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Klara Fall: das glaube, wer mag

  • Das Leben zu DDR-Zeiten – Zeitzeugen berichten, von Künstlern und ihren Künsten Teil IV

    November 9th, 2025

    aus der Reihe „Der Letzte macht das Licht aus“- Episoden aus einem geteilten Land“. (Teil IV)

    Ich zitiere zunächst aus den Schriften meiner Mutter:

    Die Zeit in der DDR von 1945 bis 1989 war eine Zeit ohne Rechte. In Rechtsbeugung, Willkür und Folter mit Zuchthausstrafen und Mord für jene, die, die Wahrheit kannten und aussprachen und für Ausreisewillige.

    Die Diktatur des Proletariats in der DDR, war eine Regierungsform, bei der man zu allem gezwungen wurde, was nicht verboten war. Sie war eine Regierung, bei der man in Gefahr geriet zu sitzen, wenn man nicht hinter ihr stehen wollte. Und ein Staat, in dem das Halten von Papageien lebensgefährlich war.

    Die DDR war ein Land, in dem man die Ergebnisse der nächsten Wahlen aus dem Panzerschrank der Regierung stehlen konnte. Kommunismus ist Geschichte einer Illusion.

    Ohne Verhör, ohne Verfahren wurden in der Diktatur DDR Angeklagte verurteilt.

    Der Rechtsanwalt mußte das gleiche wie Staatsanwalt u. Richter sagen. Für die SED stand fest, dass Richter; Staatsanwälte und Rechtsanwälte gleicher Meinung sein müssen wie Dachdecker. (Stand so im „Neuen Deutschland”.)“

    ————————————————————————

    Aus dem Leben eines Künstlers und Zeitzeugen » » Manfred Krug (im Kommentar ein Beitrag)

    Er selbst blickte seit mehr als 20 Jahren nicht mehr in seine umfangreichen Stasi-Akten mit den Berichten über seine Bespitzelungen in der DDR: „Ich habe nicht gewusst, wie viele in meiner Umgebung damit zu tun hatten. Es war ein System der Erpressung und Belohnung.“

    Auch das gehört zum Lebensweg von Manfred Krug: Kurz vor Kriegsende wurde Manfred Krug aus Furcht vor den Russen zu seiner Großmutter Lisa nach Duisburg geschickt. Hier erlebte er einen der schweren Bombenangriffe auf Duisburg mit, worauf seine Mutter die sofortige Rückkehr nach Hennigsdorf veranlasste. Beide Zugreisen unternahm er trotz seines Alters und der kriegsbedingten chaotischen Verhältnisse allein. In Hennigsdorf erlebte er das Kriegsende.

    „Vielleicht schreibe ich noch ein Buch darüber“, erwähnte er einmal.

    Manfred Krug, den meisten von uns bekannt aus seiner Rolle als „Tatort-Kommissar“ oder in „Spur der Steine, erhielt in der DDR 1976 nach seinem Protest gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns Berufsverbot und konnte 1977 in den Westen übersiedeln.

    (Zu Wolf Biermann komme ich noch zum Ende des Beitrags, unter anderem mit Aussagen des Sohnes von Manfred Krug).

    Über seine Bespitzelungen durch die Stasi (insbesondere in Künstlerkreisen) hat der einstige „Tatort“-Kommissar schon in früheren Jahren öfter berichtet.

    „Ihre Filme wurden verboten, ihre Bücher verbannt, ihre Auftritte untersagt. Im Jahre 1965 begann mit dem „Kahlschlag“-Plenum der SED-Führung eine beispiellose Unterdrückung der DDR-Künstler. Regisseure, Schriftsteller, Musiker und Theatermacher waren von der neuen Eiszeit in der Kulturpolitik betroffen. „Nihilismus“, „Pornografie“ und „Skeptizismus“ warfen die Hardliner um Erich Honecker den Kulturschaffenden vor. Zu den prominentesten Opfern gehörte Regisseur Kurt Maetzig, der mit seinem Liebesdrama „Das Kaninchen bin ich“ in „offizielle“ Ungnade fiel.

    Der Film wurde 1965 auf dem vom 15. bis 18. Dezember dauernden 11. Plenum des SED-Zentralkomitees zusammen mit fast einem ganzen Jahrgang von DEFA-Filmen verboten. „Das Kaninchen bin ich“, erzählt von einem Mädchen, das nicht studieren darf, weil sein Bruder wegen „staatsgefährdender Hetze“ im Gefängnis sitzt. Die junge Frau verliebt sich dann unwissentlich in den Richter, der für das harte Urteil verantwortlich ist, und entlarvt den Mann als feigen Opportunisten.

    ————————————————————————

    Hausverbot für Künstler

    Die rigide Kulturpolitik hatte auch Folgen für Regisseur Frank Beyer (einst ein treuer Diener des Systems und ehemaliges Antifa-, als auch FDJ-Mitglied).

    Sein mit Manfred Krug prominent besetzter Film „Spur der Steine“ über den Konflikt zwischen einer Bauarbeiter-Brigade und einem Parteisekretär wurde 1966 nach nur wenigen Aufführungen verboten. Einer der vielen Keller- oder Regalfilme, die statt auf die Leinwand zu kommen in den Tiefen des Archivs verschwanden. Beyer erhielt „Hausverbot“ bei der DEFA. Erst nach der Wende konnte „Spur der Steine“ wieder im Kino gezeigt werden. Beyer erinnerte sich nach dem Mauerfall an die damaligen Drohungen der Partei: „Wer die Hand gegen die Arbeiterklasse erhebt, dem wird sie abgehauen.“ Der Filmemacher kommentierte das 1991 so: „Wir haben doch nur den kleinen Finger erhoben zu einer Wortmeldung.“

    „Bestimmten“ Künstlern wurde vorgeworfen, die Realität falsch, zu kritisch und schwarzseherisch darzustellen. Anleitung durch die Partei unterwarf – also jede Form von Individualismus war dieser Funktionärskaste, die alles auf eine kontrollierbare Linie bringen wollte, ein Dorn im Auge“, sagt Autor und Deutschlandfunk-Redakteur Marcus Heumann, der für sein Audiofeature „Das Kahlschlag-Plenum“ Originaltöne des Plenums und Gespräche mit Zeitzeugen zusammengestellt hat.

    Auch für Musiker begann eine Eiszeit. „Im Prinzip hat das 11. Plenum die gesamte, noch relativ junge Beat-Szene der DDR auf einen Schlag ins Jenseits befördert“, sagt Heumann. „Alle Bands, die englische Texte sangen, wurden rundweg verboten. Es wurden auch böse Tricks angewandt. Die Amateurmusiker haben dann einfach alle ihren Einberufungsbefehl bekommen – an möglichst weit entfernt und weit auseinanderliegende Orte. Damit waren die Bands erledigt. Zudem wurde ein Musikerberufsausweis eingeführt. Jeder, der in der DDR eine Bühne betreten wollte, musste vor einer staatlichen Kommission ein Probevorspiel ablegen.“

    Hier sei hinzuzufügen, dass „ausgewählte“ (auserwählte) Künstler, (angeblich überwacht) wie Udo Lindenberg oder Bruce Springsteen aus dem Westen ihre Auftritte hatten. Nur 16 Monate nach Springsteens (spektakulärem) Auftritt fiel dann die Mauer…, so ein Zufall aber auch.

    Der „Liedtext von „Sonderzug nach Pankow“, abgespielt im Jahr 1983 auf der DDR Bühne von Lindenberg durfte so auch nur von einem Lindenberg verbreitet werden.

    Eine Verbreitung des Liedtextes in der Öffentlichkeit stellte allerdings eine Straftat der Beleidigung dar. So manchem „Funktionär“ war das Nach-Trällern ein Dorn im Auge. Trotz alledem wurde das Lied im ganzen Land in Diskotheken gespielt. Nach einer Disco-Veranstaltung im Bezirk Cottbus werden zwei 26- und 27-jährige „Schallplattenunterhalter“ sogar zu je fünf Monaten Haftstrafe verurteilt.

    Wie so mancher Film, war auch so manches Lied ein gefundenes Fressen, um unliebsame Bürger von der Bildfläche verschwinden zu lassen. Die „Macher“ selber mussten nur selten büßen.

    Zu Lindenberg schreibe ich jetzt nichts weiter. Auf wessen Seite er steht, und wessen Brot er frisst, ist ja bekannt.

    Zurück zu Manfred Krug

    Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ rechnet Manfred Krug, mittlerweile Schauspieler im Ruhestand, mit dem Fernsehen ab: „Es wird immer blöder. Das Fernsehen ist zwar ein Massenmedium, und es muss auch Triviales geben. Aber der Zuschauer darf doch nicht jeden Vor- und Nachmittag mit Sülzsendungen und trostlosen Serien abgefüttert und geistig unterfordert werden.“ Dafür zahle der 71-Jährige, der vor allem durch seine Rollen als „Liebling Kreuzberg“ und Hamburger „Tatort“-Kommissar Stoever enorme Popularität erlangte, nicht seine Fernsehgebühren.“

    Vor allem ARD und ZDF kriegen ihr Fett weg: „Die Öffentlich-Rechtlichen haben eindeutig einen Bildungsauftrag, der über das hinausgehen muss, was die Privaten über Werbung eintreiben. ARD und ZDF können sich doch nicht an dem Verblödungswettbewerb beteiligen und gleichzeitig große Sendungen über die PISA-Jugend bringen. Das ist einer Sendeanstalt nicht würdig, die per se Geld von jedermann nimmt“, so Krug gegenüber der Zeitung.

    Für die heutigen Serienschauspieler empfand Krug nur noch Mitleid: „Viele Akteure in Serien quälen sich heutzutage mit flachen, völlig sinnentleerten Texten ab. Ein Schmarren, der kaum noch zu ertragen ist.“

    Ein Comeback vor der Kamera schloss er daher kategorisch aus: „Ich wollte als Schauspieler mit 65 in Rente gehen. Das ist mir gelungen, und ich habe es dem Publikum nett erklärt. Ich wollte ein Pensionär sein wie jeder andere auch, und nicht jede Nacht auf- und ablaufen und dabei die Texte auswendig lernen. Das war mir einfach zu viel.“

    —————————————

    Der Sohn des verstorbenen Schauspielers Manfred Krug, Daniel Krug, rechnet stellvertretend für die Familie in einem offenen Brief mit dem Liedermacher Wolf Biermann ab, wie der SPIEGEL in einer Ausgabe berichtet.

    Anlass war dessen veröffentlichter Novellenband „Barbara“, in dem es im Kapitel „Zwei Selbsthelfer“ auch um den populären Sänger und Schauspieler geht. Krug junior sah darin seinen Vater verunglimpft und warf Biermann vor, „verkaufsfördernd schnell noch die Macken deiner Protagonisten ins Rampenlicht“ zu zerren, um den „Bodensatz deiner geschwätzigen Tagebücher“ zu verwerten, „bevor dein eigener Stern erlischt“.

    Den Einstieg in das Kapitel, in dem Biermann den Namen Krug verschieden deutet, kritisiert er als „so originell wie Hunderte anderer Einfaltspinsel, billig und beschissen gequirlt“.

    Krug junior unterstellt, Biermann habe mit dem Verfassen der Anekdoten über Krug so lange gewartet, bis sich der drei Jahre zuvor verstorbene Krug selbst nicht mehr dazu äußern könne. „Beim Lesen des Textes wird man ihn nicht los, den Mief von Neid und Retourkutsche für zu wenig erwiderte Aufmerksamkeit und Liebe“, schreibt Daniel Krug in Anlehnung an seinen Vater. „Sag, kesser Schreiber, vor einigen Jahren – als er noch gut im Saft stand – hinderte dich die schiere Angst vor seinen unberechenbaren Reflexen?“

    Der Sohn des 1977 von der DDR in die Bundesrepublik übergesiedelten Schauspielers stört sich vor allem daran, dass die meisten von Biermann wiedergegebenen Geschichten über Krug aus dritten Quellen stammen.

