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  • „Bin ich noch in meinem Haus?“

    Juli 11th, 2025

    Im November 1903 stand Chief Joseph der Nez Perce vor einem vollgepackten Publikum an der University of Washington, gekleidet in voller Regalien, mit der Wahrheit schwer. Er sprach nicht nur von Geschichte, sondern von Herzschmerz. Von einem Zuhause, in das er nie zurückkehren könnte. Von Versprechen, die gemacht und gebrochen wurden. „Ich darf nicht in mein altes Zuhause zurück“, sagte er. „Ich bitte nur darum, dort begraben zu werden, damit ich unter meinen Freunden sterben kann. ”

    Selbst im Exil trugen seine Worte die Stärke der Generationen.

    An dieser Stelle setze ich einen Beitrag zum Schicksal unseres deutschen Dichters Gerhart Hauptmann in den Kommentar, der da kurz vor der durch die russische Militärverwaltung angeordnete Aussiedlung fragte: „Bin ich noch in meinem Haus?“

    Die bange Frage lässt ermessen, wie sehr ihn das Verlassen der „mythischen Schutzhülle seiner Seele“, wie er sein Heim einmal nannte, belastet hatte.

    Unsere Geschichte ist gefälscht, und das schon weit vor dieser Zeit. Heute sind noch wenige von uns im Besitz von Erlebnisberichten. Doch ob wir jemals wissen werden, was in Tausend und Hundert Jahren zuvor wirklich geschah, das steht in den Sternen. Und diese Unsicherheit wird heute oftmals für eigene Ziele ausgenutzt.

    Fest steht: Nichts von dem, was wir meinen wissen zu können, ist in Stein gemeißelt. Ja, die Schriften sind gefälscht. Die Karten sind gefälscht. Aber zumeist eben die, die bis heute unverhohlen publiziert werden dürfen. Man denke nur an die 86 Regalkilometer lange Bibliothek des Vatikans, die längst nicht für jedermann zugänglich ist.

    Die Wahrheit ruht indes immer am Abgrund, so wie es einst schon Schiller feststellte. Doch wenn sie dort nur ruht, dann können wir sie auch greifen. Dazu sollten wir uns, wenn möglich, auf die Urväter der Chronologie- und Geschichtskritik zu stützen.

    Dazu fällt mir noch eine Anekdote ein. Die liegt noch gar nicht so lang zurück: Wolf Dieter Storl wurde auf einer seiner Reisen durch die mongolische Grassteppe und die Sibirische Taiga einmal gefragt: „Wie können die zerstörerischen Kräfte so viel Macht haben, wenn doch die Schamanen Zugang zu den Geistern und Göttern, zu Himmel und Erde haben?“

    Wolf Dieter Storl wusste keine Antwort. Denn auch er hat sich diese Frage öfter gestellt. Ihm fielen lediglich die Worte der Satapatha-Brahmana ein:

    „Die Himmlischen sprachen die ganze Wahrheit, die Dämonen die ganze Unwahrheit.

    Die Himmlischen, die beständig nur die ganze Wahrheit sprachen, wurden scheinbar geringer und ärmer. Darum wird einer, der ständig die Wahrheit spricht, auch heutzutage scheinbar geringer und ärmer. Aber schließlich kommt er zum Gedeihen.

    Die Dämonen dagegen, die beständige die Unwahrheit sprachen, glänzten wie Salzböden äußerlich, scheinbar wurden sie reich. Darum glänzt auch heutzutage einer, der ständig die Unwahrheit spricht, wie Salzboden äußerlich, scheinbar wird er reich. Aber schließlich gerät er ins Unglück.“

    Nun wird sich der eine oder andere womöglich fragen, warum ich solche Sprünge mache, innerhalb von Regionen, die Tausende Kilometer voneinander entfernt liegen. Das ist ganz einfach zu beantworten: Weil alles mit allem zusammenhängt, so auch die Völkerschaften. Salopp gesagt, müssen wir begreifen lernen, dass wir gleichermaßen besch. issen worden sind..,, und immer noch werden. Denn dieser Betrug führt bis in die Gegenwart und hält bis heute an.

    Darum wählte ich zu diesem Beitrag die einleitenden Worte eines Indianers, dessen Stämme ähnliche Schicksale erlitten haben, wie andere Stämme auf anderen Landesteilen > siehe Vertreibung.

    Auseinandersetzungen gab es immer schon, und gewiss war nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen. Aber dieser Kampf damals, bevor die „Mächtigen“ ganze Völker in die Sklaverei trieben, war ein anderer, als wir ihn heute erleben müssen. Und auch das hat seinen Ursprung.

    Mit Beginn des 15. Jahrhunderts wurden zahlreiche alte Schrifte und damit das Wissen aus der alten Welt verbannt, zerstört, verschüttet…. Das lässt sich nachlesen. Auch zahlreiche Funde aus dieser Zeit geben Aufschluss darüber.

    Wir müssen unsere Ur-Geschichte im Ganzen begreifen lernen, so wie wir es auch mit unserem Körper tun. Ganzheitlich betrachten.

    Und was wollen diese „Mächtigen“ ? Das lässt sich leicht zusammenfassen, heute, an einem Tag im Juli 2025:

    Sie wollen die Menschen, die nicht national, kulturell und politisch denken, sondern einem hoch technologisierten Eine-Welt-Staat den Vorzug geben.

    „Bin ich noch in meinem Haus?“ – ein Dichter und seine bange Frage
    Ein Volksstamm, der eine Wüste zum Blühen brachte – seine Denker und Dichter

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  • Zum 301. Geburtstag von Friedrich Gottlieb Klopstock

    Juli 3rd, 2025

    Unser großer deutscher Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock hatte gestern Geburtstag. Geboren wurde er vor 301 Jahren in Quedlinburg und sollte sich schon sehr bald einen Namen als großer Dichter und Denker in deutschen Landen machen.

    Friedrich Gottlieb, bahnbrechender deutscher Dichter, geboren am 2. Juli 1724 war das älteste Kind unter 17 Kindern des Advokaten Klopstock.

    Neben zahlreichen Gedichten und Bühnenwerken hat er so manche kluge Schrift herausgebracht.

    Stiebitzen wir also, anlässlich dieses Ehrentages ein Ständchen aus seiner Sammlung:

    „Daß keine, welche lebt, mit Deutschlands Sprache

    sich in den zu kühnen Wettstreit wage!

    Sie ist, damit ich’s kurz, mit ihrer Kraft es sage, an mannigfalt’ger Uranlage

    zu immer neuer und doch deutscher Wendung reich;

    ist, was wir selbst, in jenen grauen Jahren, da Tacitus uns forschte, waren,

    gesondert, ungemischt und nur sich selber gleich.“

    Mit diesem Satz stellt Klopstock die deutsche Sprache in den Mittelpunkt und betont ihre Stärke und Schönheit. Er fordert dazu auf, sie mit Respekt und Ehrfurcht zu behandeln. Es ist eine Huldigung an seine Muttersprache und Bekundung für seine dichterische Freiheit.

    Seine Niederschriften und Gedichten gehen stets mit der Liebe und Würdigung des eigenen Landes einher, mit Stolz auf seine Geschichte und Kultur. Das Gedicht „Mein Vaterland“ wurde von Friedrich Gottlieb Klopstock (1724 – 1803) verfasst.

    Er war ein Dichter der Empfindsamkeit und Aufklärung und seine Werke waren stark von einer patriotischen Sichtweise geprägt.

    Die Schule besuchte er ab 1739 in Pforta, wo auch auch Nietzsche und Fichte unterrichtet worden sind. In Jena studierte er ab 1745 die Theologie und man merkt dies auch seinen Werken an, die eine starke geistliche Schieflage haben. Jedoch finden sich viele vaterländische Sachen darunter, namentlich seine drei Trauerspiele über Hermann den Cherusker, unseren deutschen Freiheitshelden. Neben dichterischen Werken hat Klopstock auch einige denkerische Schriften verfasst und sich dabei der Bescheidenheit, der Freundschaft, der Sprache und der Kunst gewidmet.

    Sein Glück schien er 1751 gefunden zu haben, als er Margareta Moller heiratete, aber diese verstarb bereits 1754 und lange Jahre trauerte unser Dichter, bis er erneut heiratete.

    Als er 1774 der Einladung, die Markgraf Karl Friedrich von Baden an den „Dichter der Religion und des Vaterlandes“ zum dauernden Besuch an seinem Hof hatte ergehen lassen, folgte, verweilte er in Göttingen im Kreis der begeisterten Verehrer. Von des Dichters damaliger Einkehr in Goethes Wohnhaus berichtet „Wahrheit und Dichtung“. Schon im Frühjahr 1775 verließ er, des Hoflebens müde, Karlsruhe und traf nach einer Reise in die Schweiz, die ihn mit Goethe und den Stolbergs zusammenführte, im Juni wieder in Hamburg ein.

    So um 1779/ 1780, ebenso verdrossen durch die kühle Aufnahme der sogenannten „Gelehrtenrepublik“, spann der Dichter sich immer mehr in seiner Sonderstellung ein. Die letzten 28 Jahre seines Lebens verbrachte er in zunehmender Stille und Zurückgezogenheit.

