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Klara Fall: das glaube, wer mag

  • Alle Jahre wieder!

    November 24th, 2025

    Wenn der Spitzwegerich seine Höhle verlässt

    …. dann bringt er einiges ans Licht.

    Wie jedes Jahr um diese Zeit hat der Spitzwegerich sein dunkles Domizil, verlassen, in dem er mehr als 6 Monate ruhte. Eingelegt, geschichtet auf Honig, kleckert er nun in seine Flasche. Zum Einsatz kommt er meist dann, wenn der Husten besonders hartnäckig ist oder die Gelenke schmerzen. Aber er kann noch so viel mehr.

    Im Mai, wenn der Spitzwegerich die Wiesen besiedelt, dann wird er gesammelt, fix gewaschen, geschleudert, geschnippelt, im Glas mit Honig gefüllt (geschichtet) und anschließend von der Erde „“verschlungen“

    Das Fermentieren vom Spitzwegerich ist so ein bisschen ein Ritual bei uns. Nachdem ich ihn dann (meist ab Ende Oktober) aus der Erde nehme, ist das Ergebnis ein köstlicher und vor allem gesunder Erdkammersirup.

    Im kühlen Keller, an einer dunklen Stelle, klappt das ebenso. Spitzwegerich lässt sich auch gut trocknen und kann als Tee verwendet werden. Oder gegen Insektenstiche eben kurz in den Händen reiben und dann auf die Stelle legen. Ansonsten mit Zucker oder Honig schichten und dann einige Wochen kühl stellen. Das perfekte Mittel gegen Husten., aber auch bei Gelenkschmerzen hat sich der Spitzwegerich bewährt. Empfehlen kann ich ein bis drei Esslöffel pro Tag.

    Und dann gibt es ja noch diese schönen Geschichten, die uns überliefert worden sind:

    »Die Indianer nennen den Wegerich „Fußstapfen des weißen Mannes“, weil er überall dort wuchs, wo sich der Weiße aufhielt.

    »Hildegard von Bingen kurierte Liebeskummer mit einer fünftägigen Spitzwegerich Tee Kur.

    »In der Antike zählte er zu den heiligen Pflanzen und wurde als Allesheiler angesehen.

    »Im Mittelalter wurde die Wurzel um den Hals gehängt. Als Naturamulett sollte es vor Pest, Dämonen und dem bösen Blick schützen.

    »Pilger und Wanderer legten sich vor allem den Breitwegerich gegen wunde Füße in die Schuhe.

    ———————————————-

    Und das alles bewahrt der meist üppig wachsende Spitzwegerich:

    Glycoside, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Aucubin (frisch ein natürliches Antibiotikum),Bitterstoffe, Kieselsäure, Zink, Kalium, Vitamin C und B.

    Seine Eigenschaften sind ausgesprochen wertvoll: blutreinigend, kühlend, hustenlindernd, harntreibend, antibakteriell, entzündungshemmend.

    ————————————————————————————

    Und wer noch ein bisschen aus dem uns überlieferten naturheilkundlichen Wissen schöpfen möchte, der findet dazu ein paar Beiträge im Kommentar.

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  • Es gibt eine Sorte im deutschen Volk,

    November 24th, 2025

    „Es gibt eine Sorte im deutschen Volk,

    Die wollen zum Volk nicht gehören;

    Sie sind auch nur die Tropfen Gift,

    Die uns im Blute gären.

    Und weil der lebenskräftige Leib

    Sie auszuscheiden trachtet,

    So hassen sie nach Vermögen ihn

    Und hätten ihn gern verachtet.

    Und was für Zeichen am Himmel stehn,

    Licht oder Wetterwolke,

    Sie gehn mit dem Pöbel zwar,

    Doch nimmer mit dem Volke.

    Theodor Storm (1864)“

    Im Mai 2023 erstellte ich eine kleine Sammlung von Zitaten und Schriften aus unterschiedlichen Epochen unserer deutschen Geschichte. Ihr findet diese im Kommentar. Nehmt euch Zeit, es sind schon ein paar Seiten mehr, aus denen man einiges über unser Volk (er)„lesen“ kann.

    Eine kleine Sammlung zu: „Den Deutschen verstehen“

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  • „Ur“ – immer schön im Rhythmus der Natur

    November 24th, 2025

    „Wenn Weihnachten näher kommt,

    dann wird es heller in unserem Leben,

    und die weihnachtliche Erwartung ist wie schöne Musik.“ (Rainer Kaune)

    Jetzt, wo zahlreiche Aufnahmen durch das Netz schwirren, die uns in eine zauberhafte Winterwelt entführen, lohnt der Blick auf die vier Speichen des Jahresrades.

    Frühling

    „Es färbte sich die Wiese grün

    Und um die Hecken sah ich blühn,

    tagtäglich sah ich neue Kräuter,

    Müd war die Luft, der Himmel heiter. (Novalis)

    » Die holde Göttin schreitet übers Land und mit dem Bund Schlüsselblumen schließt sie das Tor zum Lenz auf.

    Sommer

    „Im Sommer isst man grüne Bohnen,

    Pfirsiche, Kirschen und Melonen.“ (Robert Walser)

    » Im Einklang mit dem Wandern der Sonne durch die höheren Tierkreiszeichen wächst und gedeiht, blüht und verwandelt sich der Garten tagtäglich.“ Die Natur träumt in abertausend Gestalten und Farben ihren Mitsommertraum.

    Herbst

    „Sind die Kartoffeln gut geraten, kann man sie sieden und braten.“ (Bauernspruch)

    »Die Hitze des Feuermonats August ist abgeklungen, es wird merklich kühler. Die Tage werden kürzer, das Obst schwillt und reift, Feld und Wald legen ihr buntes Herbstkleid an.