    8. Februar: Zum Geburtstag von Manfred Krug gibt es nachträglich noch ein „Ständchen“.
    Der Letzte macht das Licht aus – Episoden aus einem geteilten Land: zwischen Teilung und alliierter Umerziehung (Teil I)
    Von der Teilung eines Landes, von einem Aufstand und vielen Ungereimtheiten – Teil II zu „Der Letzte macht das Licht aus“ – Episoden aus einem geteilten Land“
    Das Errichten einer Mauer – ein Beitrag aus „Der Letzte macht das Licht aus – Episoden aus einem geteilten Land (Teil III)

    Eure Kommentar dazu:

    Ich finde das nicht besonders lustig, dass Du Manfred Krug und Biermann in einem Post nebeneinander stellst! Biermann war in meinen Augen ein „Verräter“, der sich zu seinem Vorteil selbst als Dissident inszeniert hat. Nebenbei erwähnt: Bruce Springsteen gehört nun mal definitiv gar nicht hierher.

    Antwort: “  ich bin mir schon bewusst darüber, dass in einem solchen Beitrag mit einer doch recht hohen Wortzahl, manches überlesen wird. Daher seien mir an dieser Stelle folgende Hinweise erlaubt:

    Zum Vorwurf eines Nebeneinanderstellens“: siehe zweiten Absatz »»Manfred Krug, den meisten von uns bekannt aus seiner Rolle als „Tatort-Kommissar“ oder in „Spur der Steine, erhielt in der DDR 1976 nach seinem Protest gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns Berufsverbot und konnte 1977 in den Westen übersiedeln. ««

    Zum Hinweis Biermann war ein „Verräter“, der sich zu seinem Vorteil selbst als Dissident inszeniert hat.: siehe ebenfalls zweiter Absatz »»(Zu Wolf Biermann komme ich noch zum Ende des Beitrags, unter anderem mit Aussagen des Sohnes von Manfred Krug) ««

    So auch der letzte Absatz: »»„Der Sohn des verstorbenen Schauspielers Manfred Krug, Daniel Krug, rechnet stellvertretend für die Familie in einem offenen Brief mit dem Liedermacher Wolf Biermann ab, wie der SPIEGEL in einer Ausgabe berichtet. ««

    Ich denke, darüber wird deutlich, wie ein Biermann „tickte“.

    Zum Vorwurf Bruce Springsteen gehöre nun mal gar nicht hierhin:

    Mit dem Wissen, dass bereits 1983 die „Wende“, der „Mauerfall“ eine beschlossene Sache war, besiegeln gerade Künstler wie Lindenberg und Springsteen diese Tatsache. Man karrte Künstler aus „dem Westen“ heran, um den Menschen in Mitteldeutschland zu suggerieren, dass die Künstler aus dem Westen besorgt um die Freiheit und den Frieden seien und sich dafür lautstark auf den Bühnen Mitteldeutschlands einsetzen. Man „läutete“ quasi die „Wende“ ein.

    Dass es dann ein Lindenberg und ein Springstein waren, hat noch ein anderes Beigeschmäckle.

    Abschließend möchte ich festhalten, dass in dieser Beitragsreihe über mehrere Episoden aufgezeigt werden soll, wie man sich gewisse Vorgänge aus der Zeit zwischen 1949 bis 1989 in etwa vorstellen kann. Ich versuche dabei weitgehend frei von Bewertungen einzelner Personen zu bleiben.“

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  • Das Errichten einer Mauer – ein Beitrag aus „Der Letzte macht das Licht aus – Episoden aus einem geteilten Land (Teil III)

    November 7th, 2025

    Am 13. August 1961 um 2 Uhr morgens fuhren Schützenpanzer an der rund 50 Kilometer langen Sektorengrenze auf, Soldaten der Volkskammer bildeten daraufhin eine lebende Mauer, Arbeitskolonnen rammten Betonpfähle, zogen Stacheldraht und errichteten spanische Reiter.

    Das Entstehen der Mauer – eine Nachlese (mal anders). Möge sich jeder selbst seine Gedanken dazu machen.

    1965 veröffentlichte der Politikwissenschaftler Arthur M. SCHLESINGER, einer der engsten Berater KENNEDYS, seine Erinnerungen an die Tage des Mauerbaus 1961. Darin wird berichtet, daß um die Zeit der Fulbright-Äußerung der US-Präsident selbst zu seinem Sonderberater Walt ROS TOW erklärt habe, CHRUSCHTSCHOW müsse sehr bald etwas gegen die Massenflucht aus der Sowjetzone über Berlin tun, und die USA würden nichts unternehmen, wenn Moskau und Ost-Berlin solche Schritte ergreifen würden. Diese Haltung KENNEDYS dürfte schnell im Kreml bekannt geworden sein. Mit diesem Wissen beschlossen die Warschauer Pakt-Staaten Anfang August 1961 auf ihrem Treffen in Moskau den Mauerbau. Ost-Berlin leitete dann am 13. August die Abriegelung des Ostteils der Stadt ein.

    Angesichts der Tatsache, dass es bereits 1958 schon Pläne für einen Mauerbau gab, und dieses Vorhaben auch dem Westen bekannt war, lassen sich die folgenden Dokumente und Niederschriften noch besser verstehen:

    „Sehr zeitnah hat das MfS (Ministerium für Staatssicherheit) über die interne Mei­nungsbildung sowohl bei den Westalliierten als auch in der West-Berliner und Bonner Politik informiert, was angesichts der weltpolitisch heiklen Situation nicht nur für die DDR-Führung, sondern auch für die Sowjets von eminenter Bedeutung war. In den Berichten werden zum einen die offiziellen Verlautbarun­gen westdeutscher, britischer, amerikanischer oder französischer Politiker sowie ein Teil der Berichterstattung der Westmedien zusammen­gefasst. Zum anderen werden Informationen aus wie es heißt „internen“ oder „verlässlichen“ Quellen, also von Agenten beschafftes Material, präsentiert. Nach einer sehr kurzen Phase der Unsicherheit wusste die Staatssicherheit schon nach wenigen Tagen, dass massivere westliche Gegenmaßnahmen nicht zu erwarten waren.“

    „Im Laufe des 14. August wurde die Be­richterstattung entspannter. Jetzt stellte das MfS die Bereitschaft der Westmächte in Fra­ge, Forderungen der Bundesregierung und des Berliner Senats nach entschlossenen Ge­genmaßnahmen und Rückgängigmachung der Grenzschließung nachzukommen. Mit­arbeiter des britischen Geheimdienstes hät­ten die Auffassung geäußert, „dass man sich mit den gegebenen Tatsachen abfinden müs­se.““

    „In einem weiteren Bericht wur­de die Information nachgeschoben, dass der amerikanische Stadtkommandant von Ber­lin, Albert Watson, bereits am 13. August bei führenden CDU-Politikern (u. a. Ernst Lem­mer und Franz Amrehn) mit einer zynischen Äußerung für Empörung gesorgt hatte: Bei der Grenzschließung – so Watson laut MfS – handle es sich „nur um eine Verkehrsbehinde­rung innerhalb Berlins“, „von der die Freiheit der Bevölkerung Westberlins nicht betroffen werde“. Das MfS vermutete, dass in diesem Zusammenhang „möglicherweise auch die verschiedenen widersprüchlichen Meldungen über den Grad der Einsatzbereitschaft der amerikanischen Streitkräfte in Westberlin zu sehen“ seien.“

    Bald verdichteten sich in den Berichten der Staatssicherheit die Hinweise, dass mit keiner für die DDR in irgendeiner Form bedrohlichen Situation zu rechnen sei. Dass das MfS „Ent­warnung“ geben konnte, lag nicht zuletzt an Top-Meldungen aus „führenden Westberliner SPD-Kreisen“. Bereits am 15. August wusste die Staatssicherheit zu berichten, „Brandt habe sich mit den westlichen Kommandanten darü­ber geeinigt, dass alles unternommen werden soll, um von Westberlin aus keinerlei Anlass für weitere Komplikationen zu geben“ Aus gleicher Quelle meldete das MfS am 17. Au­gust, „dass Brandt erstmalig seit längerer Zeit zum Sitz der westlichen Militärkommandan­ten bestellt und ihm dabei klargemacht wurde, wer in Westberlin zu bestimmen hat. Brandt sei noch einmal darauf hingewiesen worden, dass die Westmächte ‚nur ihre Rechte‘ in West­berlin verteidigen würden.“

    Interessant in diesem Zusammenhang ist die folgende Mitteilung (als Leserbrief ) von einer Berlinerin im Jahre 1961 verfasst: Darin teilte sie mit, dass einem von ihr auf eine Ost-Berliner Bustour geschickten US-Besucher der Ost-Berliner Führer auf eine Frage nach der Mauer erklärt habe, die DDR habe mit dem Bau der Mauer nichts zu tun gehabt, diese sei vielmehr auf Grund eines Übereinkommens zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion gebaut worden.“

    „Auch die vielfachen Behauptungen, die westlichen Geheimdienste seien vom Mauerbau überrascht worden, sind falsch. Richtig ist, daß sie Tage vorher genügend Informationen hatten, die auch ins Weiße Haus gelangten. »Am 9. August – vier Tage vor dem Mauerbau – vermuteten amerikanische Militärs in West-Berlin aufgrund von Agentenberichten über den Transport außergewöhnlich großer Mengen von Baumaterial und Stacheldraht im Raum Berlin, daß dort die Mauer gebaut werde“.

    In einem Leserbrief über ein Gespräch mit einem früheren englischen Geheimdienstler wird das bestätigt: »Er erzählte, daß er im britischen Geheimdienst tätig gewesen sei. Zur Zeit des Mauerbaues sei er in Berlin gewesen.

    Man habe nicht nur Tage vorher vom Zeitpunkt der Mauer gewußt, sondern darüber hinaus hätten sie zuverlässige Informationen gehabt, daß bei entsprechender Gegenwehr des Westens, etwa beim Auffahren von Panzern, der Mauerbau sofort gestoppt würde. Diese Nachrichten seien absolut zuverlässig gewesen. Er erinnere sich gut, wie deprimiert er und seine Kameraden gewesen seien, als dennoch beim Mauerbau selbst nichts geschehen sei, obwohl

    die Informationen mit Nachdruck >nach oben« gegeben worden seien.

    Dennoch unternahmen unsere Freunde und Verbündeten nichts gegen die »Zementierung« der deutschen Teilung.

    Bekanntlich tat also „der Westen“ politisch gegen den Mauerbau „nichts“ – eines dafür umso ausgiebiger: Er dokumentierte ihn. Zahllose Fotografen und Kameraleute aus aller Welt, Presseagenturen, Beauftragte des Berliner Senats, Mitarbeiter von Verlagen, Privatleu­te – sie alle sorgten dafür, dass sich schon in­nerhalb weniger Tage ein riesiger Fundus an Bildmaterial anhäufte. Wie war damit umzu­gehen im Hinblick auf Auswahl, Moderation, Kommentierung?

    „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“!