    Die an äußern Ehren reichen letzten Lebensjahre des Dichters verflossen unter eifriger Beschäftigung mit Ausfeilung seiner Schriften. Im Winter 1801 begann er zu kränkeln, seit Februar 1803 verließ er sein Lager nicht mehr. Er starb, im Geist mit seinem großen Epos beschäftigt, 14. März 1803. Das Leichenbegängnis (22. März) war fürstlich großartig. Zur Ruhestätte hatte sich Klopstock den Friedhof des Dorfs Ottensen bei Altona gewählt, wo seine erste Gattin begraben war.

    ———————–

    Unter all seinen eifrigen Bemühungen zum Erhalt der deutschen Rechtschreibung trat ein gewisser despotischer Zug des Dichters hervor. Dieser Zug neben viel kleinlicher Eitelkeit, wovon nicht seltene Symptome im Leben Klopstocks anzutreffen sind, macht den wesentlichsten Teil der menschlich-dürftigen Elemente in des Dichters Persönlichkeit aus. Weit überwogen wurden diese aber durch die Reinheit seines Charakters, durch die Festigkeit und mannhaft-mutige Artung seiner Seele, durch die tiefe, wenn auch ebenfalls in subjektivistischer Form erscheinende Frömmigkeit seines Herzens, welche Eigenschaften dem Ruhm des Dichters auch den eines echt deutschen Mannes, eines edlen Menschen für alle Zeit hinzugefügt haben.

    Klopstock gibt seiner Hoffnung Ausdruck, dass die deutsche Literatur eine große Zukunft haben wird, wenn sie sich auf ihre eigenen Wurzeln besinnt und eine eigenständige epische Tradition entwickelt.

    ————————————————————————————————-

    Zum Abschluss noch ein Lied, aus der Feder Klopstocks zum Singen für Johanna Elisabeth von Winthem, seiner Großnichte, die damals noch ein Kind war.

    Vaterlandslied (1770)

    Ich bin ein deutsches Mädchen!

    Meine Augen sind blau und mein Blick sanft,

    ich habe ein Herz

    , das edel und stolz und gut ist.

    Ich bin ein deutsches Mädchen!

    Meine blauen Augen blicken wütend auf den,

    und mein Herz hasst den,

    der sein Vaterland verkennt.

    Ich bin ein deutsches Mädchen!

    Ich würde kein anderes Land

    zum Vaterland wählen,

    selbst wenn ich frei wäre, diese große Wahl zu treffen.

    Ich bin ein deutsches Mädchen!

    Meine hochmütigen Augen blicken höhnisch

    auf den

    , der vor dieser Wahl zögert.

    Du bist kein deutscher Jüngling!

    Du bist des lauen Zögerns wert,

    des Vaterlandes nicht würdig,

    wenn du es nicht liebst wie ich!

    Du bist kein deutscher Jüngling!

    Mein ganzes Herz verachtet dich,

    der du dein Vaterland verleugnest,

    du Ausländer! und du Narr!

    Ich bin ein deutsches Mädchen!

    Mein gutes, edles, stolzes Herz

    schlägt empor

    beim süßen Namen: Vaterland.

    So wird es einst nur schlagen beim Namen

    eines Jünglings, der stolz ist wie ich

    auf das Vaterland,

    der gut ist, edel, ein Deutscher.

    ——————

    Da das Gedicht sehr populär wurde, vertonten mehrere Komponisten seinen Text. Unter ihnen sind:

    Johann Friedrich Reichardt , 1773

    Carl Philipp Emanuel Bach , 1774

    Christian Gottlob Neefe , 1776 und 1785

    Christoph Willibald Gluck , 1786

    Franz Schubert , 1815,

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  • Es war einmal … die Verbreitung der Sprachstämme

    Juli 2nd, 2025

    Nicht grundlos wurden die Sprachen der Völker verändert, verkauderwelscht, ausgemerzt, oder wie in der Gegenwart „vergendert“. Und wenn man meint, es geht nicht übler, wird man eines Besseren belehrt und die sogenannte „einfache Sprache“ hält Einzug . Für all die Menschen, denen das altdeutsche Sprachgefühl noch vertraut ist, erscheint diese Entwicklung wie ein Graus. Indes wird unsere jüngste /jüngere Generation, die in diesen Irrsinn hineinwächst, die Verunglimpfung unserer Sprache als gegeben ansehen.

    Es ist daher wichtig, über die Ursprünge unserer Sprache zu berichten. Ein Funken des Geschriebenen /Gesagten bleibt immer hängen und kann an die nächste Generation weitergegeben werden. Auch wir haben heute noch Zugang zu den alten Schriften, wenn auch nur in geringen und zumeist geänderten Auflagen.

    In uns allen ruht das Ursprüngliche, wir müssen nur wieder lernen, dem auf die Sprünge zu helfen, um uns erinnern zu können. Und dazu ist jeder Impuls willkommen.

    „Die Sprache eines Volkes ist der hellste Spiegel seines Gemütes und seines geistigen Lebens; wer sich der Sprache seines Volkes entfremdet, entfremdet sich seinem Volke selbst“, um es mit den Worten von Ernst Moritz Arndt zu sagen

    (Im Kommentar findet ihr wie gewohnt, die dazu bereits verfassten Beiträge).

    ————————————————————–

    Wenn eine Gruppe von Menschen auszieht, um andere Menschen zu entwurzeln /entvölkern, dann verfolgen sie ganz bestimmte Absichten. Daher verweise ich immer wieder darauf, dass sich das, was wir heute erleben, nur mit den Vorgängen aus der Vergangenheit entschlüsseln lässt.

    Mit der Einführung des Mönchslateins, dieser unbelebten, starren Sprache der Kirche, die angeblich den Gelehrten, Reichen und Vornehmen vorbehalten war, legte man einen entscheidenden Grundstein und entfernte die Menschen immer weiter von ihren Sprachstämmen. Ab dato wurde eifrig gefälscht, geändert, gelöscht, verdrängt, versteckt.

    Fest steht, und das lässt sich anhand der uns noch verbliebenen Überlieferungen aus dem Bereich der Linguistik nachweisen:

    Der Indogermanische Sprachstamm ist, wie der wichtigste und verbreitetste, so der vollkommenste aller Sprachtypen. Wie die übrigen grammatisch entwickelten Sprachstämme, bildet er die Wörter aus Wurzeln und Affixen, welch letztere in der Regel der Wurzel nachfolgen. Die große Anzahl der Affixe, welche überdies in beliebiger Menge aufeinander gehäuft werden können, ihre innige Vereinigung mit der Wurzel zu einem vollkommen selbständigen, neuen Wort ermöglichen den charakteristischen Wort- und Bedeutungsreichtum der indogermanischen Sprachen. Auch die feine und mannigfaltige Gliederung der Sätze ist ihnen eigentümlich.

    Indogermanisch ist eine große Sprachfamilie, die mehrere Sprachen umfasst, die von einer gemeinsamen Ursprache abstammen.

    Auf den Beitragsfotos findet ihr eine Übersicht der Sprachstämme

    1. Einsilbige Sprachen in Südostasien (indochinesischer Sprachstamm)

    2. Malaio-polynesischer Sprachstamm

    3. Drawidasprachen in Südindien

    4.Uralaltaischer Sprachstamm

    5. Bantu-Sprachstamm

    6.Hamito-semitsischer Sprachstamm

    7. Der Indogermanische Sprachstamm

    8. Der amerikanische Sprachstamm

    9. Der australische Sprachstamm

    10. Die Mon – Anamsprachen

    Auch interessant – siehe Abbildung Verbreitung bestimmter Pflanzen und Tiere als Hinweis zur indogermanischen (indoeuropäischen) „Urheimat“.

    (Nach L. Kilian, Zum Ursprung der Indogermanen, Bonn 1988.)

    Aus dem Vorkommen von Worten für Planzen und Tiere, deren Verbreitung geographisch gebunden ist, können ehemalige Wohnsitze von Völkern als den Trägern von Sprachen ermittelt werden und aus der Sprachgeschichte die dafür in Frage kommenden Zeiten. So folgt aus den Worten für Laubbäume einschließlich der Buche in allen indogermanischen Sprachen, daß ihre Heimat nach Westen über die Ostgrenze der Buche Königsberg-Odessa hinausgereicht haben muß.

    Aus dem Vorkommen und Fehlen bestimmter Wörter läßt sich ein Gebiet für die Urheimat der Indogermanen vor den Sprachteilungen und Abwanderungen beschreiben, das im gemäßigten Klima mit Winterschnee liegt, mit Wäldern und offenen waldfreien, steppenartigen Gebieten, das von der Nord- und Ostsee, dem Rhein, der Donau bis etwa zum Ural reichte.

    Da in den slawischen Sprachen das Wort für Buche ein germanisches Lehnwort sein soll, kann das dafür vorhanden gewesene Wort bei der langdauernden Wanderung durch Gebiete ohne Buchen verlorengegangen sein. Das kann für Ostvandalen zutreffen.

    Aus der Linguistik folgt die Entwicklung des Urindogermanischen ab etwa 10000 v.u.Z. des Altindogermanischen ab etwa 5000- 4000 v.u.Z. Nach den Abwanderungen zerfiel das Altindogermanische in die Sprachen der getrennten Völker. In ihren alten Kulturen entstanden um die Mitte des 2. Jahrtausends v.u.Z. Sprachdenkmale für das Indische, Hethitische sowie das Griechische (L. Kilian 1988).