    Winter

    „Der Winter verzehrt,

    was der Sommer beschert.“ (Bauernspruch)

    Es wird ruhig im Garten, auf dem Acker, Spaten und Hacke, Sense und Gießkanne sind weggeräumt. Wurzelkeller und Speicher sind gefüllt. Nur Lauch, Feder- und Rosenkohl trotzen in ihren Beeten noch den Frost und dem ersten Schnee. Nun, in der Wintersonnenwende steht das Rad des Jahres still. In den Tiefen wird in der dunkelsten Nacht des Jahres das Sonnenkind, dass den Pflanzen und dem Garten neues Leben schenken wird, geboren.

    —————

    Das ist nun auch die Zeit, wo die Menschen über die stimmungsvollen Weihnachtsmärkte schlendern. Bis heute lassen wir uns faszinieren von den lichterglänzenden Weihnachtsmärkten in der dunkelsten Zeit des Jahres.

    Wusstet ihr, dass der älteste richtige Weihnachtsmarkt im Jahre 1296 in Wien veranstaltet wurde? Alt sind auch die Nikolausmärkte in München (1310) und in Bautzen (1384) und der Dresdner Striezelmarkt, wobei mit „Striezel“ der Stollen gemeint ist.

    Berühmt sind der Nürnberger Christkindlmarkt sowie die Weihnachtsmärkte in Prag und in Straßburg. Es ist die Zeit der Blasmusik und Chöre. In den Buden werden Kinderspielsachen, Weihnachtsschmuck, Kerzen, Krippen, Kerzen, Räucherkerzen und Adventssterne feil geboten.

    Im Erzgebirge finden die sich in Heimarbeit hergestellten Schnitzereien, Pyramiden, Steiger und Räuchermännlein.

    Bereits im hohen Mittelalter gab es „Verkaufsmessen“, bei denen sich die Bevölkerung mit Nahrungsmitteln für den Winter eindecken konnte. Bald folgten Stände mit Spielwaren, Schnitzwaren und andere handwerkliche Erzeugnisse.

    Die Zeit, die jetzt anbricht, ist von Frauenkraft geprägt. Für die indigenen Nordvölker waren es die „dunklen Nächte der Mütter“ in denen – am Sonnwendtag – das Sonnenkind wiedergeboren wird.

    ———————————————————

    Quelle

    Auszüge aus:

    Wolf Dieter Storl „Die Magie der Sonnenwenden“ „Einsichten und Weitblicke“

    ——————————-

    „Nacht der Mütter“ – das Angelsächsische Mōdraniht

    Ein winterlicher Festtag, der in angelsächsischen Schriften aus dem 7. bis 8. Jahrhundert belegt ist. Es ist die Nacht der Mütter, eine Nacht, in der die weibliche Ahnenlinie und die gebärende Kraft des Lebens verehrt wurde.

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  • Von der Seligsprechung der Unseligen und anderen „Preisungen“

    November 20th, 2025

    Es wird geändert, verboten, aussortiert und gemaßregelt.

    Wir leben in einer Zeit, in der „Jim Knopf“ von Michael Ende überarbeitet wurde, Karl May-Filme wegen unerwünschter kultureller Aneignung zurückgehalten, die Feuerzangenbowle mit Heinz Rühmann wegen einer Drehzeit aus dem dritten Reich gerügt und verbannt wurde (das geschah bereits vor drei Jahren), und ganz aktuell „Preisvergaben“ aus längst vergangenen Zeiten „überdacht“ und zurückgenommen werden.

    Ups! Gleich 14 Schauspielern entzieht der Deutsche Filmverband die Ehrenmedaille.

    Diese Vergabe von Klimbim , Medaillen und anderem mehr hat für mich persönlich keine Bedeutung. Ehre, wem Ehre gebührt. Dazu bedarf es keinem Hansel aus irgendwelchen „Filmverbänden“. Es bedarf lediglich der Menschen, die das Können und Tun derer zu schätzen wissen. Künstler spüren das. Der Applaus, die Wertschätzung und ein dankbares Publikum. Mehr braucht ein Künstler und Schauspieler nicht. Die Menschen mochten Heinz Rühmann, er war ein großartiger Schauspieler und auch ich mochte ihn in vielen seiner Rollen.

    Ich frag mich, wann Loriot auf der Liste stehen wird? Nicht ist unmöglich. Denn schließlich war er ja ein Offizier der Wehrmacht.

    Vielleicht erinnert ihr euch? Auch Maria Montessori wurde zwischenzeitlich als Rassistin eingestuft. Die Liste der zensierten Werke ist lang, und sie wird immer länger. Sowas hat System, es geschieht nicht grundlos oder aus einer Laune heraus. Nein, Verbote und Zäsur haben ihre Gründe. Ob sie berechtigt sind, steht auf einem anderen Blatt.

    Zu den „Auserwählten“, die nun aus dem „System-Raster“ fliegen… zählen unter anderem die Regisseurin Leni Riefenstahl, der ehemalige Berlinale-Leiter Alfred Bauer, Regisseur August Arnold, Filmdiva Olga Tschechowa und Filmemacher Ludwig Waldleitner.

    Hier war es das Münchner Institut für Zeitgeschichte (IfZ), welche zu folgender Erkenntnis gelangte: »NS-belastet« oder »NS-konform«, irgendwie so.

    Hauptsache das Kürzel NS davor–, dann passt das schon.