    Wir erinnern uns:

    „ Im Zusammenhang mit der Errichtung der Berliner Mauer haben sich kaum ein Dut­zend Bilder unserem kollektiven Gedächtnis eingebrannt. Zu dem kleinen Kanon gehö­ren das Plakat mit dem Ulbricht-Porträt und -Zitat „Niemand hat die Absicht, eine Mau­er zu errichten …“, das von bewaffneten DDR-Organen abgeriegelte Brandenburger Tor, dramatische, mittels ver­knoteter Bettlaken erfolgte Fluchten aus hoch gelegenen Fenstern an der Bernauer Straße, an Laternenmasten sich hochziehende Menschen, die ihren Freunden und Verwandten im Ost­sektor zuwinken, zugemauerte U-Bahn-Stati­onen, sich gegenüberstehende Panzer der US-Army und der Roten Armee an der Friedrich­straße und natürlich das weltberühmt geworde­ne Foto des Grenzsoldaten Conrad Schumann, der mit einem kühnen Satz über den Stachel­draht den „Sprung in die Freiheit“ wagte. Mitte Juli 1962 kamen die erschütternden Bilder vom qualvollen Sterben Peter Fechters hinzu.

    Wenn wir diesen Kanon Revue passieren lassen, nach einem gemeinsamen Nenner su­chend für das, was er beschreibt, so fällt auf, dass alle Bilder emotional hoch aufgeladen sind. Auf seine Weise hat jedes den Rang ei­nes „Zeugen der Anklage“. Gleichwohl wird niemand behaupten können, es handele sich um manipulierte Dokumente – dennoch ist die von ihnen ausgehende propagandistische Wirkung überaus stark.“

    ———————-

    1980 veröffentlichte der amerikanische Historiker CATUDAL als Stipendiat der »Stiftung Volkswagenwerk« ein Buch über KENNEDYS Haltung beim Mauerbau3 und kam darin zu ähnlichen Ergebnissen. Insbesondere habe der US-Präsident im Sommer 1961 über genügend Informationen verfügt, um daraus auf den bevorstehenden Mauerbau schließen zu können: »Es zeigt sich also, daß Präsident KENNEDY und andere hochrangige US-Offizielle durchaus scharfe Maßnahmen der DDR-Regierung (mit Erlaubnis und Unterstützung der Sowjetunion) gegen den Flüchtlingsstrom nach West-Berlin erwar-eten. Die Unterlagen weisen außerdem aus, daß dieselben Verantwortlichen erkannten, daß die Teilung Berlins – durch Stacheldraht und vielleicht eine Mauer – eine Möglichkeit war. Außerdem enthüllt diese Untersuchung, dass sich >JFK< und seine Berater dafür entschieden, dies hinzunehmen und diese

    Botschaft – absichtlich oder unabsichtlich – den Russen mitzuteilen.

    ——————————————————————————————-

    Fazit: Die Aussage der westlichen Mächte „Wir wussten nichts davon!“ war reine Heuchelei. In Wirklichkeit gab es 1961 eine ausgesprochene Komplizenschaft Washingtons mit Moskau, und man wußte in den westlichen Hauptstädten durchaus Tage vorher Bescheid. Man hatte sogar praktisch den Sowjets grünes Licht für den Mauerbau gegeben.

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    Weitere Beiträge aus der Reihe im Kommentar.

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    Quelle

    » Honore M. CATUDAL,Kennedy and tbeBerlin WallCrisis.ACase Study in U. J. DecisionMaking, Berlin-

    Verlag Arno Spitz,Berlin 1980; dt.:ders., Kennedy in derMauer-Krise. Eine Fallstudiezur Entscheidungsfindung

    in den USA,

    Berlin-VerlagArnoSpitz, Berlin 1981

    Der Grosse Wendig Rolf Kosiek Band 2 S. 663

    » Dirk Schindelbeck Dr. phil., geb. 1952; Pub-lizist und Dozent an der PH Freiburg/Br.

    Vgl. Wanderausstellung und Katalog des Hau­ses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (21. 5. 2009 bis Sommer 2011), Köln 2009, insbesonde­re den Beitrag von Elena Demke, Mauerbilder – Iko­nen im Kalten Krieg, S. 109–119. Eine semiotische Analyse derselben Fotos unternahm schon Gunter Holzweißig, Bilder im Westen, Sprachregelung im Osten. Die Darstellung des Mauerbaus in den deut­schen Medien, in: Unsere Medien – unsere Republik, Heft 2:1961: Getrennte Lebenswege, hrsg. vom Adolf Grimme-Institut in Zusammenarbeit mit dem Deut­schen Hochschulverband, Marl 1992, S. 20 f

    50 Jahre Mauerbau APuZ (aus Politik und Zeitgeschichte) 61. Jahrgang 31-34/2011 – 1. August 2011.

    Der Letzte macht das Licht aus – Episoden aus einem geteilten Land: zwischen Teilung und alliierter Umerziehung (Teil I)
    Von der Teilung eines Landes, von einem Aufstand und vielen Ungereimtheiten – Teil II zu „Der Letzte macht das Licht aus“ – Episoden aus einem geteilten Land“
    Versteinertes Besatzungsrecht – der Feind im eigenen Land

    Eure Kommentare zu diesem Beitrag:

    Nichts geschieht, ohne lange Planung, die Wende war ja auch bereits 83 fertig geplant.

    In der Politik gibt es keine Zufälle . Und ich verstehe auch nicht warum so viele Leute glauben das das nur passiert ist weil sie auf der Straße waren….Mauerfall…

    Im Sommer 61 am 13. August da machten wir das Tor zu und keiner hat’s gewusst, Kampflied der Grenztruppen zum Glück Geschichte

    Natürlich wusste der Westen ganz genau, dass die Grenze irgendwann gesichert wird. Der Abgang von fertig ausgebildeten Fachkräften wurde für den Sowjetstaat DDR zum existenziellen Problem. Es war also nur eine Frage der Zeit. Der Westen kalkulierte natürlich von Beginn an auf einen derartigen Zusammenbruch der DDR, was ja nicht falsch war, wie sich 1989 zeigte.

    Die USA hatten ihr Minimalziel erreicht. Militärische Dauerpräsenz auf deutschen Boden und durch die Konfrontation auch den möglichen Kriegsschauplatz, weit weg der eigenen Hemisphäre. Die Sowjets ebenso. Die hatten also bereits ihre Abgrenzungen erzielt. Was die Deutschen damit machen, war denen völlig egal.

    Die westdeutsche Betroffenheit eine beispiellose Heuchelei. Waren sie es doch im Mai 1949, die diese Entwicklung überhaupt erst möglich machte. Tja, Rosinen verderben den Charakter. Viele haben die Rosinen in der Trizone so weit eingeschoben bekommen, dass das Hirn mit verschwand (nicht alle, aber viele).

    Das Adenauer der Spalter Deutschlands war, das blieb den meisten „Wessis“ bis heute verborgen. Besser gesagt, sie wollen es nicht wissen. Im Aufsaugen von Propaganda waren die Deutschen am Rhein schon immer braver. Schon bei den Römern, bei der Christianisierung, aber auch unter den Franzosen.

    Was soll man sagen, der Ursprung dieser Teilung liegt mindestens im Ergebnis von 1918 ,ab 1945 haben sich die Siegermächte über ihre Beute gestritten,1918 war Deutschland zerschmettert, seit 1918 ist Deutschland kein selbstbestimmter Souveräner Staat mehr, alles was passiert entscheiden die West Alliierten, bis hin zum 2.Weltkrieg ,1925 war die NSDAP pleite, man hat sie mit Millionen US Dollar aufgepäppelt, weil man sie brauchte 1941 gegen Russland ,ab 1931 liefert General Motors wichtige Teile zur Herstellung von deutschen Mittelstreckenbombern Ju88 und Me und die Ford Werke bauen 100000 V8LKW für die Ostfront, StandardOil sicherte den Treibstoff, IGFarben stellte ZyklonB zur Judenvernichtung her , Hitlers Helfer, Ukrainische SS Division Gallizien, Baltische SS französische SS Skandinavische SS muslimische SS lettische SS italienische Faschisten Franco Faschisten rumänische Faschisten usw, Bei 170 Bombenangriffen auf Frankfurt am Main fiel nicht eine Bombe auf IGFARBEN, auf der Anklagebank saßen nur Deutsche Extremisten!!!!!!!!!!

    Mitten im Krieg hat Amerika Deutschland fallen gelassen und die Russen unterstützt, daß ist die Herz-Land Doktorin von Lord Halford Mackinder Deutschland und Russland müssen immer gegeneinander Stehen damit sie sich gegenseitig Abschlachten müssen, der Eurasische Wirtschaftsraum muss immer gespalten sein, daß ist die Grundlage für die Herrschaft des Calvinistischen Imperialismus Der Angelsachsen über Europa, Spalte und herrsche, Julius Cäsar

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    November 6th, 2025

    Ich zitiere zunächst aus den Schriften meiner Mutter. So hat sie es erlebt:

    „1949 wurden zwei deutsche Staaten gegründet, der Verbrecherstaat DDR, wo die

    Marionetten der Sowjets Ulbricht und Honecker mit Gewalt alle Befehle der Sieger als Mörderbande ohne Rücksicht auf die Bevölkerung, in brutalster Weise ausführten. Es kamen die eigenen Räuber, ehemalige Emigranten, an die Macht..

    Im Westen Deutschlands wurde die Bundesrepublik geschaffen. Von wem?

    Von den ALLIIERTEN, die Deutschen waren gar nicht in der Lage einen neuen Staat zu gründen. Ideen und Vorschläge gab es genug, sie mußten zu Papier gebracht den Alliierten vorgelegt und genehmigt werden, so ist es heute noch nach über (60 Jahren).

    Und diese sechs Jahrzehnte laufen die Deutschen im Büßergewand durch die Welt und

    fallen sogar vor ….. auf die Knie.

    Der Trick, dass deutsche Volk um seinen Friedensvertrag zu betrügen, hat den Alliierten und ihrem Anhang ungezählte Milliarden eingebracht, die in einem Friedensvertrag nie hätten, vereinbart werden können. Und wie 1919 ist der Schlüssel zu dieser größten Einnahme aller Zeiten die “Alleinschuld” des Deutschen Reiches.

    1949 – was zuvor geschah: Die Sowjets zogen durch die Straßen und Häuser, nahmen alles mit, räumten Wohnungen und Geschäfte aus usw. und die Kommunisten unterstützten sie.

    Das Stehlen der Russen nahm nie ab, jedes Jahr mußten neue Produktionsartikel zuerst als “Reparationsleistung “ an die Sowjets abgegeben werden, u.a. Autos, Maschinen usw. In Aue und Umgebung wurde Uran für die Sowjets abgebaut. Die Deutschen mußten dort ungeschützt arbeiten, Tausende starben, die Ulbrichts und Honeckers störte das nicht. (5 Personen kenne ich allein, die in 3 Nachbarhäusern einen qualvollen Tod , nach dem Einsatz in den Gruben von Aue, fanden.“

    ——————————————-

    Warum eigentlich, waren die Sowjets dazumal bereit, die DDR zu opfern und einer Wiedervereinigung zuzustimmen?

    Gemäß Dokumentenfunde in sowjetischen und DDR-Archiven. Was hatte es mit der berühmten Deutschlandnote Stalins tatsächlich auf sich? Laut Adenauer war Stalins Angebot reine Propaganda.

    Stutzig machen auch Schriften, aus denen hervorgeht, dass der „Aufstand“ von 1953 eine gezielte Aktion sowjetischer Apparatschiks gewesen sein soll. Auf diesem Weg wollten sie sich der Ulbricht-Regierung entledigen.

    Nichts Genaues weiß man. Ob nun installiert oder nicht – Fakt ist: Es gab Tote, viele Verletzte und geschundene Seelen. » (siehe auch Beitrag im Kommentar zum Aufstand 1953).