    Die Trennung der Satem- von den Centumsprachlichen hat vor Beginn der Broncezeit stattgefunden, da ein gemeinsames indogermanisches Wort für Bronce fehlt.

    Auf Grund der grundsprachlich vorhandenen Worte lässt sich ein Kulturzustand vor der Entstehung des ortsbeständigen Ackerbauerntums erschließen, der schon behütetes Vieh und Hunde, Rinder, Schweine als Haus- und Zuchttiere kannte. Auch der Wagen war bereits entwickelt und das Rad war längst erfunden, wie auch Worte für Einzelteile wie Rad, Nabe, Achse und das Joch für Zugtiere zeigen. Worte für Siedlung und Haus sprechen gegen Nomadentum der Urindogermanen.

    ——————————————————————————————

    Noch eine schöne Erzählung zum indogermanischen Wort für Salz:

    Litauen rühmt sich vor der Welt:

    Unsere Wälder sind so alt,

    Wie sich die lebendigen Stränge fortsetzen

    Von der Vorzeit bis zu mir!

    Die Vögel kommen direkt aus dem Sanskrit

    An den Ufern des Nemunas angeflogen,

    Zwitschern, trällern schon von Morgen an

    Auf den archaischen Zweigen.

    (Algimantas Baltakis)

    Die Suche nach der indogermanischen Urheimat in Europa begann, doch Europa ist groß – auch hier ist es nicht so einfach, die alte Wiege unserer Vorväter zu finden. Die vorsichtigeren Forscher suchten diese Wiege von Anfang an nicht weit von Asien entfernt, irgendwo im salzigen Mündungsbecken der Wolga.

    Der griechische Gelehrte Klaudios Ptolemaios (ca. 90–168) nannte diesen russischen Fluss Ra. Dieser Name entspricht vermutlich den Flüssen, die in den heiligen indischen und iranischen Büchern erwähnt werden – Sanskrit Rasa, avestisch Ranha. Den indischen und iranischen Mythen zufolge umfließen diese Flüsse die Welt und befinden sich irgendwo im Norden, in den kälteren Ländern. Das könnten womöglich Erinnerungen an die alte Heimat der Inder und Iraner sein. Salz spielt hier ebenfalls eine sehr wichtige Rolle, denn viele indogermanische Sprachen haben ein gemeinsames Wort für Salz,

    vgl.: lettisch sāls, altpreußisch sal, russisch solь, polnisch sól, lateinisch sal, griechisch háls, altirisch salann, gotisch salt, deutsch Salz, englisch salt, tocharisch sāle und andere.

    Diese Bezeichnung für das Salz hat sich im Litauischen nicht erhalten. Es wurde vom Wort druskà verdrängt, dessen primäre Bedeutung ein bisschen war. Da Salz immer nur in kleinen Mengen gebraucht wurde, nahm das Wort druskà neben der Bedeutung kleine Menge auch die Bedeutung kleine Menge Salz an, und bezeichnete dann das Salz selbst.

    Es ist an dieser Stelle sehr interessant, über die Herkunft des Wortes für Salz zu sprechen: Sie ist verbunden mit dem Gegenteil von Salz – Süße. Litauisch saldùs, süß‘ ist ein naher Verwandter des indogermanischen Salzwortes.

    Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes saldùs war ‚schmackhaft, mit Salz gewürzt‘. Der Geschmack der Menschen änderte sich, man begann, Schmackhaftigkeit mit Süße, und nicht Salzigkeit, in Verbindung zu bringen und heutzutage ist jegliche Spur des Salzes im Adjektiv saldùs verwischt. Das indogermanische Wort für Salz

    ————————-

    Quellangaben /Literatur

    Schröcke – Vor – und Frühgeschichte des ostgermanischen Raumes

    Lothar Kilian, Zu Herkunft und Sprache der Prußen, Bonn, 1980.

    Abb. Sprachenkarte (aus Meyers Konversationslexikon1896)

    Abb. Sprachstämme

    Abb. Verbreitung bestimmter Pflanzen und Tiere als Hinweis zur indogermanischen (indoeuropäischen) „Urheimat“.

    Nach L. Kilian, Zum Ursprung der Indogermanen, Bonn 1988.

    Beiträge:

    – Die Magie der Sprache – zurück zum ältesten Stück der deutschen Literatur, den „Merseburger Zaubersprüchen“.

    – Muttersprache

    – Geschichten zur deutschen Sprache unter dem Einfluss sprachlicher Amerikanisierung

    – Auf ein Wort zu unserer Muttersprache – sie hat es verdient erhalten zu bleiben

    – Alles liegt in unseren Wurzeln: „Wenn ihr’s nicht fühlt, ihr werdet’s nicht erjagen!“

    „Und die Welt hebt an zu singen, triffst du nur das Zauberwort“.
    Auf ein Wort zu unserer Muttersprache – sie hat es verdient, erhalten zu bleiben!
    Von Indianern und Herrnhuter Missionaren
    Die Handschrift der Täter ist immer gleich und die Geschichte eines Kontinents auf Blut geschrieben.
    Alles liegt in unseren Wurzeln: „Wenn ihr’s nicht fühlt, ihr werdet’s nicht erjagen!“
    Geschichten zur deutschen Sprache unter dem Einfluss sprachlicher Amerikanisierung
    Es war einmal, in ferner Urzeit …

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    Juli 2nd, 2025

    In Fortsetzung zu den Beiträgen „Über das Los der Urvölker, über Menschen mit einer unverfälschten Verbundenheit zur Natur“

    (Die bereits verfassten Beiträge dazu, findet ihr wie gewohnt im Kommentar.)

    In Zeiten wie diesen stellen sich fundamentale Fragen. Genau betrachtet, sind sie schicksalsträchtig.

    – Überlieferte Weltbilder brechen zusammen, vieles wird durcheinandergewirbelt.

    – Menschen haben ihre Bodenhaftung und den Bezug zur Natur verloren.

    – Alternative Fakten konkurrieren miteinander, Grenzen lösen sich auf.

    – Erbgutlinien werden durch genetische Manipulation überwunden.

    – Körperorgane werden hemmungslos transplantiert.

    – Genderrollen relativiert.

    – und traditionelle Kulturen werden von einer globalisierten Wirtschaft, einer Unterhaltungsindustrie und auch durch Massenmigration aufgelöst.

    ——————————————————————————-

    Indigene Völker sind die Hüter der kulturellen Vielfalt der Erde. Ihr Reichtum sind ihre vielen Sprachen und Kulturen, die Weisheit ihrer Religionen und ihres Umgangs mit der Natur. Weltweit wird derzeit von 350 bis 400 Millionen Menschen ausgegangen, die einem der ca. 5.000 indigenen Völker in über 75 Staaten angehören.

    Es war einmal

    In ferner Urzeit weidete im Hochgebirge Mittelasiens das indogermanische Urvolk (aus welchem später die sanskritredenden Inder, die Meder und Perser, und die nach Europa eingewanderten Stämme der Griechen, Italer, Kelten, Letteu und Slaven, endlich unsere eigenen Vorväter, die Germanen hervorgingen) in ungetrennter Einheit seine Heerden. Unmittelbare Ueberlieferungen über die Zustände in dieser Urheimat unseres Volkes sind uns nicht erhalten; durch die Wissenschaft der Sprachvergleichung ist jedoch soviel festgestellt, dass viele Wasser das bergige Land durchrieselten,

    Der Hausvater (patar d. h. der Schützer, der das Vieh auf die Weide führt) besorgte die Pflege der langsam schreitenden Kuh, des befruchtenden Ochsen, der Ziegen und Schafe und des schnellen Bosses, der rasche Hund bewachte die Heerden. Der Tochter (duhitar d. h. Melkerin) lag die Milchwirtschaft ob. Mit Pflügen bestellte man einige Aecker, Gerste und Weizen boten Mehl und Brod, die diebische Maus bestahl die Vorräte. Wohnungen und Dörfer waren fest und mit Türen ausgestattet. Hier webte und ordnete das Weib, hier ergötzte man sich bei berauschendem Met und fröhlichem Gesänge. Mit Lust zog man in den Kampf, als dessen vorzüglichste Beute Rinderheerden und Weideplätze galten. Aus Erz fertigten sie schimmernde Waffen. Das Familienleben nahm eine ausgeprägte Stellung ein; in erweitertem Kreise war das Stammbewustsein überaus mächtig. Wahrscheinlich benannten unsere Urväter sich selbst mit dem gemeinsamen Namen Arier. Gegen Fremde regte sich Mistrauen und Feindschaft; der unterjochte Gegner wurde Sclav. An der Spitze von vielen stand ein Ordner, Schützer, Herr, als Führer im Kriege und Richter im Friede».

    —————————————————————————————

    Was die indigenen Völker eint, was sie gemeinsam haben.

    Die Götterwelt hat die Natur und den Menschen miteinander verbunden, da gab es nie das konkret Trennende

    Es gibt unterschiedliche Gründe, weshalb viele indigene Völker verschwunden/ausgestorben sind. Einen wesentlichen Anteil trägt die Kolonialisierung, denn zum einen verdrängten die fremden Einwanderer die Ureinwohner teils mit Gewalt oder durch Versklavung und Unterdrückung.