    Ach ja! Eine Ausnahme macht die Spio bei Hilmar Hoffmann ehemaliger Kulturdezernent in Frankfurt am Main. Er habe sich nach 1945 konsequent für eine kritische Aufarbeitung der NS-Vergangenheit eingesetzt und künstlerische Gegenpositionen zum nationalsozialistischen Filmerbe gefördert. Das Präsidium der Spio wertet dies als Beleg, dass Menschen sich ändern können und entschied sich deshalb für eine differenzierte Bewertung.

    Sind sie nicht großzügig? Diese zum Einsatz kommenden Bewerter?

    Die Spio vertritt als Dachverband von 14 Berufsverbänden mehr als 1400 Firmen aus der deutschen Filmwirtschaft. Sie setzt sich dafür ein, den deutschen Film in Qualität, Vielfalt und internationaler Wahrnehmung zu stärken und seine Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Soso ….

    Nun, über Qualität lässt sich ja bekanntlich streiten.

    Demgegenüber erfolgen „Seligsprechungen“, oder einfach gesagt, es kommt zu Preisverleihungen. Zweifelhafte „geistige Ergüsse“ erobern den Markt. Siehe medial propagierte Bereicherungen wie „Die besten Weltuntergänge“ oder die „Neue Häschenschule“. Das eine „Werk“ stammt aus der Feder der Lebenspartnerin des ehemaligen Wirtschaftsministers, das andere unterliegt dem geistigen Spuk einer Mediengestalt aus dem komödiantischen Bereich.

    Darüber hinaus erinnere ich mich auch an Verleihungen wie dem des Karls- oder Kalergipreises. Namen, die für etwas stehen. Karl der Große zeigte sich in der Geschichte weniger rühmlich. Besondere Verachtung erntete er als Sachsenschlächter. Doch das wird nicht erwähnt, und wenn, wird die Anzahl der Opfer nach unten korrigiert – dieses Prozedere ist nicht unbekannt, es hat bis heute Bestand.

    Auch wurde unter den Fittichen Karls des Großen das Mönchslatein hoch gehalten, um die deutsche Sprache samt ihrer Werke auszumerzen. Viele Schriften blieben unter Verschluss oder wurden vernichtet.

    Kalergi muss man, so denke ich, nicht weiter ausführen.

    Heute steht der „Internationale Karlspreis zu Aachen für die Einheit Europas“.

    ——————————————————————

    Ausführlich geht es weiter in den Beiträgen im Kommentar.

    Es ist ja nicht so, dass uns diese Gangart, also Vorgehensweise von „Herrschenden“ fremd ist. Ganz gleich in welcher Epoche unserer deutschen Geschichte, die Methoden waren und sind nach wie vor in ihrem Grundgedanken fest verankert, immer nah einer Ideologie, von Propaganda untermalt.

    Man muss nur hinter die Kulissen schauen, dann überrascht uns so schnell nichts mehr.

    Von der Seligsprechung der Unseligen – Preise haben ihren Namen
    Karlspreis? Über Preise, die einiges über ihre Träger aussagen. Karl der Große ist Namensgeber für den Karlspreis.
    Die „Guten“ ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen

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  • Archäologen entdecken die Überreste eines deutschen Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg – nach über 80 Jahren im Moor verborgen.

    November 16th, 2025

    Ein deutscher Soldat, der für sein Land kämpfte.

    Möge er nun an einem anderen Ort in Frieden ruhen. Vielleicht gibt es Angehörige.

    Mein Großvater und mein Onkel wurden 1950 für tot erklärt. Sie sind nie wieder aus diesem Krieg zurückgekehrt.

    Was man über den toten Soldaten aus dem Moor weiß:

    Nach ersten Untersuchungen soll der Mann etwa 20 bis 25 Jahre alt gewesen sein, vermutlich ein Anhänger der Wehrmacht, der während der schweren Rückzugskämpfe im Jahr 1944 gefallen war. Damals zog sich die deutsche Armee unter großem Druck der Roten Armee aus den baltischen Gebieten zurück. Viele Soldaten blieben vermisst – in den Wäldern, Mooren und Feldern Lettlands liegen bis heute Tausende von Gefallenen, deren Schicksal ungeklärt ist.

    „Im Sommer 2024 machten lettische Archäologen und Freiwillige der Kriegsgräberorganisation einen außergewöhnlichen Fund in der Nähe der Stadt Daugavpils im Osten Lettlands. Während routinemäßiger Sucharbeiten im Moorgebiet stießen sie auf die erstaunlich gut erhaltenen Überreste eines deutschen Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg.

    Das feuchte und sauerstoffarme Milieu des Moores hatte den Körper, die Uniformreste und sogar Teile der persönlichen Ausrüstung erstaunlich gut konserviert. Neben den Gebeinen fanden die Forscher einen Stahlhelm, Teile eines Mantels, Patronenhülsen und eine Erkennungsmarke – der wohl wichtigste Fund, um die Identität des Soldaten zu bestimmen.

    Neben der Erkennungsmarke wurden auch eine Uhr, ein Taschenmesser, ein paar Münzen und Reste eines Feldbriefes gefunden – stark beschädigt, aber noch lesbar genug, um Hinweise auf seine Einheit zu geben. Diese Funde sollen nun konserviert und von Historikern des Lettischen Militärmuseums ausgewertet werden.

    Die Bergung wurde mit größtem Respekt durchgeführt. Nach Abschluss der Untersuchungen wird der Soldat auf einem deutschen Soldatenfriedhof in Lettland beigesetzt – gemeinsam mit anderen Kameraden, deren Überreste in den letzten Jahren entdeckt wurden.

    Das sind diese Momente, in dem Vergangenheit und Gegenwart sich berühren. Es erinnert uns daran, dass Geschichte nicht nur in Büchern existiert, sondern im Boden unter unseren Füßen weiterlebt.

