der magische Kalender dargestellt, auf dem einst ich sage einst, denn diese Skulpturen haben sich leider nicht vor dem Vandalismus der orthodoxen Kanoniker retten können – die heiligen Tiere Odins zu sehen waren: der Hund, der Adler, der Löwe, der Weiße Bär und der Werwolf.“

    (Auszug aus „Das Foucaultsche Pendel“ von Umberto Eco. Kap. 20. S. 169)

    Das ist noch längst nicht alles, aber die Geschichten dazu, würden den Rahmen sprengen. Es ist ja jetzt schon wieder so viel Lesestoff.

    —————————————–

    Noch ein paar Infos am Rande:

    Auch die Übernahme früherer Kulte, wie der der Muttergöttin Erde oder der Isis, führte zur „Umwandlung“ von Statuen, die mit der Erde oder der Nacht verbundene Gottheiten darstellten, in Mariendarstellungen, ohne jedoch die originellen Farbe der Jungfrau Maria zu verändern.

    Während der Kreuzzüge trugen zahlreiche religiöse Orden, insbesondere die Karmeliter und Franziskaner vor allem, sowie Ritter dazu bei, diese Darstellungen der schwarzen Madonnen in den Westen zu bringen. Vor allem die Templer schätzten das Hohelied, zu dem ihr Gründer, der heilige Bernhard von Clairvaux, einen Kommentar verfasst hatte. Hier sprach er von der Braut nigra sed formosa (Ct 1,5), „schwarz, aber schön“,

    ——————————————————————————————————–

    Zum Pater Matthäus Bergmann noch ein paar Worte:

    Er wurde am 6. August in Altharen an der Ems geboren, als eines von elf Kinder der Schmiedemeisterfamilie Bergmann. Nach dem Abitur 1953 trat er in den Kapuzinerorden ein und erhielt den Ordensnamen Matthäus. Am 21. März wurde er in Münster zum Priester geweiht. 1973 wurde er zum Pfarrer der St. Franziskusgemeinde in Werpeloh berufen. In seiner über 30jährigen Wirkungszeit setzte er sich für Kirche und Dorf gleichermaßen ein. Die Gemeinde verlieh ihm die Ehrenbürgerwürde. Krankheitsbedingt beendete er sein Wirken in Werpeloh 2003. Er verstarb am 22. April 2008 im Kapuzinerkloster in Münster.

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