    Zum anderen brachten die Einwanderer Krankheiten mit, gegen die die Ureinwohner weder Abwehrkräfte oder Heilmittel hatten. Weitere Faktoren waren die Zwangsmissionierungen der Ureinwohner sowie der Alkohol, der vielen Eingeborenen zum Verhängnis wurde.

    Auch heute noch sind viele indigene Völker vom Aussterben bedroht, was nicht zuletzt daran liegt, dass sich die Kulturen immer stärker vermischen und die Welt immer weiter zusammenwächst. Damit erklärt sich auch, weshalb es zwar viele Völker gibt, deren ursprüngliche Kulturen heute nicht mehr bestehen, aber nur verhältnismäßig wenige Völker, die auch aus biologischer Sicht tatsächlich ausgestorben sind.

    Von diesen Völkern gibt es heute also keine direkten Nachfahren mehr, in deren Adern ausschließlich Blut des jeweiligen Volkes fließt. Für viele Ahnenforscher sind genau diese Völker aber sehr interessant.

    Was wir verstehen lernen müssen: Wir können hier zivilisiert sitzen und trotzdem diese innere Verbindung zur Natur haben. Das kennt man doch aus der Romantik oder auch von Goethe oder Schiller, die mit großem Interesse durch die Natur gewandert sind. Diese strikte Trennung zwischen Natur und Kultur ist eine moderne Kategorie. Das haben wir verstärkt aus den USA übernommen, ganz im calvinistischen Sinn. Der Bruch geht weit zurück: Während der Eroberung Amerikas konnten die Siedler die gepfiffenen Botschaften der Indianer in den Wäldern nicht von den dort heimischen Vögeln unterscheiden.

    Dieser konstruierte Gegensatz zwischen Natur und Zivilisation wurde auf vieles übertragen. Das Denken in Zwischentönen fällt uns dementsprechend schwer und das sind kulturelle Muster, die sich durchziehen.

    Wegen des Monotheismus suchen wir immer die eine richtige Antwort. Das zieht sich bis zur Schulmedizin durch. Heute hat man vergessen, dass jede Kultur über sinnvolle Mittel zur Heilung von lokalen Krankheiten verfügt, die kommen aus den Kräutern, die um uns herum wachsen. Das ist etwas ganz anderes als das, was wir heute durch die abgehobene Schulmedizin gelehrt bekommen.

    ————————————————————————————–

    Alles hängt mit allem zusammen. Nicht nur die Vegetation, die Tierwelt, der jahreszeitliche Rhythmus der Wiesen und Wälder sind von Belang, auch die verschiedenen menschlichen Kulturen, die in ihrer natürlichen Umwelt eingebettet sind. Es lohnt der Blick in deren Welt, sie zu erleben und ihr Tun wahrzunehmen. Wir können so viel voneinander lernen. Zugleich stellen wir fest, wie ähnlich wir uns doch sind.

    Wolf Dieter Storl hat sich im Rahmen seiner kulturanthropologischen Forschungen auf den Weg gemacht. Ich persönlich verfolge seine erlebten Geschichten mit großer Spannung. So konnte ich einiges mehr erfahren, über die Indianer, Inder, mongolische Hirten und die himalayischen Bergvölker wie auch traditionelle Bauern im Alpenraum.

    Dieses Wissen dazu lässt sich nicht einfach mal „ergoogeln“, man muss es entweder selbst erfahren haben oder im Besitz entsprechender Bücher sein, um es nachlesen zu können. Die Fülle an Hintergrundinformationen und die sich offenbarenden Gemeinsamkeiten zu den anderen Völkern sind verblüffend.

    Wir brauchen diese Antworten, die uns wieder zurück zu unseren Wurzeln führen und das Ursprüngliche in uns wieder aufleben lassen. Um eine Veränderung herbeiführen zu können, müssen wir begreifen lernen, dass das, was uns in dieser suggerierten fortschrittlichen Welt ständig präsentiert wird, immer weiter von den Ursprüngen entfernt.

    Menschen, die sich ihrer Herkunft bewusst sind, lassen sich nur schwer „verbiegen“.

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    Die folgende Übersicht fasst einige Völker, die es heute nicht mehr gibt ….

    Die Etrusker, die sich selbst Rasenna nannten, waren in der Antike im nördlichen Mittelitalien zu Hause, beispielsweise in der Toskana und in Umbrien. Sie sprachen ihre eigene Sprache und verwendeten eine ihnen eigene Schrift.

    Die Kultur der Etrusker ist seit etwa 800 v. Chr. belegt, aber es ist nicht bekannt, woher die Etrusker stammten. 90 v. Chr. vereinten sich die Etrusker nach ihrer Unterwerfung mit römischen Invasoren und existieren seitdem nicht mehr als eigenständiges Volk. Vor etwa 1000 Jahren ist dann auch die Kultur der Etrusker ausgestorben.

    Die Aruak-Indianer kamen zwischen 650 und 900 nach Jamaika und waren die Ureinwohner dieses Landes, das sie selbst Chaymaka nannten. Als Columbus 1494 nach Jamaika kam, lebten dort etwa 100.000 Aruaks.

    Die Indianer siedelten hauptsächlich in Küstennähe, aßen Fisch, Meeresfrüchte und Brot aus Maniok-Mehl und bauten Gemüse, Obst, Baumwolle und Tabak an. Der erste Angriff auf die Aruaks erfolgt durch die Kariben, einem kannibalischen Indianerstamm. Hier kamen den Aruaks noch die Spanier zu Hilfe, später wurden die Aruaks aber von den Spaniern versklavt und unterdrückt.

    Zudem brachten die Spanier Krankheiten mit, die sich rasch ausbreiteten und denen viele Indianer zum Opfer fielen. Heute gibt es keine Aruak-Indianer mehr. Allerdings gibt es mit den Maroons indirekte Nachfahren, nämlich Mischlinge aus den Nachfahren von Stammesangehörigen und entflohenen farbigen Sklaven.

    Die Guanchen waren einst auf den Kanarischen Inseln zu Hause. Sie waren groß, hellhäutig und hatten häufig blonde Haare und blaue Augen. Ihre Kultur war bis zur Entdeckung durch die Spanier sehr archaisch.

    So kannten die Guanchen beispielsweise keine Metalle, sondern fertigten ihre Werkzeuge aus Stein. Sie wohnten in Berghöhlen oder Steinhütten mit Strohdach und trugen Kleidung, die aus Fellen genäht war. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts lebten zwischen 50.000 und 70.000 Guanchen. Die Spanier, die die Kanaren 1402 eroberten, töteten und versklavten jedoch sehr viele Ureinwohner, zudem beschleunigte die christliche Zwangsmissionierung deren Untergang.

    Die letzten Überlebenden haben sich schließlich mit den Spaniern vereint, aber bis heute sind noch Reste der Kultur im kanarischen Dialekt, in der Namensgebung und in einigen Bräuchen erhalten geblieben.

    Die Inka bewohnten das Hochlandbecken von Peru waren ein sehr hochentwickeltes Volk. Die Blütezeit der Inka war um 1100, als sie zahlreiche Indianerstämme in Bolivien, Nordargentinien, Ecuador und Nordchile unterwarfen. Charakteristisch für die Inka waren unter anderem ihre beeindruckenden Tempelanlagen sowie die Mumifizierung von Toten.

    Einen ersten großen Rückschlag erlebten die Inka, als sich von Mittelamerika aus die Masern und die Pocken verbreiteten. 1532 landeten schließlich die Spanier in Peru. Der damalige Inkakönig begegnete den Spaniern in friedlicher Absicht und befahl seinen Kriegern, die Waffen niederzulegen. Die Spanier hingegen nutzten dies für einen hinterhältigen Angriff und nahmen den Inkakönig gefangen.

    Um sich freizukaufen, übergab der König den Spaniern Unmengen von Gold und Silber, wurde aber dennoch 1533 hingerichtet. In den Folgejahren gab es heftige Gefechte zwischen den Inka und den Spaniern, bis schließlich 1572 der letzte Inka der Herrscherschicht enthauptet wurde.

    Die Tasmanier gehörten zu den Aborigines und bewohnten die Insel Tasmanien, die vor der Südküste Australiens liegt. Anders als die australischen Ureinwohner hatten die Tasmanier aber eine recht helle Haut. Ihr Untergang begann, als Tasmanien Anfang des 19. Jahrhunderts von britischen Kolonialherren besiedelt wurde.

    Sie verdrängten die Tasmanier systematisch, so dass 1830 nur noch 300 Tasmanier am Leben waren. Diese wurden in den Folgejahren immer wieder umgesiedelt und gezwungen, Christen zu werden. 1847 lebten nur noch 47 Tasmanier, die nach Oyster Cove verbracht wurden. 1905 starb mit Fanny Cochrane Smith die letzte reinrassige Tasmanierin, heute wird Tasmanien zum größten Teil von europäisch-tasmanischen Mischlingen bewohnt.

    Die Bo bewohnten die heute zu Indien gehörenden Andamanen-Inseln und waren dort eines von vier indigenen Völkern. Sie kamen zwar als letztes Volk mit den Europäern in Kontakt, aber trotzdem lebten 1909 nur noch 48 Bo.

    Dies erklärt sich damit, dass die anderen Völker bereits mit den Briten in Berührung gekommen waren und sich mit Krankheiten angesteckt hatten, die sich dann auf den Inseln verbreiteten. Anfang 2010 starb die letzte reinrassige Bo.