    Man nehme ein gebeuteltes, betrogenes Volk und benutze es, um anderer Ziele durchzusetzen. „Der Zweck heiligt die Mittel“ (alter Jesuitenspruch).

    Während Ulbricht vehement den „Aufbau des Sozialismus“ verkündete und vorantrieb, ging es mit der DDR rapide bergab. Hunderttausende flohen in den Westen. Der mitteldeutsche Arbeiter-und Bauernstaat“ drohte zu kippen.

    Über Erlebnisberichte, Dokumente und ordentlich Recherche gelangt man schon bald zu folgender Erkenntnis: Die Gegner zur Deutschen Einheit, oder zumindest die Spezies, die im Auftrag von …handelten, stammten allesamt aus Deutschland. Im Osten war es die Ulbricht-SED, im Westen Adenauer und sein Gefolge. Kurt Schumacher bezeichnete Adenauer seinerzeit, und das zurecht, als „Kanzler der Alliierten!“.

    Zudem soll es im Vorfeld des 17. Juni 1953 ein „Fenster der Gelegenheit“ gegeben haben, den Sowjets den DDR-Staat abzuhandeln. Doch dafür fehlen im Westen die Verhandlungspartner. Adenauer hatte sich längst auf die Westbindung der Bundesrepublik festgelegt, eine Haltung die er auch in späten Jahren nie änderte. Schon zu Lebzeiten gab er Anlass zu echten Zweifeln an seiner gesamtdeutschen Auffassung, Weitere Zweifel kamen später hinzu. Neben den Vorgängen zur Saarabstimmung und zu Ostdeutschland, den deutschen Gebieten östlich von Oder und Neiße, betraf das auch die Wiedervereinigung. Doch dazu an anderer Stelle mehr.

    ——————————————————————-

    Nun zurück zum 17. Juni 1953:

    „Die DDR war erst vier Jahre alt, der Krieg erst acht Jahre vorüber. Noch war die Teilung in vielem provisorisch. Keine Mauer und kein Todesstreifen trennten die junge DDR von der jungen Bundesrepublik, Waren und Menschen konnten, gemessen an der Zeit nach 1961 , verhältnismäßig ungehindert von hüben nach drüben und umgekehrt gelangen. Im Westen war das „Wirtschaftswunder“ in vollem Gange, auf DDR-Seite herrschte stalinistischer Panzerkommunismus.

    Demontagen und Planwirtschaft verhinderten, dass sich das sozialistische Modell als ernsthafte Alternative zur westlichen Marktwirtschaft durchsetzen konnte. Die Unzufriedenheit wuchs. Als der Aufstand dann im Juni 1953losbrach und in Windeseile die ganze DDR erfaßte, kippte die Forderung nach Zurücknahme der Sollerhöhungenschnell ins Grundsätzliche um. Fast überall wurden nationale, ja nationalrevolutionäre Losungen laut, wurden der Abzug der Besatzungstruppen, die Wiederherstellung der nationalen Einheit gefordert. In Halle sangen Zehntausende auf dem Hallmarkt das Deutschlandlied, ein »Nationales Komitee Freies Deutschland< bildete sich. In Berlin wurde die Sowjetfahne vom Brandenburger Tor geholt.

    Neuere Forschungen brachten brisante Einzelheiten über den Hergang des Aufstands vom 17. Juni ans Tageslicht. Dies war möglich, weil in den Jahren nach der Maueröffnung nicht nur die mitteldeutschen Archive, sondern auch Dokumentenbestände in der ehemaligen UdSSR eingesehen

    werden konnten. Demnach stellt sich die Rollenverteilung im Juni 1953 heute längst nicht mehr so eindeutig dar, wie es die etablierte Geschichtsforschung jahrzehntelang suggerierte: hier die

    DDR-Bevölkerung, dort SED und Sowjets.

    Der bundesdeutsche Geheimdienst hielt den >Volksaufstand< in der DDR für eine Inszenierung Moskaus mit dem Ziel, das SEDRegime in Ost-Berlin hinwegzufegen, das sich den sowjetischen Plänen für eine Wiederherstellung der deutschen Einheit »im großdeutschen Rahmen« (!) entgegenstellte. Interessant ist im übrigen, daß diese Einschätzung der Ereignisse nicht nur bei der »Organisation GEHLEN< herrschte, sondern auch von französischen Stellen und der CIA geteilt wurde.“

    In seinem Willen zur deutschen Teilung war sich das ULBRICHT-Regim mit ADENAUER und den Westmächten einig.


    Quelle

    „Der Grosse Wendig Band 2 S.638 / S. 660

    Wilfried Loth in Martin Geschat und Jochen Christoph Kaiser:

    Die Kirchen im Umfeld des 17. Juni 1953 Kohlhammer Stuttgart 2003

    Im Deutschen Bundestag am 25.11.1949 (Aussage des Kurt Schumacher)

    Der Letzte macht das Licht aus – Episoden aus einem geteilten Land: zwischen Teilung und alliierter Umerziehung (Teil I)
    17. Juni 1953 – “ wir wollen freie Menschen sein“
    Das willkürliche Töten der Besatzer

    Eure Kommentare zu den Beiträgen (Teil I und Teil II)

    Sehr gut beschrieben. Die meisten Menschen halten es für eine,, Verschwörungstheorie“, das die Veranlassung und Verantwortung für all das, schon seit Jahrhunderten, von immer den Selben ausgeht.

    Gerade gestern habe ich bei einem anderen Beitrag lesen und erkennen müssen, wie gehirngewaschen die meisten Menschen diesen Landes sind. Da gab es widerliche und hämische Kommentare, dass die Deutschen das verdient hätten. Und es waren Deutsche, die das schrieben

    Den Geist, der die Erde beherrscht mit den Mächten der Presse. Des Wissens und der Künste, das bald kein Raum mehr sein wird für den Geist von Ewigkeit her. Der Geist der schwarzen Magie, der Kunst des Teufels, alles durch ein schiefes Denken und verkehrtes Betrachten in das ursprüngliche Gegenteil zu verwandeln. Die Freiheit rufen sie auf, und die Knechtschaft führen sie herbei. Die Gleichheit preisen sie überschwänglich, damit dahinter die krasseste Ungerechtigkeit unerkannt plündern kann. Von Brüderlichkeit triefen sie in allen Reden, wenn sie den Hass schüren und den Brudermord inszenieren. Die Demokratie ist ihr großes Schauspiel, mit dem sie die schlimmste Tyrannei verschleiern. Den Sozialismus fordern sie, um das Jonglieren mit den Massen die Macht der Hochfinanz ins ungemessene zu steigern. Die Empörung der Revolution brauchen sie, um die Völker unterjochen zu können! Das ist ihr Geist! (Hans Zöberlein)

    Die Serie Weissensee konnte ich vor ungefähr einem Jahr bei Netflix gucken. Das war schon harter Stoff, viele ins Unterbewußtsein getauchten Erinnerungen kamen hoch. Wie das so oft ist, wir Menschen verdrängen oft die schlimmen Erlebnisse. Besonders wenn man noch jung ist und viele Dinge anders einordnet, als heute. Da ist noch der Glaube an das Gute in der Menschen fest verankert und sowieso, als Jugendliche war man voller Endeckergeist und Tatendrang. Oft ohne Vorurteile. Ich weiß noch wie meine ältere Schwester und ich (ich war damals 17 Jahre alt und im ersten Lehrjahr bei der Deutschen Reichsbahn). Meine Schwester arbeitete bei Carl Zeiss Jena. In den Ferien besuchte ich sie und wie es damals so war, wollten wir nach Hause zu unseren Eltern trampen. Nach Meklenburg, n Plau am See. Wie stellten uns an die Autobahn und ziemlich schnell hiet ein kleiner Golf mit westdeutschem Kennzeichen an. Ein junger Student, der nach Westberlin fahren wolle. Für uns, aus der ehemaligen DDR, war diese Fahrt mit dem Studenten aus der BRD absolut spannend, er erzählte uns viel über seine Reisen nach Spanien, Frankreich und auch in andere Länder. Für uns klang das alles ein wie ein schönes Märchen. Die Zeit verging wie im Fluge, ich sage zu meiner Schwester, mmh, das sei merkwürdig, hier fahren ja keine Trabanten und Wartburgs mehr. Die junge Student sagte daraufhin zu uns, das er sich hier nicht auskennt, da er zum erstem Mal durch die DDR fährt. Dann, oh Schreck, wie sahen in weiter Entfernung den Schlagbaum an der Grenzstation. Panische Angst überkam uns , ich bat den jungen Mann bitte anzuhalten und uns schnellstens rauszulassen. Er hat sich zigmal entschuldigt, daß er auf der Autobahm nicht wenden könne. Er hielt an, zückte noch seine Geldbörse und gab uns um die 20 Mark. Wir taten ihm wohl sehr leid. Dann stiegen wir aus, gingen auf die andere Fahrspur um die Strecke wieder zurück zu laufen. Keine Minute waren wir zu Fuß auf der Autobahn, als ein Robur-Bus der Grenztruppen anhielt und die Grenzer uns anschrieen, was wir hier mitten im Grenzgebiet machen und das mitten auf der Autobahn. Wir mußten einsteigen, sie fuhren mit uns zu der Grenzstation, dort sperrtem sie uns in so einenn Metallcontainer, es war sehr warm da, und dort hockten wir stundenlang. Dann kamen irgendwelche Offziere und wir wurden stundenlang verhört. Die üblchen Fragen, sie wollten das Kennzeichen des jungen Sudenten haben, was wir natürlich nicht wußten. 6 Stunden saßen wir da, am späten Abend fuhren sie mit uns nach Potsdam zur Staatssicherheit. Das war vielleicht übel, die ganze Nacht haben die uns bearbeitet. Zum Glück wirkten wir beide ganz schön naiv und das war sicherlich die Rettung. Zu unsere jugendlichen „Naivität“ haben wir das natürlich noch mehr ausgespielt. Sie hatten wohl alles abegscheckt, meinen Lehrberuf, die Lehrstelle, die Arbeitstelle meiner Schwester, usw. Ich glaube, die haben uns wegen „Naivität entlassen. Am Morgen durften wir gehen….wir waen vollkommen erledigt…..Ja, Weissensee hat mir sehr gut gefallen, wie sie die Wende dargestellt haben, all diese Gestalten, die sehr viele Freidenker in der DDR malträtierten, die arbeiteten schnell mit dem BND zusammen. Diese widerlichen Stasitypen. All das wurde sehr gut in Weissensee gezeigt und dargestellt.

    Du wirst es nicht glauben, aber nachdem ich deinen Artikel meinem Mann vorgelesen hatte, wollte er die Serie „Weissensee“ schauen. Ich konnte sie auf Netflix finden und jetzt gucken wir „Weissensee“.

    Mal ein anderer Gedanke von mir: Der Begriff „Farbrevolution“ sollte m.E. viel weiter gefasst werden. So fegte z.B. der „Revolutionär“ W. I. Lenin 1917 schon damals, mit einem fremdfinanzierten, fremdgesteuerten Putsch den Zaren vom Thron und Unterjochte nun seinerseits das russische Volk mit seinen „Bolschewiki“, während auch in Deutschland kurz vor der inszenierten „Abdankung“ des Kaisers, ominöse „revolutionäre Kräfte“ ihr Unwesen trieben und geschickt die Geschehnisse vorbereiteten und voran trieben. Vor diesem Hintergrund wundert mich jetzt kaum mehr, das nun auch der „Volksaufstand“ 1953 (+ „Wende“ 1989 !) in der DDR in einem ganz anderen Licht betrachtet werden sollten. Analog dazu die heutigen „Farbrevolutionen“ wo Herrn Soros und seine Söldner in aller Herren Länder demonstrierendes „Volk“ spielen und mit ihren „Protesten“ unliebsame Regierungen stürzen bzw. stürzen wollen.