    Archäologin Ilze Krastina, die an der Bergung beteiligt war, beschrieb den Moment als „tief bewegend und still“. Sie sagte:

    „Man spürt die Geschichte hier buchstäblich unter den Händen . Nach achtzig Jahren blicken wir in ein menschliches Schicksal, das vergessen schien – ein Soldat, der nie nach Hause zurückkehrte.

    ———————-

    Denken wir auch an die Rheinwiesenlager, wo mehr als 800 000 deutsche Soldaten unter unmenschlichsten Bedingungen eingepfercht waren und einen qualvollen Tod erleiden mussten.

    Sie alle bleiben unvergessen!

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  • Ein paar Gedanken zum Volkstrauertag

    November 16th, 2025

    Der 16. November wurde auserkoren, um der gefallen Soldaten in den vergangenen Kriegen zu gedenken. Das ist eine wirklich gute Sache und wohl mit das Wenigste, was wir tun können, um unseren Vorfahren eine ehrendes Gedenken zu bewahren.

    „Das Volk ist nicht edel, das seine Toten nicht ehrt.“

    So wusste es einst Adolf Friedrich von Schack (1815 – 1894) zu sagen.

    Doch sollten wir aufmerksam, insbesondere bei den Gedenkstunden, betreut von „offizieller“ Seite, hinhören, was dazu überhaupt vermittelt wird. Schließlich sind wir mittlerweile bei der Generation angelangt, deren Groß,- und Urgroßeltern aus dieser Zeit nicht mehr leben. Nur noch wenige wissen zu berichten, wie es sich tatsächlich zugetragen hat. Die Zeiten haben sich geändert. Wenn heute die Kinder als Soldaten geworben werden, ziehen sie nicht etwa in einen Krieg, um etwas Gutes zu verteidigen. Nicht, das wir uns falsch verstehen. Kriege sind etwas ,die keiner braucht. Sie sollten einfach nicht ausgetragen werden.

    Wenn das nur so einfach wäre. Denn es gab sie immer, und es wird sie wohl immer geben, diese Gruppe von „Menschen“ , denen Kriege zum eigenen Vorteil dienlich sind.

    Doch dürfen wir Folgendes nicht vergessen. Es gab Zeiten, da hatten die Menschen wirklich etwas zu verlieren und zu verteidigen. Schaut man sich allerdings heute in den europäischen Ländern um, darf man sich durchaus die Frage stellen, für Was und für Wen sollen die jungen Menschen eigentlich in den Krieg ziehen? Für ein fremdbestimmtes Land, indem alles unternommen wird, um die Menschen fern ihrer Ursprünge in eine digitale Welt zu manövrieren, während Altbewährtes und Naturgegebenes mutwillig vernichtet wird?

    Wie die angeblich „alles verändernden“ Revolutionen wurden auch Kriege stets herbeigeführt. Das ist wichtig zu wissen, um uns das Vorgehen vor Augen zu führen. Keine Mutter sollte mehr um ihre Söhne weinen und trauern müssen. Nicht für die Interessen eines Syndikats.

    Machen wir uns den Umgang bewusst, wie aus den uns bekannten „Kreisen“ mit den Menschen umgegangen wird, die für ihr Vaterland alles, wirklich alles gegeben haben. Für ihr Land, für ihre Familien für all das unter großer Mühe Geschaffene. Niemand aus diesen Reihen hat geschrien, wir wollen Krieg, aber nachdem er von anderen angezettelt war, wussten sie all das zu verteidigen.

    Immer und immer wieder erleben wir es. Nahezu sämtliche (ehemalige) Gedenkstätten für unsere Deutschen werden „uminterpretiert“, Todeszahlen herunterkorrigiert, mit der Absicht diese Gedenken an unsere deutschen Soldaten auszulöschen.

    Kennzeichnend für den Umgang mit den „Eigenen“, also mit dem Elend und dem Leid des eigenen Volkes, und damit ernüchternd aufschlussreich, war unser Besuch (im vergangenen Jahr) zum Volkstrauertag am Denkmal für die Kriegsgefangenen der Rheinwiesenlager in Wesel Büderich. Diese Gedenkstätte liegt nur wenige Kilometer von unserem Wohnort entfernt. Kein Hinweisschild, keine Wegbeschreibung dorthin, nirgendwo ein Vermerk, keine Nachrichten von den regionalen Sendern, oder gar Aufrufe zu Gedenkfeiern, Nichts! Einfach nichts!

    Wir haben zwei Bündel mit Zweigen vom Lebensbäumchen mit einer Schleife versehen und am Denkmal niedergelegt. Niemand war hier. Lediglich eine Kerze entdeckten wir in einer Ecke dieser Gedenkstätte, um die sich offensichtlich keiner schert. Es ist wieder einmal bezeichnend wie sehr man doch bemüht ist, die Geschichte unseres Volkes in Vergessenheit geraten zu lassen.

    Das etwa 90 ha große Lager befand sich auf dem Meerfeld am Rande Büderichs. Umgeben war es von Stacheldraht. Ungeschützt mussten rund 80.000 Kriegsgefangene auf blankem Acker leben, bis das Lager am 15. Juni 1945 aufgelöst wurde und die Gefangenen in einem Marsch ins Lager Rheinberg (12 Kilometer weiter nördlich) verlegt wurden. In diesem nördlichsten Lager der Rheinwiesen ging es dann noch schrecklicher zu. Die Tortur dort hat kaum jemand überlebt.

    ——————————————————————-

    Um uns die „Taten“ noch einmal in Erinnerungen zu rufen, füge ich entsprechende, bereits verfasste Beiträge aus dem letzten Jahr hinzu… Wie gewohnt, findet ihr sie im Kommentar.