    ————————————————————————————-

    Quellangaben

    Helmut Schröcke Germanen /Slawen – Vor und Frühgeschichte des ostgermanischen Raumes

    Wolf Dieter Storl – Einsichten und Weitblicke

    Die Handschrift der Täter ist immer gleich und die Geschichte eines Kontinents auf Blut geschrieben.
    Von Indianern und Herrnhuter Missionaren
    Es war einmal … die Verbreitung der Sprachstämme

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  • „In einem Kraut liegt mehr Tugend und Kraft als …

    Juli 1st, 2025

    in allen Folianten, die auf den hohen Schulen gelesen werden und denen auch keine lange Lebensdauer beschieden ist.“

    Dieses Zitat stammt aus der Feder des Paracelsus.

    Er sagte auch: „Aber wir leben in einer Periode, die nur Wenigen Zeit übrig lässt, sich selber zu finden. Man lebt beständig ausser sich in einer von andern Menschen geschaffenen Gedankenwelt, und der Studierende der Medizin ist genötigt, sein Hirn mit dem dümmsten, wertlosesten und verkehrtem — Zeug- vollzupfropfen, damit er sein Examen bestehen kann, wenn er auch dabei völlig von dessen Wertlosigkeit überzeugt.

    „Ihr habt gänzlich den Weg der Tugend verlassen, den euch die Natur vorgezeichnet hat, und statt dessen ein künstlich aufgebautes System von Irrtümern gemacht, das zu nichts gut ist, als um die Welt zu beschwindeln unddie Kranken zu betrügen. Ihr versteckt eure Unwissenheit hinter nichtssagenden Phrasen und Kauderwelsch, das niemand versteht,

    …. und

    weil die Menge sich einbildet, dass ein Sinn dahinter stecke, so ist die Folge, dass jeder, der mit euch zu schaffen hat, betrogen wird. Eure Kunst besteht nicht darin, dass ihr Krankheiten kuriren könnt, sondern dass ihr es versteht, euch in die Gunst der Reichen einzuschmeicheln und zu den Küchen der Vornehmen Zutritt zu finden. Ihr verdient euren Lebensunterhalt durch Heuchelei, und das Ansehen, welches euer Stand geniesst, beschützt euch davor, so bestraft zu werden, wie ihr es reichlich verdient. Ihr vergiftet die Menschen und wütet gegen deren Gesundheit. Ihr habt geschworen, eure Kunst treulich auszuüben; aber wie könntet ihr dies thun, da ihr doch keine Kunst besitzt, und eure ganze Wissenschaft nichts ist als ein künstlich zusammengesetztes System von Täuschung und Lüge.“

    Paracelsus geb. um 1493 in Einsiedeln, Schweiz.

    gest. 24. September 1541 in Salzburg, Österreich

    Paracelsus ( Philippus Aureolus Theophrastus Bombastus) von Hohenheim war ein Schweizer Arzt, Alchemist, Mystiker und Naturphilosoph.

    ————————————————-

    Quelle: Die Medizin des Theophrastus Paracelsus von Hohenheim (1912)

    Von Franz Hartmann M. D. Verfasser der „Lotusblüthen“ etc.

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  • Auf die Kirsche gekommen – oder besser auf deren Stiele

    Juni 30th, 2025

    Am vergangenen Wochenende haben wir die ersten Kirschen geerntet.

    Wer hätte das gedacht? Hildegard von Bingen empfahl Kirschstiele als Mittel gegen Gicht und zur Stärkung des Magens, da sie eine reinigende und stärkende Wirkung auf den Magen haben, sowohl bei Kranken als auch bei Gesunden.

    Indes beschreibt sie die Kirsche als eine Frucht, die den Magen reinigt und stärkt Sie sah Kirschen als gesund, solange sie in Maßen genossen werden, und empfahl sie für eine gesunde Ernährung.

    Und was macht man nun mit den Stielen?

    Also erst einmal müssen die Stiele getrocknet werden

    Es empfiehlt sich diese mehrmals zu wenden und erst, wenn sie die Konsistenz von Tannennadeln haben, gebt ihr sie in eine Dose.

    Manch einer bereitet sich einen Tee zu, und übergießt dazu einen Teelöffel kleingeschnittener Stiele mit heißem Wasser. Lasst das Gebräu wenigstens 15 Minuten ziehen, damit sich die wertvollen Wirkstoffe gut entfalten können.

    Andere setzen auf Kirschstielsirup. Ich habe den allerdings noch nie selbst gemacht, aus Mangel an Stielen. Das Rezept ist also nur übernommen.

    Dazu braucht ihr 3-4 EL Kirschstiele und 100g Kandiszucker. Das wird mit 100 ml Wasser erhitzt und köchelt so 20 min vor sich hin. Lasst den Sirup anschließend noch etwas ziehen, bevor ihr die Kirschstiele mithilfe eines Siebes abseiht. Das soll ein altes traditionelles Heilmittel bei Erkältung sein.

    Er ist kühl und dunkel gelagert (am besten in einer Braunglasflasche) ein halbes Jahr haltbar. Teilweise sogar bis zu einem Jahr.

    ——————————-

    Interessantes auf einen Blick:

    Die Kirsche ist lecker und gesund, aber auch die Stiele sind äußerst gesundheitsfördernd. Sie sind für ihre antiseptischen, entzündungshemmenden, antihistaminischen und reinigenden Eigenschaften bekannt.

    Die Stiele werden seit langem als Kräutermedizin verwendet und dienen als Tee zur Reinigung und Behandlung von Harnwegs- und Nierenerkrankungen. Sie können bei der Zertrümmerung und Entfernung von Steinen, die sich in den Harnwegen und Nieren gebildet haben, helfen Wenn die Steine jedoch zu groß sind, ist es besser, auf andere Methoden zurückzugreifen, da der Tee zu Verstopfungen führen kann.

    Sie sind wirksam bei der Bekämpfung aller Arten von Allergien wie Urtikaria und Asthma. Es ist bekannt, dass sie den Blutdruck senken können und das Herz stärken er ist auch ein Mittel zur Vorbeugung von Ischämie des Herzens.

    Zudem helfen sie den Stoffwechsel zu regulieren.

    Die regelmäßige Einnahme von Tee hilft, Entzündungen im Körper zu verringern und Gelenkschmerzen und Rheuma zu kontrollieren.

    Das alles bewirken diese unscheinbaren Stängel dank ihrer Flavonoide, Gerbstoffe, Kaliumsalze und Polyphenole.

    Sie sind reich an Kalium, einem Mineral, das für die Aufrechterhaltung eines gesunden Blutdrucks wichtig ist.

    Die traditionelle Verwendung von Kirschstieltee als harntreibendes Mittel zur Entschlackung und zur Unterstützung der Nierenfunktion wird auf diese Inhaltsstoffe zurückgeführt.

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  • 28.6.1914: „Entscheidend ist was den „Schüssen“ voraus gegangen ist. So hat Geschichte auch eine Vorgeschichte”

    Juni 30th, 2025

    1914: In einer von untergründigen Spannungen beherrschten Lage ereignete sich am 28. Juni 1914 das Attentat auf den österreichisch-ungarischen Erzherzog und seine Thronfolger FRANZ FERDINAND und seine Frau, die Herzogin SOPHIE VON HOHENBERG.

    Der Doppelmord ging auf das Konto der serbischen Terrororganisation Bereinigung oder Tod.

    Am 28. Juli erklärte Wien Belgrad den Krieg. Am selben Tag wurde in St. Petersburg der Beschluss gefasst, 13 Armeekorps gegen Österreich-Ungarn zu mobilisieren. So trug für den Ausbruch des Weltkrieges die russische Regierung maßgebliche Verantwortung.

    Von den maßgeblichen Staatsmännern des Jahres 1914 hatte Kaiser WILHELM II. den Krieg am wenigsten gewollt, dessen ungeachtet wurde er später am meisten verleumdet. Sein Sturz, die Kriegsniederlage 1918, der Versailler Vertrag und endlose revolutionäre Wirren ebneten in Deutschland gewissen Kräften „fruchtbaren“ Boden.

    Zutreffend stellte einstmals Berthold BRECHT fest: »Immer schreibt der Sieger die Geschichte des Besiegten. Dem Erschlagenen entstellt der Schläger die Züge. Aus der Welt geht der Schwächere, und zurück bleibt die Lüge.« (Verhör des Lukullus).

    Schon Friedrich SCHILLER hat diese Tatsache klar erkannt. Er stellte in seiner Geschichte des Dreißigährigen Krieges fest: »Ein Unglück für den Toten (gemeint ist WALLENSTEIN), daß ihn dieser Feind überlebte und seine Geschichte schrieb.

    Und so gestaltete es sich auch…,

    Die siegreichen „Kriegs-Verbündeten“ (unsere sogenannten „Freunde“) forderten immer mehr Geld. Man einigte sich schließlich auf eine Summe von 132 Milliarden Goldmark, die es zu tilgen und auch zu verzinsen galt. Über den sogenannten Kriegsschuldartikel (Art. 231) wurde das Deutsche Reich durch den Friedensvertrag von Versailles zu 20 Milliarden Goldmark Reparationen, umgerechnet über 7000 Tonnen Gold, verpflichtet. Diese waren in den Jahren 1919 bis 1921 in Raten zu zahlen. Zahlungen wurden jedoch bis in das Jahr 2010 fortgesetzt…

    In den Kommentaren findet ihr noch einige Beiträge, welche die Geschehnisse zu den Weltkriegen aufgreifen. So auch ein Beitrag über Tolkien.