    Fakt ist aber auch, daß die CIA Randalierer am 17.6. an den Potsdamer Platz geschickt hat, nur um zu provozieren 

    Die Antwort steht in den Vereinbarungen von Jalta, Teheran und Potsdam. Der Westen brach diese Vereinbarungen, weil man Deutschland unten, die Russen draußen und den Westen drin halten wollte. Adenauer war der ideale Gehilfe für diesen Betrug am deutschen Volke und er verwehrte damit den Weg Österreichs für ein Nachkriegsdeutschland.

    Der Westen und Adenauer sind damit direkt verantwortlich für den Weiterbestand aller Besatzungszonen, für die Blockade West-Berlins, für den Ausbau des sowjetischen Militärs auf deutschen Boden, für die Gründung der DDR, für den SED-Machtapparat, für den Mauerbau und den damit verbundenen Folgen.

    Gorbatschow war entweder gekauft oder ehrlich naiv. Die Historiker streiten noch darüber. Ich glaube an letzteres. Er hat wirklich gedacht, der europäische Westen sei an Frieden und Freiheit interessiert.

    Was den 17. Juni angeht, nach dem was Zeitzeugen aus Jena zu berichten wussten war es mit Sicherheit keine russische „False-Flag“ Aktion.

    Allerdings, denn das ist richtig, der Westen hatte seine Finger mit im Spiel.

    Es war ja alles noch recht „offen“ und die Grenzen größtenteils passierbar.

    Alle Möglichkeiten waren also gegeben die vorherrschende „Stimmung“ anzuheizen.

    Ja, die Rolle von Gorbatschow hat mich lange beschäftigt. Meine Mutter erwähnte mal etwas im Zusammenhang mit Georgien… Damit konnte ich aber nicht viel anfangen. Und da ich damals anderes im Kopf hatte, habe ich auch nicht weiter nachgehakt. Irgendwann sagte sie dann: „Und jetzt haben sie ihn gekauft.“

    Gorbatschow erhielt 2008 die „Liberty Medal“. Ein „gelernter Kommunist“. Das ist schon sehr bezeichnend.

    Für die Russen ist Gorbatschow bis heute der Totengräber. Seine „Naivität“ hat zumindest den heutigen Konflikt mit verursacht.

    Allerdings, auch das gilt es zu beachten: Insbesondere die Briten torpedierten so ziemlich jedes noch so kleine Zugeständnis an die Sowjetunion, was im Übrigen bei den 2+4 Verhandlungen mehr als deutlich wurde.

    Er wurde vom Westen zudem fürstlich für sein „Entgegenkommen“ entlohnt.

    „In Übereinstimmung mit dem Potsdamer Abkommen“, sagt ja schon alles über die Freiheit unseres Volkes!;( Siehe Foto Stalin – Der Abschluß eines Friedensvertrages)

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  • Der Letzte macht das Licht aus – Episoden aus einem geteilten Land: zwischen Teilung und alliierter Umerziehung (Teil I)

    November 5th, 2025

    Das Recht des Stärkeren ist das stärkste Unrecht“, schrieb einst Maria v. Ebner-Eschenbach

    Fest steht: In allen wesentlichen Fragen dürfen die Bürger nicht mitbestimmen. In selbstherrlicher Weise glauben die Regierungen ohne das Volk regieren und entscheiden zu dürfen.


    November! Zeit der Innenkehr-, Zeit für einen Rückblick, Zeit zum Nachdenken, vielleicht auch eine Zeit, um Pläne zu schmieden oder etwas zu verändern.

    Doch zunächst einmal nehmen wir uns die Zeit für eine Film-Serie, die authentischer nicht sein kann. Zum Einstimmen auf „Kommendes,“ oder so ähnlich.

    Auch wenn man anzunehmen vermag, alles schon zu wissen, also hier in Bezug auf die Teilung Deutschlands, gelange ich doch immer wieder zu neuen Erkenntnissen.

    Ganze Kapitel habe ich schon über diesen Teil unserer deutschen Geschichte verfasst. Eines ist sicher, auch ich habe die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen, vielmehr lerne ich noch immer dazu. Manches fällt mir dann wie Schuppen von den Augen. Kein Wunder. Man schaut heute mit ganz anderen Augen auf das Weltgeschehen.

    Die Film-Serie, auf die ich später noch etwas näher eingehen werde, liefert in jedem Fall reichlich Inspiration.

    Mit dem Wissen von heute! Ja hinterher ist man eben immer schlauer. Auch wenn ich mich in der glücklichen Lage befinde, eine Mutter gehabt zu haben, die vielen Vorgängen in ihrem Denken voraus war. Keine Ahnung woher diese Begabung stammte. Sie wusste einfach sehr viel.

    War es neben ihren schmerzlichen Erfahrungswerten wirklich nur Belesenheit? Ich hätte noch so viele Fragen. Vor allem in Zeiten wie diesen. Aber nun kann ich sie nicht mehr fragen. Im März 2025 war ihr erster Todestag. Und jetzt in diesen dunklen Tagen, bin ich mir sicher, ist sie mir ganz nah. Und ich hoffe, sie schaut mir auf die Finger, dazu, was ich aus der Vergangenheit aufs Papier bringen werde. Vieles aus dem Weltgeschehen, was ich heute aufgreife, hat sie hautnah erlebt und aufgeschrieben.

    So stütze ich mich erneut auf ihre Erlebnisberichte. Denn zur Zeit des Mauerbaus war ich noch gar nicht geboren.

    Wo wir dann bei den Themen wären.

    – Das willkürliche Töten der Besatzer (Einzelschicksale nach 1946) »> Beitrag im Kommentar.

    – Der 17. Juni 1953

    – Das Errichten einer Mauer (von der Komplizenschaft Washingtons mit Moskau).

    – Das Leben zu DDR Zeiten. ( u.a. aus dem Leben von Manfred Krug)

    – Das Staatssicherheitssystem.

    – Die „friedliche Revolution“.

    – Der Fall der Mauer.

    – Die Wiedervereinigung

    In der vergangenen Woche stöberten wir in unserem „Videoarchiv“. Es war mal wieder Zeit für die Serie „Weissensee“.

    Achja, das sollte nicht unerwähnt bleiben: Mein Göttergatte, wurde, wie die meisten von euch wissen, im Westen, nahe der niederländischen Grenze geboren und ich am östlichsten Zipfel von Mitteldeutschland, in Görlitz. Ungeachtet der Tatsache, dass der Annäherungsprozess der Menschen aus beiden Teilen Deutschlands immer noch andauert, haben wir uns gefunden und tun uns gut.

    Was ich heute sicher weiß:

    » Die friedliche Revolution blieb nicht etwa friedlich, weil das Volk es so wollte. Nein. Es war aus bestimmten Kreisen so gewollt (geführt).

    » Der Fall der Mauer kam nicht etwa zufällig. Nein, er war genau so vorgesehen.

    » Die Wiedervereinigung war weniger eine Vereinigung, doch eher die Ausplünderung eines Volkes.

    »Aufrechterhalten wurde die Spaltung durch die jeweils zum Einsatz kommenden Regierungen. »Beide Seiten (Ost/West) handelten gegen die Deutschen.

    Sowohl über die deutsche Teilung (damals das Ulbricht-Regime mit Adenauer und den Westmächten), als auch über den Fall der Mauer bis zur Wiedervereinigung waren sie sich einig.

    In der Serie „Weissensee“ wird auch das Prozedere der Wiedervereinigung, wie ich finde, sehr treffend beschrieben.

    Wie schließlich Ex-Stasi-Leute mit Spekulanten aus dem Westen gemeinsame Sache machten. „Abwicklung“ nannten sie es. Wer allerdings die Annahme vertritt, im Westen gab es so was nicht, der irrt gewaltig. Es geschah nur anders …

    Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang auch an folgende Aussagen meiner Mutter: Guck dir das doch nur in Görlitz an. Die sind alle wieder da, weil sie nie weg waren.

    Oft erwähnte sie auch, dass die „Regierenden“ der DDR an Vorgängen des Dritten Reiches anknüpften. Dazu zählten nicht nur Aufmärsche wie die zum 1. Mai o.ä. Propagandaveranstaltungen, sondern auch die Produktionsziffern. Angestrebt wurde nach 1949 ein ähnlich hoher Lebensstandard wie der des Jahres 1936 unter Hitler.

    ———————-

    Zurück zur Serie „Weissensee“, die ich durchaus empfehlen kann, sich anzuschauen.

    Wer mir in der Serie besonders gut von seiner Einstellung und seinen Aussagen gefällt, das ist Nicole, die Schwester von Pastor Wolff, der in einer Nacht- und Nebelaktion von der Stasi aufgegriffen und schließlich ermordet wurde. Die Schwester des Pastors hat das „Spiel“ durchschaut und bemerkte in politischen „Räten“ (Bürgerrechtsforum /Demokratisches Forum) immer wieder, dass das, was nun folgt, doch alles nur ein Austausch sei. Weil die Seilschaften die gleichen sind, sei es nun in West oder Ost. Sie soll Recht behalten.

    Gesteuert von unsichtbaren Mächten mit dem immerwährenden Ziel, Menschen gegeneinander aufzubringen: Helfershelfer dafür, ihre schmutzigen Vorhaben in Umsetzung zu bringen, gab es reichlich an der Zahl.

    Labile Menschen, Narzissten, Menschen mit dem Drang nach außen hin glänzen zu müssen, Menschen mit perversen Neigungen und viele andere mehr, die sich aus niedrigen Beweggründen heraus missbrauchen ließen und daraufhin andere selbst missbrauchten.

    Wer sich nicht beugte, wurde „kalt“ gestellt.

    ——————————-

    Die Serie Weissensee handelt von zwei sehr gegensätzlichen Berliner Familien – der künstlerisch intellektuellen Familie Hausmann und der staatstreuen Familie Kupfer, die ein gemeinsames Schicksal verbindet.

    Und wer nun meint, wie weit ich wohl in der Lage sein sollte, das vergangene Prozedere richtig einschätzen zu können: Nun, die Stasiakte meiner Familie liegt direkt neben mir, und die Schikanen, die unsere Familie über viele Jahre ertragen musste, sind nach wie vor präsent. Vergessen kann ich das alles nicht. Aber manchmal hilft es ja, wie so oft, darüber (hinweg) zu schreiben.

    Wobei ich deutlich machen möchte: Die Seilschaften, die über diese Epoche hinweg ihr Unwesen trieben, handelten im Auftrag von …

    Wie in all den Jahrhunderten zuvor. Die Auftraggeber stammen stets aus dem gleichen Stall und sind gewiss keine Unbekannten.

    Schauen wir uns doch nur um: Die Unheilstifter waren nie weg.

    ——————————–

    Zwischen Teilung und alliierter Umerziehung: Tasten wir uns heran … an das, was zuvor, währenddessen und danach geschah. Bis zum Sonntag, 9. November werde ich täglich ein Thema dazu aufgreifen.

    Einen ersten Beitrag findet ihr im Kommentar.

    Das willkürliche Töten der Besatzer
    Von der Teilung eines Landes, von einem Aufstand und vielen Ungereimtheiten – Teil II zu „Der Letzte macht das Licht aus“ – Episoden aus einem geteilten Land“

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  • Alles hängt mit allem zusammen – Menschen, Tiere, Pflanzen: Wir sind ein großes Ganzes.