    Das Flüchtlingslager Windmühlenberg – entdeckt von einer lieben Bekannten auf einem Spaziergang. Ein Hinweis – ganz unscheinbar am Wegesrand
    Zum Volkstrauertag
    Es war einmal… Vergessener Völkermord und verschwiegene Geschichte – Rheinwiesenlager
    Archäologen entdecken die Überreste eines deutschen Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg – nach über 80 Jahren im Moor verborgen.

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  • „Die Welt geht unter, aber wir haben Senf, Wurzelbürsten und Badezusatz.“

    November 12th, 2025

    Film-DVD Tipp für heute Abend: Vom Sofa fürs Sofa.

    Wir gratulieren unserem großen Meister der Sketche zu seinem Geburtstag.

    Sein feingeistiger Humor bleibt unvergessen und seine Werke auch. Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülows geistreiche Sketche und komödiantische Filme sind eine echte Wohltat zu dem (Irr)Sinn, der heute als „Komödie“ über die Bildschirme getrieben wird.

    Am 12. November 1923 wurde er geboren.

    „Familie Hoppenstedt wünscht gute Unterhaltung!“

    Und auch an dieses Zitat erinnern wir uns: „Europa – das Ganze ist eine wunderbare Idee, aber das war der Kommunismus auch.“ (Loriot)

    ——————————-

    Noch eine, nicht ganz unwichtige Station in seinem Lebenslauf, soll nicht unerwähnt bleiben:

    Bernhard-Viktor „Vicco“ Christoph-Carl von Bülow (bekannt unter seinem Künstlernamen Loriot) ist im gleichen Jahr geboren wie meine Mutter, auch sie versah ihren Dienst (als Nachrichtenhelferin) bei der Wehrmacht. Sie wusste um das Wirken des Viktor von Bülow und schätzte es sehr.

    Bernhard-Viktor „Vicco“ Christoph-Carl von Bülow:

    * 12. November 1923 in Brandenburg an der Havel

    † 22. August 2011 in Ammerland

    war ein deutscher Offizier der Wehrmacht, zuletzt Oberleutnant des Heeres im Zweiten Weltkrieg, Schauspieler, Regisseur, Autor und Karikaturist.

    Er entstammte einer alten preußischen Offiziersfamilie. Von Bülows Vater war Polizeioffizier, zuletzt im Rang eines Majors. Nach dem Notabitur trat von Bülow am 01. August 1941 in das Heer ein – als Schütze beim Panzer-Grenadier-Ersatz-Bataillon 3. Von diesem wurde er am 15. April 1942 zum Panzer-Grenadier-Regiment 3/3. Panzerdivision versetzt und damit zum Dienst an der Ostfront. Als Fahnenjunker-Unteroffizier wurde er im Oktober 1942 zum Offiziers-Anwärter-Lehrgang nach Krampnitz kommandiert, wurde am 1. Dezember 1942 zum Leutnant befördert und als solcher im Januar 1943 wiederum zum Offiziers-Lehrgang nach Zossen kommandiert, um schließlich weiter im Rahmen seines Regiments an der Front verwendet zu werden. Von Bülow war eingesetzt als Zugführer, Ordonnanz-Offizier, Führer des Bataillons-Stabes und zuletzt wieder als Zugführer. 1944 wurde er Oberleutnant.

    „Einmal wachte ich im Schützengraben auf, als meine Hand ein Ohr berührte. Es war das Ohr eines toten Kameraden.“ — von Bülow in seinen Nachkriegserinnerungen.

    „Die Welt geht unter, aber wir haben Senf, Wurzelbürsten und Badezusatz.“

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  • Wild, heftig, stürmisch – es geht schon wieder los!

    November 12th, 2025

    Das Erzgebirge meldet die Sichtung von …

    Erst gestern noch erwähnt, heute sind se da! Während der Sonnensturm tobt und Polarlichter deutschlandweit STRAHLEN, richtet sich Darth Vader und sein Gefolge hier bei uns auf dem Paulsberg in Uedem häuslich ein (siehe Weltraumkommando Uedem).

    Klingt verrückt, oder?

    Dazu zitiere ich schnell noch eine Passage aus meinem Beitrag (» siehe Kommentar «).

    „Im Jahr 2023 gab es in Schweden einige Experimente mit künstlichem Polarlicht, um angeblich weltraumnahe Wettervorhersagen zu verbessern. Im Experiment wurde Barium aus Aluminiumzylindern freigesetzt, um den Effekt zu erzeugen. Dem Bericht zufolge blockierte das weniger spektakulär aussehende künstliche Nordlicht am Ende sogar echtes Polarlicht, das natürlich vorkam. Alles im Sinne der Wissenschaft.

    Bereits aus 2005 ist bekannt, das in Alaska (Gakona) ein Labor entstand für Experimente mit der Ionosphäre. Physiker begrüßten das für ihre „Forschung“. Starke Radiowellen können Elektronen in bestimmten Bereichen der Ionosphäre so stark beschleunigen, dass sie die Sauerstoff-Atome dort zum Leuchten bringen – ähnlich wie es die energiereichen Teilchen von der Sonne tun. Dass, was wir hier zu sehen bekommen ist meines Erachtens alles andere als natürlich…

    ————————————————————————

    Noch etwas sei in diesem Zusammenhang erwähnt.

    Akustische Waffen? Klingt auch verrückt, ist es aber nicht… Kopfschmerz, Schwindel, Tinnitus? Betroffene berichten über neurologische Beschwerden wie Schwindel, Benommenheit, Kopfschmerzen, Übelkeit, verschwommenes Sehen, Tinnitus und kognitive Dysfunktionen, die nach einem plötzlich auftretenden schneidend-hohen Geräusch, oft begleitet von dem Gefühl eines erhöhten Drucks auf den Ohren, auftraten.