    Als der Krieg 1914 ausbrach, wollte Tolkien aus mehreren Gründen nicht in den Krieg. Einer davon war die Tatsache, dass Deutschland die Heimat seiner Vorfahren väterlicherseits war. Er sah im Germanischen die Wiege der angelsächsischen Kultur und in Deutschland die geistige Heimat der modernen Sprachwissenschaft.

    Seine Abneigung gegen die Unmenschlichkeit und die Grausamkeit des Krieges, sein Hang zur romantischen Epoche, seine Begeisterung für die Mythologie, seine tiefe Liebe zur englischen Landschaft und sein Faible für Sprachen, all jene Charakteristika waren später typisch für sein literarisches Werk.

    Die Ausführungen im Detail zu den Vorgängen des Ersten Weltkrieges würden Bände füllen. Ich versuche mich daher so kurz zu fassen wie nur möglich. Was jedoch deutlich wird, ist die Tatsache, das unsere deutsche Geschichte von den uns bekannten Fälschern fern der wahren Begebenheiten propagiert wird, und das bis zum heutigen Tag. Und wie ich finde, sind sie um keine weiteren Lügen verlegen. Schließlich müssen sie ihr „Gerüst“ ja aufrecht halten. Man stelle sich nur vor, ein Gros der Bevölkerung erkenne ihr Tun und würde es durchschauen.

    —————————————————-

    Interessante Fakten

    Rußland hatte 1909 mit einer Heeresvermehrung begonnen, die ihm zusammen mit Frankreich ab 1917 eine entscheidende Überlegenheit über die Streitkräfte Deutschlands und Österreich-Ungarns geben mußte. Bereits 1914 sah das Kräfteverhältnis der Friedensarmeen wie folgt aus:

    > Deutsches Reich 812 000 Mann,

    > Österreich-Ungarn 424 000 Mann,

    > Frankreich 846 000 Mann,

    > Rußland 1 300 000 Mann.

    Die zahlenmäßige Überlegenheit Frankreichs und Rußlands wurde durch die qualitative Überlegenheit des deutschen Heeres etwas ausgeglichen. Die französische Armee war bereits allein etwas größer als die deutsche, obwohl es nur 40 Millionen Franzosen gegenüber 68 Millionen Deutschen gab. Im Deutschen Reich wurden im Gegensatz zu Frankreich nur etwas mehr als 50 Prozent aller Wehrpflichtigen tatsächlich eingezogen. Insgesamt standen entsprechend den Planungen bei Kriegsausbruch nach der Mobilmachung etwas über 5 Millionen Mann der russischen und französischen Armeen nur 3 358 000 Mann der Mittelmächte gegenüber.

    In dem Jahrzehnt vor dem Ausbruch des Weltkrieges betrachteten die Leiter der britischen Außenpolitik die Weltmacht Rußland, und nicht die Regionalmacht Deutschland, als ihr zentrales Problem. Die These von der Störung des europäischen Gleichgewichts durch die Gründung des Deutschen Reiches ist nichts mehr als eine Legende. Das Deutsche Reich von 1871 stellte die kleindeutsche Lösung und damit nur eine Vergrößerung Preußens dar

    1914 waren der britische Außenminister GREY und die führenden Beamten im Foreign Office faktisch bereit, für die Freundschaft mit St. Petersburg und die Sicherung Indiens das europäische Gleichgewicht zu opfern, also mit Rußland gemeinsam einen Krieg gegen Deutschland zu führen und eine russische Vorherrschaft in Europa hinzunehmen Die britischen Politiker erkannten nicht, daß ihre Politik innerhalb von nur fünfzig Jahren zum Zerfall des Empires führen sollte.

    Wenige Jahre nach dem Ersten Weltkrieg veröffentlichte die deutsche Reichsregierung die Akten des deutschen Auswärtigen Amtes von 1870 bis 1914′ in 40 Bänden. Sie konnte damit überzeugend und vor der Weltöffentlichkeit erfolgreich die im Versailler Diktat im Artikel 231 von den Alliierten festgelegte alleinige Schuld Deutschlands am Kriege widerlegen. Um den besiegten Deutschen diese Möglichkeit der Widerlegung unberechtigter Vorwürfe nach dem Zweiten Weltkrieg zu nehmen, raubten neben den anderen Siegermächten vor allem die Amerikaner mit dazu eingesetzten Spezialeinheiten die ihnen 1945 bei der Besetzung Deutschlands in die Hände gefallenen Akten des Reiches und verfrachteten die gestohlenen Dokumente nach den USA. (Ähnlich beschafften sie sich Akten des zerfallenden SED-Regimes in Ost-Berlin 1989/90.) Erst im Jahre 1959 wurden sie – teilweise ? – der Bundesrepublik zurückgegeben, die die Akten von 1918 bis 1945 in den folgenden Jahren bis 1995 in einer umfangreichen Edition in fünf Serien veröffentlichte.

    Einer Fälschung der Geschichte wird auch Vorschub geleistet, wenn wichtige Papiere vernichtet werden. Das gilt sowohl für in eigener Hand befindliche Akten, die das eigene Land und seine politischen wie militärischen Verantwortlichen belasten können, als auch für dem unterlegenen Gegner geraubte, diesen entlastende Dokumente. Beides ist in den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts nicht selten vorgekommen, und oft genug geschah das zu Lasten Deutschlands und zur Entlastung der Sieger. In verdienstvoller Weise hat der Militärhistoriker und Generalleutnant der Bundeswehr a.D. Franz UHLE-WETTLER einige Fälle von den Engländern aus durchsichtigen Gründen vernichteter Akten zusammengestellt und dabei die betreffenden Quellen (neu numeriert, R.K.) angegeben.

    ————————————————————–

    Literaturhinweise:

    Harry E. BARNES, Die Entstehung des Weltkrieges. Eine Einführung in das Kriegsschuldproblem, aus dem Amerikanischen, Berlin-Leipzig 1928.

    Sidney B. FAY, Der Ursprung des Weltkrieges, Bd. 1: Vor Sarajewo. Die Vorgründe des Krieges; Bd. 2: Nach Sarajewo. Die äußeren Anlässe zum Kriege, aus dem Amerikanischen, Berlin 1930. Hermann LUTZ, Die europäische Politik in der Julikrise 1914.

    Das Werk des Untersuchungsausschusses der Verfassunggebenden Deutschen Nationalversammlung und des Deutschen Reichstages; Die Vorgeschichte des Weltkrieges, im Auftrage des Ersten Unterausschusses, Bd. 11, Berlin 1930.

    Alfred VON WEGERER, Der Ausbruch des Weltkrieges 1914, 2 Bde., Hamburg 1939.

    Fritz FISCHER, Griff nach der Weltmacht. Die Kriegszielpolitik des kaiserlichen Deutschland 1914/ 18, Droste, Düsseldorf 1961.

    Erwin HÖLZLE, Die Selbstentmachtung Europas. Das Experiment des Friedens vor und im 1. Weltkrieg, Göttingen 1975. Walter POST, Die Ursachen des Ersten Weltkrieges, in Vorbereitung, Grabert, Tübingen 2006

    Textauszüge in Teilen übernommen aus „Der große Wendig“ Band 1

    Die Ringe der Macht
    Der Versailler Vertrag und ein Frieden, der schon die Züge der künftigen Tragödie trug  
    Die Kriegsschuld für den Zweiten Weltkrieg lag bei Deutschland? Tatsächlich?
    Reparationszahlungen: Wer will, wer will nochmal, wer hat noch nicht?
    Die Sprache des Hasses – von Hetzschriften und ihren Verfassern

    Eure Kommentare zum Beitrag auf social media

    Ich habe noch nicht alles durchgelesen

    Aber äußerst entscheidend ist, das Bosnien u. Herzegowina eine Beteiligung Österreichs, an der Aufklärung des Mordes verhindert hat, und Österreich aus diesem Grund ein Ultimatum stellte, welches Bosnien-Herzegowina verstreichen ließ.

    Auch interessant ist, das beim Beginn der Kampfhandlungen seitens Russlands, bereits Truppen aus den östlichsten Regionen Russlands dabei waren die zur damaligen Verhältnissen, in der Zeit der Mobilmachung, und der Kampfhandlungen unmöglich diese Strecke zurück legen konnten. Also muss Russland schon lange vor der Mobilmachung auf Krieg eingestellt gewesen sein.

    Diese breite Themen-Palette wird in den Schule nicht einmal angekratzt!!

    Schade, dass man in der Schule zu feige war, direkt nachzufragen. Ich rede von mir. Natürlich habe ich damals überlegt, wenn ein Serbe den österreichischen Thronfolger ermordet, weshalb dann Deutschland Schuld sein soll. Dankeschön für das umfangreiche Aufklärungsmaterial. Stück für Stück setzt sich das Puzzle nun richtig zusammen.

    Dazu auch das Buch „Verborgene Geschichte“ ab Seite 400 Kapitel sortiert Quellenangaben!