    November 5th, 2025

    Eine Episode aus dem 17. Jahrhundert – damals wie heute: die Zerstörung von Lebensraum im Zeichen niederträchtiger Ziele!

    Mit Blick auf die Kolonisatoren, also auf Kolonialmächte wie Großbritannien, Spanien, Portugal, Frankreich und den Niederlanden, offeriert sich bereits im 17. Jahrhundert brutaler Raubbau an der Natur.

    Heute sind es Betonwüsten, denen wir flächendeckend begegnen, versehen mit diesen unsäglichen Windrädern, die vor allem einem zuträglich sind, der Gewinnsucht der Herrschenden. Zugleich tragen sie die Zerstörung alter Werte und die Entfremdung von der Natur, die leider schon viel zu weit fortgeschritten ist, mit sich. Ein Prozedere, seit Jahrhunderten so praktiziert.

    Zurück ins 17. Jahrhundert: Um die riesigen Kessel in den „Zuckerhäusern“, in denen Zucker und Melasse aus dem Zuckerrohr gewonnen wurde, heizen zu können, waren große Mengen Holz nötig. Auf Barbados (britische Kolonie) waren schon um 1680 sämtliche Bäume geschlägert, es wurde Holz von anderen Inseln herbeigeschafft, selbst vom Festland aus Guyana und Carolina wurde Feuerholz importiert.

    Später war der Holzmangel bereits so groß, dass sogar Kohle aus England in die Karibik verschifft werden musste, um die Zuckerbottiche am Köcheln zu halten. Doch auch aus Gründen der „Marktregulierung“ wurden oft Landstriche verwüstet. Um etwa den Preis für Zimt hoch zu halten, kam es vor, dass die europäischen Kolonisatoren Zimtbäume absichtlich umhauen ließen: das geringere Angebot schlug sich im höheren Preis für die Rinde der verbliebenen Bäume nieder.

    ——-

    Dem nicht genug. Lesen wir weiter: Die Holländer, Mauritius und der Dodo

    Und Pflanzen und Tiere wurden nicht nur rücksichtslos dezimiert, sie wurden auch bereits ausgerottet. Schon Ende des 16. Jahrhunderts hatten die Holländer Mauritius in Besitz genommen, sie nutzen die unbewohnte Insel im Indischen Ozean als Zwischenstation für die Handelsfahrten nach Ostindien. Und sie deckten sich bei ihren Aufenthalten natürlich mit Proviant ein. Nicht nur Frischwasser und Kokosnüsse wurden an Bord genommen, sondern auch Frischfleisch – manchmal noch lebend.

    Riesenschildkröten waren besonders beliebt, weil sie auch ohne Futter und Wasser noch wochenlang nicht verstarben.

    Auf Mauritius wurde aber auch Jagd auf einen großen, flugunfähigen Vogel gemacht, auf den Dodo, auch Dronte genannt. Augenzeugen berichte dass diese zu den Tauben zählenden Riesenvögel sehr sanftmütig waren und sich deshalb leicht fangen ließen. Manchmal erschlugen oder erschossen die Seeleute die Dronten, auch aus purer Lust am Töten.

    Heute wären die tolpatschigen Dronten längst vergessen, doch zwei Jahrhunderte später erreichte einen von ihnen als literarische Figur Weltberühmtheit. Lewis Caroll machte einen Dodo zu einer wichtigen – und sehr sympathischen – Figur in seinem 1865 erschienen Werk „Alice im Wunderland“, einem bis heute beliebten Kinderbuch.

    Caroll kannte den Dodo nur von Abbildungen, denn der letzte dieser Vögel starb nur 70 Jahre, nachdem die europäischen Kolonisatoren betreten hatten, um 1670 war eines der seltsamsten und rätselhaftesten Lebewesen ausgerottet. Er starb nicht nur durch Bejagung aus. Ab 1638 wurde die Insel nicht nur von Schiffen angefahren, sondern „richtig“ besiedelt. Und mit den Siedlern kamen Ratten, Schweine und Hunde. Auch sie machten Jagd auf den truthahngroßen flugunfähigen Dronten – und fraßen außerdem noch ihre Eier.

    Die Kombination aus direkter Jagd durch Menschen und der Bedrohung durch eingeschleppte Tiere führte dazu, dass der Dodo nur rund hundert Jahre nach seiner Entdeckung im 17. Jahrhundert ausstarb.

    Der letzte Dodo wurde vermutlich um 1690 getötet.

    Der Dodo war nicht das einzige Opfer der europäischen Kolonialisierung in dieser Region. Auf der Nachbarinsel Rodriguez wurde ein ähnlicher Vogel, der noch unbekannten Solitaire, ausgerottet.

    Auf Mauritius selbst starben durch die Einwanderer nachweislich auch noch eine Gänseart, eine Entenart, der Schopfpapgei und die Mauritiusralle aus. Und unter der brutalen Entwaldung für Plantagen und die Edelholzgewinnung hat die Insel noch heute zu leiden.

    Schon 1708 verließen die Holländer die verwüstete und geplünderte Insel für immer. Mauritius wurde zum gefürchteten Zufluchtsort und Stützpunkt für Piraten.

    ——-

    Info zu den Kolonialmächten. Die ersten Kolonien wurden von den großen Seefahrernationen Großbritannien, Spanien, Portugal, Frankreich und den Niederlanden erobert. Ihr Tun war gekennzeichnet von Raub, Plündereien und Verwüstung.

    Deutschland, das nicht zu den großen Seefahrernationen gehörte, besaß nur für kurze Zeit (bis zum Ende des Ersten Weltkriegs) wenige Kolonien in Afrika und Asien.

    Wobei sich die Art der deutschen Kolonialtätigkeit zu den der großen Kolonialmächte unterscheidet.

    Deutschland erwarb, KAUFTE (es eroberte nicht) seine erste Kolonien in den 1880er Jahren.

    Deutschland hat um den Erwerb von Kolonien niemals Krieg gegen andere Mächte geführt. Auch handelte es sich um Herrschaftsinseln, die weiterhin im Rahmen einheimischer souveräner Gewalten die Prinzipien, Lebensweisen und das eigene Recht der Bevölkerung bewahrten.

    Wer mehr dazu erfahren möchte findet dazu Beiträge im Kommentar.

    Deutsche Schutzgebiete, Intrigen und was davor geschah

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  • Menschen ohne Seele? Warum uns unser Umfeld und manche Begegnung dort manchmal so merkwürdig erscheint.

    Oktober 31st, 2025

    Ich hatte vor Kurzem ein Gespräch mit einer jungen Mutter, das mich sehr, sehr nachdenklich stimmte. Danach stellte ich mir Fragen nach dem „Warum“.

    Um besser verstehen zu können, griff ich noch einmal zu einem der Werke (hier Gesamtausgabe (GA) von Rudolf Steiner.

    Ich denke nicht, dass Steiner über eine besondere Begabung verfügte, um die Dinge, wie sie heute sind, beim „Namen zu nennen“. Seit seiner Schilderung sind nunmehr 108 Jahre vergangen. Er wusste schon damals sehr wohl, wie es um die Welt in Zukunft bestellt sein wird. Und das die mehr und mehr aufkeimenden „Denkverbote, ein noch kritischeres Maß annehmen werden, als um 1916 herum. Eine Tatsache, die sich letztendlich zum Ende des Zweiten Weltkrieges im amerikanischen Umerziehungsprogramm widerspiegelt.

    ————

    Werfen wir noch einmal den Blick auf diesen Auszug aus der Gesamtausgabe (den vollständigen Beitrag findet ihr im Kommentar) :

    „Damals schaffte man den Geist ab. Die Seele wird man abschaffen durch ein Arzneimittel. Man wird aus einer «gesunden Anschauung» heraus einen Impfstoff finden, durch den der Organismus so bearbeitet wird in möglichst früher Jugend, möglichst gleich bei der Geburt, daß dieser menschliche Leib nicht zu dem Gedanken kommt: Es gibt eine Seele und einen Geist. – So scharf werden sich die beiden Weltanschauungsströmungen gegenübertreten. Die eine wird nachzudenken haben, wie Begriffe und Vorstellungen auszubilden sind, damit sie der realen Wirklichkeit, der Geist- und Seelenwirklichkeit gewachsen sind.

    Man soll sich nur nichts vormachen. Man steht vor einer ganz bestimmten Bewegung.

    Wie damals auf jenem Konzil in Konstantinopel der Geist abgeschafft worden ist, das heißt wie man dogmatisch bestimmt hat: Der Mensch besteht nur aus Leib und Seele, von einem Geist zu sprechen ist ketzerisch -, so wird man in einer andern Form anstreben, die Seele abzuschaffen, das Seelenleben. Und die Zeit wird kommen, vielleicht gar nicht in so ferner Zukunft, wo sich auf solch einem Kongreß wie dem, welcher 1912 stattgefunden hat, noch ganz anderes entwickeln wird, wo noch ganz andere Tendenzen auftreten werden, wo man sagen wird: Es ist schon krankhaft beim Menschen, wenn er überhaupt an Geist und Seele denkt. Gesund sind nur diejenigen Menschen, die überhaupt nur vom Leibe reden. –

    Man wird es als ein Krankheitssymptom ansehen, wenn der Mensch sich so entwickelt, daß er auf den Begriff kommen kann: Es gibt einen Geist oder eine Seele. – Das werden kranke Menschen sein. Und man wird finden – da können Sie ganz sicher sein – das entsprechende Arzneimittel, durch das man wirken wird.“Also wir sind da, sagte ich, erst im Anfange, und es wird immer mehr und mehr kommen.“ (Lit.: GA 167, S. 97ff)

    Und weil die Menschen nicht imstande sind, das, was in der Wirklichkeit da ist, mit ihren Begriffen, mit ihren Vorstellungen zu umfassen, geschieht es, daß sie immer mehr und mehr ins Chaos hineinkommen.

    Die Nachfolger der heutigen Materialisten, werden den Impfstoff suchen, der den Körper «gesund» macht, das heißt so macht, daß dieser Körper durch seine Konstitution nicht mehr von solch albernen Dingen redet wie von Seele und Geist, sondern «gesund » redet von den Kräften, die in Maschinen und Chemie leben, die im Weltennebel Planeten und Sonnen konstituieren.

    Das wird man durch körperliche Prozeduren herbeiführen. Den materialistischen Medizinern wird man es übergeben, die Seelen auszutreiben aus der Menschheit.“ (Lit.: GA 177, S. 96ff)

    „Verbot des individuellen Denkens“ -nach Rudolf Steiner

    Eure Kommentare zum Beitrag

    Ich möchte noch hinzufügen, dass es sich bei den „empfohlenen“ Impfungen bei den Kindern mittlerweile um Sechsfach-Impfungen handelt. Allein diese Tatsache, muss doch einem gesunden Menschenstand offerieren, dass da etwas nicht stimmen kann. Wenn man diese Impfungen bis zum 7. Lebensjahr eines Kindes zusammenzählt , kommt man auf mehr als 31 Impfungen. Wie nennt man so etwas?

    Aktuell bin ich nicht groß auf FB aktiv und auch nicht groß am Schreiben interessiert. Was ich aber, als guter Impfgegner seit ca. 20 Jahren, sagen kann: Jede! Impfung ist ein Angriff auf den Körper und den Geist, und hatte noch nie in der Geschichte der Impfpraxis einen förderlichen gesundheitlichen Nutzen. Jede Impfung schadet, während noch nie jemand daran zu leiden hatte nicht geimpft zu sein. Es ist nie zu spät, um aufzuhören. Die Impfpioniere waren allesamt überführte Betrüger und/oder Mörder. Die Virologie und ihre Konzepte sind falsifiziert und werden künstlich, mit Legenden und der Nicht-Einhaltung verpflichtender wissenschaftlicher Standarts, am Leben erhalten.