    Besonders häufig sollen diese Art der Symptome in Kreisen der Geheimdienste und Diplomaten aufgetreten sein. (so berichten es zumindest die öffentlich-rechtlichen Sender) » siehe auch „Havanna Syndrom“.

    Physiker und Forscher vermuten den Einsatz von Ultraschall, dessen hohe Frequenzen das Gleichgewichtsorgan im Ohr stören könnten. Experimente zeigten, dass solche Frequenzen gezielt eingesetzt werden können, um Unwohlsein auszulösen. Kleine Geräte beweisen, dass akustische Störungen realisierbar sind. Der Neurologe James Giordano schließt psychische Ursachen aus. Seine Forschung deutet darauf hin, dass eine Kombination aus Mikrowellen- und Akustiktechnologie verantwortlich sein könnte. Obwohl wissenschaftliche Tests physische Schäden bei Betroffenen nachweisen konnten, bleibt die genaue Ursache ungeklärt.

    Jetzt mal ungeachtet der öffentlich-rechtlichen Publikation , wie „Der Russe ist schuld“.., sollte man diese Vorgänge alles andere als „lachhaft“ oder „lächerlich“ betrachten.

    Es ist verrückt, weil Verrückte agieren.

    —————————————————–

    Im Kommentar findet ihr wie gewohnt den entsprechenden Beitrag dazu, als auch einen Videobeitrag, entdeckt von einem lieben Leser

    Zur Abwechslung mal was anderes: „Vom Wetter“ und der „friedlichen Nutzung des Weltraums“

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  • „Kommt ’n Mann vom Himmel mit ’n witten Schimmel“ – ein paar Gedanken zum Martins-Brauchtum

    November 11th, 2025

    Wer hat`s gewusst? Das Brauchtum erklärt sich aus früheren volkstümlichen Festen zum Ernteausklang und Winteranfang – von Mitte November bis Anfang Januar (einer Zeit der Stürme und des unvorhersehbaren Wetters).

    Mitte November: Dichte Nebelfelder ziehen übers Land. Die Menschen versammeln sich am Feuer, tragen das Licht nach draußen in die Dunkelheit. Einige wissen noch um unsere damit verbundenen alten Bräuche und Traditionen. Manche wissen sogar um die wahren Ursprünge dieser, das sind allerdings sehr wenige.

    Am 11.11. berührt uns ein uralter Übergang. Die Erntezeit endet, das Licht zieht sich zurück – und wir treten in die stille Hälfte des Jahres. In alten Zeiten entzündeten Menschen Lichter, um Wärme und Hoffnung zu teilen. Sie ehrten die Erde, die Tiere, die Ahnen – und das Licht in sich selbst.

    In dem Zusammenhang erinnern wir uns: Vom ersten Auftreten christlicher Missionare bis zur endgültigen Ausrottung des alemannischen Heidentums brauchte es ganze 700 Jahre.

    Auch beim Heiligen Martin und dem Martinstag handelt es sich um eine christianisierte Version eines einst heidnisches Brauchtums. Die katholische Kirche macht heute daraus keinen „Hehl“ mehr, dass auch dieser Brauch in ihre christlichen Riten hin geändert wurde. Wie sollte es auch anders sein? Die Menschen wurden nahezu allesamt bekehrt und haben sich dem zwangsverordneten Glauben gefügt

    —————————————————–

    Wer weiß heute noch davon,

    » dass die mannigfachen Volksbräuche, die sich um das Fest des „Heiligen“ am 11. November ranken, eine Entlehnung aus dem germanischen Wodanskult sind?

    » dass ab dem 11. November an über den Heiligen Nikolaus am 6. Dezember, bis hin zur christlichen Weihnacht und den zwischen der Wintersonnenwende und dem Dreikönigstag gelegenen Zwölf Nächten sich der heidnische Glaube der Wilden Jagd zieht?

    » dass der „Schimmelreiter“, Wotan symbolisiert?

    » dass der Martinsumzug mit den Martinslaternen auf einem alten Brauch beruht, um der Dunkelheit der immer kürzer werdenden Tage den Kampf anzusagen?

    » dass die Martinsfeuer mit der „Sonnenwende“ und kelto-germanischen Erntedankfesten in Verbindung gebracht werden?

    —————————————————

    In alten Büchern gestöbert:

    Zu St. Martin gehören die Attribute des Pferdes, Mantels und Bettlers, die wir auch bei Wotan wiederfinden, der, von seinem blauen Mantel umhüllt, nicht nur sein achtfüßiges Pferd Sleipnir reitet, sondern der auch ab und an als einäugiger Wanderer unter den Sterblichen wandelt.

    Bereits zum Martinstag erschienen einige “Wilde Gestalten” des Volksbrauchs, die uns in mehreren Alpenbräuchen wie dem Perchtenlauf, oder auch in der Gefolgschaft von Sankt Nikolaus immer wieder begegnen.

    „Wer kommt denn da geritten?

    Herr Wude, Wude Nikolaus.

    Lass mich nicht lange bitten

    und schütte deinen Beutel aus!“

    Die Laternenprozessionen oder Fackelumzüge gehen auf vorchristliche Feuer- und Lichtbräuche zurück. Dabei sollten die Feuer die bösen Geister vertreiben. Jugendliche und Erwachsene zogen durch die Felder, um die bösen Geister zu vertreiben und für das kommende Jahr Fruchtbarkeit und Segen zu bringen.

    Die ursprünglichen Laternen waren übrigens Rüben, Kürbisse kamen alle erst später aus den heutigen USA zu uns nach Europa. In der Schweiz ist dieser Brauch in seiner urigsten Form mit den „Räbäliechtli“-Umzügen noch lebendig.