    Danke für deine Aufklärungsarbeit.

    Wie wichtig alte Bräuche und Weisheiten sind zeigt der folgende Text:

    Flüstern im Stein, ein Raunen im Wind, die Schatten erinnern, wer wir noch immer sind. Nordlichter flackern im Herzen der Nacht, ein Atem aus Feuer, eine uralte Macht.

    Die Augen wie Sterne, vom Wissen durchdrungen, erwacht er im Traum, vom Ruf tief bezwungen.

    Die Ahnen sie singen im Kreis um das Licht, ihr Lied ist Erinnerung, und hallt ewiglich.

    Sie rufen durch Räume, durch Zeiten, durch Blut, der Drache erhebt sich mit donnernder Glut.

    Er trägt nicht nur Feuer, er trägt auch das Wort, das einst in der Stille verlorene hinfort.

    Nun kehrt es zurück, durch Flamme und Klang, ein uralter Zauber, ein kosmischer Drang.

    So höre, wer lebt mit Herz, das noch brennt, der Drache ist Hüter, der ewig erkennt.

    Es ist nicht Zerstörung, die er bringt, sondern Wissen, das in unsere Träume dringt.

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  • Die Robinie von Xanten.

    Juni 26th, 2025

    Hier, auf einem Hügel in der dicht bewaldeten Hees steht dieser wunderschöne alte Baum. Und dazu gibt es sogar eine Sage:

    „Die Rubinie des Siegfried

    Hoch oben auf dem Fürstenberg, unweit des heutigen Krankenhauses St. Josef in Xanten, steht ein Baum, den nur wenige kennen – eine uralte Robinie, deren knorrige Äste sich wie runenartige Finger in den Himmel recken. Sie ist über 250 Jahre alt, doch ihre Wurzeln reichen tiefer als die Zeit selbst – zurück in die sagenumwobene Welt der Nibelungen.

    Die Einheimischen nennen sie flüsternd die Hüterin des Schlafes. Denn unter ihrem Baldachin aus dunklem Laub, so erzählt man sich, habe einst der unbesiegbare Siegfried von Xanten seine letzte Nacht vor der folgenschweren Jagd im Odenwald verbracht.

    In jenen Tagen, als Drachen noch durch urzeitliche Wälder krochen und alte Götter durch die Nebel der Rheinauen schritten, kehrte Siegfried heimlich an seinen Geburtsort zurück. Er mied den Königshof, sprach mit keinem Menschen, sondern zog allein zum Fürstenberg, dorthin, wo einst eine Kultstätte der alten Römer gewesen sein soll. Dort ruhte einst der junge Siegfried von Xanten.

    Die Nacht war kühl, und über den Rhein zogen schwere Nebelschwaden. Doch im Traum erschienen Siegfried uralte Geister – vielleicht Wotan selbst, vielleicht das Wispern der Erde. Sie sangen ihm von Macht und Verrat, von goldenen Ringen und blutigem Stahl. Als er erwachte, fühlte er sich gestärkt, als habe ihm die Erde selbst neue Kraft verliehen.

    Was er nicht wusste: Die Erde hatte seine Kraft aufgenommen. Nicht verloren, sondern geteilt. In seine Tiefe fließt seit jener Nacht nicht nur das Wasser, sondern auch ein Hauch von Siegfrieds Stärke, Mut – und vielleicht sogar ein Teil seiner Seele.

    Die Jahre vergingen. Die Menschen vergaßen. Das Hospital St. Josef wuchs am Fuße des Hügels, und niemand beachtete mehr einen heranwachsende Robinie. Doch manche sagen, dass der Wind dort oben eine andere Sprache spricht. Dass Kinder, die dort spielen, plötzlich ungewöhnlich kluge Gedanken äußern. Dass Kranke, die dort spazieren geführt werden, sich stärker fühlen, als sie sollten.

    Einige behaupten, die Rubinie flüstere in den Nächten Siegfrieds letzte Gedanken. Und wer ihr bei Vollmond die Hand auf die Rinde legt, könne für einen kurzen Moment spüren, was es heißt, unbesiegbar zu sein.

    Doch Vorsicht: Die Kraft des Helden ist kein Geschenk. Sie prüft, ob du ihres würdig bist. Und wenn nicht – so flüstert der Wind – nimmt der Baum etwas von dir mit.

    Und so steht sie noch heute dort, hoch oben auf dem Fürstenberg, die Robinie des Siegfried – Wächterin einer alten Macht und Zeugin einer Nacht, in der Legende und Wirklichkeit“

    -‐-‐——–

    Achja, In diesem hier erwähnten Hospital kamen unsere Jungs zur Welt.

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  • Unser Besuch auf Corvey, und Fragen über Fragen

    Juni 25th, 2025

    Wie schon in der vergangenen Woche nach unserem Besuch der Klosteranlage Corvey berichtet (den gesamten findet ihr im Kommentar):

    Es ist nicht das erste Mal, dass wir auf Ungereimtheiten stoßen. Immer wieder verliert sich die uns aus bekannten Kreisen eifrig gelehrte und unter großer Mühe propagierte Geschichte in Widersprüche. Ganz gleich wo sich längst Vergangenes auftut, wenn man genauer hinschaut, stellen sich Fragen. Denn so mancher Fund, einzelne Dokumente und vieles andere mehr, können Aufschluss geben. Man darf also und vor allem sollte man nicht alles abnicken, was uns in staatlichen Anstalten wie Museen und anderen (Ver)- bildungseinrichtungen suggeriert werden soll.

    Wie erklärt sich, dass über den germanischen Anfängen ein Dunkel liegt, mit dem verglichen die Anfänge von Rom und Hellas lichte Klarheit sind? (Mommsen).

    Wie ist es zu erklären, dass unsere Vorfahren angeblich, noch keine Schrift kannten, um die Geschicke ihres Lebens auf Papier zu bringen zu einer Zeit, in der Rom einen Cäsar, einen Vergil und einen Augustus hatte?

    Was ist unter den germanischen „Heldenliedern“ zu verstehen, die der Frankenkönig Karl gesammelt und Ludwig der Fromme vernichtet haben soll? Sollten diese „Lieder“ vielleicht altdeutsche Geschichtsquellen gewesen sein?

    Nachgeschlagen bei Wilhelm Kammeier zur Fälschung der urkundlichen Quellen des deutschen Mittelalters:

    Das Ergebnis seiner Untersuchung kann man nur als verheerend bezeichnen. Dass die „Dokumente“, auf denen unsere Geschichtsschreibung über die Frühzeit und das Mittelalter fußt, zu einem erheblichen Teil Fälschungen sind, wird inzwischen von der Geschichtswissenschaft nicht mehr bestritten; umstritten ist lediglich noch, wie groß dieser Anteil ist – ein Umstand, den die meisten Geschichtslehrer verschweigen.

    Wilhelm Kammeier, geboren am 3. 10. 1889, begann seine Arbeit der Geschichtskritik im Jahre 1923. Im Frühjahr 1926 lag ein 292 Seiten umfassendes Manuskript, „Die universale Geschichtsfälschung“ vor, das jedoch keinen Verleger fand. Die Fachwissenschaftler, besonders die Preußische Akademie der Wissenschaften zu Berlin, lehnten eine Kenntnisnahme ab, da Kammeier als promovierter Jurist nicht zur Gilde der Geschichtsforscher gehörte. Wenn man sich vor Augen führt, was in jenen Jahren nach dem 1. Weltkrieg alles geschrieben wurde – wie wild die Phantasie ins Kraut schoß – kann man sogar die Ablehnung verzeihen. Hätte einer jener Herren Gelehrten hineingeschaut in das Manuskript, wäre er ganz sicher gefesselt gewesen und hätte sich für die Publikation eingesetzt, möchte man annehmen.

    Kammeier hatte mit seiner Aufklärungsarbeit noble Beweggründe: Die Fälschung der Geschichte sah er als große Gefahr für unsere Kultur, weil die Fehlschlüsse aus diesem Wissen neuen Konfliktstoff bergen. Aufklärung hielt er für äußerst wichtig. 1935 erschien sein erstes Buch, der 2. Band entstand in den Jahren 1936 bis 39. Eine Anerkennung durch die Nationalsozialisten war ihm nicht beschert.

    Zur Fälschung der Geschichte des Urchristentums – Fragen über Fragen

    Auch Wilhelm Kammeier, ein Rechtsanwalt und Notar (1889-1959), stellt hier alles in Frage, woran wir heute glauben, wenn es um Kirchengeschichte, und eigentlich die deutsche Geschichte insgesamt ab dem Mittelalter geht. Die Vorzeit können wir da gleich weglassen, sowieso.

    Rom im Mittelalter nur ein Sauhaufen, keine Stadt?

    Die Evangelien alle aus einer Quelle ?

    Widersprüche in den Quellentexten voller Absicht reingenudelt?

    Und gar kein Originaldokument, keine originale Urkunde bis zur Renaissance der Humanistenfälschergilde überhaupt und irgendwo?

    Alles absichtsvoll gefälschte Verderbnisse, um der quasi philosophischen Kunstreligion einer frisch aufkeimenden katholischen Kirche die „historische“ Legitimität zu fabrizieren?