    Die Gesetzgebung erfolgte durch den Bundestag, der die Pflicht beschloss, basierend auf der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) zur Masernimpfung für Kinder und Erwachsene. Das RKI war maßgeblich an der wissenschaftlichen Begründung und der Umsetzung des Gesetzes beteiligt. Nach soviel lug und betrug dieser Vereine, stellt sich doch die Frage „Wie glaubwürdig sind diese Institute und Kommissionen überhaupt noch“?

    Herangezogen wurde ja ein Fall aus Berlin. Dort starb ein Junge angeblich >an Masern<. Seit Corona würden wir präziser sagen: >mit Masern<. Das wurde kolportiert, denn der Junge war schwer Herzkrank. Die Autopsieergebnisse wurden aber, selbst nach erbitterten Kampf, nie freigegeben. Ergo und offensichtlich: Der arme Junge wurde für Impfpropaganda missbraucht.

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  • Von Samhain und anderen Botschaften

    Oktober 27th, 2025

    Ich knüpfe mal an die folgenden Worte an, verfasst vom „Görlitz Insider“. Und bevor ich noch lange überlege, ob man es noch treffender formulieren kann, übernehme ich es in Gänze als Einleitung für einen weiteren Beitrag zu „Samhain“.

    „Die Kalender füllen sich mit Halloween-Veranstaltungen. Aber was feiern wir da eigentlich? Irgendwas mit Kürbis. Irgendwas mit erschrecken. Je mehr sich einer gruselt oder ihm die Knochen vor Schreck schlottern, desto lustiger soll es sein. Irgendwas mit einer Drohung „Süßes sonst Saures“, die wir schon unseren Kindern beibringen. Und das Ganze in der Optik von Tot, Untot, zerfleischt und krank. Aha!“ (aus Görlitz Insider)

    ———

    In den Anfängen der Vermarktung (das war so in den 1990er Jahren) dieses „Halloween“ stellten die Menschen wenig Fragen. Sie schnitzten mit den Kindern Kürbisse und nahmen das kommerzielle Angebot an. Das waren vor allem junge Familien. Lediglich aus den Reihen der älteren Generation kamen Zweifel an dieser ins „Leben“ gerufenen Festivität“ auf. Doch den wahren Ursprung benennen, das konnten nur wenige. So hieß es, das kommt aus England. Andere meinten, aus Irland und wurde dann weiter in die USA getragen. Wiederum anderen war es völlig egal, sie stöberten in den „verführerischen“ Angeboten – vor allem gruselig sollte es sein.

    Sahmhain ist das Fest der Kelten – ein Totenfest. Und so mancher wird sich nun die Frage stellen, was habe ich mit deren Bräuchen zu tun? Nun, ich denke, jede Menge. Denn über die keltischen Völker gelangen wir zum Ursprung dieses Brauchtums.

    Was nicht gleichbedeutend damit sei, diesen Brauch, der ja für die Kelten als Jahresende bezeichnend war, so für sich zu übernehmen. Doch sollte es uns ein Bedürfnis sein, unseren Kindern und Enkelkindern davon zu berichten. Und ich gehe sogar noch weiter. Ich halte es für unsere Pflicht.

    Allein schon aus dem Grund, weil sämtliche heidnischen Feste seitens der Kirche über die Jahrhunderte hinweg umgedeutet worden sind. Nur so konnte es gelingen, die Menschen immer weiter von ihren Wurzeln zu entfernen.

    Es ist bekannt, dass Völker, die sich ihrer wahren Ursprünge nicht bewusst sind, von fremder Hand einfacher zu leiten und kontrollieren sind.

    So wie die keltischen Völker entwickelten auch die Stämme der Germanen ein tiefes Verständnis der kosmischen und jahreszeitlichen Zusammenhänge.

    Wenn die Nebelschleier über die Felder huschen, wenn es stürmt und regnet, dann ist November. Damit verbunden, endet auch die Arbeit in der äußeren Welt. Die mit der Sonne verbundene Lebenskraft zieht sich zurück. Wir sitzen jetzt nicht mehr draußen, sondern kuscheln uns in unseren Wohnzimmern unter die Decke, machen ein Feuerchen im Kamin und zünden Kerzen an. Ähnlich dem Bären, der sich in seine Höhle sehnt, sehnen auch wir uns nach der stillen Jahreszeit, die während der Winterweihenächte so nahekommen.

    Anders als bei den Kelten, beginnt für die Stämme der Germanen an Samhain kein neues Jahr. Im germanischen Norden Europas, wo es zur Sonnenwende wirklich düster und kalt ist, feierten die Menschen die Wintersonnenwende, die sie „Jul“ nannten. Es ist das Winterfest, eine Zeit, in der das Jul-Rad still steht, in der der Schleier zur Anderswelt sehr dünn wurde und die Götter und die Ahnen den Menschen sehr nahekamen. Dann fegt Odin in den Winterstürmen mit einer Schar Totengeister durch die Luft. Doch dazu an anderer Stelle mehr. Alles zu seiner Zeit!

    ————————

    Zurück zu „Halloween“. Der Begriff wurde erst im 16. Jahrhundert eingeführt. Die Bezeichnung erklärt sich aus den englischen Wörtern „hallow“ (altengl. „heilig“) und „eve“ (engl. „der Vorabend“), also: der Abend vor „Allerheiligen“.

    Abschließend darf man festhalten: Das ursprüngliche Samhain ist kein Fest des Grauens – das veramerikanisierte „Halloween“ schon.

    » Was die Kinder wissen und mit dem Tag verbinden: Verkleiden, kaufen, feiern, andere erschrecken, gruselig sein.

     Was sie nicht wissen: Samhain ist eines der wichtigsten Feste der Kelten gewesen. Diese feierten damit ihre Ernte, den Beginn der kalten Jahreszeit und den Start in ein neues Kalenderjahr. Die Stämme der Germanen knüpften an manche der damit verbundenen Bräuche an.

    Zu meinen Samhain-Beiträgen:

    Dort findet ihr auch eine Idee. Denn wenn bei uns die Kinder an der Tür schellen und Süßes oder Saures fordern, dann bekommen sie von uns ein Samhain-Säckchen, dass eine Botschaft bewahrt.

    Ausführlich in den Beiträgen im Kommentar.

    ——————————————————–

    Noch ein bisschen was über die Kelten.

    Das ist aus alten Büchern bekannt und obliegt Überlieferungen:

    Die Kelten (aus der Hallstattkultur) wohnten in ältester Zeit in viele Stämme zerspalten, im Westen Europas, in Gallien (Frankreich) und Britannien. Ohne Anhänglichkeit an die eigene Scholle liebten sie das Wanderleben und verbreiteten sich auch über andere Länder. Die ältesten Auswanderungen gingen nach Spanien, wo sich die Eindringlinge nach heißen Kämpfen mit den schon vorhandenen Iberern zu einem Volke, den Keltiberern verbanden, Aber auch unvermischt wohnten in diesem Lande keltische Stämme. Unter anderem in Böhmen, Krain, Salzburg Kärnten, Steiermark, im westlichen Ungarn, Slawonien, Kroatien, Serbien und Bosnien.

    Die Kelten waren groß und stark gebaut, hatten eine weiße Haut, blondes oder rötliches, langes von Stirn und Scheitel über den Nacken gezogenes Haar, blaue Augen, lebhafte und trotzige Blicke und Gesichtszüge, waren zanksüchtig, eitel, leichtgläubig, übermütig, prahlerisch und kriegslustig. Sie besaßen große geistige Bildsamkeit, natürlichen Verstand und eine besondere Begabung für Rede und Dichtung. Ihre Sprache klang den Römern und Griechen rauh und unfreundlich. Den Kelten fehlte vor allem die Fähigkeit unter Gesetzen zu leben, den Einzelwillen der Gesamtheit unterzuordnen und mit beharrlichem Sinn einem höheren Ziel zuzustreben. Darüber schwand der freie Bauernstand, es gab eine Priesterschaft, die Druiden, einen übermütigen Adel, der auch die Königsherrschaft nicht mehr duldete. So erklärt es sich, dass die Kelten alle Staaten erschüttert, aber keinen gegründet haben, dass weder ein dauerndes Reich, noch eine feste Kultur von ihnen geschaffen wurde. Was aber nicht bedeutet, dass sie uns kein Wissen, insbesondere zur „Heilkunde“ hinterlassen haben. Das Druidentum wurde zwar zerstört, aber das einfache Volk hielt am altüberlieferten Wissen fest und gab es mündlich und praktisch weiter in Form von Bauernregeln, Märchen, Sagen, Jahreszeitenritualen und vor allem Kräuterwissen und Volksheilkunde.

    Über die römische Herrschaft sind große Teil der keltischen Kultur verschwunden. Nicht zuletzt kamen die Christen und vereinnahmten deren Kultur und Götter. Schlussendlich haben sich die keltischen Völker an das Christentum angepasst, aber sie kamen nicht zurecht mit einem monolithischen Gott.

    Fast tausend Jahre lang waren die Kelten die führende Kultur in weiten Teilen Europas. Man darf sie durchaus als die Ahnen der Europäer bezeichnen. Auch wenn vor ihnen bereits andere Kulturen herrschten. Die Kelten waren eine Mischung aus Steppenvölkern und indigenen Waldvölkern.

    Und wer hat`s gewusst? Sogar unsere Zwerge mit ihren spitzen Hüten, oder auch die Heinzelmännchen, haben keltische Wurzeln.

    (In Teilen übernommen aus Meyers Konversationslexikon Band 10 aus dem Jahr 1896

    und aus „eine Reise in die keltische Welt von Wolf Dieter Storl)

    Eine Nachricht aus dem Samhain-Säckchen:
    Vom Zobten, dem Götterberg der Germanen und anderen Völkern

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  • Vom Zobten, dem Götterberg der Germanen und anderen Völkern

    Oktober 27th, 2025

    Gestern kam mir noch ein schöner Beitrag in den Sinn, den ich vor einiger Zeit im Zusammenhang des Wahrzeichens Schlesiens als „Dreiteiler“ auf den Weg gebracht habe.

    Durch die immer wiederkehrenden Unsicherheiten zu den Sitten und Bräuchen der alten Völker, veranschaulicht dieser Beitrag eine ebenso uralte Geschichte, die eng mit uns verbandelt ist.

    Über Jahrhunderte hinweg (bis heute) waren und sind sich Historiker uneinig über die Rolle welche die vielen heidnischen Stämme der indigenen Völker vor der Zwangschristianisierung einnahmen, welche Sitten und Bräuche sie pflegten, und worin sie sich unterschieden.

    Es gab einen regen Austausch, wobei sowohl keltische Artefakte im germanischen Norden gefunden wurden als auch germanische Stämme keltische Einflüsse zeigten. Innerhalb der indogermanischen Sprachfamilie nahmen die Kelten zwischen Italikern und Germanen eine Art Mittelstellung ein. (siehe auch Keltische Sprachen).

    Wovon wir sicher ausgehen können: All diese Völker mit ihren Stämmen gehörten zur größeren indogermanischen Völkerfamilie, was ihre kulturelle Verwandtschaft unterstreicht.

    Wer waren die Ilyrier. Druiden, Kelten und Germanen? Was verbindet sie? Nun, auch ich werde diese Fragen nicht sicher beantworten können. Aber vom Zobten, dem geheimnisvollen Berg des Zobtengebirges, wussten mir schon meine Großeltern zu berichten, und die Mutti hat es dann niedergeschrieben.