    „Jahresende, Zeit der Sammlung“.

    Es ist eine dunkle und neblig-trübe Zeit. Wie der Bär in seine Höhle, so verschwindet die kraftlose Sonne in die Tiefe, ins Reich der Frau Holle.

    Altheidnisches Brauchtum lebt weiter in Allerseelen, Allerheiligen, Volkstrauertag und anderen Totengedenktagen. Auch der Martinstag mit seinen Laternenumzügen, an dem die Kinder “Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne” singen und Martinsgans gehören dazu.

    Kurz: Das Martinsbrauchtum erklärt sich aus früheren volkstümlichen Festen zum Ernteausklang und Winteranfang. Von Mitte November bis Anfang Januar (einer Zeit der Stürme und des unvorhersehbaren Wetters), ziehen die Jagdtruppen Wotans durch die Wälder oder marschieren über den Himmel, oftmals von feurigem Glanz umgeben.

    Bewahren wir uns unser Wissen über die alten Bräuche und Traditionen, reichen diese weiter und stellen richtig. So wie wir es auch mit unserer gesamten Geschichte tun sollten.

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  • 8.November 2025: Der Tag vor dem Tag als die Mauer fiel, vor 36 Jahren: Teil V aus „ Episoden aus einem geteilten Land“

    November 9th, 2025

    Ich hätte dazu noch etwas zu sagen.

    Und nun nähern wir uns der Zeit, die ich aus eigener Erfahrung heraus beschreiben kann.

    Ein von mir sehr geschätzter fb Freund schrieb vor einigen Tagen: „Man mag über die DDR Zeit sagen was man will, ich bin glücklich eine Kindheit zu dieser Zeit erfahren zu haben (natürlich wäre eine Kindheit in einem unzerstörten und ungetrennten Land in seinen alten Grenzen noch schöner gewesen). Das Beste, was wir hatten, war nie viel, deswegen war das wenige so gut, dass wir es heute zu schätzen wissen und es alle Zeiten überdauern wird.“

    Das trifft es sehr gut. Auch ich empfinde so.

    Nachdem wir uns nun langsam an diese Zeit hier herangetastet haben » siehe Beiträge im

    Kommentar: „Der Letzte macht das Licht aus- Episoden aus einem geteilten Land“, unternehme ich mal einen Versuch, wie ich persönlich diese Zeit des „Umbruchs“, davor und darauf erfahren habe.

    Voran führen möchte ich noch, dass ich mir oft in meinen Gedanken zurückbringe, wie meine

    Mutter das wohl alles erlebt haben muss. Denn schlussendlich bedeutete dieser beginnende Umbruch in den 1980er Jahren nichts anderes als die „Übersiedlung“ vom System der Belohnung und Erpressung in das System der Belohnung und Erpressung.

    Zur linken meine Mutter, zu rechten ein liebe Bekannte und in der Mitte ich

    Ich weiß, dass sie zu DDR Zeit arg darunter gelitten hat, nicht über Schlesien, und damit verbunden, auch nicht über die schlimme Zeit der Vertreibung sprechen zu dürfen, u. v. a. mehr,

    Auch muss es eine Herausforderung für sie gewesen sein, angesichts ihrer persönlichen unschönen Erlebnisse mit den Sowjets, als wir in der Schule in Russisch unterrichtet worden sind. Die bereits im ersten Beitrag erwähnten Schikanen seitens der Staatssicherheit, haben meine Eltern tapfer ertragen. Auch an mir ist das Geschehen nicht spurlos vorbei gegangen.

    Als meine Eltern im Jahr 1983 übersiedelten, blieb ich in der DDR zurück. Von meiner Familie war niemand mehr im Land. Ich fühlte mich nun denen zugehörig, die versuchten, das verbliebene Gute im Land zu bewahren. Die Aktionen liefen alle über die evangelische Kirche. Ja, wir dachten damals tatsächlich etwas bewirken zu können. Mit dem Wissen von heute .., saßen wir allerdings mit unseren Feinden am Tisch. Leute, die schon längst Entscheidungen getroffen haben, über die wir noch sinnierten.

    Im Jahr 1988 wurden die Leutchen immer weniger am Tisch. Die Treffen waren aufgeheizt, ein Gegeneinander herrschte vor. Einige wählten den Weg über Ungarn …, andere schlossen sich mit anderen Gruppen zusammen. Eigentlich war alles nur noch ein riesiges Durcheinander. Irgendwie traute keiner mehr dem anderen über den Weg. Das war ja vorher auch schon so, nur jetzt nannte man es beim Namen und ging aufeinander los.

    Wie sich das Leben auf der anderen Seite Deutschlands gestaltete, war den meisten unter uns bewusst. Man hat ja drüber „gesprochen“. Konsumorientierte Menschen, Ellenbogengesellschaft, Kapitalisten halt. Viele der Übersiedler hatten ja auch Westverwandschaft. So wie unserer Familie auch. Die lebten alle in Hamburg.

    Die „Revolution“ in meiner Heimat habe ich nicht miterlebt. Da war ich längst über alle Berge, irgendwo in Niedersachsen gestrandet, baute ich mir mit meinen zwei Kindern ein neues Leben auf.

    Auch der Mauerfall ging an mir vorbei. Ich war mit anderen Dingen beschäftigt. So wie viele andere Menschen auch, die geblieben sind, und plötzlich vor dem Nichts standen. Über`n Tisch gezogen.., hat man sie. Uns natürlich auch.

    Im Grunde genommen, fasst dieser Beitrag die zuletzt genannten Themen zusammen.

    – Das Staatssicherheitssystem.

    – Die „friedliche Revolution“., oder sollte ich besser schreiben die „geplante“?