    ———————————

    Bis zum Krieg war Kammeier in Hannover als Rechtsanwalt und Notar tätig. Als Soldat geriet er in Gefangenschaft und konnte nach der Entlassung seine Frau und treue Mitarbeiterin Lotte in Arnstadt in Thüringen wiederfinden. 1942 hatte Kammeier eine kleine Schrift über die Entstehung der Kirche veröffentlicht, die er nun weiter ausarbeitete. So entstand bis 1956 der dritte Band, „Die Fälschung der Geschichte des Urchristentums“, den die Kommunisten der DDR jedoch nicht veröffentlichen wollten (er erschien erst 1981/82 in Husum). Kammmeier wurde wie ein Staatsfeind behandelt und starb 1959 an Unterernährung in Arnstadt, wo er begraben liegt. Seine Frau und Schwester lebten dort noch zwei Jahrzehnte im größten Elend. Lotte Kammeier starb 1979.


    Wer Kammeiers Werke noch nicht vollständig auf dem eigenen Bücherregal stehen hat, sollte dieses Buch erwerben. Und wer noch einmal diese lückenlose und beispielhafte Beweisführung liest, wird immer besser verstehen, daß Kammeiers Vorarbeit unersetzlich war für alle heutigen Anstrengungen der Geschichtsrekonstruktion.

    ———————————

    Quelle

    Wilhelm Kammeier – Die Fälschung der deutschen Geschichte

    Auszüge aus unterschiedlichen Beiträgen vom Schweizer Chnopfloch

    Aus Notizen über den Autor, wie sie hauptsächlich vom Verleger der Neuauflage, Roland Bohlinger, im Anhang des Buches gegeben werden

    Eigenrecherche

    Unser Besuch in Höxter – hier Kloster Corvey

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  • Unser Besuch in Höxter – hier Kloster Corvey

    Juni 25th, 2025

    Wir nehmen euch mit.

    Bevor wir solche Anlagen „besichtigen“, schauen wir in der Regel genau hin, was sich hier vor langer, langer Zeit einmal zugetragen haben soll. Es gibt ja noch ein paar alte Bücher, wo man das nachlesen kann. Unseren Erfahrungen gemäß, wird in der Gegenwart immer nur ein Teil vermittelt und manches einfach weggelassen.

    Corvey Höxter – „Erlesenes“ aus längst vergangenen Zeiten gegenüber dem, was wir heute erlebt haben

    Nun, wir sind nicht überrascht. Es wird auch hier nur ein Teil der Geschichte „erzählt“. Kein Hinweis auf den berühmten Mönch Widukind, keine Erwähnung von Tacitus „Annalen“, und auch zu dem Schaffen August Hoffmann von Fallersleben als Bibliothekar auf Corvey hätten wir uns mehr Aufmerksamkeit gewünscht.

    Das Corvey als sächsisches Kloster eng mit den Ottonen verbunden war, bleibt ebenfalls eher im Verborgenen. Ja, den Grundstein dieses Bistums legte vielleicht Karl der Große, die Äbte zogen ein, und aus wessen Stall die kommen, lässt sich auf so mancher Aufnahme nun mal nicht verbergen…

    Mit der Errichtung der sächsischen Bistümer hatte Karl der Große den Grundstein für die Einbeziehung Sachsens ins Frankenreich gelegt. Aber die wirkliche Christianisierung sollte noch einige Zeit dauern. Eine kontinuierliche Missionierung begann erst unter Karls Sohn Ludwig dem Frommen.

    Um 830 kamen Mönche (ihr wisst schon, einige dieser Kuttenträger) aus Corbie, einem bedeutenden nordfranzösischen Kloster, nach Sachsen, um durch ihr Vorbild des Betens und Arbeitens sowie der Pflege von Kultur und Wissenschaft Überzeugungsarbeit zu leisten. Ihr Kloster erhielt nach glücklosen Anfängen seinen festen Platz in hochwassersicherer Lage am Weserknie. Hier, in der Nähe des Hellwegs, entstand bei Höxter Neu-Corbie, Corvey.

    Für lange Zeit sollte Corves das einzige Kloster in Sachsen bleiben, Zentrum der Missionsarbeit für den Norden.

    Wie ein Fremdkörper mochte es in der Region gewirkt haben. Bedeutende Äbte sorgten für die Überlieferung der antiken Kultur. Aus der berühmten Klosterbibliothek stammt die einzige Handschrift der ersten Bücher von Tacitus „Annalen“.

    Lange übten westfränkische Mönche bestimmenden Einfluss aus, und erst allmählich fasste der sächsische Hochadel hier Fuß. Doch im 10. Jahrhundert wurde Corvey ein sächsisches Kloster, eng mit dem Kaiserhaus der Ottonen verbunden. Hier schrieb der berühmte Mönch Widukind, vermutlich ein Nachfahre des legendären Sachsenführers, um die Mitte des 10. Jahrhunderts die erste Geschichte der Sachsen.

    Und nun kommen wir zu

    August Hoffmann von Fallersleben, ein bedeutender deutscher Germanist, Dichter und unter anderem auch Verfasser des „Liedes der Deutschen“ (Deutschlandlied). Er wirkte zuletzt als Bibliothekar in Schloss Corvey an der Weser, wo er auch starb und begraben liegt. Wir haben es heute besucht.

    So auch die Bibliothek in Corvey, den hier war von Fallersleben ab 1860 als Bibliothekar des Herzogs von Ratibor und Fürsten von Corvey in Schloss Corvey tätig, einer ehemaligen Benediktinerabtei an der Weser. Er verbrachte seine letzten Lebensjahre in Corvey und ist dort auch auf dem alten Friedhof hinter der Abteikirche begraben.

    Übrigens: Sein Sohn war ein begnadeter Maler. Einige seiner Bilder findet ihr in den Beitragsfotos.

    Seine Begeisterung zur Weserregion können wir gut verstehen. Wir sind auch immer sehr gerne hier.

    Hoffmann von Fallersleben schätzte die Landschaft an der Weser sehr und war stolz darauf, dort zu leben und zu arbeiten, wie aus seinen Schriften hervorgeht.

    Die Weser ist nicht nur „deutsch bis zum Meer“, wie es auf dem Weserstein in Hannoversch Münden geschrieben steht, sondern auch der Fluss der Märchen. Das liegt zum einen an der rührigen Vermarktung der Deutschen Märchenstraße, die seit mehr als 30 Jahren der Weser folgt und dabei so bemerkenswerte Märchenschauplätze wie Hannoversch Münden (Dr. Eisenbarth), Sababurg (Dornröschen); Polle (Schneewittchen), Bodenwerder (Baron von Münchhausen), Hameln (Rattenfänger) und Bremen (Stadtmusikanten) berührt. Und zum anderen liegt es an den sagenhaften Eindrücken, die man gewinnt, wenn man mit dem Rad oder besser noch mit dem Dampfer die Oberweser von Hannoversch Münden 44 Kilometer bis Bad Karlshafen oder die 135 Kilometer bis Hameln hinunterfährt. Es folgen noch viele schöne Flussabschnitte, bis die Weser sich bei der Markierung „Weser-km 366,72“ in die Nordsee ergießt, aber dies, also die Oberweser, ist zweifellos der schönste Teil.

    Bis zu 300 Meter tief hat sich der Fluss zwischen Reinhardswald links und Brahmwald respektive Solling rechts eingegraben, bevor sich das Tal bei Höxter, Holzminden und dann wieder zwischen Hameln und Rinteln weitet, die Gebirgszüge Burgberg und Vogler passiert und schließlich zwischen Weser- und Wiehengebirge durch das 200 Meter tiefe Durchbruchstal der Porta Westfalica fließt. Was für ein lohnendes Reiseziel, diese Oberweser! Keine Flussbegradigungen, keine Schleusen, wenig Verkehr, wenn man einmal vom Strom der Radler auf dem Radweg R 99 absieht.

    Wie die berühmten Perlen auf der Schnur reihen sich die Sehenswürdigkeiten aneinander: Die Fachwerk- und Drei-Flüsse-Stadt Hannoversch Münden, wo aus dem Zusammenfluss von Werra und Fulda die Weser entsteht, getreu dem alten Spruch: „Wo Werra sich und Fulda küssen, sie ihren Namen büßen müssen, und hier entsteht durch diesen Kuss, deutsch bis zum Meer der Weserfluss.“

    Alexander von Humboldt, der die Welt gesehen hat, nannte sie eine der sieben schönstgelegenen Städte auf dem Erdenrund.

    Und wenn wir schon mal dabei sind:

    Einen Besuch wert sind neben Corvey auch die Klöster Bursfelde, die Reichsabtei, 822 von Kaiser Ludwig dem Frommen gegründet und Ausgangspunkt der Christianisierung Nord- und Osteuropas. Das hier versteckte Grab des Verfassers des Deutschlandliedes, Hoffmann von Fallersleben, ist ein Wallfahrtsort. Das Schloss Fürstenberg wiederum bietet einen wunderbaren Blick hinunter auf den Fluss, während die Sababurg, als von Rosen umranktes Dornröschenschloss prächtig herausgeputzt, mitten im Reinhardswald thront.

    Nun, die unsägliche Abholzung für Windräder lässt sich dort allerdings nicht ausblenden.

    ——————————

    Kurz gesagt, es war ein kurzer, aber wunderschöner Ausflug.

    Unser Besuch auf Corvey, und Fragen über Fragen

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