    Die allgemeine Ansicht , viele der rohen Steinbauten rührten von keltischen Völkern her, lässt sich längst zu Grabe getragen — sie sind viel alter und haben vorkeltische Bewohner unseres Erdteils zu Erbauern. Denken wir an den berühmten Kreis zu Stonehenge in Wiltshire und den zwischen Kirkwall und Stromness auf den Orkneys. Es sind die bekanntesten und oft beschrieben . Aber auch auf dem schottischen Hochlande und den Hebriden finden wir diese vorhistorischen Denkmaler verbreitet.

    Vieles liegt noch im Verborgenen, was unsere Wurzeln betrifft. Da ein großer Teil des alten Wissens in den Archiven und hinter dicken Klostermauern ruht, müssen wir uns selbst auf die Suche machen,

    Doch jetzt zu den Beiträgen. Hier nur ein Auszug, im Kommentar findet ihr sie vollständig.

    „Dort wo der Zobten gipfelt: ein Berg der Götter, der Illyrier, Druiden und Kelten, und das Wahrzeichen Schlesiens „

    Ab 300 – 100 v. u. Z. kamen die Germanen zum (heute) sagenumwobenen Vater Zobten. Es waren die Silinger, ein Stamm der Vandalen. Sie gehörten zum Gesamtverband der Ostgoten. Aus dem Namen dieses Stammes – Silinger – entstand viel später der Name Schlesien.

    Bereits 1000 v. u. Z. wurde der Zobten ein Götterberg, sein Gipfel eine Kultstätte. Zuerst für die Illyrer, sie kamen aus der Gegend der westlichen Balkanhalbinsel, die damals den Namen Illyrien trug. Die Illyrer waren mit den Dorern um 1200 v. u. Z. in das Gebiet um das heutige Athen eingewandert und mit ihrer Einnahme des Landes begann das griechisch-römische Altertum die Antike. 200 Jahren lebten die Illyrer mit ihren Göttern am und um den Zobten, dann zogen sie weiter.

    Ihnen folgten die Kelten, die Griechen nannten sie Galater, die Römer Gallier. Auch sie verehrten ihre Götter auf dem Zobtengipfel und sie hatten eine Priesterschaft, die Druiden.

    Die Kelten feierten hier (vor mehr als 500 Jahren) das Fest Samhain, sie warteten auf die Rückkehr der Toten und vertrieben die bösen Geister.

    Die Silinger machten den Zobten mit ihren Göttern zum Germanenberg, und den Berggipfel zu Asgard, dem Wohnsitz der Götter in der germanischen Mythologie.

    Rundum finden sich noch heute heidnische Steinskulpturen: Jungfrau mit dem Fisch, Bär und Eber, die als charakteristisches Symbol des Sonnenkultes die Swastika tragen.

    Dort wo der Zobten gipfelt: ein Berg der Götter, der Illyrier, Druiden und Kelten, und das Wahrzeichen Schlesiens (Teil I)

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  • Hört, Hört! Von Beinwell, Kobolden und anderen märchenhaften Begebenheiten

    Oktober 24th, 2025

    Nun haben wir schon wieder Ende Oktober: Kräuter und Tinkturen haben ihren festen Platz eingenommen. Nur wenige warten noch auf die „Zubereitung“. Löwenzahn, Brennnessel, Gundelrebe, Wegerich, Fingerkraut, Salbei, Ringelblume, Schafgarbe, Kamille, – tata, alle Kräuter sind schon da!

    Gestern habe ich dann noch die Wurzel von unserem Beinwell ausgebuddelt. Ganz schön tief lag seine Wurzel und sooo dick war sie. Ich nehme ja immer nur einen Teil der Wurzel, den anderen setzte ich wieder zurück, damit sich die Pflanze weiter verwurzeln kann. Im nächsten Jahr erfreut er uns und all die umher schwirrenden und summenden Tierchen mit einer üppigen Blüte.

    Uns Frauen wurde schon immer ein besonderer Zugang zur Welt des Übernatürlichen und der Geister zugesprochen, weil Intuition, Instinkt, Naturverbundenheit und Weissagungen aller Zeit Frauendomänen waren.

    Mit Blick auf die kommenden Tage:

    Samhain, unser Ahnenfest, feiern wir bereits in wenigen Tagen. Immer näher rückt die Zeit zur Wintersonnenwende, der dunkelste Tag des Jahres. Ich mag diese Geschichten, die damit einhergehen:

    Nach unserem heidnischen Glauben sollen auch Kobolde ihren Sitz in den Türzwischenräumen haben. Deshalb hängte man kleine Amulette aus bestimmten Wurzeln und anderen Kräutern (wie Wacholder oder Beifuss bspw.) an die Türrahmen. Aber auch nach einer Hausreinigung zu den Schwellentagen, wie den Sonnenwenden und besonders der Winterwende und vor den Rauhnächten, kann man einen Schwellenzauber zum Schutz vornehmen. Schutzkränze aus Zweigen zum Beispiel.

    In den langen Winternächten beim Nähen, Spinnen und Kochen wurden wichtige Frauengeheimnisse weitergegeben. Vor allem den Großmüttern wurde besondere Verehrung entgegengebracht. Sie waren die Hüterinnen des alten Wissens, sie kannten alle Geheimnisse und konnten mit den Hausgeistern und Ahnen kommunizieren.

    Sie saßen oft lange in der Hecke oder unter dem Holunder, deswegen wurden sie von den Dorfbewohnern als „Heckensitzerin“ bezeichnet. Hagadise, Hagezusse, „das Weib (Zussa) oder der Geist (Dise) im Hag“, so und ähnlich wurden sie von den verschiedenen germanischen Völkern genannt.

    Auf diese Art wurden all die Weisheiten und das alte Wissen weitergegeben, von Generation zu Generation. Uns sind sie als Märchen bekannt. Sie sind die Nahrung der Seele.

    Wusstet ihr das? „Wenn die Märchen verstummen, verdunkelt sich unser Lebensweg“. So formulierte es einst der Psychologe Wolfdietrich Siegmund.

    (hier übernommen von Wolf Dieter Storl):

    „Wir sind Lichtwesen, Seelen, auf einer Reise durch diese irdische Dimension. Die Märchen erinnern uns an unser wahres Wesen.

    Sie sind eine Landkarte, ein Kompass für die Seele. Sie bringen auf bunte, bildhafte Weise in Erinnerung, was wir in unserem Alltag so leicht vergessen. Kinderseelen, den Nachklang himmlischer Welten noch in sich tragend, verstehen die Märchen – insofern diese echt sind und nicht nur erdachte Fantasiegebilde.

    Der verwunschene Königssohn und die von einer bösen Stiefmutter geschundene Königstochter stellen niemand anders dar als unsere eigene göttliche Seele, die sich in einer verzauberten, stiefmütterlichen Welt zurechtfinden muss.

    Deswegen sind auch für Erwachsene Märchen heilsam. In früheren Zeiten erzählte man solche Geschichten am Abend am warmen Herd im Kreis der Familie. Der Feierabend war die segensvolle Zeit, wenn das Tagwerk ruhte und man sich dem Geistigen zuwendete. Jung und Alt, Kinder und Erwachsene lauschten dann gebannt, was die Alten, die Großmütter und Großväter, denen das Leben Weisheit geschenkt hatte, vortrugen.

    Märchen sind, wie es das mittelhochdeutsche Wort maere ursprünglich bedeutete, »Kunde, Bericht«. Es handelt sich um eine wahre Kunde.“

    ———————————————————————-

    Und was passiert jetzt mit der Beinwellwurzel? Nun, geschnitten habe ich sie ja schon. Jetzt muss sie noch ein wenig trocknen, damit sie nicht Schimmel ansetzt, wenn ich sie in das Öl einlege. Dort ruht sie dann vier bis sechs Wochen. Anschließend stelle ich aus diesem Öl eine Salbe her. Wie das geht, verrate ich euch, wenn es so weit ist.

    ———————————–

    Quelle zur Märchenkunde

    Auszug aus Wolf Dieter Storl „Einsichten und Weitblicke“ (Kunterbuntes / S.248)

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  • „Lieber mit der Wahrheit fallen, als mit der Lüge siegen“.

    Oktober 23rd, 2025

    Dieser Satz stammt aus der Feder des Augustinus, der in „verrückten“ Zeiten aufwuchs.

    Er war der Sohn des Heiden Patricius und der Christin Monika, wurde in Tagaste geboren, studierte in Madaura und Karthago und wurde Lehrer der Rhetorik in Tagaste und Karthago. 383 siedelte er nach Rom über, 384 begann er seine Lehrtätigkeit in Mailand. Das 4. Jahrhundert, in dem Augustinus geboren wurde, war für das Römische Reich eine unruhige Zeit. Kaiser Konstantin der Große hatte das Christentum privilegiert und den Einfluss der traditionellen Götterkulte zurückgedrängt. („Konstantinische Wende“ )

    In Augustinus’ Jugendzeit fiel die kurze, aber bemerkenswerte Regierungszeit Julians (361 bis 363), der als letzter Kaiser Anhänger des traditionellen Götterglaubens war und vergeblich um dessen Erneuerung bemüht war. Die nachfolgenden Kaiser waren dann alle Christen.
    Augustinus von Hippo starb am 28. August 430 während der Belagerung von Hippo durch die Vandalen. Er starb in Hippo Regius (heutige Algerien) im Alter von 75 Jahren.

    Die Praktizierung der römischen Religion als verbindlichem Staatskult des Römischen Reiches endete im 4. Jahrhundert mit den kaiserlichen Toleranzedikten zugunsten des Christentums und dem späteren Verbot aller nichtchristlichen Religionen (außer dem Judentum ) im Jahr 380 bzw. 393 (siehe Christianisierung des Römischen Reiches)

    Die Christianisierung des Römischen Reiches war ein mehrere Jahrhunderte dauernder Prozess, in dem das Christentum von einer Gruppierung innerhalb des Judentums mit Schwerpunkt im östlichen Mittelmeerraum zur dominanten Religion desImperium Romanum heranwuchs.

    Hierauf wuchs schließlich die Akzeptanz staatlicher Institutionen
    Im Brief an die Römer argumentierte Paulus, Christen seien verpflichtet, Steuern zu zahlen, da Steuereinnehmer und staatliche Behörden generell von Gott eingesetzt seien. Eine solche religiöse Überhöhung der politischen Ordnung war in der Antike ein vertrautes Konzept.

    Und die Moral von der Geschicht, wenn du nicht hinter den Zeilen liest, dann verstehst du sie nicht…!
    ———————————-
    Daher möchte ich noch ein paar Gedanken dazu aufgreifen… Ägypten, ein Ort für die Toten, Griechenland und das Römische Reich und viele andere in der Geschichtschronologie angeblich über die Jahrtausende verstreuten Zivilisationen existierten wahrscheinlich alle zur selben Zeit und die Geschichten dazu wurden nachträglich aufgeschrieben. Man kann davon ausgehen, dass die ganze antike Chronologie bis ins 18. Jahrhundert ein Fantasiegebilde der Jesuiten ist. Die Chronologie unserer Geschichte ist erfunden, Dokumente wurden massenhaft gefälscht. Ereignisse wurden verändert und neu erdacht, kopiert und in der Zeit versetzt.
    Es sind nur Gedankengänge, nichts davon ist in Stein gemeißelt.
    —————————————————————————
    Um die hier im Text erwähnte Belagerung der Vandalen in ein rechtes Licht zu rücken, lasse ich diesen Beitrag (im Kommentar) noch da.

    Das Wandalenreich (Geiserich)

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