    – Der Fall der Mauer. Über diesen Fall haben wir schon in Teil II gelesen.

    – Die Wiedervereinigung.

    Im Kommentar findet ihr wie gewohnt, die bisher dazu verfassten Beiträge. Vielleicht sieht man jetzt den einen oder anderen Beitrag noch in einem anderen Licht.

    Jeder von uns hat diesen Umbruch auf seine ganze eigene Art und Weise erfahren. Jeder von uns hat Entscheidungen getroffen / treffen können. Ob sie richtig waren? Ja, wer weiß das schon? Ich für meinen Teil habe über dieses Chaos hinweg auf den wohl besten Ehemann auf der Welt treffen dürfen.

    Und ja, auch ich hatte eine wunderschöne Kindheit, an die ic h mich gerne zurückerinnere.

    Und so schließe ich diesen Beitrag mit den bereits am Anfang erwähnten, überaus wertvollen Worten vom Peter:

    „Das Beste, was wir hatten, war nie viel, deswegen war das wenige so gut, dass wir es

    heute zu schätzen wissen und es alle Zeiten überdauern wird.

    Der Letzte macht das Licht aus – Episoden aus einem geteilten Land: zwischen Teilung und alliierter Umerziehung (Teil I)
    Von der Teilung eines Landes, von einem Aufstand und vielen Ungereimtheiten – Teil II zu „Der Letzte macht das Licht aus“ – Episoden aus einem geteilten Land“
    Das Errichten einer Mauer – ein Beitrag aus „Der Letzte macht das Licht aus – Episoden aus einem geteilten Land (Teil III)
    Das Leben zu DDR-Zeiten – Zeitzeugen berichten, von Künstlern und ihren Künsten Teil IV

    Eure Kommentar zu diesem Beitrag

    Der wohl wichtigste Kommentar stammt vom Ersteller der einleitenden Worte, von Peter Gast: „Es ist nur ein Satz, oder zwei, wenn es sein soll: ….weißt du, nein du weißt es nicht, woher auch, aber ich komme gerade von einem Klassentreffen, und ich bin, ziemlich besoffen von den vielen Getränken die ich gar nicht mehr gewöhnt bin, gleichzeitig von den vielen alten Fotos, den vielen Gesprächen, den vielen alten Kameraden und Kameradinnen, auf eine gewisse Weise „high“ und nun ist das erste, was ich mache, wenn ich nachts nach Hause komme, als einziger der gelaufen ist, nein, getorkelt vielmehr, dieses vermaledeite Faceook zu öffnen, und deinen Text zu lesen, in dem ich erkenne, dass lediglich ein nebenbei gemurmelter Kommentar von mir so haften blieb, dass er wie ein Stück Brennholz im wärmendem Feuer aufgenommen und verarbeitet wurde. Dieser jene 8.11. wird mir so bedeutungsvoll, dass ich ihn gleich wieder abwerten und vergessen mag, nicht dass er mir noch diese Schlaflosigkeit bereitet, die andere dazu animiert ganze Bücher zu schreiben.“

    >>>> Hier noch einmal seine einleitenden Worte, sein wertvoller Satz: Seine einleitenden Worte: „Man mag über die DDR Zeit sagen was man will, ich bin glücklich eine Kindheit zu dieser Zeit erfahren zu haben (natürlich wäre eine Kindheit in einem unzerstörten und ungetrennten Land in seinen alten Grenzen noch schöner gewesen). Das Beste, was wir hatten, war nie viel, deswegen war das wenige so gut, dass wir es heute zu schätzen wissen und es alle Zeiten überdauern wird.“ <<<<

    09.11. Der Schicksals Tag der Deutschen 1918,1923,1938,1989

    Dazu muss ich sagen, die Kindheit im Westen zur damaligen Zeit war auch in Ordnung, das ganze ging erst in der Jugend los, als man begriff, hoppla so frei sind wir gar nicht, gerade Nationale Aktivisten, merkten das sehr schnell, was die Stasi im Osten, war der Verfassungsschutz hier. Es ist kein schönes Gefühl wenn man mit 17 Jahren, eine Hausdurchsuchung an seiner Lehrstelle hat, das Glück war nur das mein Chef, doch ein sehr guter Mensch war. Ansonsten wäre es das gewesen und es war nicht die letzte, da kam noch viel, ich weiß, im Westen ist es am BESTEN, nur nicht für alle, das ist heute auch noch so. Das gute im Osten dürfte das Leben unter Deutschen gewesen sein, das wurde im Westen schon um 1980 immer seltener. Was bleibt ist zu sagen, Freiheit in dieser Republik gibt es nicht!;(

    In einer Republik kann es niemals Freiheit geben , mein Lieber. Und ich weiß nicht, ob die Deutschen jemals so etwas wie Freiheit leben und kennen durften.

    Auch ich bin ein Kind von vertriebenen Schlesiern und auch wir haben viele Verwandte im ehemaligen Osten der Republik, – bin in Erfurt geboren – war als Kind JEDES Jahr (mit meiner Oma) in den großen Ferien in der ehemaligen DDR und fand es wirklich sehr schön dort, eben weil es so wenig gab – aber alle das Wenige sehr zu schätzen wussten.

    Wir hatten in unserem kleinen 600- Seelen-Dorf die schönste, unbeschwerteste Kindheit und Jugend, die man sich nur vorstellen kann. Einmal im Jahr (meist während der Getreideernte) gabs Melonen. Nein, wir haben nichts vermisst. Unnötigen Überfluss und maßlosen Konsumrausch haben wir erst ab November 1989 kennengelernt.

    Die vermeintliche Einigkeit zwischen Konsumenten und Klassenbrüdern

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